Remake von Chris Markers Kurzfilm “Am Rande des Rollfelds” mit Musik von Austra, Current 93 und Jack November

Der dystopische Kurzfilm „Am Rande des Rollfelds“ (im Original „La Jetée“) zählt mit seinen unbewegten Schwarz Weiß-Bildern zu den bekanntesten Werken des im letzten Jahr verstorbenen Regisseurs Chris Marker. Im Rahmen einer Hommage an den Franzosen haben ARTE Creative und das englische Zine Dazed & Confused dem Fotografen Matt Lambert vorgeschlagen, ein Remake zu drehen, welches nun unter dem Titel „Am Rande des Rollfelds revisited“ vorliegt:

“Der Regisseur und Fotograf Matt Lambert hat Chris Markers SF-Kurzfilm „Am Rande des Rollfelds“ neu verfilmt. Dabei blieb er dem Drehbuch und der Struktur des Originals weitgehend treu, arbeitete jedoch mit moderner Technik, um zeitgemäße Wirkungen zu erzielen. In seinen originellen, intimen Bildern vereint der Künstler den traumhaften Blick eines Dokumentarfotografen mit mysteriösen Gefühlen und düsterem Minimalismus. Damit greift er den Ansatz seiner jüngsten fotografischen Arbeiten auf, in denen er den fragmenthaften Charakter von Wirklichkeit, Traum, Identität und Sexualität beleuchtet.

Der Film ist das Ergebnis einer leidenschaftlich-fruchtbaren Begegnung zwischen Freunden und Bekannten des Regisseurs Matt Lambert. Der Künstler Rein Vollenga mit seinen „maßgeschneiderten“ Kreationen, Boris Bidjan Saberi, Damir Doma und Obscur mit ihren Kostümen und eine Menge begabter Berliner haben daran mitgewirkt”. (Quelle)

Besonders überzeugend ist das Zusammenwirken sämtlicher ästhetischer Kanäle. Die größte Kohärenz stiftet die Erzählerstimme (wobei man Yoyo Röhms betont cooles American English mit deutschem Einschlag allerdings mögen muss), während die (diesmal bunten) Bilder über die dramaturgischen Tempowechsel in der Schnittfolge ausgesprochen gut mit dem Soundtrack harmonieren. Dieser wurde nur im Fall der Beiträge von Austra eigens für den Film komponiert, zusätzlich wurden Songs von Current 93 und Jack November integriert.

Matt Lambert @ dieLAMB

ARTE Creative