Bananas, Wars and Rackets: Zur Geschichte der “Banana Wars” und ihrer cineastischen Nichterfassung

Bisher ist es nirgendwo gelungen, historische Prozesse, die in Krieg, Genozid oder anderen Formen menschengemachter Katastrophen enden, so abzuschließen, dass diese Ereignisse als verarbeitet gelten können. Die Trauer, die Verwirrung, die Wut und andere Gefühle derer, die mit Kriegserfahrungen umzugehen haben, müssen sich wohl fiktionaler Wege der Verarbeitung bedienen. Kriegsfilme können nachträglich Motive konstruieren, individuelle Verantwortung im kollektiven Geschehen aufgehen lassen oder in Einzelschicksalen Identifikationsangebote zur persönlichen Beruhigungen schaffen. Was aber ist, wenn ein ganzer Zeitabschnitt cineastisch nicht rekonstruiert, geschweige denn verarbeitet wurde?  Weiterlesen