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	<title>African Paper &#187; 23 Threads</title>
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		<title>23 THREADS: The Ornaments (The Ghost of Miranda)</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Mar 2018 05:16:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[23 Threads]]></category>
		<category><![CDATA[Ingrid Swen]]></category>
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		<description><![CDATA[Im nicht mehr ganz taufrischen dritten Millenium unserer Zeitrechnung ist es mittlerweile eher zu erwarten, dass jüngere Musikprojekte zumindest partiell in der Tradition früherer Errungenschaften stehen und diese, wenn sie über das nötige kreative Potential verfügen, nicht bloß revitalisieren oder &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/03/31/23-threads-the-ornaments-the-ghost-of-miranda/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/23threadstheornaments.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14838" title="23threadstheornaments" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/23threadstheornaments-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im nicht mehr ganz taufrischen dritten Millenium unserer Zeitrechnung ist es mittlerweile eher zu erwarten, dass jüngere Musikprojekte zumindest partiell in der Tradition früherer Errungenschaften stehen und diese, wenn sie über das nötige kreative Potential verfügen, nicht bloß revitalisieren oder gar kopieren, sondern unter anderen Vorzeichen in neue Richtungen lenken. Seit den Jahren um 2000 gibt es immer wieder Bands, denen nachgesagt wird, in den Spuren der sogenannten World Serpent-Family aus<span id="more-14837"></span> dem England der späten 80er und frühen 90er zu wandeln, aben in den meisten Fällen sind das nur die immer gleichen schnarchigen Klampfbarden mit Stock im Arsch.</p>
<p>Wenn einmal jemand der unaufgeräumten, heterogeneren, nach schwarzgalliger und gleichsam hippiesker Outsider Art riechenden Seite von Englands versteckter Kehrseite huldigt, stimmt mich das meist euphorisch, und im Zweifelsfall nehme ich dann gerne auch in Kauf, wenn eine Sängerin abwechselnd so stark nach David Tibet, Edward Ka-Spell und Little Annie klingt, dass man es kaum für Zufall halten kann. Ich gebe zu, dass das &#8211; bei aller guten Absicht &#8211; nicht die schmeichelhafteste Einleitung zu 23 Threads ist, aber Fakt ist Fakt, und das neue, von feurigem Geschrammel, stimmungsvollem Fingerpicking, holprigen Takten und wunderschönen Flötentönen überquellende Album der mehrheitlich in Polen ansässigen Band ist, Referenzen hin oder her, eine äußerst erfreuliche Angelegenheit.</p>
<p>Wie aus weiter Ferne erklingt ein dumpfes Pulsieren, wird herausgezoomt und greift einen auf, trägt einen langsam durch einen dunkel ausgeleuchteten Raum, an dessen Wänden sich ein verrauschter Poesievortrag wie verschwommene weiße Lettern abzeichnet. Die Stimme von Ingrid Swen wird einem immer wieder begegnen und durch die unterschliedlichsten Stationen begleiten: in entspannter Kühlheit durch ebenso entspannte Gitarrenlandschaften und drahtiges, wildwüschsiges Strumming, in dialoghafter Dopplung wie zwei übreinander geklebte Gedichte durch rückwärtsgespielte Passagen, die wie so viele Stellen immer mal ins Hörspielhafte abzubiegen drohen; hexig flüsternd durch mittelalterliche Traumwelten und schwülen Desert Folk, bösartiger noch durch futuristische Synthies und durch die Puppenhaus-Ästhetik gluckernder Elektronik coil&#8217;scher Provenienz.</p>
<p>Laut eigener Angabe erzählt &#8220;The Ornaments&#8221; eine literarische Geschichte in neun Kapiteln, dem Untertitel und einigen Anspielungen zufolge in den insgesamt eher hermetischen Lyrics dreht es sich v.a. um die Figur der Miranda aus Shakespeares <em>Sturm</em>, von der die Phrase &#8220;Brave New World&#8221; stammt, und der der Maler John Waterhouse später eine unvergessenes Gesicht gegeben hat. Von dessen spätromantischem Ästhetizismus ist die Umsetzung von 23 Threads jedoch weit entfernt, und auch wenn die musikalische Gestalt eine schöngeistige, filigrane Seite nicht leugnen kann, zeichnet sie durch ihre oft rumpelige Exzentrik, die immer wieder zwischen Folk und experimenteller Montage wechselt, ein wesentlich rauhaarigeres Bild von ihrem Nachleben als Geist.</p>
<p>23 Threads, deren bisheriges Output an mir vorbeigegangen ist, kann man zu dem Album nur gratulieren. Bevor sie irgendwann vielleicht mal eine andere Richtung einschlagen, sollten sie unbedingt mit Futeisha kollaborieren. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://zoharum.com">Zoharum</a></strong></p>
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		<title>MAREK X. MARCHOFF: Funeral Musik for You and Me</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/05/14/marek-x-marchoff-funeral-musik-for-you-and-me/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 May 2016 03:19:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[23 Threads]]></category>
		<category><![CDATA[Different State]]></category>
		<category><![CDATA[Marek X. Marchoff]]></category>
		<category><![CDATA[Zoharum]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf den ersten Eindruck könnte man denken, der Titel „Funeral Musik for You and Me“ sei ironsich gemeint, nicht nur wegend es Mix aus deutschen und englischen Wörtern, denn weder die Musik, noch die Titel der einzelnen Abschnitte dieses Werks &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/05/14/marek-x-marchoff-funeral-musik-for-you-and-me/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/01/marchofffuneralmusik.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11496" title="marchofffuneralmusik" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/01/marchofffuneralmusik-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf den ersten Eindruck könnte man denken, der Titel „Funeral Musik for You and Me“ sei ironsich gemeint, nicht nur wegend es Mix aus deutschen und englischen Wörtern, denn weder die Musik, noch die Titel der einzelnen Abschnitte dieses Werks einer eher abstrakten Klangkunst zeigen einen offenkundigen Bezug zu Themen wie Tod und Trauer. Wie der Untertitel des Release allerdings impliziert, bedinden wir uns „Within a Triangle of Esoteric Sound“, was naheliet, dass es bei Marek X. Marchoff, bekannt durch die Projekte Different State und 23 Threads, ohnehin wenig konkret zugeht. „Funeral Musik for You and Me“ folg allerdings auf das<span id="more-11494"></span> Album „Funeral Musik for Jenny Marchoff“, das seiner kurz davor verstorbenen Großmutter gewidmet war. Somit kann man die vorliegende CD auch als eine Art Nachtrag, als ein Ausloten von Aspekten der Trauer im Allgemeinen deuten.</p>
<p>Wollte man dieses Ausloten aufgrund des musikalischen Resultates resümmieren, so käme man schnell zu dem Ergebniss, das hier ein eher abgeklärtes Bild vom unausweichlichen Rhythmus des Lebens und Sterbens gezeichnet wird, denn die Musik, bei der Marchoff digitale und analoge Erzeuger zur Verfüngung standen, gibt sich äußerst kühl und sowohl klanglich als auch atmosphärisch reduziert. Das heißt jedoch nicht, dass es hier einimensional zuginge – rhythmische Synthies, von Zeit zu Zeit angedeutete Perkussion, vielerorts Klänge, die an das Messen von Herzströmen und andere medizintechnische Abläufe erinnert, zwischendrin Melodien, die etwas versteckt Sehnsüchtiges anklingen lassen und aus dem rein Technischen ausbrechen, demonstrieren im Zusammenspiel, wie wenig greifbar all das sein kann, was dem Einzelnen bei der Reflexion über die Vergänglichkeit des Lebens in den Sinn kommt und illusitrieren auf eine gewisse Weise, wie stark ineinander verschlungen Ratio und Gefühl dabei bisweilen agieren.</p>
<p>Beinahe leitmotivisch sind dabei die dezenten Rhythmen, die sich über weite Strecken nur im minimalen Fiepen und repetitiven Wabern manifestieren, bei den noisigeren Tracks jedoch auch mal aggressiv und verzerrt an der Oberfläche behaupten und gelegentlich (zum Gück nur) fast im Breakbeats ausufern. Stark bearbeitete und demonstrativ in den Hintergrund gemischte Vocals scheinen die Unsicherheit zu betonen, ihre genügsame Monotonie scheint sich dagegen aber wohl kaum auflehnen zu wollen. Eine kernige Bassspur und entnolastige Handrums lassen die Reflexionen engültig als Irrgarten der Stimmungen und Bezüge erscheinen. Immer wieder scheint es, als ereigne sich gerade ein konventioneller Songanfang, und man werde gleich einen typischen Minimal Synthie-Song alter Schule zu hören bekommen, doch es bleibt bei der Skizze. Dies ist Funeral-Musik für uns alle, und das endgültige Narrativ muss jeder Hörer für sich entwerfen.</p>
<p><strong>Label: Zoharum</strong></p>
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