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	<title>African Paper &#187; 4AD</title>
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		<title>Eye Of The Hunter: Wiederveröffentlichung von Brendan Perrys erstem Soloalbum mit Bonus-Livealbum</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Sep 2023 04:46:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[4AD]]></category>
		<category><![CDATA[Brendan Perry]]></category>
		<category><![CDATA[Dead Can Dance]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 20. Oktober veröffentlichen 4AD Brendan Perrys erstes, ursprünglich 1998 erschienenes, Soloalbum wieder. Als Bonus ist ein Livealbum enthalten, das 1993 im Londoner I.C.A. aufgenommen wurde.&#8220;Recorded at Brendan&#8217;s Quivvy Church studio in County Cavan in Ireland and backed by the &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/09/12/eye-of-the-hunter-wiederveroffentlichung-von-brendan-perrys-erstem-soloalbum-mit-bonus-livealbum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 20. Oktober veröffentlichen 4AD Brendan Perrys erstes, ursprünglich 1998 erschienenes, Soloalbum wieder. Als Bonus ist ein Livealbum enthalten, das 1993 im Londoner I.C.A. aufgenommen wurde.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/09/a3107630978_161.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-37475" title="a3107630978_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/09/a3107630978_161.jpg" alt="" width="700" height="700" /></a><span id="more-37473"></span>&#8220;Recorded at Brendan&#8217;s Quivvy Church studio in County Cavan in Ireland and backed by the band of Liam Bradley (drums), Glen Garrett (bass guitar) and Martin Quinn (pedal steel), Brendan performs the guitar, a 12-string guitar, mandolin and keys to achieve a rich, gothic sound while the album’s incredible production elevates his vocals to Scott Walker and Tim Buckley levels of delivery; two clear influences, the latter’s ‘<em>I Must Have Been Blind Here</em>’ is thoughtfully covered here.</p>
<p>A record that has been out of print on vinyl since its release in 1999, people have been asking for it to be repressed for long enough. Having been mastered at Abbey Road, fans will be delighted to hear that not only is <em>Eye of the Hunter </em>finally being reissued but that it’s also been expanded to include <em>Live at the I.C.A</em>. The single ‘<em>Happy Time (Live at the I.C.A.)</em>’, a Tim Buckley cover, is released today from the latter. A true collectible, this extra album has previously only been available on a rare as hen’s teeth promotional cassette, recorded during 4AD’s infamous <em>13 Year Itch </em>residency at London’s Institute of Contemporary Arts in 1993. Chris Bigg’s fantastic art remains front and centre, upgraded to a gatefold sleeve for the LP with the coloured vinyl matching the album’s palette (<em>Eye of the Hunter</em> on transparent teal and <em>Live at the I.C.A.</em> on seafoam green). The reissue will also be available on CD. Signed vinyl copies will be available exclusively at the 4AD webstore.&#8221;</p>
<p>Brendan Perry<br />
<em>Eye of the Hunter / Live at the I.C.A </em><br />
October 20, 2023</p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Eye of the Hunter</span></em><br />
A1. Saturday’s Child<br />
A2. Voyage of Bran<br />
A3. Medusa<br />
A4. Sloth</p>
<p>B1. I Must Have Been Blind<br />
B2. Captive Heart<br />
B3. Death Will Be My Bride<br />
B4. Archangel</p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Live at The I.C.A.</span></em><br />
C1. Alone / American Dreaming<br />
C2. Sarabande<br />
C3. Sloth</p>
<p>D1. Chase The Blues<br />
D2. Captive Heart<br />
D3. Happy Time<br />
D4. Don’t Fade Away</p>
<p>@<a href="https://4ad.com/news/20/10/2023/eyeofthehunterreissue"> 4AD</a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4164292362/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ARIEL PINK&#8217;S HAUNTED GRAFFITI: Mature Themes</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Sep 2012 17:13:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[4AD]]></category>
		<category><![CDATA[Animal Collective]]></category>
		<category><![CDATA[Ariel Pink]]></category>
		<category><![CDATA[Ariel Pink's Haunted Graffity]]></category>
		<category><![CDATA[Beggars Group]]></category>

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		<description><![CDATA[Selbstreferenz, spielerischer Umgang mit Zitaten, Ironie und immer wieder Ironie – dieses aus Moderneüberdruss jenseits des Reaktionären entstandene Konglomerat an Eigenschaften, das zirka seit den 60ern durch die akademisch geprägte Kultur geistert und zwanzig Jahre später den heute abgeluschten Stempel &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/09/19/ariel-pinks-haunted-graffiti-mature-themes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/09/aphgmaturethemes.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5246" title="aphgmaturethemes" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/09/aphgmaturethemes-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Selbstreferenz, spielerischer Umgang mit Zitaten, Ironie und immer wieder Ironie – dieses aus Moderneüberdruss jenseits des Reaktionären entstandene Konglomerat an Eigenschaften, das zirka seit den 60ern durch die akademisch geprägte Kultur geistert und zwanzig Jahre später den heute abgeluschten Stempel „postmodern“ bekam, verließ irgendwann die am Reisbrett entworfenen Biotope und landete im stets mehr sich selbst, dem Zufall und dem Markt überlassenen Bereich des Pop. Dort wurde es dann sogar ein bisschen authentisch, was nicht heißt, dass es die neunzig Prozent unserer Zeitgenossen, die <span id="more-5245"></span>nicht wissen, dass z.B. der Suhrkamp-Verlag existiert, erreicht hätte – es wurde lediglich etwas partytauglicher, und am Campus begeisterten sich dafür fortan nicht mehr nur die Nerds, sondern auch die Coolen und die Sensiblen, ja zu allem Überfluss konnte man die drei Gruppen gar nicht mehr auf Anhieb unterscheiden. Aber stop hier, das soll jetzt nicht in die zehntausendste Hipsterschelte ausarten, zumal all dieser Zirkus auch viel Interessantes losgetreten hat, hübsche Mädchen anzieht und nebenbei viel Festgefahrenes wie beispielsweise Gruftiemusik schamlos zersetzt hat. Ich schreibe das ganze nur, weil eine der beliebtesten Metapop-Ikonen der letzten zehn Jahre, nämlich Ariel Pink, gerade ein unterhaltsames Album voller Songs für den nicht mehr vorhandenen Sommer herausgebracht hat, frech betitelt „Mature Themes“.</p>
<p>Ariel Rosenberg alias Pink hatte schon mehrere hundert seiner einfach gestrickten Lofi-Stücke in seinem Schlafzimmer in LA aufgenommen, als irgendwann Amerika wieder weird sein durfte und seine Zeit gekommen war. Nicht ganz ohne Unterstützung eines bekannten Tierkollektivs von der Ostküste, dessen Mitglieder von seiner Musik derart begeistert waren, dass sie ihn fortan auf unterschiedliche Art protegierten, wurde er zum Aushängeschild einer Generation, für die er trotz Einlulleffekt eigentlich gar nicht ausreichend hippiesk war mit seinen Songs, die sich häufig nach produktiver Resteverwertung von Beach Boys-, Stranglers- und manchmal auch Chris Rea-Abfällen anhörten. Selbstreferenziell und ironisch, zitathaft und voller spontaner Stilwechsel hatte seine Musik stets alles, was man mittlerweile nur noch los werden will, wenn man die Idee einer Kulturgeschichte als frei verfügbares Zeichensystem so langsam zum Gähnen findet. Mit den „Mature Themes“ erinnert er allerdings daran, dass es all diese beiläufige Playfulness auch in gut geben kann, und dass es wohl echt nur darauf ankommt, dass der entsprechende Musiker trotz all der Spielereien auch noch auf ganz ordinäre Art talentiert und kreativ ist und etwas zu sagen hat. Und genau das ist hier durchaus ein Pluspunkt. Eine merkwürdige Erzählstimme zu nettem Sixties Rock, der sich bald in ein orgeliges Showtune verwandelt, eine verhinderte Progressive-Rockoper, die sich garantiert auf alles mögliche bezieht, das ich nicht kenne, prägen das erste Drittel der für Arial Pink-Verhältnisse kaum mehr nach DIY klingenden Sammlung – „Step into my timewarp now“, verkündet ein Liebhaber englischer Sangeskunst und meint damit vermutlich auch den eigenen Retrostil. Ausgereifte Melodien gibt es übrigens zuhauf, von daher geht auch der Albumtitel in Ordnung. Vom Beat der Ramones über folkige Ohrwürmer und Soul der Sixties geht die Reise weiter bis zum netten Studentenpop von „Only in my Dreams“ &#8211; „On the beach, in the ocean, in my dreams“ singt da ein Chor zu Ehren eines hübschen Mädchens. Und freilich, die Gefühle sind echt, nur die Worte sind verbraucht, und wer kein naiver Rip Van Winkle sein will, der kommt an Floskeln marke „wie man früher so sagte“ und dem obligatorisch grinsenden Augenzwinkern nicht vorbei. Es sei denn, man ist wirklich cool und pfeift drauf.</p>
<p>Schön an den „Mature Themes“ ist, dass sie einfach nette, solide, im Grunde bisschen altmodisch bodenständige Popmusik sind, bei der man sich vielleicht sogar wundert, was sich neunmalkluge Schreiberlinge da so alles aus den Fingern saugen können. Pink, dem flippigen Chamäleon ist aufs neue gelungen, was Eco oder Tarantino gelingt, wenn sie einen guten Roman respektive Film auf die Beine stellen, bei denen man auf fröhliche Referenzsuche gehen kann, aber nicht muss.</p>
<p><strong>Label: 4AD/Beggars Group<br />
</strong></p>
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		<title>GRIMES: Visions</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2012 05:43:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[4AD]]></category>
		<category><![CDATA[Beggars Group]]></category>
		<category><![CDATA[Claire Boucher]]></category>
		<category><![CDATA[Grimes]]></category>
		<category><![CDATA[Indigo]]></category>

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		<description><![CDATA[So ganz ohne Hipster geht es anscheinend auch bei uns nicht, aber so lange man das mit dem altehrwürdigen Londoner Traditionslabel 4AD gemeinsam hat, kann nicht allzu viel falsch daran sein. Die haben nämlich vor kurzem die Kanadierin Claire Boucher &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/04/07/grimes-visions/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/04/grimesvisions.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4187" title="grimesvisions" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/04/grimesvisions-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>So ganz ohne Hipster geht es anscheinend auch bei uns nicht, aber so lange man das mit dem altehrwürdigen Londoner Traditionslabel 4AD gemeinsam hat, kann nicht allzu viel falsch daran sein. Die haben nämlich vor kurzem die Kanadierin Claire Boucher a.k.a. Grimes unter Vertrag genommen – anlässlich ihres dritten Lonplayers „Visions“, der zur Zeit Lob aus allen Richtungen bekommt und dessen Cover ebensogut den zweihundertsten Konzertmitschnitt von Aaron Dilloway zieren könnte.<span id="more-4186"></span></p>
<p>Dass die junge Sängerin wiederholt mit Schlagworten wie Witch House oder Chill Wave in Verbindung gebracht und als die solidere wie marktfähigere Folgeerscheinung solcher Phänomene präsentiert wird, ist sicher nicht nur auf ihre (übrigens unaffektierte) Exzentrik zurück zu führen, sondern auch auf ihre Engführung von Retrosynthies und Black Music. Vielleicht auch auf die Vorschnelligkeit von Assoziationen, denn „Visions“ hat – wie übrigens sämtliche zurückliegende Aufnahmen, die mir bekannt sind – weder zombifizierte Handclaps noch trockeneiskompatible Pseudomystik vorzuweisen, ist mit seinen „Just Can&#8217;t Get Enough“-Beats, seinem housigen Synthieknistern, seinen sporadischen Noisemomenten und seiner gehauchten Laszivität immer noch einen guten Schritt weiter von einschlägigen Genres entfernt als Projekte wie The Knife und Fever Ray, die als treffendere Wegweiser gehandelt werden. Treffsicher auch und vor allem wegen Claires Gesang – ein filigraner und ausgesprochen artifizieller Pop-Sopran, der sich nie ganz zwischen Ernst und Spiel, Quirligkeit und sanfter Schwermut entscheiden will und der das dynamischen Pulsieren – mal Electronica, mal eher R&#8217;n'B &#8211; wie ein florales Ornament umschlingt. Mit fast verwunschener Leichtigkeit umschmeichelt er die Psyche in „Oblivion“, überragt in der Reichhaltigkeit des Effekts sogar den etwas über den Zaun gebrochenen Raumsound, vorausgesetzt, man hat keine Schwierigkeiten mit fiepsigem Dauerlispeln.</p>
<p>An einigen Stellen greift Claire bereitwillig in die Trashkiste, lässt in „Genesis“ Synthiebläser erklingen, deren schöne (vulgo: chillige) Melodie asiatisch anmutet und mit blubbernden Bässen interagiert, die auch in einer Physikdoku der 80er ihren Platz gefunden hätten. Hier wird der Gesang klagender, erinnert an eine andere 4AD-Band, die den noch unverbrauchten Indiepop der 90er mitdefinieren durfte, nämlich The Heart Throbbs. Irgendwann wird der Track tanzbarer, erreicht fast die Gelöstheit von „Infinite Love Without Fulfilment“, dessen Groove kaum zu dem tragisch klingenden Songtitel passen will (es sei denn man hat sich wohlig in einer masochistisch anmutenden Lacan&#8217;schen Abgeklärtheit eingerichtet). Die vielen Klangzitate, der Fama nach alle auf dem Notebook in Claires Schlafzimmer zusammengetragen, werden von einer sehr klaren Produktion zusammengehalten &#8211; eine Qualität, die mit dem Pseudonym der Musikerin, das im Deutschen &#8220;Schmutz&#8221; heißt, kaum korrespondiert.</p>
<p>Einen Gegenpol zur Opulenz dieser Stücke findet sich im dublastigen Reduktionismus von „Skin“ (bei dem Claires Stimme dank plakativer Stereoeffekte den Kopf des Hörers in konzentrischen Kreisen umwandert) oder in der sanften Lethargie von „Symphonia IY (My Wait Is You)“, die immer noch gelöst genug ist, um den Song, mit dem man stundenlang im Aprilregen herumfahren könnte, nicht als Fremdkörper erscheinen zu lassen. Auch hier sind mir die Assoziationen vieler Kollegen zu düsterem Electro oder gar Gothic schleierhaft – entweder bin ich abgestumpft, oder die Experten schreiben ab was das Zeug hält und rechnen nicht damit, dass das vielleicht auch jemand lesen könnte, dem diese Begriffe etwas sagen.</p>
<p>„Visions“ ist nettes Kino der Anspielungen, ein Mosaik aus überlagerten Echos zahlreicher Vorlieben und Zufallseinflüsse, die ihre Spuren im Bewusstsein Claire Bouchers hinterlassen haben – weshalb Name- und Termdropping auch so angenehm zulässig sind. Das ist nichts außergewöhnliches, sondern schlicht die in den 80ern so inflationär beschworene Postmoderne, die irgendwann, als Schlagwort längst so out wie Methusalem, den Rahmen des akademisch geprägten Kunstskanons sprengte und verspätet als 2.0-Phänomen die etwas lebensnähere Bastion Pop eroberte. Grimes verkörpert dies im guten Sinne, auch wenn das entrückte Fiepsen auf Dauer schon etwas überdreht wirkt. Ich wüsste nur gerne, was es nun mit der Kröte und der nackten Betty Boo auf sich hat, die Jan Wigger von Spiegel Online gesehen hat, als er „Visions“ erstmals in seinen Player schob.</p>
<p><strong>Label: 4AD/Beggars Group/Indigo</strong></p>
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