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	<title>African Paper &#187; Adriano Orrù</title>
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		<title>A SPHERE OF SIMPLE GREEN: With an Oblique Glance</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Nov 2017 07:50:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/asphereofsimplegreenwithanobliqueglkance.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14528" title="asphereofsimplegreenwithanobliqueglkance" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/asphereofsimplegreenwithanobliqueglkance-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wie muss man sich die Musik einer Band vorstellen, die sich nach einer Zeile von Emily Dickinson benannt hat? Vielleicht in erster Linie als detailverliebtes Soundgewebe, etwas verhuscht und mit einem natürlichen Sinn für kleine Eindrücke, die ganz ungekünstelt aus der Wahrnehmung des Alltags herausgegriffen scheinen. Und offen sollte sie sein, so als ob am Ende einer Komposition ein imaginärer Gedankenstrich auf die Leerstellen verweist, hinter denen sich ungesagte, ungespielte und ungehörte Welten verbergen. Eine<span id="more-14527"></span> gewisse Naturverbundenheit kommt einem vielleicht noch in den Sinn, seltsam entrückt und immer mit dem Hauch einer morbiden Note. Der Name A Sphere of Simple Green ist einem Gedicht der großen Einzelgängerin der amerikanischen Literatur entnommen, das einen Zoom auf den scheinbar passiven Alltag der Grashalme in einer Wiese richtet und dabei eine überraschende Vielfalt an kleinen Ereignissen sichtbar macht, die der Wahrnehmung normalerweise entgeht.</p>
<p>Unter dem Namen A Sphere of Simple Green firmiert ein Trio, das der aus vielen Bands bekannte Simon Balestrazzi zusammen mit den Musikern Silvia Corda (u.a. Piano) und Adriano Orrù (u.a. Bass) gegründet hat, und von dem vor einigen Jahren bereits ein Album namens „Untitled Soundscapes“ erschienen ist. Schon beim Hören der ersten Stücke fällt auf, dass die Musik tatsächlich ziemlich viel von der feinsinnigen Detailverliebtheit und dem organisch anmutenden Gewebecharakter aufweist, die man auch in Dickinsons Gedichten findet.</p>
<p>In meiner Besprechung zu Balestrazzis anderem Projekt Daimon hob ich die Kombination von einem hörspielartig ausgerichteten Soundnarrativ aus zahlreichen Feldaufnahmen und der gleitenden Struktur elektronischer Ambientmusik hervor – bei A Sphere of Simple Green treten die gesampleten Sounds und ihre Geschichten direkt ins Zentrum des Geschehens, entfalten ihre Vielfalt in einem luftig-leeren Raum, statt in die dichte Substanz melancholischer Dröhnung getaucht zu sein. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass sie alle naturbelassen sind.</p>
<p>Jedes Stück entfaltet sein eigenes typisches Setting mit natürlichen oder von Menschen hervorgerufenen Ereignissen, die stets veränderliche Stimmungen und Klangfarben entstehen lassen, subtil unterstützt von Musik im herkömmlichen Sinne, die ebenfalls im Hintergrund tönt: Sanfte exotische Klangfolgen auf einem Xylophon oder etwas ähnlichem und jazzige Piano-Sternschnuppen illustrieren ausgelassene Kinderstimmen, wie man sie schon von Daimon her kennt. Ihre Unbekümmertheit verwandelt sich schnell in verzerrtes, unheilverkündendes Quaken. Leise improvisierte Streicher, scheinbar richtungslose Gitarren und tiefe Klaviertasten untermauern eine Spannung der Unbestimmtheit, die von gesampleten Schritten und dem bedrohlichen Fauchen einer unsichtbaren Bestie erzeugt wird &#8211; eine mehr als passende Kombination an Sounds für einen Titel wie &#8220;Something I Saw in the Mist&#8221;.</p>
<p>Wind, Rascheln und ein Regenschauer aus verfremdeten Zerrbildern, folkige Bouzoukis, summende Streicher und rituelle Handdrums, und stets kurz aufflackernde Sounds und Stimmungsfetzen illustrieren, das auf diesem Album, das mehr ist als ein Hybrid aus Improv, Jazz und rituell konnotierten Soundeffekten, wenig ausgelassen wird. Dass es trotzdem nie überfrachtet wirkt, sorgt dafür, das die feinsinnige Spannung und die Eleganz der subtilen Veränderungen immer gewahrt bleibt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://azothrecordings.bandcamp.com/">AZOTH Records</a></strong></p>
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		<title>TAKATSUNA MUKAI: Śūnya</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jan 2014 07:12:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sich auf eine Sparte, ein Genre oder eine Tätigkeit zu beschränken, war noch nie die Sache von Takatsuna Mukai, der bei Theater und Film ebenso zuhause ist wie in unterschiedlichen, meist für ihre Experimentierfreudigkeit bekannten Musikstilen. Wenn er nicht gerade &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/01/11/takatsuna-mukai-s%cc%81u%cc%84nya/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/01/takatsunamukausunya.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-8125" title="takatsunamukausunya" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/01/takatsunamukausunya.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Sich auf eine Sparte, ein Genre oder eine Tätigkeit zu beschränken, war noch nie die Sache von Takatsuna Mukai, der bei Theater und Film ebenso zuhause ist wie in unterschiedlichen, meist für ihre Experimentierfreudigkeit bekannten Musikstilen. Wenn er nicht gerade Filmrollen (u.a. „Night Train“, „The Grudge 3“) übernimmt, widmet er sich seinen musikalischen Ideen als Komponist, Produzent oder Virtuose an diversen Instrumenten. Dass dieser Spannbreite nichts Unentschiedenes anhaftet, demonstriert einmal mehr sein aktuelles Album „Śūnya“, eine Sammlung von zwölf kollaborativen Arbeiten. In den jam- oder remixartigen Aufnahmen mit internationalen Künstlern entstand so etwas wie ein Kulminationspunkt seiner bisherigen Arbeiten. Zugleich <span id="more-8124"></span>entpuppt sich das Werk als ein atmosphärisches Ganzes mit einer eigenen, durchgehenden Grundstimmung.</p>
<p>Dass Mukai auf jedem der Songs (an Gitarre, Violine, Elektronik) zu hören ist, macht eine wesentliche Konstante aus, doch die Entstehung des Albums begann zugleich mit einer Aufgabe: Mukai beauftragte jeden der Mitwirkenden, musikalisch und textlich vom Schlüsselbegriff „Śūnya“ auszugehen, was in Sanskrit „null“ bedeutet und die etymologische Wurzel für den Begriff des Śūnyatā bildet – das Wort steht im Buddhismus für die als Kontingenz erfahrene innere Substanzlosigkeit aller physischen Existenz. Aus einem solch weit gefassten Konzept können nun die unterschiedlichsten Ideen erwachsen, doch bietet gerade die nicht-textliche Referenz auch Stoff für Polemiker, die den Kaiser unbedingt nackt sehen wollen. Dem sei hier nur entgegen gesetzt, dass die Qualität der Beiträge auch ohne Spezialwissen keineswegs fällt.</p>
<p>Eine Art Rahmen bilden die drei dronigen Titelstücke, die mit Streichern, Piano und Harmonium eingespielt wurden – das Wechselspiel aus erdigen Celloklängen und dem abgehobenen Tastenspiel kreiert einen artifiziellen Schauplatz, der den restlichen, wesentlich songorientierteren Stücken eine außerweltliche Färbung verleiht, die außerhalb des Albumkonzeptes höchstens unterschwellig vorhanden wäre. Innerhalb des Zusammenhangs bilden die einzelnen Songs Kapitel mit je eigener Ausrichtung. Zu hören gibt es angejazzten (Post-)Rock („Feast Proceeds the Carcass“), Alte Musik in surrealer Verzerrung („Alle Belle Statuine“) slawische Folksongs und punkige Stücke, bei denen man meint, Bowie und Jagger wie anno &#8217;86 in den Straßen tanzen zu sehen, während sich ein wild gewordener MC gegen entfesselte Improvisationen auf dem Altsaxophon behauptet.</p>
<p>Besonders hervor stechen u.a. eine Reihe serbokroatischer Stücke. In „Nafaka“ stimmen Olja Frolo und Alen Zarifović, Mitglieder der kroatischen Folkband Loell Duinn, orientalische Töne an, was sicher auf die bosnischen Wurzeln Zarifovićs zurückgeht und zugleich von den Perkussionskünsten Fritz Catlins (23 Skidoo) lebt, der zahlreiche Instrumente erklingen lässt. „Traktat o Kvakama“ lebt v.a. von den (Flüster-)Stimmen der beiden Schauspielerinnen Adriana Josipović und Kate Marušić. Beide Stücke eint ein derber Grundton, der sich mal folkloristisch, mal mit Mitteln des Punk Bahn bricht. Im scheinbaren Gegensatz, aber gleichsam beeindruckend sind die franzöischen Torchsongs aus der Feder von Noblesse Oblige-Sängerin Valèrie, die sich hier als virtuose Barsängerin entpuppt. Zusammen mit dem melancholischen Text verleiht die verwehte, leicht in den Hintergrund gemischte Stimme der „Ballade Chaotique“einen derangierten Beiklang, der nicht ohne Hoffnungsschimmer ist. Sehr cool dagegen die sexy Doomjazz-Ballade „Rasdiophonique“, der gelungenste Kopfhängersong des Albums.</p>
<p>Das verbindende Element zwischen den musikalisch doch sehr unterschiedlichen Beiträgen erschließt sich nur dem, der sich von der Stimmung auf „Śūnya“ berühren lässt – hinsichtlich der assoziativ ausgerichteten, oft surrealen Lyrics und der sprunghaften musikalischen Gestalt, die lediglich eine leise Schwermut und einen leichten Sinn fürs Skurrile von einem Stück ins nächste hinüberrettet, dreht sich dieses doch am ehesten um die im Titel anklingende Kontingenz. Dass diese nicht beklagt wird, ist sicher für viele abendländische Gemüter nur mittelbar zu verstehen. Mukais Album und die Stimmung der Songs bieten sich jedoch als Mittler durchaus an.</p>
<p>A. Kaudaht</p>
<p><strong>Label: Takatsunamukairecords</strong></p>
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