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	<title>African Paper &#187; Alison O’Donell</title>
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		<title>ALISON O&#8217;DONELL / GAYLE BROGAN: A Colloquy of Birds</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Mar 2025 05:00:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Vogelwelt ist ein wesentlicher Bestandteil der Mythen der britischen Inseln, und es würde überraschen, wenn dies sich nicht auch im Kosmos folkig angehauchter, bisweilen abseitiger Musik abzeichnen würde, und einige Bespiele aus diesem Motivkomplex &#8211; Songs wie &#8220;The Cuckoo&#8221; &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/03/22/alison-odonell-gayle-brogan-a-colloquy-of-birds/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/02/acolloquyofbirds.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-45013" title="acolloquyofbirds" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/02/acolloquyofbirds-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Vogelwelt ist ein wesentlicher Bestandteil der Mythen der britischen Inseln, und es würde überraschen, wenn dies sich nicht auch im Kosmos folkig angehauchter, bisweilen abseitiger Musik abzeichnen würde, und einige Bespiele aus diesem Motivkomplex &#8211; Songs wie &#8220;The Cuckoo&#8221; oder &#8220;The Cutty Wren&#8221; &#8211; haben längst ihren Weg über England und Schottland hinaus gefunden. &#8220;A Colloquy of Birds&#8221;, das bereits vor einigen Jahren entstandene <span id="more-45012"></span>gemeinsame Album von Alison O’Donnell und Gayle Brogan, bietet eine tiefe Auseinandersetzung mit den reichhaltigen Vogelmythen der Inseln. Die beiden Musikerinnen – O’Donnell, bekannt aus Mellow Candle, und Brogan, die als Pefkin für rituell anmutende Klangwelten geschätzt wird – haben sich ausgiebig mit alten Legenden rund um Vögel beschäftigt. Ihre Recherchen stützen sich auf eine Vielzahl von Quellen, darunter literarische Werke u.a. zur keltischen Folklore. Das Ergebnis ist eine Sammlung von Songs, die sich oft miniaturhaft zwischen filigranem Folk und atmosphärischen Soundscapes bewegen.</p>
<p>Schon der Titel des Albums weckt Assoziationen – er erinnert an das persische mystische Epos A Conference of the Birds, das ebenfalls in musikalischen Kontexten, etwa bei der Band OM, als Inspiration diente. Die Musik von O’Donnell und Brogan jedoch greift nicht nur spirituelle Motive auf, sondern vermittelt ebenso die enge Verbindung zwischen Naturbeobachtung und menschlicher Vorstellungskraft. Viele der Stücke entfalten sich schrittweise und lassen organische Strukturen entstehen, in denen sich akustische Instrumente mit subtil eingesetzter Elektronik verweben &#8211; eine Seite des Albums, die auch durch die Mitwirkung illustrer Gäste, namentlich Alan Davidson (Kitchen Cynics), Grey Malkin (Brogans Kollaborateur in Medaowsilver) und David Colohan, gewinnt.</p>
<p>Der eröffnende Titel &#8220;Nocturnal Raptor in Silent Flight&#8221; macht gleich deutlich, worum es über weite Strecken des Albums geht: Die beiden Stimmen &#8211; forsch, heiter und aufgeweckt &#8211; setzen a cappella ein, bevor sich Gitarrenfiguren und weitere Instrumente hinzugesellen. Die Texte erzählen von Vögeln als Zeichenleser und Vermittler verborgener Botschaften. &#8220;Egg on a Silver Platter&#8221; hebt sich, nach dem besinnlicheren &#8220;Superior Upon The Air&#8221; durch die warme, dröhnende Klangfläche eines Harmoniums hervor, über welcher der von einem anrührenden lockenspiel akzentuierte Gesang, wie in einigen weiteren Passagen, fast musicalhaft erscheint, jedoch ohne jede Künstlichkeit. Und wie in vielen der Lyrics wird hier in kleinen Szenen eine Welt eschrieben, die oft übersehen wird. Besonders hypnotisch gelingt &#8220;The Blessed Stain&#8221;, das mit einem flirrenden Flötenton verzaubert, in den sich bald ein mehrstimmiger, fast chorartiger Gesang fügt und eine entrückt, beinahe trancehafte Atmosphäre mit viel Kolorit entstehen lässt. Ähnlich eindrücklich und eindringliche ist das bereits vorab veröffentlichte &#8220;In May You Sing All Day&#8221;, das sich um den Kuckuck und seine symbolische Bedeutung dreht. Die Melodie wirkt verträumt und überweltlich, während der Text ein altes Kinderreim-Schema aufgreift, das den zyklischen Jahresverlauf des Vogels nachzeichnet.</p>
<p>Mit &#8220;Life Within the Cold Shell’s Exterior&#8221; nimmt das Album eine unerwartete Wendung. Hier steht die Elektronik stärker im Vordergrund, der Gesang wird von Brogan zunächst allein getragen, bevor sich beide Stimmen kunstvoll wie ein Zopf ineinander verschlingen. Streicher verstärken die melancholische Aura des Songs. „The Pages of St Bride“, eines der Stücke, die eine Seefahrerthematik anklingen lassen, kombiniert trillernde Effekte mit Gitarren und sanftem Keyboard-Fundament, was eine filmische Wirkung entfaltet und einen der Höhepunkte des Albums entstehen lässt. Auch „Raised By Toad and Frog“ folgt einem eher spielerischen, theatralischen Ansatz, bleibt dabei aber im typisch cinematischen Klangbild verhaftet. Gegen Ende wird es noch einmal vielschichtig: &#8220;Winged Sages&#8221; setzt einen ruhigen, liebevollen Akzent, während der Text düstere Vorzeichen beschreibt. &#8220;Crow Before the Lowering of the Sun&#8221; erzählt vom Schicksal eines Hahns zum St. Martinstag und wird von wogenden Harmoniumklängen getragen, aus der krautige Elektronik spriest. Den Abschluss bildet &#8220;The Lonely Cry of Lost Souls at Sea&#8221;, ein melancholisches, aber tröstendes Seefahrerlied mit eleganter Gitarrenbegleitung. Hier treten erstmals auch die männlichen Gastmusiker gesanglich in Erscheinung, wodurch das Album mit einer sanften, vielstimmigen Note ausklingt.</p>
<p>„A Colloquy of Birds“ ist ein in seiner Vielschichtigkeit beeindruckendes Werk, das sich seinem Thema auf poetische Weise nähert und zwischen archaischen Klängen und feinsinniger Klanggestaltung oszilliert. Die Kombination aus traditionellen Folkelementen, experimentellen Arrangements und einer erlesenen Instrumentierung macht es zu einem eindrucksvollen, atmosphärischen Album, das mit jedem Hören neue Facetten entdekcen lässt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Sonido Polifonico</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3869304903/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Swaddling Songs: Neue Auflage des Mellow Candle-Debüts</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jul 2023 03:23:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von &#8220;Swaddling Songs&#8221;, dem 1972 erschienenen Debütalbum und einzigen Longplayer der irischen Folkrock-Band Mellow Candle, erscheint dieser Tage eine weitere Charge der vor einem Jahr herausgekommen Vinyl Edition auf Deram Records. Das Album, dessen Songs zum Großteil aus der Feder &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/07/28/swaddling-songs-neue-auflage-des-mellow-candle-debuts/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von &#8220;Swaddling Songs&#8221;, dem 1972 erschienenen Debütalbum und einzigen Longplayer der irischen Folkrock-Band Mellow Candle, erscheint dieser Tage eine weitere Charge der vor einem Jahr herausgekommen Vinyl Edition auf Deram Records. Das Album, dessen Songs zum Großteil aus der Feder der Sängerinnen Clodagh Simonds und Alison Williams (heute O&#8217;Donnell) und des Gitarristen David Williams stammen, beeindruckte seinerzeit viele aufgrund der Kunst der Band, komplexe Kompositionsstrukturen in ein eingängiges Gewand zu packen, und aufgrund der Gesangsharmonien, die sich aus dem Zusammenspiel der Sängerinnen Simonds und Williams ergaben.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/197980-mellow-candle-swaddling-songs.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-36629" title="197980-mellow-candle-swaddling-songs" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/197980-mellow-candle-swaddling-songs.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><span id="more-36628"></span></p>
<p>Dennoch blieb trotz vieler anerkennender Worte auch nach einer gemeinsamen Tour mit Thin Lizzy ein internationaler Erfolg, wie er Gruppen wie Fairport Convention, Pentangle oder Steeleye Span beschieden sein sollte, aus und schon 1973 wurde die Band aufgelöst. Im Laufe der Jahre wurde das Album von vielen nachträglich entdeckt und mehrfach neu herausgebracht (u.a. Grammophone Company, Esoteric Records, Tapestry), heutzutage gilt &#8220;Swaddling Songs&#8221; als wichtiger Meilenstein seiner Ära und einer Musik, die als Prog oder Acid Folk bezeichnet wird. Die Band wurde bereits ein knappes Jahrzehnt vorher von den damals noch jugendlichen Sängerinnen unter dem Namen The Gatecrashers gegründet und nach und nach zu der opulenten Combo, als die man sie kennen sollte, ausgebaut, 1968 erschien als erstes Release eine Single. In den 90ern zeugte eine CD mit unveröffentlichten Songs und frühen Versionen einiger Albumtracks erneut vom Potenzial der Band. Nach der Auflösung blieben alle Mitglieder in der einen oder anderen Form musikalisch aktiv vor allem die beiden Sängerinnen traten immer wieder mit Kollaborationen und eigenen Projekten in Erscheinung. Während O&#8217;Donnell nach verschiedenen Zusammenarbeiten (u.a. The Owl Service) ein Soloprojekt ins Leben rief, gründete Simonds nach Mitwirkung bei Mike Oldfield u.a. ihr ebenfalls stark kollaborativ ausgerichtetes und stilistisch schwer kategorisierbares Projekt Fovea Hex. &#8220;Swaddling Songs&#8221; erscheint wieder bei Deram, das wie das Mutterlabel Decca heute zur Universal Music Group gehört.</p>
<p><strong><a href="https://shop.decca.com/products/swaddling-songs-vinyl-lp">@ Decca</a></strong>  <!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230726_102022_417.sdocx--></p>
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		<title>THE OWL SERVICE: The View Fron A Hill</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 09:53:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Man mag von Folkbands mit sehr starkem Rekurs auf die Jahre um 1970 halten, was man will – neben den bereits vorgestellten TREMBLING BELLS und Sängerinnen wie SHARRON KRAUS haben auch THE OWL SERVICE das Potenzial, Anhänger von Veteranen wie &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/the-owl-service-the-view-fron-a-hill/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/owlser.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-854" title="owlser" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/owlser-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man mag von Folkbands mit sehr starkem Rekurs auf die Jahre um 1970 halten, was man will – neben den bereits vorgestellten TREMBLING BELLS und Sängerinnen wie SHARRON KRAUS haben auch THE OWL SERVICE das Potenzial, Anhänger von Veteranen wie THE PENTANGLE, TREES oder MELLOW CANDLE positiv zu überraschen. Nur soviel zu den obligatorischen Vergleichen, die man schlecht unter den Tisch fallen lassen kann, zumal Alison O’Donell von letztgenannter Band an den neuesten Aufnahmen mitgewirkt hat.<span id="more-177"></span></p>
<p>Nach einer EP namens „The Burn Comes Down“ ist „The View Fron A Hill“ der offizielle Nachfolger des Debütalbums „A Garland of Songs“ und zugleich der zweite Teil einer Reihe namens „The Pattern Beneath The Plough“, die mit einer 7” und einer weiteren EP zum Abschluss kommen soll. „The View…“ enthält ausschließlich Neuinterpretationen traditioneller englischer Songs, die bereits im besagten Folkrevival vor rund vierzig Jahren ihre Umsetzung fanden. Doch wenngleich die musikalischen Referenzen auf diese Zeit ebenso stark sind wie auf dem Debüt, fällt doch ein weniger süßlicher und angenehm unverkitschter Ton auf. Insgesamt lebt das Album sehr stark vom Spannungsgefüge aus sauberer Produktion und einer dennoch urigen Atmosphäre, welche die sieben Engländer und ihre Helfer (neben O’Donell u.a. Joolie Wood) ihrem üppigen Instrumentarium aus Streich-, Zupf-, Blas- und Perkussionsgeräten zu entlocken wissen.</p>
<p>Auf der einen Seite gibt es kraftvolle, beinahe feierliche Stücke, bei denen Sängerin Nancy Wallace klare Stimme besonders zur Geltung kommt. Sie rufen die Aufbruchstimmung in Erinnerung, die das große Folkrevival damals begleitet haben muss. Teilweise haben sie cineastische Qualitäten, wie beispielsweise das eröffnende „Polly on the Shore“, das die Sammlung mit erdigem Cello, Trommelrollen und erwartungsvoll stimmenden Rasseln einleitet, oder „Willy O’Winsbury“, das in zwei Versionen vorhanden ist, von denen man eine von Paul Giovannis Interpretation aus dem „Wiccer Man“-Film kennt. Andere Stücke weisen eine eher spröde Urigkeit auf, wie das sarkastische a capella-Stück „Sorry the Day I was Married“, ein vermutlich irisches Traditional über die Leiden und Monotonien der Zweisamkeit. Oder „Ladies, Don’t Go A-Thieving“, das viele Eigenschaften hat, die man gerne dem amerikanischen Folk der Apallachian-Tradition zuschreibt ohne zu ahnen, wie englisch sie eigentlich sind. Mit „The Loyal Lover“ gibt es jedoch auch Songs, die mit klarer Stimme und betörender Melodik an die harmonischen Highlights der ersten Stunde anknüpfen, an „North Country Maid“ oder ihre Version von „The Rolling of the Stones“. Mit „The Bold Poachers“ ist sogar so etwas wie eine Rockballade mit im Programm. In dieser Vielgestaltigkeit sollte „The View…“ ein reizvoller Anlass sein, in die Welt des englischen Folk einzutauchen. Gerade das schön gestaltete und informative Booklet machen die Platte vor allem als physischen Tonträger besitzenswert.</p>
<p>The Owl Service spielen eine Variante des Folk, die heutzutage über den reinen Hörgenuss hinausgehend auch eine stark bewahrende Funktion hat, allerdings nicht als Selbtzweck, denn die Ausdrucksstärke einer solchen Musik und ihre Fähigkeit, auch in neue Kontexte zu passen, ist auf “The View..” allerorts evident. Lobenswert daran ist zudem die angenehm unprogrammatische Umsetzung, die weder eine projektive Vergangenheit idealisiert, noch einem allzu verkitschten Scheinidyll erliegt. Das ist freilich noch lange nichts für Fachleute, für die die Brechung das Maß aller Dinge ist. Schön, dass Mojo und einige andere da eine Ausnahme bilden. (U.S.)</p>
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