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	<title>African Paper &#187; Allseits</title>
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		<title>V.A.: Troum Transformation Tapes</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Nov 2018 07:54:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/11/Troum.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16823" title="Troum" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/11/Troum-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Hommages an das Werk eines Künstlers kann manchmal das Stigma von Festschriften anhängen. Man hat noch einen Text/ein Stück Musik in der Schublade und steuert es bei &#8211; egal, ob es irgendeinen Bezug zum jeweiligen Oeuvre hat. Bei den Künstlern, die anlässlich des 20-jährigen Bestehens von Troum auf dieser Doppel-CD vertreten sind, ist dies sicher nicht der Fall, sind doch die meisten Troum und/oder dem Label Drone Records seit langen Jahren verbunden und geben die Linernotes Einblicke in ganz unterschiedliche Herangehensweisen. <span id="more-16822"></span>Interessant ist hier, wie jeder Künstler einen anderen Ansatz zur titelgebenden „Transformation“ wählt. Zum einen geht es hier natürlich um die Transformation eines Troum-Stücks &#8211; in den Linernotes ist von „remixes, deconstructions, and reconstitutions“ die Rede -, zum anderen ging es bei Troum (und Drone Records) auch immer um die Veränderung von Bewusstsein. In den Linernotes zur Genese Troums <a href="https://troum.bandcamp.com/album/troum-transformation-tapes-the-20th-anniversary-celebration-1997-2017-transgredient-tr-13-2018">schreibt</a> Jim Haynes dann auch völlig zutreffend, es ginge bei Troum um „investigations manifesting universal archetypes and symbols from a collective unconsciousness into an overwhelming flood of sound“.</p>
<p>Allseits&#8217; „Times“ ist eine selbst so betitete Hommage an das Bremer Duo: ein langsam anschwellender Drone, der sich im weiteren Verlauf verdichtet, ganz so, als nehme ein Sturm zu und schlösse den Hörer schließlich ein. Die Veteranen von Contrastate basieren ihr „The Silent Fish“ auf Elementen von Troums „Grote Mandrenke“ und erzeugen aus perkussiven Elementen und Bläserelementen (?) ein organisch klingendes Stück, auf dem dann ein Gedicht von Detlev von Liliencron rezitiert wird. Wenn man manchmal bei solch einer Art von Musik von Klangreisen spricht, so passt diese vielleicht doch etwas abgegriffene Metaphorik bei diesem Stück aufgrund seines narrativen Charakters sehr gut. Auf „The Innermost Sun“ verwenden Inade einen Loop von Troums „Dhanu-H“, um daraus einen Track von sakraler Größe zu erschaffen. Vance Orchestra bearbeiten „Giascei“ und erschaffen einen zehnminütigen recht reduzierten Track, der im Laufe an Dramatik zunimmt. Tarkataks Beitrag klingt mysteriös-rituell und man glaubt, man lausche Beschwörungen im Innern einer Höhle. Raison D&#8217;Etre steuern einen organischen an- und abschwellenden Track bei, der dem Hörer ein Gefühl völligen Aufgehobenseins gibt. Nadja covern „Mirrored in You“ vom ersten Teil der „Tjukurpa“-Trilogie und erzeugen eine ruhige, getragene Nummer, die im Verlauf an Intensität zunimmt. (Nur scheinbar) aus dem Rahmen fällt Eyeless in Gazas Martyn Bates, mit dem Troum vor Jahren das großartige Album „To A Child Dancing In The Wind“ aufgenommen haben. Bates untermalt seine so charakteristische Stimme mit Akustikgitarre, Troum fügen dezente Drones hinzu. [Multer] interpretieren einen Track vom dritten Teil der „Tjukurpa“-Trilogie und das lange „Sela Saiwala Mnx“ ist ein zurückhaltendes, aus vielen Schichten bestehendes Stück. Einen ganz anderen Ansatz wählt QST: Frans de Waards Beitrag ist ganz skeletthaft und auf (den) Rhythmus runtergebrochen. Ure Thralls Interpretation von „Krypte“ ist ein wunderschönes, von warmen Streicherdrones (?) durchzogenes Stück. 016 Vs Myrrman fokussieren sich -basierend auf Samples von „Sen“- auf den Rhythmus und in den Linernotes heißt es, es sei darum gegangen, zu zeigen, dass &#8220;Unconscious may be pictured in rhythmical way&#8221;. V.O.S. bearbeiten „Spirare“ unter den Namen „Breath Again“: ein dunkles Stück, dem ein Moment des Erhabenen innewohnt. Dual bezeichen ihren Ansatz als Mischung aus „collaboration and a remix“ und &#8220;TTN (Ursprung)&#8221; ist eine warme, leicht orientalsich klingede Dronlandschaft, die von dezenten Beats durchzogen wird.  Bad Sectors Track ist hochfrequenter, kristalliner und leicht dissonanter als einige der anderen Beiträge. &#8220;Chaneism&#8221; von Markow C beginnt mit in der Ferne hallenden melodischen Pasagen und Atemgeräuschen, zu denen perkussive Elemente hinzukommen. Cisfinitum covern „Skaun[ei]s“ von „Tjukurpa“, ein Stück, den das russsiche Projekt selbst als „one of the saddest [...] Troum tracks“ bezeichnet. Ihre u.a. auf geloopter Violine basierende Version verdeutlicht, wie aus einer melancholischen, traurigen Klanglandschaft etwas entstehen kann, das dem Hörenden einen Moment der völligen Zufriedenheit geben kann .Reutoff basieren ihre düstere und pulsierende  Nummer nicht allein auf Samples von Troum, sondern ebenfalls von OMD. Abgeschlossen wird dieses Doppelalbum von Moljebka Pvlse mit einem wunderschönen getragenen Stück.</p>
<p>„Troum Transformation Tapes“ funktioniert auf vielerlei Ebenen: Als Verbeugung vor einer Band, die seit zwanzig Jahren die Möglichkeiten dronebasierter Musik immer wieder aufs neue auslotet, als Zusammenstellung hervorragender, eigenständiger Stücke der jeweiligen Künstler und auch als Beleg dafür, was unter einer Bezeichnung wie Drone alles möglich ist. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.dronerecords.de/">Transgredient</a></strong></p>
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		<title>FEINE TRINKERS BEI PINKELS DAHEIM: A Bug&#8217;s Life</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2016 14:22:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Geräuschmusik und überall sonst, wo mit Samples gearbeitet wird, sind Tiergeräusche eine beliebte Soundquelle, und zu den gefragtesten Geräuschproduzenten zählen seit jeher Insekten &#8211; was wäre ein sommerliches Kitschkolorit ohne das Zirpen von Grillen und Zikaden, und dass &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/09/29/feine-trinkers-bei-pinkels-daheim-a-bugs-life/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/07/ftbpdbugslife.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12425" title="ftbpdbugslife" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/07/ftbpdbugslife-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In der Geräuschmusik und überall sonst, wo mit Samples gearbeitet wird, sind Tiergeräusche eine beliebte Soundquelle, und zu den gefragtesten Geräuschproduzenten zählen seit jeher Insekten &#8211; was wäre ein sommerliches Kitschkolorit ohne das Zirpen von Grillen und Zikaden, und dass man aus dem Summen fliegender Insekten Noise und elektroakustiche Musik machen kann, ist hinlänglich bekannt. <span id="more-12424"></span></p>
<p>Beliebt sind Feldaufnahmen, bei denen die Sounds weitgehend naturbelassen bleiben und nur gelegentlich etwas Struktur eingebracht wird wie bei Dave Phillips&#8217; und Hasegawa Hiroshis &#8220;Insect Apocalypse&#8221; oder &#8220;The Progeny of Flies&#8221; von Daniel Manche und Andrew Liles. Seltener sind Aufnahmen, bei denen die Sounds so stark verfremdet sind, dass man ohne Hintergrundwissen die Quelle kaum erkennen kann. Etwas derartiges hat der feine Pinkel, ähm: Trinker Jürgen Eberhard vor Kurzem unter dem Titel &#8220;A Bug&#8217;s Life&#8221; zustande gebracht.</p>
<p>Die komplette CD wirkt wie ein Zoom, bei dem die Kamera dem lebenden Objekt so nah auf den Panzer rückt, dass man nur noch kleinteilige Strukturen in Übergröße erkennt, während größere Zusammenhänge nur noch zu erahnen sind. Vieles klingt wie ins Monströße vergrößert: Maschinell klingendes Summen, dass zeitweise in Noisewände übergeht, Detonationen, verursacht von einem enormen Insekt, das gegen eine überdimensionierte Scheibe knallt. Zirpen und Flattern, das eher nach einem Vogel klingt, und dem Tier, dessen rhythmischer Flügenschlag gegen Ende zu hören ist, möchte ich nicht im Dunkeln begegnen. So furchteinflößend es hier zugeht, hat die bizarre Szenerie auch irrsinnig Komisches zu bieten.</p>
<p>Neben all dem gibt es zahlreiche Stellen, an denen kaum zu erkennen ist, ob die Aufnahmen ganz unkenntlich gemacht wurden oder anderen, z.B. elektronischen Ursprungs sind. Dies gilt für geschliffenen Ambientsound und zirkushafte Melodien ebenso wie für den entspannten Ethnosound, der irgendwann ganz überraschend eine Sängerin begleitet (die meisten Stimmbeiträge von Geneviève Pasquier, Allseits vs Troum,  Frl. Linientreu und Joke Lanz sind spoken words). Ebenso gilt dies für monströses Brüllen, dass hoffentlich von einem Wirbeltier stammt.</p>
<p>Aber warum eigentlich? Im Unterschied zu naturbelassenen Insektensounds lassen die Aufnahmen hier die Tiere enorm groß erscheinen und brechen so mit gänigen Wahrnehmungsgewohnheiten. Die nachhaltige, über den bloßen Schock weit hinausgehende Wirkung, kann im besten Fall in einem veränderten Blick auf das Tierreich münden. (J.G./U.S.)</p>
<p><strong>Label: Zoharum</strong></p>
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		<title>ALLSEITS: Hel</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 08:19:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ALLSEITS ist der Zwilling von ALL SIDES, dem etwas bekannteren Projekt der Bremer Drone-Spezialistin Nina Kernicke. Ob die beiden Bälger nun aus einem Ei stammen sei dahingestellt. ALLSEITS ist jedenfalls – Freunde des Dark Ambient aufgemerkt – der unterkühltere von &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/allseits-hel/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/allseitshel.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-87" title="allseitshel" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/allseitshel-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>ALLSEITS ist der Zwilling von ALL SIDES, dem etwas bekannteren Projekt der Bremer Drone-Spezialistin Nina Kernicke. Ob die beiden Bälger nun aus einem Ei stammen sei dahingestellt. ALLSEITS ist jedenfalls – Freunde des Dark Ambient aufgemerkt – der unterkühltere von beiden, denn im Unterschied zum basslastigeren, organischen Klangmaterial des Schwesterprojektes stehen hier eisig-metallische Klangflächen vorwiegend elektronischen Ursprungs auf dem Programm, die durch ein Land voll unklar umrissener Schatten führen und eine subtile, bedrohliche Stimmung generieren.<span id="more-86"></span></p>
<p>Eine solche Ausrichtung ist natürlich wie geschaffen für die altnordische Höllenfahrt, welche die ehemalige TROUM- und YELLOW6-Kollaborateurin auf dem ersten im Alleingang fertig gestellten ALLSEITS-Longplayer „Hel“ in Szene setzt. Altertümlichen Mythen scheint seit jeher das Interesse der Künstlerin sicher zu sein – drehte sich auf dem postrockig inspirierten All Sides-Album „Daedalus“ noch alles um vergebliche Höhenflüge unter gleißender mediterraner Sonne, so zeigen hier die Wegweiser in Richtung nordischer Unterwelt. Man nennt es wohl „dunkel grollend“, was einem direkt beim Eintritt in die dröhnende Tiefe entgegenschallt. Wenn sich der Hall mit der Zeit erst einmal richtig entfaltet, und die Musik eine ganz leicht verzerrte Note bekommt, ist man schon mittendrin in Hels dunklem Universum, kann sich kaum mehr eine andere Welt vorstellen, als die Lande um die Wurzel der Weltesche Yggdrasil, nach der die erste der sechs Kompositionen benannt ist. An einigen Stellen klingt es nach subtil eingewobenen Holzblasinstumenten und Harmoniumsounds, die das elektronisch ambiente Klangbild noch subtiler machen, aber wer weiß das schon. An den lichtarmen Gestaden des unterirdischen Flusses Gjöll nimmt der hintergründige Lärm dann zu und verbindet sich mit verwehtem Rauschen, man fürchtet, dass es einen betäubt, bis plötzlich metallisches Brummen mit herübergeweht wird. Nie nimmt der Aspekt des Flächigen den Klangraum ganz für sich in Anspruch, zu vordergründig ist das stete Auf- und Abebben der Dröhnung und sorgt für Bewegung – langsam, mitreisend, bannend. Auf der Brücke der Riesin Modgudr vernimmt man das Rauschen eines eisigen Windes, überall herrscht eine Atmosphäre dunkler, kalter Verdammnis, und wie ein höhnischer Spott erscheint einem das Licht und die Vorstellung heißen Lavas, das einem noch auf dem Cover entgegen leuchtet und beinahe Erlösung suggeriert. Es folgen Passagen, bei denen die Reise vielleicht dem Nichts, dem absoluten Verstummen haltgebender Klang-Form am nächsten kommt. Nicht nur in solchen Momenten fällt angenehm auf, dass die Künstlerin das Unterkühlte und im Kleinen Raue konstant beibehält und nie zum Düsterkitsch tendiert. Garm, der nordische Zerberos, scheint vor seinem Höhleneingang zu schlafen, doch er lauert nur, untermalt von dunkel pulsierender Minimalst-Perkussion, die sich im Angesicht des Hahnes Fjalar noch verstärkt und fast eine Endlosschleife bildet. Vielleicht bis zu dem Tag, wenn dieser die Toten wecken wird, vielleicht aber auch nur bis zum Höhepunkt der Allseits’schen Klangreise – dem finalen Titeltrack, der das Klangbild um Kernisckes vertraute Muster ergänzt und die Totengöttin selbst mit infernalischen Gitarren feiert. Die mythische Reise ist am Ende angelangt, der musikalische Kreis schließt sich.</p>
<p>„Hel“ weist viele Komponenten auf, deren Terminologie in der Berichterstattung über die Ambientkünste abgegriffen klingen mag: Filmisch, episch, mystisch, hypnotisch, beklemmend u.s.w. – ein in seinem Facettenreichtum gewissermaßen typisches Werk also, das dennoch seine eigene Faszination zu wecken weiß und seinen ganz eigenen narrativen Stationen-Charakter besitzt. Insofern sollte „Hel“ auch nicht nur deshalb das Interesse des Hörers wecken, weil hier – „wie untypisch“ – eine Frau die Regler bedient. (U.S.)</p>
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