<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Americana</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/americana/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Apr 2026 05:43:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>Birch Book Vol. IV: Neues Album des In Gowan Ring-Ablegers für 2020 geplant</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/08/05/birch-book-vol-iv-neues-album-des-in-gowan-ring-ablegers-fur-2020-geplant/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2019/08/05/birch-book-vol-iv-neues-album-des-in-gowan-ring-ablegers-fur-2020-geplant/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Aug 2019 07:30:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Americana]]></category>
		<category><![CDATA[B'eirth]]></category>
		<category><![CDATA[Bee]]></category>
		<category><![CDATA[Birch Book]]></category>
		<category><![CDATA[Bobin Eirth]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[In Gowan Ring]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=18418</guid>
		<description><![CDATA[B&#8217;ee von In Gowan Ring hat schon vor ein paar Wochen angekündigt, dass sein halbnomadisches Troubadour-Leben wieder aufzunehmen. Dieses reflektierte sich schon vor seiner m.o.w. sesshaften Zeit in Deutschland am meisten in seinem zweiten Projekt Birch Book, das oft und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/08/05/birch-book-vol-iv-neues-album-des-in-gowan-ring-ablegers-fur-2020-geplant/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>B&#8217;ee von In Gowan Ring hat schon vor ein paar Wochen angekündigt, dass sein halbnomadisches Troubadour-Leben wieder aufzunehmen. Dieses reflektierte sich schon vor seiner m.o.w. sesshaften Zeit in Deutschland am meisten in seinem zweiten Projekt Birch Book, das oft und gerne als die Americana-Seite In Gowan Rings, als B&#8217;ees eigener Roadmovie in Form filigraner, melancholischer Folksongs beschrieben wurde. Vor zehn Jahren erschien mit &#8220;A Hand Full of Days&#8221; das letzte Lebenszeichen Birch Books. Unter den Arbeitstiteln &#8220;Wheel of Time&#8221; und &#8220;Way Back Home&#8221; ist nun Vol IV der Reihe für Sommer 2020 geplant.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/08/wheeleoftime.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-18419" title="wheeleoftime" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/08/wheeleoftime.jpg" alt="" width="736" height="261" /></a><span id="more-18418"></span></p>
<p>&#8220;We left off at Volume III (‘A Hand Full of Days’) back in 2009 when I was toe-treading out on the West Coast, writing songs by the Columbia river, the beaches and oceansides of Oregon and California. It’s fitting somehow that I should be returning to north America as I resume this strain of music that I feel always was connected to the wild places of America and to my personal stories, history and ‘destiny’ as traveler, visioner and musician. So now after a good 8 years based in Germany I’m returning to the semi-nomadic life I used to know and in the moment I’m back in the West Coast USA, starting work on old projects once again. With your assistance, I’ll be equilibrizing my life trajectory in a non-local fashion with portable office which will include the basic tools required in order for me to continue work on the Birch Book from a rolling duffel bag—just add a desk and quiet room!  Though it may at times seem an intrepid, freewheeling way to go, at the moment it feels I&#8217;m free again &#8211; a kind of return to my ‘home without a house’ and I imagine to take at least a year before settling a base somewhere. The final release date for Birch Book IV is scheduled for Summer Solstice 2020.  Woven through many of these songs are themes revolving around the Sun – the love of sun, the mystery of Sun, the nurturing grace of Sun.&#8221; (B&#8217;ee)</p>
<p><a href="https://www.indiegogo.com/projects/birch-book-volume-iv-release-fundraiser#/"><strong>Crowdfunding</strong></a></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/XzcTIJdkQO4" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2019/08/05/birch-book-vol-iv-neues-album-des-in-gowan-ring-ablegers-fur-2020-geplant/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>WOVENHAND: The Laughing Stalk</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/10/03/wovenhand-the-laughing-stalk/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2012/10/03/wovenhand-the-laughing-stalk/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Oct 2012 14:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Hacke]]></category>
		<category><![CDATA[Americana]]></category>
		<category><![CDATA[Chuck French]]></category>
		<category><![CDATA[David Eugene Edwards]]></category>
		<category><![CDATA[DEE]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Glitterhouse]]></category>
		<category><![CDATA[Gregory Garcia jr.]]></category>
		<category><![CDATA[Ordy Garrison]]></category>
		<category><![CDATA[Sixteen Horsepower]]></category>
		<category><![CDATA[Woven Hand]]></category>
		<category><![CDATA[Wovenhand]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=5403</guid>
		<description><![CDATA[Als David Eugene Edwards in der Endphase von Sixteen Horsepower den Ableger Woven Hand ins Leben rief, war dieser noch als Soloprojekt gedacht. Und obgleich mittlerweile ein ereignisreiches Jahrzehnt ins Land gezogen ist und sich um den Namen schnell eine &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/10/03/wovenhand-the-laughing-stalk/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/09/wovenhandthelaughingstalk.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5404" title="wovenhandthelaughingstalk" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/09/wovenhandthelaughingstalk-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als David Eugene Edwards in der Endphase von Sixteen Horsepower den Ableger Woven Hand ins Leben rief, war dieser noch als Soloprojekt gedacht. Und obgleich mittlerweile ein ereignisreiches Jahrzehnt ins Land gezogen ist und sich um den Namen schnell eine feste Gruppe formierte, blieb die Band für mich doch immer Edwards&#8217; Band – das persönliche kreative Medium eines Charismatikers, neben dem andere Musiker automatisch verblassen, selbst wenn sie gut sind. Und in allen mir bekannten Fällen sind sie das. <span id="more-5403"></span>Edwards, der von religiösen Fragen wie von Dämonen getriebene und in diesem zeitlosen Getriebensein doch bodenständige Sucher, ist in seinem Ausdruck ernst und radikal, und dennoch gibt es auch eine Art Offenheit, wenn man das Wort einmal von allen halbgaren Stereotypen löst. Woven Hand, die sich bald Wovenhand schrieben, verlangen keine Zugeständnisse, die religiöse Inbrunst der Texte berührt tief und stellt den Hörer doch nie vor die Wahl, entweder mitzugehen oder den Zugang zu verlieren. Ich schrieb schon ähnliches zu Al Cisneros und David Tibet. Dass die Musik solcher Künstler vermutlich nur zu einem geringen Teil von Leuten gehört wird, die ihr Credo teilen, ist mehr als bloß Trivia.</p>
<p>Wesentlich trivialer dagegen wäre in Edwards&#8217; Fall der Versuch, die musikalischen Ergebnisse dieses Getriebenseins in irgend einer Form zu rubrizieren. Wörter wie Brimstone Rock, Alt Country oder American Gothic greifen schon deshalb zu kurz, weil sich Wovenhand stets neu erfindet und jedem Album neue klangliche und oft auch instrumentelle Facetten verleiht. „The Laughing Stalk“ wurde inzwischen so sehr als stilistische Zäsur apostrophiert, dass ich fast gegensteuern und auf das ebenfalls rockige „Ten Stones“ verweisen möchte. Freilich, der bislang größte Musikerwechsel in der Bandgeschichte hinterlässt Spuren, und Musiker wie Chuck French und Gregory Garcia jr. an den Saiten und Alexander Hacke, der im Studio das letzte Wort hatte, verpassen dem Werk eine eigene Handschrift. Man braucht bei „Long Horn“, welches die Geister eines von tausend Projektionen zugekleisterten Westens weckt, eine Weile um Wovenhand zu erkennen, und findet sie spätestens wenn der Gesang einsetzt, dessen Melodie so faszinierend und berührend ist wie eh und je. Das Titelstück ist rockballadesk wie wenige Songs zuvor, wenngleich ich hier auch die Echos von „Whistling Girl“ und „Dirty Blue“ aus Stimme und Gesangsmelodie heraushöre. Der Titel weckt vielfältige Assoziationen &#8211; der sprichwörtliche „laughing stock“ (also jemand, der sich zum Gespött macht, eine Witzfigur), das so betitelte Talk Talk-Album, in Edwards&#8217; Wortspiel und im Zusammenhang mit dem Covermotiv zuletzt auch der Pflanzenstil: ein Symbol, das in vielen paganen Kosmologien für Wachstum, Verwurzelung und die Verbindung von Himmel, Welt und Unterwelt steht und an Edwards&#8217; Sympathie für die amerikanischen Heiden denken lässt (und ich meine damit keine angloamerikanischen Nordmänner). In „Coup Stick“ kommt dieses Interesse an den Native Americans erneut zur Geltung: Ein fast mittelalterlich klingendes Loop wird hier von einer tribalistischen Trommel begleitet, bei deren Klang man bereits den rituellen Tanz assoziiert, der im Video-Clip zu dem Song aufgeführt wird. Die Ernsthaftigkeit der Umsetzung in Klang und Bild verdeutlicht schnell, dass dies bei Edwards keineswegs nur historisierendes Kolorit ist, und verweist viel mehr auf das Gemeinsame in vielen mysthischen Traditionen, für das Edwards ein ebenso gutes Gespür hat wie sein weniger bekannter Kollege Timothy Renner. Die Perkussion, Beitrag des aus früheren Besetzungen einzig verbliebenen Ordy Garrison, ist eines der verbindenden Elemente auf &#8220;The Laughing Stalk&#8221; und ebenso charakteristisch wie die Rockelemente, die in „King O King“ und „As Wool“ zu ihrer Höchtform auflaufen. Meine persönlichen Favoriten sind Songs, die noch am ehesten den klanglich-atmosphärischen Rahmen sprengen – da wäre „Maize“, bei dem der Rhythmus mit einer feinfühligen Pianospur interagiert, während Edwards&#8217; Stimme geisterhaft wie der Wind übers Firmament hallt. Und nicht zuletzt „In The Temple“, das mit einem galoppierenden Rhythmus in einen düsteren Sergio Leone-Streifen gepasst hätte.</p>
<p>The Laughing Stock ist zweierlei, ein handwerklich mehr als gelungenes und atmosphärisch ungemein einnehmendes Werk. Richtet man sein Augenmerk auf Ersteres, dann fallen die Leistungen der ausgewechselten Bandbesetzung stark ins Gewicht. Richtet man sein Sensorium auf Letzteres, so erscheint das Album als das, was Wovenhand schon immer war – als das Werk eines Getriebenen, der schöpferisch sein will, kann, und vor allem muss.</p>
<p><strong>Label: Glitterhouse</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2012/10/03/wovenhand-the-laughing-stalk/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>CHARALAMBIDES: Exile</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/06/23/charalambides-exile/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2012/06/23/charalambides-exile/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 23 Jun 2012 06:03:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Americana]]></category>
		<category><![CDATA[Charalambides]]></category>
		<category><![CDATA[Christina Carter]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Helena Espvall]]></category>
		<category><![CDATA[Kranky]]></category>
		<category><![CDATA[Margaride Garci]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Carter]]></category>
		<category><![CDATA[Volcanic Tongue]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=4681</guid>
		<description><![CDATA[Über das texanische Duo Charalambides wurde bei uns noch nicht berichtet, und ihr letztes offizielles Studioalbum „Exile“ erschien auch bereits letzten Herbst beim amerikanischen Ausnahmelabel Kranky. Die Eheleute Carter, welche den Nukleus und oftmals auch die einzige Besetzung der Band &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/06/23/charalambides-exile/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/06/charalambidesexile.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4682" title="charalambidesexile" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/06/charalambidesexile-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Über das texanische Duo Charalambides wurde bei uns noch nicht berichtet, und ihr letztes offizielles Studioalbum „Exile“ erschien auch bereits letzten Herbst beim amerikanischen Ausnahmelabel Kranky. Die Eheleute Carter, welche den Nukleus und oftmals auch die einzige Besetzung der Band ausmachen, verdienen aber jede Aufmerksamkeit. Aufgrund weniger angenehmer Umstände (dazu unten mehr) ist im Hause Charalambides momentan auch jede Unterstützung willkommen. Aber das ist nicht der einzige Grund, weshalb ihr Album auch nachträglich noch eine Empfehlung verdient.<span id="more-4681"></span></p>
<p>Das Besondere an der Musik der Charalambides, deren Name eventuell einmal als Hommage an einen zypriotischen Dichter gewählt wurde, in wenigen Worten zu benennen, wäre mühsam, denn ihre Musik irgendwo in dem weiten Feld zwischen minimalem Acoustic-Folk und schwermütigem Dronesound zu klassifizieren, hätte trotz formaler Relevanz einen profanen Beigeschmack. Ihrer persönlichen Version des elektronisch verstärkten, doomig eingefärbten Americana-Sound haftet etwas Auratisches an, das ungreifbar bleibt, ebenso das mehr als nur angedeutete Gefühl des Entrückten, das Sängerin Christina stets mit recht einfachen stimmlichen Mitteln hervorzurufen weiß. Dass all dies nicht aufgesetzt wirkt und Legionen von Neofolkern, Hipstern und Metalkids hinter sich lässt, hinterlässt einen Eindruck des Souveränen, der auch beim Blick auf die mittlerweile beachtliche Diskographie aufkommt: Charalambides haben es (Solo und als Band) immer verstanden, Einflüsse von anderen in ihr Schaffen zu integrieren, und dabei trotz allem nie ihr Gesicht verloren. Die vor rund zwei Jahren erschienene Songsammlung „Likeness“ ist da vielleicht am deutlichsten exemplarisch, denn sie enthält überwiegend alte amerikanische Songs – primär Balladen, deren Ursprünge sich im Dunkel des 19. Jahrhunderts verlieren, aber musikalisch und inhaltlich ist es ein lupenreines Charalambides-Album mit eigener Aussage.</p>
<p>Auch der Nachfolger „Exile“, der den momentanen Stand der Dinge markiert, hat einen narrativen Schwerpunkt. Im Zentrum des lyrischen Interesses stehen Themen der Trennung und Entwurzelung, oft im Rahmen von Alltagsszenarien, denen vielleicht etwas Profanes anhaften würde, gerade dann, wenn sie mit mehr Pathos oder auch mit mehr Hysterie umgesetzt wären. Die Herangehensweise der Carters, all dies unverblümt und doch ohne ironische Brechung anzugehen, lässt die existenzielle Tragweite umso mehr durchscheinen. Auf diese Weise geraten Songs wie das finale „Pity Pity Me“ und „Immovable“ zu Höhepunkten des Albums. „Pity Pity Me“ schildert eine menschliches Sackgasse, deren einziger Ausweg das offene Eingeständnis sein könnte. Aber im Song ist es nicht einfach nur irgendein Eingeständnis. Die getragenen Figuren auf Piano und Gitarre, die an minimale Kompositionen von Arvo Pärt erinnern, und die leitmotivische Hervorhebung des Titels wirken zunächst bewusst penetrant, doch durch die schier endlos ritualisierte Wiederholung und das gelegentliche Hinzukommen weiterer Motive schaffen es die Charalambides, das Ganze am Ende kraftvoll erscheinen zu lassen – spätestens nachdem der Song sich in doomigen Psych Rock verwandelt hat, dessen schwere Gitarrenwälle mit Christinas heiserem Sopran kontrastieren.</p>
<p>Das langsame, latent bluesige „Immovable“ bietet inhaltlich Stoff für einen ganzen Roman, doch die Geschichte einer Begegnung mit den Schattenseiten eines Bildungs-, Medien und Gesundheitssystems hat wenig von resignativer, sozial eingefärbter Popliteratur, und auch hier dominiert viel eher eine charismatische Ernsthaftigkeit, die letztlich dem ganzen Album einen unterschwellig robusten und trotz aller Bedächtigkeit trotzigen Grundtenor verleiht. Die ganz eigene Schönheit der Musik kommt hinzu, die gerade im Kontrast zur Fremdheits- und Entfremdungsthematik einen kontemplativen, aber stets kitschfreien Zug bewahrt – beim gehemnisvollen Folk des Instrumentalstücks „Autums Leaves“ ebenso wie beim dronigen „Before You Go“, das mit dem Cello von Helena Espvall und dem Kontrabass der Portugiesin Margaride Garci das Klangspektrum erweitert.</p>
<p>Die Charalambides waren gerade auf Tour in Europa, allerdings mussten wegen einer schweren Lungenentzündung Tom Carters alle Konzerte abgesagt werden. Der Gitarrist befindet sich derzeit immer noch in einem deutschen Krankenhaus und wird einer längeren und kostspieligen Behandlung unterzogen. Interessierte finden nähere Informationen dazu auf der Webseite von <a href="http://volcanictongue.com/tomcarterappeal">Volcanic Tongue</a>, die zu diesem Anlass einen umfangreichen Benefizkatalog mit Carter/Charalambides-bezogenem Material zusammengestellt haben.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.kranky.net/">Kranky</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2012/06/23/charalambides-exile/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Vieles, was ich mache, basiert auf Gefühl&#8221;: Ein Interview mit Timothy Renner</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/02/11/vieles-was-ich-mache-basiert-auf-gefuhl-ein-interview-mit-timothy-renner/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2012/02/11/vieles-was-ich-mache-basiert-auf-gefuhl-ein-interview-mit-timothy-renner/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 08:12:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Americana]]></category>
		<category><![CDATA[Birch Book]]></category>
		<category><![CDATA[Crow Tongue]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[In Gowan Ring]]></category>
		<category><![CDATA[Stone Breath]]></category>
		<category><![CDATA[The Forest Beggars]]></category>
		<category><![CDATA[The Iditarod]]></category>
		<category><![CDATA[Timothy Renner]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=3588</guid>
		<description><![CDATA[Das künstlerische Wirken Timothy Renners ist in den vergangenen Jahren von uns mehrfach beleuchtet worden. Seit Mitte der 90er hat er in unzähligen Inkarnationen (Timothy, Timothy Revelator, timeMOTHeye) und Formationen (Mourning Cloak, Stone Breath, Breathe Stone, The Spectral Light and &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/02/11/vieles-was-ich-mache-basiert-auf-gefuhl-ein-interview-mit-timothy-renner/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/StoneBreathIntro1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3745" title="StoneBreathIntro" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/StoneBreathIntro1.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Das künstlerische Wirken Timothy Renners ist in den vergangenen Jahren von uns mehrfach beleuchtet worden. Seit Mitte der 90er hat er in unzähligen Inkarnationen (Timothy, Timothy Revelator, timeMOTHeye) und Formationen (Mourning Cloak, Stone Breath, Breathe Stone, The Spectral Light and Moonshine Firefly Snakeoil Jamboree, Black Happy Days, Moth Masque, Crow Tongue, Forest Beggars) Folkmusik (ein)gespielt, die (auch immer) seine spirituelle Entwicklung, seine persönlichen Obsessionen widerspiegelte. Dass er auf seinem Blog bei Interessen lapidar vermerkt: &#8220;a life of meaning and symbol&#8221;, darf da nicht verwundern.<span id="more-3588"></span></strong></p>
<p><strong>Auf seinen beiden kleinen Labeln Dark Holler und Hand/Eye hat er im Laufe der Jahre eine Reihe von Künstlern veröffentlicht, die ebenfalls im weitesten Sinne dem Folk zuzuordnen sind, wobei die Bandbreite groß ist: Da werden aus Zigarrenkisten gebaute Banjos gespielt (Shane Speal), erklingen Harfenklänge, die Zwergen gewidmet sind (Robin Crutchfield) oder aber man hört eine Art gothischer Countrymusik (The Desolation Singers), um drei willkürlich gewählte Beispiele zu nennen.</strong></p>
<p><strong>Seit einiger Zeit ist Stone Breath, die Band, deren Debüt auf dem leider inzwischen eingestellten Label Camera Obscura veröffentlicht wurde und die sicher das bekannteste Projekt Renners ist, wieder zum Leben erweckt worden und scheint so produktiv wie nie zuvor. Neben dem klassischen Lineup &#8211; bestehend aus Timothy, Prydwyn und Sarada -, mit dem Renner das 2009 veröffentlichte Comebackalbum „The Sherpherdess and the Bone-White Bird“ aufnahm, wurde das letzte Album „The Aetheric Lamp“ mit der neuen „lokalen“ Besetzung eingespielt, ein weiteres Album („The Night Birds Psalm&#8221;) sowie eine EP namens &#8220;Who is Listening?&#8221; stehen kurz vor der Veröffentlichung.</strong></p>
<p><strong>Dementsprechend spielen Stone Breath und die angesprochenen Alben auch eine große Rolle im folgenden Interview, wobei die Situation kleiner unabhängiger Labels ebenso zur Sprache kommt wie Timothys spirituelle Interessen.</strong></p>
<p><a title="“A lot of what I do is based on feeling.” An interview with Timothy Renner" href="http://africanpaper.com/2012/02/11/a-lot-of-what-i-do-is-based-on-feeling-an-interview-with-timothy-renner/"><strong>Read the English Version</strong></a></p>
<p><strong>Seit wir uns das letzte mal gesprochen haben, ist eine Menge passiert. Vielleicht können wir mit der bedeutendsten Entwicklung beginnen: Der Wiederauferstehung von Stone Breath. Wenn ich mich recht daran erinnere, hast du gesagt, dass die Arbeit an den Reissues dazu beigetragen hat, Stone Breath wieder zum Leben zu erwecken. Kannst du etwas dazu sagen, wie es (wieder) begonnen hat?<br />
</strong></p>
<p>Es war eher etwas Organisches als etwas Kommerzielles. Die Reissues haben definitiv zur Auferstehung von Stone Breath beigetragen, aber sie waren nur ein Faktor. Bevor die Neuauflagen fertig waren, haben Prydwyn und ich eine kleine Stone Breath-EP, “The Holly Crown” aufgenommen. Prydwyn und ich hatten nie aufgehört, zusammen an Musik zu arbeiten &#8211; wir hatten an Material mit den Forest Beggars gearbeitet und hatten auch an etwas Crow Tongue-Material gearbeitet &#8211; aber als ich wieder anfing, akustische Musik zu schreiben, Musik, die nicht rhythmusorientiert ist wie Crow Tongue &#8211; deutete alles auf Stone Breath hin. Die Songs waren da. Die Harmonien waren da. Die Leute waren da. Das einzige, was es noch davon abhielt, Stone Breath zu sein, war ICH. Prydwyn, Sarada nahmen “The Shepherdess and the Bone-White Bird” auf &#8211; ich fühlte, dass es ein starkes Album war, ein gutes Comeback, und vor allem fühlte ich, dass es ein Stone Breath-Album war.</p>
<p>Vieles, was ich mache, basiert auf Gefühl. Gefühle lassen sich nicht gut übersetzen, und sie folgen nicht immer einer wachen Logik, aber sie sind mir wichtig. Wenn ich fühle, dass etwas nicht &#8220;richtig&#8221; ist, dann mache ich es nicht. Ich habe das schon immer so getan, zum Nachteil meiner Karriere und meiner Popularität &#8211; aber das ist die einzige Art, wie ich zu leben weiß. Die Lieder, die wir aufnahmen: Sie fühlten sich wie Stone Breath an. Es gab keinen wirklichen Grund, es nicht Stone Breath zu nennen.</p>
<p><strong>Ich vermute, dass Crow Tongue nun der Vergangenheit angehört. Gibt es da noch unveröffentlichte Aufnahmen?</strong></p>
<p>Sollte ich einmal wieder an Material arbeiten, dass sich wie Crow Tongue anhört und anfühlt, dann würde ich es wieder Crow Tongue nennen. Wir haben das Projekt nie wirklich beendet, so sehr die Umstände unsere Aufmerksamkeit auch anderswohin gelenkt haben (das beruhte auf Gegenseitigkeit). Es gibt ein paar unveröffentlichte Aufnahmen, denke ich. Es gab da ein elektronischeres Album, an dem wir gearbeitet haben. Einige dieser Songs sind für mein “Undeath”-Soloprojekt überarbeitet worden.</p>
<p><strong>In Crow Tongue hast du eine Reihe ungewöhnlicher, handgemachter Instrumente benutzt, so zum Beispiel eine &#8220;fretless double-necked electric cigarbox guitar&#8221;. Hast du dir das Instrumentenbauen selbst beigebracht, und was macht für dich den Reiz aus, auf solchen Instrumenten zu spielen?</strong></p>
<p>Nun, ich habe den Lowbow nicht selbst gebaut &#8211; sie werden von John Lowe in Tennessee hergestellt. Ich habe bloß auf “ghost eye seeker” auf einem gespielt. Ich mag selbstgebaute Instrumente, weil es da keine formalen, feststehenden Regeln gibt, wie man sie spielt. Keine Erwartungen. Du nimmst sie einfach in die Hand und fängst an, Musik zu machen, das ist sehr befreiend und interessant. Ich baue auch gerne Instumenten &#8211; aber ich denke, ich bin besser darin, sie umzubauen &#8211; so dass ein Banjos wie eine Guimbri klingt, eine Gitarre wie eine Sitar etc.</p>
<p><strong>Ich habe den Eindruck, dass eine Sache, die dir bei Crow Tongue gefiel, war, dass du und  Æ Hoskin nicht so weit voneinander entfernt wohnten und ihr regelmäßig proben und auftreten konntet. Ist das der Grund dafür, dass es jetzt ein &#8211; wie du es nennst &#8211; &#8220;llokales&#8221; Lineup von Stone breath gibt? </strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/01/SBphoto4.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3638" title="SBphoto4" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/01/SBphoto4-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Mir gefällt es auf jeden Fall, Leute in der Nähe zu haben, mit denen man Ideen entwickeln kann &#8211; und regelmäßige Proben zu haben, wo sich die Musik entwickelt. Das ist weniger einsam und es bringt mich als Musiker auch weiter.</p>
<p><strong>Kommen wir mal zu den neuen Aufnahmen. Ich muss sagen, dass &#8220;The Aetheric Lamp&#8221; zur Zeit mein Lieblingsalbum von Stone Breath ist, und ich denke in einer gerechten Welt wäre &#8220;The Coming Fires&#8221; die Hit-Single. Was kannst du uns über dieses Album erzählen? Wie hast du Carin Wagner Sloan wiedergetroffen? In welcher Hisicht unterscheidet sich deine Herangehensweise von der bei &#8220;The Shepherdess And The Bone-White Bird&#8221;?</strong></p>
<p>Carin ist eine der besten Freundinnen meiner Frau &#8211; und ist es schon seit Iditarod vor vielen Jahren mit Stone Breath getourt sind. Ich habe ihre Stimme schon immer geliebt. Ich erinnere mich, wie ich mit Prydwyn zusammen saß und wir uns Iditarod ansahen und er sagte zu mir “Wir müssen sie dazu bringen, dass sie mit uns singt” &#8211; womit ich natürlich einverstanden war.</p>
<p>Carin heiratete und hatte ihr erstes Kind in etwa zu der Zeit, als meine Frau und ich die Zwillinge bekamen. Ich denke, es brauchte ein paar Jahre, in denen sie einfach Mutter war, um irgendwann wieder bereit zu sein, Musik zu machen. Wir hatten ein bisschen darüber gesprochen, und ich schickte ihr ein paar Songs (Material von “The Night Birds Psalm”) &#8211; dann kam sie vorbei, um mit aufzunehmen. Sie war voller Ideen und 100% bereit, als sie dazu kam. Ich bin überglücklich mit dem, was sie zu Stone Breath beigetragen hat. Sie hatte noch nie “The Coming Fires” gehört, bevor sie zu den Aufnahmen vorbei kam -ich habe es ihr einfach vorgesetzt, als siie kam und sie hat es genau richtig gemacht. Ich glaube, bei der ersten oder zweiten Aufnahme. Sie hat es so kraftvoll gesungen, dass jedes Instrument im Raum in teilnahmsvoller Vibration erklungen ist. Es war großartig.</p>
<p>“The Ætheric Lamp” war größtenteils improvisierte Musik über einem feststehenden Gerüst. In der Hinsicht war es  wie Seite B von “The Shepherdess&#8230;”  &#8211; es ging von dort aus. Östliche Tonleiter und Improvisation. Wir hatten uns eine Menge an persischer klassischer Musik angehört &#8211; im Gegensatz zu den Solo-Oud/Gesangsarbeiten, (die &#8220;The Shepherdess of the Fiery Wheels beeinflusst hatten); ich schätze, dass deswegen viel mehr Instrumente und unterschiedliche Muster in der Musik zu finden sind.</p>
<p><strong>Auf dem Album scheinen Gegensätze (&#8220;beautiful and terrible&#8221;, &#8220;horrible and wonderful&#8221;, zum Schluss &#8220;Springtime flowers burst again beneath the sky&#8217;s red tongue&#8221;) eine große Rolle zu spielen. Denkst du, dass solche Gegensätze immer aufeinander bezogen sind?</strong></p>
<p>Einer meiner Freunde hat mir mal gesagt, dass es bei all meiner Musik auf die eine oder andere Weise um Dunkelheit gegen Licht ginge. Ich hatte da nie zu sehr drüber nachgedacht, bevor er das sagte, aber Laternen, Monde, Sterne, Flammen etc. pp.finden sich immer in meinen Songs. Ich denke, das kommt alles aus der Natur, die Vorstellung, dass Gegensätze irgendwie verbunden sind: Das Leben kommt vom Tod, das Licht von der Dunkelheit etc. Ich versuche oft, in Bedeutungsschichten zu schreiben, auch wenn ich nicht immer erfolgreich bin. Aber ich denke, das bietet sich ebenfalls an, um sich mit Gegensätzen und Kontrasten zu beschäftigen.</p>
<p><strong>Du bist gerade dabei, ein neues Stone Breath-Album, &#8220;The Night Bird&#8217;s Psalm&#8221;, herauszubringen. Was kannst du uns über das Konzept, die Komposition u.s.w. erzählen?</strong></p>
<p>Mit “The Night Birds Psalm” hatten wir schon vor “The Ætheric Lamp” angefangen &#8211; wir hatten dann gleichzeitig an beiden Alben gearbeitet. Ich hatte die Idee, ein Album mit etwas kürzeren, persönlicheren Songs zu schreiben &#8211; ein bisschen wie die ersten beiden Alben &#8211; es aber mit der neuen, erweiterten Band aufzunehmen, und steckte alles, was ich über die Jahre gelernt hatte, in die Songs. Es ist ziemlich anders als “&#8230;Lamp,” aber ich bin gleichermaßen stolz auf beide Alben.</p>
<p><strong>Eine Eigenschaft deines Werks ist, dass du manchmal Songs überarbeitest. Auf dem neuen Album gibt es eine neue Version von &#8220;Ephrata Sacred Heart&#8221;. Wann hast du das Gefühl, dass es Zeit für eine Neuinterpretation ist?</strong></p>
<p>Es wird ein Mini-Album namens “Who is Listening?” mit neuen Versionen von Songs des ersten und zweiten Albums (eingespielt von der neuen, vollständigen Band) ebenso eine Neufassung von “Sixteen Hooves” von Crow Tongue geben.</p>
<p>Normalerweise widme ich mich einem Song noch einmal, wenn ich den Eindruck habe, dass da etwas war, das ich nicht richtig eingefangen habe &#8211; oder, dass da ein Thema war, das ich nicht tief genug erforscht habe. Oder vielleicht denke ich, dass ich die Musik besser machen kann. By “Who is Listening?” dachte ich einfach nur, dass es interessant sei, wenn man die neuen Leute ein paar der sehr alten Songs spielen lässt.</p>
<p><strong>Waren The Forest Beggars eine einmalige Angelegenheit, oder wird es weitere Aufnahmen geben?</strong></p>
<p>Ich habe keine Kontrolle über The Forest Beggars. Sie machen Musik zur Marienverehrung. Ich würde sagen, dass es mehr Material der Forrest Beggars in der Zukunft geben wird. Alles, was ich künftig über Maria schreiben werde, wird den Forrest Beggars gegeben werden. Sie sind kein kommerzielles Projekt. Das Material zu “Virgo, Mater, Domina” begann fast ein Jahrzehnt vor der Veröffentlichung zu entstehen. Wir entschieden, es zusammen mit der Stone Breath-CD “Shepherdess&#8230;” zu veröffentlichen, weil sie sich beide Maria widmen und weil es ein guter Weg schien, der Welt die Forrest Beggars vorzustellen. Offenbar gibt es ein paar Stimmen und Klänge bei den Forest Beggars, die Leuten bekannt vorkommen, die Stone Breath hören &#8211; aber offiziell haben Forrest Beggars anonyme Mitglieder. Die Besetzung unterschiedet sich von Stone Breath.</p>
<p><strong>Au deinem Blog sind verschiedene Zeichnungen von einem geplanten Bildband namens &#8220;Undead&#8221; zu sehen. Wie würdest du die Stimmung und die zentralen Motive des Buches beschreiben, und wie sind deine Pläne für die Veröffentlichung?</strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/Timothy-Undead.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3700" title="Timothy Undead" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/Timothy-Undead-194x300.jpg" alt="" width="194" height="300" /></a>Es wird “Undeath” genannt werden. Es wird als Bildband zusammen mit einem Soloalbum (mit vielen Gästen) erscheinen. Es ist eine Serie von Zeichnungen, die ich von Geistern, Engeln und anderen seltsamen Wesen angefertigt hatte. Es begann, weil ich mich selbst wieder zum regelmäßigeren Zeichnen bewegen wollte &#8211; und verwandelte sich schnell in eine sehr umfangreiche Serie. Irgendwann nahm ich dieses Album mit dunkler, gespenstischer Musik auf &#8211; ich nenne es Dronefolk, einfach als kurzen Hinweis, aber es ist seltsamer und etwas experimenteller als sich das jetzt anhört.</p>
<p>Ich dachte, das Album und das Artwork würden gut zusammen passen. Ich glaube, es wird noch in der ersten Häfte 2012 auf Crucial Blast (oder einem Ableger) erscheinen. Ich hoffe, es wird ein paar Ausstellungen mit diesen Zeichnungen geben, aber wir werden sehen.</p>
<p><strong>Ich denke, dass die Art, wie Musik wahrgenommen wird, oft davon beeinflusst ist, wo Leute herkommen und in welchen &#8220;Szenen&#8221; oder Subkulturen sie zuhause sind. Ich frage mich, wie Stone Breath dort wahrgenommen wird, wo du lebst.<br />
</strong></p>
<p>Ich denke, wir haben eine lange, lange Zeit mehr oder weniger im Dunklen gearbeitet. Leute, die mich kannten, hörten die Musik und ich vermute mal sie dachten einfach: “Nun, das ist eben Timothys Ding.” Stone Breath haben öfter in New York, Neuengland und an der Westküste gespielt als hier in der Region. Nachdem Don mit einstieg; nun, er ist ein fantastischer Gitarrist und als solcher in der Gegend bekannt. Mehr Leute aus der Region begannen, auf uns aufmerksam zu werden. Dann als Brooke ebenfalls mit dazu kam &#8211; sie und Don sind viel besser darin, über die Band zu reden und die Leute wissen zu lassen, dass es uns gibt. Ich denke, dass ich auch besser in so etwas werde &#8211; jetzt, da es eine lokale Band gibt, mit der ich probe. Ich denke, dass die Zeit uns auch eingeholt hat. Die Leute sind inzwischen vielleicht etwas offener für kreative Musik, sie suchen nach etwas, das ein bisschen anders ist. Und so höre ich, dass der Name hier und da fällt, wo ich ihn bislang NIEMALS gehört habe. Es ist sehr schön für mich, das zu hören.</p>
<p><strong>Als wir uns das letzte mal unterhalten hatten sagtest du, dass du dich aus verschiedenen Gründen nie als Teil des Weird Folk empfunden hast. Macht es dich nicht dennoch ein bisschen stolz, dass Jeanette Leech Stone Breath, The Iditarod und In Gowan Ring ein ganzes Kapitel in ihrer Geschichte des Acid- und Psychedelic Folk widmet?</strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/01/tMe_photo1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3639" title="tMe_photo1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/01/tMe_photo1-204x300.jpg" alt="" width="204" height="300" /></a>Absolut. Das Kapitel war eine Anerkennung, die wir ansonsten nicht oft erhalten. Als dieses ganze Acid/Psych/Freak/Weird/was auch immer -Folkding auf einmal irgendwie hip und populär wurde, wurden wir komplett außen vor gelassen. Ich denke, auf eine gewisse Weise wurden wir als &#8220;alt&#8221; angesehen. Nicht neu und hip. Wir haben uns nie gekleidet wie die Bands, die populärer wurden und bei großen Indie- oder Majorlabels unterschrieben. Wir hatten nie die richtigen Klamotten und den richtigen Haarschnitt. Wir haben nie etwas mit einem ironischen Augenzwinkern gemacht &#8211; wir haben bloß gemacht, was wir wollten. Wir hatten nie Geld für Presseleute, und die Booker haben uns mit dem Hintern nicht angeguckt. <span style="text-decoration: underline;"><br />
</span></p>
<p>Generell hat uns das Kapitel in “Seasons They Change” sehr gut getan. Wenn Jeanette davon spricht, wie sehr sie Stone Breath mag &#8211; wenn die Person, die buchstäblich das Buch über diese Musik geschrieben hat, dein Album als einen ihrer Favouriten herauspickt &#8211; das ist eine sehr berührende Art der Anerkennung. Es entschädigt uns für die vielen Gelegenheiten, bei denen wir übergangen oder vergessen oder ignoriert worden sind.</p>
<p><strong>Nun zu einer Frage an dich als jemanden, der ein Independent-Label betreibt. Wie sehr ist es in den letzten Jahren schwieriger geworden, Dark Holler und Hand / Eye zu betreiben? Hat es in der letzten Zeit auch schwerere Enttäuschungen gegeben?</strong></p>
<p>Es ist sehr schwierig geworden. Kleine Labels machen gerade überall ihre Schotten dicht. Wir mussten auch Abstriche machen und Kosten reduzieren und weniger Alben in geringerer Stückzahl veröffentlichen.</p>
<p>Alles hat sich geändert. Wir haben uns irgendwie auf ein System hinzubewegt, das von Stammkunden getragen wird. Diejenigen, die uns unterstützen, neigen dazu, uns immer zu unterstützen. Es sieht so aus, dass wir alles, was wir veröffentlichen, an eine kleinere Gruppe von Stammkunden verkaufen &#8211; im Gegensatz zu ein paar Sachen an viele Menschen.<br />
Was die Enttäuschungen angeht &#8211; die Wirtschaft ist die Wirtschaft, und es gibt wenig, was wir da tun könnten, um das zu ändern. Das einzige, was wir den Dieben, die unsere Musik illegal vertreiben, entgegen halten können, ist der Versuch einer interessanten Aufmachung, die die Leute wirklich wollen. Wiederum gibt es da wenig, was wir machen können um die Leute zu informieren, dass Stehlen den unabhängigen Künstlern und Labeln wirklich zusetzt und zwar in einem sehr ungleichen Verhältnis vergleichen mit großen Labels. Nein, die einzige richtige Enttäuschung der letzten Zeit ist der Hersteller von lathe-cuts namens PolyCut gewesen, mit dem wir vereinbart hatten, dass er 10”-Platten für uns herstellt. Sie haben die Platten nie gemacht und unser Geld behalten. In Zeiten wie diesen ist es ein niederschmetterndes Zeichen, wenn ein indie-freundlicher Hersteller so mit einem kleinen Label umgeht.</p>
<p><strong>Du spielst da auf die &#8220;Who is Listening&#8221;-EP an. Wie schwer ist es, bei solchen Angelegenheiten als Band zu überleben?</strong></p>
<p>So etwas trifft einen sehr. Wir sind insofern von einer Veröffentlichung abhängig, weil wir damit die nächste finanzieren. Ohne Rückerstattung und ohne etwas zum Verkauf ist es, als würden wir einen Stapel Geld verbrennen. Wir können für unsere Arbeit nichts vorweisen.</p>
<p><strong>Du hast auf Hand/Eye einer Reihe von Alben anderer Musiker heraus gebracht, beispielsweise bekam Sarah June so eine gute Starthilfe. Verfolgst du ihre Aktivitäten noch, wo sie mittlerweile im Indiebereich etwas populärer geworden ist, oder fandest du es eher enttäuschend, dass sie ihr zweites Album woanders veröffentlicht hat (auf deiner Website steht &#8220;wenn ihr nicht bereit seid, uns ein zweites Album zu versprechen, dann schickt uns nichts&#8221;)?</strong></p>
<p>Gewisse andere Labels benutzen Hand/Eye für die Suche nach Künstlern und neuen Trends. Es ist VIEL schwieriger, jemanden mit einem ersten Album aufzubauen, als irgendwo herein zu schneien und jemanden für das zweite Album abzugreifen. Wegen solcher Dinge sind wir sehr vorsichtig geworden, wenn es darum geht, mit neuen Leuten zu arbeiten. Es ist sehr schade, denn ich hatte das Gefühl, dass ich recht gut darin bin, neue und interessante Künstler ausfindig zu machen &#8211; aber ich sehe mich nicht mehr wirklich um. Ich und meine engen Freunde können genug Musik aufnehmen, um den kompletten Veröffentlichungskatalog zu füllen. Stone Breath und The Trees Community sind mit Abstand die meistverkauften Sachen auf dem Label. Das Label leidet nicht gerade darunter, wenn ich den Katalog mit Stone Breath auffülle &#8211; eher im Gegenteil.</p>
<p><strong>Was kannst du uns über die Hintergründe der &#8220;Full Moon&#8221;-Serie sagen, die auf Hand/Eye mit Beiträgen von Leuten wie In Gowan Ring, Wooden Wand oder David Tibet erschienen ist? Ich erinnere mich, dass du Pläne für eine neue Subskriptionsreihe erwähnt hattest. Wurden die zurückgenommen?</strong></p>
<p>Neddal Ayad (the does, Desolation Singers) und ich hatten die Idee zu dieser Serie. Wir dachten, das wäre eine gute Möglichkeit, ein paar unbekanntere Künstler mit anderen zusammen zu bringen, die etwas bekannter sind. Es hat Spaß gemacht, war aber auch eine Menge Arbeit jeden Monat.</p>
<p>Wir hatten schon mal die Idee zu einer neuen Subskriptionsserie. Wir hatten das mit Crow Tongue vor &#8211; grundsätzlich würde immer ein anderer Künstler Crow Tongue remixen oder Crow Tongue einen anderen Künstler. Aber es sollte nicht sein. Wir werden aber vielleicht eine andere Serie machen, wenn wir genügend Unterzeichner zusammen bekommen.</p>
<p><strong>Vor ungefähr zwei Jahren sprachen wir nach einem Birch Book-Konzert mit B&#8217;ee und er sagte, es gäbe Pläne, eine erweiterte Neuauflage von &#8220;Full Flower Moon&#8221; herauszubrigen. Ist das imemr noch geplant?</strong></p>
<p>Bee und ich können uns da noch nicht einigen. Ich denke, er hätte das gerne im Mai draußen &#8211; und ich kann nicht so präzise planen. Alles, was ich mache, verzögert sich, wie es scheint. Ich hoffe, dass wir das hinbekommen, denn es ist eine fantastiche Sammlung von Liedern.</p>
<p><strong>Begriffe wie &#8220;Independent&#8221; und &#8220;do it yourself&#8221; sind leider etwas zu Stereotypen geworden, auch wenn das, was sie eigentlich bedeuten, vielleicht wichtiger ist als je zuvor. Ist es dir wichtig, so unabhängig wie möglich von den Moden des Mainstream zu sein?</strong></p>
<p>Ich versuche den Mainstream nicht bewusst zu vermeiden Ich denke, dass in der modernen Popkultur größtenteils das durchgeht, was schwach, verwässert und ungefährlich ist. Wir sind unabhängig, weil uns niemand ernsthafte Angebote macht &#8211; bislang war kein Angebot, dass man Stone Breath unterbreitet hat, der Band gegenüber wirklich vorteilhaft. Wir machen es selbst, weil es niemand für uns machen will. Es ist gut. Es hält uns bei der Arbeit.</p>
<p><strong>Ist die Arbeit auf einer Farm (ich bin nicht sicher, ob es deine eigene ist&#8230;) etwas, dass du auch in dem Zusammenhang siehst, und betrachtest du Familie, Landwirtschaft und Musik als Teil eines größeren Ganzen? Ich frage mich ebenso, wie sehr die aktuellen ökonomischen Krisen dich da beeinträchtigen (falls die Frage nicht zu privat ist). Würdest du sagen, dass deine Art zu leben dir eine gewisse Autonomie gibt?</strong></p>
<p>Die Arbeit auf der Farm meines Vaters ist nur eine von vielen Sachen, die ich gamacht habe. Seit mein Vater älter geworden ist und ich weiter weg gezogen bin, machen wir dort immer weniger. Es war nur eine sehr kleine Farm &#8211; wir bauten nur Sachen für uns selbst an &#8211; und ein bisschen Vieh. Nichts sehr Großes. Was mir das Großwerden auf einer Farm aber gegeben hat, ist ein Gefühl für die Jahreszeiten und die Kraft des Pflanzens und Samensetzens und die Wichtigkeit der eigenen Hände Arbeit.</p>
<p>Ich denke, mein ganzes Leben hat mich dahin gebracht, wo ich jetzt bin. Aufwachsen auf einer Farm, als Teenager das ganze DIY/Punk-Ding kennen lernen, Fanzinekultur, experimentelle Musik, Folkmusik und das Ganze drumherum&#8230; All diese Dinge und mehr haben mich zusammen zu dem gemacht, der ich bin. Ich mache irgendwelche Gelegenheitsarbeiten und Teilzeitarbeiten &#8211; um so leben zu können, wie ich will und um Kunst und Musik machen zu können &#8211; aber es mag eine Zeit kommen, in der ich wieder einen anderen Vollzeitjob machen muss, und ich weiß aber, dass ich deshalb nicht weniger Künstler oder Musiker bin. Ich weiß nicht, wie autonom ich in Wirklichkeit bin. Wahrscheinlich nicht so sehr, wie ich es gerne hätte.</p>
<p><strong>Vor einigen Jahren nanntest du einmal als eines deiner größten Ziele die Versöhnung deines animistischen Herzens mit deinem chrislichen Geist. Strebst du immer noch danach, und würdest du sagen, dass du dich dem ein wenig angenähert hast?</strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/Timothy-Undead2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3701" title="Timothy Undead2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/Timothy-Undead2-194x300.jpg" alt="" width="194" height="300" /></a>Ich weiß es nicht. Ich muss zwischen dem amerikanischen Protestantismus (der mir ziemlich fremd ist) und dem Katholizismus (welcher die Religion ist, mit der ich aufwuchs) eine vertandesmäßige Trennung vornehmen. Ich bin mittlerweile vorsichtig mit dem Wort &#8220;christlich&#8221;, denn zumindest in den Vereinigten Staaten wird der Begriff ziemlich häufig gerade von den Leuten großspurig verwendet, die meiner Ansicht nach nicht sehr christlich sind.</p>
<p>Animismus ist immer in meinem Herzen. War es immer &#8211; schon bevor ich es so genannt habe. Ich sehe es nicht im Gegensatz zur Marienverehrung im Katholizismus &#8211; in dem großen, seltsamen, fraktalen Bild von Geist und Natur gehen Glaube und Zweifel manchmal Hand in Hand. Manchmal muss ein jüdischer Mann von einer Jungfrau geboren werden und an einem Baum hängen, damit wir uns an den Platz der Natur in der Ordnung der Dinge zu erinnern. Ein anderes mal müssen Engel die Form von Bäumen annehmen. Wälder werden zu Kathedralen. Es ist alles zusammen gesponnen in einem großen silbernen Netz.</p>
<p><strong>Viele Motive in deinem Songwriting verweisen auf etwas, das man gemeinhin als heidnische Aspekte im Christentum bezeichnet, und deine Selbstbeschreibung (&#8220;Stone Breath ist Teil der Erde. Metall, Haar, Holz, Haut, Fleisch, Atem und Knochen machen unsere Musik. Wir singen Hymnen an Gott und den grünen Wald“) deutet ebenfalls ein eine solche Richtung. Würdest du sagen, dass solche Dinge generell zu kurz kommen in der heutigen populären Religiosität?</strong></p>
<p>Ich denke schon, ja. Folk-Traditionen &#8211; die meisten hatten einen heidnischen Ursprung und wurden dann in das Christentum eingegliedert &#8211; wurden sozusagen vom Unkraut gereinigt in dem Versuch, ein rigides &#8220;reines&#8221; Christentum zu bekommen &#8211; was irgendwie ein Witz ist. Diese Dinge zu verlieren heißt, etwas Essentielles zu verlieren. Etwas sehr Schönes.</p>
<p><strong>Bist du am frühen Christentum interessiert und wenn ja, welche Schriften betrachtest du als unverzichtbar für deine eigene spirituelle Entwicklung?</strong></p>
<p>Ich denke, das hängt etwas von der geographischen und chronologischen Definition von &#8220;früh&#8221; ab. Ich hatte früher großes Interesse an apokryphen Schriften, gnostischen Texten u.s.w. Die &#8220;Wüstenväter&#8221; und all das. Ich denke, das interessiert mich immer noch, aber spätere Schriften wie die von Hildegard of Bingen und ihre Visionen vom Leben Marias und Aufzeichnungen von und über die keltischen Heiligen &#8211; solche Sachen interessieren mich in der letzten Zeit noch mehr. Ich verstehe sie besser. Aber Bücher über Synchronizität oder Naturbeschreibungen &#8211; auf gewisse Weise kann dies für mich spirituell ebenso kraftvoll und bewegend sein.</p>
<p><strong>Du hast unter anderem Musik beim australischen Label Camera Obscura herausgebracht und auch deren &#8220;The Serotonin Ronin II&#8221;-Compilation visuell gestaltet. Der Tod des Eigentümers Tony Dale ist ein großer Verlust für die Folkszene und für die alternative Musik generell. Wart ihr enge Freunde und was kannst du uns über die Zeit eurer Zusammenarbeit erzählen?</strong></p>
<p>Ich vermisse Tony und Camera Obscura sehr. Er war ein Freund und eine große Unterstützung. Er war der erste, der irgendwie an Stone Breath glaubte. Ich war immer stolz, dass “Songs of Moonlight and Rain” die erste Camera Obscura-Veröffentlichung war. Tony hat eine Menge großartiger Musik heraus gebracht und viele Bands auf ihrem Weg unterstützt. Ich denke nicht, dass du jemanden finden würdest, der irgendetwas anderes über Tony zu sagen hätte als lobende Worte, und viele werden es besser ausdrücken, als ich es kann. Er war ein besonderer Mann und ein Segen für die Underground-Musik.</p>
<p><strong>Gibt es noch etwas, dass du hinzufügen magst oder eine Frage, die du gerne hören würdest?</strong></p>
<p>Only my contact information: revelator@lostgospel.org</p>
<p>(M.G. &amp; U.S.)</p>
<p><a href="http://www.darkhollerarts.com">darkhollerarts.com</a></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/stonebreath">facebook.com/stonebreath</a></p>
<p><a href="http://www.reverbnation.com/stonebreath">reverbnation.com/stonebreath</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2012/02/11/vieles-was-ich-mache-basiert-auf-gefuhl-ein-interview-mit-timothy-renner/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>STONE BREATH: The Aetheric Lamp</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/01/07/stone-breath-the-aetheric-lamp/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2012/01/07/stone-breath-the-aetheric-lamp/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 09:22:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Americana]]></category>
		<category><![CDATA[Brooke Elizabeth]]></category>
		<category><![CDATA[Caren Wagner Sloan]]></category>
		<category><![CDATA[Crow Tongue]]></category>
		<category><![CDATA[Don Belch]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Hand/Eye]]></category>
		<category><![CDATA[Stone Breath]]></category>
		<category><![CDATA[The Iditarod]]></category>
		<category><![CDATA[Timothy Renner]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=3416</guid>
		<description><![CDATA[Kurz nach der Split-LP mit Language of Light folgt das den gleichen Titel tragende Vollzeitalbum des neuen, „lokalen“ Lineups von Stone Breath. Schon die drei Stücke auf dem Splitalbum machten deutlich, dass der Klang dieser Band durch das Zusammenspiel von &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/01/07/stone-breath-the-aetheric-lamp/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/01/R-3248435-1322281885.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3418" title="R-3248435-1322281885" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/01/R-3248435-1322281885-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Kurz nach der Split-LP mit Language of Light folgt das den gleichen Titel tragende Vollzeitalbum des neuen, „lokalen“ Lineups von Stone Breath. Schon die drei Stücke auf dem Splitalbum machten deutlich, dass der Klang dieser Band durch das Zusammenspiel von Banjo und Akustikgitarre dynamisch(er) wirkt. Thematisch präsentiert Renner hier erneut (s)eine theologische Vision, die durch Zeilen wie „O the thunder has a voice if we have ears to hear it/Although the sound will terrify if we have reason to fear it“ („The Voice of the Thunder“) oder „Rise upon the altars of living breath or upon the shrapest horns of death“ stellvertretend <span id="more-3416"></span>veranschaulicht wird und fast hat man den Eindruck, dass diese Antithetik sich musikalisch sowohl im zweistimmigen Gesang als auch im Zusammenspiel von Gitarre und Banjo widerspiegelt.</p>
<p><a name="firstHeading"></a>Der Gesang von Renner und Brooke Elizabeth macht in Kombination mit dem rhythmischen Gitarrenspiel, für das sich Don Belch verantwortlich zeigt, aus „The Sleeping Rise“, dem die letzt zitierten Zeilen entnommen sind, im Rahmen dieses Albums eine fast schon optimistische Hymne. Auf „Scorpion Tears“ kommt zur Gitarre dann das für Renner so typische Banjo hinzu, dazu eine Flöte; es findet sich eine endzeitliche Bildlichkeit: „strange things with wings appear […] weeping blessed tears of scorpions“. Diese apokalyptische Zusammenrottung wird aber nicht in Angst erwartet, sondern der Sänger ist von der Schönheit dieser Erscheinungen verzückt. Auch „Where Angels Wings Unfold“ wird vom zweistimmigen Gesang geprägt und stellt eine Reihe (Glaubens-)Fragen: „Why was He hanged on that tree? / To learn the dreams of leaves? / What does revelation teach? Where is the heaven we reach?“ Der schon mit Crow Tongue beschworene Nicodemus (aus dem Song „ Awake Nicodemus“ des Abolitionisten Henry Clay Work) taucht erneut auf und am Ende machen dann Zeilen wie „We join our hearts in chant/Half in trance and half in prayer“ deutlich, dass die mystischen Elemente einer allzu engen orthodoxen Lesart entgegenwirken. Experimenteller ist das kurze von mantraartigem Gesang und Drones geprägte „Wingstorm“. „Terrible and Beautiful“, das vielleicht düsterste Stück des Albums, wird von Harmoniumdrones und schleppender Perkussion geprägt, textlich werden erneut Kontraste beschworen: „Beautiful and terrible: the shapes in the sky“, „Beautiful and terrible: the halo and the flame“ (Ich bin <em>nicht</em> gekommen um Frieden zu bringen, sondern das <em>Schwert</em> heißt es im Neuen Testament bei Matthäus). Von Stimmung und Thematik knüpft das lange „The Sky&#8217;s Red Tongue“ daran an. Die Geschehnisse („And the wingless turn in flight“) werden aber in der zweiten Hälfte weniger bedrohlich, weiblicher Gesang setzt ein, das Stück wird rhythmischer und ekstatischer, denn: „And the wingless sprout fine wings“. Abgeschlossen wird das Album vom vielleicht heimlichen Hit: dem zusammen mit Caren Wagner Sloan (ehemals The Iditarod) gesungene „The Coming Fires“, auf dem es heißt: „Saint and sinner both must bear it/In the night both shall hear it/We lie awake upon our pyres and await the coming fires“.</p>
<p>Es dürfte deutlich geworden sein, dass auf „The Aetheric Lamp“ fortwährend apokalyptische (durchaus hier in ihrer ursprünglichen Bedeutung als Enthüllung zu verstehen) Visionen beschworen werden. William Blake trifft auf John Martin, Feuer und Schwefel-Predigten auf animistische Ideen einer atmenden Natur (man denke an den Bandnamen und das Artwork), aber man hört auch immer wieder der Einfluss orientalischer Melodiefolgen (z.B. auf „The Voice of the Thunder“), die vielleicht an die „Secrets Bound in Skin“ erinnern sollen, die Renner einst auf Stone Breaths „The Silver Skein Unwound“ besang.</p>
<p>Allen Stücken wohnt zudem eine Schwere, eine Ernsthaftigkeit inne und Renner selbst sagte vor einigen Jahren in einem Interview, das ich mit ihm führte, dass er Ironie nicht sehr schätze. Man merkt auf diesem Album in jeder Sekunde wie jemand seine Vorstellungen ohne auch nur den Hauch eines Augenzwinkerns verkündet. Das Wort mag überstrapaziert sein, aber Renners Kunst (wie auch seine Labeltätigkeit) wirken völlig authentisch: Hier kommt die Apokalypse nicht mit Theaterdonner (wie im Metal) oder ertränkt im Kitsch (wie im kontemporären Gothic). Man mag (sich) zwar durchaus die Frage stellen, was man als Atheist oder Agnostiker mit den Texten, mit dem Beschwören des Gerichts anfangen soll. Eine mögliche Antwort findet sich in Julie Milnes Essay „The Abyss that Abides”, der im Ausstellungskatalog zu der großen John Martin-Ausstellung in der Tate Britain veröffentlicht wurde und in dem sie bezogen auf Martins spektakurläre apokalyptsche Gemälde schreibt: „In the twenty-first century Martin&#8217;s spectacular vision of the apokalypse still has a strong resonance, with reports of ecological disaster, pandemic and terrorist threat such that the spectacle of the apocalypse has become embedded in the narrative of popular culture.“ Eine mögliche Lesart wäre also, dass die „Flut“, die die Erde in „The Coming Fires“ in „Schlamm“ verwandelt, auch als Umweltkatastrophe gelesen werden könnte, aber vielleicht sind solche Rationalisierungsversuche gar nicht nötig und es sollte einfach ausreichen zu sagen, dass „The Aetheric Lamp“ mit die spannendsten Klänge enthält, die im weit aufgesplitterten Feld der zeitgenössischen Folkmusik augenblicklich zu hören sind.</p>
<p>(M.G.)</p>
<p>Label: <a href="http://www.darkhollerarts.com/">Hand/Eye</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2012/01/07/stone-breath-the-aetheric-lamp/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MARISSA NADLER: Marissa Nadler</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/09/03/marissa-nadler-marissa-nadler/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2011/09/03/marissa-nadler-marissa-nadler/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 09:11:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Americana]]></category>
		<category><![CDATA[Box of Cedar Records]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Marissa Nadler]]></category>
		<category><![CDATA[Shoegaze]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=293</guid>
		<description><![CDATA[Es hat immer den Hauch von etwas besonderem, wenn ein Musiker oder eine Band nach einigen Jahren erstmals ein selbstbetiteltes Album herausbringt. Es kann, wie beim berühmten schwarzen Album Metallicas ein endgültiges Ankommen im Mainstream markieren, oder auch für die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/03/marissa-nadler-marissa-nadler/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/marissanadlermarissanadler.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-294" title="marissanadlermarissanadler" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/marissanadlermarissanadler.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es hat immer den Hauch von etwas besonderem, wenn ein Musiker oder eine Band nach einigen Jahren erstmals ein selbstbetiteltes Album herausbringt. Es kann, wie beim berühmten schwarzen Album Metallicas ein endgültiges Ankommen im Mainstream markieren, oder auch für die Selbsteinschätzung stehen, nun endgültig den eigenen, unverwechselbaren Stil gefunden zu haben. Etwas wie auch immer Endgültiges scheint da stets anzuklingen. In Marissa Nadlers Fall dürfte ersteres zum Glück nicht gelingen, doch in der Tat scheint sie musikalisch ein bisschen zu sich selbst gekommen zu sein.<span id="more-293"></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Als die akustische Gitarre gerade wieder en vogue war und jeder über Folk und Americana schwadronierte, brachte die Neuengländerin mit dem sanften Mezzosopran gerade ihr erstes Album heraus. Es kam ihr zugute, dass dieser ganze Zirkus entgegen mancher Behauptung nicht immer hip oder avantgardistisch sein musste, dass es auch Raum für eine etwas bodenständigere, nostalgischere Version gab, die keinesfalls platt und konservativ sein musste. Neuer Folk war, um es in Zeitschriften auszudrücken, nicht nur Spex und Wire, sondern auch Rolling Stone. Nadlers Songs sind grundsätzlich nicht so flippig und nett-cool, wie man sich Folk heute vorstellt. Sie sind dagegen von einem somnambulen Pathos durchdrungen, das an einigen Stellen des Frühwerks die Grenze zum Betulichen überschritt. Dies geschah sicher mit Absicht, aber ein bisschen Kitsch darf einem nicht peinlich sein, wenn man ihren heimelig-unheimlichen Songs über gefallene Mädchen, mausgraue Wiedergängerinnen und allerlei etherische Geschöpfe etwas abgewinnen will. Eine Morbidität, wie sie so nur aus dem Lande Hawthornes und Lovecrafts kommen kann, kompensierte das meist im Handumdrehen.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Dass so etwas irgendwann vorhersehbar wirken muss, war der Sängerin sicher klar, denn spätestens ab ihrem dritten Album spürte man deutlich, dass die Erforschung weniger nebelverhangener Gefilde eines ihrer unausgesprochenen Themen war. Von der Produktion her weniger zerbrechlich, wurde die Musik opulenter und extravertierter, wobei das immer noch ein Begriff ist, der einem nicht gerade als erstes bei Marissa Nadler in den Sinn kommt. Die Mollakkorde gaben einen Teil ihrer leidvollen Schwere preis, beschwingte Rhythmen kamen hinzu, und zuguterletzt mündete die Entwicklung mit “Little Hells” in ein eingängiges Popalbum, das ich mit seinen Anleihen bei leichtfüßigem Shoegazer- und Dream Pop für ihr bislang schwächstes und ohnehin für ein Experiment halte.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Beim kürzlich erschienenen Neuling wird gekonnt auf Synthese gesetzt, das Resultat ist kein Meilenstein, aber eine solide Sache. Schon vordergründig wird auf Vertrautes gesetzt: Folksongs mit John Fahey-Gitarren und Sirenengesang, bei denen ein rauschiger Shoegazersound und eine zurückgenommene Melodik jedoch einer allzu starken Entrücktheit entgegen wirken. So besteht beim verspielten „In Your Lair, Bear“, das wieder stark an die Atmosphäre der „Bird on the Wire“ anknüpft, kaum mehr die Gefahr, dass jemand ein Unwort wie Gänsehautfaktor gebrauchen könnte, sollte der Song jemals auf einem Balladensampler enthalten sein. Ein helles, gelöstes Element lässt den Song ebenso wenig ins Tränennasse abdriften wie das beschwörende „Alabaster Queen“ oder „The Sun Always Reminds Me Of You“ – eine ihrer typischen Sehnsuchtsnummern, doch geerdet durch eine lässige Slideguitar. Country- und Blueselemente, bei Nadler natürlich von Beginn an latent vorhanden, bringen oft Beweglichkeit in schwermütige Folksongs, was sich je nach Stimmung aufhellend oder abklärend auswirken kann. Überspitzt gesagt verhalten die Songs sich zu ihren früheren Pendents wie Birch Book zu In Gowan Ring.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Andre Songs wie „In A Magazine“ oder „Little King“ huldigen dem Sound, der in „Little Hells“ vielleicht etwas plötzlich kam. Deutlicher als zuvor hört man Einflüsse von Sixties-Psychedelia heraus, „In The Morning I Will Leave You“ geht musikgeschichtlich noch weiter zurück, erinnert gar an eine von den Platters oder Paul Anka untermalte spätfünfziger Vorstadttristesse. „Puppet Master“ weiß mehrfach zu überraschen: Die trunkene, fast coole Stimme, verschiedene Tempuswechsel und eine bestechende Melodie machen den Song zu einer von Umwegen und überraschenden Wendungen geprägten kleinen Welt für sich, und sowieso zu einem der Glanzpunkte des Albums.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">A propos Umwege: Eine interessante Musikerlaufbahn ist selten geradlinig, weswegen es auch Unsinn wäre, ihr „Little Hells“ als Untreue anzukreiden. Und doch schafft es „Marissa Nadler“ hervorragend, die Schwächen des Vorgängers zu vermeiden, ohne dabei in eine resignative „Back to the Roots“-Haltung zu verfallen. Für den Neustart und für den Auftakt ihres eigenen Labels kann man sie beglückwünschen. (U.S.)</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong>Label: <a href="http://boxofcedarrecords.tumblr.com/">Box of Cedar</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2011/09/03/marissa-nadler-marissa-nadler/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>GREAT LAKE SWIMMERS: Lost Channels</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/09/01/great-lake-swimmers-lost-channels/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2011/09/01/great-lake-swimmers-lost-channels/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 14:55:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Americana]]></category>
		<category><![CDATA[Great Lake Swimmers]]></category>
		<category><![CDATA[Nettwerk]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=361</guid>
		<description><![CDATA[Die GREAT LAKE SWIMMERS wurden mir im Vorfeld als Band in der Nachfolge von Jason Merritt angekündigt. Das ist natürlich eine Empfehlung, nicht nur weil ich den Banjofolk und das ergreifende Tremolo des publicityscheuen Portlanders schätze, sondern auch weil seine &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/great-lake-swimmers-lost-channels/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/greatlakeswimmer.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-363" title="greatlakeswimmer" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/greatlakeswimmer.jpeg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die GREAT LAKE SWIMMERS wurden mir im Vorfeld als Band in der Nachfolge von Jason Merritt angekündigt. Das ist natürlich eine Empfehlung, nicht nur weil ich den Banjofolk und das ergreifende Tremolo des publicityscheuen Portlanders schätze, sondern auch weil seine beiden Projekte, die Band TIMESBOLD und das Einzelunternehmen WHIP, die Welt nicht gerade mit Aufnahmen überschütten. Da ist ein bisschen Schulemachen mehr als legitim.<span id="more-361"></span></p>
<p>Strapaziert man die Referenz allzu sehr, so könnte sie sich zu einer undankbaren Messlatte entwickeln, und es wäre auch unfair, wollte man die Kanadier, die ihrem Bandnamen entsprechend tatsächlich aus dem Gebiet der Großen Seen stammen, ausschließlich über diesen Vergleich präsentieren. Einer der größten Unterschiede ist, dass die Great Lake Swimmers bei aller Traditionsbewusstheit auch so etwas wie eine Popgruppe sind, ähnlich wie viele dunkle Country-Kapellen a la FLYING HORSEMAN, die den unerreichten WOVENHAND nacheifern. Dass dies musikalisch nichts Schlechtes bedeuten muss, rechtfertigt sogar eine etwas zeitversetzte Review.</p>
<p>Die Palette dessen, was die Schwimmer aus ihrem geschmeidigen Americana Pop herausholen, ist respektabel. Dank seiner leichtfüßigen Gelöstheit ist “Palmistry” ein richtig schöner kleiner Evergreen zum Mitsingen, die abenteuerliche Stimmung des Songs vermag den Hörer schon nach wenigen Takten in ihren Bann zu ziehen. “Everything is Moving so Fast” dagegen lässt eine verhaltene Trauer anklingen. Fast immer ist es das lockere Drumming, hier mit leichtem Ethnoeinschlag, das die Songs vor Statik oder einer allzu melancholischen Stimmung rettet. Irgendwie sind die Great Lake Swimmers ohnehin so etwas wie Meister der Mäßigung – auch beim Gesang, der stets einen leichten Drall ins tremolierende Falsett bekommt, jedoch niemals so überdreht ausfällt wie bei Conor Oberst, Merrits Neffen im Geiste.</p>
<p>Neben neofolkigem Strumming („Pulling“), Seattle-Referenzen („She Comes to me in Dreams“), purer Romantik („New Light“) und schrägem Hinterwäldlertum („The Chorus in the Underground“) gibt es hin und wieder auch einen etwas gefälligen Moment. Alela Diane- und IRON &amp; WINE-verwöhnte Ohren könnten an “Concrete Heart” Gefallen finden, vorausgesetzt, sie sind sich nicht zu fein, auch mal eine Band zu hören, deren Name sie noch nicht hundertmal im Rolling Stone gelesen haben.</p>
<p>Noch mal zur erwähnten Messlatte: Die Great Lake Swimmers haben einiges an eigenem stilistischen Potential. Dass sie keine enorme Tiefe vorzutäuschen versuchen, sondern lieber auf ihre eigene bodenständige Gelöstheit setzen, kommt ihnen zu Gute. Eine Band, die ihren Fankreis sicher noch erweitern wird. Fast schade, dass es schon so viele gute Folkbands gibt. (U.S.)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2011/09/01/great-lake-swimmers-lost-channels/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SLIM CESSNA’S AUTO CLUB: Unentitled</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/09/01/slim-cessna%e2%80%99s-auto-club-unentitled/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2011/09/01/slim-cessna%e2%80%99s-auto-club-unentitled/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 14:50:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Americana]]></category>
		<category><![CDATA[Jay Munly]]></category>
		<category><![CDATA[SCAC]]></category>
		<category><![CDATA[Slim Cessna]]></category>
		<category><![CDATA[Slim Cessna's Auto Club]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=306</guid>
		<description><![CDATA[Da sind sie wieder, die sechs traditionsbewussten Anarcho-Cowboys aus Denver, Colorado, die Helden der Prädestination und des Polka Punk. Genug der Klischees? Nein. Denn erneut spielen sie den Filmscore für den letzten Gothic Western vor der Apokalypse. SLIM CESSNA’S AUTO &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/slim-cessna%e2%80%99s-auto-club-unentitled/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/unentitled.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-307" title="unentitled" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/unentitled.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Da sind sie wieder, die sechs traditionsbewussten Anarcho-Cowboys aus Denver, Colorado, die Helden der Prädestination und des Polka Punk. Genug der Klischees? Nein. Denn erneut spielen sie den Filmscore für den letzten Gothic Western vor der Apokalypse.<span id="more-306"></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">SLIM CESSNA’S AUTO CLUB, kurz SCAC, spielen eine Musik, die in erster Linie unmittelbar wirkt, die in Herz, Beine und Bauch geht und zum Pogo animiert. Oder zum Mitjodeln mit der Hand auf der Brust. Ihre Songs können eine ernsthafte, fast sentimentale Schwere aufweisen und im nächsten Moment fast prollige Partystimmung evozieren. Ihre Texte künden von Gottesfurcht und Erlösung, doch ebenso von profanen Mythen eines Alltags, der zumindest der Bildlichkeit halber mit amerikanischem Grenzerkolorit ausgestattet ist. Angenommen, SCAC können als „reaktionäre“ (sprich: die amerikanische Gründerzeit mystifizierende) Band verstanden werden, was findet jemand wie Labelchef Jello Biafra an ihnen, mit dem Mastermind Cessna ebenso klüngelt wie mit Michael Moynihan? Vielleicht das Anarchische, Unangepasste, mit dem die Band die amerikanische Gegenkultur für eine Sphäre jenseits von Campus und vollbärtigen Fashion Victims rettet. Die Kombination aus Glaube und bodenständiger Ausgelassenheit mag hierzulande allerhand trashige Redneck-Klischees evozieren. Die Band allerdings umgibt eine schwer greifbare Freigeistigkeit, die all solchen Stereotypen entgegen steht. Einen resoluten Song gegen die Verführung durch den Teufel zu schreiben, mag redlich und gut sein, doch nur bei Slim Cessna ist es immer noch Rock’n Roll.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Ob das ska-punkige „The Unballed Ballad Of The New Folksinger“ als Schelte in Richtung Schwundstufen-Folk gehen soll – wer weiß das schon? „Unballed“ ist der Song jedenfalls nicht, vielmehr strotzt das Album erneut vor Kraft und Sinnenfreude. Das gilt für „A Smashing Indictment Of Character“, das wie ein trauriger Country &amp; Western-Schlager beginnt und sich zu einem entfesselten Schuhplattler hocharbeitet, bei dem sich mancher Mitteleuropäer fragen wird, wie ernst das gemeint ist. Ebenso für „They Will Be Done“, bei dem die Band erneut eine ihrer größten Stärken in Szene setzt, nämlich das gesangliche Wechselspiel zwischen Cessna und der ungleich kehligeren Stimme Jay Munlys, die immer ein wenig an David Bowie erinnert. Dass Munly auch ein guter Vorleser ist, kommt in „Hallelujah Anyway“ zum Tragen, während Cessna seinen bluesigen Call and Response-Gesang in „Do You Know Thee Enemy“ zur Höchstform auflaufen lässt.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">SCAC sind versierte und routinierte Musikhandwerker, was man aus jedem Takt des neuen Albums heraushören kann. Bei der aktuellen Tour können sie erneut ihren Ruf als Livekapelle festigen, an neuen Krachern mit großem Live-Potential sollte es mit „Unentitled“ im Gepäck nicht fehlen. (U.S.)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2011/09/01/slim-cessna%e2%80%99s-auto-club-unentitled/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ISOBEL CAMPBELL &amp; MARK LANEGAN: Keep Me In Mind, Sweetheart</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/08/31/isobel-campbell-mark-lanegan-keep-me-in-mind-sweetheart/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2011/08/31/isobel-campbell-mark-lanegan-keep-me-in-mind-sweetheart/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 19:48:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Americana]]></category>
		<category><![CDATA[Isobel Campbell]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Lanegan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=585</guid>
		<description><![CDATA[Dass den vielen Folk- und Country-Spielarten der letzten Jahre ein starkes Retromoment anhaftet, bietet gelegentlich Anlass zur Polemik. Das von zahlreichen Bands und Gastbeiträgen her bekannte Duo Campbell/Lanegan hat die Inspiration durch bekannte Vorbilder immer offen zugegeben, und so finden &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/isobel-campbell-mark-lanegan-keep-me-in-mind-sweetheart/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Isobel-Campbell-Keep-Me-In-Mind-S-4536321-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-586" title="Isobel-Campbell-Keep-Me-In-Mind-S-4536321-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Isobel-Campbell-Keep-Me-In-Mind-S-4536321-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dass den vielen Folk- und Country-Spielarten der letzten Jahre ein starkes Retromoment anhaftet, bietet gelegentlich Anlass zur Polemik. Das von zahlreichen Bands und Gastbeiträgen her bekannte Duo Campbell/Lanegan hat die Inspiration durch bekannte Vorbilder immer offen zugegeben, und so finden sich auf Isobels Myspaceprofil auch Leonard Cohen, der Man in Black und einige andere unter ihren Einflüssen.<span id="more-585"></span></p>
<p>Umso schöner, dass die beiden durchaus Originelles zustande bringen – so zeigte das allegorische Antikriegslied “Deus Ibi Est” vom Debüt einmal mehr, dass die besten “Neofolk”-Songs heute keineswegs “aus der Szene” stammen müssen. “Keep Me In Mind, Sweetheart” ist die erste Singleauskopplung zum zweiten Album “Sunday At Devil Dirt”, enthält jedoch fünf Bonusstücke aus der gleichen Aufnahmesession, welche die Stilreise quer durchs Americana-Songbuch in ähnlicher Weise fortsetzen. Die EP repräsentiert allerdings die leichter verdauliche Seite des Albums, denn es fehlen düstere Balladen im Stile des “Seafaring Song” oder des betont dick aufgetragenen “Raven”, dagegen lässt es sich hier beim Titelsong ebenso wie bei “Asleep On A Sixpence” angenehm im Walzertakt schunkeln. “Rambling Rose” ist ein lupenreiner Countrysong, das kurze instrumentale Interludium “Violin Tango” klingt so wie es heißt, beim etwas fröhlicheren “Fight Fire With Fire” zeigen die beiden ihr größtes Können als Duettpartner und “Hang On” lässt Isobel gegen Ende allein zu Wort kommen und ruft ihre Gastbeiträge bei BACKWORLD in Erinnerung. Mein Fazit: Drei oder vier zusätzliche Songs mit etwas mehr Abgründigkeit, und mir hätte es durchaus für ein weiteres Album gereicht. (U.S.)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2011/08/31/isobel-campbell-mark-lanegan-keep-me-in-mind-sweetheart/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>HUSH ARBORS: Hush Arbors</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/08/31/hush-arbors-hush-arbors/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2011/08/31/hush-arbors-hush-arbors/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 19:45:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Americana]]></category>
		<category><![CDATA[Current 93]]></category>
		<category><![CDATA[Ecstatic Peace]]></category>
		<category><![CDATA[Hush Arbors]]></category>
		<category><![CDATA[Keith Wood]]></category>
		<category><![CDATA[Leon Dufficy]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=59</guid>
		<description><![CDATA[HUSH ARBORS ist das Stammprojekt eines gewissen Keith Wood, der schon ein paar Jahre lang Musik in sehr geringer Auflage und hauptsächlich auf CDr herausbringt und des Weiteren seine Gitarrenkünste in den Dienst anderen Gruppen stellt. Eine davon sind SIX &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/hush-arbors-hush-arbors/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/husharbors.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-60" title="husharbors" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/husharbors-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>HUSH ARBORS ist das Stammprojekt eines gewissen Keith Wood, der schon ein paar Jahre lang Musik in sehr geringer Auflage und hauptsächlich auf CDr herausbringt und des Weiteren seine Gitarrenkünste in den Dienst anderen Gruppen stellt. Eine davon sind SIX ORGANS OF ADMITTANCE,<span id="more-59"></span></p>
<p>die Band seines an der vorliegenden Aufnahme beteiligten Freundes Ben Chasny – und so sehr man auch davon absehen sollte, ein Quasi-Debüt gleich mit einer Referenz anzupreisen, so eignen sich die kalifornischen Psychedelic Folker dennoch als Hinweis, wenn es darum geht, den groben stilistischen Rahmen der HUSH ARBORS abzustecken. Zu den Markenzeichen von Wood und seinem Mitstreiter Leon Dufficy zählt (natürlich) die Akustikklampfe, die auf dem rauen Fundament einer herrlich ätzenden E-Gitarre den Rhythmus vorgibt, ergänzt durch solide Drumarbeit, die schon mal Bongospiel zu integrieren weiß, und nicht zuletzt durch Woods schnörkellosem Falsettgesang. Was die Musik des Duos vom bekannteren Projekt unterscheidet, ist der Verzicht auf die gelegentliche Langsamkeit und auf die indischen Elemente, die Chasny gerne in das Gesamtbild v.a. seiner früheren Alben integrierte. “Water“ bildet mit einem verzerrten Feedback-Loop, hinter dem man die “normale“ Instrumentenarbeit mehr erahnt als erkennt, den lärmigen wie untypischen Auftakt des gut dreißigminütigen Hörvergnügens, während die beiden nächsten Songs die repräsentativen Schwerpunkte abstecken: “Follow Closely“ bietet aufpeitschenden Psych Rock, den Counterpart bildet gleich die minimalistische Folkballade “Rue Hollow“, deren wehmütige Melodie eine nicht reizlose Tragik anklingen lässt. Für diejenigen, die es eingängig brauchen, bilden diese beiden Stücke auch schon den frühen Höhepunkt des Albums, da gerade die schrägen Momente im Verlauf zunehmen und die eingeschlagene Stilrichtung variieren. Repetitive Strukturen finden sich auch innerhalb der einzelnen Songs, was einen hypnotischen Droneeffekt zu erzeugen weiß.</p>
<p>Ob die zukünftige HUSH ARBORS-Fangemeinde sich nun aus denen rekrutiert, die Wood und seinen Anhang auf einem der letzten CURRENT 93-Konzerte bewundern durften, oder aus solchen, die einfach nur gute kantige Americana hören wollen – das sie auch hierzulande wächst, wäre den beiden zu gönnen. (U.S.)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2011/08/31/hush-arbors-hush-arbors/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
