<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Andrea Cauduro</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/andrea-cauduro/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 17 Apr 2026 05:13:27 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>ANDREA CAUDURO: Without People We Are Nothing</title>
		<link>https://africanpaper.com/2025/03/01/andrea-cauduro-without-people-we-are-nothing/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2025/03/01/andrea-cauduro-without-people-we-are-nothing/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 Mar 2025 05:32:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Cauduro]]></category>
		<category><![CDATA[Chiærichetti Æditore Ræcordings]]></category>
		<category><![CDATA[Fabrizio Modonese Palumbo]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Beauchamp]]></category>
		<category><![CDATA[Tiziano Teodori]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=44222</guid>
		<description><![CDATA[Im Laufe von gerade mal gut vier Minuten spielt sich im Kleinen eine ganze Welt an Ereignissen ab &#8211; eine entspannte, noch kaum elektrifizierte Gitarre pickt leise zum Auftakt, gewinnt bald an Verstärkung und Dynamik und prescht lost. In ordentlichem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/03/01/andrea-cauduro-without-people-we-are-nothing/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/withoutpeopleyourenothing.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-44224" title="withoutpeopleyourenothing" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/withoutpeopleyourenothing-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im Laufe von gerade mal gut vier Minuten spielt sich im Kleinen eine ganze Welt an Ereignissen ab &#8211; eine entspannte, noch kaum elektrifizierte Gitarre pickt leise zum Auftakt, gewinnt bald an Verstärkung und Dynamik und prescht lost. In ordentlichem Tempo scheint sie das begleitende Dröhnen erst zu erzeugen, gegen das sie sich wie gegen einen soliden Fahrtwind behauptet, lässt dezentes Feedback aufjaulen, ebenso wie <span id="more-44222"></span>kleinere klingelnde Ornamente und einiges mehr. Wenn der Sound von &#8220;Paul andiamo al parco&#8221;, das den Auftakt von Andrea Cauduras &#8220;Without People We Are Nothing&#8221; bildet, erst einmal in seiner vollen Breite angekommen ist, zweifelt niemand mehr daran, dass das lyrische Ich, das von niemand Geringerem als eben der Gitarre wie von einem meisterhaften Schauspieler verkörpert wird, sein Ziel erreicht.</p>
<p>Caudura, ein aus Rom stammender und heute in der italienischen Musikhochburg Turin lebender Komponist und Klangkünstler, hat mit seinem neuen Longplayer, dessen ultralimitierte Edition einen Siebdruck enthält, ein kleines Konzeptalbum kreiert, das die fundamentale Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehungen feiert. Ohne Mitmenschen, so könnte man das kongeniale Artwork paraphrasieren, ist man wie ein amputiertes Wesen mit halben Gliedmaßen, das resigniert vor einem Instrument sitzt, dem es keine Töne mehr zu entlocken vermag. Jedes der vier überwiegend instrumental gehaltenen Stücke ist, wenn man den Songtiteln folgt, einer mit dem Künstler befreundeten Person und einer gemeinsamen Situation gewidmet, dass im Opener vermutlich der hier auch als Tontechniker in Erscheinung tretende <a href="http://africanpaper.com/2022/05/21/michele-anelli-paul-beauchamp-andrea-cauduro-sometimes-someone-watches/">Paul Beauchamp andressiert ist, mit dem Cauduro nicht zum ersten mal zusammenarbeitet</a>, passt einmal mehr zum Covermotiv, und auch dass mit Fabrizio Modonese Palumbo und Tiziano Teodori zwei weitere Freunde Cauduros an den Aufnahmen beteiligt sind, schlägt in die gleiche Kerbe.</p>
<p>Im folgenden &#8220;Tiziano attento con quell&#8217;ascia&#8221; wird (vermutlich genau dieser) Tiziano Teodori zur Vorsicht im Umgang mit einer Axt gemahnt, was hoffentlich gefruchtet hat, der Track jedenfalls mit seinen leicht verzerrten Anschlägen auf dem Jazzbesen, seiner luftig verrauschten Soundhülle und in steten Intervallen auftretenden psychedelischen Synthies, zwischen denen man die Gitarre zunächst eher minimal erkennt, beschränkt sich zunächst auf eine eher tastende Dynamik und scheint so der Vorsicht durchaus Rechnung zu tragen. Irgendwann tritt auch das elektrifizierte Saitenspiel deutlicher ins Zentrum, die Percussion gewinnt an Markanz und das Stück entfaltet vor der imaginären Leinwand ein hörspielartiges Darkjazzszenario in einem verwunschenen Grenzland, in dem man auch damit rechnet, Bohren und der Club Of Gore oder Satan Is My Brother über den Weg zu laufen. In &#8220;Alice vola nell&#8217;universo&#8221; fliegt Alice ins Universum, und bevor man sich überhaupt fragen könnte, woher sie eigentlich kommt, ist man schon in einen enorm hypnotischen, vibrierende, knarrenden Dröhnkosmos gezogen, in welchem man für eine knappe Viertelstunde baden und sein ganz persönlichen Zeitkonzept neu ausrichten kann.</p>
<p>Aus dieser Hypnose könnte einem nichts besser aufwecken als das gerade mal zweieinhalbminütige &#8220;Fabrizio grazie per la profonda leggerezza&#8221; &#8211; ein genau die profunde Leichtigkeit, für die hier gedankt wird, verkörperndes Stück, das vielleicht besser als alle anderen Momente des Albums die unterschiedlichsten stilistischen Versatzstücke, Anleihen aus Blues, Garage, Funk, die allesamt eine Fata Morgana im verwirrten Geist des Rezensenten sein könnten, unter einen Hut bringt, als wären sie genau so füreinander geschaffen. Auf eine komplett andere Art ist auch &#8220;Gabriele, detto Mimmo, la gioia di ritrovare lui e la sua estetica anni &#8217;90&#8243; mit seinen aufeinandergeklebten Schichten aus wunderbar melodischen Gitarren, kreisenden Synthies und programmierten Takten nicht nur eine Feier der 90er-Jahre-Ästhetik eines Freundes sondern auch ein weiterer Ausweis von Cauduros Meisterschaft der Kombinatorik.</p>
<p>Mit &#8220;Emilia insegnami a ballare&#8221;, einer dröhnenden Hommage an eine Tanzlehrerin namens Emilia geht es zum Abschluss noch mal soundmäßig in die Vollen. Wenn Tanz und Dröhnung in einem Satz genannt werden, impliziert das bereits Ungewöhnliches, und ein genau solches entfaltet sich hier auch über faszinierende zwölfeinhalb Minuten: Durch wehmütige Abschiedswellen, die vielleicht mit Bogen gestrichenen Gitarrensaiten entstammen, ziehen sich seltsam unheimliche Details knackernder, gluckernder, plätschernder Art &#8211; den Tanzschritt geben dennoch die Gitarrenfiguren vor, die irgendwann hinzukommen, begleitet von den nun auch endlich hörbaren Vocals, die das Szenario summend und flüsternd begleiten. Großartig! (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Chiærichetti Æditore Ræcordings</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1180946848/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2025/03/01/andrea-cauduro-without-people-we-are-nothing/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MICHELE ANELLI / PAUL BEAUCHAMP / ANDREA CAUDURO: Sometimes Someone Watches</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/05/21/michele-anelli-paul-beauchamp-andrea-cauduro-sometimes-someone-watches/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2022/05/21/michele-anelli-paul-beauchamp-andrea-cauduro-sometimes-someone-watches/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 May 2022 04:40:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Cauduro]]></category>
		<category><![CDATA[Chiærichetti Æditore Ræcordings]]></category>
		<category><![CDATA[Michele Anelli]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Beauchamp]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=29736</guid>
		<description><![CDATA[Die unsichere Sendersuche am Radio und das elektronisch verfremdete Hantieren, das einen zu Beginn von &#8220;Sometimes Someone Watches&#8221; in ein dezentes Chaos zieht, sind nicht die einzigen schwer definierbaren Klänge auf diesem Album. Über einige Minuten hinweg blubbert und knackt &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/05/21/michele-anelli-paul-beauchamp-andrea-cauduro-sometimes-someone-watches/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/05/sometimessomeonewatches.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29737" title="sometimessomeonewatches" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/05/sometimessomeonewatches-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die unsichere Sendersuche am Radio und das elektronisch verfremdete Hantieren, das einen zu Beginn von &#8220;Sometimes Someone Watches&#8221; in ein dezentes Chaos zieht, sind nicht die einzigen schwer definierbaren Klänge auf diesem Album. Über einige Minuten hinweg blubbert und knackt und schabt und trötet es, und man hat schnell den Eindruck, dass die zahlreichen Sounds hier sich selbst überlassen sind und weitgehend <span id="more-29736"></span>freie Hand haben. Wenn sich dann doch irgendwann ein Anschein von Kohärenz hinter den Schauplatz schiebt, hält man das vielleicht nur für eine der Gewöhnung geschuldete Illusion.</p>
<p>Die drei in Turin lebenden Musiker Michele Anelli, Paul Beauchamp und Andrea Cauduro, die das Album vor einigen Monaten mit Synthesizern, Gitarren, Tape-Technik und einigen zusätzlichen elektronischen Gerätschaften eingespielt haben, kannten sich schon länger und fanden die gemeinsame Session wohl unvermeidlich – eine Einschätzung, die sich durch die Kohärenz der drei improvisierten Stücke bestätigt.</p>
<p>Wer immer der mysteriöse Beobachter ist, der dem Album seinen Titel gab: Das Vergehen der Zeit scheint ein übergeordnetes Thema zu sein, was nicht nur die drei Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft implizierenden Tracktitel – &#8220;The Last Time The Door Was Open&#8221;, &#8220;One Dwells There Within Who Talks To The Morning Mists&#8221;, &#8220;A Sort of Foreknowledge of the Coming Series of Events&#8221;  – nahelegen, sondern auch die narrative Struktur, die ganz einer Bewegung aus diffusem Chaos hin zu einem aufgeräumte(re)n Ziel zu entsprechen scheint. Das erste Stück erinnert über weite Strecken an eine langsame Suche mit subjektiver Kamera im Chaos eines dunklen, mit viel Geröll vollgestopften Raumes. Dreht man sich im Kreis? Die Unsicherheit bleibt bestehen, doch irgendwann ändert sich das Tempo leicht, die Suche wird stockender, aber vielleicht ist auch dies wieder in nur eine Illusion, ähnlich der Autohupen, der Spritzpistolen, der schreienden Möwen, die in einem anderen Raum erklingende ethnofolkige Melodie, die sicher alle von ganz anderen Soundquellen erzeugt werden.</p>
<p>Die flächige Dröhnung in &#8220;One Dwells There Within Who Talks To The Morning Mists&#8221; ist anfangs so laidback, dass man sich leicht an einem weniger gefahrvollen Ort wähnen könnte, doch auch hier steckt in den halluzinierbaren Klängen – rasselnde Becken, strömendes Akkordeon, Orchestrales – eine subtile Spannung, die dank des von Rauschen ummantelten Schwebedrones direkt ins Unbewusste sickert. Die scheinbar gleichförmige Hypnotik des Schlusstracks vermag die vielen subkutanen Details lange vergessen machen und könnte der Sound des Angekommenseins sein, doch mittlerweile sind die Sinne schon zu geschärft für subtile Brüche, und der Titel &#8220;A Sort of Foreknowledge of the Coming Series of Events&#8221; lässt ohnehin die Ruhe vor dem Sturm und somit einen offenen Schluss vermuten.</p>
<p>&#8220;Sometimes Someone Watches&#8221; ist mehr ein auditiver Thriller als ein potenzieller Soundtrack zu einem ähnlich gearteten Film und ein mehr als gelungenes Gemeinschaftswerk, das nach einer Fortsetzung verlangt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Chiærichetti Æditore Ræcordings</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=453285223/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2022/05/21/michele-anelli-paul-beauchamp-andrea-cauduro-sometimes-someone-watches/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
