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	<title>African Paper &#187; Animal Collective</title>
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		<title>Erstes gemeinsames Album von Panda Bear und Sonic Boom</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2022 06:10:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Animal Collective]]></category>
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		<description><![CDATA[Noah Lennox und Pete Kember alias Panda Bear und Sonic Boom bringen mit &#8220;Reset&#8221; ihr erstes kollaboratives Album heraus. Das neun neue Tracks enthaltende Album bildet den bisherigen Höhepunkt in einer bereits seit Jahren bestehenden kreativen Freundschaft der beiden, die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/07/25/erstes-gemeinsames-album-von-panda-bear-und-sonic-boom/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noah Lennox und Pete Kember alias Panda Bear und Sonic Boom bringen mit &#8220;Reset&#8221; ihr erstes kollaboratives Album heraus. Das neun neue Tracks enthaltende Album bildet den bisherigen Höhepunkt in einer bereits seit Jahren bestehenden kreativen Freundschaft der beiden, die sich in den frühen ehnerjahren kennenlernten, als Sonic Boom noch bei Spacemen 3 spielte und Panda Bear primär als Mitglied von Animal Collective bekannt war. In den folgenden Jahren etablierte sich Sonic Boom immer mehr als Produzent seines Kollegen. Beim Label heißt es dazu &#8220;Vor sechs Jahren verließ Sonic Boom seine <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/reset.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-30578" title="reset" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/reset.jpg" alt="" width="544" height="545" /></a><span id="more-30577"></span></p>
<p>Heimat England und zog nach Portugal, auch um näher bei Panda Bear zu sein. Das ungleiche Paar hatte sich fast ein Jahrzehnt zuvor über MySpace kennengelernt, als Panda Bear sich in den Liner Notes seines Soloklassikers &#8220;Person Pitch&#8221; bei Sonic Booms ehemaliger Band Spacemen 3 bedankte, was Sonic Boom dazu veranlasste, ihm ebenfalls zu danken. Zwischen den beiden entwickelte sich eine dauerhafte Partnerschaft, bei der Sonic Boom seit &#8220;Tomboy&#8221; (2011) eine Reihe von Panda Bear-Veröffentlichungen abmischte und mitproduzierte; besonders eng arbeiteten sie bei &#8220;Panda Bear Meets the Grim Reaper&#8221; (2015) zusammen. Als Sonic Boom die Idee hatte, ihre Zusammenarbeit</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/_9_zoL7Jkr4" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>auf die nächste Stufe zu heben, dachte er, Panda Bear würde den Vorschlag rundheraus ablehnen &#8211; in den neun glorreichen, fiebrig hakenschlagenden Tracks von &#8220;Reset&#8221; kann man jedoch genau hören, wie sehr er die Aussicht auf die Kollaboration liebte&#8221;. Das neue Album hat einen kollagenhaften Charakter und basiert in der Hauptsache auf Samples alter Rock-’n’-Roll- und Doo-Wop-Platten, ein Teil seines Erlöses geht an die Umweltorganisation Earth Island sowie an die Organisation MAPS, die sich der Erforschung psychedelischer Substanzen in im psachotherapeutischen Kontext widmet. &#8220;Reset&#8221; erscheint Mitte August in zwei verschiedenfarbigen Vinyl-Editionen bei Domino Records.</p>
<p><a href="https://www.dominomusic.com/releases/panda-bear/reset/limited-edition-coloured-vinyl"><strong>@ Domino</strong></a></p>
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		<title>Animal Collective mit Soundtrack auf Domino Records</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2021 05:26:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Animal Collective]]></category>
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		<description><![CDATA[Animal Collective, bestehend aus Geologist und Deakin, bringen am 19. Februar ihren Soundtrack zu Marnie Ellen Hertzler Filmdebüt Crestone heraus. Es handelt sich dabei um eine mit zahlreichen Anekdoten angereicherte und zeitweise wie ein Spielfilm anmutende Doku, die eine Gruppe &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/01/30/animal-collective-mit-soundtrack-auf-domino-records/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Animal Collective, bestehend aus Geologist und Deakin, bringen am 19. Februar ihren Soundtrack zu Marnie Ellen Hertzler Filmdebüt <em>Crestone</em> heraus. Es handelt sich dabei um eine mit zahlreichen Anekdoten angereicherte und zeitweise wie ein Spielfilm anmutende Doku, die eine Gruppe von SoundCloud-Rappern begleitet, die sich in der Wüstenstadt Crestone, Colorado, eine kommunenartige Existenz aufgebaut hat. Das Album erscheint bei Domino-Soundtracks digital, eine limitierte LP kann direkt beim Label bestellt werden.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/01/AnimalCollectiveCrestone.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-23924" title="AnimalCollectiveCrestone" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/01/AnimalCollectiveCrestone.jpg" alt="" width="628" height="628" /></a><span id="more-23923"></span></p>
<p>&#8220;In einer Welt, die zwischen Realität und Fiktion, digital und physisch schwankt, lebt eine Gruppe von SoundCloud-Rappern eine einsame, postsozialistische Existenz in der Wüstenstadt Crestone, Colorado. Einst ein religiöses und spirituelles Mekka für viele, dienen Crestones endlose Sanddünen, Wasserfälle und dunkle Höhlen als Kulisse für Bilder von tätowierten Körpern, Cosplay-Garderoben und Cannabis-schwaden. Crestone erkundet die oft verborgenen Aspekte von Zusammenarbeit und Freundschaft und den menschlichen Wunsch, trotz aller Widrigkeiten durchzuhalten. Wie klingt Musik, wenn es niemanden mehr gibt, der sie postet und teilt?&#8221; (Domino)</p>
<p><a href="https://www.dominomusic.com/releases/animal-collective/crestone-original-score/lp"><strong>@ Domino</strong></a></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/VCdPHcWJjEw" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>ARIEL PINK&#8217;S HAUNTED GRAFFITI: Mature Themes</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Sep 2012 17:13:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[4AD]]></category>
		<category><![CDATA[Animal Collective]]></category>
		<category><![CDATA[Ariel Pink]]></category>
		<category><![CDATA[Ariel Pink's Haunted Graffity]]></category>
		<category><![CDATA[Beggars Group]]></category>

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		<description><![CDATA[Selbstreferenz, spielerischer Umgang mit Zitaten, Ironie und immer wieder Ironie – dieses aus Moderneüberdruss jenseits des Reaktionären entstandene Konglomerat an Eigenschaften, das zirka seit den 60ern durch die akademisch geprägte Kultur geistert und zwanzig Jahre später den heute abgeluschten Stempel &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/09/19/ariel-pinks-haunted-graffiti-mature-themes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/09/aphgmaturethemes.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5246" title="aphgmaturethemes" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/09/aphgmaturethemes-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Selbstreferenz, spielerischer Umgang mit Zitaten, Ironie und immer wieder Ironie – dieses aus Moderneüberdruss jenseits des Reaktionären entstandene Konglomerat an Eigenschaften, das zirka seit den 60ern durch die akademisch geprägte Kultur geistert und zwanzig Jahre später den heute abgeluschten Stempel „postmodern“ bekam, verließ irgendwann die am Reisbrett entworfenen Biotope und landete im stets mehr sich selbst, dem Zufall und dem Markt überlassenen Bereich des Pop. Dort wurde es dann sogar ein bisschen authentisch, was nicht heißt, dass es die neunzig Prozent unserer Zeitgenossen, die <span id="more-5245"></span>nicht wissen, dass z.B. der Suhrkamp-Verlag existiert, erreicht hätte – es wurde lediglich etwas partytauglicher, und am Campus begeisterten sich dafür fortan nicht mehr nur die Nerds, sondern auch die Coolen und die Sensiblen, ja zu allem Überfluss konnte man die drei Gruppen gar nicht mehr auf Anhieb unterscheiden. Aber stop hier, das soll jetzt nicht in die zehntausendste Hipsterschelte ausarten, zumal all dieser Zirkus auch viel Interessantes losgetreten hat, hübsche Mädchen anzieht und nebenbei viel Festgefahrenes wie beispielsweise Gruftiemusik schamlos zersetzt hat. Ich schreibe das ganze nur, weil eine der beliebtesten Metapop-Ikonen der letzten zehn Jahre, nämlich Ariel Pink, gerade ein unterhaltsames Album voller Songs für den nicht mehr vorhandenen Sommer herausgebracht hat, frech betitelt „Mature Themes“.</p>
<p>Ariel Rosenberg alias Pink hatte schon mehrere hundert seiner einfach gestrickten Lofi-Stücke in seinem Schlafzimmer in LA aufgenommen, als irgendwann Amerika wieder weird sein durfte und seine Zeit gekommen war. Nicht ganz ohne Unterstützung eines bekannten Tierkollektivs von der Ostküste, dessen Mitglieder von seiner Musik derart begeistert waren, dass sie ihn fortan auf unterschiedliche Art protegierten, wurde er zum Aushängeschild einer Generation, für die er trotz Einlulleffekt eigentlich gar nicht ausreichend hippiesk war mit seinen Songs, die sich häufig nach produktiver Resteverwertung von Beach Boys-, Stranglers- und manchmal auch Chris Rea-Abfällen anhörten. Selbstreferenziell und ironisch, zitathaft und voller spontaner Stilwechsel hatte seine Musik stets alles, was man mittlerweile nur noch los werden will, wenn man die Idee einer Kulturgeschichte als frei verfügbares Zeichensystem so langsam zum Gähnen findet. Mit den „Mature Themes“ erinnert er allerdings daran, dass es all diese beiläufige Playfulness auch in gut geben kann, und dass es wohl echt nur darauf ankommt, dass der entsprechende Musiker trotz all der Spielereien auch noch auf ganz ordinäre Art talentiert und kreativ ist und etwas zu sagen hat. Und genau das ist hier durchaus ein Pluspunkt. Eine merkwürdige Erzählstimme zu nettem Sixties Rock, der sich bald in ein orgeliges Showtune verwandelt, eine verhinderte Progressive-Rockoper, die sich garantiert auf alles mögliche bezieht, das ich nicht kenne, prägen das erste Drittel der für Arial Pink-Verhältnisse kaum mehr nach DIY klingenden Sammlung – „Step into my timewarp now“, verkündet ein Liebhaber englischer Sangeskunst und meint damit vermutlich auch den eigenen Retrostil. Ausgereifte Melodien gibt es übrigens zuhauf, von daher geht auch der Albumtitel in Ordnung. Vom Beat der Ramones über folkige Ohrwürmer und Soul der Sixties geht die Reise weiter bis zum netten Studentenpop von „Only in my Dreams“ &#8211; „On the beach, in the ocean, in my dreams“ singt da ein Chor zu Ehren eines hübschen Mädchens. Und freilich, die Gefühle sind echt, nur die Worte sind verbraucht, und wer kein naiver Rip Van Winkle sein will, der kommt an Floskeln marke „wie man früher so sagte“ und dem obligatorisch grinsenden Augenzwinkern nicht vorbei. Es sei denn, man ist wirklich cool und pfeift drauf.</p>
<p>Schön an den „Mature Themes“ ist, dass sie einfach nette, solide, im Grunde bisschen altmodisch bodenständige Popmusik sind, bei der man sich vielleicht sogar wundert, was sich neunmalkluge Schreiberlinge da so alles aus den Fingern saugen können. Pink, dem flippigen Chamäleon ist aufs neue gelungen, was Eco oder Tarantino gelingt, wenn sie einen guten Roman respektive Film auf die Beine stellen, bei denen man auf fröhliche Referenzsuche gehen kann, aber nicht muss.</p>
<p><strong>Label: 4AD/Beggars Group<br />
</strong></p>
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		<title>ANIMAL COLLECTIVE: Oddsac</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 08:20:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Animal Collective]]></category>
		<category><![CDATA[Danny Perez]]></category>
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		<category><![CDATA[Swiss Dots]]></category>

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		<description><![CDATA[Pantomimisches Musikvideo? Schamanistischer Backwood Thriller? Organischer Horror? Surreales Spektakel? Nichts könnte belangloser sein, als beim neuen Album des ANIMAL COLLECTIVE, das diesmal ein audiovisuelles ist, nach einer Verortbarkeit in vorgefertigten Schemata zu suchen. Zusammen mit dem Videokünstler DANNY PEREZ, dem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/animal-collective-oddsac/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/oddsac.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-90" title="oddsac" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/oddsac-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Pantomimisches Musikvideo? Schamanistischer Backwood Thriller? Organischer Horror? Surreales Spektakel? Nichts könnte belangloser sein, als beim neuen Album des ANIMAL COLLECTIVE, das diesmal ein audiovisuelles ist, nach einer Verortbarkeit in vorgefertigten Schemata zu suchen. Zusammen mit dem Videokünstler DANNY PEREZ, dem die Band bereits einige Clips und jüngst eine audiovisuelle Installation im New Yorker Guggenheim Museum verdankt, haben Avery Tare, Geologist und Deakin, die dank einzelner Songs gelegentlich dem Folk zugerechnet werden, fünf Jahre lang an ihrem visuellen Album „Oddsac“ gearbeitet. Das Resultat ist beachtlich und straft all jene Lügen, die am Hipster-Image der Gruppe festhalten.<span id="more-89"></span></p>
<p>Natürlich sind die eingangs genannten Wegmarken nicht beliebig gewählt, und wenn man sich darunter nichts allzu Vertrautes vorstellt, könnten sie einen vagen Rahmen abstecken, in dem man nach Bezügen für den aktuellen Musikfilm des amerikanischen Tierquartettes suchen könnte – Quartett insofern, dass Perez fest ins Bandgefüge integriert ist, während der eigentlich vierte im Bunde, Panda Bear, eine Auszeit nimmt. Von Beginn an wirken Bilder und Musik wie perfekt aufeinander zugeschnitten, wobei ich mich auf die Stimmigkeit des intermedialen Zusammenspiels beziehe, denn Perfektionismus in seiner zwanghaften Form ist in dem knapp einstündigen Hör- und Seh-Erlebnis kaum zu spüren: Man merkt dem Werk den langen Entstehungsprozess kaum an, und der Improvisationscharakter, der trotz in verspielte Details investierter Mühen durchweg gewahrt bleibt, ist als besondere Leistung zu würdigen. Die Stimmigkeit besticht bereits zu Anfang, wenn sich ein vielschichtig wabernder Dronesound aus der Stille herauskristallisiert, der eine von Korn und Ernte geprägte Kulturlandschaft ebenso stark auszufüllen vermag wie einen plötzlich gegengeschnittenen Innenraum, der an eine Grabkapelle erinnert. Allenthalben stecken Motive wie Feuer und maskierte Tänzer den visuellen Rahmen ab, der dem Film einen ritualistischen Grundcharakter verpasst. Feuerkreise tauchen auf, lösen sich aus dem Dunkel, wachsen zu verspielten Mustern zusammen und wirken zum Teil beängstigend – das Faible der Bandmitglieder für klassisches Horrorkino und natürlich dessen Scores zeichnet sich an einigen Stellen deutlich ab. Hervorragend amalgamierte Sounds prägen das Klangbild, und meist nehmen sie ihren Anlauf in kraftvoll basslastigen Drones, auch gerade nach den wenigen Brüchen, in denen das Bild weiß wird und sich vorübergehend im Abstrakten verliert.</p>
<p>Doch würde das Ganze schnell langweilen, bliebe es dabei. Immer wieder steigert und entwickelt sich die wellenförmige Musik zu einzelnen Höhepunkten hin, rituelle Rhythmik begleitet einen infernalischen Farbenrausch, steigert sich in Tempo und Dramatik und gipfelt an einigen Stellen des Albums in Kakophonien MERZBOWschen Ausmaßes. Da dennoch bei all dem ein organischer Grundcharakter gewahrt bleibt (sowohl im Klanglichen als auch in der oft von vitalen Rottönen geprägten Farbgebung), wirken einige wie zitathaft eingespielte Folkpassagen auch nicht wie plakative Kontrastierungen. Diese zeigen das Tierkollektiv dennoch von einer ausgesprochen freundlichen Seite. Der durch dezente Field Recordings ergänzte Lagerfeuer-Folk ist durchaus hörerfreundlich, erinnert teilweise gar an Gruppen wie THE MAMAS AND THE PAPAS und fände in der zeitgenössischen Musik die größte Entsprechung wohl bei Bands wie den beliebten FLEET FOXES. Doch immer wieder kommen unverhoffte Detonationen ins Klangbild und demonstrieren, dass man es dem Hörer und Betrachter keineswegs immer leicht machen will. Angesichts der Tatsache, dass Animal Collective ursprünglich vom Rock kommen könnte man Post-Rock erneut als Referenzpunkt anführen. Ich wäre skeptisch und würde bei der wenig anheimelnden Ekstatik eher eine durchgestylte psychedelische Krautrock-Variante assoziieren.</p>
<p>Auch Humor hat seinen Platz, entweder im Kleinen (so beispielsweise, wenn sich tausende von angedeuteten Fledermäusen aus einen testbildartigen Abstraktum lösen), oder in grotesk-beängstigender Form – etwa wenn eine Gruppe Menschen zu essen versucht und die Nahrungsmittel schnell die Gesichter der Leute okkupieren und unter sich begraben. Zusammen mit der körperbetonten Motivwahl unterstreicht auch dies wieder den organischen Charakter der Bildinhalte. Die Dramatik zu mildern vermag die Komik nicht, weshalb ich auch nicht von comic relief sprechen, sondern eher den Worten des Regisseurs beipflichten würde, der als wesentliches Merkmal seiner Ästhetik den Begriff „ecstatic relief“ verwendet. In der nur angedeuteten plotfreien Narration scheint die Lust am Taktilen und an seltsamen Formen ebenso Leitmotiv zu sein, wie die rührend-tragischen Versuche der schemenhaften Figuren, gegen Formlosigkeit anzukämpfen – eine Formlosigkeit allerdings, die im Sinne Georges Batailles bejaht wird, seien es nun rebellierende Marshmellows oder Vampire, die als heimliche Triebfedern der stets verschwimmenden Geschichte fungieren. In der Ausgelassenheit und Entgrenzung liegt der Weg, die scheinbare Destruktivität anzunehmen und zu überwinden, und so bleibt am Ende des Ganzen trotz all dieser Motive nicht der Eindruck, Horror zu sehen, sondern schlicht Zeuge eines rauschhaften Traumes zu sein, der einen derart gefangen nehmen kann, dass man als Rezensent fast noch den obligatorischen David Lynch-Vergleich vergisst.</p>
<p>Ich hatte mich gefragt, ob mir „Oddsac“ als „klassischer“ Experimentalfilm in nicht digitaler Aufnahme vielleicht noch besser gefallen hätte. Aber Perez ist nun mal primär Videokünstler, und als solcher hat er zusammen mit der Band ein mehr als gelungenes Werk auf die Beine gestellt. Auch rein musikalisch ist „Oddsac“ sehr wirkungsvoll, wenngleich die Musik nur exklusiv auf dieser DVD bzw. auf iTunes erhältlich ist. (U.S.)</p>
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