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	<title>African Paper &#187; Antonio Zitarelli</title>
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		<title>MOMBU: Niger</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 06:15:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Sollte es eine Wahl zum sympathischsten Cover des Jahres geben, dann sollten definitiv auch die römischen Tikicore-Jazzer Mombu dafür kandidieren. Die Gestaltung ihres neuen Longplayers „Niger“ ist eine liebevoll-spackige Hommage an diverse Metal-Idole, darüber hinaus die perfekte Einführung in den &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/04/20/mombu-niger/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/mombuniger.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6746" title="mombuniger" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/mombuniger-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Sollte es eine Wahl zum sympathischsten Cover des Jahres geben, dann sollten definitiv auch die römischen Tikicore-Jazzer Mombu dafür kandidieren. Die Gestaltung ihres neuen Longplayers „Niger“ ist eine liebevoll-spackige Hommage an diverse Metal-Idole, darüber hinaus die perfekte Einführung in den eigenen Themenkosmos. Mit Tenorsaxophon und einer gewaltigen Drumsection beschwört das Duo aus dem Dunstkreis der legendären Zu ein weiteres mal die Geister einer exotischen Parallelwelt. Was daraus entsteht ist die musikalische Entsprechung eines grindigen Comics, dessen Schauplatz diesmal<span id="more-6744"></span> von der Karibik direkt auf den dunklen Kontinent verlegt wurde. Dort begegnen sich Kipling und Conrad, Lumumba und Idi Amin, und John Zorn stellt zusammen mit NoMeansNo den Score dazu bereit. Ja, Mombu schmeißen alle erdenklichen Klischees in einen Topf, und sind dabei ziemlich originell – musikalisch, und erst recht was die Attitüde betrifft.</p>
<p>Insgesamt ist „Niger“ um einiges opulenter ausgefallen als das letztjährige „Zombi“, bei dem Produzent James Plotkin v.a. an der klaren Akzentuierung der beiden Instrumente gelegen war. Zumindest für Momente konnte man noch erkennen, dass es tatsächlich von nur zwei Musikern eingespielt wurde. Auf „Niger“ arbeiten sie erstmals mit Gästen an Gitarre, Mikro und Handdrums, doch selbst dann, wenn all das nicht zum Einsatz kommt, ist die Wucht und Fülle der Musik größer als zuvor. Deutlicher noch übernimmt das Saxophon die Rolle verzerrter Riffs, und hat, wenn es sein muss, auch ein paar ordentliche Soli in petto. Im Zusammenspiel mit der „echten“ Gitarre sind die Instrumente oft nicht gleich auseinander zu halten, es sei denn man achtet darauf. Das größte Novum allerdings sind virtuose afrikanische Rhythmen, mit denen Studiogast Mbar Ndiaye nicht nur Kolorit beisteuert, sondern den Jazzcore der Italiener perfekt mit einem neuen Sound fusionieren lässt. Nur zu Beginn von „Adya Houn&#8217;to“ wirkt die Percussion noch wie ein Fremdkörper, der sich aber sukzessive, durch schichtweise hinzugefügtes Klangmaterial, in metallische Härte überführen lässt. In dem Stück hört man auch die ersten Vocals im Mombu-Kosmos, vom Drummer selbst in einer mir fremden Sprache gesprochen und gebrüllt. Wie ein beunruhigendes Filmsample wirkt die aufgeregte Tirade, woran auch die loungige Xylophon-Begleitung nichts ändert. Der hier noch in abstrahierter Form vorhandene Ethno-Kontext konkretisiert sich in „Carmen Patrios“ zu einem echten Hit, bei dem Ndiaye über einer ausgelassenen Perkussion toasted. Natürlich ist auch das kein glatter Weltmusik-Ramsch, und wer es nicht gleich merkt, dem zersägen zumindest gegen Ende verzerrte Saiten das Idyll. Und sowieso wären Mombu nicht Mombu, ließen sie die Geschichte nicht in einem lauten Klanggewitter enden. Dass ein Begriff wie Afro Noise, wenn man ihn weit fasst, kein Markenzeichen eines einzigen Projektes sein muss, sollte nach „Niger“ endgültig klar sein.</p>
<p>Nun sind Fusionen aus Jazz und Metal nicht neu, ebensowenig die Annäherung zwischen Jazz und nicht-“westlicher“ Musik, im Gegenteil sind solche Hybride fest im Kultukanon etabilert mit all den Schalheiten und Abnudelungseffekten, die das zwangsläufig mit sich bringt. Doch der Ethnic Jazz von Mombu hat wenig gemein mit dem, der in Jello Biafras Evergreen von Berufssöhnen gehört wird, während sich das wahre Leben im kriegsgebeutelten Kabodscha ereignet. Mombu erteilen jeder heilen Welt eine Absage, sind aber auch keine Miesmacher, sondern treiben Ethnoklischees mit einem Höchtmaß an Virtuosität auf die Spitze. Natürlich könnten Überkorrekte darin die Trivialisierung afrikanischer Identität wittern, aber dazu man muss schon ein verknöcherter Diskursapostel sein. Mombu machen aus den exotischen Motiven etwas ungemein Kraftvolles, das m.E. vor allem dem alltäglichen Wohlstandsphlegmatismus entgegen steht, mag dieser nun in menschelnder Selbstgerechtigkeit daherkommen, oder in der Gestalt eines blasierten, meist unbewussten Zivilisationsdünkels.</p>
<p>Tolles Album, nur im Ernst, das Cover schafft mich!</p>
<p><strong>Label: <a href="http://subsoundrecords.bigcartel.com">Subsounds</a></strong></p>
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		<title>MOMBU: Zombi</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jul 2012 05:45:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mombu hatten bereits letzten Sommer debütiert und wurden in der Zwischenzeit von einigen als die Jazzcore-Hoffnung des neuen Jahrzehnts gefeiert. Mombu? Richtig, hierzulande hat man von der Begeisterung noch nicht allzuviel Wind bekommen, zumal es sich auch weniger um einen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/07/28/mombu-zombie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/07/mombuzombie.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4852" title="mombuzombie" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/07/mombuzombie-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mombu hatten bereits letzten Sommer debütiert und wurden in der Zwischenzeit von einigen als die Jazzcore-Hoffnung des neuen Jahrzehnts gefeiert. Mombu? Richtig, hierzulande hat man von der Begeisterung noch nicht allzuviel Wind bekommen, zumal es sich auch weniger um einen Hype, als mehr um ein Raunen in Spezialistenkreisen handelte. Mombu ist ein in Rom ansässiges Duo, bestehend aus dem Saxophonisten Luca T. Mai und dem Drummer Antonio Zitarelli, die sich bereits in bekannteren Gruppen (Zu, Neo) einen Namen gemacht haben. &#8220;Zombi&#8221; ist nicht ihr zweites Album, sondern eine im Tracklisting leicht erweiterte Neuauflage ihres Erstlings. Ich unterstelle mal keine bösen Absichten.<span id="more-4851"></span></p>
<p>In diversen Foren wurden zum Teil abenteuerliche Kategorisierungsversuche unternommen, vom Geist John Coltranes war irgendwo die Rede, eingesperrt in ein Studio zusammen mit dem Drummer von NoMeansNo. Luca T. Mai spielt allerdings nicht Tenor-, sondern Baritonsax, dazu kommt, dass sein Spiel nur in bestimmten, genau abgemessenen Momenten die völlig entfesselte Formlosigkeit eines Jazzklassikers wie &#8220;Stellar Regions&#8221; aufweist. Über viele Strecken wirkt sein Spiel durchaus mehr komponiert als improvisiert, was nichts über den Entstehungsprozess seiner Parts aussagen muss, sondern auf die Liebe zu Formen und Figuren zurückgeht, die seinem Spiel Struktur und durch einen gewissen Hang zum Brachialen auch eine Menge derben Humor verleiht. Von NoMeansNo hätte die Rhythmussektion v.a. die Funkyness und die von vielen effektvollen Brüchen geprägten Crossoverbeats.</p>
<p>„Stutterer Ancestor“ fasst die typischen Merkmale des Mombu-Sound zusammen, hämmernde und stakkatohafte Rhythmen mit vielen Tempowechseln treffen auf Momente des reinen Chaos, verspielter Bläsereinsatz auf solchen, bei dem das Instrument als sirenenartige Geräuschquelle fungiert. Bei „Orichas“ scheint das Saxophon für Momente wie selbstverständlich ein Rockinstrumentarium zu imitieren, bongoartige Perkussion kommt hinzu, die bei weiteren Stücken (vor allem dem bisher unveröffentlichten Titeltrack) eine fiebrige Voodoo-Atmosphäre beschwören. Bei „Radà“, das sich erst mit der Zeit Stück für Stück entfaltet, legen die beiden sogar ihren Minimalismus offen auf den Tisch, der sonst über weite Strecken durch die Intensität und Wandlungsfähigkeit des Spiels kompensiert wird.</p>
<p>Ich würde Mombu trotz allem nicht primär wegen ihrer Virtuosität hervorheben, sondern eher aufgrund ihrer Intensität, die mit einer erdigen und unverquasten Street Credibility daherkommt, die so gar nichts mit dem Schreckbild des gelackten Jazz Snobs gemein hat. So ist auch das Artwork, das sich ebenso gut als Logo einer unkonventionellen Tiki-Bar oder einer Grindcore-Band eignen würde, kein Gag, sondern stimmig und konsequent. „Zombi“ erscheint als Vinyl mit beigelegter CD in begrenzter Stückzahl sowie langfristig als Download. Ich bin gespannt, ob Mombu sich als feste Band etablieren werden, außerdem ob Luca auch bei der schon länger angekündigten CD von ZU93 dabei sein und David Tibet mit seinem Saxophon begleiten wird.</p>
<p>Label: <a href="http://www.subsoundrecords.it/">Subsound Records</a></p>
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