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	<title>African Paper &#187; Arild Stromsvaag</title>
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		<title>KATHLEEN YEARWOOD ORDEAL: Apokalypsis</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Nov 2025 03:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manche Alben setzen nicht auf Beruhigung, sondern darauf, Unruhe auszuhalten. &#8220;Apokalypsis&#8221;, das bereits im Frühjahr erschienene aktuelle Werk von Kathleen Yearwood Ordeal, gehört in diese Kategorie. Die in Kanada beheimatete Musikerin, deren musikalische Heimat seit Jahrzehnten im Grenzbereich zwischen Folk, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/11/08/kathleen-yearwood-ordeal-apokalypsis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/kyoa.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-47596" title="kyoa" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/kyoa-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Manche Alben setzen nicht auf Beruhigung, sondern darauf, Unruhe auszuhalten. &#8220;Apokalypsis&#8221;, das bereits im Frühjahr erschienene aktuelle Werk von Kathleen Yearwood Ordeal, gehört in diese Kategorie. Die in Kanada beheimatete Musikerin, deren musikalische Heimat seit Jahrzehnten im Grenzbereich zwischen Folk, Improvisation und experimenteller Klangkunst liegt, greift hier auf zentrale <span id="more-47595"></span>Bilder der Offenbarung des Johannes zurück – allerdings nicht im Sinn einer Illustration, sondern als poetisch aufgeladene Sprache für Gewalt, Zerstörung, aber auch Trost und Erkenntnis.</p>
<p>Die Struktur des Albums, von dem zwei Stücke bereits auf einer 7&#8243; erschienen sind, folgt einem wiederkehrenden Prinzip: Jedes Stück beginnt mit einer Lesung einer apokalyptischen Passage, gesprochen von verschiedenen Stimmen – darunter einige Musiker, die unseren Lesern nicht fremd sind. Im Verlauf übernimmt dann Yearwood selbst, die die gleiche Stelle in lateinischer Übersetzung singt. Ihre hohe, fragile Stimme bleibt bewusst schwer einzuordnen: oft spröde, manchmal von einer verletzlichen Klarheit, gelegentlich eruptiv bis ins Schrille.</p>
<p>Schon in &#8220;Silence in Heaven&#8221; treffen die kindliche Rezitation einer als Eight genannten Person und grollendes Dröhnen auf vereinzelte Streicher, die einfache, sich entwickelnde Melodien hervorbringen. Zwischen Trost und Desolation changierend, verweigert sich die Musik klaren Zuschreibungen. Mit dem bereits auf der Single vertretenen &#8220;Voices and Lightenings&#8221; wird die Palette heller: gezupfte Saiten, fast folkig, verbinden sich mit einer meditativen Vokallinie, während die von Arild Stromsvaag vorgetragene Rezitation von Donner, Blitz und Feuer spricht. Besonders eindrücklich ist das von Rune Kjaer Rasmussens Vortrag eingeleitete &#8220;The Third Part of the Trees&#8221;: Getragen von repetitivem Gitarrenpicking und tiefen Cellostrichen entfaltet es eine hypnotische Wirkung. Wenn Yearwoods Stimme einsetzt, flankiert von kratzenden, leiernden Tönen, gerät die zuvor stabile Struktur durcheinander, bis plötzlich Ruhe einkehrt und der Ablauf von vorn beginnt, nun aber in merklich veränderter Wahrnehmung. Auch &#8220;A Great Star&#8221; lebt von dieser Dialektik: ein beinahe wie beiläufig vorgetragenes Bibelzitat von Adam Geoffrey Cole, dann lange dröhnende Passagen, später besinnlicheres Streicherwerk und ein klarer, beinahe beruhigender Stimmeinsatz.</p>
<p>Auf dem mit einer kurzen Lesung von Angeline Morrison beginnenden &#8220;Wormwood&#8221;, einem der Herzstücke des Albums, wird die Figur des bitter machenden Sterns mit einer Gesangslinie verknüpft, die zwischen fragiler Zartheit und fast schmerzhaft hohen Tonhöhen oszilliert. Die begleitenden, kratzigen Kontrabässe erzeugen eine gespannte, dramatische Atmosphäre. Zu dem Stern, dessen Fall die Wasser der Erde mit tödlicher Folge bitter macht, schrieb ich in meiner Besprechung der 7&#8243;: &#8220;Die Vorstellung von Verseuchung und Untrinkbarkeit ist hier nicht nur ein kosmisches Bild, sondern auch ein Echo gegenwärtiger Erfahrung&#8221;. Schließlich &#8220;Woe&#8221;: die Stimme von Rebecca Alice Bruton, die über ein grollendes Fundament die dreifache Klage verkündet, bevor Yearwood selbst einsetzt. Hier verbinden sich bedächtig gesungene lateinische Verse mit eruptiven Momenten, bis am Ende lautes Vogelgezwitscher den Schlusspunkt setzt – kein Idyll, sondern ein ungebändigter, fast harscher Ausklang.</p>
<p>&#8220;Apokalypsis&#8221; ist ein Album, das die biblischen Visionen nicht nur als religiöse Symbolik behandelt, sondern als Spiegel für eine Gegenwart, in der Gewalt, Offenbarung und Innerlichkeit untrennbar ineinandergreifen. Yearwood selbst sagt: &#8220;Apocalypse means to reveal – hence &#8216;revelations&#8217;. Many people have claimed these visions for their own, I claim them for us now.&#8221; In dieser Haltung steckt der Kern der Aufnahme: eine Musik der &#8220;sacred vulnerability&#8221;, die Verletzlichkeit nicht verbirgt, sondern verdeutlicht und gerade darin eine eigentümliche, eindringliche Kraft entstehen lässt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Reverb Worship</strong></p>
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		<title>KATHLEEN YEARWOOD: Wormwood 7&#8243;</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jun 2025 03:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Angelina Morrison]]></category>
		<category><![CDATA[Arild Stromsvaag]]></category>
		<category><![CDATA[Future Grave]]></category>
		<category><![CDATA[Kathleen Yearwood]]></category>
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		<description><![CDATA[Manche künstlerischen Stimmen verweigern sich konsequent jeder Form von Glättung, da sich die Welt, in der sie leben, nicht glätten lässt. Kathleen Yearwood gehört zu diesen Stimmen. Auf ihrer neuen, in rotem Vinyl geschnittenen 7&#8243;-Single &#8220;Wormwood / Voices and Lightenings&#8221; &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/06/21/kathleen-yearwood-wormwood-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/06/Screenshot-2025-06-16-094725.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-46721" title="Screenshot 2025-06-16 094725" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/06/Screenshot-2025-06-16-094725-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Manche künstlerischen Stimmen verweigern sich konsequent jeder Form von Glättung, da sich die Welt, in der sie leben, nicht glätten lässt. Kathleen Yearwood gehört zu diesen Stimmen. Auf ihrer neuen, in rotem Vinyl geschnittenen 7&#8243;-Single &#8220;Wormwood / Voices and Lightenings&#8221; greift sie zentrale Motive der biblischen Apokalypse auf, allerdings weniger als religiöses Programm, sondern als Bildbereich für <span id="more-46720"></span>eine Wirklichkeit, in der Gewalt, Offenbarung und Innerlichkeit untrennbar verwoben sind.</p>
<p>&#8220;Wormwood&#8221;, die A-Seite, beginnt mit einer kurzen Lesung von Angeline Morrison, einem Satz aus der Offenbarung des Johannes, in dem von einem Stern namens Wermut die Rede ist, dessen Fall die Wasser der Erde mit tödlicher Folge bitter macht. Die Vorstellung von Verseuchung und Untrinkbarkeit ist hier nicht nur ein kosmisches Bild, sondern auch ein Echo gegenwärtiger Erfahrung. Yearwoods Gesang – kindlich hoch, fast schrill, zugleich fragil und kontrolliert – spiegelt diese Spannung wider. Die extremen Tonhöhen, die sie dabei durchläuft, wirken auf den ersten Eindruck bizarr, doch eingebettet in das kratzige, unregelmäßig gestrichene Fundament aus Kontrabasslinien, entwickeln sie eine eigentümlich dramatische Spannung. Das klingt nicht &#8220;roh&#8221; im Sinne des Lo-Fi-Klischees, sondern eher wie etwas, das jede vertraute Form gezielt verweigert.</p>
<p>&#8220;Voices and Lightenings&#8221; auf der Rückseite ist etwas wärmer gehalten. Der Bass wird gezupft wie eine akustische Gitarre, die Stimme bleibt zwar hoch, wirkt aber weniger angespannt, fast meditativ. Eingeleitet wird das Stück mit einer weiteren Passage aus der Offenbarung, hier gesprochen von Arild Stromsvaag: Sie beschreibt den Moment, in dem ein Engel Feuer von einem Altar auf die Erde wirft, begleitet von Donnern, Stimmen, Blitzen und einem Beben. Diese Kombination von Naturgewalt und göttlicher Geste bildet den Hintergrund für eine Musik, die nicht illustriert, sondern sich durch Reduktion und Dunkelheit umso wirkungsvoller erweist. In ihrer Mischung aus Minimalismus, folkig angehauchtem Saitenspiel und flüchtiger Melodik erinnert die Aufnahme auch an Continuous Music oder an Künstler wie Boduf Songs.</p>
<p>Die beiden Stücke erscheinen auch auf dem kommenden Album &#8220;Apokolypsis&#8221;, in dem sich Yearwood – ausgehend von einer Kindheitserinnerung – mit der Offenbarung als persönlichem und kollektiven Bild einer Entschleierung auseinandersetzt. Dort werden noch weitere Rezitierende zu hören sein, u.a. Adam Geoffrey Cole von Trappist Aftrerland &#8211; mehr dazu eventuell beizeiten.</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.reverbworship.com/future-grave">Reverb Worship / Future Grave</a></strong></p>
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