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	<title>African Paper &#187; Ashtoreth</title>
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		<title>Dark Ambient: Einunddreißigster Teil der Reihe auf Sombre Soniks</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 04:44:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mit der einunddreißigsten Ausgabe setzt die halbjährlich auf Sombre Soniks erscheinende Compilationreihe &#8220;Dark Ambient&#8221; ihren Turnus fort und markiert zugleich das sechzehnte Jahr der kontinuierlichen Veröffentlichungstätigkeit. Die Compilation vereint dreiundzwanzig Beiträge internationaler Acts und erschien bereits zur Frühjahrs-Tagundnachtgleiche. Der Begriff &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/03/26/dark-ambient-einunddreisigster-teil-der-reihe-auf-sombre-soniks/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der einunddreißigsten Ausgabe setzt die halbjährlich auf Sombre Soniks erscheinende Compilationreihe &#8220;Dark Ambient&#8221; ihren Turnus fort und markiert zugleich das sechzehnte Jahr der kontinuierlichen Veröffentlichungstätigkeit. Die Compilation vereint dreiundzwanzig Beiträge internationaler Acts und erschien bereits zur Frühjahrs-Tagundnachtgleiche.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/da31.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-50565" title="da31" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/da31.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-50564"></span></p>
<p>Der Begriff &#8220;Dark Ambient&#8221; wird wie bereits auf den zurückliegenden Ausgaben bewusst weit gefasst: Neben klassischen, atmosphärisch-dichten Arbeiten finden sich ebenso Ansätze aus Drone, Ritual Industrial, okkult geprägten Klangformen sowie noisigere, in Richtung Doom Industrial oder psychedelisch-experimenteller Strukturen tendierende Stücke. Trotz dieser stilistischen Offenheit bleibt die Reihe ihrem kuratorischen Ansatz treu und hält einen klaren, zusammenhängenden Spannungsbogen, an dem sich die Beiträge von Backyard Ghost, Handalien, Akoustik Timbre Frekuency, Taphephobia, Kloob, Ashtoreth &amp; Stratosphere, Rojinski, Phantom Frequency, insectarium, Temple Music, Seesar, [ówt krì], raxil4, Melatonal, Devil&#8217;s Breath, Grist, Rendeece, The Gray Field Recordings, Alone In The Hollow Garden, TraumaSutra, Scott Lawlor, Black Pit Lock und Druhá Smrt entlang entfalten. Viele der Acts spielten bereits auf unseren Seiten eine Rolle. Ergänzt wird die Veröffentlichung durch dreiundzwanzig individuell gestaltete &#8220;Info Cards&#8221; mit Artwork von Madguten sowie ein Cover von Fabian van der Meer, das die visuelle Identität der Reihe fortführt. Die Veröffentlichung unterstreicht einmal mehr den Charakter der Compilation als Plattform für unterschiedliche Ausprägungen dunkler, experimenteller Klangkunst jenseits enger Genregrenzen. Sie erscheint digital über Bandcamp.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2147125627/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ASHTORETH / GREY MALKIN: A Crown Of Silver Antlers</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Feb 2026 07:01:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sowohl der belgische Ritualdröhner Peter Verwimp alias Ashtoreth als auch der schottische Experimentalfolker, Geister- und Klangforscher Grey Malkin sind derzeit sehr aktiv mit eigenen Projekten, von Ashtoreth erschienen in den vergangenen Monaten einige beeidruckende Kollaborationen und Malkin hat gerade eine &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/02/07/ashtoreth-grey-malkin-a-crown-of-silver-antlers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/crown.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49586" title="crown" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/crown-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Sowohl der belgische Ritualdröhner Peter Verwimp alias Ashtoreth als auch der schottische Experimentalfolker, Geister- und Klangforscher Grey Malkin sind derzeit sehr aktiv mit eigenen Projekten, von Ashtoreth erschienen in den vergangenen Monaten <a href="https://ashtoreth1.bandcamp.com/music">einige beeidruckende Kollaborationen</a> und Malkin hat gerade<a title="GREY MALKIN: Haunted Lives (A Retrospective)" href="https://africanpaper.com/2026/01/10/grey-malkin-haunted-lives-a-retrospective/"> eine umfangreiche Retrospektive</a> über sein bisheriges Schaffen herausgebracht. Immer dann, wenn <span id="more-49585"></span>die beiden ihre Talente zusammenbringen, entstehen besonders schöne und gehaltvolle Kollaborationen.</p>
<p>&#8220;A Crown Of Silver Antlers&#8221; bestätigt diesen Eindruck in konzentrierter Form. Es ist ein berührendes persönliches Album geworden, bei denen sich vieles um Vergänglichkeit und Transzendenz dreht, und das mit dem Zitat von Arthur Machen ein passendes Motto hat: &#8220;All these are but dreams and shadows; the shadows that hide the real world from our eyes&#8221;.</p>
<p>Das Album entfaltet seine Stücke oftmals in mehreren Anläufen und doch in stets klaren Szenarien. &#8220;A Wreath Of Moss&#8221; beginnt mit Anschlägen auf einer an ein Psalterium erinnernden Gitarre, Vogelzwitschern und Insektenzirpen und einer sommerlichen Atmosphäre, die von sanftem, teils orientalisierend wirkendem Saitenspiel und zurückhaltenden Flächen getragen wird. Die Struktur bleibt lange repetitiv, bis eine tiefe, chantende Stimme einsetzt und sich das Stück im weiteren Verlauf anhebt, ergänzt durch eine entrückte Frauenstimme und feine melodische Details, die zumindest den Verfasser dieser Zeilen &#8211; auch wenn die Rezerenz generisch anmuten sollte &#8211; an frühe Dead Can Dance erinnern.</p>
<p>&#8220;A Cloak Of Lichen&#8221; führt die bukolische Grundhaltung fort, mit Holzflöte, Vogelstimmen und zunehmend hypnotischer Dynamik. Chorartige Stimmen und repetitivere Passagen verdichten den Fluss, bevor ein Bruch Raum für kosmisch wirkende Elektronik schafft und das Stück schließlich wieder in eine ruhigere, naturhafte Struktur zurückfindet. Der Titelsong &#8220;A Crown Of Silver Antlers&#8221; kombiniert raues Dröhnen mit fließendem Wasser, sanftem Gitarrenpicking und feinen metallenen Geräuschen. Über lange Zeit bleiben die Veränderungen subtil, bis eine stärkere Verdichtung einsetzt und das bisherige Material in eine neue Intensität überführt. Nach einem erneuten Zurücknehmen der Textur führt die Rezitation von Gayle Brogan (Pefkin) alles zusammen. Der Text über eine Begegnung mit einer gehörnten Gottheit im Wald ruft Assoziationen an Mythen und Legenden (Cernunnos, Sankt Eustachius) hervor, ohne sie festzuschreiben, und wird von einer pochenden, rasselnden Percussion begleitet, die wie ein Echo aus einer anderen Zeit wirkt.</p>
<p>&#8220;A Veil Of Fern And Bracken&#8221; arbeitet erneut mit Vogelstimmen, Saiteninstrumenten und einer steigenden Dringlichkeit. Eine eingespielte Rezitation Malkins mit der Zeile &#8220;We have always been ghosts&#8221; und der Einsatz einer schalmeiartigen Doppelrohrblattflöte intensivieren die Spannung, während die rhythmischen Muster zunehmend mitreißend werden. Zum Abschluss wirkt &#8220;A Mantle Of Bone&#8221; fast martialisch. Holzige, vorwärtsdrängende Rhythmen, die keinen markanten Beat erzeugen und dennoch dynamisch wirken, werden von weiteren Klängen verdichtet. Eine warme, sanfte Melodie legt sich wie ein Mantel darüber und verleiht dem Stück eine zugleich dynamische und geerdete Qualität. Nach prasselnden Donnerschlägen kehren Vogelstimmen und bukolische Ruhe zurück, ergänzt durch krächzende Krähen und schnellere, bewegte Elemente, die einem allzu glatten Ausklingen entgegen wirken.</p>
<p>Das Album ist den verstorbenen Vätern der beiden Musiker gewidmet und kreist thematisch um Vergänglichkeit, Erscheinung und Verhüllung, auch wenn es dies stets durch symbolische Bezüge, statt durch Begriffe ins Werk setzt. In seiner formalen Geschlossenheit und emotionalen Dichte ist &#8220;A Crown Of Silver Antlers&#8221; eine der besten und berührendsten gemeinsamen Arbeiten von Ashtoreth und Grey Malkin. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Cursed Monk</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2800707420/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>GREY MALKIN: Haunted Lives (A Retrospective)</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2026 05:07:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bedenkt man, wie vielfälltig und umfangreich das Werk des schottischen Musikers, Klangkünstlers, Folkforschers und Geistersuchers Grey Malkin &#8211; zunächst mit dem frühen Projekt The Hare &#38; The Moon, dann mit verschiedenen Bands, Kollaborationen und gelegentlich auch solo &#8211; ist, dann &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/01/10/grey-malkin-haunted-lives-a-retrospective/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/hauntinglives.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49323" title="hauntinglives" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/hauntinglives-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bedenkt man, wie vielfälltig und umfangreich das Werk des schottischen Musikers, Klangkünstlers, Folkforschers und Geistersuchers Grey Malkin &#8211; zunächst mit dem frühen Projekt The Hare &amp; The Moon, dann mit verschiedenen Bands, Kollaborationen und gelegentlich auch solo &#8211; ist, dann muss einem die vorliegende Retrospektive als lange überfällig erscheinen. &#8220;Haunted Lives&#8221;, dessen Titel die Inhalte seiner Arbeiten wunderbar zusammenfasst, versammelt als <span id="more-49322"></span>komprimierter Überblick Malkins Arbeiten aus unterschiedlichen Zeiten und Projekten und demonstriert einmal mehr eine Praxis, die Überliefertes, sei es musikalischer oder erzählerischer Natur, nicht konserviert, sondern durch unerwartete Setzungen neu belebt. Selbstredend passt er damit nur schwerlich in die gängigen Prokrustesbetten der Genrekonventionen, ganz gleich ob es sich dabei nun um folkige oder experimentelle Kategorien handelt.</p>
<p>Der Einstieg mit The Hare &amp; The Moon und dem Stück &#8220;The Midnight Folk&#8221; vom Album &#8220;Wood Witch&#8221; setzt auf hörspielartige Codes. Zwitschernde Vögel, die erdende Klarinette von Gastmsiker Spugweed, Áine O’Dwyers Harfe und Thomas Roberts’ Violine strukturieren zusammen mit Malkins Arrangements ein Szenario zwischen Idyll und Anspannung. Die schnelle Rezitation eines Textes von John Masefield ergänzt diese Spannung ohne Pathos. Das anschließende <a title="GREY MALKIN / KITCHEN CYNICS: We Are All Ghosts" href="https://africanpaper.com/2024/02/24/grey-malkin-kitchen-cynics-we-are-all-ghosts/">&#8220;We Are All Ghosts&#8221; zusammen mit Alan Davidson alias Kitchen Cynics</a> -  vor einigen Jahren der Titelsong einer Sammlung an Singles der beiden &#8211; greift die Idee des Spukhaften anders auf: Wolfsjaulen und sirenenartige Elemente öffnen den Raum für Streicher und einen klagenden Gesang mit nüchternen Gedanken über die Unausweichlichkeit des Todes, zu dem fatalistische Detonationen Akzente setzen.</p>
<p>Mit &#8220;Rossignol&#8221; aus dem Projekt mit Futur Passe folgt ein mittelalterlich angehauchter, zunehmend unruhiger Track mit chorischem französischen Gesang über einem Soundfundament voll monumentaler Wucht. <a title="WIDOW’S WEEDS: The Corn Queen" href="https://africanpaper.com/2023/06/10/widows-weeds-the-corn-queen/">&#8220;The Corn Queen&#8221; von Widow’s Weeds</a>, dem Duo mit Daughters of Grief, verschiebt den Fokus in Richtung rituellen Ambientfolks. Glitzernde Strömungen, eine schwebende Stimme und die dezente Perkussion von Michael Warren erzeugen ein rituelles Setting, das sich nur kurz öffnet, bevor es wieder in die Ausgangsspannung zurückkehrt. Das Textbild weitet sich am Ende ins Existenzielle.</p>
<p>&#8220;Cold Blows The Wind&#8221; von <a title="ÚATH: s/t" href="https://africanpaper.com/2023/04/22/uath-st/">Úath – dem Projekt mit dem irischen Künstler Ruairi O’Baoighill </a>– ist mit schleppenden Takten, knarrenden Bassklängen und der Stimme von Maud The Moth eine spannugnsgeladene Umsetzung einer Ballade, die auch unter dem Titel &#8220;The Unquiet Grave&#8221; bekannt ist, bekannte Versionen stammen u.a. von Joanna Newsome und Faith and the Muse. &#8220;Morgiana&#8221;, erneut von The Hare &amp; The Moons hier einzig vertretenem Album &#8220;Wood Witch&#8221;, lässt mit Glockenspiel, desolaten Streichern, Downtempotakten und einer verwehten Frauenstimme eine entrückte, subtile Umheimlichkeit aufkommen.</p>
<p>In <a title="ASHTORETH / GREY MALKIN: Heretic" href="https://africanpaper.com/2021/04/24/ashtoreth-grey-malkin-heretic/">&#8220;A Cavalcade Of Ravens&#8221;, einer Zusammenarbeit mit dem Belgier Ashtoreth </a>und einer Reihe an Gästen, zu denen neben Sängerin Menaleah nd anderen auch die gesampleten Raben im Titel gehören, offenbart eine reizvoll ambivalente Atmosphäre zwischen wattigem Trost und spanungsvollen Brüchen. Darauf folgt &#8220;The Old Gods Sleep Beneath The Fields&#8221; von <a title="THE BLACK SWAN TRIAD: Metamorphosis" href="https://africanpaper.com/2023/12/23/the-black-swan-triad-metamorphosis/">The Black Swan Triad, deren Kern Ashtoreth, Malkin, Menalaeh, Steve Hermit, Stratosphere und Vinlandsraud bildeten</a>. Nach der anfänglichen Dröhnung, durchzogen von subtilen Kratzgeräuschen, verschieben zerfranste Gitarren den Song für kurze Momente in ein flamencoartiges Setting, bevor wieder geisterhaft schwebende Details übernehmen.</p>
<p>&#8220;Man Of Double Deed&#8221; von Widow’s Weeds beginnt mit sirrenden Streicherflächen und einer schwebenden Sopranstimme, bevor peitschende Percussion und gehetzte Elemente den im Titel angedeuteten zwiespältigen Charakter spiegeln. Mit dem Herausschälen eines klaren Gesangs scheint sich derKreis zu schließen. Von <a title="SEDNA CHRONICLES: Sedna Chronicles" href="https://africanpaper.com/2022/06/18/sedna-chronicles-sedna-chronicles/">Sedna Chronicles – ein gemeinsames Projekt mit Andy Sharp</a> – liegt mit &#8220;Friends Of The Emerald Sun&#8221; eine verspielte, zugleich spannungsvoll-düstere Elektronik vor, die, wie es schon in unserer Besprechung hieß, an spätere Arbeiten einer bekannten britischen Experimentalband erinnert.</p>
<p>&#8220;The Bard Of Eve&#8221; von The Hare &amp; The Moon ist eine ekstatisch-folkige Nocturne, die cinematische Assoziationen aufblitzen lässt, bevor &#8220;Under The Rose&#8221; von Widow’s Weeds (vom Album &#8220;Revenant&#8221;) auf melancholische Streicher, Bassflöte, epische Breite und einen hellen, elegisch anmutenden Sopran kurz vor dem Ende setzt. <a title="TRAPPIST AFTERLAND / GREY MALKIN: The Trappist and the Hare" href="https://africanpaper.com/2020/05/02/trappist-afterland-grey-malkin-the-trappist-and-the-hare/">&#8220;Full Snow Moon&#8221; vom ersten gemeinsamen Longplayer mit Adam Geoffrey Cole</a> alias Trappist Afterland ist das gitarrigste Stück des Albums und entspricht auch am ehesten den gängigen Vorstellungen über Folk, aber es ist auch ein grandioser Song mit fein gesetztem Fingerpicking und Coles fragil gesungenen und gleichsam markanten Strophen über die verschiedenen Vollmonde &#8211; Malkins Spuren finden sich in der dezenten elektronsichen Untermalung und vielleicht auch in der paganen Einfärbung des Songs.</p>
<p>&#8220;Between Trees &amp; Starlike&#8221; des Trios <a title="EMBERTIDES: 7″" href="https://africanpaper.com/2022/01/15/embertides-7/">Embertides</a> – Daughters of Grief, David Colohan und Malkin – setzt dann wieder weitaus stärker auf Elektronik. Der klagende Gesang und die immer dichter werdende Szenerie erzeugen eine unheimliche Steigerung. <a title="MEADOWSILVER: II" href="https://africanpaper.com/2022/05/14/meadowsilver-ii/">Meadowsilver,</a> bestehend aus Gayle Brogan, Malkin und Stephen Stannard, verbinden in &#8220;The Coronation Of The Herring Queen&#8221; folkige Flöten mit einem elektrifizierten Grundgerüst und sanftem Gesang. &#8220;The Wife Of Usher’s Well&#8221; von The Hare &amp; The Moon mit Vocals von God’s Little Eskimo präsentiert sich als über weite Strecken pianobasierte Umsetzung der traditionellen Ballade über die drei toten Söhne, die auch als &#8220;The Unquiet Grave&#8221; bekannt ist, einige Leser kennen vielleicht die Versionen von Joanna Newsome und Faith And The Muse.</p>
<p>Das <a title="GREY MALKIN / FOGROOM: Shoreline Ritual" href="https://africanpaper.com/2024/06/22/grey-malkin-fogroom-shoreline-ritual/">zusammen mit den deutschen Producer Fogroom eingespielte &#8220;A Certain Sense&#8221; </a>entpuppt sich als tremolierende Klanglandschaft, gehalten von einem dezenten Takt. Eine melodiöse Spur – unklar, ob Stimme oder Gitarre – wirkt als ruhender Pol, bevor eine knarrende Rezitation einsetzt. &#8220;C’est A Ville&#8221;, erneut von der Kollaboration mit Futur Passe wirkt wieder mittelalterlich grundiert mit seinen Arrangements für Drehleier, Trommeln und verschiedenen Saiteninstrumenten.</p>
<p>&#8220;When The Moon Is Arisen&#8221;, das Malkin zusammen mit Amanda Votta (Deep Fade, The Spectral Light u.a.) aufgenommen hatte, ist das einzige semi-exklusive Stück der Sammlung und war nur zeitweise auf Soundcloud zu hören gewesen &#8211; über einem Teppich aus dunkler, ambienter Dröhnung bauen knarrende Sounds und ein mysteriöses Flüctern, das in einen Monolog übergeht, nach und nach einen Song auf, der in einer furiosen wilden Jagd kulminiert. Anschließend nutzen Sedna Chronicles in &#8220;The Last Drop&#8221; erneut flüsternde Worte und Synthiedrones, um ein anderesweltliches Setting zu markieren. &#8220;The Singing&#8221; von einem der Alben mit Kitchen Cynics setzt Drönungen, eine entrückte Flöte, Alan Davidsons spröder Rezitation und später liturgisch anmutende Momente ein. Einsame Paukenschläge und eine Frauenstimme führen schließlich zu einem kurzen, hellen Klangmoment.</p>
<p>Den Abschluss bildet Malkins Solostück &#8220;Duddo Five Stones&#8221;, mit Vocals von David Colohan und Woodwind von Alan Davidson. Der großartige, rund fünfzehnminütige Track nutzt melancholische Ambientflächen, Flöten, Streicher und ein wiederkehrendes, leicht vibrierendes Geräusch. Eine Rezitation über die aus der schottischen Folklore bekannten singenden Steine, führt in einen dichten Mittelteil, bevor ein klavierdominierter Schluss folgt, der kurz von knarrenden Elementen durchzogen wird. Der Track wirkt wie ein konzentrierter Blick auf einen Ort, der fast wie ein symbolisches Zentrum von Malkins Werk erscheint.</p>
<p>Die Zusammenstellung zeigt Malkin als jemanden, der die Forderung, Tradition bewusst zu verfremden, verinnerlicht hat und auf seine nur schwer kategorisierbare Weise vieles vorweggenommen hat, was in der Zwischenzeit mit Begriffen wie Folk Horror (oder etwas breiter gefasst: Hauntology) bezeichnet wurde. Die ausgewählten Stücke belegen den Umfang seiner Aktivitäten und die Bandbreite seiner Kollaborationen &#8211; und wer durch diese Compilation erstmals angefixt ist, sollte gerne den zahlreichen Links im Text zu seinem bisherigen Werk folgen, denn die hier versammelten Stücke sind nur eine kleine, gleichwohl beeindruckende und repräsentative Spitze des sprichwörtlichen Eisbergs. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Cruel Nature Records</strong></p>
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		<title>V.A.: The Oneirocritical Society Vol. 2</title>
		<link>https://africanpaper.com/2025/12/19/v-a-the-oneirocritical-society-vol-2/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Dec 2025 21:56:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die im Großraum Athen ansässige Oneirocritical Society ist in eigenen Worten eine Plattform für Träume in loopbarer Form. Verschiedene Künstler, primär aus den Medien Musik und Dichtung präsentieren Sequenzen, die sich mit Darstellungen ihrer eigenen nächtlichen Bildern überlagern sollen. Der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/12/19/v-a-the-oneirocritical-society-vol-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/os2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49393" title="os2" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/os2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die im Großraum Athen ansässige Oneirocritical Society ist in eigenen Worten eine Plattform für Träume in loopbarer Form. Verschiedene Künstler, primär aus den Medien Musik und Dichtung präsentieren Sequenzen, die sich mit Darstellungen ihrer eigenen nächtlichen Bildern überlagern sollen. Der vor einigen Wochen erschienene erste Teil der Reihe versammelte elf Beiträge aus dem Umfeld experimenteller und <span id="more-49392"></span>folkig-dunkler Projekte wie The Gray Field Recordings, Temple Music, Nikos Fokas und weiteren Acts aus dem Kreis der Black Lesbian Fishermen. Der neue Teil knüpft daran an und erweitert die Palette erneut in unterschiedliche Richtungen.</p>
<p>Das eröffnende Stück &#8220;Drowning&#8221; des Belgiers Ashtoreth setzt sofort auf Irritation: Donner, Knarren, Wassergeräusche, zwei Stimmen – eine weiblich und vermutlich gesamplet, eine männlich – und metallische Akzente erzeugen eine Atmosphäre, die, nicht nur im rezitierten Text, sondern auch im Charakter der Soundschichten, zwischen Bewegung und Paralyse steht. Im darauf folgenden &#8220;Call Of The Fuathan&#8221; von Cindytalk wird Wasser so verfremdet, dass es perkussive Eigenschaften annimmt. Das Material verdichtet sich stetig, bis noisige Spitzen und verzerrte Vocals den Bezug zu jenen mythischen Wasserwesen aus dem Titel unterstreichen.</p>
<p>Bei Darklily, deren Stück &#8220;Follow The White Rose&#8221; auf einer verhallten Rezitation basiert, steht die Spannung zwischen Stimme und tiefem Dröhnen im Mittelpunkt. Die Andeutung einer bedrohlichen Situation bleibt die primäre inhaltliche Setzung und verleiht dem Beitrag eine deutlich morbide Schwere. Eine kleinteilige Geräuschwelt bestimmt &#8220;Recurrent&#8221; des belgischen Soundartist K. Aasgier, der u.a. auch unter dem Namen UrZon aktiv ist. Krächzende Vogelstimmen, einmal mehr Wasser und ein Stimmenmonolog über einen mysteriösen Schauplatz verbinden sich zu einer Bildfolge, die beim Aufstieg auf einen verwunschenen Turm den Wunsch betont, nichts erinnern zu müssen. Die Kombination aus Geräuschkunst und Rezitation erinnert, auch in den lärmigeren Momenten, leicht an späte Coil.</p>
<p>In seiner relativen Kürze intensiv wirkt &#8220;Mozart, With A Black Dog&#8221;, ein Beitrag des Athener Musikers und Klangkünstlers Petros Lamprides mit dem obskuren Projekt GutterDarkBaroque. Eine Frauenstimme beschreibt einen schwarzen Hund, der in Asche wühlt, und lässt mit prasselndem Regen auch das Aquatische wieder zu Wort kommen, und ein streicherbasiertes Ensemble sorgt für Kohärenz in diesem märchenhaften Szenario. Ein Wechsel in Richtung einer unbestimmten Traumlogik zeigt sich in &#8220;Baltic Spirit&#8221; von Rendeece. Die griechische Rezitation kippt punktuell in Zeitraffer, brodelnde Schichten schieben sich darunter, und eine Sopranfigur, vermutlich aus einer älteren Aufnahme, taucht wie ein fremder Einschub auf. Erst gegen Ende gewinnt die bedrohliche Färbung eindeutig die Oberhand.</p>
<p>Elektronisch und minimal gehalten ist &#8220;Tangled Reverie&#8221; von SAD, wo eine Stimme Tagesreste und Eindrücke kurz vor dem Einschlafen beschreibt. Das rhythmische Pulsieren wirkt kohärenzstiftend und dennoch angespannt, an manchen Stellen scheint die Stimme in Gesang übergehen zu wollen, was jedoch nicht geschieht. Regen- und Wasserbilder tauchen erneut auf. Mit &#8220;The Lesnes Dragon&#8221; von Temple Music entsteht zunächst ein fast krautiger, akustisch geprägter Gegensatz. Gitarrenfiguren und rasselnde Perkussion bringen eine dunkle, psychedelische Note ein, bevor Alan Trench eine Traumsequenz schildert: Londoner Straßenzüge, eine Unterführung, ein violettes Auto, ein kurzer Halt bei einem schwarz arbeitenden Metzger im Obergeschoss, und schließlich ein verlassenes, nur durch eine lose Holzplatte zugängliches Haus. Pupi Avati hätte die Sequenz zu einem weiteren Giallo ausbauen können.</p>
<p>In &#8220;A Dream Within A Dream Within A Dream&#8221; greift Adam Geoffrey Cole alias Trappist Afterland auf ein Stück seines &#8220;Insect in Amber&#8221;-Albums zurück und dreht dessen fragile Folk-Schönheit durch den surrealen Fleischwolf. Die Anbindung an Poes Gedicht bleibt erkennbar, doch Feedback und zusätzliche Geräusche verschieben das Material in eine seltsam imaginative Variation, die wie ein eigener Traum wirkt und somit dem Text gleichsam noch stärker entspricht. Fragen nach Vergänglichkeit und Realität bleiben bestehen und rücken zugleich in eine verschwommene Ferne.</p>
<p>Den Abschluss bildet &#8220;Houses Of The Moon&#8221; von The Winter Residence, einem Projekt on Grey Field Recordings und Mike Seed, geprägt von minimalem Pulsieren und einer sehr nah aufgenommenen Stimme. Eine nächtliche Wüste, hin- und hergleitende weiße Gebäude, unsichtbare bellende Hunde, ein Mann in Schwarz und schließlich ein Feldbett bilden eine Sequenzenfolge, die recht unvermittelt endet, als würde die Erinnerung an der Stelle abreißen.</p>
<p>Eine besondere Stärke der Compilation besteht m.E. in der Ausrichtung der beeigesteuerten Musik, die trotz unterschiedlicher Stile immer im für weniger damit vertraute wahrscheinlich sehr heterogen wirkenden Grenzland zwischen hypnotischer Dröhnung, angefolkter Psychedelik und kollagenhafter Hörspieltendenz zuhause sind und diesen Ort v.a. ohne jedes plakative Brimborium ausgestalten, was zur Logik realer Träume wunderbar passt. Die stark persönliche Note in den wiedergegebenen Geschichten unterfüttert dies einmal mehr. Ob der aquatische Motivkomplex zufällig zu einem der roten Fäden wurde, ist eine interessante Frage und nur ein Grund, auf etwaige weitere Folgen gespannt zu ein.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1113092167/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>The Sixth Configuration: Neue Compilation u.a. mit Temple Music, Ashtoreth, Nam-Khar, David E. Williams und La Porta Ermetica</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jul 2025 05:05:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gerade ist die vom Santa Sangre-Magazin herausgegebene Download-Compilation &#8220;The Sixth Configuration&#8221; erschienen, die ganze hundert Tracks enthält. Die Sammlung verzichtet bewusst auf ein übergeordnetes Konzept, stattdessen versammelt sie eine Vielzahl musikalischer Stimmen, deren Gemeinsamkeit eher in der Haltung als in &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/07/18/the-sixth-configuration-neue-compilation-u-a-mit-temple-music-ashtoreth-nam-khar-david-e-williams-und-la-porta-ermetica/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade ist die vom Santa Sangre-Magazin herausgegebene Download-Compilation &#8220;The Sixth Configuration&#8221; erschienen, die ganze hundert Tracks enthält. Die Sammlung verzichtet bewusst auf ein übergeordnetes Konzept, stattdessen versammelt sie eine Vielzahl musikalischer Stimmen, deren Gemeinsamkeit eher in der Haltung als in einem festgelegten ästhetischen Rahmen liegt. Der Titel spielt auf William Peter Blattys Film <em>The Ninth Configuration</em> an, ohne dessen Erzählstruktur oder Themen direkt aufzugreifen. Vielmehr steht hier die lose Zusammenstellung im Vordergrund: als persönliches Archiv, als Momentaufnahme einer Szene zwischen Postindustrial, Ambient, rituellen Formen und experimenteller Elektronik.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/07/thesixthconfiguration.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-47132" title="thesixthconfiguration" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/07/thesixthconfiguration.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-47131"></span></p>
<p>Wie bei den vorangegangenen Teilen vereint die Sammlung sowohl bekannte Namen als auch weniger präsente Künstler, die seiner Ansicht nach mehr Aufmerksamkeit verdienen. Neben langjährigen Begleitern finden sich also auch neue Entdeckungen. Zu den auch unseren Lesern bekannten Namen gehören etwa Ashtoreth, sowohl solo als auch im Duo mit Stratosphere, Temple Music mit einem cinematischen musikalischen Nachruf auf einen verstorbenen Freund, ferner Nam-Khar, Thomas Nöla oder La Porta Ermetica mit einem neuen Track, inspiriert von dem 1993 erschienenen Roman <em>El Club Dumas</em> Arturo Pérez-Reverte, der von Roman Polanski als <em>Die neun Pforten</em> verfilmt wurde. <span style="font-weight: 300;">Auch Albireon, RDKPL, Cronaca Nera und David E. Williams sind vertreten – letzterer mit einem überraschend experimentell-lärmenden Instrumentalstück, das aus den späten 80ern stammt. Dazu kommen u.a. Illusion of Safety, Vortex, Bain Wolfkind und Andrew Trail. Die stilistische Spannweite reicht von filigranem Dark Folk über psychedelischen Gitarrenambient und dessen dunkelelektronisches Pendant bis hin zu Ritualmusik unterschiedlicher Prägung. Hinzu kommen filmische Arrangements, unterirdisch anmutende Szenarien mit abgründigen Flüstervocals, verspielte Elektronik und Noise-Ansätze. Auch Field Recordings sind vertreten, meist eher dezent in das Geschehen eingebettet, statt dessen Zentrum zu bilden.</span></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2290027164/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>V.A.: Dark Ambient Vol. 29</title>
		<link>https://africanpaper.com/2025/04/12/v-a-dark-ambient-vol-29/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Apr 2025 03:51:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Akoustik Timbre Frekuenzy]]></category>
		<category><![CDATA[Ashtoreth]]></category>
		<category><![CDATA[Sombre Soniks]]></category>
		<category><![CDATA[Temple Music]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit &#8220;Dark Ambient Vol. 29&#8243; existiert nun eine weitere Ausgabe der halbjährlichen Compilation-Reihe auf Sombre Soniks, die sich diesmal motivisch mit Kulten und zwielichtigen Geheimgesellschaften auseinandersetzt. Die Auswahl von sicher nicht zufällig genau 23 Tracks deckt dabei eine beachtliche Bandbreite &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/04/12/v-a-dark-ambient-vol-29/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/04/darkambientvol29.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-45678" title="darkambientvol29" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/04/darkambientvol29-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit &#8220;Dark Ambient Vol. 29&#8243; existiert nun eine weitere Ausgabe der halbjährlichen Compilation-Reihe auf Sombre Soniks, die sich diesmal motivisch mit Kulten und zwielichtigen Geheimgesellschaften auseinandersetzt. Die Auswahl von sicher nicht zufällig genau 23 Tracks deckt dabei eine beachtliche Bandbreite ab: Während einige Stücke in der klassisch dunklen Ambient-Tradition stehen, gibt es <span id="more-45677"></span>auch solche, die das Genre aufbrechen und mit hörspielartigen Elementen, Musique Concrète-Einflüssen und den unterschiedlichsten experimentellen Strukturen arbeiten.</p>
<p>Den Auftakt macht Handalien mit &#8220;Rituals Of The Veil&#8221;, einem langsam anschwellenden, schwebenden Stück, das über fast zehn Minuten hinweg (zumindest dem Anschein nach) eine Atmosphäre des Unheils aufbaut. Nach und nach treten grollende und knarrende Klänge in den Vordergrund, während aquatische Elemente und unterschwellige, summende Details die Spannung kontinuierlich steigern. Die nachfolgenden Beiträge bewegen sich zunächst ebenfalls in Bereichen düsteren Ambients, setzen aber jeweils eigene Akzente: Der Beitrag Cousin Silas bleibt in seiner kühlen, aber nie glatten Gleitbewegung un gelegentlich einbrechender Störgeräusche im Bereich klassischer dunkler Undergroundmusik, Phantom Frequency bringt eine vibrierende Unterschwelligkeit ein, während Tenebrae Tres und Scott Lawlor jeweils subtile, aber spürbare Veränderungen in die Spannungskurven ihrer Stücken einbeziehen. Besonders Sheer Zeds &#8220;Harmonic Dream Spell In The Solar Lodge&#8221; fällt hier auf, indem es das schwebende und dröhnende Ambientkonzept in eine aufwühlende, elektrisierende Richtung lenkt. Auch Mean Flow gelingt weiter hinten mit &#8220;Cabeiri Mystery Cult&#8221; ein hypnotisch treibender Sound, der sich weit anfühlt, während The Implicit Order mit &#8220;Fingers Find The Ivory Keys And A Song&#8221; eine düstere, von prasselnden Geräuschen und halbverständlichen Lautsprecherdurchsagen geprägte Szenerie entwirft.</p>
<p>Etwa ab der Mitte der Compilation treten deutlich experimentellere und stark variierende Stücke in den Vordergrund. Akoustik Timbre Frekuencys &#8220;Last Chance to Evacuate Earth Before It Is Recycled&#8221; verzichtet auf das typische Gleiten und arbeitet stattdessen mit präziser, beinahe chirurgischer Klanggestaltung – trotz Vogelzwitschern bleibt das Ergebnis, an dessen Oberfläche gesamplete Dialoge das Bild dominieren, kühl und distanziert. raxil4s &#8220;The Trident Society Choir&#8221; bringt von Beginn an eine brodelnde, grollende Unruhe ins Spiel, die sich über zwanzig Minuten entfaltet. Melatonal wiederum entwirft mit &#8220;Kult Of The Moon Beast&#8221; ein surreal anmutendes Szenario mit aquatischen Klängen und akustischen Instrumenten, das fast an eine prähistorische Szenerie erinnert. Auch Mike Benoit und Rojinski setzen auf stark verfremdete Klangbilder mit kultisch anmutendem Charakter, in denen Flüstern, Bimmeln, Pochen angesagt ist, während insectariums &#8220;Next Level Transformation&#8221; einen konstruktiven, fast metallisch wirkenden Sound entwirft, der wie es scheint die Arbeit an der Transformation in den Vordergrund rückt.</p>
<p>Kathodos bricht mit &#8220;The Dark Priests&#8221; die vorherige Struktur und bringt mit wuchtigen Pauken und fragmentierten Chören eine monumentale Qualität ins Spiel – ein Track, der sich durchaus als Game-Soundtrack eignen könnte, und das ist keineswegs negativ gemeint. Ähnlich wuchtig, aber auf beengterem Raum, agieren Ashtoreth mit &#8220;Rahasya&#8221; und Rendeece mit &#8220;Jack’s Ritual&#8221;, die trotz ihrer Kürze eine hohe atmosphärische Ereignisdichte erreichen. Temple Music setzt mit &#8220;So It Is (The Great Invocation)&#8221; auf eine Mischung aus organischem Dröhnen, rasselnden Geräuschen und folkig anmutenden Flötenparts, die den hypnotischen Charakter noch verstärken. Besonders minimalistisch, aber keineswegs leicht zugänglich, zeigt sich Oneirichs &#8220;Chamber Of Reflection&#8221;, das mit spärlichen Klavieranschlägen und Wellen hochfrequenter Sinustöne arbeitet.</p>
<p>Zum Ende hin verdichtet sich die Compilation weiter in Richtung Hörspiel: Facetoucher, TraumaSutra &amp; Peter Geysels sowie Devil’s Breath präsentieren jeweils stark atmosphärische, klanglich vielschichtige Tracks, die sich zwischen spannungsgeladenem Ritual und surrealer Szenerie bewegen, in denen grummelnde Stimmen, rasselnde Ketten und pochende Rhythmen die Oberhand haben. Den Abschluss bilden schließlich sechs Minuten, die sich wieder stärker dem düsteren Ambient zuwenden, bevor Jinthras &#8220;The North Station In The Solar Temple&#8221; dann in einen überraschenden Metal-Part mit kraftvollen Drums und Riffs übergeht. Hinter dem Namen steht Jindrich Spilka, dessen aktuelles Druhá Smrt-Album bald auf diesen Seiten näher vorgestellt wird.</p>
<p>Veröffentlicht zur diesjährigen Frühlings-Tagundnachtgleiche, kommt &#8220;Dark Ambient Vol. 29&#8243; erneut mit aufwendig gestalteten Info-Karten und einem Cover-Artwork von Madguten und Fabian van der Meer und bietet ein vielgestaltiges Panorama einer Musik, die dem oft totgesagten Ambient eine nach wie vor ergiebige ritualistische Seite einverleibt.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2300042733/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ONASANDER / ASHTORETH / GYDJA: Animic Atmospheres</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Aug 2024 01:47:03 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Rudolf Steiner]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie eine Reise beginnt &#8220;Animic Atmospheres&#8221;, das von einer Vortragsreihe Rudolf Steiners aus dem Jahr 1912 inspirierte gemeinsame Album von Onasander, Ashtoreth und Gydja &#8211; Ashtoreth kennen unsere Leser bereits von zahlreichen früheren Soloarbeiten und Kollaboration, unter dem der griechischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/08/17/onasander-ashtoreth-gydja-animic-atmospheres/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/animicatmospheres.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-41704" title="animicatmospheres" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/animicatmospheres-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wie eine Reise beginnt &#8220;Animic Atmospheres&#8221;, das von einer Vortragsreihe Rudolf Steiners aus dem Jahr 1912 inspirierte gemeinsame Album von Onasander, Ashtoreth und Gydja &#8211; Ashtoreth kennen unsere Leser bereits von zahlreichen früheren Soloarbeiten und Kollaboration, unter dem der griechischen Philosopie entlehnten Namen Onasander firmiert der italienische Ambient- und Industrialmusiker, der auch als Les Anges Morts bekannt ist und hinter dem Namen Gydja verbirgt sich die Grafikerin Abby Helasdottir, die wohl auch an der Musik nicht ganz unbeteiligt gewesen ist.<span id="more-41697"></span></p>
<p>Wie eine Musik der Sphären entfaltet sich glitzernd geschmückter und verzückter Ambient im Opener &#8220;You Who Watch Over The Souls Of The Spheres&#8221; und wird zum Hintergrund einer pythagoräisch anmutenden Szenerie, in der Wasser fließt und ein leichter Hauch zu hören ist, der mit etwas Fantasie von einer menschlichen Stimme kommen könnte. Immer wieder wiederholen sich einzelne Motive, doch von Zeit zu Zeit kommt Neues hinzu, metallophones Glöckeln z.B und etwas quietschendes, das vergnügte Vögel sein könnten. Hat man sich an diesen Schauplatz gewöhnt, scheint er sich merkwürdig zu verändern, eine raue, fast doomige Schwere mit der Handschrift Ashtoreths macht sich breit und färbt die bunte Szenerie in düstere Farbtöne. Erst jetzt schwant einem, dass der Ort sich gar nicht verändert haben könnte, dass man sich stattdessen an einen anderen, tiefer gelegenen Ort begeben hat. Doch auch hier erscheinen irgendwann neue himmlische Klänge, eine rituelle Rassel erklingt und gegen Ende hört man sogar das liebliche Zwitschern und Klingeln wieder. Auch das Wasser, man findet sich am Meer wieder und hört den stürmischen Gezeiten zu.</p>
<p>In jedem der Stücke verstärkt sich der Eindruck, verschiedene Dimensionen zu durchwandern, auch mehrfach innerhalb eines Stücks. In &#8220;Spirit Portents&#8221; dominieren metallende Anschläge wie mit Barren ein Klangbild, in welchem sich das Hallen melodischen Ambients und kerniges, doomiges Grollen, in das ich bald deine knorrige Stimme mischt, abwechseln, bis alles in einem schmerzvollen Jammer mündet. Auch in &#8220;The Mystery of Golgatha&#8221;, vielleicht das Herzstück des Albums, aber auf jeden Fall eines seiner Höhepunkte, ist diese Dualität deutlich zu spüren. Es referiert vom Titel her auf eines der zentralen Narrative Steiners, das die Ereignisse der Kreuzigung Christi und dessen Auferstehung als ein zentrales Ereignis der Menschheitsgeschichte interpretiert, bei der das, was Steiner das menschliche Ich nennt, unabhängig vom Glauben des Einzelnen überhaupt erst in die Welt gekommen ist und somit den Menschen eine Kraft zum Einhegnen und Bearbeiten des Unbewussten gegeben hat. Dieses Stück kommt orchestraler daher als der Rest und offenbart zu Beginn eine gewisse Orgelschwere, in deren Ton sich etwas, das an eine weibliche Stimme erinnert, einklinkt, bis sich alles komplett verwandelt. Der Verwandlungsprozess besteht aus heftigen, semiperkussiven Sounds, die rasant durch die Szenerie ziehen und im Nu verschwunden sind und einem entrückten klingelnd-glitzernden Klangbild Platz machen.</p>
<p>&#8220;Knocking on Death Door&#8221; gibt sich wesentlich zurückhaltender als die vorausgegangenen Stücke und enlässt zunächst ein geheimnisvoll rauschendes und brodelndes Dröhnen in den Raum, lediglich ein paar Hochtöner und merkwürdiges subkutanes Kratzen &#8220;stören&#8221; die an sich fast meditative Szenerie. Doch auch hier, kurz vor der Mitte des Stücks, zieht dieses noch mal merklich an, das Drone wird rasanter, aufwühlender und beendet das Stück in einem markanten Brummen. Nach &#8220;Cosmic Wisdom&#8221;, das die ambientesten und aufgeräumtesten Momente des Albums bereithält, erscheint &#8220;Disincarnate&#8221; wieder um einiges bewegter und dramatischer, hier wird das Verlassen eines feinstofflichen Körpers aus der groben Materie durch eine wellenförmige Bewegung und einen Glissando-Goldregen nachgezeichnet. Aber auch hier wird kein schöngeistiger Sonntagsspaziergang geschaffen, denn auch hier geht es um Schwerwiegendes, das sich in einer gewissen Rauheit ausdrückt.</p>
<p>Die letzten Passagen des Albums in den Tracks &#8220;Occulted Regions&#8221; und dem Titel Track gehören den entrückteren und hypnotischeren Momenten. Taucht man am Ende wieder aus der Musik in die profane Wirklichkeit, wird einem eventuell erst bewusst, mit welchem Detailreichtum man konfrontiert wurde, der sich durch die gelungene Kombinatorik der Elemente beinahe versteckt. Unter diesem Eindruck lohnt umso mehr ein weiterer Hördurchgang. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Winter-Light</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1587899558/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>M​​​​​​​​​​​​​​​.​​​​​​​​​​​​​​​A​​​​​​​​​​​​​​​.​​​​​​​​​​​​​​​D. IV: Neue Compilation u.a. mit Temple Music, Ashtoreth, Slow Slow Loris und Lyke Wake</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/01/12/m%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b-%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Jan 2024 07:35:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das maltesische Label Music Analysis Discussions Records hat über die Feiertage den vierten Teil seiner renommierten digitalen Samplerreihe herausgebracht, an dem eine Vielzahl an Acts aus dem Labelumfeld sowie weitere internationale Projekte diesmal insgesamt neunundachzig Tracks beitragen &#8211; mit Geräuschkunst, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/01/12/m%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b-%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b%e2%80%8b/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das maltesische Label Music Analysis Discussions Records hat über die Feiertage den vierten Teil seiner renommierten digitalen Samplerreihe herausgebracht, an dem eine Vielzahl an Acts aus dem Labelumfeld sowie weitere internationale Projekte diesmal insgesamt neunundachzig Tracks beitragen &#8211; mit Geräuschkunst, Psychedelischem und verschiedenen Rückgriffen auf historische Musikgenres von Postpunk über ethnorituelle Soundscapes bis zu experimenteller Elektronik wird dem <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/01/mad4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-39070" title="mad4" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/01/mad4.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-39069"></span></p>
<p>Grundsatz, eindeutiger Genrepolitik eine Absage zu erteilen, erneut Rechnung getragen. Mit den entsprechend diversen Beiträgen von Desert Drone, Vrna, Temple Music, Akoustik Timbre Frequenzy, Cedrik Fermont, Dead Man&#8217;s Hill, Ashtoreth, Slow Slow Loris und Lyke Wake sind einige Acts vertreten, die auf unseren Seiten bereits eine Rolle spielten. Daneben gibt es eine Fülle von Geheimtipps wie &#8211; um nur ein Beispiel zu nennen &#8211; die rituell-perkussive Elektronik von Konfiguraci​ó​n Dada​í​sta Della Viveza.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=592589064/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>THE BLACK SWAN TRIAD: Metamorphosis</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Dec 2023 07:47:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Arthur Machen]]></category>
		<category><![CDATA[Ashtoreth]]></category>
		<category><![CDATA[Grey Malkin]]></category>
		<category><![CDATA[Lord Dunsany]]></category>
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		<category><![CDATA[The Black Swan Triad]]></category>
		<category><![CDATA[Vinlandsraud]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit &#8220;Metamorphosis&#8221; schließen die von Grey Malkin, Ashtoreth, Menaleah und Vinlandsraud ins Leben gerufenen The Black Swan Triad ihre mit &#8220;Symbiosis&#8221; und &#8220;Maelstrom&#8221; begonnene Trilogie an Alben und, wenn man Gerüchten Glauben schenken muss, sogar ihre ganze Aktivität als Band &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/12/23/the-black-swan-triad-metamorphosis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/12/cover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-38870" title="cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/12/cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit &#8220;Metamorphosis&#8221; schließen die von Grey Malkin, Ashtoreth, Menaleah und Vinlandsraud ins Leben gerufenen The Black Swan Triad ihre mit <a title="THE BLACK SWAN TRIAD: Symbiosis" href="http://africanpaper.com/2021/10/02/the-black-swan-triad-symbiosis/">&#8220;Symbiosis&#8221;</a> und <a title="THE BLACK SWAN TRIAD: Maelstrom" href="http://africanpaper.com/2023/06/03/the-black-swan-triad-maelstrom/">&#8220;Maelstrom&#8221;</a> begonnene Trilogie an Alben und, wenn man Gerüchten Glauben schenken muss, sogar ihre ganze Aktivität als Band ab. Im Zusammenhang mit dem letztgenannten Longplayer schrieb ich vor einigen Monaten, dass die <span id="more-38868"></span>Combo, &#8220;deren Musik zwischen dunkler, leicht abstrahierter Folksmusik, neoklassisch angehauchten Ambientklängen und tribaler Ekstatik changiert, immer an Formen der Veränderung und Transformation, am Verknüpfen von unterschiedlichen Dingen und am Aufbrechen des vermeintlich Homogenen interessiert ist&#8221;.</p>
<p>Wie der erneut wegweiserhafte Titel &#8220;Metamorphosis&#8221; schon nahelegt, ist dies auch auf dem neuen Album der Fall, und wenn man diese Aspekte in der Musik &#8211; auch im Versteckten &#8211; aufspürt, kann es ganz interessant sein, die beiden Zitate von Lord Dunsany und Arthur Machen in den Liner Notes (siehe Bandcamp) mit im Kopf zu behalten. Wenn die beiden Autoren fantastischer Geschichten darin von Mysterien voll versteckter, wundersamer Schönheit schreiben, von der vagen Ahnung alter Gesänge und ewiger Geheimnisse, von Wundern, die im Zwielicht unter der Oberfläche des verkrusteten Alltagslebens walten und warten, dann umschreiben sie darin nicht nur ihre eigene Poetik in a nutshell &#8211; sie benennen darin auch genau die Phänomene, die der Motor einer jeden wirklichen Verwandlung sind. Sicher ist es auch kein Zufall, dass in diesen Ausführungen der Frühling, die Jahreszeit, die die vielleicht spektakulärsten Verwandlungen überhaupt hervorbringt, genannt wird.</p>
<p>Um Unterschwelliges geht es auch in dem ersten der Stücke, und das nicht nur im Titel &#8220;The Old Gods Sleep Beneath These Fields&#8221;, denn schon im ambienten Auftakt des Openers mit seinen gehauchten Stimmen ist es ein merkwürdig subtiles Kratzen, das den Song auf den Kopf stellt und für Momente ein flamencoartiges Folkstück mit feurigem Takt entstehen lässt, das unterschwellig weiter wirkt, wie eine Schwellenerfahrung, wenn danach die schwebende Stimme einer Frau den Bogen zum Beginn schlägt. Hier ist sie jedoch Teil eines melierten Windrauschens, aus dem dröhnende Männerstimmen und zerfranste, schrammelnde Gitarren auftauchen wie ein geisterhafter Reigen am Firmament.</p>
<p>Auch das folgende &#8220;A Garland of Stars&#8221; ist ein sich ständig erneuernder Song, bei dem sich evokative Männerstimmen aus rituellem Gerassel schälen und den Weg bereiten für ekstatische Handdrums, die, wenn man seine Assoziationen spielen lässt, aus einem Dead Can Dance-Album der später 90er gefallen sein könnten. Nachdem sich das Stück im veschwommenen Flimmern aufgelöst hat, kommt es in den zwanzig Minuten des folgenden &#8220;The Lost Gardens of Pan&#8221; zu einigen der intensivsten und spannendsten Momente des Albums: Schon in dem anfänglichen Gesang, der von Glitzern begleitet immer wieder in verhuschtes Flüstern absinkt, macht sich eine unterschwellige Spannung bemerkbar, die etwas Großes andeutet, das noch im Entstehen ist und sich Zeit lässt, durch halbversteckte Melodien gleitet, durch evokatives Gitarrenpicking und all dies nur kurz berührt, wie kleine Ecken in Pans Garten, die das müde Auge des Betrachters im Vorbeihuschen nur streift. Und wenn man denkt, das Stück verliert sich vollends in zunächst griechisch anmutendem, dann eher orientalischem Saitenspiel, kommt es tatsächlich zu einem kleinen Ausbruch rauer Gitarren und gemischter Chöre, angefeuert durch kraftvolles Beckenrasseln. Danach, freilich, geht der Weg weiter durch diesen Irrgarten seltsamer Lüste.</p>
<p>&#8220;One Thousand Silver Birds Fly From A Tear In The Universe&#8221;, das das Thema der Transformation (und der immer wie selbstverständlich mitschwingenden Psychedelik) einmal mehr buchstäblich in Erinnerung ruft, lässt das Album gegen Ende durch einen schwindelnd hochtönenden Gegenzoom langsam ausklingen. Bis dahin zeigen aber monumentale Trommelfeuer, entrückter weiblicher Gesang, feierliche Bläser und tosende Winde, was alles in der Triade des schwarzen Schwans steckt &#8211; und wie schade es wäre, wenn auf diese opulente Musik kein weiteres Kapitel mehr folgen würde. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Reverb Worship</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2351646948/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ASHTORETH / ONSTURICHEIT: Fungal Connectivity</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Nov 2023 07:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ashtoreth]]></category>
		<category><![CDATA[Onsturicheit]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Moorkens]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Verwimp]]></category>
		<category><![CDATA[Reverb Worship]]></category>
		<category><![CDATA[The Black Swan Triad]]></category>

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		<description><![CDATA[Ashtoreht und Onsturicheit, die beiden recht unterschiedlichen Klangkunstprojekte der Belgier Peter Verwimp und Peter Moorkens, laden auf &#8220;Fungal Connectivity&#8221; zu einer umfangreichen Landerkundung, bei der es ebenso opulent wie unberechenbar zugeht. Die Unberechenbarkeit verdankt sich nicht nur dem Reichtum an &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/11/11/ashtoreth-onsturicheit-fungal-connectivity/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/10/fungalconnectivity.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-38185" title="fungalconnectivity" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/10/fungalconnectivity-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ashtoreht und Onsturicheit, die beiden recht unterschiedlichen Klangkunstprojekte der Belgier Peter Verwimp und Peter Moorkens, laden auf &#8220;Fungal Connectivity&#8221; zu einer umfangreichen Landerkundung, bei der es ebenso opulent wie unberechenbar zugeht. Die Unberechenbarkeit verdankt sich nicht nur dem Reichtum an musikalischen Motiven, sondern auch der steten Veränderlichkeit der Topographie, bei der man auch beim konzentrierten Hören nie sicher sein kann, in welche <span id="more-38183"></span>Richtung als nächstes abgebogen wird. Schon das legt nahe, sich die klangliche Reise als ein Erkunden eines Pilzgeflechts vorzustellen, wie es im Titel genannt wird, und das verschiedene Denker schon immer auch als Modell netzartige Strukturen benutzt haben.</p>
<p>Vergleicht man die beiden Stücke &#8220;Fungus Beneath&#8221; und &#8220;Fungus Beyond&#8221; miteinander, so scheint sich ganz subtil, schon wenn man den Titeln folgt, eine Bewegung nach unten zu offenbaren, eine Bewegung hinein in die fungale Welt, bei dem man eine gewisse Schwelle überquert oder ein Portal durchschreitet. Die beiden Stücke unterscheiden sich nämlich nur insofern, dass das etwas längere zweite Stück etwas sanfter, heller und dezenter wirkt. Von der Machart allerdings sind sie recht ähnlich episodisch gestaltet.</p>
<p>Zu Beginn wirkt auch die erste Seite noch recht dezent und lush, wenn nach dem Auftakt eines pastoralen Saitenpickings ambiente Flächen markante Hochtöner in eine Welt aus zwitschernden Vögeln senden. Schon bald brandet unregelmäßiges Soundmaterial über einen hinweg, und in allem steckt eine tränenmasse Wehmut und eine Atmosphäre genügsamer Akzeptanz. Schon in diesem Soundmaterial machen sich graue Partikel bemerkbar, und man fragt sich etwas ratlos, in was für eine Welt man da geraten ist. Es scheint eine mikroskopische Welt zu sein, in der alles in unsicherer Bewegung ist, und auch der folkige Ambientsound, der anfangs noch fast so etwas wie ein kleines Idyll entstehen lässt, löst sich mehr und mehr ind Rauheit und Rhythmik auf und bildet einen Plateau, in dem krautiger Postrock den Ton angibt. Jenseits dieses Plateaus betritt man ein weitaus bunteres Terrain, in welchem  psychedelisch-orientalisierende Synthies und handdrumartige Rhythmen den Ton angeben. Irgendwann verwandelt sich auch dieses Szenario und wird in ein elektrifiziertes singendes Dröhnen überführt, bei dem man sich fragt, was für eine Bedeutung die Pilze hier bekommen, und auch die gehauchten Vocals, die ebenso eine Fata Morgana sein könnten, geben ihre Herkunft nicht wirklich Preis. Den Schlusspunkt bilden kratzige, von Schreien und allerhand krachigen Störgeräuschen durchzogene Synthies und Gitarrensounds.</p>
<p>Auch &#8220;Fungus Beyond&#8221; baut sich eher gemächlich auf und lässt in den ersten Minuten mit anrührenden Flötenklängen und Gitarrenpickings, die Versatzstücke sanfter Americana sein könnten, ein geradezu schöngeistiges Szenario entstehen. Auch hier macht sich allerdings schnell eine exzentrische Anderswelttigkeit bemerkbar, in surrealen Kratzgeräuschen und einer Reihe undefinierbare Details. Irgendetwas, das noch nicht absehbar ist entfaltet sich im wahrsten Wortsinne, und sind die Falten geglättet, schält sich aus den Falten ein Rhythmus von seltsamer Haptik begleitet von rauen reiben heraus. Eine volle und dichte Materialität entsteht, die sich bald als fast rockig mit jaulenden Soli entpuppt und doch stets sanft und hell bleibt. In diesem Stück ist auch die menschliche Stimme deutlicher zu hören, in Rezitationen mysteriösem Geflüster und entspanntem hauchen, dass ein ruhiges aber keinesfalls idealisiertes Finale einleitet.</p>
<p>Ob man in der Zwischenzeit ein Portal durchschritten hat oder einfach den spontanen Abzweigungen eines pilzgeflechts gefolgt ist– ganz unverhofft hat man auf fungalkonnektivity ein spannendes therabetreten, das mit herkömmlicher Kartographie nur schwer nachzuzeichnen ist, und das geradezu nach einer neuen Erkundung verlangt. Für Leser unserer Seiten ist es zudem eine interessante Gelegenheit, den hierzulande noch unbekannteren Peter Moorkens kennenzulernen. Sein Kollege Verwimp hat außerdem gerade ein neues Album mit seiner Band The Black Swan Triade draußen, über den wir auch noch ausführlich berichten werden. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Reverb Worship</strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_231031_142740_329.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2991553223/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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