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	<title>African Paper &#187; Aureliusz Pisarzewski</title>
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		<title>JOB KARMA: Society Suicide</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jun 2014 05:25:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Job Karma ist ein Duo aus dem polnischen Wrocław, das eng mit dem dort jährlich stattfindenden Industrial Festival verknüpft ist und seit Ende der 90er verrottete Endzeitszenarien entwirft. Die Musik, die Maciej Frett, Aureliusz Pisarzewski und ihre wechselnden Gäste spielen, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/06/14/job-karma-society-suicide/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/06/jobkarmasocietysuicide.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8968" title="jobkarmasocietysuicide" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/06/jobkarmasocietysuicide-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Job Karma ist ein Duo aus dem polnischen Wrocław, das eng mit dem dort jährlich stattfindenden Industrial Festival verknüpft ist und seit Ende der 90er verrottete Endzeitszenarien entwirft. Die Musik, die Maciej Frett, Aureliusz Pisarzewski und ihre wechselnden Gäste spielen, beerbt die tribale, rhythmische Tradition der Industrial Culture, perfekt zugeschnitten auf eine Welt im Niedergang. Mit seinem Fantasy-Artwork und diversen Video-Animationen ist Arek Bagiński fast so etwas wie ein drittes Mitglied. Leser unserer Seiten erinnern sich vielleicht an<span id="more-8967"></span> „Anthems Flesh“, ihre Zusammenarbeit mit Matt Howden alias Sieben. Nach zwei Jahren erscheint nun das Nachfolgewerk, auf dem neben anderen Gästen auch der britische Geiger und Sänger wieder zu hören ist.</p>
<p>Das „Job“ in Job Karma steht nicht für Beruf, sondern für den biblischen Hiob in englischer Sprache, und Hiobsbotschaften stehen auch im Zentrum des „Society Suicide“ betitelten Albums. Unterm Strich ist das Konzeptwerk ein Abgsang auf so ziemlich alle Werte, die die westliche Welt in den letzten zwei Jahrhunderten in Bewegung gehalten und zugleich in Sicherheit gewogen haben. In den Liner notes findet sich eine Art Kurzmanifest, das die dunklen Seiten des spätkapitalistischen status quo in einfachen Worten wiedergibt und dabei eigentlich nur das verkündet, was ohnehin jeder wissen sollte &#8211; dass die rosige Konsumutopie, die Wohlstand und Sicherheit auch außerhalb der westlichen Kernländer prophezeit, ein frommer Wunsch ist und dass sich Entfremdung, Ressourcenschwund und etliche soziale und ökologische Wunden nicht länger verdrängen lassen. „Society Suicide“ ist eine furiose apokalyptische Weltanklage und Populismus pur. Ist das schlimm, wenn es der Wahrheitsfindung dient?</p>
<p>Die einzelnen Songs sind einprägsam und auf Markanz getrimmt, so wie die schlagwortartigen Titel, die meist emotional besetzt sind und entweder Abscheu („Greed“) oder eine Mischung aus Hoffnung und Dringlichkeit („Change“) heraufbeschwören. Auf die Weltordnungskriege der letzten Dekaden spielt zumindest indirekt der Opener „Oil“ an, bei dem Gastsänger Thom Fuhrmann (Savage Republic, Autumnfair) den Treibstoff unserer Zivilisation besingt, der auch im vermeintlich post-materiellen Zeitalter immer noch den Großteil unseres Transportwesens und die Herstellung zahlreicher Güter bestimmt. Wie Schläge auf eine Pipeline erklingt die finstere Perkussion, während Fuhrmann an der Grenze zum Darkpop Zeilen wie „Blood from the sand, drill one more time“ grummelt.</p>
<p>Was den Sound betrifft sind die Stücke fast ein wenig zu gut gestaltet, doch man muss einräumen, dass hier kein Brimborium um nichts gemacht wird, vielmehr sollte die vielschichtige, ausdifferenzierte Klanggestalt auch denen Respekt abnötigen, die im Normalfall auf raue Ungeschliffenheit schwören. Nie gerät die bandtypische Blechperkussion zu simplem Chaos ohne erkennbare Orientierung, jedes Stück hat seine eigene Spannungskurve, seine eigenen kleinen Episoden, und in „Trees“ kann man im Sekundentakt verfolgen, wie die Natur in Form zahlreicher Geräusche die technische Ruine okkupiert. Wem manche Abschnitte zu frickelig und technoid geraten oder die Stücke mit weiblichem Gesang zu nah am Szenepop sind, den entschädigt vielleicht der erdige, punkige Bass in „Out“ oder Matt Howdens tieftraurige Klage über das Auswringen des blauen Planeten.</p>
<p>Job Karma sind keine übergescheiten Theoretiker, die sich im Elfenbeiturm der Besserverstehenden verschanzen, sondern wissen sich musikalisch auszudrücken und ihren Weltekel auf ein allgemein kommunizierbares Niveau herunterzubrechen. Ein oder zwei derbe Kracher wären gerade mit Unterstützung aus dem Mobilization-Umfeld nicht übel gewesen, aber inhaltliche Stringenz und das Fehlen jeder Länge verdienen allemal Lob. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://requiem-records.com/">Requiem Records</a>/<a href="http://www.klanggalerie.com/">Klanggalerie</a></strong></p>
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		<title>7JK: Anthems Flesh</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jun 2012 05:11:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon in unserer Besprechung zur letzten Sieben wurde auf Matt Howdens Interesse am künstlerischen Dialog hingewiesen, was gerade deshalb so sehr ins Auge fallen muss, da er unter diesem Namen fast ausschließlich Soloarbeiten aufnimmt. Aufgeschlossenheit gegenüber Inspiration, Interesse an Neuinterpretationen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/06/09/7jk-anthems-flesh/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/05/7jkanthemsflesh.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4465" title="7jkanthemsflesh" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/05/7jkanthemsflesh-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Schon in unserer Besprechung zur letzten Sieben wurde auf Matt Howdens Interesse am künstlerischen Dialog hingewiesen, was gerade deshalb so sehr ins Auge fallen muss, da er unter diesem Namen fast ausschließlich Soloarbeiten aufnimmt. Aufgeschlossenheit gegenüber Inspiration, Interesse an Neuinterpretationen und weitere Querbezüge stehen einem melancholischen Pop gegenüber, den der Sheffielder mit Stimme, Geige und Looptechnik nach wie vor allein verkörpert. Wie um dies zu untermauern hat Howden nun erstmals sein Projekt mit einer anderen Band fusionieren lassen und<span id="more-4464"></span> in Kooperation ein elektronisches Werk voll unerwarteter Momente entstehen lassen. Bei den Kollegen handelt es sich um Job Karma aus dem polnischen Wrocław, die seit Jahren eine Musik zwischen Ambient und harscher Elektronik mit an Giger erinnernden Animationen zusammenführen. Längst zählen sie zu den profiliertesten Newcomern einer Szene, die sich jeden Herbst auf dem Wrocław Industrial Festival trifft, das von Maciek Frett, einer Hälfte des Duos, organisiert wird.</p>
<p>Wrocław, zu deutsch Breslau, und Sheffield, die Orte, an denen Ideen entstanden und das Basteln und der Feinschliff stattfanden, sind auch direkt Thema der Musik, am ausdrücklichsten hinter den beschwingten Handclaps von „1247 Words for Sheffield“ und in einem recht intensiven Stück, das die Natur der Kollaboration, vielleicht wegen der besonders gelungenen Verschmelzung, am treffendsten auf den Punkt bringt: „Wrocław in the Rain“. Mit viel Handwerksgeschick schaffen es die drei, verdrehte und vielschichtige Elektrosounds, ausgeklügelte Rhythmen und angenehm smoothen Sieben-Gesang so zu verschmelzen, dass dabei dennoch ein homogenes und v.a. eingängiges Songgebilde entsteht.</p>
<p>Insgesamt halten sich Songs von aufgeräumter Struktur mit wild zusammengewürfelten Soundkonstrukten die Waage, harmonisch jedoch sind sie am Ende alle. Inbegriff des heterogenen Teils ist „Dirt City“, bei dem metallische Electronic Body-Stakkato das Fundament bilden für eine typische Howden-Melodie, vorgetragen mit leicht verfremdeter Stimme. Auch die charakteristische Geige ist zu hören, als gelooptes Zitat und beinahe wie ein ungebetener Eindringling. Passend zum Chorus „run run run“ ertönt sie wie eine Alarmsirene, und da zu einer dystopischen Schmutzmetropole natürlich auch Sex gehört, endet der Song stilecht mit dem ekstatischen Stöhnen einer gesampleten Statistin. „Dear Claire“ hat fast was von Metal Crossover und knüpft an die schon nicht mehr ganz so freundlichen Siebenklänge auf „No Less Than All“ an. Beeindruckend, wie Howden auch hier wieder mit ganz eigenen und formal eher eingeschränkten Mitteln fremde Stilelemente aufgreift, denn passend zum Rockintro des Songs ertönt die Violine fast wie ein langgezogenes E-Gitarrensolo.</p>
<p>Eher aufgeräumt wirkt die Musik, wenn z.B. in „Boxed in Green“ die gitarrenähnlichen Geigenklänge einen wehmütigeren Ton anschlagen und hektische Metallperkussion mit dezenter Melancholie zu besänftigen wissen. Ähnliches gilt für „The World&#8217;s Pain“, bei dem ebenfalls gedämpfte Perkussion ein postapokalyptisches Setting heraufbeschwört. Auch eine Reihe von Spoken Word-Stücken gegen Ende des Albums gehören in diese Kategorie. Aus dem Rahmen fällt eine Neuinterpretation von OMDs „Maid of Orleans“ &#8211; vielleicht eine nicht ganz so lupenreine Hommage wie die Neufassung von Joy Divisions „Transmission“, die Matt auf das letzte Sieben-Album gepackt hat, denn trotz der zentralen Snaredrum hat der Song vor allem durch den Beitrag Job Carmas einen recht eigenen neuartigen Charakter. Da Struktur, Melodie und Stimmung wiederum subtil aus dem Rest herausstechen, wirkt der Song wie eine kurze Showeinlage in einem ansonsten recht linearen, narrativen Film.</p>
<p>Wollte ich einen Werbetext schreiben, dann könnte ich „Anthems Flesh“ guten Gewissens als experimentierfreudiges, elektronisches Songalbum mit großem Hitpotential feiern und zurecht die gelungene Fusion des Disparaten anpreisen. Die teilweise kalte, oft monumentale, dann auch wieder gewollt trashige Elektronik auf der einen Seite, der warme, ohrwurmartige Gesang auf der anderen und als Kitt eine Violine, die dem ganzen eine verwischte Grundierung verschafft und gelegentlich ein paar melodramatische Ornamente beigibt – das ist schon eine recht originelle Narration, die eigentlich auf ein Sequel hoffen lässt.</p>
<p><strong>Label: Redroom</strong></p>
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