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	<title>African Paper &#187; Bad Seeds</title>
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		<title>MICK HARVEY: Four (Acts Of Love)</title>
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		<pubDate>Sat, 04 May 2013 05:52:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mick Harvey gehört nicht zu denen, die sich übermäßig viel Zeit lassen für ihre Alben, und wenn man bedenkt, was in der jüngeren Vergangenheit alles auf dem Plan stand – u.a. Touren mit den Neubauten, die Produktion des letzten PJ &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/05/04/mick-harvey-four-acts-of-love/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/mickharveyfour.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6749" title="mickharveyfour" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/mickharveyfour-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mick Harvey gehört nicht zu denen, die sich übermäßig viel Zeit lassen für ihre Alben, und wenn man bedenkt, was in der jüngeren Vergangenheit alles auf dem Plan stand – u.a. Touren mit den Neubauten, die Produktion des letzten PJ Harvey-Albums, die Arbeit an einer umfangreichen Serge Gainsbourg-Hommage – dann wundert man sich fast, dass zwischen „Sketches From the Book of the Dead“ und dem jüngst erschienenen „Four (Acts of Love)“ nur knapp zwei Jahre vergangen sind. Aber das passt umso besser, denn in dieser doch sehr australisch geprägten Saison darf neben Simon Bonney, Nick Cave und Hugo Race natürlich auch ein Lebenszeichen des ehemaligen Crime- und Bad Seeds-Mitstreiters Harvey nicht fehlen.<span id="more-6748"></span></p>
<p>Harveys Aufnahmen haben meist Konzeptcharakter, und „Four (Acts of Love)“ ist dem Popthema schlechthin, der romantischen Liebe gewidmet. Über das Attribut „romantisch“ könnte man ganze Bibliotheken füllen. Hier soll genügen, dass wenige Begriffe derart unterschiedlich gebraucht werden, und dass alle, die in Harveys Album ein süßliches Melodrama erwarten, ein paar – wie ich hoffe, erfreuliche – Überraschungen erleben werden. Die romantische Liebe &#8211; „ihr Werden, ihr Bestehen, ihren Verlust und ihren Platz im Universum“, wie das Label mitteilt – offenbart sich hier in ihrer projektiven, mitunter tragischen, v.a. aber stets flüchtigen und ungriffigen Form und wird am Ende doch mehr gefeiert als dämonisiert. Bekennt sich der Sänger in „Praise the Earth“ zur uncoolen, idealisierenden Projektion, dann geschieht dies im Wissen um Vergeblichkeit und Irrealität, ein trauriger, aber auch genügsamer Beiklang ist weder im Timbre, noch in der Wortwahl zu überhören. Liebe ist Staub, überschattet von Kummer, heißt es im schlussgebenden „Fairy Dust“, und zwischen diesen Polen ist mancher Perspektivwechsel möglich.</p>
<p>Geht es zu Beginn noch recht schöngeistig und voller Songwriter-Pathos zu, so verleiten mich ein paar weitere Songs zu einem der größten Verbrechen der Musikschreiberei: einem Tom Waits-Vergleich. Interessanterweise betrifft dies zwei der Coverversionen. PJ Harveys „Glorious“ wird mit Distortion und viel Whiskey in der Stimme zu einem vordergründig abgeklärten Lamento über das Scheitern, während die Gezeiten wie immer ihren Gang gehen und das Universum sich einen Dreck um die Tragik der kleinen Seele schert. Die aufgewühltesten „Swordfishtrombones“-Momente beinhaltet „Summertime in New York“ von Outsider-Folkie Exuma, das bei Harvey kurzerhand im Noiserock-Koffer landete. Stücke von Van Morrisson, The Saints und Roy Orbison wurden wohl wegen der passenden Texte ausgewählt und geraten zu Chansons und nettem Folkpop. Zu den überzeugendsten Arbeiten zählen allerdings Harveys zum Teil abstraktere Eigenkompositionen, die hier und da mit rauem Feedback und dämonischem Flüstern aufwarten. Hervorhebung verdient das grandiose Instrumentalstück „Midnight on the Ramparts“ &#8211; selten habe ich einen so überzeugenden Morricone-Abklatsch gehört mit feierlicher Lagerfeuergitarre und einem pfeifenden Outlaw, wahrscheinlich direkt via Zeitmaschine eingeflogen aus einem der andalusischen Western-Drehorte.</p>
<p>Will man Harvey nun mit einschlägigen Kollegen vergleichen, dann sollte das nicht irgendwelchen Schubladen Vorschub leisten, und dass die Melbourner Veteranen alle düsterromantisch-angebluest sind, ist ja hinlänglich bekannt. Man könnte nun darauf hinweisen, dass Harvey als Songwriter weniger doppelbödig-abstrakt vorgeht als Simon Bonney, sein Instrumentarium weniger rustikal klingen lässt als Hugo Race und zuguterletzt weniger den verwegenen Edel-Hobo raushängen lässt als Meister Cave. Anders gewendet könnte man auch seine ernsthafte, etwas manirierte und bei aller Sensibilität doch direkte Emotionalität betonen. Dass all dies hier viel souveräner umgesetzt wurde als auf dem noch etwas rührseeligen Vorgänger sollte die Hoffnung nähren, dass seine Post-Bad Seeds-Phase noch einiges zu bieten hat.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.mute.com">Mute</a></strong></p>
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		<title>HUGO RACE FATALISTS: We Never had Control</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Mar 2013 00:04:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/03/hugoracefatalistsweneverhadcontrol.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6448" title="hugoracefatalistsweneverhadcontrol" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/03/hugoracefatalistsweneverhadcontrol-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Er ist sicher einer der aktivsten Vertreter der alten Melbourner Blues Punk-Riege: Hugo Race, der nach einer kurzen Bad Seeds-Zeit solo und mit diversen Bands aktiv war und über mehr als dreißig Jahre kaum längere Ruhepausen nötig hatte. Der stets die Grenzen der ihn formenden Kultur erweiterte und notfalls auch durchbrach – vom bluesigen Gitarrenrock Australiens zu den Tuareg in Mali, zu seinen indigenen Landsleuten, zu alten Protestsongs und zur Hippiekultur, die man in den kühlen, fatalistischen 80ern so hasste.<span id="more-6447"></span></p>
<p>Womit das entscheidende Stichwort zum Stand der Dinge gefallen ist: Die Fatalists, Race&#8217; derzeitige Kollaborateure, entlehnten den Namen einem seiner früheren Albumtitel und bestehen primär aus Antonio Gramentieri und Diego Sapignoli, die ansonsten unter dem Namen Sacri Cuori soliden Gitarrenambient spielen. Was hier mit Unterstützung weiterer Gäste auf die Beine gestellt wurde, ist ein erdiges, primär akustisches Songalbum, das in seinem ungeschliffenen Wohlklang nicht nur an klassische True Spirit-Werke anknüpft, sondern auch einiges in den Schatten stellt, was seit Jahren als Americana vermarktet wird und in den Fußstapfen des Man in Black herumgeistert. Man könnte glatt denken, versehentlich ein Sacri Cuori-Album aufgelegt zu haben, wenn man unverhofft in das sakrale Dröhnen eintaucht, das einen zu Beginn mit dem verwunschenen Klang eines Glockenspiels umfängt. Oder man denkt an die schon länger angekündigte Zusammenarbeit mit Pantaleimon. Doch die schlichte Zupfgitarre und die tieftönende Gesangsmelodie demonstrieren schnell, dass hier mit weit weniger abstrakten Mitteln gearbeitet wird. Mit wenigen Kunstgriffen und frei von Opulenz wird eine rustikale Szenerie entworfen, die mit der rumpeligen Perkussion und den urtümlichen Rasseln schnell ins Klischee kippen könnte, erst recht, wenn Geigensoli für Ornamente sorgen. Folksongs mit einem Touch von Country und Blues vertragen sich nicht wirklich mit Schmalz, auch allzu verwegene Gesten, möglichst ironiefrei vorgebracht, würden dabei schnell angestrengt wirken. Race und seine Fatalisten setzen dem eine Unaufdringlichkeit entgegen, die stets genügend Markanz aufweist, um nicht introvertiert zu wirken – von den Jüngeren weiß dies noch als erster Wooden Wand zu beherzigen.</p>
<p>Es zieht sich durch das ganze Album, das Rustikale, Ungeschliffene, auch die souveräne Genügsamkeit, die man so schwer an einem bestimmten musikalischen Merkmal festmachen kann: durch bluesigen Darkfolk, durch gelöste Popsongs, durch wenige Uptempo-Nummern mit elektronischem Takt bis hin zum rauen Titeltrack, der auch ohne elektrische Gitarre ein kratziger Rocksong ist. Nicht nur in ihm finden sich Momente, die sich offenkundig aus den 60ern auf das Album geschlichen haben. Retro? Ja, aber bei solcher Musik gehört das dazu und muss nicht betont werden, auch nicht bei den Lyrics, die sich bereitwillig aus der Phrasenkiste der Rockballadenkunst bedienen: verwegen, melancholisch, fatalistisch, doch ohne je in platte Resignation zu kippen. Das melancholische Artwork, dass offen gesagt etwas an die Postermode in Mädchenzimmern der 90er erinnert, legt da eher eine falsche Fährte.</p>
<p>Irgendwie steht der etwas hartnäckige Winter dieses Jahr auch im Zeichen eines kleinen Australien-Revivals, Nick Cave ist in aller Munde, Crime and the City Solution feiern ihr Comeback und Mick Harvey wird in Kürze neue Aufnahmen herausbringen. „We Never had Control“ ist ein fantastisches Album und sollte im Zuge dessen an vorderster Front genannt werden.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.gusstaff.com">Gustaff Records</a></strong></p>
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