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	<title>African Paper &#187; Bass Communion</title>
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		<title>BASS COMMUNION: Sisters Oregon</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Nov 2017 09:33:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das erste völlig neue, eigenständige Album seit sechs Jahren (die letzte Vollzeitveröffentlichung war „Cenotaph“) zeigt Porcupine Trees Steve Wilsons Droneprojekt als Teil der auf diesen Seiten schon mehrfach besprochenen „Substantia Innominata“-10‘‘-Reihe von Drone Records. Der thematische Schwerpunkt dieser nun die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/11/18/bass-communion-sisters-oregon/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/Bass-Communion.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14546" title="Bass Communion" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/Bass-Communion-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das erste völlig neue, eigenständige Album seit sechs Jahren (die letzte Vollzeitveröffentlichung war „Cenotaph“) zeigt Porcupine Trees Steve Wilsons Droneprojekt als Teil der auf diesen Seiten schon mehrfach besprochenen <a href="http://www.substantia-innominata.de/">„Substantia Innominata“</a>-10‘‘-Reihe von Drone Records. Der thematische Schwerpunkt dieser nun die Nummer 25 erreichten Reihe sind Aufnahmen „inspired by or related to ‘the Unknown‘ around or within us.“ <span id="more-14544"></span></p>
<p>Der erste Teil von „Sisters Orgeon“ wird bestimmt von Dröhnen, Knarzen, so etwas wie perkussiven Momenten, Knistern, einer gewissen Unruhe: Im weiteren Verlauf scheinen Stimmen aus dem Äther zu dringen. Insgesamt ist das ein relativ dunkler und düsterer Beginn.Teil 2 setzt dann aber andere Akzente und wird von melodischeren Drones bestimmt, die an- und abzuschwellen scheinen. Es ist eine im Kontext solcher Musik sicherlich etwas abgegriffene Metapher, aber man muss fast unweigerlich an den Ozean denken. Der die B-Seite eröffnende dritte Teil lässt das Ausgangsmaterial (Aufnahmen eines Jungenchors), auf dem alle Teile von „Sisters Oregon“ basieren, klarer erkennen. Der wortlose Chor, der hier ertönt, erzeugt eine fast schon sakrale Atmosphäre und der Hörende fühlt sich, als wohne er einem Sonnenaufgang bei.  Der vierte Teil klingt dagegen reduzierter, mysteriöser, hier scheinen die Stimmen, die im Hintergrund auftauchen, aus fernen Welten/Dimensionen zu ertönen.</p>
<p>Ob der Titel der 10&#8221; auf deine Stadt in Oregon oder aber auf etwas völlig anderes verweist, spielt eigentlich keine Rolle, denn es bedarf keines (Verständnisses des) Überbaus, um von der klanglichen Fülle dieser knappen halben Stunde beeindruckt zu werden.  Überzeugende Musik funktioniert auch ohne solches Beiwerk . All denen, die irrigerwiese denken, dass (im weitesten Sinne) Dronemusik eindimensional oder monoton sei, zeigt „Sisiters Oregon“, wie variantenreich man mit Klamngmaterial umgehen kann und wenn es im Presseinfo heißt, dass es der Platte gelinge, „transcendental beauty of the highest degree“ zu erreichen, dann sollte man das nicht voreilig als hyperbolischen Promosprech abtun, sondern vielmehr als eine angemessene Beschreibung dieser 10‘‘ verstehen. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.dronerecords.de/">Drone Records</a></strong></p>
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		<title>Vibrant Demons: Andrew Liles als Zeichner der organischen Groteske</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Apr 2013 05:28:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Andrew Liles ist vor allem als Musiker bekannt. Schon in den 90ern ein unermüdlicher Bastler, machte er zunächst eher sporadisch mit minimalistischen Soundexperimenten von sich reden, meist in kleineren Auflagen auf CDr. Durch stetes Experimentieren vergrößerte sich sein Renommee recht &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/04/27/vibrant-demons-andrew-liles-als-zeichner-der-organischen-groteske/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/lilesmonsterliles.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6737" title="lilesmonsterliles" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/lilesmonsterliles-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Andrew Liles ist vor allem als Musiker bekannt. Schon in den 90ern ein unermüdlicher Bastler, machte er zunächst eher sporadisch mit minimalistischen Soundexperimenten von sich reden, meist in kleineren Auflagen auf CDr. Durch stetes Experimentieren vergrößerte sich sein Renommee recht bald, und die vor sechs Jahren erschienene <a href="http://andrewliles.bandcamp.com/album/the-complete-vortex-vault-recordings-remastered">„Vortex Vault“-Reihe</a> ist aus der Geschichte soundorientierter Musik längst ebenso wenig wegzudenken wie seine Arbeiten mit Nurse With Wound, Liles&#8217; wohl bekanntestem Nebenschauplatz zusammen mit Current 93. Die Zahl seiner musikalischen Kollaborationen ist groß, mit Daniel Menche, Bass Communion und Jean-Hervé Peron sind nur die bekanntesten genannt. <span id="more-6720"></span></p>
<p>Von Beginn an spielte die Tonträgergestaltung eine wichtige Rolle in Liles&#8217; Arbeiten, und wenngleich er in den frühen Jahren ganz unterschiedliche visuelle Ausdrucksweisen ausprobierte, lassen sich in seinen meist digitalen Coverdesigns doch Schwerpunkte erkennen: Einerseit nahmen fotografierte Puppen und Figuren mit puppenhaftem Aussehen einen großen Raum ein, was sicher auch im Kontext seiner Vorliebe für Künstler wie Hans Bellmer und Jan Svankmajer zu sehen ist. Einen anderen Schwerpunkt bilden Referenzen zur Bildsprache des viktorianischen Zeitalters, die seinem Artwork einen nostalgischen, stets aber in der Überzeichnung auch ironischen Beigeschmack verliehen. Erst in den letzten Jahren wurden die visuellen Aspekte seiner Releases in der Presse stärker hervorgehoben, was sicher dem konzeptuell stringenten Artwork seiner aktuellen Reihe zu verdanken ist – einer schier endlosten Serie an Platten, Printmedien, Downloads und zahllosen Merchandise-Artikeln zum Thema „Monster“, die hoffentlich noch lange weitergeführt wird. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/pripanic2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6852" title="pripanic" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/pripanic2.jpg" alt="" width="300" height="449" /></a>Das digitale Design der Monster-Serie hat den Stil grostesker Comics mit schematisch gezeichneten Chimären, die trotz ihres aufgeräumt anmutenden Minimalismus und den einfachen Spielzeugfarben vor sleaziger Erotik übersprudeln und von einem Sinn für schwarzen Humor zeugen. Weniger bekannt ist, dass der passionierte Autodidakt seit einiger Zeit auch unabhängig von seinen Tonträgern als visueller Künstler aktiv ist. Auf eine Auswahl dieser Arbeiten stößt man eher beiläufig beim Stöbern auf seiner umfangreichen Webseite, wo sie unter der unscheinbaren Überschrift „Original Artwork“ aufgeführt sind. Interessant ist, dass diese Werke eine stilistisch ganz andere Seite seines Schaffens darstellen, und ohne entsprechendes Wissen kämen wohl die wenigsten darauf, dass die Arbeiten – allesamt Feder- und Buntstiftzeichnungen auf schwarzem Tonpapier – vom gleichen Künstler stammen. Verbindendes Element der seriell anmutenden<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/elongongated2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6853" title="elongongated" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/elongongated2.jpg" alt="" width="300" height="442" /></a> Kompositionen ist ihre unheimliche, bedrohliche Austrahlung, etwas Dämonisches, das schon in manchen der Titel angedeutet ist: „Cycloped“, „The Fur Faced Boy“ und „Old Father Grime“ sind einige der Werke betitelt. Auf einer derart allgemeinen Ebene ist die Gemeinsamkeit mit dem comichaften Monster-Artwork durchaus evident, und natürlich steckt in den skurrilen Körpern und Physiognomien oder in einem Titel wie „Sprite on Coke“ manch humoresker Zug. Dennoch haben die Zeichnungen eine ganz eigene Handschrift. Wollte man dem jeweiligen Stil eine Musik zuordnen, dann lassen viele seiner Coverdesigns an eine coole, futuristiche Surfrockvariante denken, die Zeichnungen dagegen erinnern an klassische Psychedelia, an Urtümlich-Archaisches, und stilistisch stehen sie ohnehin der Folk- und Outsiderart recht nahe. Alle Bilder der Reihe gehen von einem schwarzen Hintergrund aus – in der fertigen Komposition ist dieser bei manchen Arbeiten nur noch undeutlich erkennbar, meist jedoch<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/hypnophantasmo1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6854" title="hypnophantasmo" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/hypnophantasmo1.jpg" alt="" width="300" height="434" /></a> bildet er die Basis für ein kontrastives, leuchtendes Farbenspiel, das viel zu der gespenstischen Grundstimmung der Arbeiten beiträgt. Der flächige Eindruck der Bilder wird durch geschwungene, stark bewegte Einzellinien erzeugt, die in ihrer unüberschaubaren Vielfalt figürliche Formmuster bilden. Diese fließenden Muster lassen vielfältige Assoziationen zu, allem voran entsteht ein für Folkart typischer Eindruck des Floralen, Organischen. Aufgrund der Farben sind ebenso Assoziationen zu Feuer, zu züngelnden Flammen möglich. Die Figuren, die sich aus diesem unübersichtlichen Wulst aus im einzelnen klar konturierten Linien manifestieren, sind allerdings im Gesamtbild niemals fixierbar, sondern stets unbestimmt bewegt. Interessant ist dabei, dass die Farbgebung der Einzellinien sehr vielfältig ist; insofern wirken die Werke weniger monochrom, als dass sie vielmehr farblich vibrieren. Gleichwohl werden aber in der sich so ergebenden amorphen Figur ganz bestimmte Akzente <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/cycloped.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6724" title="cycloped" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/cycloped.jpg" alt="" width="300" height="428" /></a>gesetzt: Meist sind es die Augen oder andere Gesichtspartien der Figuren, die eine besondere Betonung erfahren und die mythischen Gestalten dieser urtümlichen Parallelwelt direkt mit dem Betrachter in Kontakt treten lassen. Eine <a href="http://www.andrewliles.com/links/original_art.php">größere Auswahl an Zeichnungen findet sich hier</a>, einige neue Werke sind <a href="http://www.transformed.de/programm.html">am 15. Juni auf dem Epicurean Escapism Festival in Berlin</a> zu sehen.</p>
<p>(T.M. &amp; U.S.)</p>
<p>Abbildungen: 1. Pripanic, 2. Elongongated, 3. Hypnophantasmo, 4. Cycloped.</p>
<p><a href="http://www.andrewliles.com">andrewliles.com</a></p>
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		<title>SAND SNOWMAN: Nostalgia Ever After</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Innerhalb des populärkulturellen Bewusstseins wird die Rubrik “Folk” heute wohl eher von amerikanischen Vertretern ausgefüllt. Warum das so ist, könnte der Stoff für lange Überlegungen sein. Vielleicht stehen die meisten Musikkonsumenten der amerikanischen Kultur einfach näher als der englischen, sei &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/sand-snowman-nostalgia-ever-after/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/sandsn.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-847" title="sandsn" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/sandsn-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Innerhalb des populärkulturellen Bewusstseins wird die Rubrik “Folk” heute wohl eher von amerikanischen Vertretern ausgefüllt. Warum das so ist, könnte der Stoff für lange Überlegungen sein. Vielleicht stehen die meisten Musikkonsumenten der amerikanischen Kultur einfach näher als der englischen, sei es im Guten oder im Schlechten. Vielleicht gibt es im amerikanischen Raum aber auch einfach mehr ambitionierte Labels, die sich relevanten Neuerungen auf dem Gebiet traditioneller Musik widmen. <span id="more-185"></span>An einem Mangel an interessanten englischen Folkmusikern kann es jedenfalls nicht liegen. Unter anderem zeigte dies vor einigen Jahren eine Compilation namens “John Barleycorn Reborn”, auf der sich auch ein Song der noch jungen Band SAND SNOWMAN befand.</p>
<p>SAND SNOWMAN ist das Projekt eines Menschen namens Sand, der sich selbst einen griesgrämigen Winterschläfer nennt und seit ein paar Jahren eine Schar illustrer Weggefährten ins Boot holt, um zusammen eine Reihe äußerst verwunschener Klänge hervorzuzaubern. Eine geheimnisvolle Sängerin namens Moonswift gehört dazu, ebenso ein etwas bekannterer Herr, der für die Elektronik zuständig ist – kein Geringerer nämlich als Steven Wilson, Betreiber des experimentierfreudigen Klangzauberprojektes BASS COMMUNION, bedient die Regler. Ihm ist es wohl auch zu verdanken, dass Sands Musik beim Beta Lactam Ring-Label untergekommen ist, das bezeichnenderweise jenseits des Atlantik zuhause ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein Blick auf die Trackliste des zweiten Albums „Nostalgia Ever After“ lässt ein mythisches Grundinteresse der Band erahnen, sicher auch einen Hang zur dichterischen Romantik, und wenn es sein muss, dann scheut man auch nicht vor ein bisschen Kitsch zurück. Das Rad des Jahres wird beschworen, die Ewigkeit im Zyklus von Werden und Vergehen besungen. Natursymbole, vor allem Blumen prägen Teile des Bildes, bereitwillig gepackt in blumige Nostalgie. Die Flamme, die Wellen, die schlafende Stadt bilden die bevorzugten Symbole des Schneemannes. Musikalisch dominiert ein durchgehend besinnlicher Ton, und das Resultat sollte genau das richtige sein für Hörer, die einst den zerbrechlichen Klängen von IN GOWAN RING verfallen sind, die ESPERS vielleicht noch etwas andersweltlicher mögen würden oder ein Faible für naturverbundenen heidnischen Folk urenglischer Prägung haben, für Bands wie ORCHIS und deren zahlreiche Verwandten.</p>
<p>Den Texten hingegeben bemerkt man schnell, dass es sich bei der Bildverwendung der Briten keineswegs um die Beschwörung eines trivialen Idylls handelt, und auch die Klänge sind trotz ihrer Besinnlichkeit nicht frei von Brechungen und spröden Elementen aller Art. Des öfteren umschwirrt allerlei unaufgeräumte und gleichsam durchdringende Perkussion die lieblichen Gitarren und den verhuschten Sopran der Sängerin, der bisweilen an JOSEPHINE FOSTER erinnert. Dass etliche Nebengeräusche bei der Aufnahme nicht herausgemischt wurden verleiht dem Klangbild zusätzlich eine ungezwungene und angenehm amateurhafte Live-Atmosphäre. An manchen Stellen unterstützt ein cooler, fast jazziger Bass die Urtümlichkeit des Klangbildes, während er zugleich der schönen und poppigen Seite entgegen wirkt.</p>
<p>“Nostalgia Ever After” rührt an einige bekannte Strukturen – mal mag man sich an Filmmusik der 70er erinnert fühlen, mal an geheimnisvolle mittelalterliche Musik, die hinter verschlossenen Türen ihren ganz eigenen Zauber entwickelt hat – schön, beinahe zu schön, wenn da nicht der spröde Gesang wäre. Wünschen wir Sand mal einen guten Winterschlaf – in der Hoffnung, dass er uns im nächsten Herbst erneut mit den Früchten seiner Grießgrämigkeit erfreuen wird. (U.S.)</p>
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