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	<title>African Paper &#187; BJ Nilson</title>
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		<title>BJ NILSEN: Irreal</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2021 03:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[BJ Nilson]]></category>
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		<description><![CDATA[Die zahlreichen Klänge, die BJ Nilsen, der älteren Semestern noch von seinen Projekten Morthound und Hazard her bekannt sein könnte, auf &#8220;Irreal&#8221; zu einem dichten, feinmaschigen Gewebe zusammengefügt hat, wurden in den letzten Jahren an unterschiedlichen Orten der Welt von &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/08/21/bj-nilsen-irreal/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/07/irrealcover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-26141" title="irrealcover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/07/irrealcover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die zahlreichen Klänge, die BJ Nilsen, der älteren Semestern noch von seinen Projekten Morthound und Hazard her bekannt sein könnte, auf &#8220;Irreal&#8221; zu einem dichten, feinmaschigen Gewebe zusammengefügt hat, wurden in den letzten Jahren an unterschiedlichen Orten der Welt von Westeuropa bis Ostasien aufgenommen. Im Rahmen des Albums jedoch, das als dreiteilige, dröhnende Suite konzipiert ist, werden sie zur Soundkulisse eines ganz eigenen, dem Titel entsprechend imaginären Schauplatzes. <span id="more-26140"></span></p>
<p>Dieses Setting erinnert an vielen Stellen an eine vom Wind durchwehte Rumpelkammer, in der es in allen Ecken knallt und knackt und rumpelt, unheimliches Schaben und Kratzen (an der Tür?) macht sich kurz bemerkbar, ähnlich etwas, das eine menschliche Stimme sein könnte, doch genau weiß man das nicht: Alle Sounds, die im Opener auftauchen, die manchmal ganz im Zentrum des geschehens stehen, dann wieder in voluminöser Dröhnung verschwinden, bleiben seltsam ungreifbar, da sie so kunstvoll miteinander vermengt sind. Irgendwann fällt auf, dass die Klangfolgen repetitiver, hypnotischer geworden sind, und ein fast meditativer Wahrnehmungsmodus stellt sich ein und lässt auch abrupte Detonationen gegen Ende anders hören.</p>
<p>Das folgende &#8220;&#8221; beginnt mit einem sanften Schwebedrone, doch dass hier eine generell einlullendere Stimmung vorherrscht, kann ebenso von dem zunächst fast heimeligen Regenschutt herrühren, dem quietschende Möwen zusätzliches Kolorit verleihen. Doch mit der angenehmen Regression ist es bald vorbei, denn fast unmerklich zunächst steigert sich dar Schutt in ein sintflutartiges Chaos, in welchem die Zivilisation &#8211; zumindest suggerieren verzweifelte Schreie und dramatisches Rumpeln dies &#8211; recht abrupt &#8220;rückgebaut&#8221; wird. Kaum jemand würde es Nilsen übelnehmen, wenn alles in purem Lärm enden würde, aber hier wird auf einen offenen, trotz hochfrequenter Fiepstöne ambivalenten Schluss gesetzt.</p>
<p>Das abschließende &#8220;Beyond Pebbles&#8230;&#8221; erstreckt sich über eine halbe Stunde, und lässt sich folglich mehr Zeit im Aufbau. Einmal mehr macht die langsam wellenförmige Dröhnung, was sie besonders gut kann, nämlich die angefixten Ohren angenehm in Watte packen. Erst nach einer ganzen Weile hört man, wie schwere Türen quietschend und knarrend geöffnet werden, und aquatische Sounds machen sich breit. Die Situation würde manch einen an Nurse With Wounds himmlische Salzmarie erinnern, wären dan nicht die Vögel und anderen Tierstimmen, die die apokalyptischen Szenerie gleichsam parodieren.</p>
<p>Und wieder fällt das Ungreifbare dieser drei Suiten ins Auge, das Anfang und Ende sein könnte und ernste Dramatik ebenso wie Humor umfasst. Wenn sich kurz vor dem leise verebbenden Schluss noch einmal die krachenden Gezeiten laut aufbäumen, kann man sich eine Welt ohne Sintflut &#8211; ob real oder irreal &#8211; kaum noch vorstellen. (A.Kaudaht)</p>
<p><strong>Label: Editions Mego</strong></p>
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		<title>MORTHOUND: Off The Beaten Track The Light Don&#8217;t Shine</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2015 08:32:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Betrachtet man die düstere Industrial-Riege der 90er und vergleicht diese mit der gediegenen und nicht selten etwas hippen heutigen Soundart-Szene, die man auf der CTM erleben kann und über die Monat für Monat der Wire berichtet, so kommt man zu &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/09/12/morthound-off-the-beaten-track-the-light-dont-shine/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/raubbau-raub038-x3.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10852" title="raubbau-raub038-x3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/raubbau-raub038-x3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Betrachtet man die düstere Industrial-Riege der 90er und vergleicht diese mit der gediegenen und nicht selten etwas hippen heutigen Soundart-Szene, die man auf der CTM erleben kann und über die Monat für Monat der Wire berichtet, so kommt man zu dem Schluss, dass es zwischen diesen beiden Subkulturen kaum Berührungspunkte gibt. Dennoch hat Benny Nilsen, der sich mittlerweile BJ nennt, als einer der wenigen den Sprung von der einen in die andere Szene geschafft und tanzt mittlerweile auf beiden Hochzeiten. Sein Projekt Morthound, vor rund zwanzig Jahren einer der klassischen Exponenten des<span id="more-10851"></span> dunklen Industrial und des Cold Meat-Labels, galt lange als abgeschlossen, bis sich im letzten Jahr die Lebenszeichen häuften, namentlich ein Auftritt auf dem Epicurean Escapism-Festival und eine <a href="http://www.discogs.com/Morthound-Mortology/release/5177734">5-CD-Box mit allen vier Alben sowie unveröffentlichtem Material unter dem Titel &#8220;Morthology&#8221;</a>.</p>
<p>Dass Nilsen Morthound auch als Studioprojekt wiederbeleben würde, lag somit in der Luft, und alle Erwartungen bestätigen sich nun in Form von &#8220;Off the Beaten Track the Light don&#8217;t Shine&#8221;, einem Werk in vielen dunklen Farbschattierungen, dass nebenbei noch von Nilsens Erfahrungen mit Sampling und Feldaufnahmen profitiert. Für Die Hards der alten Schule werden in erster Linie die Tracks interessant sein, die besonders prägnant an das Frühwerk anknüpfen und dunklen Industrial bieten. Das ausladende „Between Midnight And Dawn“ ist so ein Stück, schon der Titel verweist unmissverständlich auf die episodische Reise durch dunklen Klanglandschaften, in denen unheilvolle Dialogfetzen in unterschiedlich starker Verfremdung mit hintergründigem Grollen und geheimnnissvollem Glühen überblenden. Oder das ebenfalls recht lange „Disquieted“, das zunächst auf ausgesprochen leisen Sohlen daherkommt und sich nach und nach, begleitet von cinematischen Spannungsmachern, zu einem wahren Inferno aus verzerrtem Rauschen hocharbeitet.</p>
<p>Schon bei diesen recht klassischen Tracks demonstriert der Musiker zwei seiner zentralen Fähigkeiten, nämlich mittels klanglicher Bewegung und angedeuteter Plastizität ein fast filmisches Raumgefühl zu suggerieren, begleitet von einem kunstvollen Umgang mit Geräuschen, bei denen er stets ein gutes Händchen für unterschiedliche Grade an Bearbeitung hat. Bei einigen seiner eher „dokumentarischen“ Arbeiten mit weitgehend naturbelassenen field recordings würde man sich eine solche Variationsbreite gelegentlich wünschen, aber das nur am Rande.</p>
<p>Zum Thema Variation gibt es aber auch bei „Off The Beaten Track..“ einiges zu sagen, denn die meisten der etwas kürzeren Stücke differenzieren den klassischen Morthound-Stil in die unterschiedlichsten Richtungen aus. Während „The Black Forest“ mit seine relaxten Ethno-Percussions noch gut zu der ambienteren Seite der klassischen Morthound passt, irritiert „The Munich Manual“ die Hörer mit der Illusion technoider Rhythmen, die sich jedoch als genial inkohärent erweisen und das Stück bald in einen Klangstrudel münden lassen, der in eine surreale Filmszene (ich kann mir David Lynch an der Stelle nicht verkneifen&#8230;) passen würde. „The Device“ beginnt mit enervierendem minimalistichem Geklicke, bis dass räudiges Grollen dem Spaß sein verdientes Ende bereitet und das Substrat für allerhand schemenhafte Soundfragmente bildet.</p>
<p>Letztlich ist das Album gerade deshalb ein gutes Comeback, da es an frühere Arbeiten zwar deutlich anknüpft, dabei aber trotzdem erst gar nicht versucht, 19 Jahre für null und nichtig zu erklären und somit ein wirkliches neues Kapitel einleitet. Es könnte spannend bleiben. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.raubbau.org/">Raubbau</a></strong></p>
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