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	<title>African Paper &#187; Bladud Flies!</title>
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		<title>ADAM GEOFFREY COLE / GREY MALKIN: Dwellings</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Feb 2022 06:16:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Adam Geoffrey Cole]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie schon nach &#8220;The Trappist and the Hare&#8221; hauen Adam Cole und Grey Malkin auch im Anschluss an ihren zweiten gemeinsamen Longplayer mit dem jüngst erschienenen &#8220;Dwellings&#8221; noch eine Lathe Cut-Single heraus, und einmal mehr wirken die beiden neuen Songs &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/02/12/adam-geoffrey-cole-grey-malkin-dwellings/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/02/dwellingscover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28672" title="dwellingscover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/02/dwellingscover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wie schon nach &#8220;The Trappist and the Hare&#8221; hauen Adam Cole und Grey Malkin auch im Anschluss an ihren zweiten gemeinsamen Longplayer mit dem jüngst erschienenen &#8220;Dwellings&#8221; noch eine Lathe Cut-Single heraus, und einmal mehr wirken die beiden neuen Songs mit ihrem wie unter einer vergilbten Patina verborgenen Folksound nicht wie übriggebliebenes Material aus dem vor gut einem Jahr erschienenen &#8220;II&#8221;.<span id="more-28671"></span></p>
<p>Was den Sound und die Atmosphäre der beiden songs angeht, wirken &#8220;Houses on a Hill&#8221; und &#8220;The World is a Closed Door&#8221; wie aus einem Guss: Entspanntes Gitarrenspiel zieht einen in eine Welt, die auf den ersten Eindruck noch eher nach Cole als nach Malkin klingt. Doch auch wenn die soundscapingen Elemente hier weniger stark präsent sind, macht dieser sich im Verlauf am deutlichsten durch sein Klavierspiel, ferner durch dezente E&#8211;Gitarren, Keyboard und Xylophon bemerkbar.</p>
<p>Ein getragener, vielleicht sogar dezent elegischer Grundton macht sich in den Songs bemerkbar, in denen sich textlich &#8211; zum Teil angeregt durch Aphorismen der Autorin und Mystikeren Simone Weil &#8211; einiges um Fragen der Einkehr dreht. Mit sich allein ist man freilich auch nicht immer hinter verschlossenen Türen, wie das verwendete Zitat von Sheridan Le Fanu &#8211; &#8220;But dreams come through stone walls, light up dark rooms, or darken light ones, and their persons make their exits and their entrances as they please, and laugh at locksmiths.&#8221; &#8211; illustriert.</p>
<p>Was immer in der Schwebe bleibt ist das Verhältnis zwischen einem Gefühl trostreicher Gelöstheit und Melancholie, wobei &#8220;The World is a Closed Door&#8221; vielleicht das schwermütigere der beiden Stücke ist. Wer das immer noch recht neue Jahr also mit einem besinnlichen Folk-Kleinod beginnen will, sollte sich eine der Scheiben zulegen. Ein neues Cole-Album mit einem kleinen Rückblick in alte Trappist-Tage steht dann auch bald ins Haus. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.reverbworship.com/future-grave">Future Grave / Reverb Worship</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2825866482/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>R.B. RUSSELL: Heaven&#8217;s Hill</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Oct 2021 05:34:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[R.B. Russell]]></category>
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		<description><![CDATA[R.B. Russell und seine Partnerin Rosalie Parker betreiben einen der wichtigsten Verlage für (im weitesten Sinne) unheimliche Literatur. Tartarus Press hat sich nicht nur verdient gemacht, das Vermächtnis Arthur Machens zu wahren oder (teils vergessene) Klassiker wiederzuveröffentlichen, sondern man ist &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/10/30/r-b-russell-heavens-hill/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/10/rbrusselheavenshill.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-27567" title="rbrusselheavenshill" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/10/rbrusselheavenshill-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://africanpaper.com/2014/08/02/r-b-russell-the-dark-return-of-time/">R.B. Russell</a> und seine Partnerin Rosalie Parker betreiben einen der wichtigsten Verlage für (im weitesten Sinne) unheimliche Literatur. Tartarus Press hat sich nicht nur verdient gemacht, das Vermächtnis Arthur Machens zu wahren oder (teils vergessene) Klassiker wiederzuveröffentlichen, sondern man ist auch immer wieder auf der Suche nach neuen Autoren. Dabei fällt auf, dass der Verlag auf gewisse Weise im wahrsten Wortsinne Avantgarde ist, wiederveröffentlichte man doch schon Robert Aickman und seine <span id="more-27537"></span>„strange stories“ in wunderschönen Editionen, lange bevor ein großer Verlag wie Faber &amp; Faber die Werke in preisgünstigen Paperbacks verfügbar machte. Sie sind Heim des augenblicklich produktivsten und elegantesten Verfassers von Geistergeschichten (<a href="http://africanpaper.com/tag/reggie-oliver/">Reggie Oliver</a>) und veröffentlichten die Erstauflage von Andrew Michael Hurleys Roman „The Loney“, der den Preis für das Buch des Jahres bei den British Book Industry Awards verliehen bekam. Jüngst erschien mit Andrew Komarnyckyjs „Erza Slef“ eine an Nabokov anspielende beeindruckende metafiktionale Tour de Force. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen, allerdings geht es im Folgenden weniger um Russells Qualitäten als Verleger, sondern als Autor, der eine Reihe von Romanen und Kurzgeschichten verfasst hat, die sich (natürlich, möchte man sagen) auch mit dem Unheimlichen, dem Merkwürdigen und Seltsamen beschäftigen.</p>
<p>In dem im Düsseldorfer Verlag <a href="http://africanpaper.com/tag/zagava/">Zagava</a> erschienenen Roman „Heaven&#8217;s Hill“ trifft die Hauptfigur Ruth Pritchard Oliver Dacey, einen alten Freund aus Kindertagen, wieder, der inzwischen für den britischen Nachrichtendienst arbeitet. Beim Abhören sogenannter Zahlensender, Kurzwellensender, zum Teil aus der Zeit des Kalten Kriegs, auf denen scheinbar zusammenhangslose Zahlenreihen endlos vorgelesen werden, hört Dacey plötzlich Mitteilungen, die seine und Ruths Abenteuer in fernen Ländern beschreiben, wie es sich die beiden vor Jahrzehnten in einem Kinderspiel namens International Travel ausgedacht haben. Als wäre das nicht genug, behauptet Dacey, mit Hilfe der Zahlensender könne er in der Zeit (zurück-)reisen und diese beschriebenen Abenteuer als jüngeres Selbst tatsächlich erleben. Bei dem Versuch das Mysterium zu lösen, gerät er unter Spionageverdacht und muss vor seinem Arbeitgeber fliehen.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/10/heaven-s-hill-zagava-300.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-27540" title="heaven-s hill zagava 300" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/10/heaven-s-hill-zagava-300.jpg" alt="" width="575" height="300" /></a></p>
<p>„Heaven&#8217;s Hill“, auf den Ort verweisend, der als Schauplatz des Geschehens dient, funktioniert auf mehreren Ebenen: Der Roman ist mit seiner Darstellung von Versuchen, den Verfolgern zu entkommen und alle Rätsel zu lösen, ein wahrer<em> page turner</em>, der einen immer weiter lesen lässt, wobei er fast durchgängig von einer spielerischen Leichtigkeit geprägt ist (auch wenn an einer Stelle &#8211; Vorsicht, Spoiler!- zwei Agenten in ihrem Auto ersticken) und sicher (nicht ganz zufällig) von Stimmung und Plot an Serien wie etwa „The Avengers“ (die im Deutschen vor etlichen Jahrzehnten als „Mit Schirm, Charme und Melone“ ebenfalls sehr polulär waren) anspielt und -knüpft. An einer Stelle heißt es: „&#8217;You&#8217;re only working on theories stolen from episodes of Dr Who&#8217;“.</p>
<p>Inmitten des spannenden Plots finden sich dann auch immer wieder metafiktionale Kommentare: Ruth beschreibt ihre Erlebnisse selbstreflexiv als „a bizarre mixture of James Bond and Mills &amp; Boon romance“ (was auch keine schlechte Charakterisierung des Romans ist). An anderer Stelle ist zu lesen: „My inner twelve-year-old is fascinated, but I admit it can be unnerving.“  Oder aber: „&#8217;When I watch movies […] I can sometimes be swept up in the story. But I&#8217;ve never experienced a fraction of the excitement I now feel&#8230;or the trepidation.&#8217;“</p>
<p>Es gibt Reflexionen über das Zeitreisen: „There are lots of paradoxes associated with time travel, and I forget the names of them, but the self-consistency principle trumps them all.“ Aber im weiteren Verlauf der  Geschichte manisfestieren sich dann doch diese Paradoxien, die das oben genannte Prinzip ad absurdum führen; etwa dann, wenn Ruth als junge Frau nach einer Zeitreise plötzlich in der Gegenwart ankommt und ihr mitgeteilt wird: „But your older self, the real you, is in the other room“. Da blickt dann durchaus Philip K. Dick um die Ecke. Am Ende muss Ruth feststellen, dass ihre und Olivers Reisen tatsächlich etwas hervorgebracht haben, was vorher nicht existiert hat: Es gibt „a closed loop of information that had no source.“ Ruth erfährt bei ihren Zeitreisen, wie insignifikant sie letztlich ist: „She had been dreaming of vast spaces filled with vague, shifting colours – impossible vistas sculpted out of the fabric of space and time itself. Her insignificance had been both a liberation und utterly soul-destroying.“ Eine deutlich an Lovecraft anspielende Passage.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/10/21-09-01-RUSSELL-Heavens-Hill-LET-MOCK-6433d1be1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-27551" title="21-09-01 RUSSELL Heavens Hill LET MOCK-6433d1be" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/10/21-09-01-RUSSELL-Heavens-Hill-LET-MOCK-6433d1be1.jpg" alt="" width="2000" height="1000" /></a></p>
<p>Auf einer weiteren Ebene gibt es auch Passagen, die ziemlich deutlich auf unsere Gegenwart verweisen: Ruth wird sich bei ihrer (Zeit-)Reise in die 60er bzgl. Lyndon B. Johnsons Voting Rights Act bewusst: „She hadn&#8217;t realised that there had still been so many means to disqualify African-Americans from voting“. Man muss fast unweigerlich an die Legion von Gesetzen denken, die in den USA in den letzten Monaten auf den Weg gebracht wurden, um Minderheiten das Abgeben der Stimme zu erschweren. Auch Überlegungen, dass vieles, was den Charakteren widerfährt, der feuchte Traum eines jeden Paranoikers ist, lässt an die hypertrophen Verschwörungserzählungen der Gegenwart denken.</p>
<p>„&#8217;It&#8217;s far more complicated than you could ever imagine.&#8217;“, heißt es gegen Ende, was man auch als Kommentar über diesen Roman sagen könnte.</p>
<p>Um auf den Anfang zurückzukommen: Dass Russell, der einen – wie oben ausgeführt – Verlag leitet, der im besonderen Maße Augenmerk auf Inhalt und äußere Präsentation legt, bei Zagava veröffentlicht, ist natürlich mehr als passend, denn schließlich hat der Verlag aus Düsseldorf sich in den vergangenen Jahren etabliert, als (Veröffentlichungs-)Ort hervorragender und herausragender zutiefst origineller genre- und gattungsübergreifender und aufwendig(st) gestalteter Bücher (von Nick Blinko, Mark Samueks, Reggie Oliver oder D.P. Watt, um nur ein paar wenige zu nennen).</p>
<p>Wer will, der kann Russells kürzlich veröffentlichtes Ambientstück „Heaven&#8217;s Hill, East Sussex“ beim Lesen  <a href="https://cousinsilas1.bandcamp.com/track/r-b-russell-heavens-hill-east-sussex">hören</a>, das der Lettered Edition als eine von Bladud Flies/The Bricoleur hergestellte Lathe Cut 7&#8221; beiliegt. (MG)</p>
<p><strong>Verlag: <a href="https://zagava.de/">Zagava </a></strong></p>
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		<title>THE BRICOLEUR: First Matter</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Feb 2014 07:41:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/01/thebricoleurfirstmatter.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8194" title="thebricoleurfirstmatter" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/01/thebricoleurfirstmatter-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vom visuellen Eindruck her ist „First Matter“, das Solodebüt des Briten Michael Lawrence, von einer fast unscheinbaren Eleganz, und könnte schon deswegen so manchen Freunden dunkler, sakraler Klangwelten entgehen – denn dass solche auch ohne Gargoyles und okkulte Symbole auskommen können, gerät bisweilen in Vergessenheit. Wer sich jenseits des Plakativen orientiert, kann bei The Bricoleur eine Musik entdecken, die nicht nur finster und urtümlich dröhnt, sondern auch sehr ausgereift wirkt, denn „First Matter“ ist nicht nur ein Erstling, sondern auch der Abschluss einer längeren Zeit des Experimentierens und Kollaborierens, bei der sich Lawrence Wege mit Musikern wie<span id="more-8193"></span> Richard Moult, Andrew Liles oder auch David Tibet kreuzten.</p>
<p>Dem Namen entsprechend verfolgt Lawrence tatsächlich einen an der musique concrète geschulten Bricolage-Ansatz, wobei der fast etwas trockene Begriff die vielfäligen Legierungen der verwendeten Klänge unterschlägt &#8211; auf „First Matter“ wird nicht nur gesamplet und montiert, viele Komponenten werden zur Unkenntlichkeit verfremdet und durchmischt. Was dabei zu einer dröhnenden Substanz verschmilzt, ist ausgesprochen düster. Die Tonfolgen, die anfangs durch das metallische Dröhnen und Rauschen wie durch eine massive Decke dringen, könnte den tieferen Tasten eines Klaviers entstammen, besser zu erkennen sind die choralartigen Gesangsspuren, die mehreren Stücken einen sakralen Ton beimengen. Ähnlich wirkungsvoll sind die Orgelbeiträge des primär als Thereminspieler bekannten Armen Ra. Lichtere Momente mit Soprangesang schaffen kurzzeitig etwas, das einer Song-Atmosphäre nahe kommt und mit kernigen, statischen Noise-Passagen kontrastiert.</p>
<p>Was nun, wie leider oft, in Effekthascherei ausarten könnte, gerät unter Lawrence&#8217; sensiblen Bastlerhänden zu einer subtilen Sache, deren Tiefe man erst bei voller Aufmerksamkeit registriert. Was einen dann erwartet ist eine dunkle, meditative Musik, die beim Hörer eine gewisse emotionale Leidensfähigkeit voraussetzt und niemals zum regressiven Wegdösen einläd. Bei entsprechendem musikgeschichtlichen Interesse hat man längst Assoziationen parat – mehr noch als die (lauteren und schrilleren) Current 93 der Anfangsjahre fallen mir die frühen, rituellen Arbeiten Ain Sophs ein. Der Current 93-Bezug ist dennoch nicht wegzudenken, denn kein Geringerer als David Tibet bereichert eines der Stücke mit einem beschwörenden, fragmentiert wirkenden Monolog und bedankt sich so auch für Lawrence&#8217; Beitrag zu Myninerest.</p>
<p>Die schlechte Nachricht: „First Matter“ ist schon eine ganze Weile draußen, und ob von den nacheinander erschienenen Releases auf Vinyl, Tape oder Lathe noch Exemplare erhältlich sind, ist fraglich. Man sollte es beim Label versuchen, ansonsten sind eine Neuauflage und natürlich eine Fortsetzung mehr als erwünscht. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://bladudflies.com">Bladud Flies</a>!</strong></p>
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		<title>MOMICK: s/t (Vinyl-Edition lim. 500)</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 07:03:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei Momick handelt es sich um ein noch recht junges Projekt, doch die beiden Betreiber Richard Moult und Michael Lawrence sind keine Unbekannten. Moult ist seit langem in verschiedenen Bereichen tätig. Wäre Magritte Landschaftsmaler gewesen und dazu Brite, dann hätten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/10/22/momick-st-vinyl-edition-lim-500/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/10/momick.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3073" title="momick" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/10/momick-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bei Momick handelt es sich um ein noch recht junges Projekt, doch die beiden Betreiber Richard Moult und Michael Lawrence sind keine Unbekannten. Moult ist seit langem in verschiedenen Bereichen tätig. Wäre Magritte Landschaftsmaler gewesen und dazu Brite, dann hätten seine etwas dunkleren Gemälde vielleicht ein bisschen wie die des frühen Moult ausgesehen, der in seiner jüngsten Schaffensphase einen abstrakteren, doch nicht minder dunklen Stil für sich entdeckt hat. <span id="more-3072"></span>Ähnlich seinen Bildern zeugen auch seine Klavierkompositionen von einem großen Verständnis für sensible Stimmungen in all ihren leisen, verhuschten Nuancen. Michael Lawrence, besser bekannt unter dem Namen the.bricoleur, ist Komponist von kernigen und niemals gefälligen Drones, die eine streckenweise sakral anmutende Qualität besitzen.</p>
<p>Schon in ihren angestammten Projekten konnten die beiden Musiker zeigen, dass ihre sichere Hand für schöne, sensible Klänge zugleich auch ein Schutzschild gegen Triviales ist. Allzu leicht nämlich laufen impressionistische Pianoteppiche und verhalten glühende Drones Gefahr, ins süßliche oder in nebelverhangene Naturromantik abzudriften. Lawrence und Moult ist das jedoch niemals passiert. Bei Moults letztjährigem Album „Ethe“ kümmerte sich unter anderem Lawrence um Aufnahme und Produktion, und eventuell legte die Erfahrung, wie gut die beiden musikalischen Visionen harmonieren, den Grundstein für ihr gemeinsames Projekt. Die sieben nur nummerierten Stücke auf dem gemeinsamen Album sind von einer meditativen Ruhe, die durch ein leichtes Auf- und Abbebben noch verstärkt wird. Im Zentrum steht ein verhalltes Piano, auf dem Akkorde von spröder Unaufdringlichkeit erklingen.</p>
<p>Die improvisierten Stücke spielte Moult ursprünglich live in einer kleinen Kirche ein, und überließ sie anschließend Lawrence&#8217; Bearbeitung im Studio. Der Aufnahmesituation geschuldet ist ein dumpfer und verrauschter Klang, durch den eine Hintergründigkeit gewahrt wird, die auch dann Bestand hat, wenn eine Melodie sich intensiviert und für Augenblicke pastoral wird. Ähnlich wie bei vielen Gemälden Moults erscheinen (Klang-)Figuren ganz plötzlich, tauchen nur schemenhaft auf, und fügen sich ins Bild, bis Lawrence&#8217; Dröhnen alles wieder in reine Form auflöst. Einige Momente von besonderer Intensität stechen heraus, der bedrohliche Klang in „two“ die verzweifelte Melancholie in „four“, das durch Mark Baigents Solo auf der Oboe an Markanz gewinnt. Oder zuletzt der fragile mantraartige Gesang eines weiteren prominenten Gastes in „five“: David Tibet, dessen Stimme sich übergangslos in den stetigen Fluss der Klänge einfügt.</p>
<p>Momick spielen eine Musik, die Aufmerksamkeit fordert, die beim hastigen Durchhören zu unrecht als dröge empfunden werden könnte und sich kaum als schöngeistige Hintergrundbeschallung eignet. Ihre feine Emotionalität kommt nur gelegentlich an die Oberfläche der verhuschten Klänge, wie ein kaum hörbares Echo aus einer anderen Zeit.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://bladudflies.com/">Bladud flies!</a></strong></p>
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