<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Blak Saagan</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/blak-saagan/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 15 Apr 2026 07:22:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>Un Sequestro Lungo 10.000 Anni: Monumentales Werk von Blak Saagan</title>
		<link>https://africanpaper.com/2026/03/13/un-sequestro-lungo-10-000-anni-monumentales-werk-von-blak-saagan/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2026/03/13/un-sequestro-lungo-10-000-anni-monumentales-werk-von-blak-saagan/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Mar 2026 03:58:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Annalisa Iembo]]></category>
		<category><![CDATA[Blak Saagan]]></category>
		<category><![CDATA[Canicola Edizioni]]></category>
		<category><![CDATA[James Jonathan Clancy]]></category>
		<category><![CDATA[Julinka]]></category>
		<category><![CDATA[Liz Van Der Nüll]]></category>
		<category><![CDATA[Majid Bita]]></category>
		<category><![CDATA[Maple Death Records]]></category>
		<category><![CDATA[Marija Gimbutas]]></category>
		<category><![CDATA[Philip K. Dick]]></category>
		<category><![CDATA[Samuele Gottardello]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://africanpaper.com/?p=50223</guid>
		<description><![CDATA[Nach fünf Jahren Pause kehrt Blak Saagan mit seinem bislang persönlichsten und offen politischsten Werk zurück: &#8220;Un Sequestro Lungo 10.000 Anni&#8221; erscheint am 8. Mai 2026 als 3xLP, digitale Edition sowie als Opale Limited Edition Boxset. Das über hundertminütige Triptychon &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/03/13/un-sequestro-lungo-10-000-anni-monumentales-werk-von-blak-saagan/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach fünf Jahren Pause kehrt Blak Saagan mit seinem bislang persönlichsten und offen politischsten Werk zurück: &#8220;Un Sequestro Lungo 10.000 Anni&#8221; erscheint am 8. Mai 2026 als 3xLP, digitale Edition sowie als Opale Limited Edition Boxset. Das über hundertminütige Triptychon entwirft, wie es vom Label heißt, den Soundtrack zu einer dystopischen Stadt, in der futuristische Fourth World-Visionen, meditative Trance, dunkle, industriell grundierte Texturen und mehr aufeinandertreffen. Hinter dem Projekt steht der venezianische Komponist Samuele Gottardello, der hier eine ebenso cinematische wie symbolisch aufgeladene Parallelwelt entwickelt.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/10000anni.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-50224" title="10000anni" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/10000anni.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-50223"></span></p>
<p>Das Album entstand in enger Zusammenarbeit mit dem iranischen Illustrator Majid Bita und bildet den zweiten Teil der Opale-Reihe, kuratiert von Maple Death Records und dem Verlag Canicola Edizioni. Jede Veröffentlichung der Serie verbindet Musik mit einem illustrierten Buch; im Fall von &#8220;Un Sequestro Lungo 10.000 Anni&#8221; umfasst die Box ein über 180 Zeichnungen starkes Werk Bitas, ergänzt durch eine gemeinsam verfasste Erzählung, Poster und eigens gestaltetes Packaging. Inhaltlich spannt das Album einen weiten historischen Bogen, eine Zeitreise durch Patriarchat, Monotheismus, Unterdrückung und Kapitalismus. Die Musik changiert laut Label zwischen Carpenteresken Synthie-Hymnen, beklemmender Cyber-Pulsation, persisch gefärbter EDM, kosmischer Library-Music-Architektur und brachialer Industrial-Strenge. Referenzen an Marija Gimbutas und Philip K. Dick stehen neben klanglichen Verweisen auf italienische Soundarchitekten wie Egisto Macchi und Nora Orlandi, während Momente maximaler Verdichtung an die industrielle Wucht von Godflesh oder Ramleh erinnern. Erstmals integriert Blak Saagan auch markante Gastbeiträge: Ambient Folk-Künstlerin Julinko, Producerin Annalisa Iembo (Jerome), Illustratorin Liz Van Der Nüll sowie Sänger James Jonathan Clancy erweitern das bislang primär instrumentale Werk Blak Saagans um weitere Ebenen. Die erste Single &#8220;Benzocrazia&#8221; ist ab sofort verfügbar.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1899240021/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2026/03/13/un-sequestro-lungo-10-000-anni-monumentales-werk-von-blak-saagan/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>V.A.: Invisible Comma</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/10/26/v-a-invisible-comma/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2024/10/26/v-a-invisible-comma/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Oct 2024 02:33:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Blak Saagan]]></category>
		<category><![CDATA[Martina Bertoni]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Beauchamp]]></category>
		<category><![CDATA[Trieste Science+Fiction Festival]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=43104</guid>
		<description><![CDATA[Dass Italien einige der produktivsten Communities für experimentierfreudige Musik und Klangkunst hat, ist weitgehend bekannt, und um dies zu belegen, muss man nicht einmal bis zu Luigi Russolos Rumorarmonio zurückgehen, es genügt schon &#8211; und das sage ich in gebührender &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/10/26/v-a-invisible-comma/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/Invisible-Comma-front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-43106" title="Opera senza titolo" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/Invisible-Comma-front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dass Italien einige der produktivsten Communities für experimentierfreudige Musik und Klangkunst hat, ist weitgehend bekannt, und um dies zu belegen, muss man nicht einmal bis zu Luigi Russolos Rumorarmonio zurückgehen, es genügt schon &#8211; und das sage ich in gebührender Bescheidenheit aus Ehrerbietung vor dem Thema &#8211; ein Blick auf unsere Seiten. Ein großer Bereich innerhalb dessen war stets die Produktion von Filmmusik (wer kennt sie nicht, die Werke aus der <span id="more-43104"></span>Generation von Morricone, Nicolai, Macchi und Ortolani oder die proglastigen Scores von Bands wie Goblin?) und dem, was meist mit dem englischen Begriff der Library Music beschrieben wurde: Produktionen, die speziell für eine mediale Nutzung angefertigt werden und eingebunden in ein spezifisches Lizenzsystem meist nicht im regulären Tonträgerhandel erhältlich sind.</p>
<p>Spricht man vom cinematischen Charakter einer Musik, dann ist damit bei aller Ungenauigkeit des Begriffs meist eine Qualität gemeint, die auf gewisse Weise eine Zwischenstellung zwischen tatsächlicher Filmmusik und den genannten Stockproduktionen einnimmt &#8211; das Potenzial einer Komposition, bewegte Bilder zu begleiten und sich so zur atmosphärischen Steigerung in deren Dramaturgie einzufügen. Mit der Compilation &#8220;Invisible Comma&#8221;, deren Cover eine halbsezierte Menschmaschine zeigt, haben die Betreiber des Trieste Science+Fiction Festival, das in den Tagen um Halloween in der weißen Stadt an der Adria stattfinden wird, eine Anthologie zusammengestellt, die eine große Bandbreite filmtauglicher Musik aus Italien präsentiert. Den Löwenanteil bestreiten tendenziell düstere Produktionen, die wie dafür gemacht scheinen, geheimnisvolle innere und äußere Welten zu erkunden.</p>
<p>Eröffnet wird die Sammlung von dem Track &#8220;Permacrisis&#8221; des aus Apulien stammenden Drummers und Elektroakustikers Marco Malasomma, der unter seinem Nachnamen firmiert. Das eindringliche Stück beginnt mit einer Alarmsirene, die Unheilvolles erahnen lässt und bald zu einem geloopten Kanon von Sirenen heranwächst, unter den sich irgendwann eine ähnlich unheilvolle Dröhnung schiebt. Irgendwann löst sich das ganze beinahe in einem zittrigem Tremolieren auf, und wenn die Sirenen wiederkehren, entsteht fast so etwas wie eine beruhigende Vertrautheit. Das sardinische Projekt Confrontational geht mit &#8220;Possession&#8221; in eine ganz andere Richtung, hier dominieren verspielte Synthie-Loops, verzerrter Gesang und sägende Gitarrenriffs, recht bald auch Beats, die mir &#8211; ganz persönlich subjektiv &#8211; etwas zu stoffelig sind. Ohne viel von dieser Musik zu verstehen, schätze ich, sie spricht Fans der Krupps der 90er an.</p>
<p>Lips Vago führt mit dem passend betitelten &#8220;Into The Uncertain&#8221; in eine ungewisse und gleichsam fast nostalgische Szenerie mit leichtfüßigen rhythmischen Noise-Loops und analogen Sounds, die an alte Computerspielmusik erinnern, wobei eine spielerische Leichtigkeit den Track durchzieht. Hinter dem Namen verbirgt sich Andrea Marutti, der seit den 90er-Jahren in der elektronischen Musik aktiv ist und hier seine Liebe zu Science-Fiction-B-Movies aus besseren Zeiten und archäologischen Mysterien durchscheinen lässt. Mit &#8220;A Cold Field&#8221; von Tristan Da Cunha wird es düster und metallen. Das mit Gitarre, Sampler und Laptop sowie Drums und Becken bewaffnete Duo kreiert eine vielschichtige Welt, die sich langsam entfaltet und schließlich zu einem satten, gleitenden Dröhnen avanciert. Diese atmosphärische Komposition erinnert an ein dunkles, wortloses Hörspiel und ist einer der Höhepunkte der Sammlung.</p>
<p>Ebenfalls beeindruckend und mitreißend ist der Producer Blak Saagan, <a title="BLAK SAAGAN: Se Ci Fosse La Luce Sarebbe Bellisimo" href="http://africanpaper.com/2021/09/04/blak-saagan-se-ci-fosse-la-luce-sarebbe-bellisimo/">dessen &#8220;Se Ci Fosse La Luce Sarebbe Bellissima&#8221; hier bereits vorgestellt wurde</a>. Mit den rauen Synth-Loops und kraftvollen Midtempo-Beats seines &#8220;Black Out a New York&#8221; lässt er eine dystopische Welt entstehen, die an hypnotische Soundtracks der 80er erinnert, als Giallo-Filme und andere Thriller bereits in die Jahre gekommen sind und noch einige späte Perlen hervorbrachten. Die Turiner Andrea Marini und Gabriele Maggiorotto alias SabaSaba lässt mit &#8220;Night Plotters&#8221; spannende Orchestralsounds auf elektronische Rhythmen treffen. Was zunächst an eine aufwühlende Stummfilmszene erinnert, entwickelt sich zu einer atmosphärischen Komposition, in der rocktaugliche Midtempotakte und flirrende Klänge dominieren, und die immer mehr ihre räumliche Tiefe und ihr elektrifiziertes Antlitz offenbart. Auch beschleicht einen immer mal das Gefühl, verhuschtes Hecheln und Flüstern zu vernehmen.</p>
<p>Der amerikanische Wahl-Piemonteser Paul Beauchamp, der schon SabaSaba im Studio zur Hand ging, präsentiert mit Chaos Shrine ein eigenes neues Projekt und setzt uns mit &#8220;Incidental Dimensions&#8221; einer soghaften Intensität aus. Hohe, geisterhaft-trunkene Stimmen schweben im Raum, begleitet von flatternden und rauschenden Details. Subtiles perkussives Rattern schwingt im Hintergrund, ohne jedoch einen klaren Takt zu bilden. Streicher und anderes Saitenspiel lingt an, und irgendwann macht sich ein harmonisches Dröhnen breit und und füllt die verbleibenden leeren Räume aus. Und wie man weiß, eignen sich solche harmonischen Aspekte bestens für unheimliche und bedrohliche Szenarien. Den Abschluss bildet Martina Bertoni mit &#8220;Closer (Portal)&#8221;, einem Stück, das sich von einer kleinen, einfachen melodischen Zelle zu einer komplexen Bewegung aus Drones entwickelt. Ihr Cello-Einsatz strahlt Wehmut aus, während flirrende, elektrifizierte Hochtöner eine unterschwellige Dynamik beifügen. Der Track entfaltet seine Spannung nach und nach und findet sein Tempo in einem kraftvollen Synthie-Finale. <a title="MARTINA BERTONI: Closer (Portal)" href="http://africanpaper.com/2023/07/29/martina-bertoni-closer-portal/">Wir hatten die Komposition bereits bei ihrer digitalen Erstveröffentlichung vorgestellt</a> und haben unserer Begeisterung wenig hinzuzufügen.</p>
<p>&#8220;Invisible Comma&#8221; ist eine beeindruckende Sammlung meist dunkler Soundart aus verschiedenen Musikszenen Italiens, die eine filmische Qualität und v.a. eine Tiefe offenbart, wie man sie selten in einer Sammlung findet, die zwangsläufig etwas heterogen bleiben muss. Ab dem 29. Oktober wird sie als CD auf besagtem Festival zu finden sein, ab dem 4. November ist sie auf dem <a href="https://www.youtube.com/@TriesteSciencePlusFiction">YouTube-Kanal des Festivals </a>verfügbar. (U.S.)</p>
<p><strong>Vertrieb: <a href="https://www.sciencefictionfestival.org/en/">Trieste Science+Fiction Festival</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2024/10/26/v-a-invisible-comma/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BLAK SAAGAN: Se Ci Fosse La Luce Sarebbe Bellisimo</title>
		<link>https://africanpaper.com/2021/09/04/blak-saagan-se-ci-fosse-la-luce-sarebbe-bellisimo/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2021/09/04/blak-saagan-se-ci-fosse-la-luce-sarebbe-bellisimo/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 Sep 2021 00:58:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Blak Saagan]]></category>
		<category><![CDATA[Maple Death Records]]></category>
		<category><![CDATA[Samuele Gottardello]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=26143</guid>
		<description><![CDATA[Samuele Gottardello, der sich Blak Saagan nennt und irgendwo im Umkreis der venezianischen Lagune mit Synthies und Drum Machines experimentiert, ist hierzulande eher ein Geheimtipp und allenfalls einigen italienischen Expats der Hauptstadt ein Begriff. Seine Kompositionen, die im Grenzbereich zwischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/09/04/blak-saagan-se-ci-fosse-la-luce-sarebbe-bellisimo/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/07/blaksaaganluce.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-26144" title="blaksaaganluce" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/07/blaksaaganluce-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Samuele Gottardello, der sich Blak Saagan nennt und irgendwo im Umkreis der venezianischen Lagune mit Synthies und Drum Machines experimentiert, ist hierzulande eher ein Geheimtipp und allenfalls einigen italienischen Expats der Hauptstadt ein Begriff. Seine Kompositionen, die im Grenzbereich zwischen New Wave, kosmisch-ambienter Elektronik und dem psychedelisch angehauchten Filmscores der italienischen 60er und 70er <span id="more-26143"></span>angesiedelt sind, taugen aber durchaus für ein größeres Echo.</p>
<p>Sein gerade erschienener Longplayer, dessen Titel &#8220;Gäbe es hier Licht, wäre es sehr schön&#8221; bedeutet, ist &#8211; vergleichbar dem Carl Sagan gewidmeten Vorgänger &#8220;A Personal Voyage &#8211; ein Konzeptalbum mit einem dramatischen historischen Hitnergrund, der in Gottardellos Land jedem ein Begriff ist. Es geht um den früheren italienischen Premier Aldo Moro und seine 1978 erfolgte Entführung durch die Terroristen der roten Brigaden.</p>
<p>Wer sich an den Songtiteln entlanghangelt und sie mit der Atmosphäre und den Sounds der entsprechenden Tracks verknüpft, dem entfaltet sich im Verlauf des Albums die geschichte der Entführung des Politikers, der neun Wochen seiner Gefangenschaft bis zu dessen ermordung und dem Fund der Leiche im Kofferraum eines Kleinwagens. Die zahlreichen Briefe, die Moro in der Zeit verfasste klingen an, ebenso die damals und bis heute kursierenden Fragen zur Rolle der Geheimdienste, und wie der Albumtitel bereits nahelegt, handelt es sich dabei um eine dunkle musikalische Reise durch eine altptraumhafte Welt.</p>
<p>Der Aspekt des Traumes ist hier nicht willkürlich genannt, denn von Beginn an erweist sich dei Musik als (oft recht angenehm) entrückt. Helle, kristallklare Synthiestrahlen blinken beim Auftakt in loophaften Invervallen auf und bilden einfache Ornamente, irgendwann kommt Takt und Groove hinzu und eine Assoziation zu frühen Kraftwerk stellt sich unwillkürlich ein. Viele der eher kurzen Stücke gehen unmittelbar in Ohr und Bein, in der Kombination aus Dröhnung, vibrierenden Hochtönern und dem ernsten Bereicht einer Reporterin entfaltet sich eine enorme Spannung und in &#8220;Saltano Le Pecorelle&#8221;, der ersten musikalischen Wegmarke mit ritueller Perkussion und kolorithaftem Akkordeon werden Goth- und No Wave-Gefilde mehr als nur gestreift.</p>
<p>Mit seinen wavigen Synthieparts, die sich imemr mal in schwindelerregende Höhen schwingen und den vielen knarrend hervorsteoßenen Noisebrocken demonstriert das Album nicht nur einen ganz genuinen stil, es ist zudem an Höhepunkten keineswegs arm. Gesamplete Sounds inklusive einer imaginären Klapperschlange, nostalgische Farfisa-Orgeln und orchestrale Wucht wecken in Tracks wie &#8220;Ore 9: Attacco al Cuore dello Stato&#8221; und &#8220;Lettera da Via Massimi&#8221; Erinnerungen an die Polizeifilme der 70er und ihre Scores von Komponisten wie Morricone.</p>
<p>Oft geht deutliches oder angedeutetes filmisches Streicherpathos in Wave über (&#8220;Apperitive Al Bar Olivetti&#8221;, &#8220;Achtung! Achtung!&#8221;), in &#8220;Dentro la Prigione del Popolo&#8221; wird in NWW-Manier eine fremdartige, sumpfige Welt erkundet, &#8220;E Lo Spettro Disse: Gradoli&#8221; lässt orientalisierende Flöten erklingen und im abschließenden Titelstück klingt das Album nach einer tränenschweren Tiefe im Gegenzoom aus.</p>
<p>Warum dieser historische Stoff gewählt wurde, ob ein Bezug zur Gegenwart angedeutet ist und wie sich &#8220;Se Ci Fosse La Luce Sarebbe Bellisimo&#8221; selbst zu seinem Thema positioniert, erschließt sich, vielleicht auch ein wenig wegen der Sprachbarriere, nicht unbedingt. Das intensive Hörerlebnis wird durch diese (gefühlte) Unterdeterminiertheit jedoch keineswegs angetastet.</p>
<p><strong>Label: Maple Death Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=337120932/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2021/09/04/blak-saagan-se-ci-fosse-la-luce-sarebbe-bellisimo/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
