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	<title>African Paper &#187; Brethren Of The Free Spirit</title>
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		<title>JOZEF VAN WISSEM: When Shall This Bright Day Begin</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2016 07:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Brethren Of The Free Spirit]]></category>
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		<category><![CDATA[Nika Roza Danilova]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit den Tagen mit den Brethren of the Free Spirit ist viel Zeit vergangen, eine Zeit, in der auch die Musik Jozef van Wissem extrovertierter, songhafter und im weitesten Sinne popkultureller geworden ist. „When Shall This Bright Day Begin“ präsentiert &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/02/27/jozef-van-wissem-when-shall-this-bright-day-begin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/02/wissembrightday.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11640" title="wissembrightday" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/02/wissembrightday-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seit den Tagen mit den Brethren of the Free Spirit ist viel Zeit vergangen, eine Zeit, in der auch die Musik Jozef van Wissem extrovertierter, songhafter und im weitesten Sinne popkultureller geworden ist. „When Shall This Bright Day Begin“ präsentiert den Lautenspieler zwischen besinnlichen Barock-Klängen und coolem Desert Rock, bei dem Ben Chasny die Saiten gespannt haben könnte. <span id="more-11639"></span></p>
<p>Viele Stellen des Albums sprechen eine von früheren Aufnahmen her bekannte Sprache: die Langsamkeit, mit der sich Strukturen zu erkennen geben, die subtilen Variationen, der meditative Zug, wenngleich die unterschwellige Aufgeregtheit, die so oft für eine reizvolle Spannung gesorgt hat, in vielen Stücken einem fast verbummelt genügsamen Ton gewichen ist. Schön, dass es im ornamentalen Picking der tiefen Saiten in „The Purified Eye of the Soul“ auch dafür eine Enklave gibt.</p>
<p>Van Wissem scheint mehr denn je das Unspektakuläre zu lieben, das durch lakonische Twangs und den doomig grummelnden Gesang in einigen Songs eine fatalistische Note bekommt. „Hast du dich jemals gefühlt wie du wolltest?“ heißt es sinngemäß in „Detachment“. Wem der Gesang zu aufgesetzt wirkt, der wird sich vielleicht über die Beiträge von Nika Roza Danilova von Zola Jesus freuen, die neben einigen backing vocals im Stück „Ruins“ mit ihrem gedehnten Gesang großartige Momente entstehen lässt. Im Symbol der Ruine, das außerdem in einigen lnterviewsamples vorkommt und ein Leitmotiv des Albums bildet, verdichtet sich ein weiträumiger Blick auf menschliches Schaffen, das in seinen besten Resultaten weder von ewigem Bestand noch kurzlebig ist, und das in seinem tragischen Bemühen berührt und Empathie verdient. Sagte nicht einmal jemand, dass vielleicht nur derjenige noch heroisch sein könne, der „trotzdem“ begehrt?</p>
<p>„When Shall This Bright Day Begin“ ist ein Album von einiger Tiefe, doch es hat auch ganz klar Momente, die von Gefälligkeit und den einfachen Effekten metallastiger Vocals geprägt sind. Für viele Gelegenheitshörer wird es wohl gerade deshalb so griffig und voller Wiedererkennungswert sein. Es wäre schön, wenn einige dennoch zu seinen rieferen Schichten durchdringen würden.</p>
<p><strong>Label: Consouling Sounds</strong></p>
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		<title>JOZEF VAN WISSEM: Nihil Obstat</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jul 2013 01:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alte Musik]]></category>
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		<description><![CDATA[Jozef van Wissem spielt Laute und wurde erstmals als eine Hälfte der Brethren Of The Free Spirit einem größeren Publikum vorstellig. Seitdem lotet der in New York lebende Musiker die vielfältigen Möglichkeiten einer an Renaissance und Barock geschulten Spielweise aus &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/07/27/jozef-van-wissem-nihil-obstat/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/06/jozefvanwissemnihilobstat.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7277" title="jozefvanwissemnihilobstat" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/06/jozefvanwissemnihilobstat-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Jozef van Wissem spielt Laute und wurde erstmals als eine Hälfte der Brethren Of The Free Spirit einem größeren Publikum vorstellig. Seitdem lotet der in New York lebende Musiker die vielfältigen Möglichkeiten einer an Renaissance und Barock geschulten Spielweise aus und erforscht nebenbei das Zusammenspiel mit anderen Klangquellen. Dass er trotz dieses nicht gerade poppigen Konzeptes auch außerhalb der Hörerschaft Alter Musik zu Aufmerksamkeit gelangt, geht nur zum Teil auf seine Zusammenarbeit mit „Regie-Ikone“ Jim Jarmusch zurück, mit dem er seine Leidenschaft für&#8217;s Minimale, mitunter Lakonische teilt. Seine Musik<span id="more-7276"></span> strahlt eine feinsinnige Intimität aus, die gerade aufgrund ihrer Reduktion umso bestechender ist und viele Hörer berührt, sobald sie ihr einmal im angemessenen Rahmen begegnet sind.</p>
<p>Van Wissems Kompositionen evozieren mit wenigen Handgriffen eine Aura starker Emotionalität, doch stets geht es dabei um Gefühle, die unbestimmt und andeutungshaft bleiben, die bei aller Intensität eher vage im Raum oszillieren. Wie bei vielen früheren Stücken muten die Songtitel wie lyrische Zeilen an. Zusammen mit der Musik lassen sie Ideen zu einer größeren imaginären Dichtung entstehen. Ist man der Wirkung der minimalen Akkordfolgen erst erlegen, strahlen Zeilen wie „How you must have suffered“ und „Where you lived and what you lived for“ eine von jeder Sentimentalität weit entfernte Würde aus, ebenso Titel wie „Patience in suffering is a living sacrifice“ oder das den Albumtitel übersetzende „Nothings stands between us“. Stets verschränken sich darin Zuversicht und Schmerz, Vertrauen und Leid, und zusammen entsteht der Eindruck ehrlicher Genügsamkeit, die Sinn und Erfüllung auch im düsteren Geschick findet. All dies findet sich auch in der simplen Hypnotik der Wiederholungsfiguren, die van Wissem seinem eigens für ihn gebauten Instrument entlockt.</p>
<p>Die Musik auf „Nihil Obstat“ darf nicht halbherzig im Hintergrund gehört werden, denn sie ist nicht heimelig und entspannend, ihre leise Schwermut ist von aufwühlender Natur und würde ohne die angebrachte Konzentration, ohne ein wirkliches Sich-Einlassen, zu einem nichtssagenden Plätschern verkommen. Gerade darin liegt das Unzeitgemäße von van Wissems Musik, die in ihrem ganzen Wesen konsequent Anti-PR ist und von einer aufgeschlossenen Hörerschaft gefunden werden will, statt sich marktschreierisch anzubiedern. Wer die entsprechende Bereitschaft aufbringt, kommt in den feierlichen Stimmung sogar in den Genuss einer fragilen Heiterkeit, die ganz dem Blake&#8217;schen Diktum „Freuden lachen nicht“ entspricht, oder lässt sich von der Aufbruchstimmung infizieren, die dem fast beschwingten „Apology“, meinem absoluter Favouriten, innewohnt.</p>
<p>Nihil obstat, nichts steht im Weg – ich will nicht pathetisch werden, aber ich halte van Wissems kleine Kostbarkeit wirklich für eine Musik, die Grenzen zu überwinden vermag. Und ganz nebenbei macht das Album gespannt auf seinen Score zu Jarmuschs Vampirfilm „Only Lovers Left Alive“. Dort ist van Wissem v.a. als Komponist beteiligt, und seine Ideen verschmelzen mit dem Sound ganz unterschiedlicher Interpreten.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.importantrecords.com">Important Records</a></strong></p>
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		<title>JAMES BLACKSHAW: Love Is The Plan, The Plan Is Death</title>
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		<pubDate>Sat, 19 May 2012 05:54:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alice B. Sheldon]]></category>
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		<description><![CDATA[Alice B. Sheldon war eine amerikanische Science Fiction-Autorin, die vor allem unter ihrem männlichen Pseudonym James Tiptree jr. für ihre fantastischen und sprachlich wohl sehr evokativen Kurzgeschichten bekannt wurde. Ich hätte die erste Zeile von ihr noch zu lesen, und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/05/19/james-blackshaw-love-is-the-plan-the-plan-is-death/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/05/blackshawloveistheplan.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4451" title="blackshawloveistheplan" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/05/blackshawloveistheplan-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Alice B. Sheldon war eine amerikanische Science Fiction-Autorin, die vor allem unter ihrem männlichen Pseudonym James Tiptree jr. für ihre fantastischen und sprachlich wohl sehr evokativen Kurzgeschichten bekannt wurde. Ich hätte die erste Zeile von ihr noch zu lesen, und es wäre äußerst interessant zu erfahren, wie ich mit ihren Geschichten im Hintergrund auf James Blackshaws neues Album „Love is the Plan, the Plan is Death“ reagieren würde. Dessen Songtitel sind nämlich durchweg ihrer Prosa entnommen, und auch atmosphärisch sollen die Kompositionen vom Werk der Schriftstellerin inspiriert sein.<span id="more-4450"></span> Vage literarische Referenzen sind in der Musik des v.a. als Gitarrist bekannten Blackshaw öfter zu finden, bleiben aber meist unbestimmt und eröffnen primär als Anspielungen neue Assoziationsräume. Dass „Love is the Plan“ auch so einen reichen Geschichtenschatz birgt, ist nur eine seiner Qualitäten.</p>
<p>Es enthält sechs Songs in zyklischer Anordnung, bei der jeweils zwei verspielte Gitarrenstücke ihre Antwort in einer geerdeten Klavierkomposition finden, was erneut der schon vor Jahren gefallenen Entscheidung, das Instrumentarium in diverse Richtungen auszuweiten, Rechnung trägt. Im Unterschied zu den meisten früheren Aufnahmen verzichtet Blackshaw diesmal auf den markanten metallischen Klang der zwölfsaitigen Steel Guitar und greift bei den entsprechenden zwei Dritteln auf eine gängige sechssaitige Nylongitarre zurück, die einmal (vielleicht ganz passend zum Albumtitel) von Blackshaws Idol Robbie Basho als perfektes Instrument für Lovesongs bezeichnet wurde. Seinem im Bluegrass ebenso wie in der klassischen Minimal Music wurzelnden Fingerstyle ist er dabei aber weitgehend treu geblieben. Der mantraartige Minimalismus, der sämtliche Arbeiten des Künstlers zumindest vordergründig prägt, entfaltet sich auch hier bereits auf dem eröffnenden Titelstück und könnte schon in den ersten Minuten eine einlullende Hypnotik hervorrufen, wüsste Blackshaw dem nicht mit vielen Ungereimtheiten entgegen zu wirken, die sich permanent im Kleinen ereignen, und die das Stück letztlich so ambivalent und unklassifizierbar machen wie der von Aufbruch, Erfüllung und Endlichkeit zugleich kündenden Titel: kleine Tempuswechsel, bei denen sich die Bewegung des Songs kurz aufstaut, kurze Pausen bisweilen und sogar Atemgeräusche, die das vordergründig so sehr an der Struktur orientierte Klangbild konterkarieren.</p>
<p>Der folgende Titel „Her Smoke Rose Up Forever“ impliziert Großes, Episches, und der Song entpuppt sich als noch fließender und erfüllt sogar für Momente die in Erwartung gestellte Hypnotik, wie eine unendlich scheinende musikalische Reise durch krautiges Fingerpicking, für immer und doch im Perfekt, von einem Kollegen bereits als Übertritt in ein Jenseits gedeutet, als endlos dröhnendes Stirb und Werde. Besonders hier registriert man auch den Schatten des „UrShadow“, vielleicht der Song von Current 93, dem Blackshaw als einer der Gitarristen der Band am meisten seinen eigenen Stempel aufgedrückt hat. Sanfte Tupfer leiten über in das erste Pianostück, das sehr stimmig auf die beiden Opener reagiert, im Titel ebenfalls von einer Reise kündend, die, trotz oder wegen ihrer eher zufälligen Richtung, sogar ein Ziel anstrebt und erreicht. Vielleicht wirkt „And I Have Come Upon This Place By Lost Ways“ schon deshalb eher maßvoll und kontemplativ statt verspielt und hypnotisch. Das ist insofern interessant, da die Motive den Gitarrenkompositionen durchaus ähneln, bloß etwas verhaltender und konzentrierter gespielt werden. Nach einigen wortlosen Stimmbeiträgen auf früheren Aufnahmen ist der Einbezug von Lyrics hier ein richtiges Novum. Geneviève Beaulieu, selbst Sängerin in der Metalband Menace Ruin und im Akustik-Drone-Projekt Peterite, verwandelt das Stück durch ihre getragene Vortragsweise in einen wehmütigen Torch Song, der von der Melodie her an Musik der Renaissance erinnert. Wenn man will, kann man hier die Brücke zu Blackshaws unter dem Namen Brethren Of The Free Spirit erfolgte Zusammenarbeit mit dem Lautenspieler Jozef van Wissem sehen.</p>
<p>Mit „We Who Stole The Dream“ beginnt der Zyklus von neuem, der Fluss der verspielten Saiten durchquert Bereiche, die auf ihre traumwandlerische Art an rauschhafte spanische Gitarrenmusik erinnern, beim kürzeren, liedartigen „A Momentary Taste of Being“ schleichen sich hoffnungsfrohe Momente ein, gegen Ende begleitet von einer Orgel. Doch auch hier hört man den Musiker selbst, wenn seine Finger über die Saiten gleiten und das typische Geräusch von sich geben, das immer wie ein Versehen wirkt und einen denken lässt, man hören ihn live. &#8220;The Snows Are Melted, the Snows Are Gone&#8221; ist mit seinen sukzessive gesteigerten Figuren auf dem Flügel der perfekte Abspann – ernst und streng wirken die Akkorde, und doch lässt Blackshaw die kleinen aber markanten Melodiebögen immer wieder los, bis zum Schlusspunkt, der versöhnlich klingt, und doch ohne falsche Harmonieversprechen auskommt.</p>
<p>So wie literarische Referenzen immer die Rezeption einer Musik mitprägen, werden die Kompositionen Blackshaws nun sicher auch neue Assoziationsräume wecken, wenn ich mich demnächst einmal mit Alice B. Sheldon und ihren dystopischen Fantasien beschäftigen werde. Eine souveräne Abgeklärtheit und auch viel Raum für Schönes könnte ihnen durch einen solchen Score beigegeben werden. Aber das ist im wahrsten Wortsinne Zukunftsmusik.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://importantrecords.com/">Important Records</a></strong></p>
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