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	<title>African Paper &#187; CAN</title>
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		<title>HOLGER CZUKAY: Movie!</title>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2016 06:27:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit CAN komponierte Holger Czukay einiges an Filmmusik, deren Höhepunkte bereits 1970 auf der Compilation „Soundtracks“ erschienen sind. Als er ein Jahr nach dem Ende der Band in Eigenregie das Album „Movies“ herausbrachte, spielte der Titel wohl primär auf Czukays &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/05/21/holger-czukay-movie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/05/hcmovie.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12221" title="hcmovie" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/05/hcmovie-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit CAN komponierte Holger Czukay einiges an Filmmusik, deren Höhepunkte bereits 1970 auf der Compilation „Soundtracks“ erschienen sind. Als er ein Jahr nach dem Ende der Band in Eigenregie das Album „Movies“ herausbrachte, spielte der Titel wohl primär auf Czukays Faible für das Medium Film an, und auch wenn es dazu keine genaueren Erklärungen gibt, fallen doch einige Bezüge auf &#8211; der szenische und bisweilen episodische Charakter der Stücke, der zusammen mit etlichen Reminiszenzen an damals zeitgenössische Filmmusik zwangsläufig bewegte<span id="more-12064"></span> Bilder heraufbeschwören musste, lange bevor Schablonen wie „Score für den imaginären Film“ inflationär wurden. Manches hört sich auch nach dem einfluss bekannter Filmkomponisten an, außerdem nährten die Songtitel so manches cinematisches Narrativ. Gerade wurde die Platte bei Grönland mit Bonus-Stück unter dem Titel „Movie!“ wiederveröffentlicht.</p>
<p>„Movies“ war Czukays zweite Soloplatte, und im Unterschied zu vielen Arbeiten der 80er hört man das CAN-Erbe noch deutlich heraus, was natürlich mit daran liegt, dass die Bandbesetzung noch ausschließlich aus CAN-Musikern bestand. Trotz eines Mentors wie Stockhausen war CAN die vielleicht jazzigste und funkigste der bekannten Krautrock-Bands, was auch hier noch deutlich zu hören ist &#8211; das tanzbare „Cool in the Pool“ wäre mit seiner perfekt eingesetzten Orgel, den coolen Bläserparts und dem funky Zusammenspiel von Bassgitarre und Schlagwerk der ideale Score einer amerikanischen Gansterserie und ist eine Lifestyle-Parodie erster Güte.</p>
<p>Dem vielleicht am diametralsten ist „Persian Love“, dass damit nur die Leidenschaftlichkeit gemein hat: Über einem entspannten orientalisch gefärbten Dubsound entfaltet sich ein klagender männlich-weiblicher Wechelgesang in Farsi, vermutlich jahrzehnte zuvor auf Vinyl gebannt und hier als Sample hineinmontiert. Vielleicht ist „Hollywood Symphonie“ das Herzstück des Albums, zusammen mit „Oh Lord, give us more Money!“ verkörpert es die Mixtur aus Krautrock und Kino in Reinkultur: Spacige Keyboardsounds und cooler finger style lassen geradezu Morricone-Feeling aufkommen und katapultieren die Hörer in ein episodisches Medley aus Peckinpah-, Castellari- und Fulci-Szenen.</p>
<p>Ein äußerst frisches Album, wie es selten direkt auf das Ende einer Bandgeschichte folgt, und das auch nach fast vierzig Jahren nicht angestaubt wirkt &#8211; dafür kann man Grönemeyer nur danken und hoffen, dass er weiter in der Mottenkiste deutscher Musik wühlen wird.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://groenland.com/">Grönland</a></strong></p>
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		<title>HOLGER CZUKAY: Der Osten Ist Rot_Rome Remains Rome</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jul 2014 07:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einem knappen Jahr widmet sich Groenland Records der löblichen Aufgabe, wesentliche Teile des Werks von Holger Czukay wieder zugänglich zu machen, und so erschienen letzten Herbst die Wiederveröffentlichungen des Albums &#8220;On the Way to the Peak of Normal&#8221; und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/07/19/holger-czukay-der-osten-ist-rot_rome-remains-rome/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<div><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/07/czukayostenrome.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9097" title="czukayostenrome" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/07/czukayostenrome-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seit einem knappen Jahr widmet sich Groenland Records der löblichen Aufgabe, wesentliche Teile des Werks von Holger Czukay wieder zugänglich zu machen, und so erschienen letzten Herbst die Wiederveröffentlichungen des Albums &#8220;On the Way to the Peak of Normal&#8221; und des einmaligen Projektes Les Vampyrettes. Dass seine klassischen LPs &#8220;Der Osten ist rot&#8221; und &#8220;Rome Remains Rome&#8221; im Zuge dessen nicht komplett neu aufgelegt werden, ist sicher dem Bekanntheitsgrad des Materials und somit dem weniger großen Nachholbedarf geschuldet.<span id="more-9094"></span></div>
<p>Auf den beiden 10&#8221;-Scheiben findes sich lediglich eine Auswahl der ursprünglichen Albumtracks, die allerdings durch drei aktuelle Remixe aus Czukays eigener Hand ergänzt worden ist. Diese Neuinterpretationen bilden auch gleich den Auftakt des Releases, und wenn die Versionen von &#8220;Music in the Air&#8221;, &#8220;Sudetenland&#8221; und &#8220;Der Osten ist Rot&#8221; eines teilen, dann den noch offenkundigeren Kollagencharakter der Stücke. Der markante Titelsong ist dabei recht einfach und unverquast gestaltet &#8211; der Osten ist rot wie die aufgehende Sonne und die kommunistische Heilslehre, so rot wie eine Quelle der Kraft, vor der man sich gleichsam fürchtet. Bei den anderen Mixes sieht man sich einem mosaikartigen Klänge- und Stimmengewirr gegenüber, das auf Dramatik setzt und nur gelegentlich der Harmonisierung Raum gibt. Der slawische Frauenchor in &#8220;Sudetenland&#8221; unterstreicht den biografischen Tenor, der, wenngleich oft latent, an vielen Stellen von Czukays Werk zur Sprache kommt.</p>
<p>Der in seinen urspünglichen Formen belassene Rest ist gröber und kantiger. Wer die Originale zum ersten mal hört, lernt hier eine große Bandbreite an Komponenten kennen, die nicht zuletzt auch dem Zusammenspiel mit einer Gruppe an Kollaborateuren geschuldet ist: CAN-Kollege Jaki Liebezeit, Dub-Waver Jah Wobble (u.a. P.I.L.) sowie diverse Stimmen bringen eine krude Mischung an sakralen, jazzrockigen, cabaretartigen und nicht zuletzt new-wavigen Elementen zustande, die nicht nur überraschend stimmig ist, sondern den in gerade in Deutschland so interessanten Übergang von den krautigen 70ern zu den NDW-geprägten frühen 80ern illustriert.</p>
<p>Schade dennoch, dass nicht beide Alben komplett neuveröffentlicht worden sind. Alles in allem also eine interessante Einführung in eine der wichtigen Werk- und Umbruchsphasen des Musikers.</p>
<p>A. Kaudaht</p>
<p><strong>Label: Groenland</strong></div>
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		<title>IRMLER &amp; LIEBEZEIT: Flut</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jul 2014 04:48:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jaki Liebezeit, den man vor allem als CAN-Drummer kennt, dessen Wurzeln aber im Jazz liegen, begreift Notation und alles schriftlich Festgelegte in der Musik als enges Korsett, das den freien Fluss von Klängen, die nur scheinbar repetitiven Mustern folgen, zum &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/07/12/irmler-liebezeit-flut/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/06/irmlerliebezeitflut.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9027" title="irmlerliebezeitflut" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/06/irmlerliebezeitflut-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Jaki Liebezeit, den man vor allem als CAN-Drummer kennt, dessen Wurzeln aber im Jazz liegen, begreift Notation und alles schriftlich Festgelegte in der Musik als enges Korsett, das den freien Fluss von Klängen, die nur scheinbar repetitiven Mustern folgen, zum Versiegen bringt: „Musical bars are like prison bars“, heißt es im Booklet des mit Hans Joachim Irmler (Faust) aufgenommenen Albums, das den bezeichnenden Titel „Flut“ trägt. „Flut“, das nur auf Orgel und Schlagzeug basiert, entstand im letzten Sommer in drei kurzen Sessions im Allgäuer Städtchen Scheer, unweit dem Donauufer.<span id="more-9026"></span></p>
<p>Laut Eigenangabe trug der hier noch schmale und meist ruhige Strom nicht unwesentlich zur Gestaltung der Musik bei. Die Erinnerung an spontane Überschwemmungen, wenn der unberechenbare Fluss aus seinen gewohnten Bahnen tritt, sind fest im Gedächtnis der Anwohner verankert, ihre Erzählungen hinterließen ihre Spuren auf diesem Album, dessen Aufnahme eigentlich nur eine Bandprobe sein sollte.</p>
<p>Auch die sechs improvisierten Stücke mäandern über weite Strecken gleichförmig vor sich hin und erwecken dort den Eindruck von Ruhe und Überschaubarkeit, fast heimelig wirken ausladende Passagen, bei denen exotische Handtrommeln wie undefinierbare Objekte im wabernden Orgelnebel auftauchen &#8211; bis plötzliche Wechsel in Tempo und Rhythmus und radikale Brüche im Klangbild den Verlauf ändern. Jedes Gefühl von Sicherheit ist so als Illusion entlarvt, zugleich entsteht dadurch eine Spannung, welche die Musik aktiv erlebbarer macht, als es jedes psychedelische Idyll vermocht hätte. Das Spektrum und die Fülle an Klängen sind angesichts der minimalen Instrumentierung beeindruckend, zumal die Musiker sich beim Rückgriff auf Effekte eher zurückhalten. Etwas Hall und Momente, in denen die Orgel an Keyboard oder WahWah-Gitarren erinnert, werden so punktuell eingesetzt, dass es eher rätselhaft als manieristisch anmutet. Und doch gibt es etliche Stellen, an denen man vergessen könnte, es nur mit einem Duo zu tun zu haben.</p>
<p>Dies kann im Rahmen klanglicher Verschmelzung geschehen, wenn Orgel und Snares und all die synergetischen Nebeneffekte zu einer Einheit fusionieren – der rauschhaft-verrauschte Opener ist sicher nicht grundlos „Amalgam“ betitelt. Dann wieder gibt es Momente, in denen die beiden Komponenten Pole bilden, die sich kontrapunktisch aufrecht erhalten. Am markantesten gelingt dies in dem Track „Ein perfektes Paar“, dessen Titel durchaus auf Irmler und Liebezeit gemünzt werden darf. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Klangbad</strong></p>
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		<title>HOLGER CZUKAY: On The Way To The Peak Of Normal</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Dec 2013 01:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Jahren macht sich Herbert Grönemeyer als Verleger mit der Wiederveröffentlichung bekannter und obskurer Releases aus den Annalen des Krautrock verdient. Zu den diesjährigen Wegmarken zählt u.a. das von großen Namen gespickte Conny Plank-Tribute, alsbald sollen die wenigen Aufnahmen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/12/07/holger-czukay-on-the-way-to-the-peak-of-normal/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/holgerczukaypeakofnormal.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7825" title="holgerczukaypeakofnormal" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/holgerczukaypeakofnormal-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seit einigen Jahren macht sich Herbert Grönemeyer als Verleger mit der Wiederveröffentlichung bekannter und obskurer Releases aus den Annalen des Krautrock verdient. Zu den diesjährigen Wegmarken zählt u.a. das von großen Namen gespickte Conny Plank-Tribute, alsbald sollen die wenigen Aufnahmen des kurzlebigen Bandprojektes Les Vampyrettes wieder zugänglich gemacht werden, das der Produzent zusammen mit CAN-Bassist Holger Czukay betrieb. Auch von Czukay selbst ist die Neuauflage vergriffener Musik geplant, und den Auftakt macht sein zweites Soloalbum „On The Way To The Peak Of Normal&#8221;, das 1981 bei Electrola erschienen ist.<span id="more-7824"></span></p>
<p>Was immer Czukay sich in den frühen 80ern unter dem Gipfel des Normalen vorgestellt hatte, wenn der Weg dahin derart entspannt verläuft wie die improvisierten Stücke des Longplayers, kann ich mir darunter keinen allzu trostlosen Ort vorstellen. Alle Zeichen stehen auf langsamen Grooves, benahe friedvollen Jazzgitarren und psychedelisch tremolierenden Surftwangs, Conny Planks begleitende Echospielereien tun ihr übriges, um eine in sich ruhende Gelöstheit aufkommen zu lassen. Zusammen mit der schlichten Wiederholungsstruktur einiger Passagen lässt dies die Länge der Stücke nahezu irrelevant erscheinen. Wer sich darunter allerdings Hippies kleine Nachtmusik vorstellt, den muss der verspielte Jamcharakter überraschen, mit dem Czukay und Kollegen, allen voran Drummer Jaki Liebezeit, derart stimmige Tempowechsel, Brüche und Umwege hinbekommen, wie sie nur in spontaner Unbekümmertheit entstehen können. Auch die verstreuten stimmlichen Äußerungen – ekstatisches Stöhnen und Jammern, das sich aus zunächst kaum hörbaren Flüsterstimmen herauskristallisiert – ist Teil der eher frickelig verspielten Seite der Musik und geht wohl auf die obskursten Gäste, die NDW-Kapelle S.Y.P.H. (Saufender Yankee Prügelt Homo) zurück.</p>
<p>Seltsam unscheinbar ist diese Musik auf den ersten Eindruck, doch ist man erst einmal von ihrer geheimen Wucht erfasst, fragt man sich, ob man vielleicht nur durch dreißig weitere Jahre Popgeschichte abgstumpt ist, um nicht beim ersten Ton zu bemerken, dass hier mehr als entspanntes Geklimper im Gange ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://groenland.com">Groenland</a> </strong></p>
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		<title>Schleifengesänge: Damo Suzuki mit Kamakiri, 5te Kraft und Ai am 15. Juni im Musikzimmer in Düsseldorf</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Jul 2013 00:02:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Damo Suzuki, über weite Teile Künstler einer unverwüstlichen Musik unter der Fahne CAN, an einem Abend mit drei Bands im Musikzimmer auftritt und der erste Teil äußerst bizarr wirkt. Kamakiri, japanisches Duo, bieten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/07/20/damo-suzuki-mit-kamakiri-5te-kraft-und-ai-am-15-juni-im-musikzimmer-in-dusseldorf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/06/DamoSuzuki.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7371" title="DamoSuzuki" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/06/DamoSuzuki-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Damo Suzuki, über weite Teile Künstler einer unverwüstlichen Musik unter der Fahne CAN, an einem Abend mit drei Bands im Musikzimmer auftritt und der erste Teil äußerst bizarr wirkt. Kamakiri, japanisches Duo, bieten etwas dar, das sich wie eine Parodie von Experimentalmusik manifestiert, zahllose „Hurz!“ Augenblicke aneinandergereiht. Zwischen völligem Dilettantismus und zugleich seriöser Miene oszillieren sie; da halte ich mir bei der Betrachtung den Bauch vor Lachen. Meinen die das ernst? <span id="more-7287"></span>Damo Suzuki lässt sich nicht irritieren und improvisiert gesanglich über die teilweise sogar angenehm atmosphärische Musik, die doch aufgrund ihrer Performance scheitert. Nicht einmal auf zielloses Geklimper und richtungsloses Gepuste in eine Mundharmonika verzichten sie.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Deutlich gelungener ist es, wie 5te Kraft spielen, zwei Kunststudenten, die an einem Tisch entspannt an ihren Geräten herumfummeln und die BPM changieren lassen. Das ist erfrischend, denn auf einem Klangteppich zwischen Techno und House spazierte Suzuki bisher noch nicht. Gegen Ende steigert sich die Stimmung, kommt es zu Rave-artigen Spannungen; das Publikum zelebriert den Exzess. Frenetischer Jubel, als es abrupt vorüber ist. Nur einzelne Stücke sind bei Soundcloud zu hören – wie wäre es mit einem Release?</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Der dritte Akt mit Düsseldorfs Darling Ai ist der stärkste. Ohne vorher die Vorgehensweise abgesprochen zu haben, harmonieren Suzukis spontane Ausschüttungen mit der Energie des aufstrebenden, krautig getragenen Groovekollektivs. Suzuki bildet dabei CAN-kompatible Schleifen, steigt aber auch ab und an in bluesige Gesangsregister hinab. Ai gelingt die Gratwanderung, weder zu sehr nur Begleitung noch vorherrschende Stimme zu sein, also das, was CAN auch immer schon erhob – dass alle beteiligten Musiker auf einer Ebene operieren und die traditionelle Rockbanddiktatur aufgelöst ist. Neben dynamischen Teilen kommt es auch zu ruhigeren Fahrten, die ihnen nicht weniger schlecht stehen. Die Meute im Publikum goutiert beides; die Gemütslage, die 5te Kraft schufen, schwappt hinüber – auch hier tanzen sie wild. Höchste Zeit für offiziellen Output, Ai! Eine 12” mit Damo Suzuki schadete sicherlich auch nicht&#8230;</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">(Paul Erntges)</p>
<p><iframe src="//www.youtube.com/embed/mx6giuajwFk" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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