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	<title>African Paper &#187; Chris Braide</title>
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		<title>The Things We Lost: Neue EP von Marc Almond im Oktober</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2022 05:03:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Cherry Red bringen Ende Oktober eine neue EP von Marc Almond mit dem Titel &#8220;The Things We Lost&#8221; heraus. Das Minialbum wurde erneut in Kollaboration mit dem Produzenten Chris Braide aufgenommen, der in der Vergangenheit bereits mit Beyoncé und Lana &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/08/01/the-things-we-lost-neue-ep-von-marc-almond-im-oktober/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Cherry Red bringen Ende Oktober eine neue EP von Marc Almond mit dem Titel &#8220;The Things We Lost&#8221; heraus. Das Minialbum wurde erneut in Kollaboration mit dem Produzenten Chris Braide aufgenommen, der in der Vergangenheit bereits mit Beyoncé und Lana del Rey gearbeitet hatte. Die auf 2000 Stück limitierte blaue Vinylversion im 10&#8243;-Format enthält lediglich die sechs neuen Tracks, von denen sicher mindestens einer in der Zwischenzeit vorab veröffentlicht werden wird &#8211; plus Lyric Sheet und zusätzliches visuelles Material.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/08/fotor_1659329646268.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-30753" title="fotor_1659329646268" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/08/fotor_1659329646268.jpg" alt="" width="653" height="657" /></a><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/08/fotor_1659329646268.jpg"><br />
</a><span id="more-30751"></span></p>
<p>Ebenfalls erscheint eine umfangreiche 3CD-Edition, die neben der eigentlichen EP einiges an Bonusmaterial enthält: Ein Mitschnitt eines vor zwei Jahren in der Royal Festival Hall London aufgeführten Konzertes, an dem unter anderem Chris Braide und Ian Anderson (Jethro Tull) teilgenommen hatten, sowie weitere Live-Versionen von Stücken der Alben &#8220;Chaos And A Dancing Star&#8221; und &#8220;The Velvet Trail&#8221;. Die EP erscheint am 28. Oktober anlässlich Marcs 65. Geburtstags. Weitete Informationen, auch zu den einzelnen Songs finden sich bei Cherry Red.</p>
<p><strong><a href="https://www.cherryred.co.uk/artist/marc-almond/">@ Cherry Red</a></strong> <!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_220801_065741_757.sdocx--><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_220801_065635_355.sdocx--></p>
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		<title>Piano and Voice: Online-Konzert mit Marc Almond und Chris Braide</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2020 06:55:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Braide]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Almond]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag, den 27. November, findet eine weitere &#8220;Lockdown Live Show&#8221; von Marc Almond statt. Diesmal wird Marc lediglich am Flügel von Chris Braide begleitet, gespielt werden Songs von jüngeren Alben wie &#8220;The Velvet Trail&#8221; und &#8220;Chaos and a Dancing &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/11/25/piano-and-voice-online-konzert-mit-marc-almond-und-chris-braide/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag, den 27. November, findet eine weitere &#8220;Lockdown Live Show&#8221; von Marc Almond statt. Diesmal wird Marc lediglich am Flügel von Chris Braide begleitet, gespielt werden Songs von jüngeren Alben wie &#8220;The Velvet Trail&#8221; und &#8220;Chaos and a Dancing Star&#8221;, auf denen die beiden bereits zusammenareiteten, sowie ausgewählte Klassiker. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/marcalmondchrisbraideliveonlineconcert.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-23215" title="marcalmondchrisbraideliveonlineconcert" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/marcalmondchrisbraideliveonlineconcert.jpg" alt="" width="640" height="640" /></a><span id="more-23214"></span>Braide ist neben seinem Klavierspiel selbst Sänger, Bekanntheit erreichte er jedoch vor allem als Musikproduzent. Als solcher arbeitete er neben Almond bereits mit Stars wie Lana del Rey und Kylie Minouge zusammen. Das Konzert ist um 6:30 englischer Zeit kostenlos über Almonds Webseite zu sehen, Spenden sind willkommen. Im Newsbereich der Webseite sind frühere Online-Konzerte derzeit als Download erhältlich.</p>
<p><a href="http://www.marcalmond.co.uk/"><strong>@ MarcAlmond.co.uk</strong></a></p>
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		<title>MARC ALMOND: Chaos and a Dancing Star</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Feb 2020 07:16:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[BMG]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Braide]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Nietzsche]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Almond]]></category>

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		<description><![CDATA[Trotz seiner vielseitigen Ideen und Interessen hat Marc Almond eine starke persönliche Signatur, die ihn unter vielen Popgrößen seiner Generation hervorhebt. Jedes seiner Alben, ganz gleich ob es mehrheitlich eigene oder gecoverte Songs enthält, ist voll von musikalischen und lyrischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/02/29/marc-almond-chaos-and-a-dancing-star/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/chaosandadancingstarmarcalmond.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-20223" title="chaosandadancingstarmarcalmond" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/chaosandadancingstarmarcalmond-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Trotz seiner vielseitigen Ideen und Interessen hat Marc Almond eine starke persönliche Signatur, die ihn unter vielen Popgrößen seiner Generation hervorhebt. Jedes seiner Alben, ganz gleich ob es mehrheitlich eigene oder gecoverte Songs enthält, ist voll von musikalischen und lyrischen Details, die seine unverkennbare Handschrift tragen, und wenn man im Booklet seines neuen Albums &#8220;Chaos and a Dancing Star&#8221; blättert und das Auge zufällig auf Zeilen wie<span id="more-20222"></span> &#8220;Diamonds in the gutter / Blinded by the light&#8221; fällt, weiß man als Fan sofort, dass man wieder in dem märchenhaften Marc Almond-Land ist, das man schon so oft bereist hat.</p>
<p>In den letzten Veröffentlichungen &#8211; in &#8220;Shadows and Reflexions&#8221;, aber ebenso sehr in &#8220;A Lovely Life to Live&#8221; zusammen mit Jools Holland und dem Rhythm and Blues Orchestra &#8211; hat sich Almond deutlich den 60ern zugewandt: als Inspirationsquelle, als Fundus für Songs, aber auch als zeitliches Setting, das Sehnsüchte nährt und erfüllt und zugleich Stoff bereithält, an dem man sich im Interesse der eigenen Selbstreflexion abarbeiten kann. &#8220;Chaos and a Dancing Star&#8221;, bei dem Almond wieder mit Produzent Chris Braide zusammen gearbeitet hat, knüpft stilistisch zwar an diese Arbeiten an, doch ist die Referenz an die Zeit weniger deutlich, und der glamourös-morbide Opener &#8220;Black Sunrise&#8221; erinnert tatsächlich so sehr an die frühen 80er, dass man ihn für einen verschollenen und neu eingespielten Soft Cell-Song halten könnte. Ein Hauch von Endlichkeit weht hier durch die getragenen Synthies, die stoischen Midtempo-Takte und die wehmütige Melodie des hochtönenden Gesangs, und die Lyrics sprechen eine deutliche Sprache: Eine letzte Erfüllung, ein letztes Aufbäumen der Leidenschaft wird mit aller Kraft ersehnt, bevor die Dunkelheit uns holt.</p>
<p>Dieses fast aggressive Carpe Diem angesichts der Vergänglichkeit allen Lebens, aller Lust scheint mir das zentrale Thema des Albums, dessen Titel nicht grundlos auf ein bekanntes Motiv aus Nietzsches &#8220;Also Sprach Zarathustra&#8221; anspielt. Der über die allzu menschliche Enge erhabene Geist setzt auf den besonderen Augenblick und bejaht das Chaos und die Unsicherheit, weil er Freiheit und Schöpferkraft darin findet, verbildlicht im Zeugen eines tanzenden Sterns. Dass dies etwas kitschig klingt und vor Pathos trieft, könnte Marc Almond wohl kaum egaler sein.</p>
<p>In den meisten Songs wird ein lebensbejahender Hedonismus als Antwort auf den Schrecken der Vergänglichkeit gefeiert. Am deutlichsten geschieht das vielleicht in &#8220;Dust&#8221;, dessen fast luftig-leichte Morbidität an das von Antony vorgetragene kurze &#8220;The Beautiful Dancing Dust&#8221; von Current 93 erinnert, auf dem auch Almond zu hören war. In &#8220;Hollywood Forever&#8221;, einer wehmütigen Hommage an die klassische Traumfabrik, wird der Scham vor der Tragikomik des Alterns, der sein &#8220;Cabaret Clown&#8221; auf &#8220;Varieté&#8221; noch erlegen ist, eine Absage erteilt und zugleich eine Lanze für die schöne Illusion gebrochen. &#8220;When the Stars are Gone&#8221; erzählt vom Weitersingen auf dem sinkenden Schiff, und &#8220;The Crow&#8217;s Eyes Have Turned Blue&#8221; mahnt zur Dringlichkeit, das Leben im Angesicht des Todes zu umarmen. Dass &#8220;Chaos and a Dancing Star&#8221; aber keineswegs eine nur traurige Angelegenheit ist, wird bei den Stücken deutlich, bei denen Huysmans-, Crowley-, Stenbock- und de Sade-Leser Almond den frivolen Genuss besonders deutlich in den Fokus rückt: beim elektrifiziert knisternder 80s-Pop des Titelsongs, der das Nietsche-Zitat enthält, beim schwülheißen Glamrock von &#8220;Fighting a War&#8221; und dem einmal mehr den 60ern verpflichteten &#8220;Slow Burn Love&#8221;. Einen besonderen Höhepunkt stellt &#8220;Lord of Misrule&#8221; dar, bei dem Almonds Held Ian Anderson (Jethro Tull), mit dem er bereits auf der Bühne stand, sein feuriges Spiel auf der Querflöte beisteuert.</p>
<p>Ein Happy End? Für dieses Album fraglos in ästhetischer Hinsicht, doch Almond wäre nicht Almond, würde nicht hinter der einen oder anderen Ecke immer noch die unheilbare Seelenqual &#8211; der Torch Song &#8220;Chevrolet Corvette Stingray&#8221; besingt eines seiner Lieblingsthemen, die Liebe zu einem empathielosen Narzißten &#8211; oder der Wahnsinn &#8211; in &#8220;Giallo&#8221; begleiten lateinische Chöre und Morriconesounds die subjektive Kamera des lyrischen Ichs, das in die Rolle des rachsüchtigen Handschuhmörders aus zahlreichen italienischen Thrillern schlüpft &#8211; lauern.</p>
<p>So wirkt auch &#8220;Chaos and a Dancing Star&#8221;, das wie ein Tour de Force-Ritt in 80 Tagen um die Welt fliegt und dabei im Swinging London, in Hollywood Babylon, im Italien Argentos und Fulcis und am Ende in den Wave- und Gothic-Hochburgen der 80er Station macht, an keiner Stelle saturiert, und man kann sicher sein, dass Marc Almond weiterhin wie ein Getriebener fantastiche Alben aufnehmen wird. Wo er in den letzten Jahren diese Menge an Ideen und Energie hernimmt, muss ein Mysterium bleiben. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: BMG Rights Management</strong></p>
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		<title>MARC ALMOND: The Velvet Trail</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Apr 2015 05:54:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seinen jungenhaften Charme wird er wohl niemals einbüßen, ebensowenig seine Schwäche für plüschige Melodramatik und sein Talent für Texte voll kleiner abseitiger Geschichten, bei denen es beinahe gleich ist, ob sie aus seiner eigenen Feder oder von einem seiner zahlreichen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/04/04/marc-almond-the-velvet-trail/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/03/marcalmondvelvettrail.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10057" title="marcalmondvelvettrail" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/03/marcalmondvelvettrail-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seinen jungenhaften Charme wird er wohl niemals einbüßen, ebensowenig seine Schwäche für plüschige Melodramatik und sein Talent für Texte voll kleiner abseitiger Geschichten, bei denen es beinahe gleich ist, ob sie aus seiner eigenen Feder oder von einem seiner zahlreichen Idole stammen – Marc Almond ist ein Sänger mit einer ganz eigenen Vision und einer bemerkenswerten Stehaufmentalität. Schön, dass sich mittlerweile auch die großen Popgazetten wieder für ihn interessieren. Dass es bisher<span id="more-10056"></span> nur die englischen sind, ist einzig dem Geiz seines Labels zu verdanken.</p>
<p>Als Almond vor fünf Jahren beteuerte, nach seinem „Varieté“-Album keine eigens verfassten Songs mehr aufzunehmen, nahmen ihn ohnehin nur wenige beim Wort, war doch bereits dieser bescheidene Vorsatz nicht der erste seiner Art. Und so ist das neue „The Velvet Trail“, das Marc mehr als seine handvoll Vorgänger wieder von seiner poppigen Seite zeigt, auch gar keine so große Überraschung. Vielmehr hat es eine Reihe an Deja-Vu-Erlebnissen für all jene in petto, die Almonds Stil und seine besonderen Stärken kennen.</p>
<p>Marc ist kein Chamäleon und doch sehr wandlungsfähig. Seine typischen Motive, mögen sie textlicher oder gesanglicher Art sein, vermag er stets in unterschiedliche Stile einzubetten, und nicht selten ist es eine bestimmte zentrale Person, die als Komponist, Begleitmusiker oder Produzent dem ganzen ein bestimmtes und fast immer passendes Gepräge gibt. Nach Michael Cashmore auf „Feasting with Panthers“ ist es diesmal der renomierte Studiomann Chris Braide, der mit Popstars wie Beyoncé und Lana del Rey arbeitete und auf „Circus“ sogar Britney Spears zu adeln wusste.</p>
<p>Die eigene Färbung, die aus der Zusammenarbeit entsteht, lässt typische Almond-Motive auch diesmal nicht redundant erscheinen: Eine ganz eigene Mischung aus Melancholie und Euphorie, Geschichten über die Traumata des Erwachsenwerdens oder die Liebe zu einem Bad Guy, die in schlagerhaften Zeilen wie „Kiss me one last time before it dies“ besungen werden. Vieles, dass wohl bei den meisten anderen ins nur noch Triviale kippen würde, bekommt hier so etwas wie Tragik – nicht weil, sondern obwohl es mit so großer Inbrunst vorgetragen wird, und wie er das schafft, bleibst eines seiner Geheimnisse. Dass dies keine späte Errungenschaft ist, fällt einem vielleicht in „Winter Sun“ ein, wenn er fast beiläufig die Frage „Where did our love go?“ ins Mikro haucht.</p>
<p>In dem dreiaktigen Songzyklus, der durch streicherlastige Instrumentaleinlagen unterteilt ist, kristallisieren sich einige Höhepunkte heraus, und wenn es etwas zu kritteln gäbe, dann einzig dass die größten Songs gleich zu Anfang kommen. „Bad to me“, ein ambivalenter Lovesong, der zugleich die Größe des Vergebens und die Unfähigkeit loszulassen besingt, ist mit seiner luftigen Produktion und seinem Uptempo der perfekte Ohrwurm, das fetischistische „Zipped Black Leather Jacket“ ist noch schmachtvoller und steht dem in nichts nach. „Scar“ besingt die Entfremdung von einem einst vertrauten Menschen und kulminiert in der Beteurung „I will never love again“, die in Almonds Songs („Unborn Stillborn“, „Night and Dark“) schon so oft erklang.</p>
<p>Fraglos ist die Stimme, die in Almonds Songs zu einem spricht, so ziemlich das Gegenteil liebloser Abgeklärtheit, ebenso sehr wie der Sänger gewiss noch etliche eigene Songs schreiben wird, auch wenn er es sich wieder einmal anders vornehmen solltet. Zumindest sollte das so sein, wie er auf „The Velvet Trail“ hinlänglich beweist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Cherry Red</strong></p>
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