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	<title>African Paper &#187; Christine Abdelnour-Sehnaoui</title>
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		<title>CHRISTINE ABDELNOUR / MAGDA MAYAS: The Setting Sun is Beautiful Because of all it Makes us Lose</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Feb 2020 01:19:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Saxophonistin Christine Abdelnour und die Pianistin Magda Mayas sind v.a. zu Beginn der Zehnerjahre häufig zusammen aufgetreten und haben mit &#8220;Teeming&#8221; und &#8220;Myriad&#8221; zwei Alben herausgebracht, die im Kontext ihrer beiden Instrumente, auch gerade was das Bearbeiten des Klavier-Inneren &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/02/22/christine-abdelnour-magda-mayas-the-setting-sun-is-beautiful-because-of-all-it-makes-us-lose/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/SOFA577_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-19740" title="SOFA577_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/SOFA577_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Saxophonistin Christine Abdelnour und die Pianistin Magda Mayas sind v.a. zu Beginn der Zehnerjahre häufig zusammen aufgetreten und haben mit &#8220;Teeming&#8221; und <a href="http://africanpaper.com/2012/09/08/magda-mayas-christine-abdelnour-myriad/">&#8220;Myriad&#8221;</a> zwei Alben herausgebracht, die im Kontext ihrer beiden Instrumente, auch gerade was das Bearbeiten des Klavier-Inneren betrifft, neue Standards gesetzt haben. Trotz zahlreicher anderer Kollaborationen ist der Kontakt der beiden nie abgebrochen, und so kam es 2018 zu einem gemeinsamen Auftritt beim Osloer Ultima Festival. Nach wie vor<span id="more-19739"></span> schien ihr spontaner und stets gleichberechtigter Dialog derart gut zu funktionieren, dass eine beinahe homogene Musik dabei herauskam. Ein Mitschnitt des Auftritts ist nun auf der vorliegenden One Track-CD herausgekommen.</p>
<p>Beinahe medias in res wird man von stoßweise aus dem Saxophon gepressten Summtönen in ein eigenwillig koloriertes Setting geschubst, in dem metallenes Klimpern, helle, triangelartige Saitenanschläge, hölzernes Rumpeln und vereinzelte Hochtöner in schriller Hektik für eine aufgeweckte Stimmung sorgen. Dass das Klangbild dennoch im Verlauf der rund 35 Minuten dezent bleibt, dankt sich sicher nicht zuletzt dem nie zu sehr in die Breite gehenden Räumlichkeit, vielleicht auch der Tatsache, dass es selten zu heftigen Ausbrüchen kommt. All dem zum Trotz folgt die Musik keinem allzu leichten Fluss. Spontane Tempowechsel, Brüche, Momente der stillen Neuorientierung und v.a. Stauungen der Bewegung, bevor die Reise weitergeht, zeigen, dass es sich hier um ein stets wandelbares Narrativ handelt, und stets hat man das Gefühl, dass beim Improvisieren des Tracks kein allzu deutlicher Masterplan für seinen Verlauf vorlag.</p>
<p>Gerade um die Brüche und Richtungsänderungen herum wird mit Spannungsmachern aller Art gearbeitet: mit dramatischem Zupfen an den tieferen Saiten und ungewöhnlichen Pfeiftönen, die in drastischer Rhythmik aus dem oft zurückhaltend gespielten Saxophon herausschnellen. Dass all dies dann nie im erratischen Gefrickel endet, ist v.a. deshalb beachtlich, weil die Musikerinnen stets mit fragmentarischen Motiven arbeiten. (A. Kaudaht)</p>
<p><strong>Label: Sofa</strong></p>
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		<title>MAGDA MAYAS &amp; CHRISTINE ABDELNOUR: Myriad</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Sep 2012 05:21:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Christine Abdelnour]]></category>
		<category><![CDATA[Christine Abdelnour-Sehnaoui]]></category>
		<category><![CDATA[Freie Improvisation]]></category>
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		<description><![CDATA[Klavier und Altsaxophon scheinen für einander geschaffen, zahllose Bandkonstellationen und Duette beweisen das stets aufs neue. Dass es im Bereich freier Improvisation immer noch möglich ist, neues und überraschendes aus ihrem Zusammenspiel herauszuholen, demonstrieren derzeit die Berliner Pianistin Magda Mayas &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/09/08/magda-mayas-christine-abdelnour-myriad/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/09/mayasabdelnourmyriad.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-5179" title="mayasabdelnourmyriad" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/09/mayasabdelnourmyriad.jpg" alt="" width="161" height="150" /></a>Klavier und Altsaxophon scheinen für einander geschaffen, zahllose Bandkonstellationen und Duette beweisen das stets aufs neue. Dass es im Bereich freier Improvisation immer noch möglich ist, neues und überraschendes aus ihrem Zusammenspiel herauszuholen, demonstrieren derzeit die Berliner Pianistin Magda Mayas und die in Frankreich lebende Saxophonistin Christine Abdelnour, bislang auch bekannt mit dem Zweitnamen Sehnaoui. Im Zuge ihrer häufigen Konzerte führte ihr Weg auch auf das Meteo Festival im französischen Mulhouse. Der bei Radio France übertragene Live-Mitschnitt ist im Rahmen der Unsounds-Reihe nun auch als Tonträger unter dem Titel „Myriad“ erschienen.<span id="more-5178"></span></p>
<p>Würde jemand behaupten, Magda Mayas eigentliches Instrument sei der Klavierkasten, dann wäre das schon die halbe Antwort auf die Frage, warum ihr Spiel nur gelegentlich wie ein Piano klingt. Dem Anschein nach könnte man es bei dieser Performance mit einer Vielzahl nicht nur an Tasten-, sondern auch an Saiten- und Schlaginstrumenten zu tun haben. Im Unterschied zu John Cages bekannten Experimenten mit zusätzlich am Flügel montierten Metall- und Kunststoffobjekten nutzt Mayas die schon im Instrument vorhandenen Potentiale, bearbeitet das Gehäuse perkussiv mit der Hand, zupft die darin versteckten Saiten mit improvisierten Griffen, die mich an Baby Dees kindliche Hommage an das Instrument denken lassen: „There&#8217;s a harp in that piano“. Manchmal scheint es, als wühle sie planlos im Kasten herum, aber das täuscht sicher, denn trotz aller Improvisiertheit verliert sich der Fluss ihrer Klänge nie im Beliebigen.</p>
<p>Ähnlich wie man sich fast wundert, wenn man für Momente herkömmliches Tastenspiel hört, so spielt auch Christina Abdelnour das Altsaxophon so, dass man es mit ungeübten Ohren nur gelegentlich erkennt. Mittels besonderer Blas- und Atemtechniken holt sie Schab- und Pfeiftöne hervor, und gelegentlich klingt ihr Spiel wie ein ganzes Vogelkonzert (siehe Artwork). Auch sie scheint trotz aller Freiheiten längst nicht alles dem Zufall zu überlassen. Wird es streckenweise monoton, so kommt dadurch eine fast magische, bannende Atmosphäre zustande. Klänge, die an Instrumente wie Didgeridoo erinnern, tun ihr übriges. Immer wieder gibt es Passagen, in denen ein bestimmter Soundeffekt im Vordergrund steht (aus denen andere ein ganzes Album machen würden), bis plötzliche Wechsel dafür sorgen, dass es unvorhersehbar bleibt.</p>
<p>Das Schöne an dem, was man so Echtzeitmusik nennt, ist die Tatsache, dass man hier in einem interessanten Rahmen Instrumente hören kann, die im Kontext vorhersehbarer Free Jazz-Nostalgie längst zum Repräsentationssound eines unerträglichen Bildungsbürgertums geworden sind. Dass man diese Fraktion mit einem Album wie „Myriad“ zur Weißglut bringen und einmal mehr als schnöselig entlarven kann, ist eine seiner Stärken. Die Vielfalt der recht eigentümlichen Sounds und der jeder Ermüdung entgegensteuernde Gestaltwandel allerdings die wichtigere.</p>
<p>A. Kaudaht</p>
<p><strong>Label: Unsound</strong></p>
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