<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Clive Barker</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/clive-barker/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Apr 2026 05:43:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>MACELLERIA MOBILE DI MEZZANOTTE: Black Lake Confidence</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/05/18/macelleria-mobile-di-mezzanotte-black-lake-confidence/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2013/05/18/macelleria-mobile-di-mezzanotte-black-lake-confidence/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 May 2013 06:53:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Adriano Vincenti]]></category>
		<category><![CDATA[Angelo Badalamenti]]></category>
		<category><![CDATA[Clive Barker]]></category>
		<category><![CDATA[David Lynch]]></category>
		<category><![CDATA[Macelleria Mobile di Mezzanotte]]></category>
		<category><![CDATA[Trips und Träume]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=6984</guid>
		<description><![CDATA[Die Band mit dem Kürzel MMM nennt ihren Stil Swing Noir und wird erwartungsgemäß gerne mit dem Film Noir in Verbindung gebracht. Zurecht, in gewisser Weise, haftet ihren dunklen, angejazzten Soundscapes doch das Schattenhafte, Abgeklärte an, dass konstitutiv ist für &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/05/18/macelleria-mobile-di-mezzanotte-black-lake-confidence/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/MMMblacklake.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6985" title="MMMblacklake" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/MMMblacklake.jpg" alt="" width="150" height="149" /></a>Die Band mit dem Kürzel MMM nennt ihren Stil Swing Noir und wird erwartungsgemäß gerne mit dem Film Noir in Verbindung gebracht. Zurecht, in gewisser Weise, haftet ihren dunklen, angejazzten Soundscapes doch das Schattenhafte, Abgeklärte an, dass konstitutiv ist für die schwarze Serie und ihre lonerhaften Antihelden. Und doch beinhaltet die Musik etwas, das mit den bewegten Bildern der 40er und 50er Jahre nur bedingt vereinbar ist, ein entgrenzter, splatterhaft-animalischer Ton, der schon im Clive Barker entlehnten Bandnamen anklingt und die vornehme Abgewetztheit dieser Filme immer nur als<span id="more-6984"></span> zitathaftes Echo offenbart. Ob Philip Marlowe wohl den Sprechgesang gemocht hätte, der bisweilen an grindiges Growlen erinnert? Ich schätze, er hätte es halbstark gefunden, falls er dieses Wort schon kannte. Die eigentliche Stimmung der Macelleria entspricht einer Idee von Noir, die bereits durch die schrille Drastik des Giallo gegangen ist, und ich denke dabei v.a. an Fulci, den großen Nihilisten dieser Ära. Natürlich kann man sich auch auf einen Schreiber wie James Ellroy einigen.</p>
<p>Wie die meisten Doom Jazzer kommt Adriano Vincenti, die treibende Kraft der Band, nicht vom Jazz, sondern hat seine Wurzeln in einer subkulturellen Musik, die ohne Punk und Industrial nicht denkbar wäre. Gerade letzteres hört man vielen Aufnahmen auch an, da sie stark von Sampling, von kollagenhafter Reisbrett-Konstruktion geprägt waren. “Black Lake Confidence” stellt eine Veränderung dar, da MMM mittlerweile zu einer Band im klassischen Sinne avanciert sind und folglich ein gewisser Livesound dominiert. Statt Post-Industrial mit Swing-Zitaten nun ein grooviger, ambienter Cooljazz mit sorgsam dosierten Noiseeffekten. Trotz allem hat auch das sechste Album der Band einen stark hörspielhaften Zug, wohingegen Songs im eigentlichen Sinne nur kurz anklingen, wie eine reizvolle Idee, die letztlich keiner Ausführung mehr bedarf.</p>
<p>Die Geschichten, die hier kollagenartig überblendet werden, drehen sich um Mordfälle, die im allgemeinen Bewusstsein längst zu modernen Mythen herangereift sind, ähnlich den Orten, an denen sie sich ereigneten. Es sind Geschichten von unterschiedlicher Irrealität: Die Ermordung eines US-Präsidenten während einer Parade in Dallas, eine der großen westlichen Politmythen, wurde primär von den Realitätsproduzenten TV und Radio verklärt, die auch hier den sprachlichen Teil via Sample bestreiten. Die fiktive Dorfschönheit Laura Palmer würde wie alle Soap-Charaktere im allgemeinen Bewusstsein längst das Eigenleben einer realen Person führen, wäre es nicht ausgerechnet ihr früher Tod gewesen, um den David Lynch seinen Twin Peaks-Stoff gebaut hatte. MMM huldigen dieser Folklore mit einem Cover von „Just You And I“, dessen Sentimentalität fast verschämt hinter den düsteren Klangwelten hervorlugt. Wilma Montesi, ein hierzulande vergessenes Model, sitzt zwischen all diesen Stühlen, denn in ihrem Mord trafen die Stränge der Alltagsrealität und der semirealen Halbwelt des Showbiz zusammen.</p>
<p>Die musikalische Seite könnte auch einen echten Film untermalen und ist ebenso heterogen wie der assoziativ verwobene Stoff. An vielen Stellen gebiert sie sich als leichter, in der Luft schwebender Ambient, bei dem Saxophon und trippige Beats für Lounge-Kolorit sorgen und pathetische Engelschöre das Irreale unterstreichen. Hat man sich erst richtig auf die Musik eingelassen, erscheint sie auf einmal tonnenschwer. Alles ist im Fluss, bisweilen sorgt stimmungsvolles Gitarrenpicking für regelrechtes Shoegazerfeeling, aber Vincenti lässt es dabei nicht bewenden. Passagen, die nach echter Jazzkapelle klingen, unterbrechen das Idyll, abgelöst von Lala-50s, von monotonen Rhythmen, von rührseligen Klavierpassagen, von hartem, fast noisigem Saxophon u.s.w.</p>
<p>Man ahnt es schon, Längen weisen die gut vierzig Minuten von „Black Lake Confidence“ kaum auf, was neben der konzeptuellen Geschlossenheit auch die größte Stärke des Albums ist.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.trips-und-traume.com/news.html">Trips und Träume</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2013/05/18/macelleria-mobile-di-mezzanotte-black-lake-confidence/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MACELLERIA MOBILE DI MEZZANOTTE: Hard Boiled Night Club</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/10/17/macelleria-mobile-di-mezanotte-hard-boiled-night-club/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2012/10/17/macelleria-mobile-di-mezanotte-hard-boiled-night-club/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Oct 2012 07:06:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Adriano Vincenti]]></category>
		<category><![CDATA[Clive Barker]]></category>
		<category><![CDATA[Jazz]]></category>
		<category><![CDATA[Macelleria Mobile di Mezzanotte]]></category>
		<category><![CDATA[MMM]]></category>
		<category><![CDATA[OEC]]></category>
		<category><![CDATA[Old Europa Café]]></category>
		<category><![CDATA[Wilma Montesi]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=5035</guid>
		<description><![CDATA[Selten machen Klischees so großen Spaß wie bei Macelleria Mobile di Mezzanotte, kurz MMM, dem hörspielartigen Musikprojekt des fabulierenden Ganoven Adriano Vincenti. Der Bandname bedeutet „Fleischlieferung um Mitternacht“, und sicher kennt der eine oder andere die Splatternovelle gleichen Namens aus &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/10/17/macelleria-mobile-di-mezanotte-hard-boiled-night-club/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/mmmhbnc.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5036" title="mmmhbnc" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/mmmhbnc-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Selten machen Klischees so großen Spaß wie bei Macelleria Mobile di Mezzanotte, kurz MMM, dem hörspielartigen Musikprojekt des fabulierenden Ganoven Adriano Vincenti. Der Bandname bedeutet „Fleischlieferung um Mitternacht“, und sicher kennt der eine oder andere die Splatternovelle gleichen Namens aus der Feder von Clive Barker, die vor einigen Jahren dann auch verfilmt wurde. Vincentis Musik, die er selbst ganz treffend Crime Jazz oder Swing Noir nennt, schickt den Hörer jedoch gleich noch ein paar Dekaden weiter zurück in die Filmgeschichte – in eine Welt <span id="more-5035"></span>abgedunkelter Hotelzimmer, schäbiger Detektivbüros und verregneter Asphaltstraßen, natürlich in gespenstisches Grau getaucht und mit einem Score unterlegt, der so staubtrocken ist wie die Drinks, die sich Antihelden hinter die Binde kippen, bevor sie ins Gras beißen. Die nächtliche Fleischlieferung scheint eher auf die garantiert nicht harmlose Dame gemünzt, die mit tödlicher Anmut durch einige Songs stöckelt und weitere, noch aufreizendere Lebenszeichen von sich gibt.</p>
<p>Hörspiel, Erzähler – das klingt im Musikbereich immer so ein bisschen nach freundlich, schlau und artsyfartsy, aber auf das schmale Brett kommt bei „Hard Boiled Night Club“ sicher allein schon wegen des Titels keiner. Die Storyline, die hier gelegentlich durch die groovigen Soundscapes und die gedämpften Bläserparts dringt wie durch die Lamellen einer schief hängenden Jalousie, könnte nach Motiven von James Ellroy oder auch Bukowski verfasst sein, durchsetzt mit einigen urbanen Mythen der italienischen Halbwelt. Da ist zum Beispiel die Hommage an das Model Wilma Montesi, dessen Leiche man 1953 in der Nähe von Rom auffand – ihr Fall, in den neben Politikern auch die Schauspielerin Alida Valli („Der dritte Mann“, „Suspiria“) verwickelt war, wurde nie vollends aufgeklärt.</p>
<p>Allgegenwärtig, wenngleich eher im übertragenden Sinne vorhanden, ist eine Stimme, die in einem seltsamen Gefühl irgendwo zwischen trunkenen Selbstmitleid und theatralischer Coolness schwelgt – derangiert und garantiert hochgradig unzuverlässig. Ebenso derangiert die Musik, die im Gegensatz zur kompakten Smoothness etwa von Bohren dilettantisch und fragmentiert wirkt: Ein monotoner Jazzbesen, gerade da zum Einsatz gebracht, wo er nicht perfekt passt. Resignatives Spiel auf einem alten Klimperkasten, bevor sich der Pianist ins Koma gesoffen hat. Der Gesangspart in Form abgründigen Gemurmels, bei dem das Englische auch nicht so wichtig ist. Slapbass im Zeitlupengroove und ein spackiges „Black Rubber Saxophon“, das jede Schöngeisterei, die den verkaterten Phlegmatismus der harten Männer durchbrechen könnte, perfekt umschifft.</p>
<p>Dass die Band ihre Wurzeln im Post-Industrial hat, möchte man fast unterschlagen, schon weil das ganze längst nicht so gothkompatibel ist wie die Songs von Kollege Hellvis, der auf seine Art eine ähnlich nihilistische Sexyness abfeiert – und doch hört man zwischen all dem Groove und all der Angejazztheit auch das heraus. Man mag dabei an die bekannten Kilimanjaro- und Mount Fuji-Ensembles denken, aber meines Erachtens ist dieser existenzialistische Sleaze nach mediterraner Art auch Teil dessen, was einst Novy Svet losgetreten haben, und sei es nur ungewollt mit ein paar Nummern wie „La Razon“ und „Vinkio Due“. Im Vergleich zu den renommierten Denovali-Acts ist die Atmosphäre bei MMM auch eher schwül als kühl.</p>
<p>Soviel auf den letzten Drücker zu einem famosen Album, dessen Nachfolger wohl schon in den Startlöchern steht und hoffentlich ebenso viel Spaß machen wird.</p>
<p><strong>Label: OEC</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2012/10/17/macelleria-mobile-di-mezanotte-hard-boiled-night-club/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
