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	<title>African Paper &#187; Come Org.</title>
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		<title>WHITEHOUSE: The Sound Of Being Alive</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2016 01:37:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn sich in den letzten Jahren in der Rezeption von Musik wie Power Electronics etwas geändert hat, dann insofern, dass es immer mehr Projekte gibt, die &#8211; ob wegen ihrer Musik oder aufgrund von Kriterien wie Labelzugehörigkeit sei dahingestellt &#8211; &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/08/13/whitehouse-the-sound-of-being-alive/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/whitehousethesoundofbeingalive.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12023" title="whitehousethesoundofbeingalive" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/whitehousethesoundofbeingalive-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn sich in den letzten Jahren in der Rezeption von Musik wie Power Electronics etwas geändert hat, dann insofern, dass es immer mehr Projekte gibt, die &#8211; ob wegen ihrer Musik oder aufgrund von Kriterien wie Labelzugehörigkeit sei dahingestellt &#8211; auch außerhalb einschlägiger Szenen gehört werden, auf hippen Labels herauskommen, auf arty Events spielen, bei Pitchfork und im Wire besprochen werden u.s.w. Whitehouse waren in der Hinsicht schon Grenzgänger, als Power Noise noch weitgehend eine Sache der<span id="more-12022"></span> subkulturellen Nischen war, und das lässt sich nicht einzig damit erklären, dass sie aus einer Zeit in den frühen 80ern stammten, als Post Industrial noch keine festgefahrene Szene bildete.</p>
<p>Neben allen Zufälligkeiten, die auf solche Entwicklungen einwirken, scheint dies auch ein bisschen daher zu rühren, dass Whitehouse spätestens seit ihrer zweiten Werkphase, die in etwa zeitgleich zur Herausbildung der Post Industrial-Community im heutigen Sinne begann, mit vielen Genrestandarts nichts am Hut hatten. Aller Radikalität auch textlicher Art zum Trotz hatten Whitehouse wenig Interesse am dezidiert Konzeptuellen, nie standen ganze Alben im Zeichen einer Idee, mag diese noch so mehrdeutig, gebrochen oder überaffirmativ konzipiert sein.</p>
<p>Stattdessen setzten Philipp Best und William Bennett auf vage Schwerpunkte, auf ein eher allgemein gehaltenes thematisches Referenzsystem und die Kraft einer (über-)markanten Attitüde, die stets einen Hang zur Selbstentblößung enthüllte und durch Bests touretteartiges Zetern immer auch einen Touch von Satire hatte. Deshalb, aber auch weil sie statt weltbewegender Themen den kleinen Hässlichkeiten des Lebens ihre Aufmerksamkeit schenkten, fehlte ihr auch das Lehrerhafte, das PE in seiner ganz eigenen abgklärten Kühlheit meist auch ohne einfache Slogans anhaftet. Whitehouse&#8217; in Abscheu getränkte Feier des Hässlichen war auch immer eine ambivalente (kathartische?) Feier des Lebens, und eine quasi posthume Compilation „The Sound Of Being Alive“ zu nennen, passt somit ganz gut.</p>
<p>Von der Auswahl her ist „The Sound Of Being Alive“ eine Art Best-of ihrer Alben ab „Mummy and Daddy“, d.h. es geht hier – gewagt ausgedrückt – um die klanglich eher schönen Whitehouse der zweiten Werkhälfte zu Ungunsten der ohrenschindenden Hochfrequenzen der 80er Jahre. Das einleitende „Wriggel Like A Fucking Eel“ vom „Bird Seed“-Album repräsentiert dies mit seinem heftigen, aber durchaus fein ziselierten Dröhnen und den akzentuierenden Beatansätzen, zugleich ist Bests auf diesem Sound schwimmende Hasstirade ein perfektes Beispiel für die textliche Natur später Whitehouse-Tracks – langweilige Klischees wie die Markenfetische und Sexfantasien eines einsamen Halbgaren, dem ich „American Psycho“ empfohlen hätte, werden abgekanzelt, denn was fehlt ist wohl das Besinnen auf die eigene glitschige Kreatürlichkeit, doch im punkigen Gezeter taucht immer auch die Frage auf, wer da eigentlich spricht, und ob die Stimme nicht vielleicht doch sich selbst meint.</p>
<p>Gleich darauf das sattere, kernigere „Cruise (Force The Truth)“, bei dem musikalisch nicht viel passiert und das doch (schon bevor die in schriller Hysterie herausgepressten Vocals einsetzen) extrem nach vorn prescht, und das sich auch als punkiges, die Sleaford Mods vorwegnehmendes Protestlied gegen die Banalisierung und Jasagerei in der Konsum- und Leistungsgesellschaft verstehen lässt, bis auf die Tatsache, dass das direkt adressierte Opfer durch einen Fragenkatalog über gängige Identitäts-Schablonen eher verhöhnt als zum Ausbruch aus der Mühle des Alltags motiviert wird.</p>
<p>Stücke von Whitehouse sind reichhaltig genug, um auch mit einer Auswahl vom zwölf Tracks Stoff für ein kleines Buch abzugeben, ich nenne hier nur die wichtigsten Beiträge, die dem Fan natürlich durchweg bekannt sind: Da wären vergleichsweise ohrenfreundliche Tracks wie „Princess Disease“ oder das rezitative „Kiling Hurts Gives you the Secret“, das mit Pauken und nur gelegentlichen Schreien die übliche Aggressivität nur andeutet, ähnlich wie „Cut Hands Has The Solution“, das nicht nur namensgebend für Bennetts späteres Projekt sein sollte, sondern auch ganz neue Dimensionen psychologischer „Feinfühligkeit“ auslotet. Neben solch relativ erholsamen Momenten sind selbstredend Kracher wie das herrlich holprige und den Höhepunkt an misanthropischer Hysterie bildende „A Cunt Like You“ vertreten, ferner das zwiespältige Coming of age-Stück „Why You Never Became a Dancer“ &#8211; im selbstgerechten Ton des wütenden Shouters entsteht die gleiche ambivalente Spannung wie im Opener, weshalb sich der Kreis am Ende nicht besser schließen könnte.</p>
<p>Ob mit dieser Best-of im Allgemeinen ebenfalls ein Abschlusszeichen gesetzt werden soll, die alte Größe in Erinnerung gerufen oder aus ihr noch einmal Kapital geschlagen werden soll, sei dahin gestellt &#8211; vermutlich von all dem etwas. Ich empfehle diese (von Noel Summerville neu gemasterte) Auswahl allen jüngeren Zeitgenossen, die gerade auf den Geschmack kommen und allen, die schon mal ein Geschenk für den nächsten Valentinstag in der Tasche haben wollen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.susanlawly.freeuk.com/">Susan Lawly</a></strong></p>
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		<title>WILLIAM BENNETT (WHITEHOUSE) &#8211; Interview</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/08/31/william-bennett-whitehouse-interview/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 20:16:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Afro Noise]]></category>
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		<category><![CDATA[Susan Lawly]]></category>
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		<category><![CDATA[William Bennett]]></category>

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		<description><![CDATA[William Bennett hat mit WHITEHOUSE in den vergangenen drei Jahrzehnten extrem(st)e elektronische Musik gemacht und damit ein Genre mitgeschaffen,  dessen enge Grenzen WHITEHOUSE allerdings bereits lange gesprengt haben. Schon seit längerem sind die analogen den digitalen Geräten gewichen, sind die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/william-bennett-whitehouse-interview/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/wblive079.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1569" title="wblive079" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/wblive079-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>William Bennett hat mit WHITEHOUSE in den vergangenen drei Jahrzehnten extrem(st)e elektronische Musik gemacht und damit ein Genre mitgeschaffen,  dessen enge Grenzen WHITEHOUSE allerdings bereits lange gesprengt haben. Schon seit längerem sind die analogen den digitalen Geräten gewichen, sind die Texte (spätestens seit “Cruise”) – auch Bennetts Interesse an NLP geschuldet –komplexer geworden; <span id="more-1568"></span>seit einigen Jahren  wird auch der Einfluss des afrikanischen Kontinents, der schon länger eine Faszination auf Bennett ausübt (bereits 1997 war in der “Extreme Music…”-Serie “Extreme Music From Africa” erschienen), sowohl visuell (erstmals auf “Bird Seed”) als auch musikalisch virulent. Aus der “Extreme Electronic Music” wurde plötzlich (erstmals auf “Asceticists”) “Extreme Electronic And Acoustic Music”: Perkussive Elemente traten in den Vordergrund, wobei die komplexen Polyrhythmen wahrscheinlich wenige zum Tanzen animiert haben dürften, Bennetts Sammlung afrikanischer Perkussionsinstrumente wurde immer größer und schließlich entschied er sich dazu, ein neues  sogenanntes “Afro Noise”-Projekt zu starten, dessen erste Doppel-12’ in diesem Jahr veröffentlicht werden soll. Dass er unter dem Namen DJ Benetti Italodisco auflegt, wird die einen oder anderen Noisepuristen irritieren, aber diese dürften der veränderten musikalischen Ausrichtung sowieso nur bedingt Sympathien entgegenbringen –  was kaum gegen die Musik spricht. Kürzlich trat Bennett unter dem Projektnamen Cut Hands in Köln auf und kombinierte Noiseelemente mit afrikanischer Perkussion, während im Hintergrund ein französischer Dokumentarfilm über Afrika lief, der eine seltsame und teilweise verstörende Symbiose mit der Musik einging. Die Reaktion(en) einiger Anwesender dürfte(n) deutlich gemacht haben, dass auch nach fast dreißig Jahren William Bennett und seine Arbeiten noch immer irritieren (können). </strong></p>
<p><strong><em>Auf den letzten WHITEHOUSE-Alben fanden sich afrikanische Einflüsse. Jetzt, da du auch dein Afro Noise-Projekt begonnen hast, stellt sich die Frage, ob die afrikanischen Einflüsse jetzt aus der Musik von WHITEHOUSE verschwinden.</em></strong></p>
<p>Es gibt zwischen beiden Projekten enge Verbindungen. Es ist noch sehr früh, aber obwohl das neue WHITEHOUSE-Material einige elementare Veränderungen durchgemacht hat, wird meine Sammlung  afrikanischer Musikinstrumente doch mehr als deutlich zu vernehmen sein!</p>
<p><strong><em>Bei der Afro Noise-Doppel-12’ scheint es einige Verzögerungen gegeben zu haben. War das größte Problem das Design(en) oder hat es so lange gedauert, die Musik fertigzustellen?</em></strong></p>
<p>Es ist ein ziemlich komplexes Projekt, das eine echte Herausforderung ist und zwar deswegen, weil ich zwei wichtige Regeln angewendet habe: Keine Sequenzersoftware, keine gesampelten Loops – das bedeutet, dass alles per Hand gemacht werden muss und auch wenn ich ein gutes Verständnis davon habe, wie komplexe Polyrhythmen musikalisch funktionieren, benötigt man ziemlich viel Editieren und Spielen um es richtig hinzubekommen. Deswegen hoffe ich, dass die Hörer es ebenfalls so sehen und denken,  dass sich das Warten auf das Ergebnis, wenn es dann fertig ist, gelohnt hat.</p>
<p><strong><em>Hast du seitdem dein Interesse an Afrika begonnen hat, einige afrikanische Länder besucht? </em></strong></p>
<p>Leider nein. Uns wurde angeboten, auf einem gossen Festival in Angola zu spielen, aber ganz ehrlich, ist dieser Vorschlag etwas zu beängstigend; ich ziehe es vor, als anonymer Tourist zu reisen!</p>
<p><strong><em>Ich denke, dass DJ Benetti und Cut Hands komplett andere Leute anziehen. Wie unterscheiden sich die Reaktionen des Publikums und wie unterscheidet sich deine Vorbereitung?</em></strong></p>
<p>Cut Hands hab ich ursprünglich eher als einen Sammelbegriff als als Gruppennamen gesehen, mit anderen Worten als eine Clubnacht, ein Musikprojekt, einen DJ, Visuelles etc. Dennoch scheint es sich langsam zu einem Solomusikprojekt zu entwickeln, was die Handhabung leichter macht.</p>
<p>Benetti war eine Spaßsache, die ich vor sechs, sieben Jahren bei der Cocadisco in London begonnen habe. Richard James und Russell (Haswell) haben ebenfalls da Sets gespielt und als Italo plötzlich angesagt war, kamen mehr Angebote. Ich habe einen wöchentlichen Abend in einem Club und mache noch eine Reihe anderer Auftritte, aber ich sehe es dennoch immer noch als eine reine Spaßsache.</p>
<p><strong><em>Der Split zwischen dir und Philip kam (zumindestens für Außenstehende) als ziemliche Überraschung. Kürzlich hast du in einem Interview erwähnt, dass es zumindest teilweise mit Philips Auftreten zu tun hatte, als du verletzt warst und nicht auftreten konntest. Kannst du ein paar Worte dazu sagen? </em></strong></p>
<p>Ich will keine spezifischen Kommentare über die Auftrittsgeschichte abgeben. Wie auch immer, ist es sicherlich wahr, dass die Richtung, die CONSUMER ELECTRONICS eingeschlagen haben, sich etwas zu sehr auf dem WHITEHOUSE-Terrain bewegt hat und ich hatte den Eindruck, dass Philip nicht beides machen sollte.</p>
<p><strong><em>Ich denke, dass ich nicht der einzige war, der über den langen Bericht im WIRE überrascht war. Wie ist es dazu gekommen?</em></strong></p>
<p>Keine Ahnung! Wir wurden von dem Magazin wegen eines Berichts angesprochen, sie waren sehr nett und respektvoll und das war’s…</p>
<p><strong><em>Vor einiger Zeit hast du geschrieben, dass du keine Vocals mehr machen willst. Hast du deine Meinung geändert oder werden auf dem nächsten Album andere Sänger sein (für einige scheint es von großen Interesse zu sein, ob es weiblichen Gesang geben wird)?</em></strong></p>
<p>Ja, das ist der Plan – und es wird sich wirklich ganz besonders anhören, du musst mir das nur glauben.</p>
<p><strong><em>Du hast geschrieben, dass du gerade die endgültige Version von “Dumping…” aufgenommen hast. Wird es Texte geben und/oder wird die nstrumentierung anders sein? </em></strong></p>
<p>Nein, es wird mehr vom Gleichen sein. ? Ich denke wirklich, dass es die definitive Version ist. Wenn erst einmal weiteres Material fertig ist, entscheiden wir, ob es in das Große und Ganze hineinpasst und verdient dabei zu sein.</p>
<p><strong><em>Wird “Pains Part Of The Dilemma” auf dem nächsten WHITEHOUSE-Album enthalten sein oder wird es auf einer 12’ veröffentlicht?</em></strong></p>
<p>Es ist geplant, dass die nächste Veröffentlichung eine 12’ ist. Es ist ein neues Stück; was die B-Seite sein wird, ist noch nicht entschieden, vielleicht ist es “Pains Part Of The Dilemma”, wobei ich im Augenblick eher sagen würde, dass es auf einem Album enthalten sein wird.</p>
<p><strong><em>Noisefans scheinen sehr konservativ zu sein. Ich erinnere mich, mit einem selbsternannten Power Electronics-Enthusiasten gesprochen zu haben, der meinte, dass “Asceticists” und “Racket” “scheiße” seien. Bist du mit ähnlichen Reaktionen  konfrontiert gewesen? </em></strong></p>
<p>Ja, ich stimme dir zu. Mit der Zeit gewöhnt man sich an dieses Phänomen: Ich kann mich an kein einziges WHITEHOUSE-Album erinnern, das nicht solche Reaktionen hervorgerufen hätte – zehn Jahre später oder so erklären es dieselben Enthusiasten zu einem “Klassiker”. Menschen, die einen sehr speziellen Geschmack haben, scheinen sehr dickköpfig zu sein, was ihre Erwartungen anbelangt und diese entwickeln sich nur sehr langsam.</p>
<p><strong><em>Deine Einstellung gegenüber illegalen Downloads ist ziemlich klar. Ich erinnere mich daran, dass du jemandem, der WHITEHOUSE-Alben auf seinem Blog hatte, sagtest, er solle die Dateien löschen und das Lustige war, dass einige (wie verzogene Kinder) beleidigt waren und meinten, “WHITEHOUSE sind eh scheiße.” Wie stehst du der ganzen Sache gegenüber (momentan gibt es auf der Website des Guardian eine große Diskussion zu dem Thema und man findet Leute, die sagen: “Es ist kein Diebstahl. Es ist eine Copyrightverletzung.” Als ob das alles erklären würde.)?</em></strong></p>
<p>Ich habe gelernt, dass Menschen –  unabhängig davon, was sie machen, ob eher fragwürdig oder nicht –  das Bedürfnis verspüren, das, was sie tun, moralisch zu rechtfertigen und zu rationalisieren – ich ziehe einen ehrlichen Dieb diesen schleimigen Heuchlern vor.</p>
<p><strong><em>Dein Blog ist immer sehr inspirierend. Du meintest mal, der Blog habe eine “therapeutische” Funktion. Haben sich die Beweggründe mit der Zeit geändert? </em></strong></p>
<p>Danke schön, freut mich das zu hören. Ich habe herausgefunden, dass kreatives Schreiben eine gute Übung ist.  Zuerst war der Blog ein Experiment und jetzt erkenne ich, dass es eine tolle Weise ist, den Geist aktiv zu halten und Ideen etwas ausführlicher zu behandeln.</p>
<p><strong><em>Die Art und Weise, wie du dich präsentierst, hat sich verändert, es scheint mehr “Selbstenthüllung” zu geben (z.B. auf deinem Blog). War das eine bewusste Entscheidung oder ist das einfach wegen des Mediums Internet passiert?</em></strong></p>
<p>Ja, beides hat eine Rolle gespielt. Vergiss nicht, dass, wenn man sich in einer musikalischen Subkultur bewegt, wie ich das jetzt fast 30 Jahre lang gemacht habe (Schluck!), einem Zugang zu Mainstreammedien wie dem Fernsehen, dem Radio, der Presse – die konventionellere Musikgenres haben –  , verwehrt ist und das schafft natürlich  einen gewissen Nimbus des Geheimnisvollen, obwohl auch ein unglaubliches Maß an Fehlinformationen und (manchmal bösartigen) Gerüchten da ist. Man muss das einfach in Freud und Leid  akzeptieren…</p>
<p><strong><em>Eine letzte Frage: Würdest du sagen, dass du in den letzten paar Jahren der Welt der Kunst näher gekommen bist, als je zuvor? </em></strong></p>
<p>Vielleicht. Nicht unbedingt, weil ich mich selbst in diese Richtung bewegt habe, aber vielleicht weil der Bereich der “Kunst”  im letzten Jahrzehnt oder so enorm angewachsen ist und dabei viele subkulturellen Formen voller Gier verschlungen hat, die normalerweise nicht als diesem Bereich zugehörig betrachtet worden wären.</p>
<p>- M.G. –</p>
<p><a href="http://williambennett.blogspot.com/">williambennett.blogspot.com</a></p>
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