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	<title>African Paper &#187; Cosi Records</title>
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		<title>ALLYSEN CALLERY: Ghost Folk</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2020 01:56:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn die Sängerin Allysen Callery ihr wunderbar verhuschtes neues Album &#8220;Ghost Folk&#8221; nennt, mag man zuerst an einen selbstentworfenen Genrebegriff denken, vergleichbar dem Begriff Attic Core, mit dem Sarah June einmal die staubige Atmosphäre ihrer dunklen, verwunschenen Lieder umschrieb. Da &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/11/21/allysen-callery-ghost-folk/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/allysencalleryghostfolk.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-23109" title="allysencalleryghostfolk" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/allysencalleryghostfolk-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn die Sängerin Allysen Callery ihr wunderbar verhuschtes neues Album &#8220;Ghost Folk&#8221; nennt, mag man zuerst an einen selbstentworfenen Genrebegriff denken, vergleichbar dem Begriff Attic Core, mit dem Sarah June einmal die staubige Atmosphäre ihrer dunklen, verwunschenen Lieder umschrieb. Da sich Folk aber auch als &#8220;Leute&#8221; übersetzen lässt, mag der Titel ebenso sehr auf die introvertierten Zeitgenossen, die quiet ones gemünzt sein, die Geisterbande, der das Album gewidmet ist.<span id="more-23108"></span></p>
<p>Was von den ersten Minuten an auffällt, ist die Unaufdringlichkeit der Musik, die einen angenehm sanft und doch mit einer spröden Herbheit versehen umschmeichelt und dabei wenig (und schon gar keine starken emotionalen Zugeständnisse) von einem will. Meist ist eine solche pathosarme Musik viel berührender, wenn man sich nur gebührend darauf einlässt, und so ist es auch beim mysteriösen Opener &#8220;Beautiful Teeth&#8221;, der sich mit entspanntem Fingerpicking auf locker gespannten Saiten annähert und den Hörer mit einem unverschwommenen, aber entrückten Gesang in ein traumwandlerisches Setting zieht. Oder sank er hin?</p>
<p>Wie um dieses Ungreifbare noch zu unterstreichen, nimmt das folgende &#8220;I can see you&#8221; eine verschwimmende Form an und lässt mit verträumtem Nuscheln und einer lässigen Steel Guitar eine Zirkusmelodie entstehen. Erst im auf Shakespeares Sturm anspielenden &#8220;Sea Change&#8221; lehnt sich die Musik etwas weniger schüchtern aus dem Fenster und zielt mit einer lupenreinen Kopfhängerballade unmittelbar ins limbische System.</p>
<p>Wenn erst klar ist, dass das Album in unterschiedlichen Intensitätsgraden die passenden Register zu ziehen vermag, lassen die Hits nicht mehr lange auf sich warten. Für die einen ist das vielleicht das mäandernde &#8220;November Man&#8221; nach Nick Drake oder die spröde Interpretation des Traditionals &#8220;Katie Cruel&#8221;, für andere eventuell das vordergründig unbekümmerte &#8220;Tarot Card&#8221;, das nach und nach seine Doppelbödigkeit offenbart. Für mich teilt sich das instrumentale &#8220;In Your Perfumed Chambers&#8221;, zwischen dessen Fahey-Ornamenten man die nach Amber, Myrrhe und Olibanum duftenden Rauchschwaden zu riechen meint, den ersten Platz mit dem unscheinbaren &#8220;Fair Warning&#8221;, dessen schüchterne Melodie eine enorme Intimität entstehen lässt und sich auch auf einem In Gowan Ring-Album gut gemacht hätte.</p>
<p>Die konsequente Weigerung, bei all dem dick aufzutragen, trägt dazu bei, dass die Musik die Welt nie vollständig in einen Fantasieort verwandelt. Gerade dadurch entsteht ein echter Zauber, dessen Wirkung lange anhält. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: cosirecords</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=354924081/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ALLYSEN CALLERY: The Song the Songbird Sings</title>
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		<pubDate>Sat, 26 May 2018 04:26:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Allysen Callery]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt seid jeher ein Vorurteil gegenüber sanfter, filigraner Folkmusik, das v.a. von denen gepflegt wird, die solche Musik nie hören &#8211; nämlich dass eine solche Musik ein weltabgewandtes, an den Gegebenheiten seiner Zeit uninteressiertes Idyll kultiviert. Freilich eignet sich &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/05/26/allysen-callery-the-song-the-songbird-sings/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/allysoncallerythesongthesongbirdsings.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15508" title="allysoncallerythesongthesongbirdsings" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/allysoncallerythesongthesongbirdsings-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt seid jeher ein Vorurteil gegenüber sanfter, filigraner Folkmusik, das v.a. von denen gepflegt wird, die solche Musik nie hören &#8211; nämlich dass eine solche Musik ein weltabgewandtes, an den Gegebenheiten seiner Zeit uninteressiertes Idyll kultiviert. Freilich eignet sich der dunkle, fragile Sound, von dem hier die Rede ist, nur schwer für Protestsongs, und ja, in seiner rein akustischen Ausprägung weckt er fast immer auch Assoziationen zu den Heterotopien jenseits der alltäglichen Erfahrung, zu Szenarien aus Natur und Vergangenheit.<span id="more-15507"></span></p>
<p>Und doch eignet auch dem sanftesten Folk oft eine ganz eigene Abgründigkeit. Es gibt ihn in der Singer Songwriter-Variante als Ausdruck individuell betrachteten Leids, oft aber auch in einer düsteren Verschrobenheit, die die Welt aus einer ins Gespenstische entrückten Perspektive betrachtet und akzentuiert. Die Amerikanerin Allysen Callery ist schon insofern ein interessanter Fall, dass sie ihr musikalisches Feld ziemlich genau im Grenzbereich dieser beiden Ausprägungen beackert, ihr unaufdringlicher &#8220;Ghost Folk&#8221; mit dem leicht spröden Gesang und dem verträumt tänzelnden Fingerspiel auf der Gitarre ist zudem ausnehmend schön.</p>
<p>Ihr aktuelles Album &#8220;The Song the Songbird Sings&#8221;, das vor kurzem auf Vinyl neu herauskam, kommt auf sehr leisen Sohlen daher, und der Opener &#8220;It&#8217;s not the Ocean&#8221; hat mit fließendem Saitenspiel, entspannten Twangs und der leisen Melancholie des Gesangs etwas von einem Schlaflied. Doch nicht nur die Verse über das Ertrinken, auch eine leichte Brüchigkeit in der vielleicht etwas zu trostreichen Stimmung liefern einen kurzen Blick ins Bodenlose mit. Ohne zu stark vergleichen zu wollen, vermute ich, dass Hörer, die Ähnliches bei Marissa Nadler oder in etwas subtilerer Form bei Josephine Foster schätzen, auch an Callerys Songs Gefallen finden werden.</p>
<p>Oft ist es gerade das Zaghafte, Verhuschte, das nur leicht aufflackernde Andeuten einer leidenschaftlichen Liebe in &#8220;Bluest Bird&#8221;, das ein Gefühl von Unbehagen aufkommen lässt, wie man es aus Gedichten Emily Dickinsons oder aus Erzählungen Nathaniel Hawthornes kennt &#8211; sicher ein Zufall, dass die Musikerin, deren Songs so sehr nach der englischen Folkmusik der 60er und 70er klingen, ebenfalls aus dem Nordosten der USA stammt. Interessant ist, dass sich immer dann, wenn die Songs etwas deutlicher verwegen oder sarkastisch ausfallen, die Stimmung aufhellt &#8211; beim augenzwinkernden &#8220;Crapapple&#8221;, das ein paar Mutmachparolen für Selbstironiker enthält, oder dem bluesigen Americana-Song &#8220;Shoot me&#8221;, in dessen staubtrockener Kulisse sich auch Fee Reega wohlfühlen würde.</p>
<p>Nach solch kleinen Lichtungen jedoch ziehen einen die tiefmelancholischen Verse von &#8220;Sundown&#8221; (im Original von Gordon Lightfoot) oder der schaurige Balladengesang von &#8220;Snowfox&#8221; wieder ins vertraute nächtliche Terrain zurück, wo man stets erwartet, einen Schatz zu finden.</p>
<p><strong>Label: <a href="https://cosirecords.bandcamp.com/">Cosirecords</a></strong></p>
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