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	<title>African Paper &#187; Dan Doughty</title>
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		<title>V.A.: The Oneirocritical Society Vol. 3</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 05:37:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der dritte Teil von &#8220;The Oneirocritical Society&#8221; führt das faszinierende Konzept der Anthologie konsequent weiter: Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre Träume in meist loopbasierten Klangstücken, die, unterfüttert durch das atmosphärische Artwork der Künstlerin Christine Filonow, beim Einschlafen in die eigenen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/06/27/v-a-the-oneirocritical-society-vol-3/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2026-06-15-104611.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-51501" title="Screenshot 2026-06-15 104611" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2026-06-15-104611-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Der dritte Teil von &#8220;The Oneirocritical Society&#8221; führt das faszinierende Konzept der Anthologie konsequent weiter: Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre Träume in meist loopbasierten Klangstücken, die, unterfüttert durch das atmosphärische Artwork der Künstlerin Christine Filonow, beim Einschlafen in die eigenen Traumwelten hineinwirken sollen.<span id="more-51499"></span></p>
<p>Auch diesmal bewegt sich der Sampler im Grenzbereich zwischen Ambient, experimentellen Folkansätzen, Hörspielhaftem, Dröhnung und abstrahierter Klangkunst. Auffällig ist dabei, wie unterschiedlich die Traumprotokolle ausgestaltet sind: Manche wirken wie poetische Visionen, andere wie fragmentierte Erinnerungen oder, wie es die Psychoanalyse ausdrücken würde, verstörende Tagesreste. Immer wieder tauchen Motive von Übergängen, geheimen Räumen, Wasser, Orientierungslosigkeit und merkwürdigen Beobachtungen auf. Gleichzeitig fällt auf, wie häufig Schwellenräume, verborgene Orte und rätselhafte Begegnungen die nächtlichen Erzählungen strukturieren.</p>
<p>Besonders stark gelingt der Auftakt der Black Lesbian Fishermen, bei dem die rezitierte Traumlandschaft zwischen Engelsfiguren, einem verschlossenen Garten und der rätselhaften Aufforderung, &#8220;die Sonne in einem Eimer Wasser&#8221; zu bringen, eine eigentümlich mythische Stimmung erzeugt. Die von R. Loftiss (u.a. The Gray Field Recordings) vorgetragene Erzählung wird dabei von einer ständig changierenden Klangkulisse begleitet, die zwischen Jahrmarktsatmosphäre, aufwühlnden Soundscape und melancholisch anmutenden Instrumentalpassagen oszilliert und dabei unangetastet bleibt. Dimitris Chiotis verwandelt einen scheinbar banalen Blick aus dem Fenster in eine unheimliche Vision endlos vorbeiziehender Menschenmengen. Auch hier entwickelt die Musik ein bemerkenswertes Eigenleben und steigert sich von rauen Ambientflächen zu einer überraschend üppigen, streicherartigen Dramaturgie. Dan Doughty alias Duty liefert mit seinen Haus-Träumen ein besonders erinnerungswürdiges Stück über verborgene Türen, andere Wirklichkeiten und das Gefühl, an Orten zu landen, an denen man nicht sein sollte. Die zurückhaltenden Synthieflächen passen dabei hervorragend zu den Erinnerungen an rätselhafte Gebäude, Korridore und Zwischenwelten.</p>
<p>Musikalisch reicht die Palette von zarten Synthies über knisternde Soundcollagen bis hin zu dunklen Dröhnung und folkig eingefärbten Momenten. Auch FutuRevenant, hinter dem sich Orchis- und Hausfrauen-Experiment-Mitglied Tracy Jeffery verbirgt, steuert mit &#8220;Ten O&#8217;Clock&#8221; eine spannende Miniatur bei, in der Uhrenticken, Postpunk-Anklänge und ein traumhaft versch(r)obenes Szenario zwischen Verfolgung, Konzertalltag und Basarbesuch ineinander übergehen. Der schottische Klangkünstler und Mythenforscher Grey Malkin steuert mit &#8220;The Shimmer&#8221; eine entrückte, leicht bedrohliche Klangwelt voller beinahe coil&#8217;esker Synthietupfer bei, während Sandfingers mit &#8220;Pray For Johnny Bones&#8221; einen berührenden, melancholischen Song zwischen Folk und Funeral-Drone beisteuern. Kathleen Yearwood bewegt sich mit &#8220;Three Dreams In One Night&#8221; tief im surrealen Kern der Compilation. Ihre Folge von ineinander übergehenden Traumsequenzen wirkt ebenso rätselhaft wie poetisch und wird von einer eigenwilligen, zwischen Zupf-, Streich- und Summklängen oszillierenden Musik begleitet. Auch Nikos Fokas&#8217; Zusammenarbeit mit Alan Trench setzt einen markanten Akzent: Zwischen unregelmäßig pulsierenden Klanglandschaften, orientalisierenden Momenten und dunkler Rezitation entsteht eine rituelle, hermetisch gefärbte Atmosphäre. Das finale Stück von Stelios Romaliadis hebt die Compilation schließlich in eine märchenhaft-verwaschene Sphäre aus Flötenloops und kindlicher Stimme.</p>
<p>Eine große Stärke der Sammlung liegt erneut darin, dass die Musik nie bloß Illustration bleibt. Die Klangwelten besitzen ein Eigenleben, verändern sich ständig und erzeugen genau jene instabile Logik, die echte Träume auszeichnet. Statt plakativem Surrealismus entsteht eine stille, hypnotische Intensität – besonders, wenn man die Stücke tatsächlich im Halbschlaf oder in nächtlicher Ruhe hört.  Dass dabei so unterschiedliche Beiträge dennoch wie Teile einer gemeinsamen nächtlichen Reise wirken, gehört zu den besonderen Qualitäten der Reihe (U.S.)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3901354623/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>TEMPLE MUSIC: Further, Faster, Closer, Slower</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Feb 2018 07:46:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Temple Music entstand 1995 als eine Art Pendant der Folkband Orchis, kurze Zeit später stieg Steve Robinson mit ein und bildete fortan zusammen mit Alan Trench den Kern der Band. Was von Journalisten, auch hier, gern als leicht abstrahierte Psychedelia &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/02/17/temple-music-further-faster-closer-slower/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/tmfurther.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14978" title="tmfurther" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/tmfurther-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Temple Music entstand 1995 als eine Art Pendant der Folkband Orchis, kurze Zeit später stieg Steve Robinson mit ein und bildete fortan zusammen mit Alan Trench den Kern der Band. Was von Journalisten, auch hier, gern als leicht abstrahierte Psychedelia mit zerfleddertem Folktouch und einem stets magischen Unterton beschrieben wird, entpuppt sich auf den einzelnen Veröffentlichungen, unter denen die Konzertmitschnitte keineswegs eine Nebenrolle spielen, als ein sehr wandlungsfähiges Gebräu. Man<span id="more-14977"></span> vergleiche nur den morbiden Score von &#8220;Soon you Will all Die..&#8221; mit den verrauschten Post Punk-Anleihen auf &#8220;Children of the Sun&#8221; oder der brodelnden Gitarrendröhnung auf &#8220;Epoxes&#8221;.</p>
<p>Dem Grundcharakter der Band, der bei allen Wandlungen deutlich spürbar, aber schwer zu orten ist, könnte man sich vielleicht bei dem gerade erschienenen Album &#8220;Further, Faster, Closer, Slower&#8221; annähern, denn dieses ist die wohl abwechslungsreichste Veröffentlichung von Temple Music seit der Gründung und scheint beinahe all ihre Facetten gleichermaßen zu offenbaren. Das Wort &#8220;neu&#8221; muss man hier allerdings relativieren, denn &#8220;Further, Faster, Closer, Slower&#8221; entstand bereits vor knapp drei Jahren, fiel kurz drauf einem Festplattenunfall zum Opfer und wurde kürzlich, nachdem einigen Daten doch noch gerettet werden konnten, aus seinen Einzelteilen neu zusammengesetzt. Wie dem sei, nun ist es da, wenn auch leider bislang nur als Download, und es schillert grandios.</p>
<p>Das getragen stimmungsvolle Fingerspiel, die kopfhängerische Pastoralität der Gitarrenfiguren, erinnern zu Beginn noch an die Folkwurzeln der mittlerweile in Griechenland ansässigen Band, doch all das entfaltet sich unter einem dichten, verrauschten Film, in dem verfremdete Stimmen und bedrohliches Tierfauchen ineinanderfließen. „Further“, wie der irritierende Opener betitelt ist, bildet einen widersprüchlichen Auftakt, wenn schleppende &#8220;funky&#8221; Perkussion und verdrehte Riffs mit trunkenen Imperativen wie „faster to the end, to the end!“ kontrastiert werden – man denkt da eher an den Vater mit seinem Kind, der den Hof noch mit Mühe erreicht, doch all das hat seinen Reiz, weil es hinter all dem dennoch eine kräftige, wenn auch subtile Vorwärtsbewegung gibt. Fatal oder vital, die Frage bleibt obsolet.</p>
<p>Auch in den folgenden Stücken scheint es immer um eine Art Reise, eine Hin- oder Fortbewegung zu gehen, in „Within“ erscheint diese aber als verzweifelte Flucht ins Innere, wo alles, auch die Richtung der rückwärtsgespielten Passagen, das alptraumhafte Hecheln und der infernalische Engelschor auf links gedreht erscheint. Der deutlichste Szenenwechsel erfolgt mit „Pretty“, in dem ein vergnügtes Kind zu spanisch anmutenden Gitarrenklängen planscht und lacht. Die Schwalbenschar, die in „Swallowing Air“ Propellergeräusche übertönet, scheint sich ebenfalls zu einer Reise nach Süden zu formieren, ihr Aufruhr ist ekstatisch und laut und fügt sich doch wie von Zauberhand in die Urwaldrhythmen und die typischen Trench-Gitarren, die man schon von Orchis her kennt. An diese erinnert unweigerlich auch das schlaftrunkene „The Maid in the Moor“, mit seiner getragenen Zwölfsaitigen der einzige „Folksong“ des Albums. „Nova, Nova, Nova“, ein Battle zwischen drei „Novation“ Bass-Stationen ist dagegen ein Kontrastprogramm mit aufgetürmtem Feedbacklärm.</p>
<p>Zu den Grundintentionen des Albums scheint ein kosmischer Spacerock-Vibe zu zählen, doch Temple Music scheinen ebenso gegen alle Genre-Sklaverei zu rebellieren und die Standards zu brechen, wo sie nur können. Nachdem ihnen dies auf eine runde halbe Stunde gelungen ist, zeigen sie in den letzten zwei Stücken noch mal, was sie nach Old School-Manier können. „Intrastate“, bei dem man nicht mit einem Hawkwind-Vegleich kommen muss, aber kann, ist ein Uptempo-Monster von einer Verfolgungsjagd, „Spacedrive“, das im Stream nicht erhältlich ist und als eine Art DL-Bonus fungiert, übertrifft dies noch an trunkenem Groove. Das erschöpfende Ende, das in „Further“ angekündigt wurde, ist hiermit erreicht, und der Hörer um ein sattes kosmisches Erlebnis reicher. „Further, Faster, Closer, Slower“ sollte jedem Fan der etwas experimentierfreundigeren Psych Rock-Aberteuer, denen DIY noch etwas bedeutet, ein Fest sein. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://cryptanthus.bandcamp.com/">Crypthantus</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1779841349/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://templemusic1.bandcamp.com/album/further-faster-closer-slower">Further, Faster, Closer, Slower by Temple Music</a></iframe></p>
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		<title>TEMPLE MUSIC: Εποχές (Vol. l)</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Mar 2017 08:11:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Temple Music, die rituell arbeitenden Psychedeliker aus der Nachbarschaft von Orchis, Howling Larsens und den Black Lesbian Fishermen, geben nicht einfach Konzerte an beliebigen Orten mit der Auswahl ihrer besten Stücke, sondern lassen den Ort und den Zeitpunkt selbst in &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/03/04/temple-music-%ce%b5%cf%80%ce%bf%cf%87%ce%ad%cf%82-vol-l/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/02/templemusic.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13403" title="templemusic" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/02/templemusic-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Temple Music, die rituell arbeitenden Psychedeliker aus der Nachbarschaft von Orchis, Howling Larsens und den Black Lesbian Fishermen, geben nicht einfach Konzerte an beliebigen Orten mit der Auswahl ihrer besten Stücke, sondern lassen den Ort und den Zeitpunkt selbst in die Rolle des Dirigenten schlüpfen, der den Musikern – in Form seiner Symbolik und seiner atmosphärischen Wirkung – die finale Struktur ihrer vorbereiteten Motive vorgibt. Der Ansatz, den Alan Trench, Steven Robinson und ihre jeweiligen Kollaborateure verfolgen, ist pragmatisch und<span id="more-13402"></span> zugleich magisch: Der Sound und die Resonanzen des Ortes bestimmen den Modus ihrer Darbietung, doch dies entspricht stets der Absicht des Einklangs mit dem genus loci. Eine Vielzahl empathischer Divinationsmethoden von Numerologie über Tarot und Runen bis zu den verschiedenen Kalendern des Christentums werden beansprucht, um auch dem kalendarischen Zeitpunkt zu entsprechen.</p>
<p>Was den Musikern dabei als selbsterarbeiteter Pool an variierbaren Sounds und musikalischen Motiven zugrunde liegt, ist meist skizzenhaft, vergleichbar den Standards beim Jazz. Die auf „Εποχές“ enthaltenen Stücke sind in eine narrative Struktur gebrachte Rekreationen dieses Materials, bzw. eine Auswahl dessen, was in vier den Jahreszeiten entsprechenden Aufführungen eingeflossen ist. Vier lange Tracks um die fünfundzwanzig Minuten kamen dabei heraus, die lediglich vom Nukleus der Band gespielt wurden und quasi dem Rumpf der jeweiligen Konzerte entsprechen. Die beiden ersten liegen nun vor.</p>
<p>„The Winter Queen…“, an dessen Umsetzung noch zwei weitere Musiker beteiligt waren, wurde im Dezember 2010 zusammen mit Eyeless in Gaza in Coventry aufgeführt, und wenn man sich die kreisenden Drones und die vielen unberechenbaren Details in angemessener Location vorstellt, entsteht zumindest die Ahnung der rituellen Atmosphäre, die an dem Abend kreiert worden sein muss. Auf der rekonstruierten Urfassung dominiert anfangs ein entspanntes, nicht zu engmaschiges Gitarrengewebe und verhalltes, ambientes Gleiten, das immer wieder von coolen Twangs aufgebrochen wird und mit der Zeit rauer und gröber wird. Man hat es hier mit einer Musik zu tun, von der man sich bei leichtem Phlegmatismus perfekt einlullen lassen kann, die aber bei entsprechender Aufmerksamkeit viele, oft nicht einmal nur unterschwellige Veränderungen zeitigt: Mal hat ein sanfter Gitarrenteppich die oberste Schicht für sich, dann wieder gibt sie Raum für allerhand Subkutanes, das sich wie Froschquaken oder wie perkussives Hantieren mit undefinierbarem Material anhört. Mal glaubt man, den Auftakt eines herkömmlichen Songs zu hören, doch dann übernehmen vorübergehend noisiges Feedbackrauschen und seltsam kratzige Schleifgeräusche das Feld.</p>
<p>Dass dies alles so wunderbar harmonisiert klingt und von der Sequenz her wie „natürlich“ gewachsen anmutet, gibt dem Track seine relaxte Stimmung, und es ist zugleich eine der Gemeinsamkeiten zum zweiten Stück, das am 15. Januar der Folgejahres in Gent den Frühling beschwor. „&#8230;and the Prince of Spring“ beginnt frickeliger und ergeht sich eine ganze Zeitlang in atmosphärischen Sounds, macht das Schmelzen von Eis hörbar, anheimelnd durchbrochen durch etwas, das an Vogeltrillern erinnert. Bei der ambienten Dröhnfläche, die sich bald abzeichnet, und erst recht bei der pastoralen Melodie, die nach Piano klingt, mag man das Stück als homogener empfinden, doch der unberechenbare Einsatz von Natursounds, Songfragmenten und Momenten der Dröhnung sind mit der Zeit immer mehr dagegen.</p>
<p>Doch so viel sich in den insgesamt fünfzig Minuten auch ereignet, bleibt doch alles zurückgenommen und subtil, und ich bin sicher, dass die kraftvolle, erdende Wirkung dieser Musik auch bei unachtsamem Hören nicht vollends ausbleibt. Auf den zweiten Teil bin ich gespannt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.sombresoniks.com/sombre-soniks">Sombre Soniks</a></strong></p>
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