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	<title>African Paper &#187; Daniela Fromberg</title>
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		<title>Über Klang: Umfangreiche Gruppenausstellung in Berlin</title>
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		<pubDate>Mon, 05 May 2025 04:35:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für Kurzentschlossene empfehlen wir die heute eröffnende Die Ausstellung &#8220;Über Klang&#8221; in der Brotfabrik Galerie in Berlin-Weißensee. Die Veranstaltung widmet sich künstlerischen Arbeiten, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Phänomen Klang auseinandersetzen. Zu sehen sind Objekte, Installationen, Videos, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/05/05/uber-klang-umfangreiche-gruppenausstellung-in-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für Kurzentschlossene empfehlen wir die heute eröffnende Die Ausstellung &#8220;Über Klang&#8221; in der Brotfabrik Galerie in Berlin-Weißensee. Die Veranstaltung widmet sich künstlerischen Arbeiten, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Phänomen Klang auseinandersetzen. Zu sehen sind Objekte, Installationen, Videos, Zeichnungen, Malereien und musikalische Grafiken von insgesamt 16 Künstlerinnen und Künstlern aus dem Bezirk, namentlich Andreas Burger, Horst Dietzel, Daniela Fromberg, Stella Geppert, Cornelia Gutsche, Christian Kesten, Nadja Kracunovic, Brandon LaBelle, Tom Meier, Elke Mohr und Ingeborg Lockemann als Duo, Mirka Pawlik, DAG Przybilla, Inken Reinert, Stefan Roigk sowie Tim Tetzner.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/05/Screenshot-2025-05-04-200040.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-46173" title="Screenshot 2025-05-04 200040" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/05/Screenshot-2025-05-04-200040.png" alt="" width="888" height="872" /></a><span id="more-46170"></span></p>
<p>&#8220;Über Klang&#8221; wurde von Stefan Roigk kuratiert und ist Teil des diesjährigen artspring berlin Festivals. Die Ausstellung greift, wie es im programmtext der Brotfabrik heißt, Entwicklungen der vergangenen Jahre auf, in denen Klang als eigenständiges künstlerisches Medium an Bedeutung gewonnen hat – nicht nur innerhalb der Bildenden Kunst, sondern auch weit darüber hinaus. Während Klang früher vor allem in experimentellen Kontexten wie Fluxus oder Medienkunst eine Rolle spielte, ist er heute aus vielen Ausstellungen kaum wegzudenken. Auch in Alltagskulturen wächst die Aufmerksamkeit für das Hören, sei es in audiovisuellen Medien, sozialen Netzwerken oder als Form der Achtsamkeit. Die gezeigten Werke spiegeln diese Vielfalt wider und behandeln Klang nicht nur als akustisches Phänomen, sondern auch als Struktur, Material und Erinnerungsträger. Dabei entstehen Werke, die konzentriert, humorvoll, analytisch oder erzählerisch sein können und die eine unmittelbare, oft körperliche Erfahrung ermöglichen.</p>
<p>Titelbild: Inken Reinert (Zeichnung) und Tim Tetzner (Grafik)</p>
<p>Eröffnung: Montag, 05.06.2025, 19:00 Uhr<br />
Ausstellung: Dienstag 06.05. – Sonntag 01.06.2025<br />
Finissage: Sonntag, 01.06.2025, 16 bis 20 Uhr<br />
Brotfabrik Galerie<br />
Caligariplatz 1<br />
13086 Berlin</p>
<p><a href="https://www.brotfabrik-berlin.de/events/ueber-klang/"><strong>@ Brotfabrik</strong></a></p>
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		<title>DANIELA FROMBERG / STEFAN ROIGK: Unfamiliar Home</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Mar 2023 04:02:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Daniela Fromberg]]></category>
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		<category><![CDATA[Stefan Roigk]]></category>

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		<description><![CDATA[Über die Verwerfungen, die euphemistisch als Modernisierung und Aufwertung von Wohnraum in urbanen Nachbarschaften bezeichnet und etwas sachlicher unter dem Begriff Gentrifizierung gefasst werden, ist in den zurückliegenden ein bis zwei Jahrzehnten viel berichtet worden, und wenn man nicht selbst &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/03/18/daniela-fromberg-stefan-roigk-unfamiliar-home/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/923.09.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-34506" title="923.09" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/923.09-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Über die Verwerfungen, die euphemistisch als Modernisierung und Aufwertung von Wohnraum in urbanen Nachbarschaften bezeichnet und etwas sachlicher unter dem Begriff Gentrifizierung gefasst werden, ist in den zurückliegenden ein bis zwei Jahrzehnten viel berichtet worden, und wenn man nicht selbst bereits davon betroffen war oder Betroffene kennt, sind die Informationen darüber oft sehr sachlich und <span id="more-34503"></span>zahlenorientiert, es sei denn es wird direkt über erzwungene Ortswechsel oder über furchtbare Räumungsaktionen berichtet. Beides wahrt dann auf ganz unterschiedliche Weise eine Art Distanz.</p>
<p>Erlebnisberichte über den prozesshaften und zugleich alltäglichen Charakter solcher Entwicklungen findet man auch, aber man muss meist danach suchen. Ein interessantes künstlerisches Beispiel dafür sind das Multimedia-Duo Daniela Fromberg und Stefan Roigk, die in Berlin-Prenzlauer Berg vor einigen Jahren selbst von einer großangelegten Renovierung des Hauses, in dem sich ihre Wohnung befindet, betroffen waren. Ihre Auseinandersetzung mit dem Thema ist sehr stark auf den sinnlichen Charakter dieser Entwicklungen fokussiert und kulminierte 2018 zunächst in der im Konzert- und Projektraum Ausland präsentierten skulptural-architektonischen Klanginstallation &#8220;Unfamiliar Home&#8221;, später dann in der gleichnamigen LP,  der wiederum Fotos der Installation beiliegen.</p>
<p>Die Vorgeschichte reicht bis ins Jahr 2012 zurück, als sowohl das eigene als auch das Nachbarhaus für längere Zeit in eine Großbaustelle verwandelt wurden, was in verschiedenen Zusammenhängen zu einer massiven Beeinträchtigung wurde. Neben den allgegenwärtigen Geräuschen, die von den Arbeitenden wie von lauten Maschinen ausgingen, waren für längere Zeit die Fenster als natürliche Lichtquelle und Lüftungsmöglichkeit verdeckt, der Balkon nicht begehbar, zeitweise drangen neben den Geräuschen Wasser und anderes Material in die Wohnung. Auch juristischer Ärger fand statt. Für die Installation, deren skulpturale und architektonische Elemente auf alten Fensterflügeln und diversen Beton- und Holzbauteilen basierten, nahmen die beiden 400 Stunden an Audiomaterial auf und verarbeiten viele Details daraus in eine 12-kanalige Komposition.</p>
<p>Die vorliegende LP ist mit der klanglichen Seite der Installation m.o.w. identisch und wurde neu abgemischt. Das Material auf der ersten Seite beginnt zunächst mit einem rauschenden und grollenden Dröhnen, das eine latent bedrohliche Ausstrahlung entfaltet, aber bei entsprechenden Soundvorlieben durchaus auch als angenehmen empfunden werden kann. Unter der Oberfläche rumpelt es stetig, Donner und einzelne maschinelle Brummkaskaden ereignen sich in unregelmäßigen Abständen und der Eindruck entsteht, dass das Soundmaterial mit der Zeit dichter und massiver wird, aber vielleicht ist dies nur eine Illusion, ganz ähnlich den Gefühlen, die einen beschleichen können, wenn man tatsächlich störenen Geräuschen ausgesetzt ist. Manchmal meint man Vögel zu hören, doch das Quietschen von Riemen, die Geräusche von Bohrern oder Presslufthämmern und das Fallen von Putz erinnern einen daran, dass dies eine Baustelle ist, deren Geräusche im Grunde nur durch das wummernde Dröhnfundament in einem als musikalisch lesbaren Rahmen bleiben. Dieser mag als abmildernd empfunden werden, gleichwohl vermittelt er aber das Gefühl, dass in ihm etwas Exzerpthaftes eingefangen wurde, ein Ausschnitt von etwas potenziell Endlosem.</p>
<p>Auch die zweite Seite startet mit den brummenden Tönen und den sarkastisch kommentierenden Vogelstimmen, die &#8211; als deplaziert wirkender Teil des einstmals Vertrauten &#8211; diesmal klar erkennbar sind. Irgendwann jedoch scheint sich das vielgestaltige Gedonner und Gerappel, das dem einlullenden Droneeffekt auch hier eine ganze Zeitlang lediglich eine interessante Spannung verleiht, zu akkumulieren, und für Augenblicke könnte man fast seine Sozialisation durch Musique Concrete und Industrial vergessen und die eine große befreiende Eruption herbeisehnen, nach der nur Stille folgt. Die bleibt selbstredend aus, denn alles Störende löst sich wieder im allgegenwärtigen Brummen auf, aber vielleicht ist es dieser Moment, der einen beim Thema des Albums, dem Unvertrauten und Un-Heimlichen, ankommen lässt. Dieses Kippen kann freilich im Musik/Kunstgenuss ebenso schnell erfolgen wie im Alltag, wo man das Vertraute vielleicht zu sehr als selbstverständlich nimmt.</p>
<p>&#8220;Unfamiliar Home&#8221; ist in der Lage, eine ganze Reihe an Reflexionen anzuregen. Neben ethisch und politisch motivierten Fragen über Gentrifizierung und danach, was ein (vertrautes) Zuhause ausmacht und wie viele ungewollte sinnliche Störungen ein solcher Rahmen zulässt, sind dies auch Reflexionen darüber, was Geräuschmusik in unserer Zeit unter welchen Voraussetzungen kann und wo ihre Grenzen sind. Man könnte es &#8211; vielleicht etwas platt, aber auch nicht ganz ohne Berechtigung &#8211; als eine Art Schicksal solcher Produktionen ansehen, dass sie ihre stärkste dokumentierende und zugleich aufrüttelnde Wirkung zumindes in der heutigen Zeit bei einem Publikum erreichen würden, mit dem sie quasi nie in Berührung kämen: dem großen Bereich derer, die atonalen Geräuschen inmitten dunkler Dröhnung gerade keinen ästhetischen Genuss abgewinnen können. Während sich hier vermutlich recht unmittelbar ein eher unangenehmes Gefühl des Unvertrauten und Bedrängenden einstellen würde, neigt der tatsächliche Rezipient solcher Klangkunst wohl &#8211; falls der Rezensent da nicht allzu sehr von sich auf andere schließt &#8211; zu angenehmen Reaktionen.</p>
<p>Ist aufgrund dieses Dilemmas also nun Hopfen und Malz verloren? Keineswegs, denn m.E. schafft es diese Veröffentlichung mit ihrem deutlich mitgeteilten thematischen Überbau, die entsprechenden Sounds und ihre Rezeption aus dem L&#8217;art pour L&#8217;art-Gefängnis eines oft allzu behaglichen experimentellen Klanggenusses zu holen und all dies wieder &#8220;unfamiliar&#8221; zu machen. (U.S.)<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230315_091121_839.sdocx--></p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.edition-telemark.de/923.09.html">Edition Telemark</a></strong></p>
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		<title>THE POND: RE-Works</title>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2022 04:40:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im vorigen Herbst veröffentlichten Elisabetta Lanfredini und Nicolas Wiese alias The Pond ihre Albumdebüt &#8220;Turchesi Miracolosi&#8220;, eine stimmige Überblendung und Verschmelzung elektroakustischer Schauplätze mit einer Stimmperformance, die ein ganzes Füllhorn an kreativen Ideen verwirklicht hat. Von &#8220;einer Stimme, die mal &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/05/21/the-pond-re-works/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/05/thepondreworks.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29683" title="thepondreworks" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/05/thepondreworks-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im vorigen Herbst veröffentlichten Elisabetta Lanfredini und Nicolas Wiese alias The Pond ihre Albumdebüt &#8220;<a title="THE POND: Turchesi Miracolosi" href="http://africanpaper.com/2021/11/06/the-pond-turchesi-miracolosi/">Turchesi Miracolosi</a>&#8220;, eine stimmige Überblendung und Verschmelzung elektroakustischer Schauplätze mit einer Stimmperformance, die ein ganzes Füllhorn an kreativen Ideen verwirklicht hat. Von &#8220;einer Stimme, die mal ganz naturbelassen, meist aber in verschiedenen Graden der Bearbeitung<span id="more-29681"></span> ganz unterschiedliche Gestalten annimmt und immer wieder auf vielfältige Weise mit sich selbst in Dialog tritt&#8221;, war auf diesen Seiten die Rede, ferner von einer Geschichte, &#8220;die sich mit der Zeit durch erneutes Aufgreifen und Verändern verschiedener Motive entfaltet&#8221;.</p>
<p>Vor kurzem ist eine zweite Version des Albums erschienen, auf der ganze vierzehn Acts, alle aus Bereichen wie Improvisation, Klangkunst, Elektroakustik etc, einzelnen Stücken nachgespürt und diesen eigene Interpretationen zur Seite gestellt haben. Einige altbekannte Namen sind dabei.</p>
<p>Horst Petersen alias Jetzmann, der den Auftakt übernimmt, zerlegt das verwehte Hauchen, die mit leichter Melodik angereicherte Rezitation und die kleinen perkussiven Unebenheiten des Openers &#8220;Linger&#8221; in beinahe hastig aufblitzende Fragmente, die wie die gerade noch sicht- und hörbaren Spitzen eines halbversunkenen Objektes anmuten, dessen volle Beschaffenheit durchgehend ahnbar ist. Heidrun Schramms Interpretation gibt demselben Stück ein eher fließendes Narrativ, während eine regelmäßig erklingende Triangel oder Glocke wie beim Beginn einer Meditation jeder Entspannung entgegen wirkt und dem Fragezeichen hinter dem Titel des Remixes Rechnung trägt, denn &#8220;lingering&#8221; geht es hier in der Tat weniger zu. Auch Ferdinand Breil hat sich dem Track angenommen &#8211; hier steht die Stimmperformance für einige Momente viel exponierter im Raum, und selbst wenn dieser sich füllt, betont seine Version eine Entrücktheit, die man in anderen Variationen des Themenkomplexes überhören könnte.</p>
<p>Aus den beiden kurzen Improvisationen mit Stimme und von Stimme generierter Perkussion zaubern mise_en_scene, JD Zazie und Korhan Erel jeweils dramatischere und hektischere Versonen, die den dunkel und bedrohlich anmutenden Zug des Originals noch einmal besonders betonen, v.a. bei Zazies Version empfehlen sich Kopfhörer oder gut im Raum plazierte Lautsprecher. Die Handlung des von Gesang und kommentierendem Vortrag vorangetriebene &#8220;White Man Talkin&#8217; Low&#8221; verlegt das Duo Daniela Fromberg und Stefan Roigk in einen sonoren Irrgarten, in dem man durch eine Fülle undefinierbarer Objekte schwebt. Die leicht liturgisch anmutende Vervielfältigung von Lanfredinis Stimme zu einem Chor in &#8220;Cavalleresco&#8221; tritt in Cedrik Fermonts Version stärker zutage, während die metallisch klingenden Sounds in der Mitte des Tracks ein elektrifiziertes Foregrounding erfahren. Ganz anders geartet dagegen die beiden komprimierten Versionen von ЯE89 und [-Hyph-] zum opulenten und zugleich feinsinnigene “Salome”, das den Schlusspunkt des Albums bildete.</p>
<p>Asmus Tietchens fasst Motive des Albums &#8211; eventuell aus &#8220;Linger&#8221;? &#8211; zu einem komprimierten, vielfarbigen Strahl namens &#8220;Halbchor&#8221;, in dem man die verlangsamte Stimme Lanfredinis und einiges mehr noch raushören kann. Ein eher raues und gleichsam Schrilles Spiel mit dem Tempo und anderen Effekten findet sich im Beitrag des Berliner Klangkünstlers Rrill Bell, während Laura Mello Lanfredinis Stimme wie kurze Blitze in einem perkussiven Geprassel aufschreien lässt. Ganz auf elektrifiziertem Fiepen und Brummen und einigen Perkussions-Salven baut der Beitrag von Ditterich von Euler-Donnersperg auf, in welchem nur wenig zu hören ist, das auf den ersten Eindruck nach einer Stimme klingt. Daher heißt es wohl auch &#8220;Ist kein Frauenjammer mehr in der Welt&#8221;, doch in Wahrheit treibt es nur eine Seite der wundersamen Türkise besonders weit, nämlich die Umfunktionierung von Stimme in Rhythmus und reinen Klang.</p>
<p>Was die &#8220;RE-Works&#8221; auch für Freunde des Debüts interessant macht, ist dass man bei aller Vielfalt der Bearbeitungsansätze die wunderbaren Türkise in ihren vertrauten Farbtönen stets als verbindendes Element durchschimmern sieht und so gleichsam noch einmal ganz anders erfahren kann. Die Einnahmen gehen übrigens an die internationale NGO Save the Children, die sich in 122 Ländern um durch Kriege, Hunger und andere Notlagen bedrohte Kinder kümmert (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Syrphe</strong></p>
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