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	<title>African Paper &#187; Dark Vinyl</title>
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		<title>Godwin Point mit neuem Album auf Dark Vinyl</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2026 05:38:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Dark Vinyl veröffentlicht das Album &#8220;DV112&#8243; von Godwin Point, dem Dark Ambient-Partnerprojekt von Dawn+Dusk Entwined, auf CD. Das Album orientiert sich stark am Roman &#8220;Less Than Zero&#8221; von Brett Easton Ellis und weicht,.wie es vom Label heißt, v.a. mit seinen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/03/09/godwin-point-mit-neuem-album-auf-dark-vinyl/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dark Vinyl veröffentlicht das Album &#8220;DV112&#8243; von Godwin Point, dem Dark Ambient-Partnerprojekt von Dawn+Dusk Entwined, auf CD. Das Album orientiert sich stark am Roman &#8220;Less Than Zero&#8221; von Brett Easton Ellis und<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/2e8010ed-52f0-fa79-892c-ff11d646a94c.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-49504" title="2e8010ed-52f0-fa79-892c-ff11d646a94c" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/2e8010ed-52f0-fa79-892c-ff11d646a94c.jpg" alt="" width="600" height="600" /></a><span id="more-49503"></span></p>
<p>weicht,.wie es vom Label heißt, v.a. mit seinen cinematischen Kompositionen deutlich von den drei Vorgängern ab. Als Referenzen werden Desiderii Marginis und sogar bestimmte Arbeiten von Coil genannt- letztere &#8230; Das Album ist auch zum Download erhältlich. <!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_260105_225639_875.sdocx--></p>
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		<title>Here &amp; Now: Neue CD von Palais Ideal</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2026 05:05:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In den nächsten Tagen bringen Dark Vinyl das neue Album der aus John Edwards (Gesang, Gitarre, Synths) und dem u.a. auch von Phallus Dei und als Cut Worms bekannten Richard van Kruysdijk (Bass, Schlagzeug, Synths, Backing Vocals) bestehenden Combo Palais &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/01/10/here-now-neue-cd-von-palais-ideal/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den nächsten Tagen bringen Dark Vinyl das neue Album der aus John Edwards (Gesang, Gitarre, Synths) und dem u.a. auch von Phallus Dei und als Cut Worms bekannten Richard van Kruysdijk (Bass, Schlagzeug, Synths, Backing Vocals) bestehenden Combo Palais Ideal heraus. &#8220;Here &amp; Now&#8221; bündelt Einflüsse des 80er-Post-Punk und New Wave zu einem eigenen, ebenso eingängigen wie markanten Stil.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/1f2d7465-8f63-4213-862e-72772999c6e5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-49500" title="1f2d7465-8f63-4213-862e-72772999c6e5" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/1f2d7465-8f63-4213-862e-72772999c6e5.jpg" alt="" width="600" height="600" /></a><span id="more-49499"></span></p>
<p>Seit der Gründung 2017 tourten sie europaweit und standen unter anderem mit Wire und Clan of Xymox auf der Bühne. Nach drei verschobenen European Tours während der Pandemie widmeten sich die Musiker dem Studio und präsentieren nun ihr viertes Studioalbum, produziert diesmal von Pieter Kloos, dessen prominenteste Schützlinge bisher wohl Motorpsycho waren. Das Album erscheint als CD und zum Download. <!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_260105_224015_753.sdocx--></p>
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		<title>FRITZ AND TONY: The Party’s Over</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Oct 2025 05:21:50 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Dark Vinyl]]></category>
		<category><![CDATA[Fritz and Tony]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Songs, die textlich v.a. durch ihre poetische Gestaltung ihre größte Wirkung entfalten, andere wieder &#8211; und das muss sich beides freilich keineswegs ausschließen &#8211; lassen auf kleinem Raum Geschichten entstehen, die wie Ausschnitte einer längeren Erzählung wirken und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/10/04/fritz-and-tony-the-party%e2%80%99s-over/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/fritzandtony.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-47982" title="fritzandtony" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/fritzandtony-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt Songs, die textlich v.a. durch ihre poetische Gestaltung ihre größte Wirkung entfalten, andere wieder &#8211; und das muss sich beides freilich keineswegs ausschließen &#8211; lassen auf kleinem Raum Geschichten entstehen, die wie Ausschnitte einer längeren Erzählung wirken und so noch lange nachhallen. In den kleinen angedeuteten Szenerien, die Fritz und Tony auf ihrem ersten gemeinsamen Longplayer <span id="more-47979"></span>&#8220;The Party&#8217;s Over&#8221; entstehen lassen, wird die Welt als ein Ort gezeichnet, an dem Hoffnung schnell in Ernüchterung kippt und jede Regung von Schönheit von einer Ahnung des Untergangs begleitet wird. Städte erscheinen als fragile Bühnen, Kapitalismus als unverrückbare Macht, und das Individuum bleibt zurück zwischen der Suche nach Tost und desolater Einsicht. Man könnte all dies lakonisch als Realismus bezeichnen.</p>
<p>Der Berliner Fritz Hagal, bekannt von seinem Folkprojekt Sonne Hagal, und der Londoner Tony Wakeford, der mit Crisis, Sol Invictus, Orchestra Noir und solo bereits seine Spuren im Punk, Dark Folk und in kammermusikalischen Bereichen hinterlassen hat, haben vor anderthalb Jahren bereits eine EP mit zwei etwas längeren Soundscapes herausgebracht. Auf ihrem ersten gemeinsamen Longplayer widmen sie sich erstmals gemeinsam dem Songformat und lassen über elf Stücke hinweg ein Album entstehen. dass seine Spannung primär aus der beharrlichen Weigerung bezieht, Illusionen zu nähren. Vom stilistischen Rahmen her bewegt sich das Werk zwischen Folk Noir, Dark Jazz, Ambient, barocken Anklängen und einigem mehr, unterstützt werden die beiden von Matt Howden (Sieben), der mit seiner Geige deutliche Akzente setzt, Risa Hara (Inanis Yoake) am Klavier, Tonys altem Weggefährten Stephane Ruiz an der Flöte und Bo Rande (Blue Foundation), dessen Trompete den jazzigen Unterton mehrerer Stücke verstärkt. Fritz selbst ist mit &#8220;Idea and realisation&#8221; aufgeführt, was natürlich Unterschiedliches bedeuten kann.</p>
<p>&#8220;Man Overboard&#8221; eröffnet den Reigen mit knarrendem E-Bass, bevor helle, barock anmutende Gitarrenfiguren einsetzen, die gleich Tonys Handschrift erkennen lassen. Die tiefen, desolaten Vocals unterstreichen eine Stimmung der Resignation. Kurze Pianoeinsätze und Randes Trompete verweisen auf die jazzige Seite, die Tony bereits auf dem &#8220;Thrones&#8221;-Album ausgelebt hat, und im Hintergrund tauchen Sounds auf, die an Meeresrauschen denken lassen. Der Text bewegt sich zwischen dem Bild der Brandung, die alles fortträgt, und einer resignierten Akzeptanz, nur &#8220;ein weiterer Kiesel am Strand&#8221; zu sein, der irgendwann verschwindet. &#8220;Children’s Laughter&#8221; entwickelt einen spannungsvollen, cinematischen Sound, getragen von Piano, kratzigen Texturen, sperrigen Takten und Trompete. Der eigenwillige Groove steht dabei in deutlichem Kontrast zum Inhalt. Zwischen Kinderreimen und bitterer Ironie entfaltet sich ein Abgesang auf eine Welt, in der Kapitalismus und Gewalt Hand in Hand gehen. Zeilen wie &#8220;hear the sound of children’s laughter, as they tie nooses to the rafters&#8221; oder das entstellte Schlaflied &#8220;twinkle twinkle little star, show us how fucked we really are&#8221; verbinden makabren Humor mit radikaler Gesellschaftskritik, und wenn es heißt: &#8220;It’s easier to imagine the end of the world than the end of capitalism&#8221;, knüpfen Fritz and Tony bewusst an eine bereits kursierende Diagnose unserer Zeit an und geben ihr eine beklemmende musikalische Fassung.</p>
<p>&#8220;Blind&#8221; greift stärker auf vertraute Muster zurück: akustisches Gitarrenstrumming, das viele Fans mit Tony verbinden, dazu die anrührende Flöte von Stéphane Ruiz. Der Song entfaltet sich als Neofolk-Stück mit hymnischem Charakter, durchsetzt von psychedelischen Einsprengseln, perkussiven Akzenten und einer wabernden Orgel. Der Text stellt die Götter selbst als blind dar und verbindet metaphysische Zweifel mit persönlicher Verletzlichkeit. &#8220;Eden Olympia&#8221; wirkt wie eine düstere murder ballad in mediterranem Setting. Der verfremdete Gesang klingt, als käme er durch einen Telefonhörer, während Bass und Percussion knarrend dazwischenfahren. &#8220;I’m Sorry&#8221;, das erneut um einen seltsamen Mord zu kreisen scheint, eröffnet mit einem hochtönenden, fast verspielten Synthie, der an alte japanische Computerspiele erinnert. Darauf setzt Tony seine Stimme, extrem tief und rau verfremdet, bevor der Song in elektrifizierte, rhythmische Strukturen übergeht. Risa Hara und Matt Howden sind hier deutlich herauszuhören, die Mischung ergibt einen Song, der trotz seiner Schwere als einer der eingängigsten des Albums heraussticht.</p>
<p>Mit &#8220;The Night&#8221; kehrt eine dunkel-jazzige Atmosphäre zurück. Jazzbesen, Trompete und ein melancholischer Klagegesang zeichnen ein Bild der nächtlichen Großstadt, in der sich Einsamkeit und Geschichte überlagern. Anspielungen auf den großen Brand von London &#8211; 1666 looks like a small house fire &#8211; lassen das Stück in eine historische Tiefenschicht kippen. Der Text bewegt sich zwischen grotesken Übersteigerungen – ein unverbesserlicher Optimist, der sich am Ende mit Klaviersaiten erhängt – und bitteren Beobachtungen zur sozialen Realität: billiger Wohnraum existiert nur noch im Knast. &#8220;My Friend&#8221; zeigt Fritz and Tony in fast versöhnlicher Stimmung: melodisches Gitarrenpicking, metallophon klingende Begleitinstrumente und ein Gesang, der berührend wirkt. Doch die Worte verneinen den Trost: &#8220;The world is not your friend, my friend.&#8221;</p>
<p>&#8220;Rage&#8221; hebt das Tempo an, mit tremolierenden Geigenparts und einer dramatischen Szenerie. Der Satz &#8220;we are falling down&#8221; wird wie eine Beschwörung wiederholt, während die Musik zwischen folkiger Leichtigkeit und apokalyptischer Schwere oszilliert. Der Song lässt den Protest gegen einen Krieg anklingen und wirkt zugleich wie ein universelles Bild des Scheiterns. Das in seiner Intensität überragende &#8220;Harbour&#8221; schlägt den Bogen zwischen barockem Einschlag und Sea Shanty. Flöte, ornamentales Piano und Tonys fast cembaloartige Gitarre ergeben ein feierliches Stück, das mit Seefahrer-Metaphorik spielt und zugleich etwas Liturgisches ausstrahlt. Der Text greift maritime Bilder auf – &#8220;black velvet sails, masts of carved bone&#8221; – und verbindet sie mit einem Gefühl existenzieller Unausweichlichkeit. Wahrscheinlich ist es nur nerdig vom Rezensenten, sich eine Version mit der hellen Stimme Marc Almonds vorzustellen. Im Titelstück &#8220;The Party’s Over&#8221; dominieren monotones Gitarrenstrumming, Violine und Hintergrundgeräusche, die an Straßenlärm erinnern. Der Gesang klingt abgeklärt, fast illusionslos: &#8220;No reprives or pushing boulders. Crossing the Thames with a hangover. A single malt and a revolver.&#8221; Die Wiederholung wirkt wie ein Mantra der Resignation.</p>
<p>Zum Abschluss folgt eine zweite Version von &#8220;Man Overboard&#8221;, diesmal reduziert auf dröhnende, verfremdete Klänge, die wie ein unaufhaltsames Abschiedssignal wirken. Fast alle Instrumente verabschieden sich in ein &#8220;unhappy end&#8221;, das zugleich abgeklärt und verträumt wirkt. Semi-atonale Passagen lösen die letzten Strukturen auf – ein Ende, das keinen Trost mehr geben will. So vollendet sich ein Album, das mit Abgeklärtheit und Desillusionierung arbeitet, ohne je in theatralische Lamoryanz zu kippen. &#8220;The Party’s Over&#8221; ist eine Platte, die ihre eigene Endzeitstimmung nicht nur beschreibt, sondern in jeder Sekunde konsequent durchhält.</p>
<p><strong>Label: Dark Vinyl</strong></p>
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		<title>The New Young Kings Of Midnight: Gemeinsames Album von Gitane Demone und Paul Roessler</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Dec 2023 06:17:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gitane Demone (Pompeji 99, Christian Death) und Paul Roessler (45Grave), die schon auf verschiedenen gemeinsamen Projekten vertreten waren, bringen Mitte des Monats eine neue Kollaboration heraus. Das Album &#8220;The New Young Kings Of Midnight&#8221; ist eine klassisch-orchestral ausgerichtete Hommage an &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/12/07/the-new-young-kings-of-midnight-gemeinsames-album-von-gitane-demone-und-paul-roessler/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gitane Demone (Pompeji 99, Christian Death) und Paul Roessler (45Grave), die schon auf verschiedenen gemeinsamen Projekten vertreten waren, bringen Mitte des Monats eine neue Kollaboration heraus. Das Album &#8220;The New Young Kings Of Midnight&#8221; ist eine klassisch-orchestral ausgerichtete Hommage<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/12/gd.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-38778" title="gd" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/12/gd.jpg" alt="" width="600" height="600" /></a><span id="more-38774"></span></p>
<p>an Demones früheren Bandkollegen Rozz Williams und den mit Roessler befreundeten Darby Crash (The Germs), die durch Suizid ums Leben kamen. Die Texte, eventuell aber auch musikalische Motive setzen sich mit Dingen auseinander, die die beiden Künstler noch hätten erreichen können. Das Album erscheint als CD und zum Download bei Dark Vinyl. <!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_231205_183319_851.sdocx--></p>
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		<title>INANIS YOAKE: How Things Seem</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2023 06:24:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Genau genommen ist Inanis Yoake ein Duo und besteht aus den beiden Gründern Simone Skeleton und Risa Hara. Die beiden gründeten die Band vor zwei Jahren in London und brachten kurze Zeit später ein Debüt heraus, auf dessen Sound irgendwo &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/02/18/inanis-yoake-how-things-seem/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/howthingsseem.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-32979" title="howthingsseem" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/howthingsseem-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Genau genommen ist Inanis Yoake ein Duo und besteht aus den beiden Gründern Simone Skeleton und Risa Hara. Die beiden gründeten die Band vor zwei Jahren in London und brachten kurze Zeit später <a title="Inanis Yoake debütieren auf SPQR" href="http://africanpaper.com/2020/12/05/inanis-yoake-debutieren-auf-spqr/">ein Debüt</a> heraus, auf dessen Sound irgendwo zwischen Post Punk-Nostalgie und der Feierlichkeit eines szenetauglichen Dark Folk nicht komplett, aber zum Teil auf die Mitwirkung renommierter Gäste wie <span id="more-32978"></span>Lloyd James und Tony Wakeford zurückging.</p>
<p>Gut zwei Jahre später steht nun der Nachfolger in den Regalen, und dieser ist insgesamt noch kollaborativer ausgefallen. Und da die diesmal mitwirkenden Künstler aus allen möglichen Ecken alternativer Undergroundmusik kommen, ist &#8211; trotz des erneut postpunkigen Schwerpunktes &#8211; eine gewisse Heterogenität Programm.</p>
<p>Das Album startet gleich mit einem Song, der so ein bisschen dass Inanis Yoake-Minimum zusammenfasst. Was mit einem Ambientdrone und einem leicht verfremdeten Piano startet, steigert sich immer mehr in einen 80slastige Wavesong mit der entsprechend pulsierenden Monotonie zu Kopfhänger-Pathos &#8211; eine Szenerie, in die sich noch eine Akustikgitarre als Neofolk-Referenz mischt. Bei &#8220;Nowhere&#8221;, das noch opulentere Keyboard-Passagen aufweist, steigert sich die Goth-angehauchte Stimmung zu einem Ohrwurm, bei dem am meisten der ernste Gesang Roberto Confortis im Gedächtnis hängen bleibt. Es gibt im Verlauf des Albums einige potenzielle Clubhits dieser Art, zum Teil (&#8220;Niente Resta&#8221; und &#8220;Miraggio&#8221;, bei dem Risas entrücktes Piano wie so oft den roten Faden bildet) in spanisch gesungen, was Assoziationen zu dem kraftvollen Elektropop von Comando Suzie erlaubt. Nach einem Auftakt aus melodischen Gitarren und erwartungsvollem Beckenrauschen erscheint &#8220;The Edge of Your Street&#8221; der dezent in den Hintergrund gemischte Gesang Tony Wakefords auf dem Plan, der hier auch den Bass beisteuert.</p>
<p>Sollte ich besondere Wegmarken benennen, dann wären es die Songs mit weiblichen Guestvocals. Neben &#8220;Abandoned&#8221;, das mit dem Gesang von Vivienne Cure fast etwas an eine tiefere Version von Eyeless in Gaza erinnert, sind das vor allem &#8220;The Abyss in You&#8221; und &#8220;In the Heart of Nothing&#8221;: hier übernimmt die Schlagzeugerin und Theaterfrau Emiko Ota neben einer verspielten Perkussion, die gelegentlich in entfesseltes Freakout mündet, auch den feierlich entrückten Gesang, der v.a. im Zusammenspiel mit der Violine von Matt Howden zu den Höhepunkten des Albums zählt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Dark Vinyl</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4113402486/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>When I Die Burn Me In The Clothes Of My Youth: Neues von Dawn &amp; Dusk Entwined</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/01/03/when-i-die-burn-me-in-the-clothes-of-my-youth-neues-von-dawn-dusk-entwined/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2023 05:18:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hélène Carpentier]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Leagas]]></category>

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		<description><![CDATA[Dark Vinyl bringen in einigen Tagen ein neues Album des französischen Projektes Dawn &#38; Dusk Entwined heraus. Das Projekt des Sängers und Instrumentalisten David Sabre, der zuletzt vermehrt mit seinem Industrial- und Ambient-Projekt Godwin Point aktiv war und vor ziemlich &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/01/03/when-i-die-burn-me-in-the-clothes-of-my-youth-neues-von-dawn-dusk-entwined/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dark Vinyl bringen in einigen Tagen ein neues Album des französischen Projektes Dawn &amp; Dusk Entwined heraus. Das Projekt des Sängers und Instrumentalisten David Sabre, der zuletzt vermehrt mit seinem Industrial- und Ambient-Projekt <a href="https://darkvinylrecords.bandcamp.com/album/ii">Godwin Point </a>aktiv war und vor ziemlich genau einem Jahr dessen zweites Album herausbrachte, entstand Ende der 90er und brachte nach zwei Tape-Releases 1999 sein CD-Debüt <a href="https://www.discogs.com/de/master/543861-Dawn-Dusk-Entwined-A-Leftover-Of-Gaia">&#8220;A Leftover of Gaia&#8221;</a> bei World Serpent, die hier als Label und nicht nur als Vertrieb fungierten, heraus. Das war zu einer Zeit, als der auch die Musik von Dawn &amp; Dusk Entwined prägende <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/ddeaufdarkvinyl2023.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-32976" title="ddeaufdarkvinyl2023" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/ddeaufdarkvinyl2023.jpg" alt="" width="1200" height="1113" /></a><span id="more-32975"></span>Dark Folk bereits weit mehr im Dunstkreis des Wave und Gothic angekommen war, als noch ein Jahrzehnt zuvor. &#8220;When I die, burn me in the clothes of my youth&#8221;, das zusammen mit dem vor kurzem erschienenen Soundtrack <a href="https://www.discogs.com/de/release/24984457-Dawn-Dusk-Entwined-La-Flamme-Rouge">&#8220;La Flamme Rouge&#8221;</a> als Comeback betrachtet werden kann und an dem neben Davids eigenem dunklen Gesang noch Patrick Leagas und die Sängerin Hélène Carpentier zu hören sind, verstärkt diese Tendenz und hat in einigen Momenten Züge eines Postpunk, der in entsprechenden Szeneclubs ankommen sollte. Das Album erscheint am 20. Januar auf CD und digital.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3870917028/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ASMUS TIETCHENS: Bleiche Brunnen</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jul 2020 06:49:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Asmus Tietchens]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Album mit dem alliterierenden Titel ist das dritte (repsektive vierte, wenn man die Zusammenarbeit mit Arcane Device dazunimmt) Album des Hamburgers auf dem Dark Vinyl Sublabel Stille Andacht. Tietchens&#8217; Veröffentlichungen der letzten Jahre sind von einer zunehmenden Abstraktion gekennzeichnet, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/07/18/asmus-tietchens-bleiche-brunnen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/07/R-15036124-1585828913-3612.jpeg.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-21793" title="R-15036124-1585828913-3612.jpeg" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/07/R-15036124-1585828913-3612.jpeg-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Album mit dem alliterierenden Titel ist das dritte (repsektive vierte, wenn man die Zusammenarbeit mit Arcane Device dazunimmt) Album des Hamburgers auf dem Dark Vinyl Sublabel Stille Andacht. Tietchens&#8217; Veröffentlichungen der letzten Jahre sind von einer zunehmenden Abstraktion gekennzeichnet, von einer Reduktion, einem Minimalismus, ungefähr beginnend mit dem 2000 auf Ritornell erschienenen ersten Teil der Mengenserie. <span id="more-21792"></span>Diese Abstraktion geht fast so weit, dass man in Passagen den Eindruck hat, dass der Klangerzeuger/Klangbearbeiter eher als Absenz denn als Präsenz da ist.Verglichen mit <a href="http://africanpaper.com/2020/03/14/asmus-tietchens-cv-liquidsky-monoposto/">älteren Aufnahmen</a>, auf denen das bearbeitete Klangmaterial manchmal im tatsächlichen Wortsinne (be)greifbarer war, fragt man sich zudem bei vielen neueren Aufnahmen, was hier als Ausgangsmaterial gedient haben könne – und das sollte definitiv nicht als Kritik verstanden werden.</p>
<p>Der Hamburger selbst<a href="https://www.going-underground.de/shop/de/shop/6367/asmus-tietchens-bleiche-brunnen-voe-3.april"> schreibt</a> über „Bleiche Brunnen“ nicht ganz unpassend: „Elektronische Musik von äußerster Abstraktion. Menschenferne Klänge und Geräusche aus bleichen, vergessenen Brunnen. Poröse Überreste in verlassenen Landschaften, kristalline Zeugnisse anorganischer Zustände von höchster Transparenz. Die Musik vermittelt Ruhe, lädt aber keinesfalls zur Kontemplation ein.“</p>
<p>Auf „Aus bleichen Brunnen“ meint man, ein durch leere Höhlen pfeifender Wind versuche ein Harmonium zu imitieren. „Monopteroi – nah und fern“ erinnert mit den tastenden, leicht hochtönigen Klängen an in Höhlen wachsende Kristalle. Auf „Seltsame Gegend“ tauchen einzelne Töne kurz auf, bevor sie verschwinden. „Ein Hauch von Ozon, lichtblau“ ist verglichen mit den anderen Stücken noch weniger greifbar, die Klänge scheinen sich zu verflüchtigen, so wie das titelgebende Gas. Auf „Die Froschkönigin“ fiept es unruhig, ganz so, als stehe ein jahrzehntealter Computer vor dem Kollaps. Am Ende des Stücks lassen die Töne kurzzeitig an eine im Äther verschindende Stimme denken. Was all den Stücken gemeinsam ist, dass sie durchaus einen (retro-)futuristischen Touch haben.</p>
<p>Vor einigen Jahrzehnten hieß es in einem philosophischen Traktat eines inzwischen emeritierten Anglisten, das das anthropofugale Denken zelebrierte: „Das Ziel der Geschichte &#8211; das ist das verwitterte Ruinenfeld. Der Sinn &#8211; das ist der durch die Augenhöhlen unter das Schädeldach geblasene, rieselnde Sand.“ Ganz so desolat manifestieren sich diese &#8220;[m]enschenferne[n] Klänge&#8221; nicht, aber einiges könnte man sich als alternative Soundtracks für „Solaris“ oder „Stalker“ vorstellen. Natürlich enthält auch dieses Album wieder ein obligatorisches Zitat von Cioran und zusätzlich den Hinweis „Eure Angst ist berechtigt“. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.darkvinyl.de/">Stille Andacht / Dark Vinyl<br />
</a></strong></p>
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		<title>CONTROLLED BLEEDING: Headcrack</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/01/06/controlled-bleeding-headcrack/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Jan 2018 04:06:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe an anderer Stelle einen kurzen Abriss über die musikalische Entwicklung Controlled Bleedings gegeben, deswegen hier nur ein paar kurze Anmerkungen zur Kontextualisierung von „Headcrack“, dem ursprünglich 1986 auf Nigel Ayers‘ Sterile Records veröffentlichten Album. Nachdem sich die Ende &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/01/06/controlled-bleeding-headcrack/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/ControlledBleedingR-1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14719" title="ControlledBleedingR-" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/ControlledBleedingR-1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich habe an<a href="http://africanpaper.com/2011/09/06/controlled-bleeding-odes-to-bubbler/"> anderer Stelle</a> einen kurzen Abriss über die musikalische Entwicklung Controlled Bleedings gegeben, deswegen hier nur ein paar kurze Anmerkungen zur Kontextualisierung von „Headcrack“, dem ursprünglich 1986 auf Nigel Ayers‘ Sterile Records veröffentlichten Album. Nachdem sich die Ende der 70er gegründete Ursprungsformation, die eine eigenartige Form von Progressive Rock spielte, aufgelöst hatte, gründete Paul Lemos die Band 1983 neu<span id="more-14717"></span> und mit „Knees and Bones“ und einer Reihe von Tapes (von denen kürzlich das ursprünglich auf Broken Flag erschienene „Distress Signals“ in erweiterter Form <a href="https://controlledbleeding.bandcamp.com/album/distress-signals-i">wiederveröffentlicht</a> wurde) spielten Lemos, Chris Moriarty und Joe Papa einen u.a. von den Einstürzenden Neubauten inspirierten brachialen atonalen Industrial. Auf dem noch immer noisigen „Body Samples“ gab es dann allerdings schon<a href="https://controlledbleeding.bandcamp.com/track/death-in-cameroon"> Momente</a>, die das Rohe und Rabiate der ersten Aufnahmen etwas zurückfuhren, aber mit „Headcrack“ wurde der Fokus in eine (noch) andere Richtung gelenkt, die die Band auf einer Reihe von weiteren Alben verfolgen sollte.</p>
<p>Als ich Controlled Bleeding Ende der 90er anlässlich ihres Auftritts im Berliner Knaack Club interviewte, erzählte Paul Lemos, dass SPKs Graeme Revell den Anstoß gegeben habe, Joe Papas opernhafte Stimme stärker einzusetzen, und „Headcrack“ beginnt dann auch mit dem passend betitelten „Vocal Chant 1“, auf dem Papas sakrale wortlose Intonation an einen gregorianischen Choral denken lässt. Auf einem Stück wie „Firelight“ wird eine simple Keyboardmelodie geloopt, während Papas Stimme im Hintergrund zu hören ist. „Letters To The Life Cycle Pt. 1” verknüpft flächige Keyboards mit Papas Gesang. Ein Stück wie „Music For Earth And Water“ nähert sich dem Ambient an. Auch die drei Teile des Titelstücks, das für „four guitars“ ausgelegt ist, oder das sphärische „Moonshards“, das mit einem Tongenerator namens The Muse aufgenommen wurde, sind melodisch und weit von den Dissonanzen früherer Aufnahmen entfernt. Neben diesen recht harmonischen Stücken gibt es aber auch Tracks wie etwa “Dry Lungs” – ein Titel, den Lemos für seine<a href="https://www.discogs.com/de/Various-Dry-Lungs/master/11222"> Reihe</a> von  Zusammenstellungen von (Post) Industrial verwendete – , mit seiner stampfenden Perkussion und den Noiseschleifen, das ebenso wie das dissonante „Slithering Blade“ an frühere Aufnahmen denken lässt. Der das Album abschließende „Vocal Chant 2“ konzentriert sich zwar auch wie der Opener auf die Stimme, allerdings ist diese hier verfremdet und man muss etwas an frühe Current 93 denken. Die digitale Version der Wiederveröffentlichung enthält drei Bonustracks: Auf „Untitled 1“ verschwindet Papas Stimme inmitten von Noise und Perkussion. Das hysterisch-perkussive „Untitled 2“ antizipiert dann die Free(est) Jazz-Orgein, die Papa und Lemos als<a href="https://www.discogs.com/artist/294543-Breast-Fed-Yak"> Breast Fed Yak</a> einspielen sollten und „Untitled (The Missing Headcrack Piece &#8211; Remixed)“ ist eine verzerrte Noisenummer.</p>
<p>Erstmals ist „Headcrack“ nun wieder auf Vinyl erhältlich &#8211; in den 90ern erschien auf Dark Vinyl unter dem Titel <a href="https://www.discogs.com/de/Controlled-Bleeding-Songs-From-The-Vault/master/270553">„Songs From The Vault“</a> das Album mit einigen Bonustracks auf CD. Das Label Artoffact spricht davon, dieses Album sei <a href="https://controlledbleeding.bandcamp.com/album/headcrack">„the most hopeful of Controlled Bleeding records“</a>. Ob das tatsächlich so ist, sei dahingestellt, aber das Album enthält Momente dessen, was Lemos einmal als „semi-gothischen“ Stil bezeichnete und der auf Alben wie „Music For Gilded Chambers“ oder „Golgotha“ fortgeführt und perfektioniert wurde. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://artoffact.com/">Artoffact Records</a></strong></p>
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		<title>HUNTING LODGE: 1982 &#8211; 1989</title>
		<link>https://africanpaper.com/2017/08/05/hunting-lodge-1982-1989/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Aug 2017 07:47:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nekrophile Rekords]]></category>
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		<description><![CDATA[Lon C. Diehl und Richard Skott, die 1981 die Band Hunting Lodge gründeten, haben besseres verdient, als in die Annalen des Post-Industrial als One Hit-Wonder einzugehen. Freilich, kein Kenner der Materie würde sie so nennen, aber unter denen, die lärmige &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/08/05/hunting-lodge-1982-1989/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/huntinglodge19821989.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14115" title="huntinglodge19821989" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/huntinglodge19821989-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Lon C. Diehl und Richard Skott, die 1981 die Band Hunting Lodge gründeten, haben besseres verdient, als in die Annalen des Post-Industrial als One Hit-Wonder einzugehen. Freilich, kein Kenner der Materie würde sie so nennen, aber unter denen, die lärmige Musik primär über die schwarzen Clubs kennen gelernt haben, verbinden einige die beiden Amerikaner überwiegend mit ihrem perkussiven Kracher &#8220;Tribal Warning Shot&#8221;, der, ich geben es zu, zurecht legendär ist. <span id="more-14114"></span></p>
<p>Hunting Lodge haben aber, trotz ihres nur knapp zehnjährigen Bestehens und ihres überschaubaren Outputs, weit mehr zu bieten. Das könnte in der nächsten Zeit durchaus deutlicher die Runde machen, denn die beiden zeigen sich in den letzten Jahren ziemlich rührig, was die archäologische Aufarbeitung ihrer aktiven Jahre angeht. Das hippe Label Dais Records hat vor zwei Jahren ihr Album &#8220;Will&#8221; neu aufgelegt, etwa zeitgleich erschien vergriffenes Material in einer Box bei Vinyl on Demand, es gab sogar ein Konzert mit den Wolf Eyes, und bald sollte ihre lange angekündigte Doku &#8220;Hunting Lodge, The Story of Two Nomad Souls&#8221; erscheinen. Die jüngste Wegmarke ist die gerade bei Dark Vinyl erschienene Compilation &#8220;1982-1989&#8243;, die eine gute Auswahl bekannter und obskurer Aufnahmen vereint.</p>
<p>Als Band der frühen 80er gehören Hunting Lodge zur ersten Generation nach der ursprünglichen Industrial Culture, unter deren Vertretern sie mit ihren dominanten Rhythmen und den kraftvollen Vocals sicher SPK am nächsten stehen. Interessant im Hinblick auf ihren eigenen Einfluss ist aber, dass sie &#8211; vereinfacht gesprochen &#8211; zwei Seiten haben, die sich nur minimal überlappen. Da sind zum einen Tracks, die mit metallener Perkussion einem rauen &#8220;Ethno&#8221;-Ritual-Sound frönen, der ohne okkulten Überbau auskommt und eher wie der Soundtrack zum Hereinbrechen der primitiven Archaik in eine niedergehende Zivilisation anmutet. Auf der anderen Seite finden sich bei Hunting Lodge Songs, deren Industrial-Sound recht nahe an EBM herankommt und mittels Bass und später Gitarre den Weg nicht nur für Bands wie Skinny Puppy, Numb oder Mentallo and the Fixer, sondern auch für Ministy ebneten.</p>
<p>Ohne sich chronologisch an die Erscheinungsdaten zu halten, trägt die vorliegende Sammlung, die sich auf die kompakteren, eingängigeren Stücke beschränkt, auch dieser Unterscheidung Rechnung. Das eröffnende &#8220;Tribal Warning Shot&#8221;, dessen Studioversion von 1985 in remasterter Form vorliegt, muss man älteren Semestern nicht mehr beschreiben. Die wabernde Synthiespur, die zu Anfang wie hypnotisiert wirkende Stimme von Gastvokalistin Trish Danon und das immer aufgepeitschtere Freakout des tribalen Metallschepperns a la Z&#8217;ev hat schon so manchen Tanzboden zum Überkochen gebracht.</p>
<p>Weitere Stücke dieser Art erschienen ebenfalls Mitte der 80er auf dem Album &#8220;Nomad Souls&#8221;, hier repäsentiert durch das monotone &#8220;Rhythm Cage&#8221;, bei dem das postapokalyptische Geschepper auf das Allerwesentliche reduziert ist, und v.a. durch das schmerzlich unterrepräsentierte &#8220;The Wolf Hour&#8221;. Eventuell inspiriert durch Bergmanns Stude des Wolfs (1967) beschwört eine weitere Gastsängerin, beinahe auf Rose McDowall-Art, den Moment, wenn der Getriebene sich zu weit aus dem Schoß der vertrauten Zivilisation herausgewagt hat &#8211; zu weit in den dunklen Wald hinein, zu weit in die Nacht, deren Zähne schon gefletscht sind. Die Drums wirken nervöser als beim vergleichsweise heiteren &#8220;Tribal Warning Shot&#8221;, und die Stimme, die zunächst nonchalant wirkt, gerät im Verlauf des Songs immer gehetzter und steigert sich gegen Ende in hyterisches Kreischen.</p>
<p>Wuchtig auf gänzlich andere Art sind die Stücke mit einer Schlagseite in harten Electro, bei der &#8211; im Gegensatz zu den tribalistischen Tracks, die oft eine weibliche Seite haben &#8211; markante, maskuline Vocals im Zentrum stehen. Heraus ragen das von heulendem Feedback, aggressiven Beats und kraftvollen Shouts vorangetriebene &#8220;8 Ball&#8221; von gleichnamigen Album, &#8220;Rip to the Shreds&#8221; (ein Bonus-Track der &#8220;Will&#8221; und eines der treibendsten, kämpferischsten Stücke der Band), sowie &#8220;Carnivore!&#8221; von der gleichnamigen EP: Zu einem Sound, der recht nahe an schleppenden Downtempo-Rock herankommt, singt hier eine vor Testosteron triefende Stimme ein Loblied auf den Fleischgenuss und führt sich unter Aufbietung aller Ambiguität reichlich ad absurdum.</p>
<p>Dass eine Band, die auch einen Song namens &#8220;May this Meat Kill Me&#8221; im Repertoire hat, dem Produkt Fleisch eher kritisch gegenübersteht, liegt nahe, aber in einer Hinsicht sind Hunting Lodge purer Industrial &#8211; allem Predigen und Plädieren abhold stellen sie kontroverse Themen lediglich aus, arbeiten mit Ambivalenzen und Überidentifikationen und kalkulieren die unterschiedlichsten Interpretationen mit ein. Dieser Song sticht übrigens insofern heraus, indem er mit seinen leichthändigen Beats und einer gewissen Funkyness fast Popquaitäten hat bzw. hätte, wäre da nicht der vollkommen entgrenzte Brüllgesang. Mit &#8220;Night from Night&#8221;, dessen brchiale Synthies und fette Pauken in einen dystopischen Luc Besson-Film gepasst hätten, erreichen sie ihren munumentalen Höhepunkt, Industrial-Sound in seiner reinsten Form, präsentieren sie in einem Outtake des ansonsten unberücksichtigten &#8220;Exhumed&#8221;-Albums und noch mehr in &#8220;Banishing Dirge&#8221;, dem fulminanten Ausklang der &#8220;Will&#8221;.</p>
<p>Ich will mich nicht zu Spekulationen hinreißen lassen, aber bei so vielen Lebenszeichen sollte man die Band eigentlich zu einem Comeback nötigen. &#8220;1981-1982&#8243;, das ein paar Tracks mit der vor gut 15 Jahren erschienenen &#8220;Necropolis&#8221;-Compilation gemeinsam hat, ist jedenfalls ein guter Apetithappen für Späteinsteiger und diesen wärmstens empfohlen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.darkvinyl.de/">Dark Vinyl</a></strong></p>
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		<title>PHALLUS DEI: Black Dawn</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Jul 2017 06:47:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jacqueline Hamelink]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein in dichte, undurchdringliche Dunkelheit gehülltes Szenario, in welchem sich nur schemenhaft kleine Details zu erkennen geben. Erst mit der Zeit scheint sich das Dunkel etwas zu lichten, nach und nach geben sich immer mehr Gegenstände zu erkennen, die langsam &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/07/08/phallus-dei-black-dawn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/07/phallusdeiblackdawn.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14024" title="phallusdeiblackdawn" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/07/phallusdeiblackdawn-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein in dichte, undurchdringliche Dunkelheit gehülltes Szenario, in welchem sich nur schemenhaft kleine Details zu erkennen geben. Erst mit der Zeit scheint sich das Dunkel etwas zu lichten, nach und nach geben sich immer mehr Gegenstände zu erkennen, die langsam aber merklich in Bewegung geraten. Und doch bleibt all dies so rätselhaft und unklar wie zuvor, und ganz auflösen wird sich das Dunkel ohnehin nicht. Was bleibt ist der Eidruck einer diffusen Bedrohung. So in etwa könnte man sich eine schwarze Morgendämmerung oder ein schwarzes Erwachen vorstellen. Phallus<span id="more-14023"></span> Dei haben für ihr neues Album einen wahrlich passenden Titel gewählt.</p>
<p>Phallus Dei besteht als Projekt bereits seit Ende der 80er – damals noch als Solo-Projekt von Oliver St. Lingam, doch bald kamen andere Musiker hinzu, und seit langem bilden Lingam, Marc Ernsting und Richard Van Kruysdijk eine feste Band, die sich aber immer wieder Gassänger und andere Kollaborateure aus ganz unterschiedlichen Ecken ins Boot holt. Dies und ein wahrscheinlich ohnehin recht breit gefächertes Interesse an Musik sorgt bis heute dafür, dass die Gruppe ihren stilistischen Ort auf fast jedem Release immer wieder neu definiert hat, und so kann man auf Phallus Dei-Platten phasenweise rituellen Industrial, Ambient, Crossover oder, wie zuletzt bei „A Day in the Life of Brian Wilson“ melancholische Songs in teilweise akustischer Instrumentierung hören. In einer schwer zu definierenden düsteren Verschrobenheit findet man erst mit der Zeit ein vage verbindendes Element.</p>
<p>Das vor kurzem wieder beim alten Stammlabel Dark Vinyl erschienene „Black Dawn“ wirkt von der musikalichen Gestalt her wie eine radikale Antithese zum besagten Vorgänger, denn während „A Day in the Life of Brian Wilson“ äußerst eingängig war und einen leichten, luftigen Sound hatte, findet sich auf dem aktuellen Longplayer die schwerste Dröhnung, die man von der Band bislang zu hören bekam. Gleich das eröffnende „Slewed“ besteht vordergründig betrachtet aus einer tonnenschweren, statischen Klangdecke von zähem, klebrigem Material. Assoziationen zu mittlerweile klassischen Sunn O)))-Alben oder deren Zusammenarbeit mit Boris liegen nahe, auch wenn man aus Distinktionsgründen sicher obskurere Vergleiche finden könnte. Doch Phallus Dei klingen elektrifizierter, schaffen ein meliertes Amalgam aus Gitarrendöhnen, Beckenrauschen und Elektronik.</p>
<p>Am interessantesten jedoch sind die vielen Beigaben, die die vermeintliche Statik durcheinanderbringen und immer wieder für Dramatik sorgen: kurze, hektische Rhythmen, die so schnell von der Bildfläche verschwinden, wie sie erschienen sind, eine Schuttlawine aus bedrohlich heranrollenden Sounds, desolates, rituell angehauchtes Pochen, seltsame Hochtönereien. Ist „Slewed“ noch mehr „black“ als „dawn“, so ändert sich dies zumindest bei den nächsten beiden Tracks, bei denen sich die einzelnen Komponenten weit mehr an die Oberfläche wagen. Bei „Starman“ ist dies – nach einem längeren Vorlauf aus verrauschtem Pulsieren und hypnotischem Celloeinsatz – das Tenorsaxophon keines Geringeren als Peter Brötzmann, dessen Spiel perfekt mit dem Rest interagiert und zugleich für die emotional entfesseltsten Momente sogt.</p>
<p>Das Cellospiel von Jacqueline Hamelink prägt auch das folgende „Zauberwald“, das mit seiner beklemmenden Atmosphäre fast einen Gegenpart bildet. Durchgehende Rhythmen und die einzigen Sprachfetzen auf dem Album geben diesem Stück vorübergehend die Klarheit eines luziden (Alb-)Traums. Das fast zwanzigminütige „Krieger“, das Phallus Dei wieder im Alleingang bestreiten, knüpft in seinem zähen Bombast an den Opener an. Würde das Album nach der ersten Hälfte des Songs enden, hinterließe es den Eindruck eines äußerst fatalistischen Zyklus, doch entrückt über der Dröhnung schwebende Synthies und das Hauchen einer sanften Stimme lassen schon ahnen, dass die doomige Schwere nur ein retardierendes Moment darstellt – eine Erwartung, die sich im kraftvollen Drumeinsatz erfüllt. „Stigmata“ (das auf der mir vorliegenden CD-Version enthalten ist, auf der 2LP-Version findet ich stattdessen der Track „Corpus“) sorgt mit dem tiefen, ornamentalen Saxophonspiel Niels van Hoorns und verspielter Elektronik für einen ereignisreichen Abschluss. Letzteres stammt aus der Ideenschmiede Merzbows, der dem Charakter des Stücks jedoch keinen derart individuellen Stempel aufdrückt wie die anderen Gastmusiker.</p>
<p>„Black Dawn“ ist ein ungemein intensives Album, das garantiert ganz unterschiedliche Hörergruppen jenseits von Genregrenzen zu begeistern versteht, wenn es denn die entsprechende Verbreitung erfährt. Sanfte Gemüter, die beim Vorgängeralbum gerade die relativ leichte, stellenweise fast poppige Gestalt mochten, sollten sich diesen Brocken jedoch mit einer festen Grundlage im Magen zu Gemüte führen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.darkvinyl.de/">Dark Vinyl</a></strong></p>
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