<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; David Bowie</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/david-bowie/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Apr 2026 05:43:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>WILLIAM BASINSKI: A Shadow in Time</title>
		<link>https://africanpaper.com/2017/01/21/william-basinski-a-shadow-in-time/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2017/01/21/william-basinski-a-shadow-in-time/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Jan 2017 05:52:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[2062]]></category>
		<category><![CDATA[David Bowie]]></category>
		<category><![CDATA[Temporary Residence]]></category>
		<category><![CDATA[William Basinski]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=13230</guid>
		<description><![CDATA[In einem anlässlich der Veröffentlichung von Christoph Ransmayrs neuem Romans über den „Lauf der Zeit“ gemachten Interviews versucht der Journalist fortwährend dem Autoren Sätze zu entlocken, dass das Erzählen über den Lauf der Zeit triumphieren kann &#8211; einem Wunsch, dem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/01/21/william-basinski-a-shadow-in-time/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/01/v300_A_Shadow_in_Time_CD_cover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13232" title="v300_A_Shadow_in_Time_CD_cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/01/v300_A_Shadow_in_Time_CD_cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In einem anlässlich der Veröffentlichung von Christoph Ransmayrs neuem Romans über den „Lauf der Zeit“ gemachten<a href="http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&amp;obj=63898"> Interviews</a> versucht der Journalist fortwährend dem Autoren Sätze zu entlocken, dass das Erzählen über den Lauf der Zeit triumphieren kann &#8211; einem Wunsch, dem der Österreicher nicht nachkommt: „Wenn seine [des Erzählers] Gehirnströme erlöschen, zum Stillstand kommen, und sein Herzschlag, dann ist das Spiel natürlich auch für ihn zu Ende und von einem Triumph dann noch zu reden, wäre lächerlich.“ <span id="more-13230"></span>Ein Landsmann Ransmayrs sprach in einer berühmt-berüchtigten Rede vor einigen Jahrzehnten davon, dass alles lächerlich sei, wenn man an den Tod denke &#8211; und natürlich kann der „arroganten Ewigkeit“ (P. Larkin), die „starr durch alle Scheiben“ blickt (Baudelaire), kein Kunstwerk trotzen.</p>
<p>William Basinksis Arbeiten konnte man (auch) immer als Meditationen über die Zeit und ihr/das Vergehen lesen, arbeitet(e) er doch häufig mit Momenten der Wiederholung, der Stasis, der leichten <a href="https://www.discogs.com/de/William-Basinski-Variations-A-Movement-In-Chrome-Primitive/master/670821">Variation(en)</a>. Auch seine Art des Komponierens, bei dem er zum Teil auf jahrzehntealtes Archivmaterial zurückgreift, lässt sich so verstehen. Seine Alben sind in ihrer oft zyklischen Struktur vielleicht auch Versuche die Zeit anzuhalten, selbst wenn das natürlich nicht gelingen kann. Versuch und Scheitern sind im Titel seiner wohl berühmtesten Werkreihe vereint: „disintegration loops“.</p>
<p>„A Shadow in Time“ besteht aus zwei gut zwanzigminütigen Stücken:<a href="http://crackmagazine.net/article/music/william-basinski-celestial-frequencies/"> Basinski hatte alte Loops gefunden, die von der Katze eines Mitbewohners angefressen worden waren. Dazu nahm er Aufnahmen von Saxophonexperimenten, die in den frühen 80ern entstanden waren</a>, und komponierte daraus „For David Robert Jones“, seine Eloge auf David Bowie. Das Stück beginnt mit warmen, typisch verrauschten Loops; da hört man wieder die amniotischen Wellen, die klingen, als habe man während der Aufnahmen Watte vor das Mikro gepackt. Nach etwa sechs Minuten setzt ein Saxophonloop ein. Die Wiederholung der immergleichen Tonfolgen, der leicht dissonante Klang des Saxophons – ein Instrument, das David Robert Jones schon früh zu spielen lernte – geben dem Stück einen Moment des Verstimmtseins, der Traurigkeit, verdeutlichen vielleicht, dass inmitten des <a href="https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151725871838469.1073741825.729153468&amp;type=3">Arkadischen</a> etwas ganz anderes lauern kann. Die Kombination des Klangmaterials lässt eine dem Sujet angemessene Trauermusik entstehen.</p>
<p>Das Titelstück ist einem chinesischen Freund Basinskis gewidmet, der Selbstmord begangen hat. Nach seinem Umzug an die Westküste der USA war Basinskis alter Voyetra 8-Sytnthesizer, auf dem Alben wie z.B. „Silent Night“ oder die zwei Teile von „Watermusic“ entstanden waren, erst einmal eingemottet. Für &#8220;A Shadow in Time&#8221; wurde er nun wieder verwendet, um ein ergreifendes aus an- und abschwellenden, übereinandergeschichteten kristallinen Klängen bestehendes Dronestück zu komponieren, das fast schon einen symphonischen Charakter hat. Am Ende setzt ein todtrauriger Pianoloop ein, den Basinski schon auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=lJe4FJ6qMDg">&#8220;Melancholia&#8221; </a>verwendet hat. Von der Krankheit der Zeit können einen diese zwei Stücke (natürlich) nicht befreien, aber auf einer dreiviertel Stunde wird der Hörer in einem Zustand versetzt, den nur Arbeiten Basinskis hervorrufen können. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.mmlxii.com">2062</a> (CD) / <a href="https://www.temporaryresidence.com">Temporary Residence</a> (Vinyl)</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2017/01/21/william-basinski-a-shadow-in-time/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neues vom Abwärts!-Magazin: Heft 12 und Abonnement</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/02/12/neues-vom-abwarts-magazin-heft-12-und-abonnement/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2016/02/12/neues-vom-abwarts-magazin-heft-12-und-abonnement/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Feb 2016 12:55:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Abwärts]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Pehlemann]]></category>
		<category><![CDATA[BasisDruck]]></category>
		<category><![CDATA[Bert Papenfuß]]></category>
		<category><![CDATA[David Bowie]]></category>
		<category><![CDATA[Heiner Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Last Dominion Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Maurice Louca]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Brötzmann]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Laughner]]></category>
		<category><![CDATA[Philippe Malone]]></category>
		<category><![CDATA[Ramleh]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Mießner]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Wyatt]]></category>
		<category><![CDATA[Test Department]]></category>
		<category><![CDATA[Zonic]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=11644</guid>
		<description><![CDATA[Vom Berliner Abwärts!-Magazin ist vor kurzem die 12. Ausgabe erschienen. &#8220;ABWÄRTS ist das Gemeinschaftsprodukt folgender Zeitschriften: Es beerbt die seligen Sklaven, den unregelmäßig erschienenen Nachfolger Gegner und integriert die floppy myriapoda (als „Subkommando für die freie Assoziation“), den politjournalistisch ausgerichteten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/02/12/neues-vom-abwarts-magazin-heft-12-und-abonnement/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Berliner Abwärts!-Magazin ist vor kurzem die 12. Ausgabe erschienen. &#8220;ABWÄRTS ist das Gemeinschaftsprodukt folgender Zeitschriften: Es beerbt die seligen <em>Sklaven</em>, den unregelmäßig erschienenen Nachfolger <em>Gegner</em> und integriert die <em>floppy myriapoda</em> (als „Subkommando für die freie Assoziation“), den politjournalistisch ausgerichteten <em>telegraph</em>, der dem katastrophalen Abbau ostdeutscher Ökonomie, Kultur und Identität seit 1989 – als Nachfolgeblatt der Ostberliner <em>Umweltblätter</em> – nachgeht, und den kulturpolitischen Almanach <em>Zonic</em>. Das neue literarisch-politische Periodikum wird seit März 2014 alle zwei Monate herausgegeben. Der Name ABWÄRTS geht auf Franz Jung zurück. Die Autobiographie des Schriftstellers, Ökonomen und Politikers erschien unter den Titeln <em>Der Weg nach unten</em> (1961) und <em>Der Torpedokäfer</em> (1972), der Arbeitstitel des ersten Manuskriptes jedoch war <em>Die Vögel und die Fische. 33 Stufen abwärts</em>. Aus dem Leben eines Deutschen (Brief an Ruth Fischer vom 24. 1. 1947).&#8221; <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/02/abwärts12.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-11646" title="abwärts12" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/02/abwärts12-184x300.jpg" alt="" width="184" height="300" /></a><span id="more-11644"></span>Von der Redaktion des Magazins <em>Abwärts!</em> (<a href="http://africanpaper.com/2015/12/09/11-ausgabe-des-abwarts-magazins-erschienen/">siehe auch diese Ankündigung auf unserer Seite</a>) erreicht uns untenstehender Aufruf. In <em>Abwärts! </em>erscheint seit November 2014 <a href="https://robertmiessner.wordpress.com/2015/12/10/magic-mantras/">Robert Mießners Musikkolumne <em>Magic Mantras mit Texten zu Robert Wyatt, Last Dominion Lost, Maurice Louca, Ramleh, Peter Brötzmann, David Bowie u.a.</em>, die auch für Leser von African Paper von Interesse ist</a>, ferner brachte <em>Abwärts! </em>bis jetzt Artikel zu Sun Ra, Peter Laughner und Test Department. Wir finden, dass die deutschsprachige, unabhängige Presselandschaft um eine explizite Stimme ärmer wäre, sollte das weitere Erscheinen von Abwärts! nicht gesichert sein.</p>
<p><strong>UMSONST IST NICHT MAL DER TOD</strong></p>
<p><em>ABWÄRTS!</em> braucht neue Abonnenten!</p>
<p>+++ AKTION bis zum 15. März 2016 – Pro Neuabo gratis ein Buch aus der Reihe PAMPHLETE +++</p>
<p>15 Euro für 3 Ausgaben inkl. Porto (Ausland exkl. Porto)</p>
<p>Per Mail: bestellung@basisdruck.de oder telefonisch: 030 473 083 60</p>
<p>„<em>ABWÄRTS!</em> konstatiert Realität – und sucht Partner, um sich gegen jene zu verbünden“, schrieben wir ins Gründungsmanifest unserer Zeitschrift, in Heft 1 vom März 2014. Die Realität im Januar 2016 sieht so aus: wir müssen in den nächsten Wochen mehr Abonnenten begrüßen, anderenfalls ist das kontinuierliche, zweimonatliche Erscheinen von <em>Abwärts! </em>nicht länger zu sichern. Kein Drucker wird für lau seine Maschinen anwerfen; kein Bäcker sein Brot umsonst herausgeben. „Bücher sind Lebensmittel“, hieß es für lange Jahre an der Außenfassade der nicht mehr existenten Kollwitz-Buchhandlung auf der Danziger Straße, Verwaltungsbezirk Pankow. Wir meinen: Zeitschriften sind Viktualien, und wir wollen weitermachen.</p>
<p>In den bis jetzt erschienenen elf <em>Abwärts!</em>-Heften konnten Sie lesen, warum die „Sinti und Roma-Brigaden sich die Reichtümer Südbayerns und Mittelostschwabens mehr als verdient“ haben. Den 100 Jahren Erster Weltkrieg stellten wir die 100 Jahre des Jazz-Kosmikers Sun Ra gegenüber. Wir präsentierten Unveröffentlichtes von Heiner Müller und Lyrik und Prosa aus dem erweiterten Prenzlauer Berg, der sich schon mal bis nach Albanien erstreckt. Dazu Überlebensratgeber, Reiseaufzeichnungen aus der Ukraine, Dramatik, eine wachsende Zahl von Nachrufen. Dies alles jeweils mit einer Grafikstrecke ausgewählter Künstler.</p>
<p>In Heft 12 werden sie bemerken, dass wir eine zusätzliche Kolumne eingeführt haben, in der neuere und neueste Buchveröffentlichungen diskutiert werden sollen. Der erweiterte Prenzlauer Berg reicht diesmal bis nach New York City und kehrt zurück nach Mecklenburg und Vorpommern. Das Herzstück bildet Philippe Malones Drama <em>Septembren</em>, ein Versuch, den Schrecken der Gegenwart die Schrift entgegenzuhalten. Wir haben noch vieles vor und zählen dabei auf Sie: Leser und Partner.&#8221;</p>
<p><strong>Verlag: <a href="http://www.basisdruck.de/shop_content.php?coID=15">Basisdruck</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.basisdruck.de/index.php?cPath=24">Bestellmöglichkeit</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2016/02/12/neues-vom-abwarts-magazin-heft-12-und-abonnement/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>(r): All About Satan</title>
		<link>https://africanpaper.com/2015/09/26/r-all-about-satan/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2015/09/26/r-all-about-satan/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2015 05:12:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[(r)]]></category>
		<category><![CDATA[Blind Cave Salamander]]></category>
		<category><![CDATA[Cheap Satanism Records]]></category>
		<category><![CDATA[Daniele Pagliero]]></category>
		<category><![CDATA[David Bowie]]></category>
		<category><![CDATA[Fabrizio Modonese Palumbo]]></category>
		<category><![CDATA[Jamie Steward]]></category>
		<category><![CDATA[John Boorman]]></category>
		<category><![CDATA[Larsen]]></category>
		<category><![CDATA[Nilla Pizzi]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Beauchamp]]></category>
		<category><![CDATA[The Rolling Stones]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Colli]]></category>
		<category><![CDATA[Xiu Xiu]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=10879</guid>
		<description><![CDATA[Der Satan musste schon viele Platten über sich ergehen lassen, einige gute und zahllose schlechte, mitunter ganze Musikgenres, aber ganz sicher ist ihm das ziemlich egal, und ob er sich in einer der Vorstellungen über ihn &#8211; einer biblischen, einer &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/09/26/r-all-about-satan/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/rallabout.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10880" title="rallabout" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/rallabout-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der Satan musste schon viele Platten über sich ergehen lassen, einige gute und zahllose schlechte, mitunter ganze Musikgenres, aber ganz sicher ist ihm das ziemlich egal, und ob er sich in einer der Vorstellungen über ihn &#8211; einer biblischen, einer mittelalterlichen, einer gegenaufklärerischen oder einer libertären &#8211; besonders wiedererkennt, bleibt sein Geheimnis. Es ist heute schwer, ihm ein Album zu widmen, mit dem man nicht abgedroschen wirkt, und genau genommen gibt es nur zwei Wege, dies auf die Beine zu bringen. Der eine besteht darin, alle<span id="more-10879"></span> Klischees konsequent zu bejahen, wie das am besten im erdigen Stonerdoom a la The Devil&#8217;s Blood gelingt. Ein anderer Weg besteht darin, Schrägheit, Humor und atmosphärische Düsternis derart krude zu mischen, dass daraus so etwas wie ein diabolisches Cabaret Voltaire entsteht. Zeit für den Auftritt von (r) alias Fabrizio Modonese Palumbo.</p>
<p>Auf eine gewisse Weise gibt &#8220;All About Satan&#8221; nicht nur das Bizarre, sondenr auch die schiere Unübersichtlichkeit des Gegenstandes wieder, denn im Verlauf des Albums reihen sich musikalische, textliche, bildliche und filmische Zitate (die nicht zwangsläufig mit dem Teufel zu tun haben müssen, mit Palumbos Idee dazu aber in Bezug gesetzt werden können) aneinander, und bei der Suche nach dem musikalischen Ort des Ganzen sieht man sich so mancher Finte ausgesetzt. Mag der kleinste gemeinsame Nenner auch die grosteske, bisweilen schalkhafte Düsternis sein, so manifestiert sich diese jedoch in äußerst welchselhafter Gestalt: schwere Drones und infernalischer Soundbrei, gruselige Kinderstimmen und grummelige Spoken Words, groovige Jazzklänge und Black Metal-Gekeife &#8211; all dies reicht sich hier die Hand, um die Gestalt des Albums in steter Transformation zu halten.</p>
<p>Dabei beginnt zunächst alles so trügerisch schön mit dem shmoothen Bowie-Cover &#8220;Five Years&#8221; und Palumbos Stimme, die ganz nah am Ohr und ultrarelaxt die Zeilen zu stilvollen Twangs vorträgt, doch schon dieses intime Idyll wird konterkariert durch anstrengende Backing Vocals und eher störendes Pfeifen und Rattern. Gerade die stärksten Songs leben von dieser ständigen Gratwanderung zwischen Wohlklang und Disharmonie, in der hypnotisch pulsierenden Interpretation des Klassikers &#8220;Bolero Triste&#8221; sind es unheilvolle Schleif- und Kratzgeräusche, die nach einiger Zeit jedoch mit einer groovigen Orgel verschmelzen und in eine orientalisch anmutende Melodie übergehen. Weitere atmosphäriche Highlights sind die um eine Rede aus John Boormans Film &#8220;Zadok&#8221; gebaute Perkussionsnummer &#8220;Oslide Sint Verlac Pink &#8221; und &#8220;Moira&#8217;s Hands&#8221;, das mit einer Sopranstimme und einem pittoresken Wolkenbruch die Stimmung von Gothic Horror-Filmen a la Sergio Martino in Erinnerung rufen.</p>
<p>In all seinen schwierigen und grotesken Seiten ist &#8220;All About Satan&#8221; allem voran eine gelungene Kraftplatte, für die (r) und für den Feinschliff der immer zu Unrecht als Softie verschriene Jamie Steward (Xiu Xiu) Anerkennung verdienen.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.cheapsatanism.com/">Cheap Satanism Records</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2015/09/26/r-all-about-satan/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ANNA CALVI: Strange Weather</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/07/12/anna-calvi-strange-weather/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2014/07/12/anna-calvi-strange-weather/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Jul 2014 04:46:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Calvi]]></category>
		<category><![CDATA[Connan Mockasin]]></category>
		<category><![CDATA[David Bowie]]></category>
		<category><![CDATA[David Byrne]]></category>
		<category><![CDATA[Domino Records]]></category>
		<category><![CDATA[FKA Twigs]]></category>
		<category><![CDATA[Keren Ann]]></category>
		<category><![CDATA[Nick Cave]]></category>
		<category><![CDATA[Nico Muhly]]></category>
		<category><![CDATA[Suicide]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=9058</guid>
		<description><![CDATA[Unter den Newcomern des laufenden Jahrzehnts belegt die Britin Anna Calvi einen der renommiertesten Plätze, ihr Debüt bescherte ihr zahlreiche Fans und gute Kritiken. Dass alte Recken wie David Byrne und Nick Cave ihrem Zauber erlagen und entsprechend Starthilfe gaben, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/07/12/anna-calvi-strange-weather/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/06/annacalvistrangeweather.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9059" title="annacalvistrangeweather" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/06/annacalvistrangeweather-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Unter den Newcomern des laufenden Jahrzehnts belegt die Britin Anna Calvi einen der renommiertesten Plätze, ihr Debüt bescherte ihr zahlreiche Fans und gute Kritiken. Dass alte Recken wie David Byrne und Nick Cave ihrem Zauber erlagen und entsprechend Starthilfe gaben, wurde fast immer als verdient erachtet, selten wurde über Beziehungen und Patronage geunkt. In der Tat sind ihre Songs, die meist auf gezupften E-Gitarren oder Harmonium basieren, auf eine nur schwer festzulegende Weise geheimnisvoll und zugleich enorm wuchtig. Und auch wenn man sie nicht als Callas an der Gitarre bezeichnen muss, ist die Frau mit der wandlungsfähigen Stimme<span id="more-9058"></span> doch mehr als eine etwas ungekünsteltere Alternative zu Lana del Rey, mit der sie den Hauch von David Lynch und das Flair amerikanischer Bonny und Clyde-Geschichten teilt.</p>
<p>In einem Interview betonte sie einmal ihre Liebe zum Flamenco. Musikalisch hört man das ihren Songs nicht an, aber die leidenschatliche Wucht vieler Stücke, die oft recht beschaulich beginnen und sich dann ganz plötzlich zu einer musikalischen Achterbahnfahrt emporschwingen, lässt auch dies widerhallen. Ihre Stimme, die sie erst spät als Medium für sich entdeckte, scheint wie gemacht für große Bühnen und wirkt doch, als sei sie einem düsteren Roadmovie entsprungen. Ganz überrascht ist man, wenn man sie einmal im gepflegten British English reden hört. Calvi betonte mehrfach, wie perfektionistisch sie sich jedem einzelnen Detail, jeder Note in einem Lied widmet, das nicht mehr das selbe wäre, würde sich auch nur ein einzelner Ton ändern. Dass sie unter der Vorausetzung bei Coversongs kein Interesse am bloßen Nachspielen hat, lässt sich ahnen, und so steht ihre neue EP „Strange Weather“, auf der sie fünf Lieblingsstücke covert, auch vollkommen im Zeichen der Neugestaltung.</p>
<p>„Papi Pacify“ war im Original von den mir bislang unbekannten FKA Twigs ein forscher R&#8217;n'B-Song, unter Calvis Bearbeitung wird daraus eine zerfledderte Jazzballade, die vordergründige Sexyness weicht einer schwül laszive Erotik, bei der die Grenze zwischen Lust und Wahn immer wieder zu verschwimmen scheint. In eine ähnliche Richtung, wenngleich rockiger, gehen die Interpretationen von Connan Mockasin- und Keren Ann-Stücken, die sie im Duett mit David Byrne singt. Bowies „Lady Grinning Soul“ wird mit Piano und viel Pathos interpretiert und klingt wie der emotionale Höhepunkt eines Musicals. Am meisten Spaß dagegen mach die trunken pochende Version von Suicides „Ghostrider“, das schon etliche Coverversionen über sich ergehen lassen musste und auch diese Entschleunigung verträgt.</p>
<p>Dass Anna Calvi einen breiten musikalischen Horizont besitzt, sollte nicht überraschen, und so ist „Strange Weather“ auch nicht in erster Linie ein Beweis für ihre vielfältigen Einflüsse, sondern primär ein Beleg für ihre eigene sichere Handschrift, mit der sie die unterschiedlichsten Dinge anverwandeln kann. Selbst bei den Stücken, die man im Original kennt, vergisst man dies bald und hat schnell das Gefühl, einfach nur Anna Calvi zu hören. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.dominorecordco.de">Domino Records</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2014/07/12/anna-calvi-strange-weather/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ROMA AMOR: On The Wire</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/04/19/roma-amor-on-the-wire/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2014/04/19/roma-amor-on-the-wire/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Apr 2014 07:03:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[David Bowie]]></category>
		<category><![CDATA[Euski]]></category>
		<category><![CDATA[Kim Wilde]]></category>
		<category><![CDATA[Klanggalerie]]></category>
		<category><![CDATA[Michele Candela]]></category>
		<category><![CDATA[Roma Amor]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=8431</guid>
		<description><![CDATA[Man könnte es sich einfach machen und die Musik von Roma Amor als Chanson oder Folk bezeichnen. Das wäre nicht einmal wirklich falsch, auch wenn der eine Begriff zu speziell, der andere zu allgemein gehalten wäre. Mit ihrem Grundinstrumentarium aus &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/04/19/roma-amor-on-the-wire/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/romamaoronthewire.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8432" title="romamaoronthewire" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/romamaoronthewire-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man könnte es sich einfach machen und die Musik von Roma Amor als Chanson oder Folk bezeichnen. Das wäre nicht einmal wirklich falsch, auch wenn der eine Begriff zu speziell, der andere zu allgemein gehalten wäre. Mit ihrem Grundinstrumentarium aus Akordeon und Gitarre und dem leidenschaftlichem Gesang stehen Euski und Michele in einer Tradition, die sich durch das ganze zwanzigste Jahrhundert zieht, bei italienischen Volksliedern beginnt, Abstecher in die Cabarets der 20er und die Music Hall der 60er macht, um irgendwann bei einem frühen Europop zu landen, den schon der Geist des Punk&#8217;n'Wave durchweht. Ihre Songs können nett und einschmeichelnd sein, und gefallen zum Teil auch Leuten, die<span id="more-8431"></span> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=F8dDT8kRzHY">17 Hippies</a> mögen. Doch viele ihrer Lieder haben auch eine derbe, dreckige, ungezähmte Seite, lassen Gestalten zu Wort kommen, wie man sie aus frühen Pasolini-Filmen kennt und versuchen erst gar nicht, diese in eine nette, gemütliche Szenerie zu überführen.</p>
<p>Befand sich die Musik der beiden von Beginn an im Fluss, dann stellt „On the Wire“ so etwas wie eine Stromschnelle dar, denn das Album – und Besitzer der <a href="http://www.discogs.com/Roma-Amor-173/release/3814501">Vorab-EP „17.3“</a> wissen das bereits – hat einige Neuerungen in petto. Euski lässt ihre bisherigen Lieblingssprachen Italienisch und Französisch ruhen und singt diesmal komplett in englischer Sprache, wobei es sich um ein Englisch mit einem derart charmanten Akzent handelt, dass es uns Deutschen die Schamesröte ins Gesicht treiben muss. Darüber hinaus wurde das Klangspektrum merklich erweitert und dank einer Reihe an Gastmusikern (u.a. Devis von Teatro Satanico) hört man neben dem folkigen Grundgerüst auch Gitarrensoli und allerhand Lärm.</p>
<p>Mit einigen Stücken betreten die beiden Neuland, und bei der schmissigen Goth Punk-Nummer „About Myself“ bekommt man den Eindruck, dass die beiden ihre Freude an Verkleidungen und Rollenspielen haben. Unterkühlte, bei genauerem Hinhören jedoch hochemotionale Wavesongs wie „Don&#8217;t you“ oder das nur minimal über Spoken Words hinausgehende Kim Wilde-Cover „Cambodia“ wirken hier schon weniger exotisch, auch wenn sie einen veritablen Gegenpart zu groovigen Jazzsongs bilden („The Difference“, „Love to say goodbye for“), oder zu einem Song wie dem gar nicht ängstlich klingenen „Scared“, einem Ohrwurm im Easytempo, der sich gut in einem alten, loungigen Jess Franco-Film gemacht hätte. So eingängig solche Nummern auch sind – in einem gestylten Wohnzimmer müssten sie zwangsläufig stören, denn ehe der nostalgische Schöngeist sich versieht, findet er sich in einer verstaubten Antiidylle vor, in der zahnlose, barfüßige Figuren auftreten („More (Stoned)“) und mit David Bowies Worten ihrer Derangiertheit Ausdruck verleihen – doch während das Idol im Lost Highway-Abspann gerade durch den Widerspruch des Songs zu seiner schönen Gestalt bezaubert, nimmt man den Titel hier beim Wort und macht aus „I&#8217;m Deranged“ einen kaputten Synthiesong.</p>
<p>Insgesamt dominieren aber die Momente, in denen das Schöne und das Dreckige direkt zu einer Einheit verschmilzt, wenn shoegaziges Rauschen und nervige Computersounds verhindern, dass aus „17.3“ einfach nur ein süßlicher Lovesong wird, oder wenn folkiges Akordeon und rumpelige Drums im Titelstück für ehrliche, erdige Emotion sorgen. Die ist es letztlich auch, die „On the Wire“ von so manch ordinärer Weltmusik abhebt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.klanggalerie.com/">Klanggalerie</a></strong></p>
<p><iframe width="420" height="315" src="//www.youtube.com/embed/6OZjwOlDl1c" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2014/04/19/roma-amor-on-the-wire/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ROZZ WILLIAMS: Sleeping Dogs</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/12/07/rozz-williams-sleeping-dogs/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2013/12/07/rozz-williams-sleeping-dogs/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Dec 2013 01:14:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Death]]></category>
		<category><![CDATA[Daucus Karota]]></category>
		<category><![CDATA[David Bowie]]></category>
		<category><![CDATA[Gitane Demone]]></category>
		<category><![CDATA[Going Underground]]></category>
		<category><![CDATA[Lou Reed]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Bolan]]></category>
		<category><![CDATA[Premature Ejaculation]]></category>
		<category><![CDATA[Rozz Williams]]></category>
		<category><![CDATA[Shadow Project]]></category>
		<category><![CDATA[T-Rex]]></category>
		<category><![CDATA[The Stooges]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=8006</guid>
		<description><![CDATA[Durch die in den letzten Jahren (wieder)veröffentlichten Aufnahmen von Rozz Williams&#8217; Projekt Premature Ejaculation, die wir auch auf dieser Seite regelmäßig besprochen haben, wurde der experimentelle Teil des Werkes des Kaliforniers in den Mittelpunkt gerückt, wobei Williams&#8217; (Ver)Kult(ung) natürlich primär &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/12/07/rozz-williams-sleeping-dogs/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/Rozz-5070623-1383689211-7015.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8012" title="Rozz-5070623-1383689211-7015" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/Rozz-5070623-1383689211-7015-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Durch die in den letzten Jahren (wieder)veröffentlichten Aufnahmen von Rozz Williams&#8217; Projekt Premature Ejaculation, die wir auch auf dieser Seite regelmäßig besprochen haben, wurde der experimentelle Teil des Werkes des Kaliforniers in den Mittelpunkt gerückt, wobei Williams&#8217; (Ver)Kult(ung) natürlich primär auf dem Frühwerk von Christian Death gründete, durch das er zur Gothic-Ikone schlechthin wurde und Stoff für gleich mehrere Hagiographien lieferte, denn das 1982 erschienene Debüt „Only Theatre of Pain“ diente -gerade auch ästhetisch- als Blaupause für zahlreiche oftmals weniger inspirierte Bands. Dabei waren Williams&#8217; musikalische Einflüsse und Interessen vielseitig(er) und ließen sich -zumindest dann, wenn es um Songorientiertes ging- oftmals klar in den 70ern verorten.<span id="more-8006"></span></p>
<p>1993 war eine Shadow Project-Tour durch Deutschland angekündigt, allerdings hatte sich die Band zwischenzeitlich aufgelöst und Williams spielte bei den Auftritten mit neuen Mitmusikern zwar (auch) Shadow Project-Songs, aber in kompakterer, rockiger Form. Unter dem Projektnamen Daucus Karota wurde dann auch kurz darauf die 10&#8221;-EP „Shrine“ aufgenommen, die einen Musiker zeigte, der sich dem engen Korsett, in das ihn Fans pressten, zu entwinden versuchte. Im Laufe der Jahre spiegelte sich dies auch immer wieder in den Songs wider, die gecovert wurden: u.a. Stücke von Lou Reed, Velvet Underground, Gary Numan, Alice Cooper, Roxy Music, T-Rex, Stooges und (immer wieder) David Bowie. Dass der „thin white duke“ schon sehr früh ein zentraler Einfluss war, konnte man spätestens auf dem zweiten, 1984 erschienenen Christian Death-Album „Catastrophe Ballet“ erkennen, auf dem Williams teilweise auf unheimliche Art wie ein Wiedergänger Bowies klang.</p>
<p>Die nun veröffentlichte Doppel-LP „Sleeping Dogs“ enthält (oftmals unveröffentlichte) Songs, die auf vier Konzerten zwischen 1993 und 1997 aufgenommen wurden. Knapp die Hälfte sind Coverversionen (wobei das in den Credits des Albums leider nur lückenhaft angegeben ist): Marc Bolans „Sunken Rags“ (hier als „Sunken Rex“ aufgeführt), „Raw Power“ der Stooges, das in seiner Studioversion auf „Shrine“ zu finden ist, Lou Reeds „Kill Your Sons“, das er Anfang der 90er auch mit den kurzzeitig reformierten Christian Death neu interpretierte und insgesamt drei Stücke Bowies: „Dodo“, „Moonage Daydream“ und „Time“. Auf letzterem wird Williams am Keyboard begleitet und „Time“ erinnert dann auch etwas an das mit Gitane Demone aufgenommene Album „Dream Home Heartache“. Das auf „Sleeping Dogs“ ebenfalls enthaltene „Flowers“ von eben diesem Album wird in etwas rockigerer Form gespielt. Die meisten der anderen Stücke erinnern an „Shrine“, wobei das treibende „Bruised“ oder „2<sup>nd</sup> Step“ zu den Höhepunkten gehören. Insgesamt ist „Sleeping Dogs“ ein erstaunlich homogen klingendes Album. Man ginge sicher zu weit, wenn man sagen würde, hier handele es sich um eine Art verschollenes Album – es hieß immer wieder, Williams habe ein ganzes Daucus Karota-Album aufnehmen wollen -, aber weit mehr als eine disparate Zusammenstellung ist „Sleeping Dogs“ bei weitem. Da der Klang durchgängig gut ist, dürften auch die, die vielleicht den einen oder anderen Track lediglich von Bootlegs kennen, zugreifen.</p>
<p>Ein Sprichwort sagt: „Let sleeping dogs lie“ &#8211; man kann froh sein, dass dies nicht befolgt wurde.</p>
<p>M.G.</p>
<p>Label: <a href="http://www.going-underground.de/">Going Underground</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2013/12/07/rozz-williams-sleeping-dogs/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MUSHROOM&#8217;S PATIENCE: Road To Nowhere</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/04/22/mushrooms-patience-road-to-nowhere/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2013/04/22/mushrooms-patience-road-to-nowhere/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 18:36:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ballo Delle Castagne]]></category>
		<category><![CDATA[Collapsing New People]]></category>
		<category><![CDATA[Cormac McCarthy]]></category>
		<category><![CDATA[David Bowie]]></category>
		<category><![CDATA[Dither Craf]]></category>
		<category><![CDATA[Echo Eerie]]></category>
		<category><![CDATA[Egida Aurea]]></category>
		<category><![CDATA[Euski]]></category>
		<category><![CDATA[HR!SPQR]]></category>
		<category><![CDATA[Klanggalerie]]></category>
		<category><![CDATA[Mushroom's Patience]]></category>
		<category><![CDATA[Raffaele Cerroni]]></category>
		<category><![CDATA[Roma Amor]]></category>
		<category><![CDATA[Vinz]]></category>
		<category><![CDATA[Werner Herzog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=6796</guid>
		<description><![CDATA[Zu den interessantesten Büchern, die vermutlich nie geschrieben werden, zählt die Biografie der Band Mushroom&#8217;s Patience, bzw. dessen, was in den 80ern einmal als experimentelle Progband ins Leben gerufen wurde und sich mit den Jahren als ein offenes Kollektiv um &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/04/22/mushrooms-patience-road-to-nowhere/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/mushpatroadtonowhere.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6797" title="mushpatroadtonowhere" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/mushpatroadtonowhere.jpg" alt="" width="164" height="150" /></a>Zu den interessantesten Büchern, die vermutlich nie geschrieben werden, zählt die Biografie der Band Mushroom&#8217;s Patience, bzw. dessen, was in den 80ern einmal als experimentelle Progband ins Leben gerufen wurde und sich mit den Jahren als ein offenes Kollektiv um Raffaele Cerroni, pardon: Dither Craf, entpuppen sollte. Es wäre ein Buch, dessen Kapitel hier und da abrupt enden. Einmontierte Nebenstränge würden je nach Gusto für Abwechslung oder Verwirrung sorgen, ebenso die wechselhafte Stimmung – mal heiter, oft dunkel, meist aber entspannt und nahezu immer kauzig verdreht. In einem surreal überzeichneten Italien, das den urbanen Schauplatz bildet, tauchen illustre<span id="more-6796"></span> Gestalten auf und verschwinden, reale wie Mercydesign, halb mythische wie Nový Svět. Literarische Figuren wie Sisyphos, der Dulder, und Oblomow, der Verweigerer, wären nie direkt genannt und doch stets geisterhaft präsent.</p>
<p>Eine besondere Zäsur müsste das Kapitel zum Jahr mit der Unglückszahl markieren, denn dort ereignet sich etwas, woran manche trotz Ankündigungen und einer Vielzahl an Arbeiten außer der Reihe nicht mehr geglaubt haben: Craf hat mit Mushroom&#8217;s Patience ein reguläres Album herausgebracht, auf richtiger CD und eingespielt mit einer mehrköpfigen Band. Mushroom&#8217;s Patience 2013 beinhaltet Beiträge von Musikern, deren sonstige Heimat u.a. Roma Amor und Ballo Delle Castagne ist, und so sehr die einzelnen Beiträge – v.a. stimmlich – viele der Songs prägen, „Road to Nowhere“ ist Mushroom&#8217;s Patience vom ersten bis zum letzten Ton.</p>
<p>Das Leben als Reise ins Ungewisse, ziemlich oft wurde dieses Motiv schon in Liedern und Geschichten verwurstet, doch selten mit so viel erdigem Charme, wie ihn Cerroni ausstrahlt, der neben seinem On Way-Ticket nur eine zerlesene Paperback-Ausgabe von Cormac McCarthys Endzeit-Roman „The Road“ in der Tasche hat. Auf einer solchen Reise ist alles nur Vorstufe zur nächsten Vorstufe, und der an Bowie angelehnte Titel des Openers „Station to Station“ unterstreicht dies noch einmal besonders. Sein tremolierender Klang markiert den Hintergrund für gespenstische Dialoge, die im Flüsterton beginnen und irgendwann als Plausch über Schnaps und verschollene Frauenzimmer erkennbar sind. Die Worte stammen aus Herzogs Film „Stroszek“, eine weitere tragikomische Wegmarke des Albums, dessen Haltung irgendwo zwischen verhaltener, doch unverwüstlicher Aufbruchstimmung und abgeklärter, melancholischer Selbstironie pendelt.</p>
<p>Ähnlich wie jüngere Soloarbeiten des John Fahey- und Jack Rose-Fans hat das Album eine leichte „Americana“-Schlagseite. Eine lässige Slideguitar zählt zu den kleinen roten Fäden und gipfelt für Momente sogar in echten Country &amp; Western-Kitsch. Der ist so perfekt geraten, dass man ihn vermutlich für bare Münze nehmen würde, käme er nicht in einem absurden Weihnachtslied vor, zusammen mit infantilem Geschrammel und einem lärmigen Klimpern und Knarzen im Hintergrund. Seltsame Geräusche gibt es zuhauf, und viele Songs enden mit dem rustikalen Klappern und Pusten einer Dampflok. Verhalten noisig geht es auch in dem Sauflied zu Ehren eines „Tracktor Train Orchestra“ zu, das <a title="ROMA AMOR: Occhi Neri" href="http://africanpaper.com/2012/03/31/roma-amor-occhi-neri/">Roma Amor-Chanteuse Euski</a> mit Banjo-Begleitung anstimmt, doch anders als in ihren eigenen Songs ganz ohne liebliche Melodien als Gegenpart.</p>
<p>Mushroom&#8217;s Patience gehörten nie wirklich in die bei uns gerne als Italofolk verklärte Ecke, sehr wohl aber einige der neuen Bandmitglieder, was mit ein Grund sein dürfte, dass sich auf „Road to Nowhere“ einiges von der rotweintrunkenen Schwermut dieser Musik findet. Die kann ergriffen ausfallen wie bei Vinz&#8217; (Ballo Delle Castanie) Rezitation in „King&#8217;s Return“, dessen wunderschöne Gitarrenmelodie mich außerdem an John Renbourn und Renaissance-Musik erinnert. Andere Stücke klingen moderner und geraten zu schrägem Psych Folk mit futuristischen Momenten (sehr schön &#8220;Water #5&#8243; mit Neuzugang Echo Eerie von Collapsing New People) oder blauen Elefanten auf der Analytikercouch – ich könnte mir schlimmere Träume vorstellen als jene, die der Patient in „Memoria Sonica“ zum Besten gibt.</p>
<p>Crafs Werk ist nie etwas für Hörer gewesen, die es griffig und homogen brauchen, und dem typischen Industrial-Konsumenten waren seine Arbeiten nach dem letzten Comeback ohnehin zu frei und windschief, vermutlich hielten es einige für Hippiegeschrammel – Urteile, die auf die Urteilenden zurückfallen, und ich finde nach wie vor, dass Freunde von NWW und Hafler Trio an einigen Alben der mittleren Phase ihre Freude hätten. Momentan dominieren akustische, angefolkte Klänge den Cerroni-Kosmos, doch die Handschrift des Römers ist stets zu erkennen. Schön, dass das immer noch so ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.klanggalerie.com/">Klanggalerie</a>/<a href="http://www.spqrlabel.com/Html/News.html">SPQR</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2013/04/22/mushrooms-patience-road-to-nowhere/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
