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	<title>African Paper &#187; David Wrench</title>
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		<title>GOLDFRAPP: Silver Eye</title>
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		<pubDate>Tue, 23 May 2017 05:07:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der gängigste Gemeinplatz über Goldfrapp definiert den Stil des Duos als stets im Wandel, dem selbst der Gesang Alisons unterliegt, von der Handschrift Will Gregorys als Producer ganz zu schweigen. Da ist freilich etwas dran, und die beiden selbst betonen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/05/23/goldfrapp-silver-eye/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/05/goldfrappsilvereye.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13767" title="goldfrappsilvereye" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/05/goldfrappsilvereye-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der gängigste Gemeinplatz über Goldfrapp definiert den Stil des Duos als stets im Wandel, dem selbst der Gesang Alisons unterliegt, von der Handschrift Will Gregorys als Producer ganz zu schweigen. Da ist freilich etwas dran, und die beiden selbst betonen häufig, dass viele ihrer Alben in direkter Reaktion auf zuvor Geschaffenes entstanden sind. Dabei haben sich mit der Zeit, neben subtilen textlichen und visuellen Gemeinsamkeiten, zwei grundsätzliche Richtungen verselbständigt, eine dunkle, entrückte, latent<span id="more-13766"></span> folklastige Seite, die sich in Alben wie „Felt Mountain“, „Seventh Tree“ und zuletzt „Tales of Us“ ausdrückte, sowie eine mondäne, tanzbare Seite in Alben wie „Black Cherry“ und „Supernature“.</p>
<p>Auf den ersten Blick, wenn man nur die „motorischen“ Aspekte der Musik betrachtet, fällt „Silver Eye“ eindeutig in die zweite Kategorie, denn es gestaltet sich zunächst v.a. kühl, elektronisch, clubaffin: Mit Dubstep-Spuren und körnigem Sounddesign versetzt „Anymore“ in eine ungeduldige Spannung, die sich im kraftvoll durchgestylten „Systemagic“, begleitet von Alisons futuristisch verfremdeter Stimme, entlädt. Gekonnt switcht die Musik von durchhämmerten Stakkatos („Become the One“) zu leisem, poppigem Uptempo („Everything is Never Enough“).</p>
<p>Integriert in diesen Rahmen sind Momente der Entgrenzung und Zerfransung – anstrengendes Quietschen, schrille Momente im Synthiesound, lustvoll erschöpftes Hauchen und Fauchen – die immer mal wieder soweit auf die spitze getrieben werden, dass es das Popszenario nicht mehr nur interessanter macht, sondern subtil transzendiert. In dieser ambivalenten Struktur muten die nächtlichen Exkurse an wie Echo aus einer mystischen Anderswelt: Die seltsame Entrücktheit des verfremdeten Hauchens, das den Takten in „Become the One“ einen rituellen Touch verleiht, die geschmeidigen Folk-Reminiszenzen in „Tigerman“, der spirituelle und v.a. naturmystische Grundtenor in den Texten und generell „Zodiac Black“: Die Hymne an „a beast that never was“ braucht nur etwas Hauch und Goldregen, um zum charismatischsten Moment des Albums zu werden.</p>
<p>Sinnlich, delirierend und emotional ist die immer leicht organifizierte Elektronik von „Silver Eye“ eine mystische Feier des Mondes, auf den auch der Titel anspielt, und wesentlich weirder und doppelbödiger, als es auf den ersten Eindruck scheint. „This is moon music, in the light of the moon“, möchte man Goldfrapps alte Idole Coil zitieren. (J.G.)</p>
<p><strong>Label: Mute</strong></p>
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		<title>NOBLESSE OBLIGE: Affair of the Heart</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jun 2013 07:26:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Berliner Musikzirkus gibt es bekanntlich zahllose Bands, die auf der Retro-Schiene fahren, hybride Stilkombinationen wagen, mit Goth kokettieren, und wenn man ein bisschen recherchiert, erfährt man, dass die Mitglieder nebenbei Kunst und Theater machen, beim Film sind oder in &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/06/01/noblesse-oblige-affair-of-the-heart/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/noblesseobligeaffair.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7069" title="noblesseobligeaffair" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/noblesseobligeaffair-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im Berliner Musikzirkus gibt es bekanntlich zahllose Bands, die auf der Retro-Schiene fahren, hybride Stilkombinationen wagen, mit Goth kokettieren, und wenn man ein bisschen recherchiert, erfährt man, dass die Mitglieder nebenbei Kunst und Theater machen, beim Film sind oder in der Bar nebenan auflegen. Das übliche, und es wurde so oft kommentiert, dass es fast schon wieder egal ist. Begegnet man Noblesse Oblige in dem Kontext, könnte man sie vielleicht auch in dieser langsam etwas Staub ansetzenden Bohème einordnen, doch so einfach kommt man damit nicht durch. Ich meine nicht einmal, dass sie<span id="more-7067"></span> etwas bekannter sind (prominente Tags sind Lydia Lunch oder The Irrepressibles via gemeinsamer Konzerte), sondern dass sie es v.a. nicht nur innerhalb des Ringbahnzirkels der unbegrenzten Möglichkeiten sind. Außerhalb gilt das deutsch-französische Duo, dessen Karriere in London begann, nach wie vor als „englische Band“.</p>
<p>Viel interessanter noch ist, dass Valérie und Sebastian, die charismatische „Femme Facade“ und der Mann an den Reglern, keine geringeren als Soft Cell beerbt haben. Sie sind die einzige Band aus dem angesagten „New Wave of New Wave“-Spektrum, der man das bescheinigen darf, was so ehrenhaft ist, dass die Frage, ob das überhaupt beabsichtigt war, sekundär erscheint. Die Mischung aus Electro, Black Music und einer Folklore mit dem Mut zum schwülstigen Torch Song, eine Performance, bei der Varieté und Voodoo zusammenkommen und letztlich ein Spiel mit Karibik-Klischees, die auf fast nostalgische Art unkorrekt sind – all das ist, bewusst oder nicht, ein Echo vor allem des frühen Marc Almond und lässt sich nur schwer verhipstern, es sei denn man bricht es nach Witch House-Manier auf flapsige Coolness herunter. Solchen Discount-Attitüden setzen die beiden eine Ernsthaftigkeit entgegen, die Raum hat für subtile Ironie und provokanten Humor.</p>
<p>Alle N.O.-Alben haben ihr eigenes Flair, es gab forsche Elektronik und geheimnissvolle Mystik und jedes Werk weckt seine typischen Assoziationen. Ihr jüngster Longplayer „Affair of the Heart“ ist professioneller, aber auch poppiger als alles bisher geschaffene, und wird polarisieren. Mit hochkarätiger Unterstützung im Studio entstand ein emotional facettenreiches Werk, das allerdings ein paar Ecken und Kanten mehr vertragen hätte. Mit „Mata Hari“ ist man gleich mitten im Emotionsgetümmel, schwüle, orientalische Erotik breitet sich über einem filigran gestalteten Klangbild aus. Das ist durchaus reizvoll, doch die allzu radiotaugliche Single „Runaway“, die darauf folgt, erinnert stellenweise an die zahlreichen Depeche Mode-Fans, die in den 90ern via Synthie-Schlager gegen die musikalische Weiterentwicklung ihrer Idole protestierten. Vielleicht wird es ihr populärster Song, mich erreicht er allerdings weniger.</p>
<p>Die gute Nachricht ist, dass alle folgenden Stücke vergleichsweise edgy sind, und dass einige herausragende Momente auch Hörer versöhnen sollten, die sich mit dem neuen Kurs nur bedingt anfreunden. Mit dem trotz anrührender Vocals sehr straighten „Burn“ zeigen sie, dass Sternchen wie Grimes sich des Blondie-Erbes nicht allzu sicher sein sollten, und einige Songs funktionieren dann auch ganz ohne Namedropping. „Chasing Shadows“ ist der größte Ohrwurm der Platte: Bei der euphorischen Melodie und den nur vordergründig traurigen Versen über die Angst vor der Leere mag man für dreieinhalb Minuten an den wahren Kern all der stereotypen Gefühle glauben, die man aus zahllosen Songs und Filmen kennt. Aus dem Rahmen fallen die Ballade „Seventh Wave“ und das französisch gesungene „Vagabonde“, und weil Namedropping doch irgendwie Spaß macht, kommen jetzt noch die Eagles und Kraftwerk dran: Beim lasziven „Hotel California“-Cover meint man gegen Ende fast „Das Model“ um die Ecke flanieren zu sehen, und wie zur Bestätigung klingt die Platte dann auch mit einem analogen Gassenhauer aus.</p>
<p>Ich bin zwiegespalten: Trotz all der genannten Stärken in der Waagschale stört mich vermutlich gerade das, was dem Duo mehr Zuspruch bescheren wird: Ich mag sie kantiger, provokativer, unberechnebarer, mit einem etwas weniger elaborierten Sound. Aber wer weiß, Antony ließ nach dem viel zu glatt klingenden „The Crying Light“ ein vergleichsweise experimentelles Album folgen. Das müsse N.O. nicht einmal, aber es gibt auch hier genügend Potential, dass man die Hoffnung nicht aufgeben muss. (U.S.)</p>
<p><strong>Label:</strong> <a href="http://www.reporecords.de/‎"><strong>Repo Records</strong></a></p>
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