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	<title>African Paper &#187; Diamantener Oberhof</title>
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		<title>BRANNTEN SCHNÜRE: Aprilnacht</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Sep 2024 04:41:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit dem Album &#8220;Aprilnacht&#8221;, das vor einigen Wochen von Aguirre Records neu aufgelegt wurde, machte das von dem Würzburger Christian Schoppik gegründte Projekt Brannten Schnüre vor zehn Jahren erstmals auf Albumlänge von sich reden. Wie man lesen kann, war das &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/09/14/brannten-schnure-aprilnacht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/aprilnacht.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42199" title="aprilnacht" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/aprilnacht-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit dem Album &#8220;Aprilnacht&#8221;, das vor einigen Wochen von Aguirre Records neu aufgelegt wurde, machte das von dem Würzburger Christian Schoppik gegründte Projekt Brannten Schnüre vor zehn Jahren erstmals auf Albumlänge von sich reden. Wie man lesen kann, war das damals als Tape erschienener Album stark beeinflusst und inspiriert von den Texten des deutschen Philosophen und Schriftstellers Friedrich Alfred Schmidt Noerr, der zahlreiche Werke über <span id="more-42197"></span>Mystik, aber auch über mythologische Themen verfasst hat. Was Schoppik wohl besonders inspirierte, war Noerrs Versuch, mythologische Elemente, die er im Zusammenhang des Konflikts zwischen christlicher und vorchristlicher Zeit untersuchte, auf eine Weise zu bewahren, die nichts elegisches, nostalgisches in sich trägt. All dies floss in die üppig mit Gitarren, Streichern, Akkordeon, Klarinetten, Hörnern, Glockenspielen und einigem mehr instrumentierten Ode an.den Frühling und dessen Stimmung ein, als die &#8220;Aprilnacht&#8221; gedacht war.</p>
<p>Was schon zu Beginn im eröffnenden Stück &#8220;Goldne Abendsonne, Wie Bist Du Schön&#8221; auffällt ist der Reichtum sowohl an atmosphärischen Nuancen als auch an klanglichen Ideen. Das cinematisch anmutende Szenario von dreieinhalb Minuten, das mit spannend tremolieren Violinen oder ähnlichem beginnt, gestaltet sich, nachdem immer mehr helle Dröhnung hinzukommt, als sehr emotional aufgeladen und von einer durchaus physischen Substantialität. In der aufgewühlten Stimmung macht sich bald ein Eindruck von etwas trunkenem bemerkbar, als wäre die ganze Szenerie, die viele wahrscheinlich als surreal beschreiben würden, wie ein Kleidungsstück auf links gedreht. Aus dem klanglichen Substrat schält sich irgendwann ein kehliger Stimmeinsatz heraus, der zu einem fast jaulenden Weinen anschwellt. So, zwischen Tarzanschrei und Gebetsruf, kann man die Abendsonne erleben.</p>
<p>Gleichwohl man das ganze Album als eine Art Einheit betrachten und hören kann (und sollte), gibt es in den einzelnen Stücken ganz unterschiedliche Schwerpunkte. In einigen Tracks nimmt das Aufgewühlte, Spannungsgeladene einen sehr großen Raum ein. Trotz der stabilen dunklen Geerdetheit ist bei dem mehrschichtig aufgebauten Titelstück ein von hellem Pfeifen eingeleitetes sirrendes Saitenspiel am dominantesten zu erleben. Auf ganz andere Weise kehrt diese Aufgewühltheit in der tremolierend schwankenden Klanglandschaft von &#8220;Mutter Maria Zwischen den Himmeln&#8221; wieder, wo ein strömendes Akkordeon durch alle möglichen Stockungen und Rückwärtspassagen hinweg dröhnt, bis ein untergründiges Flüstern wie der Klang freigelegter Nerven einen liturgisch anmutenden Schluss einleitet. Dramatisch dröhnende Momente und eine trippelnde Perkussion setzen das Fundament für einen jaulenden Klagegesang der &#8220;Nie kann ohne Worte deinen Glanz ich sehen&#8221; ähnlich aufwühlend geraten lässt.</p>
<p>Wenn &#8220;Requiem für eine Ringelnatter&#8221; die Dramatik am meisten auf die Spitze treibt, kommt in das hörspielhafte Szenario mit seinem berührenden Kinderreimen über die Klänge eines martialischen Schlachtenlärms ein dionysisches Moment hinzu,, dass dem Nachruf für einen schlängelndes Wesen eine ungewöhnliche Note verleiht, die nur diese selbst vielleicht adäquat verstehen kann (ein weiterer Nachruf gilt später einem Schwalbennest und kommt mit seinem ornamentalen Flötenspiel und dem bewusst dilettantischen Gesang ausgesprochen berührend daher). Andere Stücke setzen noch mehr auf das sinnliche Moment, so die beiden Teile des folkigen &#8220;Urin deiner Blüten&#8221;: überall summt und brummt es, und was anfangs noch als bedrohlich wahrgenommen werden könnte, weiß sich schnell als beruhigende Kulisse aus warmen Klängen für das Murmeln und AMSR-taugliche Flüstern der wenigen, mantraartig wiederholten Worte. Nicht nur hier ist übrigens auch eine weibliche Stimme zu hören, gleichwohl Katie Rich, die später zu Brannten Schnüre stoßen woll, noch nicht in den Credits genannt wird.</p>
<p>Nach dem Aufgehen der Morgensonne über einem lichtdurchfluteten Gestrüpp aus chaotisch anmutendem Saitenspiel gehören die letzten Minuten der Besinnlichkeit, die ein entrücktes, imrpovisierten Gitarrenpicking zu erzeugen weiß &#8211; und so endet ein Album, das wahrscheinlich für viele, die Folksongs und experimentelle Klangkunst als getrennte Welten betrachten und erst recht für alljene, die für die hohe Kunst des fragmentverliebten Provisoriums kein Ohr haben, eine Herausforderung darstellt. Für alle freilich, die sich auf die inneren Gesetztmäßigkeiten einer solchen Musik einlassen, könnte es eine Wunderkammer sein, in der man immer neue Schätze findet.</p>
<p><strong>Label: Aguirre Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4013419305/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Neues von Grykë Pyje im Dezember</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2021 04:42:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die slowakischen Mappa Editions bringen kurz vor den Feiertagen das vierte Album des deutsch-finnischen Duos Grykë Pyje heraus &#8211; das Projekt wurde vor rund zehn Jahren von den Klangkünstlern Jani Hirvonen und Johannes Schebler gegründet, die von ihren Stammprojekten Uton &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/11/22/neues-von-gryke-pyje-im-dezember/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die slowakischen Mappa Editions bringen kurz vor den Feiertagen das vierte Album des deutsch-finnischen Duos Grykë Pyje heraus &#8211; das Projekt wurde vor rund zehn Jahren von den Klangkünstlern Jani Hirvonen und Johannes Schebler gegründet, die von ihren Stammprojekten Uton und Baldruin und weiteren Kollaborationen her bekannt sind. In sechzehn Abschnitten entwirft &#8220;Squillich Stroll&#8221; ein vielgestaltiges Soundnarrativ, das einen ganz eigenen Ort zwischen ambienter Dröhnung, surrealer Weltmusik und hörspielartigen Ansätzen beanspruchen kann. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/11/squirlichstroll.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-27841" title="squirlichstroll" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/11/squirlichstroll.jpg" alt="" width="1177" height="1200" /></a><span id="more-27839"></span>Als Dokument einer fantastischen Reise durch eine urzeitlich anmutende Welt voller bizarrer Chimären zeichnet &#8220;Squillich Stroll&#8221; ein Setting, dessen Schönheit immer wieder Raum für Dramatisches und Verstörendes lässt. Das Album erscheint digital und als LP auf &#8216;transviolettem&#8217; Vinyl. Zudem veröffentlichen Mappa in Zusammenarbeit mit dem chilenischen Tape-Label Nonlocal Research das Doppel-Tape &#8220;The Fantastic World of Grykë Pyje&#8221;, das mit &#8220;Squillich Stroll&#8221; und &#8220;Collision and Coalescence&#8221; beide auf Mappa erschienenen Alben des Duos enthält. Beide Releases enthalten Artwork von Mevlana Lipp.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2976278396/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>&#8220;On uncharted areas of medieval maps where potential dangers were thought to exist, the inscription &#8220;Here be dragons&#8221; was used to warn as much as to tempt explorers willing to cross limits. Myth awaited them as a blank page of dormant territory, yet also to be proved unlike and reinvented. In such pliable borders, wonder had the favorable conditions to blend experience and imagination, crafting creatures with an eye instead of a bellybutton, arms instead of ears and ears instead of fingers, hypnotizing spirals where a mouth should have been. These chimeras, though fictitious, allowed explorers to express their delusions along with their fears. &#8220;Here be dreams&#8221;, we hear nightmares. Here be mushrooms the size of pyramids that sing lullabies for mountains. Here be talking roads that lead to volcanoes throats and spit you back to flight. Here be art of bending trees into braided bridges like in Meghalaya, and the time gap between seed and living ruins.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/11/The-Fantastic-World-of-Grykë-Pyje.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-27842" title="The Fantastic World of Grykë Pyje" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/11/The-Fantastic-World-of-Grykë-Pyje.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a></p>
<p>Let that be the compass, the astrolabe. Yet, the music in Squirlich Stroll comes with these journeys already embraced, unraveling as a story told by wanderers visiting town, nourishing fantasy. The sonic language and diction employed here are crystal clear. Sounds are sharp and pure. Growls, howls, shrieks, tingles, rattles, moans, excretions and even hymns sung by landscape and creatures alike do not run over each other. There is no chaos, but ambience, cohabitation. The duo masters dramaturgy, providing every voice with focused turns and character, guarding their parley with caution and care, convoking them mainly through soothing synth melodies that enable an analgesic, sedative mood. Clusters of sounds gathered are articulated through the album with the inherent luminosity and required stability to accomplish what peaks in, as the title of the final track reads, a new dawn.  &#8221; (Mappa)</p>
<p><strong>@ <a href="https://linktr.ee/mappaeditions">Mappa</a> | <a href="https://nonlocalresearch.bandcamp.com/album/the-fantastic-world-of-gryk-pyje">Nonlocal</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4279032994/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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