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	<title>African Paper &#187; Diana Rogerson</title>
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		<title>CURRENT 93: In Menstrual Night</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Mar 2024 05:51:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das 1985 mit einem mehr als soliden Line-up (neben David Tibet waren das Bee, Diana Rogerson, Hilmar Örn Hilmarsson, Keiko Yoshida, Rose McDowall und Ruby Wallis, wobei man v.a. Stephen Stapletons finaler Abmischung Respekt zollen muss) aufgenomme und als Picture Disc auf United Dairies &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/03/09/current-93-in-menstrual-night/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/inmenstrualnight.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36774" title="inmenstrualnight" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/inmenstrualnight-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das 1985 mit einem mehr als soliden Line-up (neben David Tibet waren das Bee, Diana Rogerson, Hilmar Örn Hilmarsson, Keiko Yoshida, Rose McDowall und Ruby Wallis, wobei man v.a. Stephen Stapletons finaler Abmischung Respekt zollen muss) aufgenomme und als Picture Disc auf United Dairies veröffentlichte &#8220;In Menstrual Night&#8221; nahm im Frühwerk von Current 93 insofern eine Sonderstellung ein, dass es auf die harschen Lärmelenente, die auf &#8220;Nature Unveiled&#8221; oder &#8220;Dogs Blood Rising&#8221; zu hören sind, weitgehend verzichtet und seinen <span id="more-36771"></span>hörspielhaften Kollagen-Charakter auf subtilere Weise offenbart. Dabei fallen die beiden Stücke &#8220;Sucking up Souls&#8221; und &#8220;To Feed the Moon&#8221; aber kaum weniger beängstigend aus.</p>
<p>Das einundzwanzigminütige &#8220;Sucking up Souls&#8221; basiert überwiegend auf dem Einsatz von (in der Mehrheit weiblichen) Stimmen, die zu einer unentwirrbar wirkenden Kollage montiert sind. Dabei ist die Vielfalt der Performance von Gesang über Spoken Words bis zu gespenstischem Flüstern beeindruckend: Den Auftakt macht ein liturgisch anmutender Sopran, der sich schon bald mit anderen klassischen Gesängen überlappt und mit ihnen zusammen verquere Ornamente entstehen lässt. Der Loop einer bellenden Männerstimme, die man als Reminiszenz der abgründigeren Vorgängeralben verstehen könnte, bringt etwas Kantiges ins Bild, bis sie von einem dröhnenden Rumoren gepackt und in den Hintergrund gezogen wird. Rasselnde Ketten lassen einen neuen Abschnitt beginnen, in dem verwaschene Chöre den Hintergrund bilden für eine kindliche Stimme, die einen lyrischen Text rezitiert, bis alles verschwimmt und die liturgischen Gesänge wieder an die Oberfläche dringen. All diese immer wieder abtauchenden und in der einen oder anderen Weise wieder auftauchenden Motive scheinen stets auf der Suche nach einer adäquaten Form zu sein und müssen doch immer wieder ihre Auflösung erleben, die hier in einer Feinsinnigkeit inszeniert wird, die damals wahrscheinlich Standards gesetzt hatte.</p>
<p>Das die zweite Seite füllende &#8220;To Feed the Moon&#8221; wirkt im herkömmlichen Sinne &#8220;musikalischer&#8221;: Was mit dunkler Dröhnung und hellen, entrückten Klangtupfern startet, wird schnell zum melodischen Fundament für einen fast den ganzen Track durchziehenden tribalen Trommelrhythmus, der &#8211; das ist der einzige Wermutstropfen &#8211; immer etwas aufgeklebt wirkt, und zwischen dessen leicht aus den Fugen geratenen Anschlägen sich dann auch wieder Stimmen nach oben schleichen. Neben der kindlichen Stimme (wahrscheinlich Ruby Wallis), die eine Art Kehrreim aufsagt, ist dann auch Tibet etwas deutlicher zu hören. Im Unterschied zum ersten Track ist das Stück veränderlicher und mündet nach einer Phase relativer Ruhe in ein fast rockiges Szenario, das mit etwas Fantasie wie eine Vorstufe zu einem Stück wie &#8220;Panzer Ruin&#8221; klingt.</p>
<p>Die Soundkollagen als eine Art Archiv geträumter (und gestorbener) Träume zu sehen, ist eine durchaus naheliegende Assoziation, die Tibets Ideen zu dem Album entspricht, während Stapleton die Sounds als Geräusche eines nächtlichen Sanatoriums verstand. Natürlich öffnen Album- und Tracktitel weitere Assoziationen. <span style="font-weight: 300;">Über David Tibets Interesse am Menstruationszyklus ist viel geschrieben worden, und in der Tat tauchten damit verbundene Motive, auch in für Tibet typischer Verknüpfung mit anderen Themen, für lange Zeit immer wieder im Werk von Current 93 auf, und bis heute tragen Veröffentlichungen den Mond im Titel. Bei den beiden Stücken auf &#8220;In Menstrual Night&#8221;, in denen Seelen aufgesaugt und der Mond gefüttert wird, könnte man mutmaßen, dass eventuell G.I.Gurdjieff inspirierend war. In dessen kosmologischer Theorie gibt es die Vorstellung, dass der Mond, der wie alle Himmelskörper wie ein lebender Organismus beschrieben wird, in seinem Bestreben, selbst ein Planet zu werden, Energie aus der irdischen Biosphäre saugt. Besonders die Seelen der Menschen dienen ihm als Nahrung, und entziehen können diese sich dem Sog des Mondes nur durch einen enormen Fokus auf bestimmte esoterische Praktiken. Wer zu passiv und verführbar ist und dem hypnotischen Zauber des Trabanten erliegt, endet als Energiequelle für dessen Planetwerdung. Viele Interpreten haben diese Mythologie als Reflexion über feminine Energie gedeutet, was dann den Bogen zum Periodenzyklus schlägt &#8211; zur Frage, ob Tibet sich davon inspirieren ließ und wenn ja, wie tiefgehend, gibt es keine Belege. Wundern würde es nicht. </span></p>
<p>&#8220;In Menstrual Night&#8221;, in dessen CD-Version noch der Nightmare Culture-Track &#8220;KillyKillKilly (A Fire Sermon)&#8221; enthalten war, eröffnet einen interessanten Seitenpfad in der Diskografie von Current 93, der seine spätere Fortführung in Releases wie &#8220;Faust&#8221; und in den v.a. mit Andrew Liles produzierten EPs wie &#8220;The Moons At your Door&#8221; finden sollte &#8211; einer Musik, die vielleicht eine viel zentralere Rolle gespielt hätte und noch einige elaborierte Resultate hervorgebracht hätte, wäre das folkig eingefärbte Songformat nicht dazwischen gekommen. Da dies so nicht gekommen ist, sticht &#8220;In Menstrual Night&#8221; noch deutlicher hervor. House of Mythology gehen nun zu den Ursprüngen zurück und bringen als HomAleph eine neue limitierte Picture Disc des Albums heraus.</p>
<p><strong>Label: <a href="https://en.spkr.media/en/Artists/Current-93/Current-93-In-Menstrual-Night.html">House of Mythology / HomAleph / SPKR<br />
</a></strong></p>
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		<title>Blue Bottle In A Jam Jar: Neues Album von Diana Rogerson</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2021 02:33:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gerade ist relativ unbemerkt ein neues Album von Diana Rogerson erschienen, das auf ihrer Bandcampseite als Download verfügbar ist.  „Blue Bottle In A Jam Jar“ ist das erste neue Material Rogersons seit ihrem zusammen mit Andrew Liles eingespielten Album „No &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/12/13/blue-bottle-in-a-jam-jar-neues-album-von-diana-rogerson/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade ist relativ unbemerkt ein neues Album von Diana Rogerson erschienen, das auf <a href="https://dianarogerson.bandcamp.com/">ihrer Bandcampseite</a> als Download verfügbar ist.  „Blue Bottle In A Jam Jar“ ist das erste neue Material Rogersons seit ihrem zusammen mit Andrew Liles eingespielten Album <a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/diana-rogerson-andrew-liles-no-birds-do-sing">„No Birds Do Sing“</a>, das 2008 veröffentlicht wurde. Matt Waldron gestaltete passend zum Titel das Cover.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/12/R-21255817-1638829347-9687.jpeg.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-28057" title="R-21255817-1638829347-9687.jpeg" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/12/R-21255817-1638829347-9687.jpeg.jpg" alt="" width="600" height="600" /></a><span id="more-28055"></span>Das relativ rockige „Falling Apart“ eröffnet das Album. Der Rest des Albums besteht aber aus experimentell-ambienten Tracks (wie etwa „Blue Bottle“ oder „The Moth“). War auf „No Birds Do Sing“ die Stimme im Vordergrund und inszenierte Rogerson sich als Femme fatale, so ist die Stimme hier meistens eher ein Klangelement unter anderen – fragmentarisch und fragmentarisiert. Waldron schrieb anlässlich der Veröffentlichung: „she&#8217;s managed to put together yet another fabulous record that easily stands alongside her two classic Chrystal Belle Scrodd records from the 80s and &#8216;The Lights Are On But No-One&#8217;s Home&#8217; from 2007. “</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2611807743/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>NURSE WITH WOUND: Sinister Whimsey to the Wretched</title>
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		<pubDate>Sat, 19 May 2018 06:11:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt viele Musiker, die aus ungewöhnlichen Alltagsgeräuschen, Stimmen und Zitaten konventioneller Musik wilde und doch stimmige Kollagen fabrizieren, aber eine Nurse With Wound-Platte erkennt man meist sofort &#8211; an gewissen tremolierenden Sounds, an schwindeligen Spielereien mit dem Tempo, an &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/05/19/nurse-with-wound-sinister-whimsey-to-the-wretched/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/05/nwwsinisterwhimsey.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15615" title="nwwsinisterwhimsey" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/05/nwwsinisterwhimsey-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt viele Musiker, die aus ungewöhnlichen Alltagsgeräuschen, Stimmen und Zitaten konventioneller Musik wilde und doch stimmige Kollagen fabrizieren, aber eine Nurse With Wound-Platte erkennt man meist sofort &#8211; an gewissen tremolierenden Sounds, an schwindeligen Spielereien mit dem Tempo, an dröhnender Paranoia, bizarren Tierstimmen, fiesem Hohngelächter und kreischenden Frauen aus den Stuben einer Nervenklinik, die das Setting eines Jess Franco-Films sein könnte. Solche <span id="more-15614"></span>Markenzeichen kommen in allen typischen Arbeiten Stephen Stapletons und seiner Mitstreiter vor.</p>
<p>Die 2CD „Sinister Whimsy to the Wretched“ ist so ein typisches Werk und ein perfekter Einstieg in die klassische Phase der Band, denn es enthält zwei von Andrew Liles neu gemasterte Releases aus den frühen 90ern, auf denen schon damals ältere Tracks und Auszüge aus frühen, vergriffenen Alben zusammengestellt wurden. Das die erste CD füllende „Sugar Fish Drink“, das 1992 mit dem Untertitel „A Layman&#8217;s Guide To Cod Surrealism“ erschienen ist, war ein Tour de Force-Ritt durch die unterschiedlichsten Verrücktheiten der zurückliegenden zehn Jahre. „Cooloorta Moon“, Stapletons Hommage an seine Farm in Irland, eröffnet die Sammlung mit den sechs vielleicht eingängigsten und zugleich hypnotischsten Minuten Nurse With Wound, bei denen Bradford Steers smoothes Saxophon, hüpfende Quietschgeräusche und ein tobender Kuhstall aus unerfindlichen Gründen keinen Gegensatz bilden.</p>
<p>Sperrige Tracks, deren Unterhaltungswert sich erst mit einsetzenden Suchterscheinungen voll erschließt, Stücken wie „Swamp Rat“ (ursprünglich vom 1987er Album „Drunk With The Old Man Of The Mountains“) und das episodische „Creakiness“ dominieren die CD schon von der Länge her, auf ihnen geben sich Zirkusmelodien, aus dem Takt geratene Tribalbeats und mittelalterliche Flötenklänge mit bizarrem Tierbrummen, verrückten Lachkrämpfen und dem Inhalt eines Werkzeugkastens die Klinke in die Hand. Dass Nurse With Wound, die gerade in ihrer Frühphase wie aus der Zeit gefallene Hippies aussahen, durchaus Kinder ihrer Zeit waren und, wenn sie wollten, auch das Idiom des Postpunk beherrschten, zeigen Tracks wie das bedrohlich herankriechende „I am the Poison“ mit dem Bass Tony Wakefords und der Noiserocksong „Brained“ von 1984 (hier im „Unconscious Mix“) mit dem kräftigen Gesang J.G. Thirlwells.</p>
<p>Die zweite Scheibe „Large Ladies With Cake in the Oven“ erschien kurze Zeit später und enthält ebenfalls Stücke, die fast zehn Jahre in die Diskografie zurückreichten, die ältesten erschienen 1984 auf „Brained by Fallen Masonry“ und „Gyllensköld, Geijerstam and I at Rydbergs“, und gerade letztere, die das erste Drittel der CD abdecken, muten wie Objekte aus einer Wunderkammer an, die in einem neuen Raumkontext und anderer Anordnung eine komplett neue Geschichte erzählen – eine Geschichte, deren Plot angesichts hysterischer Schreie, eines Walzer spielenden Barpianos, Zeitrafferspiele und eines knurrenden David Tibet nicht leicht zu erfassen ist. In der Folge begegnet einem Diana Rogerson a.k.a. The Hornet Queen mit einem eigenen Stück von der „Crank /Wisecrack“-7&#8221;, Maultrommeln und aufgescheuchte Springteufel in „Red Flipper“, der beschwörend folkige Gesang Laura Callands und einiges mehr in „Glory Hole“, und das Finale gehört auch hier wieder einer funky Version von „Brained“.</p>
<p>Seit Nurse With Wound im letzten Jahrzehnt wieder zu einer Band mit Stammbesetzung zusammengewachsen sind, erleben sie so etwas wie einen zweiten Frühling, dessen Früchte nicht wenig mit den Soundkollagen des Frühwerks gemein haben. Zusammen mit der vor einem Jahr erschienenen „Dark Fat“, die mit live eingespieltem Material die neuere Zeit dokumentiert, kann man sich mit „Sinister Whimsey“ einen guten Überblick über diese Kontinuität verschaffen.</p>
<p><strong>Label: United Dirter</strong></p>
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		<title>NURSE WITH WOUND: Dark Fat</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/07/02/nurse-with-wound-dark-fat/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2016 04:52:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gegründet wurden Nurse With Wound vor nun beinahe 40 Jahren als Band, doch das Gefüge des Trios brach bald auseinander, und in den folgenden Dekaden stand der Name erst einmal für Steven Stapleton, der von nun an manchmal im Alleingang, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/07/02/nurse-with-wound-dark-fat/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/06/nwwdarkfat.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12328" title="nwwdarkfat" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/06/nwwdarkfat-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Gegründet wurden Nurse With Wound vor nun beinahe 40 Jahren als Band, doch das Gefüge des Trios brach bald auseinander, und in den folgenden Dekaden stand der Name erst einmal für Steven Stapleton, der von nun an manchmal im Alleingang, meist aber mit einem harten Kern an weiteren Musikern seinen klanglichen (und, was in seinem Werk nicht bloß Beiwerk ist: visuellen) Ideen nachging. Seit etwa zehn Jahren nun gibt es bei Nurse With Wound wieder so etwas wie eine Bandstruktur, denn nicht nur Stapletons alter Freund Colin Potter, sondern auch die im letzten Jahrzehnt dazugestoßenen Andrew Liles und Matt Waldron sind nun<span id="more-12327"></span> ein fester Teil der Besetzung und prägen den Sound des Projektes entscheidend mit. Mit „Dark Fat“ haben sie diese Phase nun auf beeindruckende Weise dokumentiert.</p>
<p>Die Doppel-LP ist allerdings weder eine Best of, noch ein Konzertmitschnitt oder eine Sammlung von exotischen Versionen einzelner Stücke, sondern etwas, das ein bisschen was von all dem und mehr beinhaltet &#8211; „Dark Fat“ ist eine opulente Bricolage aus unzähligen Mitschnitten, die Waldron über Jahre hinweg bei Konzerten und im Studio, beim Komponieren und Improvisieren, beim Plaudern und Probehören aufgezeichnet hat. Schön ist, dass das Endprodukt &#8211; im Unterschied etwa zu Current 93s „The Great in the Small“, das einer verwandten Idee entsprang und mehr ein akustisches Suchbild darstellte &#8211; durchaus als eigenständiges Album durchgehen kann. Auf diesem sind dann auch zahlreiche Gastmusiker zu hören, u.a. reichen sich Stephen O&#8217;Malley, David Tibet und Attila Csihar das Mikro in die Hand, und selbst jemand wie der in den letzten Jahren wenig zu hörende Andrew MacKenzie ist zu hören – alle natürlich ohne nachträglichen Einfluss auf die finale Gestalt als weiteres Soundmaterial mit verwurstet.</p>
<p>Da die einzelnen Versatzstücke meist im provisorischen Stadium aufgezeichnet wurden und auf Konzerten von NWW ohnehin nicht einfach Album-Tracks runtergespielt werden, ist auch für den Kenner nicht alles bekannt und das Bekannte längst nicht einfach zu erkennen. Was jedoch durchweg erkennbar ist, ist die typische Handschrift der beteiligten Musiker, allem voran natürlich Stapleton, dessen von grotesker Komik durchdrungene Ideen der Grund sind, warum Nurse With Wound nie einfach eine weitere experimentelle Band waren, sondern große Entertainer, und so hat auch „Dark Fat“ diesen typischen dunklen Sound, in dem drahtiges Rasseln, Tierstimmen und lasziv hauchende Frauen durcheinander gemengt werden, und der von Effekten lebt, die schwer zu beschreiben und doch leicht als Nurse With Wound-Sound zu erkennen sind.</p>
<p>Schon die ersten zehn Minuten sind ein Panorama der bekannten und doch stets in Veränderung begriffenen NWW-Parallelwelt. Auf ein Bett aus molligem Rauschen und durcheinander schwimmender Klangdecken räkelt sich eine ebenso verführerisch wie wahnsinnig klingende Lynn Jackson, die man vom „Huffin&#8217; Rag Blues“-Album her kennt, ein jazziges Xylophon sorgt für stilvolle Gemütlichkeit, doch ständig erwartet man, das die Sängerin, die von Haus aus eher dem Folk zugeneigt ist, sich in die Lady in the Radiator oder in eine surreale Vampir-Lady aus einem Jean Rollin-Film verwandelt. Und natürlich erweist sich die softe Traumsequenz schon bald als Trugbild, entpuppt sich als wirrer, albtraumartiger Strudel aus altbackenen Rocksoli, röhrenden Feedbacks, verzerrten Stimmen und hektischen Beats.</p>
<p>In der Folge reiht sich allerhand Typisches an Überraschendes: Ein ins Tenorsaxophon schmetternder Eberhard Kranemann trifft auf eine NWW-typische Bricollage aus drahtigem Blechrasseln und tremolierenden Ambientsounds. Mandolinen, Klarinetten und diverse exotische Instrumente haben ihre Momente, an Triphop erinnernde Downtempo-Rhythmen werden von soghaftem Lärm absorbiert, eine nymphomanische Diana Rogerson krakeelt wie seit ihrem Album mit Andrew Liles nicht mehr, und die aggressiv fauchenden Raubtiere oder die wie Bären knurrenden Maschinen stammen sicher ebenfalls aus dem Hause Monster-Liles. Beinahe ein Bonus ist „Rock&#8217;n Rolla 1959“, eine von Jac Berrocals Textvortrag dominierte Variation des berühmten „Rock&#8217;n'Roll Station“, dessen Motive mit etwas mehr Wiedererkennungswert noch einmal für den Ausklang Verwendung finden.</p>
<p>In erster Linie ist „Dark Fat“ tatsächlich ein veritables Album geworden, dessen Bricolage-Charakter natürlich keinen Unterschied zu ähnlich gearteten NWW-Platten von „Sylvie &amp; Babs“ bis „Huffin&#8217; Rag Blues“ darstellt, und wenn mir nichts Spektakuläres entgangen ist, dann ist das Album das beste seit den Zusammenarbeiten mit dem verstorbenen Graham Bowers. Als Zusammenfassung einer Phase der Bandgeschichte bringt es sehr viel Typisches unter einen Hut, allem voran auch wieder den schalkhaften Touch des Bizarren, der stets mit fingerschnippender Beiläufigkeit auf den Plan tritt, ganz ohne grelle Leuchtschilder, die mit einem Stöhnen oder einem Schweinegrunzen zuviel den Esprit nur entwertet hätten. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Dirter/United Jnana</strong></p>
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		<title>DIANA ROGERSON &amp; ANDREW LILES: No Birds Do Sing</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 19:41:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kürzlich wurde dieses Album in einer Anzeige mit Stephen Stapletons Worten, es handele sich bei “No Birds Do Sing” um das beste Album, das je aufgenommen worden sei, beworben; natürlich ist Stapleton nicht objektiv: Schließlich spielt einer der Beteiligten mit &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/diana-rogerson-andrew-liles-no-birds-do-sing/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/nobirds-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-580" title="nobirds-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/nobirds-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Kürzlich wurde dieses Album in einer Anzeige mit Stephen Stapletons Worten, es handele sich bei “No Birds Do Sing” um das beste Album, das je aufgenommen worden sei, beworben; natürlich ist Stapleton nicht objektiv: Schließlich spielt einer der Beteiligten mit ihm in NWW, mit der anderen ist er seit langem verheiratet, außerdem hat er unter seinem Alter Ego Babs Santini das Artwork beigesteuert.<span id="more-579"></span></p>
<p>Dass sich solche Superlative nur selten halten lassen, soll im weiteren Verlauf keine Rolle spielen. Wenn Rogerson schreit, erinnern ihre Ausbrüche an Diamanda Galás, auf stücken wie dem adäquat betitelten “Can I Tempt You With All This?”, das später einmal auf “Tempting You (Two)” aufgegriffen wird, inszeniert sich Rogerson als Femme Fatale, erinnert dann thematisch wie auch bei der Art des Vortrags an Lydia Lunch. Der Verweis auf die beiden Künstlerinnen sollte nicht als Plagiatsvorwurf verstanden werden, sondern soll dem Leser nur eine ungefähre Kontextzualisierung geben. Andrew Liles, der in wenigen Jahren ein umfangreiches Oeuvre veröffentlicht hat, hat auch immer wieder mit Sängern gearbeitet (Rose McDowall, Ernesto Tomasini), die akustische Untermalung ist äußerst variabel: orientalische Elemente bei “Ever Afflicted With” lassen fast schon an MUSLIMGAUZE denken, das unruhige “Ki Denga Pepo” könnte man sich auch gut auf einem Nurse With Wound-Album vorstellen (ebenso wie sich die Art des Vortrags an “Juicy Head Crazy Lady” vom letzten NWW-Album “Huffin’ Rag Blues” anlehnt), das das Album abschließende “My Secret Ways” spielt mit dem künstlichen Vogelgezwitscher an den Titel des Albums an. Das ist oftmals auch sehr sexuelle Musik (“Laughing All The Way”) und passagenweise kann man sich gut vorstellen, was für eine beeidruckende und bedrückende Erscheinung Diana Rogerson zur Zeit von FISTFUCK war, bzw. dass ihr Film “Pulling The Strings Of My Mental Marionettes” Stapleton, der die Musik dazu gemacht hatte, veranlasste, sie zu zerstören. Eine sinnliche Platte, die den Hörer erschöpft und befriedigt zurücklässt – und diese Worte sollen nicht zu eindeutig verstanden werden – und auch deutlich macht, dass Sexualität (auch) immer etwas Aggressives und Destruktives hat (ohne dass man dafür das Gesamtwerk Batailles gelesen haben muss). (M.G.)</p>
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