<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Die Haut</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/die-haut/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Apr 2026 05:43:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>JOCHEN ARBEIT &amp; HUAN: s/t</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/01/30/jochen-arbeit-huan-st/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2016/01/30/jochen-arbeit-huan-st/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2016 09:21:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Die Haut]]></category>
		<category><![CDATA[Einstürzende Neubauten]]></category>
		<category><![CDATA[Faust]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Joachim Irmler]]></category>
		<category><![CDATA[Huan]]></category>
		<category><![CDATA[Jochen Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Magia Roja]]></category>
		<category><![CDATA[Mueran Humanos]]></category>
		<category><![CDATA[Nurse With Wound]]></category>
		<category><![CDATA[Ordre Etern]]></category>
		<category><![CDATA[Qa'a]]></category>
		<category><![CDATA[Victor Hurtado]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=11569</guid>
		<description><![CDATA[Mit Jochen Arbeit und Víctor Hurtado alias Huan treffen zwei erfahrene Klangzauberer auf einander, die schon lange in unterschiedlichen Konstellationen aktiv sind. Arbeit, der erstmals mit Die Haut von sich reden machte, seit knapp zwanzig Jahren bei den Einstürzenden Neubauten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/01/30/jochen-arbeit-huan-st/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/01/jochenarbeithuan.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11572" title="jochenarbeithuan" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/01/jochenarbeithuan-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit Jochen Arbeit und Víctor Hurtado alias Huan treffen zwei erfahrene Klangzauberer auf einander, die schon lange in unterschiedlichen Konstellationen aktiv sind. Arbeit, der erstmals mit Die Haut von sich reden machte, seit knapp zwanzig Jahren bei den Einstürzenden Neubauten die Gitarre spielt und neben vielen weiteren Aktivitäten mit Julia Kent, Palumbo und Beauchamp dröhnt und mit Mueran Humanos rockt, sollte hierzulande jedem Freund ausgefallener Musik bekannt sein. Sein katalanischer Kollege Hurtado ist jedoch nicht minder<span id="more-11569"></span> aktiv, ist Teil der psychedelisch angehauchten Noisebands Qa&#8217;a und Ordre Etern, arbeitete mit Leuten von Faust und spielte im Line-up von Nurse With Wound. Zusammen mit Freunden betreibt er im Barcelonaer Grácia-Distrikt die Location Magia Roja sowie das gleichnamige Label, auf dem auch die vorliegende LP erschienen ist.</p>
<p>Auf den Klang und seine Veränderungen fixierte, tendenziell dröhnende Kompositionen &#8211; sagt man ihnen Reichhaltigkeit und Detailfülle nach, so entpuppen sie sich meist als subtile Welten, in denen die kleinen Dinge unter der Oberfläche einer scheinbaren Simplizität versteckt liegen. So spannend solche Musik auch ist, kann man in ihrer Struktur letztlich auch eine immer wieder funktionierende Masche sehen, aber wie dem sei, ausgestattet mit zwei Gitarren und einer Drummachine vermeiden Arbeit und Hurtado hier jede Geheimniskrämerei auf&#8217;s Entschiedenste, gehen nicht nur von der Dröhnung her gleich zur Sache, sondern reichern diese an mit krautigen Wahwahs, schwindeligen Vibratos, originellen Rhythmen, brummenden Riffs und zünftigen Soli aller Art.</p>
<p>Das Stück, das die erste Seite füllt, mag sich nicht ganz zwischen einem episodischen und einem symphonischen Aufbau entscheiden, aber die einzelnen Passagen überlappen sich ohnehin, denn immer wieder vermengen sich die dominanten Aspeke eines Abschnitts mit neuen Motive zu stets neuen Gebilden.</p>
<p>Lässt das erste der beiden unbetitelten Stücke immer wieder eine gewisse Affinität zu Punk und New Wave durchscheinen, so steht die zweite Seite deutlicher im Zeichen des Experimentellen und Improvisierten. Kleinteiliges, das zunächst noch unter einer Wand aus gitarrigem Dröhnen lauert, entpuppt sich mehr und mehr als mysteriöses Klingeln, das wunderbar in die Traumsequenz eines 70er-Jahre-Thrillers gepasst hätte. Insgesamt ist das zweite Stück weniger rhythmisch und generell etwas unübersichtlicher gestaltet, und wenn am Ende die Gitarren-Soli fast wie ein Dudelsack oder eine Schalmei klingen, kommt auch der Humor nicht zu kurz.</p>
<p>Da die Platte hierzulande etwas untergegangen ist, soll sie auch nach rund zwei Jahren noch &#8211; stellvertretend für manc handere Releases aus dem Magia Roja-Hauptquartier &#8211; empfohlen werden. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.magiaroja.net/">Magia Roja</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2016/01/30/jochen-arbeit-huan-st/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MUERAN HUMANOS: Miseress</title>
		<link>https://africanpaper.com/2015/11/28/mueran-humanos-miseress/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2015/11/28/mueran-humanos-miseress/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2015 06:48:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[All Tomorrow's Parties]]></category>
		<category><![CDATA[ATM Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[Boris Wilsdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Carmen Burguess]]></category>
		<category><![CDATA[Die Haut]]></category>
		<category><![CDATA[Einstürzende Neubauten]]></category>
		<category><![CDATA[Jochen Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Mueran Humanos]]></category>
		<category><![CDATA[Tomás Nochteff]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=10989</guid>
		<description><![CDATA[Ganze sechs Jahre ist es nur her, dass die in Berlin lebenden Argentinier Mueran Humanos mit ihrem selbstbetitelte Debüt für Aufsehen sorgten. Das Album erschien in zwei Auflagen bei Old Europa Café und Blind Prophet und verschaffte sich auch durch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/11/28/mueran-humanos-miseress/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/10/mueranhumanosmiseress.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10990" title="mueranhumanosmiseress" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/10/mueranhumanosmiseress-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ganze sechs Jahre ist es nur her, dass die in Berlin lebenden Argentinier Mueran Humanos mit ihrem selbstbetitelte Debüt für Aufsehen sorgten. Das Album erschien in zwei Auflagen bei Old Europa Café und Blind Prophet und verschaffte sich auch durch Auftritte in den verschiedensten Kontexten Gehör sowohl bei den Nachfahren der Industrial Culture als auch bei den trendigen Kids der New Wave of Dark Wave. Beide mit Punkwurzeln und nebenbei literarisch und im visuellen Bereich aktiv, kamen Carmen und Tomás auch ganz gut mit diesem Spagat klar, ohne je was auf Genre- und Szenebegriffe zu geben. Nach einigen Jahren des<span id="more-10989"></span> Tourens und Aufnehmens, nach einer ganzen Reihe an kleineren Veröffentlichungen und Remixen durch und für andere haben sie nun aus ihrem großen Fundus an Songs ein neues Album destilliert, dass in Kürze unter dem Titel „Miseress“ in den besseren Plattenläden stehen sollte.</p>
<p>Stellt man zunächst die Frage nach den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zum Debüt, so kann man festhalten, dass viele wesentliche Dinge &#8211; glücklicherweise &#8211; beim alten geblieben sind. Mueran Humanos glänzen nach wie vor durch eine gelungene Arbeitsteilung zwischen Elektronik und kernigen Bassklängen, durch den abwechselnden spanischen Gesang von Carmen und Tomás, der in gelegentlichen Duetten gipfelt, durch eine Stimmung, die kämpferisch, anklagend, vital und sexy zugleich ist und nicht zuletzt durch das Artwork, das auf Carmens verstörenden Fotokollagen basiert <a href="http://africanpaper.com/2012/03/17/carmen-burguess-seventeen-buch/">und auch jenseits der Musik Erfolge verzeichnet</a>. Einer der Unterschiede ist, dass die beiden vorher keine Sounddesigner waren.</p>
<p>Auf dem Debüt und den darauffolgenden EPs fanden sich Songs, die man guten Gewissens als Bretter bezeichnen konnte – Post Punk-Stücke, die in erster Linie straight nach vorn gingen und deren Atmosphäre auch von einem gewissen Primitivismus lebte. Genau der ist aus den meisten der neuen Stücke verschwunden, stattdessen zeigen die beiden, die neuerdings von Jochen Arbeit (Die Haut, Einstürzende Neubauten, Automat) an der Gitarre unterstützt werden, von einer feinsinnigen und detailverliebten Seite, bei der kein Sound einfach dem Zufall überlassen bleibt. In dem gleich eröffnenden Titeltrack zeigt sich nicht nur die softere und geschliffene Seite des Klangbildes, sondern auch ein gewisses Interesse an wabernder, hallunterlegter Elektronik, die an bestimmte Retrosounds der 80er erinnert. „Miseress“ ist so poppig wie das bei Konzerten beliebte „Culpable“, doch statt wie eine spanisch-sprachige Version des NDW-Hypes zu klingen, hat der relaxt daherkommende Song einen weitaus mehr arty Touch. Wie viele andere Stücke offenbart der Song seine kraftvolle Seite erst mit der Zeit.</p>
<p>Ihr ganzes Können auf dem Gebiet zeigen die beiden und der im Studio unterstützend agierende Boris Wilsdorf bei Stücken wie „Mi Auto“, das wie eine Ballade zu beginnen droht. Im Verlauf wird Carmens heißer gehauchte Stimme von einem stets in Bewegung gehaltene Soundteppich untermalt. Wie groß der Unterschied zu früher ist, zeigt der einzig <a href="http://africanpaper.com/2013/03/09/mueran-humanos-el-circulo/">ältere Song „El Circolo“, der bereits auf einer EP zu hören war</a> und hier mit seinem gröberen Klangbild wie eine Enklave früherer Errungenschaften wirkt. Doch auch die neuen Songs haben Energie, „Un Lugar Ideal“ zum Beispiel ist eine der kraftvollsten Nummern überhaupt, bei der Carmens punkige Shouts vom unermüdlichen Takt aus merkwürdigem Geklöppel und flankiert von allerhand Neoisedetails nach vorn preschen. Bei „Guerrero de la Gloria Negativa“ zeigt sich Tomás Stimme von ganz unbekannten Seiten, wirkt beinahe erschöpft, wie die eines Erlkönigs, der sich mit Mühe und Not durch die infernalische Musik kämpft.</p>
<p>Der Wandel wird sicher – ähnlich wie bei der Entwicklung von Noblesse Oblige – nicht von jedem begrüßt werden, doch einige Aspekte beweisen deutlich, dass die beiden mehr als nur ein Klassenziel erreicht haben: Aus dem Postpunk der Argentinier ist sozusagen ein veritabler Elektroclash geworden, der immer noch genug kernige Bassläufe aufweist und v.a. harte Nummern zustande bringt, was ich zudem begrüße ist, dass die Drummachine viel besser ins Soundbild integriert ist. Wie dem sei, „Miseress“ belegt, dass Mueran Humanos kein Strohfeuer waren, und dass ihr Name auf der Karte innovativer Musik fett gedruckt gehört. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: ATP Recordings</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2015/11/28/mueran-humanos-miseress/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ARBEIT/BEAUCHAMP/PALUMBO: Torino 012010</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/09/02/arbeitbeauchamppalumbo-torino-012010/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2011/09/02/arbeitbeauchamppalumbo-torino-012010/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 09:32:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Blind Cave Salamander]]></category>
		<category><![CDATA[Die Haut]]></category>
		<category><![CDATA[Einstürzende Neubauten]]></category>
		<category><![CDATA[Fabrizio Modonese Palumbo]]></category>
		<category><![CDATA[Jochen Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Kent]]></category>
		<category><![CDATA[Larsen]]></category>
		<category><![CDATA[Paolo Dellapiana]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Beauchamp]]></category>
		<category><![CDATA[Tourette Records]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=289</guid>
		<description><![CDATA[Ich weiß nicht, wann Jochen Arbeit erstmals auf das schon länger befreundete Gespann Beauchamp und Palumbo gestoßen ist, das meist noch zusammen mit Julia Kent unter dem Namen BLIND CAVE SALAMANDER firmiert. Die Zusammenarbeit der drei Klangbastler stand jedenfalls von &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/02/arbeitbeauchamppalumbo-torino-012010/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/arbeitbauchamppalumbo.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-290" title="arbeitbauchamppalumbo" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/arbeitbauchamppalumbo.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich weiß nicht, wann Jochen Arbeit erstmals auf das schon länger befreundete Gespann Beauchamp und Palumbo gestoßen ist, das meist noch zusammen mit Julia Kent unter dem Namen BLIND CAVE SALAMANDER firmiert. Die Zusammenarbeit der drei Klangbastler stand jedenfalls von Beginn an unter einem guten Stern. Seit Jahren touren sie inklusive Verstärkung, und die sanfte Dröhnung ihrer gemeinsamen Jams dürfte gerade für den Gitarristen der EINSTÜRZENDEN NEUBAUTEN eine willkommene Abwechslung darstellen.<span id="more-289"></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Viele dieser kleinen Shows finden im Rahmen von Arbeits „Soundscapes“-Improvisationen statt, „Torino 012010“ ist nun der zweite gemeinsame Auftritt, der als Tonträger dokumentiert worden ist. Die erste Seite enthält ein live im Turiner Studio eingespieltes Tondokument, und beginnt mit wellenförmigen Ambientklängen. Diese geben sich zunächst sehr reduziert, und leiten eine entspannte Atmosphäre ein, die für die komplette Aufnahme typisch sein wird. Entspanntheit muss jedoch bei weitem nichts mit Ereignislosigkeit zu tun haben, und schon zu Beginn ereignet sich Großes im Kleinen. Wie ein heller Lichtstrahl bahnt sich Hochfrequentes seinen Weg durch das samtige Fundament der summenden Saiten. Auch das Summen selbst, hervorgezaubert aus Arbeits Gitarre und der elektrischen Viola Palumbos, bleibt keineswegs gleichförmig, intensiviert sich im Vibrato und beweist, dass auch solche Klangfiguren nach wie vor faszinieren können. Die Basis all dieser Soundschichten bilden elektronische Klänge, die gut mit dem Rest harmonieren, wenngleich ich mir an einigen Stellen schon Julia Kents sanfte Cello-Saiten gewünscht hätte. Verhaltenes Kratzen macht sich bemerkbar, so dass die Klänge niemals in reine Schöngeisterei ausarten. An einer Stelle des zehnminütigen Openers kommt man der beinahe perfekt vermiedenen Statik sehr nah, und fühlt sich an NURSE WITH WOUNDS “Salt Marie Celeste” erinnert, das in seiner Repetition ungleich opulenter ist. Nach diesem intensiven Drone-Erlebnis gerät das zweite, kürzere Stück verspielter, seine schöne Melodie entfaltet sich erst nach und nach, elektrische Gitarren rufen fast rockige (oder je nach Assoziation folkige) Reminiszenzen in Erinnerung. Ob einen die Computerspiel-Sounds eher stören, bleibt freilich Geschmackssache. Jeder der folgenden Abschnitte hat seine speziellen Stärken, es gibt Stücke mit kleinen Abstechern in noisige Gefilde, auch dezent rhythmische Passagen, sogar Monumentales, doch stets ist es die dezente Dröhnung, die den Rahmen der Aufnahme bestimmt.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Die zweite CD dokumentiert ein Konzert, welches Arbeit zusammen mit dem Toningenieur Paolo Dellapiana in einem Turiner Theater aufgenommen hat. Hier wirkt das Arrangement der Klänge noch zurückgenommener, die ausgedehnten Klangbögen noch hintergründiger, wobei die Aufnahmen ohnehin von der Studioversion abweichen. Die dronigen Aspekte stehen hier noch mehr im Vordergrund, und gerade dort sind einige Motive und Strukturen der Originalaufnahmen wiederzuerkennen. Gibt es rauschige Momente, dann sind sie beabsichtigt – so gegen Ende, wenn sich ein unbehagliches orchestrales Etwas, vermutlich ein Filmsample, herauskristallisiert, das den infernalischen Höhepunkt der Aufnahme markiert.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">„Torino…“ folgt dem Tondokument „Halle 27022010“, welches einen Auftritt in der legendären Palette dokumentiert und als Vinyl beim deutschen Behind S.R.B.-Label erschienen ist. Beide Releases sollten das Zeug haben, Interesse an den Livejams zu wecken. Und hätte ich einen Wunsch frei, so erschien als nächstes eine Aufzeichnung des Sechzig Minuten-Drones, das Arbeit, Beauchamp, Kent und Palumbo letztes Jahr im Berliner Eschloraque zum besten gaben. (U.S.)</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong>Label: <a href="http://www.touretterecords.com/">Tourette</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2011/09/02/arbeitbeauchamppalumbo-torino-012010/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
