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	<title>African Paper &#187; Elkks</title>
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		<title>ELKKS: Dawn Heart Dawn</title>
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		<pubDate>Sat, 25 May 2024 05:26:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ginge es nur darum, mit der Tür ins Haus zu fallen, startet &#8220;Realtree Fleece&#8221;, der Opener von Elkks&#8217; Solodebüt &#8220;Dawn Heart Dawn&#8221;, mit perkusiven Donnerschlägen. Hat man diesen Türbereich durchquert und ist im Inneren des Gebäudes angelangt, entfaltet sich &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/05/25/elkks-dawn-heart-dawn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/dawnheartdawn.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-40803" title="dawnheartdawn" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/dawnheartdawn-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als ginge es nur darum, mit der Tür ins Haus zu fallen, startet &#8220;Realtree Fleece&#8221;, der Opener von Elkks&#8217; Solodebüt &#8220;Dawn Heart Dawn&#8221;, mit perkusiven Donnerschlägen. Hat man diesen Türbereich durchquert und ist im Inneren des Gebäudes angelangt, entfaltet sich schnell ein ganz anderes Szenario &#8211; elektrifiziertes Gitarrenstrumming bildet den Teppich für eine auf den ersten Eindruck erschöpft wirkenden Stimme, die zumindest dem <span id="more-40800"></span>Anschein nach einer natürlichen Tendenz zur Monotonie eine wunderbare Melodie abringt. In den schönen Momenten, die gerade aus diesem Eindruck hehraus entstehen, findet auch der heftige Auftakt immer wieder in der einen oder anderen Form seinen Wiedergänger. Dies u.a. auch in dem mysteriösen Text, in dem sich irgendwo an einer Straße, die durch einen nächtlichen Wald führt, ein Unfall ereignet. Ich erwähne das, weil dieses Motiv und ähnliche uns noch öfter begegnen werden.</p>
<p>Bei Elkks handelt es sich um ein relativ neues Projekt des in Hamburg ansässigen Musikers und Filmemachers Erik Hamann. Die geheimnisvollen Klänge und Stimmungen, die er auf &#8220;Dawn Heart Dawn&#8221; entfaltet, folgen einer roh anmutenden Lofi-Attitüde und lassen im Verlauf eine ganze Reihe an stilistischen und genrebezogenen Referenzen vorbeiziehen, um sie dann gleich im Handumdrehen wieder zu brechen und zu verwandeln.</p>
<p>Schreibe ich von Genrereferenzen, so sind damit ohnehin an fast keiner Stelle eindeuting wiedererkennbare Stilentscheidungen in lupenreiner Formtreue gemeint, sondern Anklänge wie die eines abgedunkelten, von Americana-Reminiszenzen durchdrungenen Lofi-Folk, der in Stücken wie &#8220;drowning:fingernail&#8221; immer wieder Erinnerungen an Acts wie Boduf Songs aufkommen lässt. Hier erschaffen geheimnisvolles Knistern, ein dicht am Ohr wie durch einen Telefon erklingendes Flüstern, ein hoher Klang wie von einer singenden Säge und nicht zuletzt eine Gitarre, die sich nicht zwischen Strumming und Picking festlegen will, für eine morbide Stimmung. In vielen der Songs finden sich solche Tableaus als Ausgangsszenarien, von denen aus die Musik in die unterschiedlichsten Richtungen ausschweift. Im folgenden &#8220;good talk&#8221; kristallisiert sich aus dem flinkem Picking, das den Hintergrund abgibt für die gesprochene Skizze einer Liebesgeschichte, die in einem Carcrash endet, ein treibender Uptempo-Rhythmus (die Geschichte wird weiter hinten in dem Stück &#8220;back seat front seat back seat front seat&#8221; aufgegriffen, in welchem eine entfesselte, an die wilden Jagden des Black Metal erinnernde Klanglandschaft das Thema der Raserei auf der nächtlichen Landstraße auch klanglich und rhythmisch nachzeichnet). In &#8220;TrailCam112931&#8243;, erwächst aus einem melancholisch-erschöpften Kopfhängerszenario &#8211; über die Brücke eines Sounds, der an eine kratzige elektrische Gitarre erinnert &#8211; eine tanzbare Synthienummer.</p>
<p>Elkks liebt es &#8211; trotz der abgründig-morbiden Thematik, in der auch so etwas wie ein Psychodrama versteckt scheint &#8211; mit musikalischen Möglichkeiten zu spielen und wechselt mit Vorliebe musikalische Szenen, switcht mal in a capella-Tableaus mit vervielfältigten weiblichen Stimmen (&#8220;wildfire&#8221;), badet in schleppend-verrauschtem Downtempo-Noiserock (&#8220;shaking mountain, liquid on the inside&#8221;), lässt in einer psychedelischen Landschaft aus Gitarren und Orgeln hölzerne Handdrums erklingen (&#8220;orange vest / birch grove burning&#8221;) oder in einem kindlichen Lofi-Szenario, in dem man meint, Ukulele und Balalaika zu hören, Gloria de Oliveira ans Mikro treten und einen wunderbaren Song aus der populärkulturellen Traditionskiste singen, der sich trotz eigener, vielleicht hellerer Akzente in den dunklen Kosmos einfügt (&#8220;it matches mine&#8221;).</p>
<p>Es gibt einige solcher Songhöhepunkte auf beiden Seiten der Platte, für mich wären es das mit seinen Gothicgitarren und dem genuschelten Text über eine Beerdigungsmusik düstere &#8220;it might be hell&#8221;, in dessen Setting, das einen Friedhof mit einer entlegenen Blockhütte zu überblenden scheint, plötzlich Skinny Puppy (oder erneut eine diesmal etwas elektrifiziertere BM-Band) für einige Momente einen imaginären Gastauftritt haben. Zum anderen &#8220;times are over, are over, are over&#8230;&#8221; das m.E. mit seinen zweieinhalb Minuten das ganze Album rechtfertigen würde. Ohne jede Exaltation und gedrückt von der Schwerkraft der Monotonie entfaltet sich der Gesang mit einer wunderbaren Melodie über ein mystisch-repetitives Gitarrenpicking und greift von allerlei weiteren, meist dröhnenden Geräuschen begleitet das Bild mit dem nächtlichen Frontalaufprall deutlicher und eindringlicher auf als alle vorherigen Momente des Albums &#8211; so wie ein experimenteller, unlinearer Filmplot das schon mehrfach umkreiste zentrale Ereignis irgendwann schonungslos enthüllt.</p>
<p>Im finalen Titelsong, der einem langsamen postrockuntermalten Abspann ähnelt, ziehen viele der deutlicher oder weniger deutlich an die Wand geworfenen Bilder noch einmal am imaginären Auge vorbei, bis das krächzende Krähen das letzte, wahrscheinlich unheivolle Wort haben. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: La Double Vie</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2299400932/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/B_aCa-9KT-Y?si=i0XlnlKh10A4Bbef" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>GLORIA DE OLIVEIRA: Fascination</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2020 02:04:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Box and the Twins]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt seit rund zehn Jahren eine Menge junger Acts, die melancholische, von den frühen 80ern inspirierte Popmusik machen, und wenn man sich auf die Suche macht, findet man durchaus auch immer wieder solche, die neuromantischen Wave mit einer Brise &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/06/27/gloria-de-oliviera-fascination/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/06/gloriadeolivierafascination.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-21635" title="gloriadeolivierafascination" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/06/gloriadeolivierafascination-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt seit rund zehn Jahren eine Menge junger Acts, die melancholische, von den frühen 80ern inspirierte Popmusik machen, und wenn man sich auf die Suche macht, findet man durchaus auch immer wieder solche, die neuromantischen Wave mit einer Brise Postpunk und impressionistischem Dreampop überblenden &#8211; Ultravox und die Cocteau Twins ließen <a href="http://africanpaper.com/2020/02/01/deserta-black-aura-my-sun/">bei Deserta mehr als deutlich grüßen</a>. Gloria de Oliveira ist trotzdem eine einzigartige Vertreterin ihrer Generation, denn sie bringt ein<span id="more-21634"></span> cinematisches Element in ihre Musik, dass die Songs nicht nur für einen surrealen Gothicstreifen, sondern auch für einen wehmütigen Abgesang auf die Traumfabriken dieser Welt adäquat macht, einen Film, bei dem die Deutsch-Brasilianerin sich den Score mit Anna Calvi und Lana del Rey teilen könnte.</p>
<p>Vielleicht kommt dieses Element von ihrer eigenen Erfahrung mit bewegten Bildern, denn De Oliveira ist neben ihrer Musik als Regisseurin und Schauspielerin (in der Vergangenheit u.a. bei Babylon Berlin und Counterpart) tätig. Mein Interesse hatte sie spätesten, als mir die an zwei Filme des französischen Neosurrealisten Jean Rollin angelehten Titel ihrer beiden EPs ins Auge fielen: &#8220;Lèvres de Sang&#8221;, das auf den entschleunigten Vampirfilm gleichen Namens anspielt, sowie &#8220;La Rose De Fer&#8221;, benannt nach einer Gothic Horror-Antwort auf Buñuels Würgeengel, bei der zwei Teenager es aus unersichtlichen Gründen nicht schaffen, einen alten Friedhof zu verlassen.</p>
<p>Ich muss nun alle enttäuschen, die hofften, das nerdige Namedropping hätte nun ein Ende, denn ihr aktuelles Release &#8220;Fascination&#8221;, das ziemlich sicher auf einen weiteren Klassiker dieses Regisseurs anspielt, enthält neben Stücken ihrer bisher im Eigenrelease herausgebrachten Aufnahmen ganze sieben Remixe namhafter Kollegen. Doch zunächst zum Original, das mit dem in sakrale Höhen entschwebenden Intro &#8220;Ave Maris Stella&#8221; beginnt: Dort kristallisieren sich aus Instrumentalspuren, die wie Chöre klingen, echte liturgisch anmutende Gesänge heraus, und wenn dann später kühle Spoken Words und clubtaugliche Synthies hinzukommen, fragt man sich, wie sie schon in den ersten Minuten derart unterschiedliches in den traumwandlerischen, surrealen Rahmen bringt. Einige Tracks der Sammlung haben ein gewisses Hitpotenzial, ohne auf allzu eingängigen Pop hinauszulaufen, &#8220;The Only Witness&#8221;, &#8220;Falling in Space&#8221; und &#8220;The Dead&#8221; sind wehmütige Kopfhängerschmachtfetzen im Midtempo, in deren von hochtönenden Volten geprägter Sensibilität sich dennoch eine forsche Aufbruchstimmung versteckt. &#8220;The Field Where I Died&#8221; mit seinem typischen Four to the Floor-Takt tendiert noch mehr ins Postpunkige, verbindet all dies aber mit einer somnambulen Entrücktheit, die sich deutlicher in den entschleunigteren Balladen findet: In der verbummelten Schwermut von &#8220;To Recall&#8221; etwa oder in der verhuschten Elektronik von &#8220;Kind Mess&#8221;, bei dem man ein Echo der avantgardistischen Synthiekünste der 70er zu hören meint. In den Songs steckt übrigens noch einiges mehr an Anspielungen an Filme und Serien, auch wenn es nicht immer Rollin sein muss.</p>
<p>Auf der zweiten Seite finden sich überarbeitete Versionen aus den Werkstätten ganz unterschiedlicher MusikerInnen, die ausgewählten Songs ein zum Teil recht eigenes Gepräge geben. Gudrun Gut gibt &#8220;The Only Witness&#8221; eine diffuse, rhythmisch verquere Leichtigkeit, die jeden heimeligen Realitätseffekt in der Abstraktion auflöst. Fragrance schreiben &#8220;Falling in Space&#8221; um zu einer tänzelnden Fahrt ins Ungewisse. The Wide Eye geben zwei Stücken eine Extraschicht dunklen Synthiewave und legen ihnen eine raue Schale um. Box and the Twins träumen &#8220;The Field Where I Died&#8221; in verwaschenen, grobkörnigen Bildern als nachtschwarzes Szenario nach. Tellavision holt &#8220;Ave Maris Stella&#8221; dem Anschein nach mit entspannten Rhythmen auf den Boden der Erde, doch wer weiß, vielleicht trügt der Schein? Elkks mischt zuguterletzt einen räudigen Road Movie aus &#8220;To Recall&#8221;.</p>
<p>Obwohl &#8220;Fascination&#8221; eher als Compilation gedacht ist, hat es alle Qualitäten eines Debütalbums, bei dem die Remixe nur ein weiterer Apetithappen sind, um die für viele vielleicht noch unbekannte Musikerin kennen zu lernen. Ich vermute stark, dass man ihren Namen in Zukunft öfter hören und lesen wird. (U.S.)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4200695786/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><strong>Label: Reptile Music</strong></p>
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