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	<title>African Paper &#187; Eternal Zio</title>
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		<title>EVEREST MAGMA: Modern / Antique</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2015 07:47:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/10/everestmagma.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11106" title="everestmagma" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/10/everestmagma-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Hinter dem Namen Everest Magma verbirgt sich der Turiner Musiker mit dem Pseudonym Rella The Woodcutter, der auch an dem Kollektiv Eternal Zio beteiligt ist oder zumindest war. Alles, was man hierzulande bisher von ihm zu hören bekam, bewegte sich im Schnittbereich archaischer Ritualistik und einem blueslastigen Folksound, der ein starkes Interesse an amerikanischen Traditionen offenbart, in den etwas opulenteren Stücken aber auch schon immer ein Faible für Schräges und Fuzziges zur Schau stellte. Hört man zum ersten mal die<span id="more-11105"></span> atonalen, im weitesten Sinne technoiden Electronica seines neuen Projektes, so sucht man unweigerlich nach Verbindungen und Gemeinsamkeiten zu seinen früheren Arbeiten. Dass sie nicht gleich an der Oberfläche zu finden sind, versteht sich vom ersten Ton an.</p>
<p>Diese Oberfläche ist sprachlich nicht leicht zu erfassen, denn schon von der Gangart her ist die recht unübersichtliche, kleinteilige Elektronik ein tönendes Paradox, geht der Takt des treibenden Openers &#8220;Nan Nan&#8221; doch ordentlich nach vorn und basiert doch auf einer knisternden und knackenden Perkussion, die über weite Strecken jede Koordination vermissen lässt und sich dabei entschieden unstraight gibt. Bei den vielen Brüchen erhofft man sich Erholung vom heillosen Chaos, doch all die disparaten Elemente sind auch in den leiseren und langsameren Passagen allgegenwärtig. Erst nach einer ganzen Zeit hat man sich aklimatisiert und ein Verständnis für die subtilen Rhythmen, Harmonien und Melodieansätze bekommen.</p>
<p>Klangfarben, Geschwindigkeit und die räumliche Zusammensetzung des Klangmaterials bestimmen das Koordinatensystem von Everest Magma. Klangfarben fallen dann ins Auge, wenn dumpfe Detonationen in &#8220;Cuarteo Sa&#8221; den klaren Rasselsound unterbrechen und die Aufmerksamkeit für gemurmelte Rewind-Vocals schärfen. Oder in dem Kontrast von hölzernem Geklöppel und hellen, hochtönenden Klangtupfern in &#8220;Dres Duet Nel&#8221;. Natürlich bestimmen die oftmals unzuverlässigen Takte das Hauptaugenmerk des ganzen, wenn sie für Momente in tribaler Rhythmik kulminieren, manchmal eine housige Struktur annehmen oder im aggressiven, aber klanglich geschliffenen &#8220;Maigam Aler&#8221; wie schamanischer Rhythm Noise abgehen.</p>
<p>Nun, mit Ausrücken wie tribal, schamanistisch, Rasseln und Geklöppel sind schon ein paar zentrale Stichworte gefallen, mit denen sich eine Anknüpfung zu den folkigen und psychedelischn Arbeiten ausloten lassen, die man von dem Künstler zuvor kannte. Nie allerdings hat er das Archaische und das Futuristische derart miteinander kombiniert wie auf dem ganz passend betitelten &#8220;Modern / Antique&#8221;. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://boringmachines.com">Boring Machines</a></strong></p>
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		<title>V.A.: Occulto Issue E (Magazin &amp; Compilation)</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jan 2014 07:14:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Occulto ist ein englischsprachiges Magazin, dass sich einer sehr fundamentalen Definition des Okkulten verschrieben hat – okkult versteht sich hier im Sinne des Verborgenen, Geheimen, nicht ohne Anstrengung Sichtbaren. Das Magische, womit man das Okkulte landläufig gleichsetzt, ist allenfalls Teil &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/01/11/v-a-occulto-issue-e-magazin-compilation/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/occ2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-8096" title="occ2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/occ2.jpg" alt="" width="150" height="217" /></a>Occulto ist ein englischsprachiges Magazin, dass sich einer sehr fundamentalen Definition des Okkulten verschrieben hat – okkult versteht sich hier im Sinne des Verborgenen, Geheimen, nicht ohne Anstrengung Sichtbaren. Das Magische, womit man das Okkulte landläufig gleichsetzt, ist allenfalls Teil dessen. Ein häufig wiederkehrendes Thema der Zeitschrift sind die unterschwelligen Verknüpfungen zwischen Kunst und Wissenschaft, was von einem naturwissenschaftlichen Blick auf kulturelle Erzeugnisse bis hin zur Erforschung ästhetischer Phänomene in den Nischen der Natur reicht. Der Blick auf das Verborgene vermag also auch den breiten Graben zu überbrücken, der sich in unserer arbeitsteilig ausgerichteten Kultur zwischen all diesen Wissensbereichen auftut. Das Okkulte<span id="more-8095"></span> als Auftakt zu einem neuen Humanismus? Oder doch eher zu einem Wissensbegriff jenseits westlicher Traditionen? Erfreulicherweise kommt Occulto da ohne allzu klare Programmatik aus. Ein weiterer Aspekt des Heftes ist musikalischer Natur, was man je nach Interessenlage als Bonus oder eher als den Kitt zwischen all den Themen verstehen kann. Der Schwerpunkt auf der Compilation ist düster und experimentell, und ein Großteil stammt aus dem reichhaltigen Fundus italienischer Musik.</p>
<p>Das aktuelle Heft befasst sich ausgiebig mit dem Phänomen der Metamorphose, und was sich durch sämtliche Textbeiträge zieht, ist die Feststellung, dass Verwandlungen, wie wir sie meist in spektakulärer Form aus Literatur und Film kennen, ohnehin Teil der Lebenswelt eines jeden Organismus sind. Ob sie sich in der mikroskopischen Welt der Zellen abspielen, aufgrund ihrer Alltäglichkeit verdrängt werden oder sachlichtweg langsam vonstatten gehen – es gib kein Leben ohne Metamorphose(n), und zugleich umgibt jede noch so profane Verwandlung stets eine Art Zauber, eine Aura des „Okkulten“. Auch jenseits der „ungeheuren Ungeziefer<em>“</em> hat dies stets Sänger und Erzähler beflügelt, man denke an den Folksong „Sir John Barleycorn“, der die Wandlung vom Korn zum Whiskey besingt, oder an A.S. Byatts Novelle „Morpho Eugenia“, in der die Verpuppung der Schmetterlingsraupe als Allegorie für verschiedene menschliche Abgründe fungiert.</p>
<p>Die Beitragenden der Ausgabe sind sicherlich nicht die ersten, die sich solchen Fragen annähern, aber was sie durchweg auszeichnet, ist ihre Fähigkeit, für ein breites, naturwissenschaftlich nicht unbedingt vorgebildetes Publikum zu schreiben, ohne dabei in den Stil gängiger Kioskmagazine zu verfallen. Das ließe sich auch kaum mit dem Anflug von anarchischem Humor in fast allen Texten verbinden. Ohne den wäre der Bericht über den deutschen Geistlichen Johann Schleyer, der im 19. Jh. eine hybride Universalsprache namens Volapük erfand, dabei eine Obsession für Umlaute entwickelte und grandios scheiterte, auch nur halb so unterhaltsam. Ebenso die Text/Bild-Serie über berühmte Gossip-Stars und ihre Last mit ihren gespenstischen Doubles. Wieder andere Beiträge sind ausgesprochen informativ und entsprechen keineswegs dem Klischee einer instrumentellen Hard Science. Ob der Kleinkrieg zwischen Evolutionisten und Kreationisten im Bible Belt untersucht wird, die Formen und Gestaltwandlungen verschiedener Naturphänomene beleuchtet werden oder der Frage nachgegangen wird, was Sterblichkeit für einen Körper bedeutet, der zu 65 % außerirdischen und zu 90 % bakteriellen Ursprungs ist – inspirierend sind die Texte v.a. deshalb, weil ihre Inhalte jedem etwas sagen, in der Regel aber einem Outsourcing an ideologische oder akademische Sparten anheimfallen.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/occ2comp.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8097" title="occ2comp" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/occ2comp.jpg" alt="" width="350" height="350" /></a>Der freie, mitunter anarchische Zug erlaubt es auch, die Compilation, die diesmal in Form eines DL-Codes beiliegt, als Soundtrack zum Heft zu betrachten. Hybride Genres könnte man ebenso als Konnex anführen, aber so eng muss man den Bezug auch gar nicht sehen. Einge der Bands sind Lesern unserer Webseite bekannt: Donato Epiro von Cannibal Movie rahmt die Sammlung mit zwei rituellen Soundscapes ein, bei deren rauschhaften Rassel- und Trommelorgien die Tropen alles andere als traurig sind. Auch Mai Mai Mai, Italiens Antwort auf den verblichenen Witch House-Hype, geht perkussiv zu Werke, verbindet dies jedoch mit schlichten Computersounds. Verspielter und ungleich fordernder entpuppt sich das sechsminütige Soundchaos Von Teslas mit seinen fordernden Feedbackorgien.</p>
<p>Neben dem Ambient von Mace und dem teils stark verzerrten Flächensound von Sudden Furnace teilen nahezu alle Beiträge ein Interesse am kreativen Rückgriff auf Vergangenes, Unkenrufer sind also herzlich eingeladen, die immer gleich Hipsterkeule zu schwingen. Metzengerstein aus Veneto referieren nicht nur auf Lovecraft, ihre Musik wird sicher noch einige Goblin-Vergleiche aushalten müssen. Ebenfalls an Giallo-Sounds interessiert ist Spettro Family, der in seinem unveröffentlichten Beitrag ausgesprochen samplefreudig zu Werke geht. DuChamp steuert eines der melodischeren Stücke ihres hypnotischen Dronedebüts bei, Eternal Zio fröhnen einem heidnischen Ritualismus, bei dem man allerdings nichts Bierernstes erwarten darf. Etwas weniger experimentell ist das (Post-)Rock-Stück von Squadra Omega gestaltet, und auch die „folkige“ Seite kommt nicht zu kurz: My Dear Killer erinnern mit feedbackunterlegtem Akustiksound und gequälter Stimme etwas an Martyn Bates, die Band mit dem unaussprechlichen Namen How Much Wood Would A Woodchuck Chuck If A Woodchuck Could Chuck Wood liefern ein derart heruntergepitchtes, verzerrtes Stück ab, dass man eher an höllischen Doom denkt, als an das akustische Songwriting, das dem Song zugrunde liegt.</p>
<p>Man wird im neuen Jahr noch mehr von Occulto hören, die aktuelle Ausgabe kann bei der Redaktion bestellt werden.</p>
<p><a href="http://www.occultomagazine.com/"><strong>Occulto</strong></a></p>
<p><strong>Musikauswahl: <a href="http://www.boringmachines.it">Boring Machines </a></strong></p>
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		<title>ETERNAL ZIO: s/t</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Oct 2013 07:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist schwierig, das Pagane, Animistische im Rahmen folkloristischer Musik zu inszenieren. Lässt man Ritualmusik im engeren Sinne oder Songs, die von solchen Themen eher „berichten“, einmal weg, bleibt eine theatralische Musik übrig, die schnell Gefahr läuft, in gewisse Klischeefallen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/10/05/eternal-zio-st/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/08/eternalzio.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7514" title="eternalzio" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/08/eternalzio-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es ist schwierig, das Pagane, Animistische im Rahmen folkloristischer Musik zu inszenieren. Lässt man Ritualmusik im engeren Sinne oder Songs, die von solchen Themen eher „berichten“, einmal weg, bleibt eine theatralische Musik übrig, die schnell Gefahr läuft, in gewisse Klischeefallen zu tappen. Das ist insofern kein Wunder, da Folklore in der Moderne mehrheitlich in Form von Exotismus und Spießer-Mummenschanz überlebt hat – Stereotypen, in die man leicht verfallen kann, wenn man sich all dem unbedacht nähert. Lässt man sich durch den berechtigten Zweifel an einem inflationären Wort wie „authentisch“ von jeder Annäherung an Ursprüngliches abbringen, bleibt meist die Flucht in unverbindliche Spielereien, denen die Welt solch zwiespältige<span id="more-7513"></span> Projekte wie Animal Collective verdankt. Die Sun City Girls waren eine der wenigen Gruppen, die scheinbar ohne viel reflexives Brimborium alle Klischees selbstsicher umschiffte und zu allen Kategorien quer lag.</p>
<p>Auch Eternal Zio, die Band um Mastermind Rella The Woodcutter, bewegen sich innerhalb dieses Spektrums, das in ihrem Beitrag einmal mehr als undefinierbares Grenzland erscheit. Damit ist nicht einmal der hybride Stil der Mailänder gemeint, der ausladenden Psychrock und rituellen Folksound mischt, sondern eher noch die ungreifbare Haltung, in der sich das zweite Album der Combo präsentiert, denn die Frage, wie ernsthaft die Männer mit den Papiermasken, die sich „Ewiger Onkel“ nennen, bei der Sache sind, oder ob die Ironie subtil oder eher lustig-flapsig sein will, lässt sich intuitiv nur schwer fassen.</p>
<p>Musikalisch bieten die sechs unbetitelten Stücke ein recht vielgestaltiges Programm, dessen gemeinsames Stilelement archaische Rasseln und Trommeln bilden, die sich vom feierlichen Intro bis zum völlig entgrenzten Finale durch die Aufnahme ziehen. Um dieses Element gruppiert sich in Reinkultur alles, was man mit okkulter Psychedelika verbindet. Feierliche Perkussion, schrille Flöten, geheimnissvolle mittelalterliche Melodien. Verwaschene Orgeln, die sich nicht zwischen sakral und hippiesk entscheiden wollen. Zerfranste Fingerübungen auf dem Schlagzeug, die in Jazz oder Rock münden könnten. Ein merkwürdiger Jodorowskij-Karneval, der Orient und Okzident umklammert. Erdiges Dröhnen und wirres Gackern. All dies wird auf durchaus kunstvolle Art verknüpft, im Detail oft kindlich-anarchisch, auf Gesamtlänge doch in wellenförmigem Werden und Vergehen.</p>
<p>Eternal Zio sind von dem hehren Vorsatz getrieben, die Musik zu ihren Wurzeln zurück zu bringen. Und auch wenn die Selbstbeschreibung als „tribute to the gods, we don’t know which ones“ zusammen mit den naiven Masken, dem Onkel und der Wolke in Form einer herausgestreckten Zunge ein bisschen nach einem hippen „Whatever“ klingt, muss man anerkennen, dass ihre Vision der Ursprünglichen ungemein kraftvoll wirkt.</p>
<p><strong>Label: Boring Machines</strong></p>
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