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	<title>African Paper &#187; Euski</title>
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		<title>Back To Dark: Neues Album von Roma Amor</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 05:17:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In Kürze erscheint mit &#8220;Back to Dark&#8221; der neue Longplayer der italienischen Band Roma Amor. Das Album versammelt elf Stücke, die sich zwischen rauem, bewusst schlicht gehaltenem Post Punk und Goth Rock sowie langsamen, elegischen Balladen bewegen und dabei, wie &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/03/27/back-to-dark-neues-album-von-roma-amor/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Kürze erscheint mit &#8220;Back to Dark&#8221; der neue Longplayer der italienischen Band Roma Amor. Das Album versammelt elf Stücke, die sich zwischen rauem, bewusst schlicht gehaltenem Post Punk und Goth Rock sowie langsamen, elegischen Balladen bewegen und dabei, wie es in der Ankündigung heißt, immer wieder Anklänge an Doom-Ästhetiken erkennen lassen. &#8220;Back to Dark&#8221; ist ein betont düsteres, entschleunigtes Rockalbum, das zugleich die stilistische Bandbreite der in Ravenna ansässigen Gruppe erweitert. Neben den charakteristischen Elementen ihres ganz eigenen Ansatzes zwischen Chanson, Cabaret und anderer Populärmusik öffnet sich die Band hier verstärkt Einflüssen aus den experimentierfreudigen Szenen, die in den späten 70er- und frühen 80ern aufgekommen sind. <a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/Screenshot-2026-03-26-085557.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-50586" title="Screenshot 2026-03-26 085557" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/Screenshot-2026-03-26-085557.png" alt="" width="788" height="844" /></a><span id="more-50585"></span></p>
<p>Klanglich prägen tief gestimmte Gitarren, reduzierte Drums und minimalistischer Basseinsatz das Gesamtbild, über dem die markant-heisere und bisweilen dunkle Stimme von Sängerin Euski liegt. Unter den auf englisch, italienisch und deutsch gesungenen Stücken befindet sich auch eine garagige Version von Throbbing Gristles &#8220;Discipline&#8221;. Die aktuelle Besetzung von Roma Amor besteht aus Euski (Gesang, Gitarre, Drums), der aus früheren Veröffentlichungen auch als Akkordeonspieler bekannte Candela (Bass) und er vor einigen Jahren hinzugekommene Carnio (E-Gitarre). Mit &#8220;Back to Dark&#8221; setzt die Band ihre Erkundung dunkler, exzentrischer Szenarien fort und eröffnet zugleich ein neues Kapitel ihrer musikalischen Entwicklung. Das Album erscheint als CD beim Wiener Label Klanggalerie, das Cover ziert ein Jugendfoto der Frontfrau.</p>
<p><a href="https://www.klanggalerie.com/gg540"><strong>@ Klanggalerie </strong></a></p>
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		<title>Estemporanea: Retrospektives Album von Roma Amor</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jan 2025 03:12:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die von Euski und Michele Candela gegründete und mittlerweile zum Quartett angewachsene italienische Combo Roma Amor veröffentlicht mit &#8220;Estemporanea&#8221; ein besonderes Album auf Klanggalerie. Hierbei wurden dreizehn ihrer bekanntesten Stücke in neuen, live im Studio aufgenommenen Versionen eingespielt. Das Album &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/01/16/estemporanea-retrospektives-album-von-roma-amor/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die von Euski und Michele Candela gegründete und mittlerweile zum Quartett angewachsene italienische Combo Roma Amor veröffentlicht mit &#8220;Estemporanea&#8221; ein besonderes Album auf Klanggalerie. Hierbei wurden dreizehn ihrer bekanntesten Stücke in neuen, live im Studio aufgenommenen Versionen eingespielt. Das Album präsentiert eine frische und zugleich retrospektive Perspektive auf das musikalische Schaffen der Band, deren Werke im Kern im weiten Feld zwischen Folk, dunklem Cabaret und Chanson angesiedelt sind. Mit Stücken wie &#8220;A Cosa Pensi&#8221;, &#8220;Lo Lo Lo&#8221;, &#8220;Occhi Neri&#8221;, und dem Bowie/Eno-Cover &#8220;I&#8217;m Deranged&#8221; enthält Estemporanea einige der beliebtesten Gassenhauer der zurückliegenden Alben. Die Neuinterpretationen kombinieren den charakteristischen, bisweilen kraftvoll heiseren Gesang von Euski mit einem vielseitigen Instrumentarium aus Akustik- und E-Gitarre, Akkordeon, Saxophon, Schlagzeug und Kazoo. Die Aufnahmen spiegeln die Bandbreite und Intensität der Musik von Roma Amor wider – von eingängigen Melodien bis hin zu raueren, ungeschliffenen Klängen.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/01/romamor.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-44481" title="M004 digipack 2P_1CD 7mm z ksiazeczka.cdr" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/01/romamor.jpg" alt="" width="514" height="469" /></a><span id="more-44480"></span></p>
<p>Roma Amor, die übrigens nicht aus Rom, sondern aus der Region Emilia Romagna stammen, vereinen die melodische Raffinesse italienischer Folkmusik mit den expressiven Klängen französischer Chansons und Anklängen an europäische Popmusik aus verschiedenen Dekaden. Ihre Lieder sind gleichermaßen romantisch wie ungezähmt und bewahren dabei eine künstlerische Eigenständigkeit, die sie unverwechselbar macht. Vor elf Jahren hieß es bei uns zu ihrem Album &#8220;On The Wire&#8221;: &#8220;Man könnte es sich einfach machen und die Musik von Roma Amor als Chanson oder Folk bezeichnen. Das wäre nicht einmal wirklich falsch, auch wenn der eine Begriff zu speziell, der andere zu allgemein gehalten wäre. Mit ihrem Grundinstrumentarium aus Akordeon und Gitarre und dem leidenschaftlichem Gesang stehen Euski und Michele in einer Tradition, die sich durch das ganze zwanzigste Jahrhundert zieht, bei italienischen Volksliedern beginnt, Abstecher in die Cabarets der 20er und die Music Hall der 60er macht, um irgendwann bei einem frühen Europop zu landen, den schon der Geist des Punk’n&#8217;Wave durchweht. Ihre Songs können nett und einschmeichelnd sein, [doch] viele ihrer Lieder haben auch eine derbe, dreckige, ungezähmte Seite, lassen Gestalten zu Wort kommen, wie man sie aus frühen Pasolini-Filmen kennt und versuchen erst gar nicht, diese in eine nette, gemütliche Szenerie zu überführen&#8221;. Das Album erscheint als CD und zum Download, und wer südlich der Alpen unterwegs ist, kann die Band am 22. Februar 2025 live im Teatro Gregorianum in Mailand sehen, bei dem Roma Amor gemeinsam mit Camerata Mediolanense, Argine und Ataraxia auftreten werden.</p>
<p><a href="https://www.klanggalerie.com/gg497?"><strong>@ Klanggalerie</strong> </a></p>
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		<title>ROMA AMOR: On The Wire</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Apr 2014 07:03:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man könnte es sich einfach machen und die Musik von Roma Amor als Chanson oder Folk bezeichnen. Das wäre nicht einmal wirklich falsch, auch wenn der eine Begriff zu speziell, der andere zu allgemein gehalten wäre. Mit ihrem Grundinstrumentarium aus &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/04/19/roma-amor-on-the-wire/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/romamaoronthewire.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8432" title="romamaoronthewire" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/romamaoronthewire-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man könnte es sich einfach machen und die Musik von Roma Amor als Chanson oder Folk bezeichnen. Das wäre nicht einmal wirklich falsch, auch wenn der eine Begriff zu speziell, der andere zu allgemein gehalten wäre. Mit ihrem Grundinstrumentarium aus Akordeon und Gitarre und dem leidenschaftlichem Gesang stehen Euski und Michele in einer Tradition, die sich durch das ganze zwanzigste Jahrhundert zieht, bei italienischen Volksliedern beginnt, Abstecher in die Cabarets der 20er und die Music Hall der 60er macht, um irgendwann bei einem frühen Europop zu landen, den schon der Geist des Punk&#8217;n'Wave durchweht. Ihre Songs können nett und einschmeichelnd sein, und gefallen zum Teil auch Leuten, die<span id="more-8431"></span> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=F8dDT8kRzHY">17 Hippies</a> mögen. Doch viele ihrer Lieder haben auch eine derbe, dreckige, ungezähmte Seite, lassen Gestalten zu Wort kommen, wie man sie aus frühen Pasolini-Filmen kennt und versuchen erst gar nicht, diese in eine nette, gemütliche Szenerie zu überführen.</p>
<p>Befand sich die Musik der beiden von Beginn an im Fluss, dann stellt „On the Wire“ so etwas wie eine Stromschnelle dar, denn das Album – und Besitzer der <a href="http://www.discogs.com/Roma-Amor-173/release/3814501">Vorab-EP „17.3“</a> wissen das bereits – hat einige Neuerungen in petto. Euski lässt ihre bisherigen Lieblingssprachen Italienisch und Französisch ruhen und singt diesmal komplett in englischer Sprache, wobei es sich um ein Englisch mit einem derart charmanten Akzent handelt, dass es uns Deutschen die Schamesröte ins Gesicht treiben muss. Darüber hinaus wurde das Klangspektrum merklich erweitert und dank einer Reihe an Gastmusikern (u.a. Devis von Teatro Satanico) hört man neben dem folkigen Grundgerüst auch Gitarrensoli und allerhand Lärm.</p>
<p>Mit einigen Stücken betreten die beiden Neuland, und bei der schmissigen Goth Punk-Nummer „About Myself“ bekommt man den Eindruck, dass die beiden ihre Freude an Verkleidungen und Rollenspielen haben. Unterkühlte, bei genauerem Hinhören jedoch hochemotionale Wavesongs wie „Don&#8217;t you“ oder das nur minimal über Spoken Words hinausgehende Kim Wilde-Cover „Cambodia“ wirken hier schon weniger exotisch, auch wenn sie einen veritablen Gegenpart zu groovigen Jazzsongs bilden („The Difference“, „Love to say goodbye for“), oder zu einem Song wie dem gar nicht ängstlich klingenen „Scared“, einem Ohrwurm im Easytempo, der sich gut in einem alten, loungigen Jess Franco-Film gemacht hätte. So eingängig solche Nummern auch sind – in einem gestylten Wohnzimmer müssten sie zwangsläufig stören, denn ehe der nostalgische Schöngeist sich versieht, findet er sich in einer verstaubten Antiidylle vor, in der zahnlose, barfüßige Figuren auftreten („More (Stoned)“) und mit David Bowies Worten ihrer Derangiertheit Ausdruck verleihen – doch während das Idol im Lost Highway-Abspann gerade durch den Widerspruch des Songs zu seiner schönen Gestalt bezaubert, nimmt man den Titel hier beim Wort und macht aus „I&#8217;m Deranged“ einen kaputten Synthiesong.</p>
<p>Insgesamt dominieren aber die Momente, in denen das Schöne und das Dreckige direkt zu einer Einheit verschmilzt, wenn shoegaziges Rauschen und nervige Computersounds verhindern, dass aus „17.3“ einfach nur ein süßlicher Lovesong wird, oder wenn folkiges Akordeon und rumpelige Drums im Titelstück für ehrliche, erdige Emotion sorgen. Die ist es letztlich auch, die „On the Wire“ von so manch ordinärer Weltmusik abhebt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.klanggalerie.com/">Klanggalerie</a></strong></p>
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		<title>MUSHROOM&#8217;S PATIENCE: Road To Nowhere</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 18:36:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zu den interessantesten Büchern, die vermutlich nie geschrieben werden, zählt die Biografie der Band Mushroom&#8217;s Patience, bzw. dessen, was in den 80ern einmal als experimentelle Progband ins Leben gerufen wurde und sich mit den Jahren als ein offenes Kollektiv um &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/04/22/mushrooms-patience-road-to-nowhere/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/mushpatroadtonowhere.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6797" title="mushpatroadtonowhere" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/mushpatroadtonowhere.jpg" alt="" width="164" height="150" /></a>Zu den interessantesten Büchern, die vermutlich nie geschrieben werden, zählt die Biografie der Band Mushroom&#8217;s Patience, bzw. dessen, was in den 80ern einmal als experimentelle Progband ins Leben gerufen wurde und sich mit den Jahren als ein offenes Kollektiv um Raffaele Cerroni, pardon: Dither Craf, entpuppen sollte. Es wäre ein Buch, dessen Kapitel hier und da abrupt enden. Einmontierte Nebenstränge würden je nach Gusto für Abwechslung oder Verwirrung sorgen, ebenso die wechselhafte Stimmung – mal heiter, oft dunkel, meist aber entspannt und nahezu immer kauzig verdreht. In einem surreal überzeichneten Italien, das den urbanen Schauplatz bildet, tauchen illustre<span id="more-6796"></span> Gestalten auf und verschwinden, reale wie Mercydesign, halb mythische wie Nový Svět. Literarische Figuren wie Sisyphos, der Dulder, und Oblomow, der Verweigerer, wären nie direkt genannt und doch stets geisterhaft präsent.</p>
<p>Eine besondere Zäsur müsste das Kapitel zum Jahr mit der Unglückszahl markieren, denn dort ereignet sich etwas, woran manche trotz Ankündigungen und einer Vielzahl an Arbeiten außer der Reihe nicht mehr geglaubt haben: Craf hat mit Mushroom&#8217;s Patience ein reguläres Album herausgebracht, auf richtiger CD und eingespielt mit einer mehrköpfigen Band. Mushroom&#8217;s Patience 2013 beinhaltet Beiträge von Musikern, deren sonstige Heimat u.a. Roma Amor und Ballo Delle Castagne ist, und so sehr die einzelnen Beiträge – v.a. stimmlich – viele der Songs prägen, „Road to Nowhere“ ist Mushroom&#8217;s Patience vom ersten bis zum letzten Ton.</p>
<p>Das Leben als Reise ins Ungewisse, ziemlich oft wurde dieses Motiv schon in Liedern und Geschichten verwurstet, doch selten mit so viel erdigem Charme, wie ihn Cerroni ausstrahlt, der neben seinem On Way-Ticket nur eine zerlesene Paperback-Ausgabe von Cormac McCarthys Endzeit-Roman „The Road“ in der Tasche hat. Auf einer solchen Reise ist alles nur Vorstufe zur nächsten Vorstufe, und der an Bowie angelehnte Titel des Openers „Station to Station“ unterstreicht dies noch einmal besonders. Sein tremolierender Klang markiert den Hintergrund für gespenstische Dialoge, die im Flüsterton beginnen und irgendwann als Plausch über Schnaps und verschollene Frauenzimmer erkennbar sind. Die Worte stammen aus Herzogs Film „Stroszek“, eine weitere tragikomische Wegmarke des Albums, dessen Haltung irgendwo zwischen verhaltener, doch unverwüstlicher Aufbruchstimmung und abgeklärter, melancholischer Selbstironie pendelt.</p>
<p>Ähnlich wie jüngere Soloarbeiten des John Fahey- und Jack Rose-Fans hat das Album eine leichte „Americana“-Schlagseite. Eine lässige Slideguitar zählt zu den kleinen roten Fäden und gipfelt für Momente sogar in echten Country &amp; Western-Kitsch. Der ist so perfekt geraten, dass man ihn vermutlich für bare Münze nehmen würde, käme er nicht in einem absurden Weihnachtslied vor, zusammen mit infantilem Geschrammel und einem lärmigen Klimpern und Knarzen im Hintergrund. Seltsame Geräusche gibt es zuhauf, und viele Songs enden mit dem rustikalen Klappern und Pusten einer Dampflok. Verhalten noisig geht es auch in dem Sauflied zu Ehren eines „Tracktor Train Orchestra“ zu, das <a title="ROMA AMOR: Occhi Neri" href="http://africanpaper.com/2012/03/31/roma-amor-occhi-neri/">Roma Amor-Chanteuse Euski</a> mit Banjo-Begleitung anstimmt, doch anders als in ihren eigenen Songs ganz ohne liebliche Melodien als Gegenpart.</p>
<p>Mushroom&#8217;s Patience gehörten nie wirklich in die bei uns gerne als Italofolk verklärte Ecke, sehr wohl aber einige der neuen Bandmitglieder, was mit ein Grund sein dürfte, dass sich auf „Road to Nowhere“ einiges von der rotweintrunkenen Schwermut dieser Musik findet. Die kann ergriffen ausfallen wie bei Vinz&#8217; (Ballo Delle Castanie) Rezitation in „King&#8217;s Return“, dessen wunderschöne Gitarrenmelodie mich außerdem an John Renbourn und Renaissance-Musik erinnert. Andere Stücke klingen moderner und geraten zu schrägem Psych Folk mit futuristischen Momenten (sehr schön &#8220;Water #5&#8243; mit Neuzugang Echo Eerie von Collapsing New People) oder blauen Elefanten auf der Analytikercouch – ich könnte mir schlimmere Träume vorstellen als jene, die der Patient in „Memoria Sonica“ zum Besten gibt.</p>
<p>Crafs Werk ist nie etwas für Hörer gewesen, die es griffig und homogen brauchen, und dem typischen Industrial-Konsumenten waren seine Arbeiten nach dem letzten Comeback ohnehin zu frei und windschief, vermutlich hielten es einige für Hippiegeschrammel – Urteile, die auf die Urteilenden zurückfallen, und ich finde nach wie vor, dass Freunde von NWW und Hafler Trio an einigen Alben der mittleren Phase ihre Freude hätten. Momentan dominieren akustische, angefolkte Klänge den Cerroni-Kosmos, doch die Handschrift des Römers ist stets zu erkennen. Schön, dass das immer noch so ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.klanggalerie.com/">Klanggalerie</a>/<a href="http://www.spqrlabel.com/Html/News.html">SPQR</a></strong></p>
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		<title>ROMA AMOR: Occhi Neri</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Mar 2012 06:29:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Duo Roma Amor ist in unseren Breiten noch nicht so richtig bekannt geworden, und trifft man einmal jemanden, der die Gruppe kennt, dann sieht man sich oft mit vorschnell produzierten Fehlinformationen konfrontiert. Euski und Michele kommen weder aus Rom, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/03/31/roma-amor-occhi-neri/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/03/romaamorocchineri1.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-4082" title="romaamorocchineri" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/03/romaamorocchineri1.jpeg" alt="" width="166" height="150" /></a>Das Duo Roma Amor ist in unseren Breiten noch nicht so richtig bekannt geworden, und trifft man einmal jemanden, der die Gruppe kennt, dann sieht man sich oft mit vorschnell produzierten Fehlinformationen konfrontiert. Euski und Michele kommen weder aus Rom, noch hat der Stil der beiden mit Neofolk im engeren Sinne zu tun. Die beiden stammen aus der Region Emilia-Romagna und singen gelegentlich im Dialekt ihres Landstriches. Die Musik, die sie spielen, ist eine italienische Ausprägung des klassischen Torch Song. Bisweilen auch lupenreiner Chanson.<span id="more-4080"></span></p>
<p>Man könnte es sich leicht machen bei der Beschreibung ihrer Musik, denn die Songs sind gewollt einfach gestrickt, zumindest was ihre vordergründige Gestalt betrifft. Eine stimmungsvolle Quetschkommode und die klassische Zupfgitarre bilden das Hauptinstrumentarium, das nur an ausgewählten Stellen durch diverse Perkussions- oder Streichinstrumente bereichert wird. Auch Euskis Stimme ist stets eingängig, aber zugleich verweigert sich ihr Gesang jeder leichten Kategorisierung – ihr oft heißer klingendes Alt versprüht eine sanfte Wärme, und ist doch an vielen Stellen verraucht und herb, und schon deshalb passt ihre Musik, die die beiden in größeren Abständen auf die Bühne bringen, auch nicht an allzu gestylte Aufführungsorte. Roma Amor spielen eine Musik für leicht verwahrloste Kaschemmen, in denen der Staub auf den Gläsern und die vergilbten Porträts an den Wänden nur für unkreative Geister Obsoletheit offenbaren. Will das rote Licht, dass da aufblinkt, mich gerade vor der Retrokitsch-Falle warnen? Na dann soll es das mal, denn es gibt diese Fälle, bei denen das nicht stört und man nur „aber ja“ skandieren möchte.</p>
<p>Ihre Rückgriffe auf Vergangenes zeigen zugleich die Vielfalt dessen, was sich hinter Walzertakt und schlichter Melodie verbirgt: Italofolk der 60er, der große Jacques Brel und Musiker wie Émile Carrara. Auch die sogenannte Weltmusik von Ochtopus, Stilfremdes wie die Synthie Popper Japan und nicht zuletzt die autoerotischen Shanties des jungen Marc Almond. All dies sind Inspirationsquellen, zu denen die beiden sich offen bekennen, denn um eine spontane Coverversion als Konzertzugabe sind sie niemals verlegen. Dass bei ihren Shows gerne Ausschnitte aus Pupi Avatis „The House of the Laughing Windows“, dem wohl einzigen neorealistischen Giallo, gezeigt werden, symbolisiert ihren Platz zwischen allen Stühlen vielleicht am besten, und dass Michele mit seinen früheren Bands Dogs in Space und Homoplastik in der italienischen Punk- und Grindcoreszene unterwegs war, ist noch mal ein ganz anderes Kapitel.</p>
<p>Mit „Occhi Neri“ bringen die beiden gerade ihr drittes Studioalbum heraus – eine Sammlung von insgesamt zwölf Chansons in italienischer und französischer Sprache, die vom Instrumentarium her noch reduzierter wirken als die Songs auf dem letzten Longplayer „Femmina“ und alle eine Stimmung evozieren, die gekonnt die Balance zwischen derb und schmachtvoll aufrecht erhält. Der in Italienisch gesungene Titelsong erfüllt dieses Anliegen gleich perfekt, mit leidenschaftlicher Sehnsucht und nicht ohne eine desolate Note beizumischen besingt Euski die schwarzen Augen als (nicht vollends obskures) Objekt der Begierde, begleitet von sinnlich aufreizendem Kastagnettengeklapper. Micheles Gitarrenpicking ruft zu Beginn Erinnerungen an Charles Aznavours „La Mamma“ wach.</p>
<p>Es ist nicht das einzige Stück, das direkt aus den Sechzigern stammen könnte, auch das Nouvelle Vague-Feeling im schlicht &#8220;Mon Amour&#8221; betitelten Song versetzt den Hörer in das Paris einer interessanteren Zeit, als an der Saine das Kino, die Philosophie und einmal mehr der Chanson erneuert wurde. Gegen Ende wird das Stück immer ekstatischer und exaltierter, und dass hier ein berühmter Flame Pate gestanden haben könnte, erwähne ich nur am Rande. Der Märchenwalzer „Le Coeur Au Chaud“ präsentiert mit seinen traurigen Harmonien so etwas wie die Kehrseite dieser Euphorie und verweist (je nach Assoziation) vielleicht sogar auf eine noch ältere, vormoderne Zeit. Mein Französisch hat über die Jahre stark gelitten, aber ein heißes Herz, dass sich gerne mal mit einem Glas Bier abkühlt scheint in dem Text der anrührenden Ballade eine besondere Rolle zu spielen. Verbindendes Element ist stets das strömende Akkordeon, das immer wieder wie ein breiter Pinselstrich das Tableau durchzieht.</p>
<p>Im Unterschied zu Vorgängeralbum, das sich unterschiedlichen Frauenbildern im Italien des 20. Jh. widmete, bleibt „Occhi Neri“ thematisch offener. Das Liebesmotiv hält die Platte als vages Konzept zusammen, ebenso sehr die ungefähr gleiche Verteilung der beiden Sprachen. „A Te Che Mi Vinci“ und „Disertore“ erfassen die Liebe auf eine sehr italiensiche Art, leidenschaftlicher Freudentaumel im einen Stück wird im anderen durch einen etwas abgeklärteren (aber ebenso feierlichen) Ton geerdet. Ein ähnliches Kontrastbild auf Französisch erschaffen das getragene „Melancholie“ und das aufwühlende „Elle Est Seule“. Im letzten Drittel der Platte gibt es Momente, die das europäische Klangbild transzendieren und dezente Latinoelemente einbeziehen – was jedoch auf einen kulturellen Veredelungsvorgang referiert, der sich irgendwann in der zweiten Hälfte des 20. Jh. wie selbstverständlich vollzog – es ist die Passgenauigkeit, die einen Charles Aznavour und Astrud Gilberto in einem Atemzug nennen lässt, oder eben Paolo Conte und Astor Piezolla.</p>
<p>Freilich, Spötter hätten bei solcher Musik einmal mehr die heiß ersehnte Chance, ein Unkenkonzert anzustimmen – Retro, Vintage, Nostalgiepop, Eskapismus sind Begriffe, die es hageln könnte, wenn man vorschnellen Abtuern das Feld überlässt. Natürlich produziert die Retroindustrie viel musealen Schrott, der von Ideenarmut zeugt. Viele Künstler jedoch tragen auf kreative Art dazu bei, dass die Errungenschaften vergangener Musikströmungen nicht nur hinter Glas betrachtet werden müssen, sondern weiterleben und im besten Fall in ganz neue Bereiche führen. Neben großen Namen wie Little Annie und Marc Almond sollte im Buch des Torch Song, des Chanson und des dunklen Cabaret auch ein Platz für Roma Amor reserviert sein.</p>
<p><strong>Label: OEC</strong></p>
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