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	<title>African Paper &#187; Evia</title>
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		<title>THE GRAY FIELD RECORDINGS: She Sleeps to the Sound of Knifes</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jun 2023 02:26:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ganze elf Jahre ist es her, dass R.Loftiss a.k.a. The Gray Field Recordings mit &#8220;Nature Desires Nature&#8221; ihren vorerst letzten regulären Longplayer herausbrachte. Nachdem viel von ihrer kreativen Energie in andere Projekte &#8211; Howling Larsens, Black Lesbian Fishermen &#8211; geflossen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/06/17/the-gray-field-recordings-she-sleeps-to-the-sound-of-knifes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/06/cover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36068" title="cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/06/cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ganze elf Jahre ist es her, dass R.Loftiss a.k.a. The Gray Field Recordings mit &#8220;Nature Desires Nature&#8221; ihren vorerst letzten regulären Longplayer herausbrachte. Nachdem viel von ihrer kreativen Energie in andere Projekte &#8211; Howling Larsens, Black Lesbian Fishermen &#8211; geflossen ist, gibt es nun endlich einen Nachfolger mit dem furchteinflößenden Titel &#8220;She Sleeps to the Sound of Knifes&#8221;.<span id="more-36065"></span></p>
<p>Der immer etwas schwer greifbare Stil der Musikerin, bei der nicht nur Instrumente wie die gelegentlich eingesetzte Gitarre, Flöten und Klangschalen, sondern auch ihre Art, mit dröhnenden Synthies zu experimentieren, für eine folkige Färbung sorgen, bei der ausgedehnte Spoken Word-Passagen mit ihrer charakteristischen Stimme, Samples und andere atmosphärische Sounds meist schrägerer Art aber ebenso sehr zu einem zerfledderten und zugleich eindringlich hörspielartigen Zug beitragen &#8211; all dies ist auch auf dem neuen Album wieder zu finden, und wenn man bedenkt, dass auch ihre früheren Werke immer recht unterschiedliche Charakteristika hatten, ist es schwierig zu sagen, ob man dem neuen Longplayer die lange Pause anmerkt.</p>
<p>Was sich wie ein roter Faden durch das Album zieht, ist ein bisweilen apokalyptisch anmutender Zug, dessen Pessimismus aber doch eher aufrüttelnd als resigniert wirkt. Dabei passen die Texte und die begleitende Musik gut zusammen. Die harsche Ambient Kulisse und die hintergründigen Hochtöner, die schon im Opener &#8220;Sunlight is the Color&#8221; die in der Rezitation beschriebene gemeinsame Wanderung vor grauen Bergen unter grauem Firmament wie ein falscher und in jedem Falle unguter Traum erscheinen lassen &#8211; es wird nicht der letzte sein, wenn man an die spukenden Ghost Faces in &#8220;Verdant&#8221; denkt. Mehr noch die aufgescheuchten Tierstimmen und das seltsam postpunkige Knarren und Wummern basslastiger Sounds, die im Titelsong die Kulisse für ein bedrohliches Szenario abgeben, bei dem ein weibliches Subjekt in einem beklemmenden Alptraum von der eigenen, aber auch von einer auf männlich gepitschten Stimme im Interesse unguter Erwartungshaltungen abgerichtet wird. Auch das <a href="https://thegrayfieldrecordings.bandcamp.com/track/nancys-song-to-charlie">in einer älteren Version bereits vom &#8220;Hypnagogia&#8221;-Album her bekannte</a> &#8220;Nancy&#8217;s Song to Charly&#8221;, bei dem diesmal eine Kinderstimme in den Worten Doris Lessings vom Abstieg in die Hölle berichtet, trägt trotz lieblicher Streicher die Beklemmtheit eines düsteren Omens.</p>
<p>Um die Unfreiheit einer Frau geht es auch in dem fast zwanzigmimütigen &#8220;Rappaccini&#8217;s Daughter&#8221;, das ich nicht nur von der Länge her, sondern auch aufgrund seiner kompositorischen Intensität als das Herzstück des Albums bezeichnen würde<br />
Der thematische Rahmen ist eher durch die vielfache Anspielung auf die gleichnamige Novelle von Nathaniel Hawthorne gegeben: in der Geschichte geht es um einen berühmten Arzt, der so sehr an der Nähe seiner Tochter hängt dass er sie sukzessive mit dem Gift verschiedener Pflanzenarten infiltriert, um die dadurch immunisierte selbst zu einem tödlichen Gift zu machen für alle, die mit ihr in Berührung kommen. In dem Stück liegt, das ein faszinierendes urzeitlich-sumpfiges Szenario mit Insektenzirpen und Froschquaken entwirft, liegt zumindest scheinbar der Fokus auf den verwendeten Pflanzen, doch wer die Geschichte kennt weiß, dass es die &#8211; hier nicht ganz unpassend durch einen Mann der Renaissance verkörperte &#8211; Wissenschaft ist, die die Natur missbraucht und der Tochter und ihrem Liebhaber ein eigenes Leben verwehrt. Auch dazu erscheint das fast noisige &#8220;Sex Flowers&#8221; wie ein sarkastischer Kommentar.</p>
<p>Schöngeistige Momente, die Labsal und Relief bringen, gibt es auf dem neuen Album aber auch. <a href="https://sarahbishop.org/about-sarah-bishop/">&#8220;Sarah Bishop&#8221;, zu dem Alan Trench einen Text über eine Einsiedlerin aus der Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges schrieb</a>, zählt mit seinem ätherischen Ambientsound, in dem man das Echo vorderasiatischer Flöten zu hören meint, dazu. Auch das trotz seiner Knarrkulisse liebliche Bimmeldrone von &#8220;Who Will Bring The Light?&#8221; Wenn die Wildnis sich im abschließenden &#8220;Wilderness Takes Over&#8221; der Orte der Zivilisation bemächtigt, erscheint das fast wie eine Utopie am Ende des Anthropozäns, die jemandem wie Botanist gefallen könnte. Vielleicht aber ist auch dies nur ein Traum? Der sanfte Windhauch der Stimme, die mystische Orgel, das Klappern und Frickeln auf den Saiten einer Gitarre sorgen dabei in jedem Fall für einen Schluss voller Ambiguität, wie es The Gray Field Recordings nicht besser zu Gesicht stehen könnte. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://anticlock.greedbag.com/buy/she-sleeps-to-the-sound-of-knive/">AntiClock</a> / <a href="https://www.reverbworship.com/reverb-worship">Reverb Worship</a></strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230608_161003_614.sdocx--></p>
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		<title>TEMPLE MUSIC: Further, Faster, Closer, Slower</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Feb 2018 07:46:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Temple Music entstand 1995 als eine Art Pendant der Folkband Orchis, kurze Zeit später stieg Steve Robinson mit ein und bildete fortan zusammen mit Alan Trench den Kern der Band. Was von Journalisten, auch hier, gern als leicht abstrahierte Psychedelia &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/02/17/temple-music-further-faster-closer-slower/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/tmfurther.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14978" title="tmfurther" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/tmfurther-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Temple Music entstand 1995 als eine Art Pendant der Folkband Orchis, kurze Zeit später stieg Steve Robinson mit ein und bildete fortan zusammen mit Alan Trench den Kern der Band. Was von Journalisten, auch hier, gern als leicht abstrahierte Psychedelia mit zerfleddertem Folktouch und einem stets magischen Unterton beschrieben wird, entpuppt sich auf den einzelnen Veröffentlichungen, unter denen die Konzertmitschnitte keineswegs eine Nebenrolle spielen, als ein sehr wandlungsfähiges Gebräu. Man<span id="more-14977"></span> vergleiche nur den morbiden Score von &#8220;Soon you Will all Die..&#8221; mit den verrauschten Post Punk-Anleihen auf &#8220;Children of the Sun&#8221; oder der brodelnden Gitarrendröhnung auf &#8220;Epoxes&#8221;.</p>
<p>Dem Grundcharakter der Band, der bei allen Wandlungen deutlich spürbar, aber schwer zu orten ist, könnte man sich vielleicht bei dem gerade erschienenen Album &#8220;Further, Faster, Closer, Slower&#8221; annähern, denn dieses ist die wohl abwechslungsreichste Veröffentlichung von Temple Music seit der Gründung und scheint beinahe all ihre Facetten gleichermaßen zu offenbaren. Das Wort &#8220;neu&#8221; muss man hier allerdings relativieren, denn &#8220;Further, Faster, Closer, Slower&#8221; entstand bereits vor knapp drei Jahren, fiel kurz drauf einem Festplattenunfall zum Opfer und wurde kürzlich, nachdem einigen Daten doch noch gerettet werden konnten, aus seinen Einzelteilen neu zusammengesetzt. Wie dem sei, nun ist es da, wenn auch leider bislang nur als Download, und es schillert grandios.</p>
<p>Das getragen stimmungsvolle Fingerspiel, die kopfhängerische Pastoralität der Gitarrenfiguren, erinnern zu Beginn noch an die Folkwurzeln der mittlerweile in Griechenland ansässigen Band, doch all das entfaltet sich unter einem dichten, verrauschten Film, in dem verfremdete Stimmen und bedrohliches Tierfauchen ineinanderfließen. „Further“, wie der irritierende Opener betitelt ist, bildet einen widersprüchlichen Auftakt, wenn schleppende &#8220;funky&#8221; Perkussion und verdrehte Riffs mit trunkenen Imperativen wie „faster to the end, to the end!“ kontrastiert werden – man denkt da eher an den Vater mit seinem Kind, der den Hof noch mit Mühe erreicht, doch all das hat seinen Reiz, weil es hinter all dem dennoch eine kräftige, wenn auch subtile Vorwärtsbewegung gibt. Fatal oder vital, die Frage bleibt obsolet.</p>
<p>Auch in den folgenden Stücken scheint es immer um eine Art Reise, eine Hin- oder Fortbewegung zu gehen, in „Within“ erscheint diese aber als verzweifelte Flucht ins Innere, wo alles, auch die Richtung der rückwärtsgespielten Passagen, das alptraumhafte Hecheln und der infernalische Engelschor auf links gedreht erscheint. Der deutlichste Szenenwechsel erfolgt mit „Pretty“, in dem ein vergnügtes Kind zu spanisch anmutenden Gitarrenklängen planscht und lacht. Die Schwalbenschar, die in „Swallowing Air“ Propellergeräusche übertönet, scheint sich ebenfalls zu einer Reise nach Süden zu formieren, ihr Aufruhr ist ekstatisch und laut und fügt sich doch wie von Zauberhand in die Urwaldrhythmen und die typischen Trench-Gitarren, die man schon von Orchis her kennt. An diese erinnert unweigerlich auch das schlaftrunkene „The Maid in the Moor“, mit seiner getragenen Zwölfsaitigen der einzige „Folksong“ des Albums. „Nova, Nova, Nova“, ein Battle zwischen drei „Novation“ Bass-Stationen ist dagegen ein Kontrastprogramm mit aufgetürmtem Feedbacklärm.</p>
<p>Zu den Grundintentionen des Albums scheint ein kosmischer Spacerock-Vibe zu zählen, doch Temple Music scheinen ebenso gegen alle Genre-Sklaverei zu rebellieren und die Standards zu brechen, wo sie nur können. Nachdem ihnen dies auf eine runde halbe Stunde gelungen ist, zeigen sie in den letzten zwei Stücken noch mal, was sie nach Old School-Manier können. „Intrastate“, bei dem man nicht mit einem Hawkwind-Vegleich kommen muss, aber kann, ist ein Uptempo-Monster von einer Verfolgungsjagd, „Spacedrive“, das im Stream nicht erhältlich ist und als eine Art DL-Bonus fungiert, übertrifft dies noch an trunkenem Groove. Das erschöpfende Ende, das in „Further“ angekündigt wurde, ist hiermit erreicht, und der Hörer um ein sattes kosmisches Erlebnis reicher. „Further, Faster, Closer, Slower“ sollte jedem Fan der etwas experimentierfreundigeren Psych Rock-Aberteuer, denen DIY noch etwas bedeutet, ein Fest sein. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://cryptanthus.bandcamp.com/">Crypthantus</a></strong></p>
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