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	<title>African Paper &#187; Ex Records</title>
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		<title>THE EX: If Your Mirror Breaks</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Apr 2025 03:51:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die legendären The Ex, ursprünglich und unüberhörbar vom Punk kommend, sind seit jeher für ihren liebevoll-respektlosen Umgang mit Genreerwartungen bekannt, außerdem sind sie in ihren Songs grandiose Geschichtenerzähler. Ihr neues Album &#8220;If Your Mirror Breaks&#8221; stellt, anknüpfend an den Vorgänger &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/04/12/the-ex-if-your-mirror-breaks/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/EX149-front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-45478" title="EX 149 LP sleeve.indd" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/EX149-front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die legendären The Ex, ursprünglich und unüberhörbar vom Punk kommend, sind seit jeher für ihren liebevoll-respektlosen Umgang mit Genreerwartungen bekannt, außerdem sind sie in ihren Songs grandiose Geschichtenerzähler. Ihr neues Album &#8220;If Your Mirror Breaks&#8221; stellt, anknüpfend an den <a title="THE EX: 27 Passports" href="http://africanpaper.com/2018/04/28/the-ex-27-passports/">Vorgänger &#8220;27 Passports&#8221;</a>, beides, v.a. das zuletzt genannte, noch einmal besonders unter Beweis und lässt in seiner üppigen Farbepracht außer <span id="more-45477"></span>Langeweile nichts vermissen. Drei Gitarren, ein Schlagzeug und mehrstimmiger Gesang arbeiten mit einer ungestümen, doch hochpräzisen Energie, die Dringlichkeit, Kreativität und ein ungebrochenes Gespür für das Spannungsfeld zwischen Chaos und Struktur offenbart.</p>
<p>Der Auftakt &#8220;Beat Beat Drums&#8221; lässt keinen Zweifel daran, dass die niederländische Band, deren Wurzeln tief in der Anarchoszene der Achtziger stecken, nichts an Schärfe eingebüßt hat. Ein sperriger Rhythmus, der zu beginn überraschenderweise (und für den Rezensenten vermutlich zunächst abschreckenderweise, wäre der nicht längst vertraut mit den Eskapaden der Band) an Nu Metal erinnert, gibt den Ton an, wird dann aber von treibenden Snares aufgefangen. Der Gesang wechselt von kämpferischen Shouts zu melodischeren Passagen, während die Gitarren sich zunehmend in noisige Verzerrung und sirenenhafte Soli auflösen. Es ist ein Stück, das die Intensität der des Albums bereits zu Beginn direkt auf die Spitze treibt. Mit &#8220;Monday Song&#8221; folgt ein Kontrast, ein getragenes, vergleichsweise melancholisches Stück, das viel Raum für Reflexion lässt. Der Text evoziert Bilder von aufsteigenden Geistern und bedrohlicher Weite, während der Gesang eine eigentümliche, fast entrückte Dringlichkeit vermittelt. Auch &#8220;The Evidence&#8221; schlägt eine erneut andere Richtung ein: Hier dominiert ein rauer, bluesrockiger Einschlag mit einer rohen, beinahe exzessiven Energie.</p>
<p>&#8220;Spider and Fly&#8221; beginnt leichtfüßig, fast verspielt mit entspannten Drums, wird aber durch die markanten Gitarren und den fast rezitativen Gesang geerdet. Der Text zeichnet eine surreale, zugleich allegorische Szene: eine Spinne, die Netze spinnt, Wände, die flüstern. Es ist ein Stück, das mit seiner ruhigen Eindringlichkeit eine hypnotische Wirkung entfaltet. Besonders herausragend ist &#8220;Circuit Breaker&#8221;, das sich mit knarrenden Gitarren und einer verspielt-hölzernen Drumarbeit in die Gehörgänge bohrt und klopft. Der Gesang setzt erst spät ein und entwickelt sich zu einer Art Mantra, das sich um die (gesellschaftsbezogene?) Frage dreht, was alles in uns verborgen bleiben sollte.<br />
<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/EX149-tour-poster.jpeg"><img class="aligncenter size-full wp-image-45479" title="EX149 tour poster" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/EX149-tour-poster.jpeg" alt="" width="905" height="1280" /></a>Auf der zweiten Seite des Albums markiert &#8220;Wheel&#8221; einen Höhepunkt. Der von Katherina Bornefeld geschriebene und gesungene Track entfaltet mit seinem zyklischen Motiv, seinen folkigen Rasseln und der feierlich-ernsten Atmosphäre eine faszinierende Tiefe. Die Struktur und der Gesang erinnern an das legendäre britische Folkrevival und Bands wie Pentangle und Steeleye Span, die Gitarrenbasis bleibt jedoch unverkennbar im klanglichen Universum von The Ex verankert. Thematisch kreist das Stück um Unbeständigkeit und Wandlung, um den Zerfall alter Strukturen und den Drang nach Erneuerung. &#8220;The Loss&#8221; schaltet wieder in den drängenden, hämmernden Modus um: Der eigenwillige Takt und die aggressiven Shouts von Arnold de Boer treiben das Stück voran. &#8220;In The Rain&#8221; beginnt scheinbar ruhig, doch bald kippt die Stimmung. Die Gitarre sägt, der Rhythmus wird hektisch und schafft eine Unruhe, die perfekt mit den assoziativen, bissigen Textbildern harmoniert.</p>
<p>Mit &#8220;The Apartment Block&#8221; und &#8220;Great!&#8221; findet das Album seinen Abschluss. Ersteres ist beinahe instrumental, verspielt und kraftvoll zugleich, während das finale Stück mit quirliger Energie und lakonischem Humor endet und so dem Album einen mehr als adäquaten Schlusspunkt gibt. &#8220;If Your Mirror Breaks&#8221; wirkt, so kann man schon nach einem Hördurchgang konstatieren, auf mehreren Ebenen: Die bandtypische Mischung aus eruptiven, ruppigen Momenten und unerwarteten, fast elegischen Passagen lässt eine Spannung entstehen, die stets unaufgelöst bleibt, und ein politischer oder meinetwegen gesellschaftlicher Subtext schwingt immer mit, ohne sich je aufzudrängen.</p>
<p>Ein mehr als genießbares Album also, dem man sich am besten ohne die gängigen Erwartungen annähert. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Ex Records</strong></p>
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		<title>THE EX: 27 Passports</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2018 06:16:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/ex27p.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14982" title="ex27p" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/ex27p-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In gewisser Weise kann man die Compilation „Live at Bimhuis“, auf der The Ex vor drei Jahren eine jahrzehntelange Serie von Konzerten in einem Amsterdamer Jazzclub dokumentierten, als ihr Opus Magnum begreifen – nicht nur weil die mittlerweile als Quartett auftretenden Damen und Herren passionierte Performer sind, sondern weil auf dieser Sammlung auch ein Eindruck der stilistischen Bandbreite entsteht, den das Ende der 70er im Umfeld des Anarchopunk geborene Band-Kollektiv vorzuweisen hat. <span id="more-14981"></span>Jazz, Klangkollagen, Noiserock, Afrikanisches und vieles mehr hat in den letzten vierzig Jahren Einzug in den Ex-Sound gehalten, die Geschichte dieser Entwicklung könnte ein dickes Buch füllen.</p>
<p>In gewissen Abständen bringen The Ex natürlich nach wie vor Alben heraus, und auf dem gerade erschienenen „27 Passports“ liegt diese Bandbreite erst einmal nicht allzu offen auf der Hand, denn hier scheint sich das Gespann auf seine Punk- und Postpunk-Wurzeln zu besinnen und präsentiert eine Sammlung aus zehn vergleichsweise aufgeräumten Songs. Doch der simple Schein trügt, denn die Songs haben mindestens einen doppelten Boden, und zwischen den Schichten verbirgt sich der Ertrag einer ereignisreichen Bandgeschichte, in der vieles absorbiert und zum selbstverständlichen Teil der eigenen Handschrift wurde.</p>
<p>Ob hinter den siebenundzwanzig Pässen eine konkrete Geschichte steht – man weiß es nicht, doch in den Texten der zehn Songs wird ordentlich fabuliert, und markante Bilder werden heraufbeschworen. So entsteht indirekt ein interessantes Narrativ, das seinen Reiz keineswegs dadurch verliert, dass man seine Inhalte nur vage und episodisch fassen kann. Der Opener „Soon all Cities“ ist das Sprachrohr einer Untergangsprophetie: Die Stadt, welche auch immer, wird untergehen, und alle darin ertrinken, und ob das ein Metapher sein soll oder nicht, irgendwann geht alles über in die Verdammung einer bald einsetzenden Vereinheitlichung. Verkehrsinseln, Restaurants, Unfälle etc. &#8211; bald werden sie in allen Städten identisch sein und Teil einer globalistischen Dystopie, so die abgeklärten Worte vor der Kulisse eines Europunk, in den ganz dezent afrikanische Popelemente gemischt sind. Nicht nur deshalb stellt sich die Frage, ob die anklingende Zivilisationskritik primär aus einem westlichen Blickwinkel heraus formuliert ist. The Ex sind weit gereist und kulturelle Empathen par excellence.</p>
<p>Motive des Niedergangs kontrastieren in beinahe allen Tracks mit einer vitalen Musik, die ihren Druck oft dem Zusammenspiel gleich dreier Gitarren verdankt. Im rockigen „The Heart Conducter“ fallen alle erdenklichen Körperorgane einem Unfall zum Opfer, außer eben dem titelgebenden Herz, in „This Car is my Guest“ sichert jemand einer alten Karre Asyl zu, eventuell dem im Booklet abgebildeten Wagen, und der afrikanisch inspirierte Gesang und die beinahe ekstatisch scheppernden Handdrums geben der ungewöhnlichen Alltagsgeschichte ein Kolorit zwischen Dritter Welt und Urban Decay.</p>
<p>Neben Arnold de Boer steuert Schlagzeugerin Katherina Bornefeld einiges an Gesang bei, das poetische „Silent Waste“, bei dem die Unverwundbarkeit von Worten der Verletzlichkeit von Menschen gegenüber gestellt wird, und die Postpunk-Nummer „Birth“ mit der Forderung nach einem radikalen Neustart für unseren Planeten zählen zu den stärksten Momenten des Albums. Im letzten Drittel dominieren wieder punkige Kracher, so das zerschmetternde Instrumentalstück „Footfall“, bei dem die Energie des Punk mit dem Einfluss hypnotischer Kologo-Power das Potential haben sollte, so manche Konzertvenue zum Einsturz oder zumindest zum Kochen zu bringen.</p>
<p>„27 Passports“ hat tatsächlich das Zeug, die Songauswahl künftiger Liveshows zu dominieren, die von feinsinnigem Humor und beißendem Spott in Spannung gehaltenen Texte, die oft von literarischen Einflüssen inspiriert sind, geben dem Album jedoch eine Dimension, die über den anarchische Rock&#8217;n'Roll-Drive weit hinausgeht. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Ex Records</strong></p>
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