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	<title>African Paper &#187; Fad Gadget</title>
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		<title>V.A.: Stumm 433</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Oct 2019 05:02:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/10/STUMM433-box.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-19121" title="Exclusive Mockups for Branding and Packaging Design" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/10/STUMM433-box-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In Paul Austers Opus Magnum<em> 4321</em> bekommt der Protagonist (respektive eine Inkarnation von ihm) John Cages Buch <em>Silence</em> mit den Worten geschenkt: „You have to read this […], or else you&#8217;ll never learn how to think about anything except what other people want you to think.“ Er blättert durch das Werk und stößt auf das Zitat: „The world is teeming: anything can happen.“ Für Mutechef Daniel Miller ist Cage ebenfalls eine enorm wichtige Bezugsgröße und er betont, von welch zentraler Bedeutung<span id="more-19118"></span> John Cages „4&#8217;33“ für ihn sei: „John Cage’s 4’33 has been present in my musical life for as long as I can remember as an important and inspiring composition.“ Insofern mag es konsequent sein, jetzt eine umfangreich(st)e Labelcompilation zu veröffentlichen, auf der ein Who&#8217;s Who von Künstlerinnen und Künstlern vertreten ist, die in den letzten Jahrzehnten auf Mute veröffentlicht haben &#8211; dem neben Factory vielleicht wichtigsten unabhänigen Label ever, das es fast durchgängig schafft, Experimentelles neben Pop zu veröffentlichen, das Heimat ist für so unterschiedliche Musiker wie Erasure oder NON.</p>
<p>Dabei kommt es bei „Stumm 433“ zwangsläufig zu gewissen Anachronismen und Paradoxien. Eine ganze Reihe der Künstler, die „4&#8217;33“ (scheinbar) covern, existieren schon lange nicht mehr (z.B. Miranda Sex Garden, Duet Emmo, He Said), andere haben das Label verlassen (Depeche Mode), von Daniel Millers Projekten The Normal und Silicon Teens sind das die ersten Lebenszeichen seit Jahrzehnten und Fad Gadget ist vor einigen Jahren verstorben – insofern ist es vielleicht auch nur konsequent, dass er mit völliger Stille vertreten ist.</p>
<p>Der größte Teil der anderen Beiträge ist dem Sujet entsprechend ebenfalls reduziert: Vieles klingt wie Feldaufnahmen. Die hier beschworene Stille kann sich noisig manifestieren (Daniel Blumberg), knisternd (Richard Hawley), verrauscht (Komputer), brummend (Modey Lemon), als fast völlige Abwesenheit von Klang (Einstürzende Neubauten), kann von Möwenschreien (Polly Scattergood), Insektensummen (Pole), einem krähenden Hahn (Goldfrapp), Autohupen und Lachen (Lee Ronaldo) oder Atmen (Nonpareils) durchbrochen werden, kann so klingen, als laufe ein Filmprojektor (Josh T. Pearson) oder als ginge man durch eine Bahnhofshalle (Renegade Soundwave). Aus dem Rahmen fällt da schon der ruhig zählende Michael Gira oder das leicht hysterische Zählen bei Pink Grease, das vorgetragene Gedicht von Cold Specks und das Ticken einer Uhr/eines Metronoms bei Alexander Balanescu. Das musikalischste Stück des Albums liefert vielleicht Moby ab, bei dem sich „4&#8217;33“ als pochender und pulsierender Track manifestiert, bei dem das Dröhnen sogar zwischendurch etwas die Klangfarbe wechselt.</p>
<p>Vieles bzw. fast alles mag interessant sein, wenn man das dazugehörige Video sehen kann (wie z.B. bei<a href=" https://www.youtube.com/watch?v=mM90X-9m_Zc"> Laibach</a>), aber insgesamt ist das eine in jedem Wortsinn erschöpfende Veröffentlichung, und als Hörer ist man dann nach 58 Versionen/Variationen/Interpretationen auch ziemlich erschöpft. Diese Compilation ist konzeptionell vielleicht interessanter als beim tatsächlichen Hören. Vor etlichen Jahren meinte Andrew Eldritch in einem Interview, er besitze augenblicklich zwar keinen Plattenspieler, aber er habe sich kürzlich die 12&#8221; von George Michaels „Careless Whisper“ gekauft, weil es wichtig sei, das Artefakt zu besitzen. Das war sicher (mehr als nur) ironisch gemeint, bezogen auf „Stumm 433“ ist es aber bestimmt schön, die (aufwendig gestaltete) Vinylbox oder (bei kleinerem Geldbeutel) die CDs zu besitzen (wie auch schon in der konkret bemerkt wurde). Dennoch: Was macht diese Veröffentlichung deutlich? Warum ist sie wichtig? Zum einen, dass Mute Records nach all den Jahrzehnten (und nach der vor einigen Jahren neu gewonnenen Freiheit/Unabhängigkeit) immer noch konsequent ihren Weg gehen (können) und zum anderen, dass im Zeitalter des Streamings diese Box sicher ein gutes Statement für die Wichtigkeit physischer Tonträger ist. Dass der Erlös der britischen Tinnitusgesellschaft und Music Minds Matter zugute kommt, ist dann vielleicht noch ein weiterer Grund sich &#8220;Stumm 433&#8243; zuzulegen. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://mute.com/">Mute</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>FAD GADGET: The Best Of</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Sep 2019 06:34:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Fad Gadget]]></category>
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		<description><![CDATA[Unter den renommierten Synthie- und New Wave-Acts der Jahre um 1980 nahm der Engländer Frank Tovey alias Fad Gadget insofern eine Sonderstellung ein, als dass seine durchaus eingängigen Popsongs immer etwas zu rau und derb waren, um ins Mainstream-Radio zu &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/09/21/fad-gadget-the-best-of/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/09/fadgadgetbestof.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-18673" title="fadgadgetbestof" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/09/fadgadgetbestof-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Unter den renommierten Synthie- und New Wave-Acts der Jahre um 1980 nahm der Engländer Frank Tovey alias Fad Gadget insofern eine Sonderstellung ein, als dass seine durchaus eingängigen Popsongs immer etwas zu rau und derb waren, um ins Mainstream-Radio zu passen, wo er dann zwar nicht völlig fehlte, aber doch etwas unterrepräsentiert war. Seine Exzentrik war immer einen Hauch zu schräg und ungestylt, um aus ihm wenigstens für eine Zeitlang einen trendigen Posterboy zu machen.<span id="more-18671"></span></p>
<p>Folglich hatte der frühere Kunststudent mit Wurzeln in der Performance Art trotz einzelner Hits wie „Ricky&#8217;s Hand“ nie die enorme Popularität von Bands wie Soft Cell, OMD, Human League oder auch Depeche Mode erreicht, die vor ihrem ersten Release noch seine Vorgruppe waren. Eher verkörperte er so etwas wie ein europäisches Pendant zu Suicide oder Dark Day und schlug so die Brücke zu Underground-Künstlern wie Throbbing Gristle, Cabaret Voltaire oder Non – mit letzterem spielte er dann auch ein gemeinsames Album namens „Easy Listening for the Hard of Hearing“ ein, bei dem er gerade für die lärmigeren Passagen zuständig war.</p>
<p>Seit man die New Wave-Ära mit einem nostalgischen Blick beehrte, ist Fad Gadget v.a. ein Thema für leidenschaftliche Connoiseurs, und die dürfen sich nun freuen, dass die um die Jahrtausendwende als CD erschienene „Best of“ &#8211; lange ein Muss im Koffer eines jeden schwarzgestylten Szene-DJs – nun erstmals als LP herauskommt. Unter den 16 Songs findet sich so manche Perle, die den Geist dieser Zeit repräsentativ in ein 3-5-Minuten-Format zu passen weiß. Da wäre „Back to Nature“, die erste Single auf Mute Records, die die liebgewonnenen Sackgassen der modernen Zivilisation gegen naiven Utopismus verteidigt und einmal mehr der in Ungnade gefallenen Hippiezeit eine Absage erteilt – sein artifizielles Urwald-Szenario mit künstlichen Tierstimmen erinnert an die ebenso künstlichen Gärten in den Werken der Dekadenzdichter.</p>
<p>Dann das schon erwähnte „Ricky&#8217;s Hand“, ein Tanzflächenfüller vom Range eines „Sex Dwarf“, und mit „Collapsing New People“ (inspiriert von den Einstürzenden Neubauten) weitere vier Minuten Ballard&#8217;sche Dystopie für Tanzflächen, auf denen man dank trockeneiserfüllter Dunkelheit seine Hand nicht vor den Augen sieht. Das schlüpfrige „Lady Shave“ mit seinem monoton vorantigernden Midtempo taucht auch immer mal in Playlists auf, vom Sound her hätte es &#8211; wie einige weitere Fad Gadget-Songs &#8211; glatt auf Depeche Modes &#8220;Speak and Spell&#8221;-Album gepasst. Viele der vordergründig etwas weniger dark anmutenden Songs dagegen sollten viel bekannter sein: der aufwühlend-hektische Noise von „Insecticide“, der coole Existenzialismus von „Life on the Line“, das hymnische „For Whom the Bell Tolls“ und groovige Tracks wie „I Devour Love“, „One Man&#8217;s Meat“, „Fireside Favourites“ und „Love Parasite“, die alle einen Touch tiefschwarzer Comedy haben und Tovey als verquere Version eines Crooners zeigen, der seine ganz eigene Vorstellung von Swing hatte.</p>
<p>Obwohl der Musiker relativ jung verstarb, deckt die Fad Gadget-Ära nur rund die Hälte seines Werks ab, unter seinem bürgerlichen Namen veröffentlichte er ab Mitte der Achtziger eine ganze Reihe an Alben, die z.T. einen folkigen und bluesigen Touch haben. Als Klassiker, gleichwohl an der Grenze zum Underground, sind aber seine Songs zwischen 1979 und 1984 ins kulturelle Gedächtnis eingesickert, und für die neue Würdigung auf Vinyl kann man nur dankbar sein. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Mute</strong></p>
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