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	<title>African Paper &#187; Field Recordings</title>
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		<title>Große Sammlung an Gong-Aufnahmen bei Sub Rosa</title>
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		<pubDate>Sat, 14 May 2022 03:44:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[David Toop]]></category>
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		<description><![CDATA[In einigen Tagen bringen Sub Rosa eine umfangreiche Veröffentlichung namens &#8220;Exploring Gong Culture in Sountheast Asia &#8211; Mainland and Archipelago&#8221; heraus. Wie der Name nahelegt, umfasst die auf einer Unmenge an Feldaufnahmen basierende Sammlung Gong-Aufnahmen aus unterschiedlichen Orten der Region &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/05/14/grose-sammlung-an-gong-aufnahmen-bei-sub-rosa/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einigen Tagen bringen Sub Rosa eine umfangreiche Veröffentlichung namens &#8220;Exploring Gong Culture in Sountheast Asia &#8211; Mainland and Archipelago&#8221; heraus. Wie der Name nahelegt, umfasst die auf einer Unmenge an Feldaufnahmen basierende Sammlung Gong-Aufnahmen aus unterschiedlichen Orten der Region von Vietnam und Kambodscha bis zu den Inseln der philippinischen und indoesischen Archipele und präsentiert &#8220;Gong-Kultur&#8221; in ganz unterschiedlichen Verwendungzusammenhängen, die von rituellen (Opferzeremonien, Trauerfeiern etc.) über unterhaltende (Begleitung von Arbeit und Spiel) bis zu pragmatischen (z.B. das Vertreiben von Vögeln aus Reisfeldern) Kontexten reichen. Die Aufnahmen wurden von dem japanischen Soundkünstler Yasuhiro Morinaga gemacht, der zu diesem Zweck über 50 ethnische Gruppen aufsuchte und anschließend eine der musikalischen und kontextuellen Bandbreite verpflichtete Auswahl traf. &#8220;Exploring Gong Culture in Sountheast Asia&#8221; erscheint als Doppel-CD und in einer Vinyl-Edition, enthalten ist ein längerer einführender Text von David Toop. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/05/SR509_front.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-29733" title="SR509_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/05/SR509_front.jpg" alt="" width="1299" height="1305" /></a><span id="more-29732"></span></p>
<p>Gongs have played an integral role in the mythogeography of Asia. This is not music that aligns with national borders or ideas of homogenous populations, let alone racial stereotypes and exotic clichés. What connects all of these tracks is a simultaneous feeling of entrancement and social cohesion. Communal and collaborative, its form is hypnotically repetitious, melodies and rhythms spread out among the players using the technique of hocketing in which a flowing line is distributed among all the musicians. The effect is mesmerising, immediately intoxicating to anybody who loves Chicago footwork, free improvisation, Sun Ra or young hip hop producer Jetsonmade. The music is simple yet mysterious and enveloping, a sound world in which to disappear. A theory exists but this is not explained. (David Toop)</p>
<p><a href="https://subrosalabel.bandcamp.com/"><strong>@ Sub Rosa</strong> </a></p>
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		<title>RAFAŁ KOŁACKI: Ā’zan. Hearing Ethiopia</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jul 2018 04:14:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Field Recordings]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small;"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/rafalkolackiazan.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14856" title="rafalkolackiazan" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/rafalkolackiazan-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gehört nicht nur ein gutes Ohr, sondern auch ein gutes Maß an Kunstfertigkeit dazu, die Seele eines Ortes, oder bescheidener ausgedrückt: das, was einen Ort ausmacht, anhand seiner Klänge wiederzugeben. Man sollte Realist sein beim Aufspüren und Auswählen von charakteristischen Geräuschen, doch durch und durch Musiker, wenn es darum geht, diese so zusammenzusetzen, dass sie ohne allzu viel Verfremdung mit ästhetischem Gewinn gehört werden. Es gibt zahlreiche Künstler, die – ethnographische oder sonstige – Feldaufnahmen zu ermüdenden Slideshows reihen. Rafał Kołacki, ein <span id="more-14855"></span>weitgereister Klangjäger und nebenbei Mitglied der Ritualband HATI, gehört ähnlich wie Carlos Casas zu denen, die es verstehen, Orte auditiv erfahrbar zu machen.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Nach dem aus kurzen Aufnahmeschnipseln zusammengesetzten Porträt des berüchtigten „Dschungels“ von Calais widmet sich Kołacki wieder der Audiosphäre einer Großstadt, und diesmal führte seine Reise ihn in die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba, eine Metropole, die ethnisch, sprachlich und religiös so heterogen ist wie der ganze Vielvölkerstaat, der sie umgibt. Hier – so sagt es Kołacki in den Liner notes, und so klingt auch die CD – stößt der Besucher nicht nur mit der für geschäftige Orte typischen Vielzahl an Alltagsgeräuschen, sondern auch mit den unterschiedlichsten Sprachen und v.a. Musikarten zusammen, denn Musik, sei es religiöse oder weltliche, ist in dieser Stadt, deren Name auf deutsch neue Blume heißt, besonders allgegenwärtig. Die Gebete und liturgischen Gesänge, die auch zu ungewöhnlichen Zeiten aus den orthodoxen Kirchen dringen und westliche Ohren an den islamischen Gebetsruf erinnern, der Singsang der Passanten und arbeitenden Menschen auf den Straßen, die Lieder der einheimischen Populärmusik, die aus Radios und Smartphones ertönen – sie alle bilden zusammen mit dem typischen Straßenlärm eine Kulisse, die etwas musikalischer anmutet als die vieler anderer Städte. </span></p>
<p><span style="font-size: small;">In den eröffnenden Szenen des Albums, dessen Titel „Ohr“ bedeutet, verschmelzen Gesänge, die ich ohne Information vielleicht als asiatisch eingeordnet hätte, und schwer zu definierende Instrumente, vermutlich aus einem Kneipenradio, ganz selbstverständlich mit Motoren, Schritten und Gesprächsfetzen. Es ist eine interessante Frage, was den Aufnahmen ihre alte Patina verleiht – vielleicht ist es die Distanz zahlreicher Geräusche, vielleicht auch das anfangs allgegenwärtige Vogelzwitschern, oder das rhythmische Klatschen einer vorbeiziehenden Menschengruppe, das sofort die Fantasie anregt: Wie würde eine Musik mit diesem Takt klingen, wenn eine traditionelle oder moderne Band sie spielte? Schnell bekommt die Darstellung etwas Panoramisches, führt das titelgebende Ohr an Straßenecken und in Bars. Und überall, bei dem Klang der fremdartigen Sprachen, bei den wunderschönen Flötenmelodien, bei all den akzentuierenden Details, bei denen das Ohr gerade so lange verweilt, dass die Eindrücke nicht verfliegen, vermischen sich all die Klischees, die man über Äthiopien hat, mit dem reichhaltigen Stoff: die oft exotisierte Jazztradition des Landes, seine mythische Aura für die Rastafaris in Jamaika, die lange Geschichte des äthiopischen Christentums mit seinen vielen jüdischen Elementen, das schwarze Gold namens Kaffee, dass hier seinen Ursprung hat, die stolze Anmut seiner Menschen, die Armut, deren Bilder man aus früheren Zeiten kennt.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Kołacki hat ein versiertes Händchen für die Erzeugung von Stimmungen und Spannungskurven, und m.E. ist die Erkundung dann am interessantesten, wenn die Szenen etwas unruhiger und dramatischer werden, wenn die unterschiedlichen Gesänge von Hupen, Pfeifen und aufgeregten Dialogfetzen übertönt werden, wenn „exotischer“ Gesang für Momente hinter Peitschenknallen und plötzlichem Donner verschwindet und selbst die Vögel außer Rand und Band sind. Schwer zu sagen, ob diese Eruptionen, die eine folkloristische und zugleich urbane Handschrift tragen, spontanen Gemütserhitzungen oder einem Volksfest entspringen.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Das Porträt der Stadt und der vielen namenlosen Beitragenden erscheint dreihundertmal im aufklappbaren Ecopak und ist, dank der Gestaltung von Mirt, auch optisch sehr ansprechend.</span></p>
<p><strong><span style="font-size: small;">Label: <a href="http://zoharum.com">Zoharum</a></span></strong></p>
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		<title>DAVE PHILLIPS: South Africa Recordings</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/12/31/dave-phillips-south-africa-recordings/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2016 07:56:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Dave Phillips]]></category>
		<category><![CDATA[Field Recordings]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Filter, der entscheidet, was vom Gehör zur Verarbeitungszentrale weitergeleitet wird, und was nicht, ist unerbittlich in seiner Ausgrenzung. Unzählige kleine Geräusche ziehen täglich an uns vorbei, scheinbar unbemerkt, in jedem Fall unerinnert. Ähnlich dem Unbewussten des Geisteslebens ist auch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/12/31/dave-phillips-south-africa-recordings/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/dpsouthafricarecordings.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13133" title="dpsouthafricarecordings" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/dpsouthafricarecordings-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der Filter, der entscheidet, was vom Gehör zur Verarbeitungszentrale weitergeleitet wird, und was nicht, ist unerbittlich in seiner Ausgrenzung. Unzählige kleine Geräusche ziehen täglich an uns vorbei, scheinbar unbemerkt, in jedem Fall unerinnert. Ähnlich dem Unbewussten des Geisteslebens ist auch das ungehört Vorbeiziehende eine wahre Schatzkammer an Klängen oft gerade filigranerer Art. Dave Phillips ist seit langer Zeit ungewöhnlichen Geräuschen auf der Spur. In der Absicht, diese vor dem Verschwinden, dem für immer ungehört bleiben zu entreißen, ist er aber keineswegs nur<span id="more-13132"></span> Archivar. Phillips hat seit jeher eine Leidenschaft für Naturgeräusche, besonders die Klänge von Insekten sprechen ihn ästhetisch an, berühren und überwältigen ihn, wie er in unserem Interview sagte.</p>
<p>Darüber hinaus erkennt er darin aber auch einen „immensen Sprachreichtum, eine immense Kommunikation“ und sieht diese Sprache als „enorm tiefgründig, wenn man ihr richtig zuhören mag“. Man erlernt eine solche Sprache nicht wie eine Fremdsprache, nähert man sich ihr aber intuitiv an, kann dies die Fähigkeiten der Kommunikation, der Wahrnehmung und gerade auch der Empathie enorm erweitern. Als jemand, der seit jeher in seinen künstlerichen Aktionen gegen die Entfremdung zwischen Mensch und Natur ankämpft, ist auch das Sammeln, Aufarbeiten und Vermitteln von seltenen Sounds aus Fauna und Flora ein Teil seiner Arbeit an der Empathie des Menschen für die Natur.</p>
<p>Auf seiner neuesten Doppel-CD präsentiert Phillips eine Vielzahl an primär Tier-Geräuschen, die er im letzten Winter in verschiedenen Provinzen Südafrikas aufgespürt und aufgezeichnet hat, was ihm schon deshalb ein Anliegen war, da viele der Lebensformen auf lange Sicht bedroht sind. Was sich auf den zwei Scheiben findet, ist ein enormes regionales Bestiarium unentdeckter Sounds: von Zikaden flankierte Sandfrösche und ihre Verwandten, die Kassinas aus den waldreicheren Ostprovinzen, deren nahezu perfekt rhythmisches Tremolieren manchmal an Holzblasinstrumente erinnert, dann wieder an Metallteile, die in Hochgeschwindigkeit gegen Glas schlagen; urige Chorgesänge von Kröten, die sich manchmal wie grotesk verfremdete menschliche Stimmen oder zombifiziertes Bellen anhören, und bisweilen wäre es nur ein kleiner Schritt zu minimalem, aber umso kraftstrotzenderem Rhythm Noise; ein gemischter Chor verschiedener Insekten und Amphibien in einem halbtrockenen Flussbett bei Nacht.</p>
<p>Einmal mehr Zikaden, die solo und in Ensembles verschiedener Größe auftreten und deren Serenaden dem, was man auch konventionell Musik nennt, oft recht nah kommen; ein fast niedlich dazwischen quiekendes Warzenschwein; Geckos mit ihrem seltsam ratternden Gebell bei Sonnenuntergang; große Ansammlungen von Tauben, deren Gurren und Flügelschlagen zu einer Kakophonie aus Grunzen und Knarren gerät und immer wieder von anderen, „konventionelleren“ Vogelstimmen durchbrochen wird; dröhnende Insektenschwärme und einzelne Fliegen oder Käfer im Flug; das seltsame Lachen eines Flusspferdes; Löwen, Schakale und Hyänen, deren Jaulen und Brüllen einem undefinierbar erscheint, wenn man sie dabei nicht vor Augen hat; dann Wind und Wasser – der Schauplatz selbst, der ohnehin immer präsent und stets mehr als nur Kulisse ist, macht Amphibien, Insekten und Vögeln für Momente den Platz am vorderen Bühnenrand streitig.</p>
<p>Ungezählte Noise- und Droneplatten könnte man aus diesem Material zusammenschustern, und Alchemisten wie Ô Paradis könnten aus einer Auswahl davon dekonstuierte Popsongs basteln, denn vieles klingt schon in seiner Rohform musikalisch und z.T. sogar überraschend „elektronisch&#8221;. Phillips Mission ist eine andere, als Meister des Foregroundings lässt er diesen Pool an ungewöhnlichen und oft undefinierbaren Klängen für sich sprechen. In der Auswahl, aber auch in der subtilen Bearbeitung – räumliches Arrangieren und Einstellen der Aufnahmegeräte, ferner leichtes Equalizing – liefert er die Vorarbeit, an die die Hörer dann mit ihrer Aufmerksamkeit anknüpfen können. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://dave-phillips.bandcamp.com/album/south-africa-recordings">Self-released</a></strong></p>
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		<title>CHRIS WATSON: In St Cuthbert&#8217;s Time. The Sounds of Lindisfarne and the Gospels</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jul 2013 01:16:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Cabaret Voltaire]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Watson]]></category>
		<category><![CDATA[Field Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[The Hafler Trio]]></category>
		<category><![CDATA[Touch]]></category>

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		<description><![CDATA[In den meisten Fällen ist ja doch von Musik die Rede, wenn der Begriff &#8220;field recordings&#8221; fällt, von Klängen also, die zwischen Aufnahme und Mastering einige bedeutsame Bearbeitungsschritte erfahren haben, was nicht selten in unterschiedlichen Graden der Verdichtung, Harmonisierung oder &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/07/27/chris-watson-in-st-cutberts-time-the-sounds-of-lindisfarne-and-the-gospels/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/07/chriswatsoninstcuthbertstime.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7376" title="chriswatsoninstcuthbertstime" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/07/chriswatsoninstcuthbertstime-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In den meisten Fällen ist ja doch von Musik die Rede, wenn der Begriff &#8220;field recordings&#8221; fällt, von Klängen also, die zwischen Aufnahme und Mastering einige bedeutsame Bearbeitungsschritte erfahren haben, was nicht selten in unterschiedlichen Graden der Verdichtung, Harmonisierung oder Rhythmisierung resultiert. Die eigentlichen Feldaufnahmen sind in dem Fall nur ein Moment unter vielen. Chris Watson, der allein in seiner Zeit bei The Hafler Trio sein Können im oben genannten Bereich ausgiebig demonstrierten konnte, ruft in seinem neuen Release nicht nur das Rohmaterial selbst in Erinnerung, sondern auch den Ursprung des Begriffs in der Welt der Wissenschaft, entstand<span id="more-7374"></span> die &#8220;Feld&#8221;-Metapher doch in Anlehnung an die soziologische Praxis der Feldforschung. Musik findet sich auf seinem neuen Album keine, auch wenn das Wort „Gospels“ im Titel das vielleicht suggerieren mag.</p>
<p>Mit Soziologie hat Watsons neuestes Projekt allenfalls am Rande zu tun, vielmehr ging es in dem von der Durham University finanzierten Auftrag darum, die klangliche Atmosphäre der nordenglischen Insel Lindisfarne möglichst in Abwesenheit zivilisatorischer Klangquellen aufzunehmen und zu dokumentieren. Lindisfarne, das so nahe an der Küste gelegen ist, dass man es bei Ebbe auch per Auto erreichen kann, ist ein für die Geschichte Großbritanniens wichtiger Ort. Im 7. Jh. ließen sich dort schottische Mönche nieder, primär in der Absicht, von dort aus den nicht keltisch geprägten und aus christlicher Perspektive rückständigen Teil der Britischen Inseln zu missionieren. Bald entstand auf der „Holy Island“ das zeitweise wichtigste Kloster dieser Bewegung, die unabhängig und z.T. im offenen Widerspruch zu Rom agierte und erst gut zwei Jahrhunderter später durch Wikingerüberfälle zuende ging. Das wichtigste bis heute erhaltene Erzeugnis aus dieser Zeit sind die Lindisfarne Gospels, eine pergamentene Evangelien-Ausgabe von beeindruckender künstlerischer Virtuosität. Über all dies kann man sich in dem aufwendigen Booklet informieren, das auch optisch – Stichwort Jon Wostencroft – den bekannten Touch-Standards entspricht.</p>
<p>Vom Kloster der frühen Missionare sind heute nur noch Ruinen erhalten, ebenso von der späteren Benediktinerabtei und der in der Neuzeit errichteten Wehrburg. Dass die Insel heute primär Vogelschutzgebiet ist, fällt bei den Aufnahmen, die jeweils eine Jahreszeit dokumentieren, am deutlichsten ins Auge, denn neben der Brandung und den Geräuschen von Wind und Regen sind vor allem Vögel zu hören – ihre Stimmen, ihre Bewegungen in Luft und Wasser. Monoton und eindimensional ist das keinesfalls: Im „Winter“-Teil hat das Schnattern der Gänse und Enten einen fast rhythmischen Charakter, so dass man für Momente an der fehlenden Bearbeitung zweifeln mag, das An- und Abschwellen ihrer Stimmen über dem konstanten Dröhnen der Brandung erfolgt zwar in Intervallen, die allerdings sind in Länge, Dichte und Klangfarbe stets unberechenbar. In den weiteren Jahreszeiten „Lencten“, „Sumor“ und „Haerfest“ kommen weitere Vogelarten hinzu, Schwalben, Möwen und etliche mehr, die im Booklet akribisch aufgeführt sind, und es muss Spaß machen, dies alles auseinanderhalten zu können. Der Frühling mit seinem helleren, luftigeren Klang und seinen sanften Wellen klingt insgesamt maritimer, im Sommer gerät die Brandung zu wahrem Lärm und im Winter gesellen sich Robben hinzu. Unerklärlich das Klingeln (von einem Schiff?) und die gruseligen Tierstimmen im zweiten Teil, die sich wie menschliche Stimmen anhören.</p>
<p>Natürlich werden einige monieren, dass auf der CD „nur“ Vogelstimmen und andere Naturgeräusche zu hören sind und behaupten, die Idee sei besser als das Resultat. Aber das wäre nur ein Indiz für Desinteresse, denn das Resultat lebt von der Idee, und beansprucht keineswegs zur Hintergrundbeschallung gehört zu werden. Watson dokumentiert die Klänge einer Insel, wie sie vor der Ankunft der ersten Mönche geklungen haben mag und wie sie auch heute wieder klingt, ohne Gebete, Gesänge und Glocken. Wer hat nun den Sieg davon getragen, die christliche Religion oder die ewigen Rhythmen des Jahres und der Gezeiten? Bedenkt man die beeindruckenden Ruinen und die Seiten der Lindisfarne Gospels, dann sollte klar werden, dass dies keine Frage von entweder/oder ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.touchmusic.org.uk">Touch</a></strong></p>
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		<title>SRMEIXNER &amp; BAND OF PAIN – Split (7&#8243;)</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 19:33:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[Band of Pain]]></category>
		<category><![CDATA[Black Rose Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[Contrastate]]></category>
		<category><![CDATA[Drone]]></category>
		<category><![CDATA[Field Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[SRMeixner]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen R. Meixner]]></category>
		<category><![CDATA[Steve Pittis]]></category>

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		<description><![CDATA[Black Rose Recordings ist das Hauslabel der Pestmaskenträger von CONTRASTATE, ein renommiertes Ambient-Industrial-Trio aus dem Vereinigten Königreich, das zugleich zu dessen schärfsten Kritikern zählt. Dieser Tage erreicht mich im schicken Pergamentcover eine schon länger veröffentlichte Single aus dem kleinen Musikverlag, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/srmeixner-band-of-pain-%e2%80%93-split-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Black Rose Recordings ist das Hauslabel der Pestmaskenträger von CONTRASTATE, ein renommiertes Ambient-Industrial-Trio aus dem Vereinigten Königreich, das zugleich zu dessen schärfsten Kritikern zählt. Dieser Tage erreicht mich im schicken Pergamentcover eine schon länger veröffentlichte Single aus dem kleinen Musikverlag, die mit den qualitativen Standards von Drone Records auf Augenhöhe ist.<span id="more-127"></span></p>
<p>Auf der ersten Seite der weißen Vinylscheibe zeigt Stephen R. Meixner, ehemals Mastermind der besagten Band, dass atmosphärische Musik weitgehend elektronischen Ursprungs heute keineswegs abgegriffen klingen muss. Auf circa fünf Minuten zieht das Stück mit dem wohl auf die Machart referierenden Titel “Texture – Montage – Sequence“ den Rezipienten in eine beeindruckende nächtliche Parallelwelt, für deren atmosphärische Ausgestaltung andere mitunter den Zeitrahmen eines Albums benötigen würden. Die Zutaten sind einfach und überschaubar: ein bedrohliches Keyboarddröhnen, Meeresrauschen und ein Froschkonzert, das mich trotz der dunklen Stimmung schmunzeln lässt und so gekonnt verhindert, dass die Wirkung der anderen (im Grunde romantischen) Aspekte ins Klischeehafte abrutschen. Ein weiterer Bruch dankt sich der Bearbeitung, denn die einzelnen Klänge sind in ihrer Gestalt und ihrem Ursprung nie allzu transparent: Für einen Augenblick könnte man das amphibische Quaken für den verfremdeten Klang von Glocken halten und die Brandung für das Tütengeraschel des Nachbarn.</p>
<p>Mit einer flächigen Komposition namens “Tripping in Q“ reist Dirter-Chef Steve Pittis alias BAND OF PAIN den Hörer auf der zweiten Seite aus der aquatischen Sphäre heraus und entführt ihn in die trockene, erdige Welt eines frühmorgendlichen Waldes. Jagdhörner erklingen am Horizont, eher leise, aber vielleicht ist es auch nur das Echo einer Blaskonzertaufnahme aus einem fernen Lautsprecher, das mich daran gemahnt, dass das viel beschworene “Hier und Jetzt“ doch nicht allzu fern ist. Dementsprechend klingt das Stück auch wesentlich metallischer als Meixners Beitrag, zu dem es einen angemessenen, aber nicht zu radikalen Kontrast darstellt.</p>
<p>Die Single ist limitiert auf 250 Exemplare. (U.S.)</p>
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