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	<title>African Paper &#187; Folkrock</title>
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		<title>TREMBLING BELLS &amp; BONNIE &#8216;PRINCE&#8217; BILLY: The Marble Downs</title>
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		<pubDate>Sat, 26 May 2012 05:35:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Duette zwischen Sängerinnen und Sängern sind wahrscheinlich so alt wie die Musik selbst. Im Pop hat sich dabei besonders das Schema „böser Bube, nettes Mädchen“ bewährt, bei dem ein verwegenes Raubein seine Prinzessin umgarnt und dabei in charakterisierender Stimmlagenverteilung zum &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/05/26/trembling-bells-feat-bonnie-prince-billy-the-marble-downs/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/05/themarbledowns.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4489" title="themarbledowns" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/05/themarbledowns-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Duette zwischen Sängerinnen und Sängern sind wahrscheinlich so alt wie die Musik selbst. Im Pop hat sich dabei besonders das Schema „böser Bube, nettes Mädchen“ bewährt, bei dem ein verwegenes Raubein seine Prinzessin umgarnt und dabei in charakterisierender Stimmlagenverteilung zum Ziel kommt oder auch nicht. Carter und Cash, Birkin und Gainsbourg, Campbell und Lanegan, you name it. Eine weitere, meist komödiantische, manchmal auch tragikomische Spielart davon inszeniert Kappeleien schon bestehender Paare. In nicht wenigen Fällen scheitert der männliche Part in seinen eitlen Bemühungen und wird<span id="more-4487"></span> von der Duettpartnerin abserviert, entweder in Form eines ätzenden Korbes, eines gepfefferten Laufpasses oder eben einer lebenslangen Karriere als belächelter Pantoffelheld, der sich im äußersten Fall nicht mal mehr losreißen kann. Anita Lane und Nick Cave haben in „Bedazzled“ die erste Variante mit beißender (Selbst-)Ironie inszeniert, Nancy Sinatra und Lee Hazlewood haben in Songs wie &#8220;Jackson&#8221; und &#8220;Big Red Balloon&#8221; das Pantoffelheldentum zu großem Slapstick heranreifen lassen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Im jüngst erschienenen Album „The Marble Downs“ liefern sich der bekannte Will Oldham alias Bonnie &#8216;Prince&#8217; Billy und Lavinia Blackwall, Sängerin der in Glasgow beheimateten Band Trembling Bells, ein paar großartige Wortschlachten solcher Art und lassen es bei dieser Qualität keineswegs bewenden, denn die Aufnahmen sind auch musikalisch äußerst gelungen. Eine wichtige Zusatzinformation impliziert schon die Anordnung der Interpreten auf dem Cover, denn es handelt sich bei „The Marble Downs“ nicht einfach um eine Bonnie &#8216;Prince&#8217; Billy-Platte mit neuer Begleitband. Die Trembling Bells entstammen einem musikalischen Biotop, dass sich irgendwann in Schottland und im Norden Englands herausbildete, und in dem traditionelle britische Musik einer Dekonstruktion unterzogen wird, die dem Wirken der ersten Freejazzer auf die afroamerikanische Musiktradition vergleichbar ist. Die Wurzeln dieses Millieus reichen bis in die 80er zurück. Traditionalisten wie Alasdair Roberts und Richard Youngs haben dieses Phänomen ebenso mitgeprägt wie der Musiker, Verleger und Autor David Keenan mit seinen avantgardistischen Projekten Taurpis Tula und Tight Meat. An denen wirkte auch der in Yorkshire geborene Alex Neilson mit, ein famoser Drummer, der außerhalb seiner schottischen Wahlheimat mit Größen wie Current 93, Baby Dee und Jandek zusammenarbeitet und daheim neben seinem (beinahe)-Soloprojekt Directing Hand eben auch die Trembling Bells ins Leben rief. Die spielen eine recht zugängliche Version zeitgemäßen Folkrocks und mussten auf Vergleiche mit allseits bekannten 60er Jahre-Größen nicht lange warten. Bei diversen Kollaborationen lernten sich Oldham und Neilson kennen, wurden Freunde, und nach einigen kleineren Projekten war dann der Grundstein zu „The Marble Downs“ gelegt. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Die Platte enthält Titel wie „I Made a Date (With an Open Vein)“, die man sich nur in einer in Whisky und schwarze Galle getauchten Tom Waits-Stimmung ausdenken kann. Die Musik, die sich dahinter verbirgt, ist so dramatisch wie ein guter Western, an den man bei Oldhams Stimme sowieso gerne denken mag, und überdies schon durch die bedeutungsschwere Kirchenorgel und die feierlichen Bläser mit viel tragikomischer Ironie durchzogen. Auf dem schmalen Grad zwischen Ergriffenheit und Galgenhumor wandernd, verweist hier auch Neilsons Songwriting immer wieder auf die Absurdität im Abgründigen. Kommen nun Beziehungen direkt vor, dann sind sie meist gerade am Auseinanderbrechen, wie im musicalartigen „I can tell you&#8217;re leaving“, in dem der männliche Part, wohl ein trinkfreudiger Taugenichts, mit Nachdruck in der Stimme um seine Chance fleht. Die zum gehen entschlossene Dame, die einen Mann und kein Baby will, bleibt hart, ihr Gegner bemitleidet sich ja schließlich schon selbst. Fast zum Rundum-Bashing des metrosexuellen Männerbildes wird in dem Kontext das Traditional „My Husband&#8217;s Got No Courage In Him“, das die beiden in wunderschönem A Capella-Gesang vortragen. Unerbittlichkeit und Lieblichkeit gehen in diesem einzigen echten Folksong des Albums Hand in Hand.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Alle eigenen Lyrics stammen aus der Feder Neilsons. Dass sie von einem Mann geschrieben wurden, mag für einige interessant sein, dass Sänger Oldham als Typ darüber hinaus weder in die klassische Machoschiene, noch in die des gelackten androgynen Beau passt, verleiht dem Ganzen eine zusätzliche Spannung und untermauert den inszenierten Charakter der Duette – ihre Geschichten haben etwas gewöhnliches und vertrautes, wirken aber an vielen Stellen wie Ausschnitte des Alltags einer fremdartigen Welt. Interessant ist vor allem auch das Zusammenwirken des gegensätzlichen Stimmpaares Oldham und Blackwall, denn hier trifft ein klassisch ausgebildeter und an Mittelaltermusik geschulter Sopran auf eine zwar ungewöhnliche, aber auch weitgehend naturbelassene Stimme, die sich im Grunde keiner Gesangstechnik bedient – glasklar versus brüchig, um es in gängiges Vokabular zu packen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Musikalisch dominiert auf den meisten Songs der Rock über den Folk. Ausnahmen bilden – neben dem besagten Traditional – zwei weitere Adaptionen, nämlich eine fast kammermusikalische Dorothy Parker-Vertonung sowie das versöhnliche „Lord Bless All“, im Original von Bee Gee Robin Gibb (R.I.P.) und hier das Schlussstück mit einem letzten rasanten Spannungsbogen. Die dynamischen Rocknummern haben nicht selten einen Touch von gelöstem Sixties-Beat, dem bisweilen wie in „Ferrari in a Demolition Derby“ humorige Kirmesbläser beigemischt werden. Am meisten nach vorn prescht „Riding“, bei dem Oldham sich selbst covert, denn es ist ein Song der frühen Palace Brothers-Zeit. Unter treibenden Drums und kraftvollen Gitarrensoli wird der verzweifelt Liebende zum inzestuösen Untoten, die ebenfalls tote Sister Lisa zur einzig symbiotisch verfügbar zu machenden Frau.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Kurzum: Auf „The Marble Downs“ versteckt sich so mancher Abgrund, und dennoch ist es auf seine schwarzhumorige Art vor allem ein sehr unterhaltsames Werk. Zu hoffen bleibt zum einen, dass die Trembling Bells nun auch hierzulande über ihren Geheimtippstatus hinaus wahrgenommen werden, zum anderen, dass sie zusammen mit Oldham auch in Zukunft wieder gemeinsames aushecken werden. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Label: <a href="http://www.honestjons.com/">Honest Jon&#8217;s </a></strong></span></span></p>
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		<title>ESPERS &#8211; Interview</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 19:27:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ESPERS sind eine amerikanische Band, deren musikalische Wurzeln aber eher auf der britischen Insel oder im restlichen Europa zu verorten sind. Ebenso wie auf dem schlicht “Espers“ titulierten Erstling oder dem Coveralbum “The Weed Tree“ spielt die inzwischen auf sechs &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/espers-interview/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Espers-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1584" title="Espers-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Espers-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>ESPERS sind eine amerikanische Band, deren musikalische Wurzeln aber eher auf der britischen Insel oder im restlichen Europa zu verorten sind. Ebenso wie auf dem schlicht “Espers“ titulierten Erstling oder dem Coveralbum “The Weed Tree“ spielt die inzwischen auf sechs Personen angewachsene Band auf  ihrem neuen Album “Espers II“ keinen reinen Folk, sondern verwendet E-Gitarren und auch atonale Momente kommen nicht zu kurz. <span id="more-1583"></span>Wenn im folgenden Interview  Gründungsmitglied Meg Baird davon spricht, dass Filme, die für eine musikalische Untermalung durch ESPERS die Eigenschaft des Unterirdischen besitzen sollten, hat man dem so boomenden Feld der Kategorisierungen  somit den Begriff des Subterranean Folk hinzugefügt.</strong></p>
<p><strong></strong><strong><em>Als ich damals euer erstes Album gekauft habe, habe ich mich etwas über den Namen gewundert, weil ich den selbst in sehr umfangreichen Englisch-Englisch-Lexika nicht finden konnte. Bei Wikipedia stößt man dann schließlich auf parapsychologische Erklärungen. </em></strong></p>
<p>Ich kann mich nicht mehr an den genauen Namen des Textes erinnern, aus dem der Name stammt, aber es war ein Buch, das Greg hatte. Es war eine Studie über soziale Devianz und es gab einiges über Kulte, subkulturelle Aktivitäten usw. Es gab einen religiösen Kult in North Carolina. Dieser Kult konnte seinen Namen nicht aussprechen, deshalb wurde die Bezeichnung Espers benutzt. Das ist der Ursprung des Namens.</p>
<p><strong><em>Das Artwork von Espers und Espers II weist Parallelen auf. Wolltet ihr da auf Gemeinsamkeiten hinweisen? </em></strong></p>
<p>Das stammt alles von Brooke Sietinsons. Sie ist eine großartige Graphikdesignerin. Sie verwendet Aspekte unserer gemeinsamen Bildwelt und lässt es dadurch sehr konsistent aussehen.</p>
<p><strong><em>Ihr seid ja von drei auf sechs Musiker angewachsen. Hattet ihr nach einigen Konzerten den Eindruck, dass das nötig war, um die Musik angemessen umzusetzen? </em></strong></p>
<p>Es war keine so bewusste Entscheidung, neue Mitglieder hinzuzufügen. Wir hatten irgendwann die Möglichkeit mit diesen anderen Musikern zu spielen und das war dann eine ganz natürliche Erweiterung. Wir schaffen mit einem größeren Ensemble mehr als nur als Trio.</p>
<p><strong><em>In den letzten Jahren sind ziemlich viel verschiedene Begriffe verwendet worden, um eure Musik zu beschreiben, Psychedelic Folk, New Weird America etc. Gibt es da irgendeine Bezeichnung, mit der ihr euch wohlfühlt? </em></strong></p>
<p>Na ja, die sind alle ok; es scheint zum Musikjournalismus dazuzugehören, dass man nach Bezeichnungen sucht. Keiner von den Begriffen regt uns auf, aber wir versuchen nicht uns unter einen zu fassen. Vielleicht würden wir uns einfach als Psychedelic Folk bezeichnen – als wir zusammen angefangen haben, war das wohl das Verbreitetste. Auch bezogen auf die Aufnahmen, die uns beeinflusst haben.</p>
<p><strong><em>Ihr habt einige britische Folkbands als Einflüsse genannt. Wie hat sich das entwickelt und warum nennt ihr relativ wenige amerikanische Bands? </em></strong></p>
<p>Ich glaube, das liegt einfach an dieser besonderen Zeit und diesem besonderen Klang, der uns so angezogen hat. Insbesondere Greg liebt italienische und französische Progrockbands; diejenigen mit einer etwas folkigeren Note. Es lag etwas an unseren Plattensammlungen, man sollte der Geographie nicht so viel Aufmerksamkeit schenken.</p>
<p><strong><em>Ihr benutzt ja auch häufig Instrumente, die Puristen nicht gerade dem Folk zuordnen würden. Wenn ihr E-Gitarren benutzt, wollt ihr dann bewusst aus einem zu engen Korsett ausbrechen? </em></strong></p>
<p>Nicht wirklich, weil nur wenige von uns aus einer traditionellen Folkecke kommen. Für die meisten in der Band ist es eher so, dass sie in traditionelleren Rockbands angefangen haben.</p>
<p><strong><em>Ihr habt ja auch eine Menge Droneelemente und auch eine unangenehme Geräusche in eurer Musik. Z.B. bei “Byss &amp; Abyss“ gibt es da diese komischen Klänge im Hintergrund. Ich glaube, einer von euch hat mal gesagt, dass es darum gehe, ein angenehmes Gefühl des Unbehaglichen zu schaffen. </em></strong></p>
<p>Es geht um das Erfahren von Atonalität; es ist eine sehr kraftvolle Technik und erzeugt so etwas wie Angst – gleichermaßen ist es wunderschön, wenn auch nicht im Sine von hübsch. Wir interessieren uns für diese Art von Ästhetik, ein beunruhigendes Gefühl zu erzeugen.</p>
<p><strong><em>Ich denke schon, dass einige eure Musik als recht düster wahrnehmen. Würdest du sagen, dass das eurer Musik gerecht wird? </em></strong></p>
<p>Ich würde da schon zustimmen (lacht). Wir bewegen uns schon mal in einem dunklen Terrain.</p>
<p><strong><em>Ich habe gelesen, dass Greg plant einen Horrorfilm zu drehen. </em></strong></p>
<p>Ja, er arbeitet schon seit einiger Zeit an einem Drehbuch und ich denke, da wird etwas sehr Interessantes rauskommen.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Espers2-300x295.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1585" title="Espers2-300x295" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Espers2-300x295.jpg" alt="" width="300" height="295" /></a>Könntet ihr euch vorstellen, eure Musik für einen Soundtrack zu verwenden? </em></strong></p>
<p>Ich denke, wir würden das sehr gerne machen, denn auf diese Weise reden wir miteinander über Musik; das machen wir auf eine sehr bildhafte Art und Weise. Ich denke, jeder Film, der unterirdische Eigenschaften hat, wäre gut. Das Thema spielt dann nicht so eine große Rolle. Er sollte nur dieses unterirdische Gefühl haben. Das wäre toll.</p>
<p><strong><em>Glaubst du, dass eure Musik in einem Film von David Lynch funktionieren würde? </em></strong></p>
<p>Oh ja. Wir denken das zumindest. Ob er das so sieht, weiß ich nicht (lacht).</p>
<p><strong><em>Einige eurer Songtitel (wie z.B. “Dead Queen“, “Dead King“, auch vielleicht “The Moon Occults The Sun“, “Meadow“) hören sich recht archaisch an. Was wollt ihr damit bezwecken? </em></strong></p>
<p>Es geht etwas darum, dass man nicht einer bestimmten Zeit zuzuordnen ist, dass es nichts Zeitgenössisches ist.</p>
<p><strong><em>Geht es um so etwas wie Zeitlosigkeit? </em></strong></p>
<p>Ja genau. Wir vermeiden ganz bewusst Bildhaftigkeit, die eng mit der aktuellen Zeit verbunden ist.</p>
<p><strong><em>Euer Stück “Widow’s Weed“ ist dann also keine Anspielung auf das Stück von Marc Almond namens “Widow Weeds“? </em></strong></p>
<p>Ich kann jetzt nicht für uns alle sprechen, aber mir war das nicht bewusst. Vielleicht unbewusst.</p>
<p><strong><em>Na ja, ihr habt keins eurer Lieder “Tainted Love“ genannt. </em></strong></p>
<p>Nein (lacht).</p>
<p><strong><em>Würdet ihr euer (Cover)Album “The Weed Tree“ als Zwischenstop bezeichnen oder ist es ein richtiges Album?</em></strong></p>
<p>Na ja, es ist ein richtiges Album, aber wir sehen es nicht als den Nachfolger unseres ersten Albums. Wir denken, dass “Espers II“ sich definitiv aus dem ersten entwickelt hat, während “Weed Tree“ anders ist. Es hat sich sehr aus unseren Auftritten entwickelt, da dort eben eine Reihe von Coverversionen drauf enthalten ist, die wir live spielen bzw. gespielt haben. Die Aufnahmen waren auch stärker an einem Liveauftritt orientiert, als das sonst der Fall ist. Insofern war es ein ganz anderer Ansatz. Und es war einfach schön, die Songs aufzunehmen, die wir ein Jahr lang live gespielt hatten.</p>
<p><strong><em>Obwohl ihr ja oft recht düster seid, finde ich, dass eure Version von Nicos “Afraid“ etwas weniger finster als das Original ist. </em></strong></p>
<p>Das Stück ist eine Hommage an die Zeit, in der sie es aufgenommen hat und wir wollten dem Stück dann eine spätere Behandlung geben, für uns hat das ganz gut funktioniert. Es war nicht nur so, dass wir mit der Neuinterpretation des Songs gut klargekommen sind, es ist auch gleichzeitig eine Art Denkmal.</p>
<p><strong><em>Manchmal haftet Folkmusic etwas Reaktionäres an – dann wenn sie sich auf eine mythische Vergangenheit bezieht, die natürlich nie so existiert hat. </em></strong></p>
<p>Ich denke, dass pastorale Fantasien vielleicht einfach nur das sind, nämlich Fantasie. Aber das heißt nicht, dass sie deswegen weniger Wert sind. Es wird auch dadurch nicht weniger interessant, dass es kein realistisches “Museum“ ist. Es ist nicht die Porträtierung durch einen Historiker, es ist eine eher künstlerische Sache.</p>
<p><strong><em></em></strong><strong><em>Spielen eure Bandfotos auf das berühmte Cover von The Incredible String Bands  ”The Hangman’s Beautiful daughter“ an? </em></strong></p>
<p>Die Bilder sind entstanden, als wir gerade auf Tour waren. Es war nicht beabsichtigt. Es ist vielleicht eine Art von Ästhetik, die wir miteinander teilen. Es war aber kein direktes Zitat, wie bei einigen anderen Covern, die sehr deutlich darauf Bezug nehmen.</p>
<p><strong><em>Habt ihr – abgesehen von den jetzt anstehenden Konzerten – weitere Pläne? </em></strong></p>
<p>Nichts allzu Spezifisches. Wir werden – wie du schon gesagt hast – viel touren, und uns dann auf den Winter vorbereiten, schreiben und arbeiten.</p>
<p>(M.G.)</p>
<p>&nbsp;</p>
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