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	<title>African Paper &#187; Francesco Cavaliere</title>
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		<title>ETRUSCA 3D: s/t</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2021 02:32:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Etrusker waren eine Zivilisation, die grob bis zur Achsenzeit auf dem Gebiet der heutigen Toskana bestand, in deren Name eine ihrer vielen versteckten Spuren fortbesteht. Durch kriegerische Auseinandersetzungen, mehr aber noch durch die Selbstläufer der demografischen Ausbreitung wurde sie &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/07/31/etrusca-3d-st/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/etrusca3d.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-23642" title="etrusca3d" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/etrusca3d-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Etrusker waren eine Zivilisation, die grob bis zur Achsenzeit auf dem Gebiet der heutigen Toskana bestand, in deren Name eine ihrer vielen versteckten Spuren fortbesteht. Durch kriegerische Auseinandersetzungen, mehr aber noch durch die Selbstläufer der demografischen Ausbreitung wurde sie nach und nach von dem Königtum assimiliert, aus dem später das römische Weltreich hervorgehen sollte. Auch in dieser Kultur fand ihr Vermächtnis ein geheimes<span id="more-23640"></span> Nachleben und in dem Philosophen Seneca sogar einen einflussreichen Fürsprecher. Trotzdem ist die etruskische Kultur bis heute ein atlantisartiges Mysterium, bei dem man nie genau sagen kann, wo ihr Erbe beginnt und in welcher Form und Größe es in späteren Gesellschaften fortbestand.</p>
<p>Ähnlich der Idee der römischen Heroin in Tahiti, die in ihrem Konzeptalbum <a title="HEROIN IN TAHITI: Remoria" href="http://africanpaper.com/2017/05/20/heroin-in-tahiti-remoria/">&#8220;Remoria&#8221; </a>ein fiktives Reich entworfen haben, in dem sich Remus gegen seinen im Mythos überlegenen Bruder Romulus durchgesetzt hat, entwerfen die aus Francesco Cavaliere &#8211; bekannt von der Band Sea Urchin &#8211; und Spencer Clark bestehenden Etrusca 3D eine etruskische Zivilisation, die bis in eine fiktive Zukunft fortbesteht. Wie könnte der passende Score zu dieser Idee klingen?</p>
<p>Da der vertonte Stoff in einer Zukunft spielt, in der alles Etruskische in transformierter Form weiterexistiert, konnten die beiden sich eine Menge an Freiheiten nehmen und gebührend auskosten. Trotzdem gibt es mehrere deutliche rote Fäden, und einer besteht in der niemals zu wuchtigen Monumentalität der verwendeten Sounds. Der perkussive Klang synthetischer &#8220;Hand&#8221;-Drums leitet den Opener &#8220;Ennuha&#8221; ein, zusammen mit einem bläserartigen Sound entstehen kraftvolle Loops, auf deren Fundament Cavalieres beschwörende Rezitationen ertönen. Vielleicht sind dies die Namen etruskischer Gottheiten, von denen in den Liner Notes die Rede ist. Ich musste gerade bei den &#8220;Vicals&#8221; an die Musik in Pasolinis <em>Medea</em> denken, bei denen der Gesang der fiktiven Kolcher auch wie eine Pastiche tatsächlicher Ritualgesänge unterschiedlicher Herkunft anmutet. Viele der zehn Tracks haben wie &#8220;Il Demone Blu&#8221;, das auch in einem Computerspiel-Soundtrack eine gute Figur gemacht hätte, einen ohnehin leicht rituellen Charakter, dem immer auch ein drängendes, dramatisches Element innewohnt. Das kann durch evokative Monotonie (&#8220;Vanth&#8221;) ebenso erzeugt werden wie durch spannungsgeladenenen Exotismus (&#8220;Alpan indeX&#8221;).</p>
<p>Was die Stimmung und die Bandbreite der Klanggestaltung angeht, wird im Verlauf des Albums ein solides Panorama entworfen, und immer wieder gibt es überraschende Momente. &#8220;Tuchulcha&#8221; beginnt mit geheimnisvollen Tastbewegungen und entwickelt nach und nach eine Wucht wie Coils &#8220;The Golden Section&#8221;. Der Glissando eines verzauberten Goldregens fällt auf mysteriös verfremdete Stimmloops (&#8220;Veive&#8221;) oder auf sperrige Rhythmen (&#8220;Voltumna&#8221;).</p>
<p>Wenn der Titelsong zum krachenden Abschluss noch mal mit Bläsern, Rasseln und Pauken sämtliche Register zieht, hat man das Gefühl, aus einer reizvollen und zugleich befremdenden Parallelwelt zurückzukehren, von der man doch nur die viel beschworene Spitze des Eisbergs gesehen hat. Das sollte Grund genug sein für eine weitere Rotation und für die Hoffnung auf eine baldige Fortsetzung.</p>
<p><strong>Label: Pacific City Discs / Discrepant </strong></p>
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		<title>SEA URCHIN: Tahtib</title>
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		<pubDate>Sat, 09 May 2020 02:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Francesco Cavaliere]]></category>
		<category><![CDATA[Leila Hassan]]></category>
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		<description><![CDATA[Musik, bei der Sprache im Sinne rezitierter Texte eine wichtige Rolle spielen und bei der die restlichen Soundkomponenten nicht bloß eine unscheinbare Kulisse sein sollen, läuft oft Gefahr, in einem wirren Brei zu enden, denn &#8211; ganz ähnlich einem alten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/05/09/sea-urchin-tahtib/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/03/Fotor_158488809024279.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-20556" title="Fotor_158488809024279" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/03/Fotor_158488809024279-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Musik, bei der Sprache im Sinne rezitierter Texte eine wichtige Rolle spielen und bei der die restlichen Soundkomponenten nicht bloß eine unscheinbare Kulisse sein sollen, läuft oft Gefahr, in einem wirren Brei zu enden, denn &#8211; ganz ähnlich einem alten Wasserhahn, bei dem es nur noch die Wahl zwischen eiskalt und brennendheiß gibt &#8211; verschluckt die Musik den Text schnell, sobald man dieser einen etwas markanteren Eigencharakter geben will.<span id="more-20555"></span></p>
<p>Die Lösung dieses Dilemmas liegt oft in der Kunst, der Stimmarbeit auch jenseits von Melodien paraverbale Effekte und ein vorzeigbares Pensum an Dramatik abzugewinnen. Sea Urchin, das Poetry- und Elektronik-Duo mit Wurzeln und Ankern in Ägypten, Italien, Österreich, Belgien und Deutschland schafft dies auch dann, wenn man als Hörer weder im Arabischen noch im Italienischen firm ist. Das könnte u.a. am für westliche Ohren eigenwilligen Klang des Arabischen liegen, mehr noch vielleicht an der leicht rauen und zugleich etwas gehauchten Stimme, die Leila Hassan oft in einer verqueren Mischung aus Pathos und Beiläufigkeit einsetzt.</p>
<p>Ihr jüngstes Album &#8220;Tahtib&#8221; ist nach einer Kampfsportart mit Stöcken benannt, die an Escrima erinnert, ihre Wurzeln aber in der Region um Alexandria hat. Im Auftakt, der einen mit nostalgischen Synthies einlullt, wirkt das Album aber zunächst eher relaxt als martialisch. Allerdings nur kurz: peitschende Polyrhythmen, die dem Anschein nach einen ganzen Sack voll nordafrikanischer Traditionen im Gepäck haben, rütteln die Klangfläche wach, und wenn Hassans Stimme eine abgeklärte Ruhe zurückbringt, kommt alles ins surreale Schleudern, das ohnehin eine Königsdisziplin von Producer Francesco Cavaliere ist. Es ist v.a. der Widerstreit, ohne den es kein Fortschreiten gibt, der sich hier offenbart und in dem gleitenden Interludium weiterlebt, unter dessen Oberfläche die Alarmsignale kreischen.</p>
<p>&#8220;Tahtib&#8221; ist insgesamt von einer eher luftig gehaltenen, in Ansätzen retrofuturistisch eingefärbten Klanggestalt und dockt an bizarre Dub-Strukturen ebenso an wie an Spannungsmomente alter Gialloscores, hier und da gönnt man sich kleine Ausflüge in die Kunst des Lärmens. Zwischen den manchmal kecken Brüchen gibt es aber immer mal Passagen, die vom Label als mythische Post Exotik bezeichnet werden: Koliritreiche Elektrifizierungen tanzbarer und zugleich rituell anmutender Perkussion, die nach Handdrums und Rasseln klingen und im Zusammenspiel mit Hassans beschwörend-repetitiver Vokalintonation in jedem Fall ein interessantes Hörspiel oder den berühmten inneren Film entstehen lassen.</p>
<p>Letztere sind oft Teil der Performances des nach der Seegurke benannten Duos, das auch auf Platte eine Empfehlung wert ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Bokeh Versions</strong><br />
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<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1067086593/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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