<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Gareth Davis</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/gareth-davis/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 29 Apr 2026 04:16:54 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>WERL3: Aidan Baker, Tomas Järmyr und Gareth Davis als Trio bei Midira Records</title>
		<link>https://africanpaper.com/2020/11/14/werl3-aidan-baker-tomas-jarmyr-und-gareth-davis-als-trio-bei-midira-records/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2020/11/14/werl3-aidan-baker-tomas-jarmyr-und-gareth-davis-als-trio-bei-midira-records/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2020 05:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Aidan Baker]]></category>
		<category><![CDATA[Gareth Davis]]></category>
		<category><![CDATA[Midira Records]]></category>
		<category><![CDATA[Tomas Järmyr]]></category>
		<category><![CDATA[WERL]]></category>
		<category><![CDATA[WERL3]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=22907</guid>
		<description><![CDATA[Für eine bislang einmalige Performance beim letztjährigen Moving Noises Festival in der Bochumer Christuskirche wurde das von Aidan Baker (Nadja, B/B/S/ und einige mehr) und Tomas Järmyr (u.a. Zu, Motorpsycho) gegründete Projekt WERL um Klarinettist Gareth Davies erweitert und zu &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/11/14/werl3-aidan-baker-tomas-jarmyr-und-gareth-davis-als-trio-bei-midira-records/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für eine bislang einmalige Performance beim letztjährigen Moving Noises Festival in der Bochumer Christuskirche wurde das von Aidan Baker (Nadja, B/B/S/ und einige mehr) und Tomas Järmyr (u.a. Zu, Motorpsycho) gegründete Projekt WERL um Klarinettist Gareth Davies erweitert und zu WERL3. Die zwischen Drone, Noise sowie Metal- und Jazz-Anleihen changierende Grunde-DNA der Band blieb bestehen und wurde durch Davies Handschrift dennoch durch eine stimmungsvoll-ambiente Note erweitert. Das Konzert wurde von Ian Hawgood mit viel Liebe zum Detail gemastert und in zwei längeren Tracks auf Vinyl gepresst. Das Album erscheint 200mal Ende November bei Midira Records.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/werl3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-22908" title="W3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/werl3.jpg" alt="" width="730" height="709" /></a><span id="more-22907"></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2020/11/14/werl3-aidan-baker-tomas-jarmyr-und-gareth-davis-als-trio-bei-midira-records/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>AIDAN BAKER / GARETH DAVIS: Invisible Cities II</title>
		<link>https://africanpaper.com/2020/01/11/aidan-baker-gareth-davis-invisible-cities-ii/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2020/01/11/aidan-baker-gareth-davis-invisible-cities-ii/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 11 Jan 2020 08:23:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Aidan Baker]]></category>
		<category><![CDATA[Gareth Davis]]></category>
		<category><![CDATA[Karlrecords]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=19815</guid>
		<description><![CDATA[Vor zwei Jahren machten sich der bekannte Gitarrendröhner Aidan Baker und der in Belgien lebende Klarinettist Gareth Davis an die musikalische Umsetzung von Italo Calvinos Roman &#8220;Die unsichtbaren Städte&#8221; aus dem Jahr 1972. Ohne textliche Referenzen wie Lyrics entstand durch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/01/11/aidan-baker-gareth-davis-invisible-cities-ii/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/invisiblecities2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-19816" title="invisiblecities2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/invisiblecities2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor zwei Jahren machten sich der bekannte Gitarrendröhner Aidan Baker und der in Belgien lebende Klarinettist Gareth Davis an die musikalische Umsetzung von Italo Calvinos Roman &#8220;Die unsichtbaren Städte&#8221; aus dem Jahr 1972. Ohne textliche Referenzen wie Lyrics entstand durch meditative Drones und den orientalisch anmutenden Ornamenten der Bassklarinette eine eher vage Interpretation der semifantastischen Reiseerzählung um den Entdecker und Geschichtenerzähler Marco Polo, bei der einem auch ohne Textkenntnis nichts entging. &#8220;Invisible Cities&#8221; wurde ein ganz eigener, von der Ausgangsidee unabhängiger Kosmos, der sich<span id="more-19815"></span> soweit verselbständigte, dass die beiden Musiker weiter an den Ideen arbeiteten. Mit &#8220;Invisible Cities II&#8221; ist nun eine Fortsetzung des Stoffs erschienen, die nahtlos an den Vorgänger anknüpft.</p>
<p>Mit stilvollem Rauschen und Knistern, das sich bald als Sendersuche auf einem alten Radio entpuppt, gönnen die beiden sich eine kurze Bedenkzeit, bis der Opener &#8220;Hidden&#8221; dem Titel entsprechen zunächst versteckt im Hintergrund zu dröhnen beginnt. Über längere Strecken bewahrt der Track seine mysteriöse Aura, lässt das Rauschen gemächlich auf und abebben und bleibt doch vage im Bezug auf die Soundquelle. Sind das die Geräusche einer nächtlichen Landstraße, auf der jemand auf den Spuren des berühmten Entdeckers die Seidenstraße entlang den unsichtbaren Städten entgegenfährt? Die Frage ist interessant, v.a. wenn man sie nicht beantwortet. Mit der Zeit zeichnen sich die musikalischen Strukturen deutlicher ab: von tiefen Klarinettentönen gezogene Kurven in schwermütigem Moll, undefinierte Hochtöner am nächtlichen Firmament, die warme, erdige Dröhnung der angeschlagenen Saiten und einiges mehr.</p>
<p>Heller, verhuschter, tremolierender gibt sich die Musik in &#8220;Eyes&#8221;, wo sich das Blasinstrument langsam vorantastet, als lauere Unheilvolles hinter jeder Biegung des Weges &#8211; eine Spannung, die im folgenden &#8220;The Dead&#8221; bestehen bleibt, dort allerdings eine geradezu trotzige Energie mobilisiert: in rauer, kreisender Dröhung, im Trillern einer imaginären Alarmsirene, im jaulenden Feedback und im Summen des Geigenbogens, der hektisch über Bakers Gitarrenhals fährt. In &#8220;Continuity&#8221; diffundiert all dies wieder in einen Nebel aus sensiblen Andeutungen, um in der Harmonie von &#8220;Names&#8221; in friedvolle Ruhe zu münden. Ist das der Sound des Ankommens in den unsichtbaren Städten, oder geht die Fahrt weiter?</p>
<p>Wie auf dem ersten Teil hat jedes Stück seine eigenen Geschichte voll stetig wandelnder Stimmungnuancen und subtil eingesetzter Soundideen, die bei dem kleinen Instrumentarium beeindrucken. Ich empfehle beide Teile hintereinader zu hören &#8211; auf Vinyl im von üppig duftenden Oud-Kerzen beleuchteten Salon oder als Download auf nächtlicher Fahrt durch die Weiten Zentralasiens. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://karlrecords.bandcamp.com/">Karlrecords</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3097930739/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="http://karlrecords.bandcamp.com/album/invisible-cities-ii">Invisible Cities II by AIDAN BAKER I GARETH DAVIS</a></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2020/01/11/aidan-baker-gareth-davis-invisible-cities-ii/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>GARETH DAVIS / DUANE PITRE: Nótt</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/10/12/gareth-davis-duane-pitre-nott/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2019/10/12/gareth-davis-duane-pitre-nott/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Oct 2019 05:47:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Duane Pitre]]></category>
		<category><![CDATA[Gareth Davis]]></category>
		<category><![CDATA[Midira Records]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=18462</guid>
		<description><![CDATA[In der nordischen Mythenwelt verkörpert die dunkle Riesin Nótt die aus ihrem Namen auch etymologisch hervorgegangene Nacht. Auf einem Pferd reitend zieht sie die Dunkelheit wie eine schwarze Decke über das Firmament und ist dabei doch eher eine schöpferische als &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/10/12/gareth-davis-duane-pitre-nott/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/08/MD076_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-18463" title="MD076_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/08/MD076_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In der nordischen Mythenwelt verkörpert die dunkle Riesin Nótt die aus ihrem Namen auch etymologisch hervorgegangene Nacht. Auf einem Pferd reitend zieht sie die Dunkelheit wie eine schwarze Decke über das Firmament und ist dabei doch eher eine schöpferische als eine endzeitliche Figur. Sie gilt als Mutter der Erde und des Tages, der von ihrem Sohn Dagr allegorisch verkörpert wird. Kein Wunder, dass sie in der göttlichen Familiensage der <em>Eddas</em>, ganz ähnlich ihrer<span id="more-18462"></span> griechischen Entsprechung Nyx, eine wichtige Rolle spielt. Als Enkelin des trickreichen Loki und Großmutter des Thor steht sie im Zentrum des Geschehens.</p>
<p>Wie könnte ein musikalisches Porträt dieser Figur klingen, das ganz ohne <em>Edda</em>-Zitate oder andere Texte auskommt? Im Unterschied zu Odins wilder Jagd ist die Dramatik der zyklisch wiederkehrenden (und in manchen Regionen monatelang den ganzen Tag verschluckenden) dunklen Stunden von subtiler Art – wie gemacht also für den Komponisten Duane Pitre, der u.a. ein Meister feinsinniger elektronischer Drones ist, und den Klarinettisten Gareth Davis, dessen vordergründig oft einfache Ornamentik viel mit Andeutungen arbeitet.</p>
<p>Die langsam über den Himmel gezogene Decke der Nacht kann einem schnell in den Sinn kommen bei den langsamen Dröhnwellen, die dunkel, körnig und doch ohne zu viel gewichtigen Ballast auf und ab ebbend irgendwann den ganzen Raum einnehmen. Oder besser fast den ganzen Raum, denn irgendwann dringen seltsame Pfeiftöne wie verirrte Strahlen der Mitternachtssonne immer näher an die Sinne, gehen über in kräftiges Rumoren, dann in von Obertönen flankierte Schrägheit. Erst nach einer Weile gibt sich Davis&#8217; Bassklarinette in jaulenden Ornamenten zu erkennen, zeigt wie seinerzeit in den Zusammenarbeiten mit Merzbow und mit Aidan Baker ein leidenschaftliches, fast orientalisches Antlitz. In unruhigen Momenten erinnert ihr Klang gar an Stimmengewirr aus aufwühlenden Träumen und lässt nach ihrem Verstummen tiefschwarze Desolatheit zurück &#8211; und dabei die Decke der fast monotonen Drones noch monumentaler und undurchdringlicher wirken.</p>
<p>Neben der zirka halbstündigen Originalversion gibt es noch ein rund zehnminütiges „Edit“, das konzentrierter und vielleicht auch etwas intensiver wirkt, aber vielleicht ist das auch nur eine der Dunkelheit geschuldete Illusion. Beide Versionen geben jedoch einen passenden Score ab zum immer wiederkehrenden Treiben der Gigantin. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Midira Records</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2019/10/12/gareth-davis-duane-pitre-nott/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>AIDAN BAKER / GARETH DAVIS: Invisible Cities</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/05/12/aidan-baker-gareth-davis-invisible-cities/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2018/05/12/aidan-baker-gareth-davis-invisible-cities/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 May 2018 06:04:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Aidan Baker]]></category>
		<category><![CDATA[Gareth Davis]]></category>
		<category><![CDATA[Italo Calvino]]></category>
		<category><![CDATA[Karlrecords]]></category>
		<category><![CDATA[Kublai Khan]]></category>
		<category><![CDATA[Marco Polo]]></category>
		<category><![CDATA[Nadja]]></category>
		<category><![CDATA[Oiseaux-Tempête]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=15080</guid>
		<description><![CDATA[Wenn ein Album durch Titel und Hintergrundinformationen auf ein Werk beispielsweise der Literatur verweist, muss das nicht zwangsläufig heißen, dass die Musik das Buch interpretiert oder im anderen Medium neu umzusetzen versucht. Das Buch kann aber, wenn es nicht völlig &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/05/12/aidan-baker-gareth-davis-invisible-cities/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/bakerdavis.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15081" title="bakerdavis" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/bakerdavis-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn ein Album durch Titel und Hintergrundinformationen auf ein Werk beispielsweise der Literatur verweist, muss das nicht zwangsläufig heißen, dass die Musik das Buch interpretiert oder im anderen Medium neu umzusetzen versucht. Das Buch kann aber, wenn es nicht völlig quer zur Stimmung eines Albums liegt, einen Zusammenhang stiften, durch den die Musik eine weitere Bedeutungsnuance erhält.<span id="more-15080"></span></p>
<p>Der bekannte Gitarrendröhner Aidan Baker und der v.a. von Oiseaux-Tempetes her bekannte Bassklarinettist Gareth Davis haben sich zu ihrem ersten gemeinsamen Album „Invisible Cities“ von dem gleichnamigen Roman inspirieren lassen, in dem Italo Calvino den Entdecker Marco Polo auf Kublai Khan, den mongolischen Herrscher über das damalige China treffen lässt. Der Khan ist von den weiten Reisen seines Gastes fasziniert und bittet ihn um möglichst sinnliche Beschreibungen der zahlreichen Städte, die er auf seinem Weg durch Vorderasien durchquert hat. Zeitlebens ein verspielter Fabulierer, lässt Calvino auch die verbreitete Vorstellung anklingen, Polo sei ein Hochstapler gewesen, und die Frage, ob dem Herrscher die für ihn nicht sichtbaren Städte in der Illusion sichtbar werden, lässt er offen.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund füllen sich die entspannten, teils meditativ anmutenden, teils aber auch tief melancholischen Soundscapes aus ambienten Dröhnflächen, unverschnörkelten Klarinettenfiguren und knapp bemessenen Field Recordings mit Leben &#8211; wenn man sich auf dem Subtext einlässt und die Fantasie die entsprechenden Assoziationen zulässt. Die meisten Passagen des Albums sind von getragener Gangart und von zahlreichen Spannungsmomenten durchzogen, so z.B. wenn der ambiente Hintergrundsound in hektisches Tremolieren gerät oder wenn Davis&#8217; ornamentale Figuren sich vom sicheren Dronefundament lösen, in Sirenenheulen oder freejazzige Sekundenfreakouts münden, und für Momente alles möglich scheint. Bei den dunklen Landeflügen vor in Nebel gehüllten Skylines und dem müden Gang durch düstere Gassen, die man hier in guter alter Doomjazzmanier assoziieren kann, muss das nicht unbedingt etwas Gutes heißen. Meist jedoch sind beide Musiker mit ihren Beiträgen im Einklang, wiegen Ohr und Gemüt in sicherer, mollastiger Abgeklärtheit. In manchen Momenten gerät die Musik so still, dass die Orte eher unhörbar werden – und vielleicht gerade deshalb vor dem geistigen Auge an Konturen gewinnen.</p>
<p>Im dritten der vier Abschnitte verlässt das Motiv der City sogar für einige Minuten den Bereich des Möglichen und manifestiert sich in einer greifbaren Straßenszene. Hier dominieren Aufnahmen von Motoren, Dialogfetzen und andere Klänge rühriger Geschäftigkeit das Bild, das dann auch gleich weniger abgedunkelt erscheint. Da Davis viel mit den Sturmvögeln unterwegs war, könnten die Aufnahmen theoretisch aus Istanbul oder Beirut stammen, doch dazu fehlen mir Informationen. Orientalisches, ganz ohne exotischen Kitsch, klingt aber ganz dezent in einigen der Bläserpassagen an, womit eine weitere Brücke zu den Reisen des berühmten Venezianers am Horizont auftaucht.</p>
<p>Am Ende bleibt der Eindruck eines intensiven Hörerlebnisses und einer für eine erste Kollaboration überraschend runden Sache, der auch diejenigen ein Ohr leihen sollten, die beim Werk des arbeitswütigen Baker nicht ganz zu Unrecht über die eine oder andere Repetition klagen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://karlrecords.bandcamp.com/">Karlrecords</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2018/05/12/aidan-baker-gareth-davis-invisible-cities/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>OISEAUX-TEMPÊTE: Unworks &amp; Rarities</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/06/04/oiseaux-tempete-unworks-rarities/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2016/06/04/oiseaux-tempete-unworks-rarities/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 Jun 2016 04:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ben Mc Connell]]></category>
		<category><![CDATA[Christine Ott]]></category>
		<category><![CDATA[Frédéric D. Oberland]]></category>
		<category><![CDATA[G.W. Sok]]></category>
		<category><![CDATA[Gareth Davis]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Michel Pirès]]></category>
		<category><![CDATA[Nâzım Hikmet Ran]]></category>
		<category><![CDATA[Oiseaux-Tempête]]></category>
		<category><![CDATA[Stéphane Pigneul.]]></category>
		<category><![CDATA[Sub Rosa]]></category>
		<category><![CDATA[Sylvain Joasson]]></category>
		<category><![CDATA[The Ex]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=12125</guid>
		<description><![CDATA[Oiseaux-Tempête gründeten sich vor einer handvoll Jahren in Paris und sind so etwas wie eine feste Band und ein offenes Kollektiv zugleich. Mit einem gängigen Rockinstrumentarium bildet ein harter Kern an Musikern die Basis für die meist instrumentalen Kompositionen irgendwo &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/06/04/oiseaux-tempete-unworks-rarities/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/05/Oiseaux-Tempête.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12126" title="Oiseaux-Tempête" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/05/Oiseaux-Tempête-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Oiseaux-Tempête gründeten sich vor einer handvoll Jahren in Paris und sind so etwas wie eine feste Band und ein offenes Kollektiv zugleich. Mit einem gängigen Rockinstrumentarium bildet ein harter Kern an Musikern die Basis für die meist instrumentalen Kompositionen irgendwo zwischen tremolierendem Gitarrenambient und kantigem, schwerem Doom, an dem auch jemand wie Jim Jarmush seine Freude hätte.<span id="more-12125"></span>Um diesen Kern herum gruppieren sich massig Kollborateure, Remixer und Künstler, die das Konzept ins Intermediale ausweiten. Basierend auf Anspielungen, doch nichtsdestoweniger einringlich, stellen Oiseaux-Tempête Fragen nach zentralen politischen und ökonomischen Themen wie zur Situation in Griechenland oder zur conditio humana allgemein.</p>
<p>Nach zwei Alben und einer Remixplatte erscheint nun eine Sammlung an Stücken, die in keines der vorigen Konzepte gepasst hatte oder jüngst als singuläre Arbeiten entstanden sind. Wären sie eitel, so hätten die Sturmvögel auch dies als Album verbraten können, denn ein durchgehendes musikalisches Narrativ ist durchaus gegeben. Die ersten zehn Minuten unter dem Titel &#8220;Eclipse &amp; Sirocco&#8221; stehen noch ganz im Zeichen des Ambienten &#8211; hochtönende alternierende Sinuswellen im Geiste der elektronischen Avantgarde treffen auf meditative Streicher, die an Arvo Pärt, aber auch an jemanden wie Aranos erinnern. Leichtes Vibrieren leitet über in das doomige Downtempo von &#8220;Quai de l&#8217;Exil&#8221;, das in den Twangs von &#8220;Black as Midnight on a Moonless Night&#8221; seinen Wiedergänger und im krautrockigen &#8220;Nec Mergitur&#8221; seinen von fuzzigen Wahwahs begleiteten Abgesang findet.</p>
<p>Eingefügt in diesen Rahmen, der den Kern der Band repräsentiert, gibt es zwei Tracks, bei denen weitere Instrumente, Samples und v.a. Vocals hinzukommen, so das vor dem Hintergrund einer Parolen skandierenden Menge über den Kapitalismus und seine Alternativen reflektierende &#8220;No Go(l)d No Master&#8221; und das herausragende &#8220;The Strangest Creature on Earth&#8221;: Zu einem fast anheimelnd melodischen Dröhnen, aus dem sich orientalische Klarinetten herauswinden, hält G.W. Sok (ex-The Ex) in den Worten des türkischen Dichters Nâzım Hikmet Ran ganz unverblümt Gericht über die Unzulänglichkeiten der menschlichen Spezies: so feige wie ein in Dunkelheit lauernder Skporpion, so flatterhaft wie ein Sperling, so ängstlich wie der Rachen eines erloschenen Vulkans, so hörig wie ein Schaf, das seiner Herde auf dem Weg ins Schlachthaus folgt &#8211; die Lehre aus all diesen Vergleichen ist simpel: Es ist &#8211; meistens &#8211; unsere eigene Schuld. Nach so einen Song sollte eigentlich erst eimal nichts mehr kommen, höchstens ein verstörend lauter hidden track nach einer Viertelstunde Pause.</p>
<p>Vielleicht ist es gerade die relative heterogenität, das Fehlen eines Album-Feelings im engeren Sinne, das &#8220;Unworks and Rarities&#8221; so empfehlenswert für Neueinsteiger macht, denn die Sammlung zieht einen guten Querschnitt durch den Kosmos des offenen Quartetts. Und der ist interessant und lohnenswert.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.subrosa.net">Sub Rosa</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2016/06/04/oiseaux-tempete-unworks-rarities/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
