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	<title>African Paper &#187; Gatto Alieno</title>
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		<title>Eine Brücke zwischen uns und dem Universum: Ein Interview mit Noise Cluster</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Dec 2024 07:12:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Arianna Degni Lombardo]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit Jahren erforscht das römische Duo Noise Cluster, bestehend aus Flavio Derbekannte und Arianna Degni Lombardo, die Grenzen elektronischer Musik. Ihre Werke sind geprägt von einer einzigartigen Mischung aus experimenteller Klangkunst, narrativen Konzepten und einer Neigung zu dunklen Themen, ihre &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/12/07/eine-brucke-zwischen-uns-und-dem-universum-ein-interview-mit-noise-cluster/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span><span><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-43871" title="noisecluster1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seit Jahren erforscht das römische Duo Noise Cluster, bestehend aus Flavio Derbekannte und Arianna Degni Lombardo, die Grenzen elektronischer Musik. Ihre Werke sind geprägt von einer einzigartigen Mischung aus experimenteller Klangkunst, narrativen Konzepten und einer Neigung zu dunklen Themen, ihre stilistische Bandbreite reicht dabei von lärmenden Ansätzen über clubtaugliche, monumentale Elektronik bis hin zu psychedelischen Soundscapes, und eines der <span id="more-43858"></span>Leitmotive ist stets Flavios Trompete, die zwar nicht immer deutlich im Zentrum steht, aber nach wie vor den Bogen zu seinem Frühwerk schlägt, als er als Der Bekannte Post-Industrielle Trompeter von sich reden machte. Arianna, die früher als Xxeena aktiv war, drückt dem Projekt neben ihrer Beteiligung an den Produktionen auch durch ihre Stimme und durch ihre charakteristischen Illustrationen ihren Stempel auf. Mit dem neuen Tape &#8220;To the Moon and Back&#8221; (Grubenwehr Freiburg), einer Kollaboration mit Cristiano Bocci, nehmen sie die Zuhörer mit auf eine musikalische Raumfahrt, die sowohl astronomische als auch mythologische Dimensionen berührt. Im folgenden Gespräch erzählen Noise Cluster von der Entstehung und der bereits Jahre zählenden Vorgeschichte des Projekts, ihrer kreativen Herangehensweise und der Bedeutung, die mythologische Sujets, aber auch Aspekte der Dunkelheit und Entfremdung in ihrer Musik einnehmen.</span></span></strong></p>
<p><strong><span><span><a title="A bridge between us and the universe: An Interview with Noise Cluster" href="http://africanpaper.com/2024/12/03/interview-with-noise-cluster/">Englische</a> und <a title="Un ponte tra noi e l’universo: Un’intervista con Noise Cluster" href="http://africanpaper.com/2024/12/06/un-ponte-tra-noi-e-luniverso-unintervista-con-noise-cluster/">Italienische</a> Version<br />
</span></span></strong></p>
<p><em><strong><span><span>Ihr habt gerade ein neues Tape mit dem Titel „To The Moon and Back“ herausgebracht, eine Zusammenarbeit mit einem anderen Musiker. Wie kam es zu der Idee, mit Cristiano Bocci zusammenzuarbeiten? Kennt ihr euch schon lange oder seid ihr mit der Arbeit des anderen vertraut?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Bevor wir Deine sehr interessanten Fragen beantworten, möchten wir Euch und Euren Lesern für die Zeit und Aufmerksamkeit danken, die Ihr uns widmet! Wir fühlen uns wirklich geehrt!</span></span></p>
<p><span><span>Wir lernten Cristiano über die Hörergruppe eines DJs kennen, der eine langjährige und sehr wichtige Industrial-Musik-Show bei einem unabhängigen italienischen Radiosender moderiert. Mit der Zeit wuchs die Community und dieses Jahr schlug Cristiano vor, eine Compilation zu erstellen, um den Geburtstag von Giacomo, dem DJ, zu feiern und den Radiosender finanziell zu unterstützen. Viele Künstler beteiligten sich an der Compilation, sowohl solo als auch in spontanen Kollaborationen. Wir arbeiteten selbst mit Cristiano zusammen, und da wir mit dem gemeinsam erstellten Track sehr zufrieden waren, beschlossen wir, ein komplettes Album zu entwickeln. Unser Freund David Grodock aus Freiburg erklärte sich bereit, es zu produzieren.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Wie würdet Ihr die Zusammenarbeit mit Cristiano Bocci hinsichtlich des Sounds und der Atmosphäre des Albums bewerten? Welche neuen atmosphärischen Elemente hat er mit seinem Bassspiel eingebracht? Es ist sicherlich ein ungewöhnliches Element in Eurer Diskographie.</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Wie Ihr wisst, haben wir bereits mit anderen Musikern zusammengearbeitet, die neue Gebiete erkunden und andere Instrumente verwenden als wir. Wir glauben fest an diese Art der Interaktion, die unserer Meinung nach beide Projekte bereichert.</span></span></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=558153962/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong><span><span>In meiner Rezension erwähnte ich ein psychedelisches Element im Sound und Stil von „To the Moon and Back“, das auf subjektiven Assoziationen beruhen könnte. Könnt Ihr mit dieser Beschreibung des Albums etwas anfangen?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Wir denken, dass Dein Eindruck richtig ist, insbesondere was die gesungenen Stücke betrifft. Die Gesamtstimmung des Albums ist bewusst atmosphärisch und traumhaft und würdigt den romantischen Satelliten, der uns mit seinem alten und mysteriösen Reiz berauscht und inspiriert.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Wenn Euch neue Ideen für Tracks oder Alben einfallen, geht es dabei normalerweise um Sounds, Kompositionen oder thematische Inhalte? Oder variiert das?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Bei Alben gehen wir normalerweise von einem Konzept oder einer Geschichte aus – wie bei &#8220;Medusa&#8221;, &#8220;Mr. Mallory&#8221; oder &#8220;The Lost Dolls&#8221; und früheren Kollaborationen wie &#8220;The Fall of the Universe&#8221; mit Lyke Wake oder Stigmate (&#8220;The Nightmare&#8221;). Das gewählte Thema bestimmt die Entwicklung der Klänge. Wir folgen jedoch keinen festen Regeln; für einzelne Titel sammeln wir oft zuerst Klänge, verarbeiten sie und bauen dann das Stück.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Wie eure vorherigen Alben zeigt auch dieses ein thematisches Konzept – diesmal über eine Reise zum Mond, die sowohl als astronomisches als auch als mythologisches Phänomen verstanden werden kann. Was hat Euch an diesem Thema gereizt und wie ist die Idee für das Album entstanden?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Der Mond war schon immer ein geheimnisvolles und faszinierendes Element, vielleicht weil er so nah scheint, wir aber so wenig über ihn wissen. Er hat schon immer Neugier und Emotionen geweckt. Der Mond taucht in unzähligen Geschichten auf, von Tarotkarten bis hin zu Science-Fiction, alten Mythen, Poesie und der kollektiven Vorstellungskraft. Er ist ein Fragment unseres Planeten, das sich in den Weltraum gelöst hat und als Brücke zwischen uns und dem Universum dient. Wir haben beschlossen, ihm eine kleine Hommage zu widmen.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-43873" title="noisecluster2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster2.jpg" alt="" width="1276" height="801" /></a></span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Die Reise an einen fernen Ort und zurück wird oft symbolisch als Initiation interpretiert, nach der man als veränderter Mensch in eine neue Phase der Existenz eintritt. Was könnte es bedeuten, zum Mond zu reisen und zurückzukehren?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Die heutige Technologie und der „Weltraumtrend“ haben zwar viel von dem Reiz verloren, der mit der Erforschung des Unbekannten verbunden ist, aber wir sind davon überzeugt, dass die Erfahrung einer Weltraumreise die Sensibilität eines Menschen tiefgreifend verändern kann. Es kommt alles darauf an, eine solche Erfahrung richtig zu interpretieren: die Welt von außen zu beobachten und sie dann sowohl innerlich als auch äußerlich zu verbessern.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Ich bin neugierig, woher Eure ungewöhnlichen Klangideen kommen, wie die aquatischen Klänge im pulsierenden Rahmen von „Chariot Across the Skies“. Sind diese Ideen vorsätzlich oder entstehen sie spontan beim Experimentieren?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Wie bei Albumkonzepten folgen wir auch bei Sounds keinem einheitlichen Prozess. Manchmal möchten wir die Möglichkeiten eines Synthesizers oder akustischen Instruments ausloten und sie auf den gerade entstehenden Track anwenden. Manchmal bestimmt das Stück selbst unsere Soundauswahl. Bei „Chariot…“, das die Mondphasen oder seine „Reise“ über den Himmel darstellt, als ob er von zehn göttlichen Pferden gezogen würde, ruft die Vorstellung eines stillen, magischen Flugs vielleicht das Eintauchen in einen himmlischen Ozean hervor.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Wie verläuft der kreative Prozess hinter einem Stück wie „Endymion und Selene“? Welche Schritte befolgt Ihr, um mythologische Figuren musikalisch darzustellen?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Ausgangspunkt ist immer die Geschichte, sei es unsere Schöpfung oder, wie in diesem Fall, die antike Mythologie. Endymion, möglicherweise ein Hirte oder ein Astronom, blickt in den Himmel, wo Selene, die Mondgöttin, wohnt. Ihre turbulente Beziehung inspirierte die Darstellung in diesem Track.</span></span></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=657646630/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong><span><span>Auf Euren Alben finden sich oft intensive und abwechslungsreiche Klanglandschaften. Wie haltet Ihr in Euren Kompositionen die Balance zwischen einem stimmigen Klang und Komplexität?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Jede Geschichte hat unzählige Facetten, Charaktere und Situationen, die sich alle für unterschiedliche Stile und Details eignen. Vergleicht nur die dramatischen Balladen von Perseus und Medusa mit dem elektronischen Galopp von Pegasus im Gorgon-Album. Klänge und Stile – auch dissonante – können alle Aspekte desselben Konzepts sein.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Arianna, Deine Stimme bekommt in Stücken wie &#8220;Eterna Sfera Celeste&#8221; eine ausgesprochen theatralische Qualität. Welche Rolle spielt Deine Stimme heute beim Ausdruck von Musik? Hat sich Dein Verhältnis zur Stimme als Medium im Laufe der Zeit verändert?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Anfangs habe ich, Arianna, meine Stimme nur als Klang verwendet, den ich bearbeiten und verändern konnte. In letzter Zeit habe ich mich sowohl an das Schreiben von Songtexten gewagt, wie in Stücken wie &#8220;Crackling World&#8221; und &#8220;Eterna Sfera Celeste&#8221;, als auch an deren poetische Interpretation, wie in &#8220;Perseus, Not a Hero&#8221; von Flavio. Im Laufe der Jahre habe ich definitiv mehr Selbstvertrauen im Umgang mit meiner Stimme gewonnen, obwohl ich mich keineswegs als Sängerin bezeichnen würde (lacht).</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Viele Eurer Werke haben eine bedrohliche und dunkle Qualität. Was zieht Euch an dieser dunklen Ästhetik an und wie übersetzt Ihr sie in Klang?  </span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Wir kommen beide aus einem von Natur aus nihilistischen Umfeld – düster und industriell –, wo alles trostlos, hoffnungslos und destruktiv ist. Wir haben jedoch immer versucht, der Negativität der Welt eine gewisse Ironie zu verleihen und sie auf eine Art und Weise hervorzuheben, um ihr entgegenzutreten, auch wenn sie am Ende leider immer die Oberhand gewinnt. Die Klänge und Worte, die wir in Musik umsetzen, sind einfach die „Materialisierung“ unserer Gemütszustände, die, insbesondere im historischen Kontext, in dem wir leben, sicherlich nicht leicht sein können.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/medusa.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-43874" title="medusa" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/medusa.jpg" alt="" width="709" height="709" /></a></span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Ich möchte über einige Eurer früheren Alben sprechen. Euer letztes Album „Medusa, Who Else?“ interpretiert die mythologische Figur der Medusa neu und behandelt dabei zeitgenössische Themen wie die Schuldzuweisung an das Opfer. Wie wichtig ist es Euch, in Eurer Musik gesellschaftlich relevante Themen anzusprechen?  </span></span></strong></em></p>
<p><span><span>„Medusa, Who Else?“ ist sicherlich nicht das erste Konzeptalbum, das wir erstellt haben, aber frühere hatten einen groteskeren und etwas „autobiografischen“ Ton. Nehmen Sie zum Beispiel &#8220;The Outstanding Story of Mr. Mallory&#8221; und seine Fortsetzung &#8220;The Return of Mr. Mallory&#8221; sowie &#8220;Lympha Obscura&#8221;, die unter DBPIT &amp; XXENA veröffentlicht wurden, oder unsere erste Veröffentlichung als Noise Cluster, &#8220;The Planet of the Lost Dolls&#8221;, die eine irdische Legende in eine Science-Fiction-Kulisse überträgt. </span></span><br />
<span><span> Es gab auch &#8220;IHSV&#8221; unter DBPIT &amp; XXENA, ein dunkles, harsches Noise-Tape, das die kirchliche Zensur verurteilt. &#8220;Medusa, Who Else?&#8221; ist jedoch vielleicht unser erstes Werk, das sich vollständig einem aktuellen gesellschaftspolitischen Thema widmet. </span></span><br />
<span><span> Musik war schon immer ein wichtiges Mittel zur Verbreitung von Ideen, das über bloße Unterhaltung hinausgeht, und wir hatten das Gefühl, dass es an der Zeit war, den zu Unrecht Geopferten eine Stimme zu geben.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Glaubt Ihr, dass eine wesentliche Stärke von Mythen wie denen der Medusa darin liegt, dass sie sich symbolisch oder allegorisch auf unterschiedliche Themen und Situationen anwenden lassen?  </span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Absolut. Antike Mythen sind aus menschlichen Archetypen entstanden, wie etwa der Beziehung zwischen Mensch und Natur, der Angst vor dem Göttlichen und der Psychologie der Menschheit. In diesem Sinne sind es zeitlose Geschichten, die die Schwächen und Hoffnungen der Menschheit erforschen – Themen, die immer aktuell sind.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Das Album wurde in einem unkonventionellen Format mit einem Poster und einem Download-Code veröffentlicht. Welche Gedanken zum Materialismus und zur Fetischisierung physischer Objekte in der Musikwelt spiegeln sich in dieser Wahl wider?  </span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Vielen Dank für diese Frage. Leider hat nicht jeder unsere Absicht verstanden oder geschätzt, aber wir wollten ein klares Statement abgeben, indem wir die Musik in &#8220;Medusa&#8221; entmaterialisierten. </span></span><br />
<span><span> Musik existiert in der Luft, in unseren Ohren, in unseren Köpfen – sie hängt nicht von dem Medium ab, das sie wiedergibt. Wir haben das Gefühl, dass CDs veraltet sind. Neue Autoradios und Computer haben keine CD-Player mehr und CDs fehlt der rituelle Charme von Vinyl oder sogar Kassetten, den wir immer noch schätzen. </span></span><br />
<span><span> Indem wir uns entschieden, keine unnötigen Plastikscheiben mehr in Umlauf zu bringen, hofften wir, ein Zeichen des Umweltschutzes zu setzen. Da Arianna eine talentierte Illustratorin ist, haben wir den digitalen Download natürlich mit einer einzigartigen Grafik kombiniert, die an 12-Zoll-Beilagen erinnert, und dem Publikum so ein Sammler- und Ausstellungsstück geboten. </span></span><br />
<span><span> Unserer Ansicht nach ist dies die richtige Richtung.</span></span></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1978687380/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong><span><span>In „Extreme Sleepwalking“ habt Ihr und der sardische Analogvirtuose Stigmate Themen wie Albträume und ein schlafwandelndes Leben (auch im übertragenen Sinn) untersucht. Was hat Euch zu diesem Thema hingezogen?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Anfangs waren wir von der Idee inspiriert, mythologische Monster aus östlichen Traditionen zu erforschen, aber am Ende wurden wir stattdessen mit unseren persönlichen Dämonen konfrontiert (lacht). Das Thema Albträume und eine fast zombifizierte Existenz hat uns tief berührt, insbesondere angesichts der Pandemie, als dieses Projekt geboren wurde.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Das Album ist während der Pandemie entstanden. Hatte die Krise direkten Einfluss auf die Stimmung bzw. die Gesamtthemen des Albums?  </span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Absolut. Diese wunderbare Zusammenarbeit wurde zutiefst von den Umständen der Pandemie geprägt. Wir waren alle im Grunde wie Zombies, in unseren Häusern eingesperrt, kämpften mit Ängsten und den Monstern unseres Unterbewusstseins, die im Schlaf auftauchten. </span></span><br />
<span><span> Unsere Psyche wurde auf die Probe gestellt (als ob wir heute alle gelassen wären, oder?), konfrontiert mit einem unsichtbaren Feind, dessen Natur und Gegenmaßnahmen ungewiss waren. Es war eine seltsame Zeit. Aus solch dramatischen Situationen entstehen jedoch manchmal die interessantesten Werke.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-43875" title="noisecluster3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster3.jpg" alt="" width="600" height="600" /></a></span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Flavio, dein Trompetenspiel – ein Markenzeichen deiner frühen Soloveröffentlichungen – spielt in der Musik von Noise Cluster immer noch eine Rolle, obwohl es mittlerweile mit anderen Elementen im Rampenlicht steht. Was sind deiner Meinung nach die größten Veränderungen in deinem Stil und deiner Herangehensweise als Musiker im Laufe der Jahre?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Tatsächlich habe ich als DBPIT angefangen, und obwohl ich in meinen 25 Jahren als Musikproduzent verschiedene Phasen durchgemacht habe, konnte ich die Trompete nie hinter mir lassen. Ob für kurze Riffs, als Kontrapunkt zum Gesang oder als ausgedehnter, erweiterter Hintergrund über energetischen Rhythmen, sie bleibt eines der beständigsten Elemente meines Sounds. </span></span><br />
<span><span> Was die Produktion betrifft, habe ich ihr immer viel Zeit und Aufmerksamkeit gewidmet, sodass sich mein Ansatz nicht drastisch geändert hat. Mein Stil, meine Technik und mein Geschmack haben sich jedoch erheblich weiterentwickelt. Ich bin von eher spontanen, wilden Projekten zu einem ausgereifteren und ausgefeilteren Produktionsprozess übergegangen und habe meine Aufnahme- und Mischtechniken mit zunehmender Erfahrung kontinuierlich verbessert.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Ihr habt ja schon länger als DBPIT &amp; XXENA zusammen Aufnahmen gemacht. Gab es einen bestimmten Grund, eurer Arbeit als Noise Cluster eine klarere Struktur zu geben?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Die Namensänderung sollte in erster Linie die Geburt eines gemeinsamen Projekts zwischen mir und Arianna markieren und nicht nur die Kombination unserer früheren Arbeiten. Außerdem scheint es für die Leute einfacher zu sein, sich den Namen zu merken (lacht).</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Viele Eurer Alben erforschen konzeptionell das, was man als Heterotopien bezeichnen könnte – völlig unterschiedliche und weit entfernte Orte: die Weite des Weltalls, die Tiefen des Ozeans und mythologische Orte. Seht Ihr diesen Entdecker- und Erkundungsgeist als eine Art Markenzeichen von Noise Cluster?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Jeder Raum kann als Spiegel dessen gesehen werden, was draußen oder drinnen liegt – verborgen, gestört, widersprüchlich und verwirrend. </span></span><br />
<span><span> Wir erkennen uns selbst sicherlich in dieser Beschreibung wieder und danken Euch noch einmal für die Aufmerksamkeit, die Ihr uns geschenkt haben. Wir hoffen, dass dieser dunkle, mysteriöse Aspekt unserer Musik Eure Neugierde geweckt hat.</span></span></p>
<p>Interview: U.S.</p>
<p><strong><strong>Noise Cluster @ <a href="https://noisecluster.bandcamp.com/">Bandcamp</a> | <a href="https://www.youtube.com/@gattoalieno">YouTube</a> | <a href="https://www.facebook.com/noisecluster">Facebook</a> | <a href="https://www.instagram.com/noise_cluster/">Instagram</a></strong><br />
</strong></p>
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		<title>Un ponte tra noi e l&#8217;universo: Un&#8217;intervista con Noise Cluster</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Dec 2024 11:42:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arianna Degni Lombardo]]></category>
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		<description><![CDATA[Il duo romano Noise Cluster, formato da Flavio Derbekannte e Arianna Degni Lombardo, esplora da anni i confini della musica elettronica. I loro lavori sono caratterizzati da un mix unico di sound art sperimentale, concetti narrativi e una tendenza verso &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/12/06/un-ponte-tra-noi-e-luniverso-unintervista-con-noise-cluster/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster11.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-43878" title="noisecluster1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster11-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Il duo romano Noise Cluster, formato da Flavio Derbekannte e Arianna Degni Lombardo, esplora da anni i confini della musica elettronica. I loro lavori sono caratterizzati da un mix unico di sound art sperimentale, concetti narrativi e una tendenza verso temi oscuri. Il loro spettro stilistico spazia da approcci rumorosi all&#8217;elettronica monumentale da club fino ai paesaggi sonori psichedelici, e uno dei leitmotiv è sempre la <span id="more-43866"></span>tromba di Flavio. non è sempre chiaramente al centro, traccia comunque un collegamento con i suoi primi lavori, quando si fece un nome come Der Bekannte Post-Industrielle Trompeter (Il noto trombettista postindustriale). Arianna, precedentemente attiva come Xxeena, sta dando la sua impronta al progetto non solo attraverso la sua partecipazione alle produzioni, ma anche attraverso la sua voce e le sue illustrazioni caratteristiche. Con il nuovo nastro &#8220;To the Moon and Back&#8221; (Grubenwehr Freiburg), una collaborazione con Cristiano Bocci, portano gli ascoltatori in un viaggio spaziale musicale che tocca dimensioni sia astronomiche che mitologiche. Nella conversazione che segue, i Noise Cluster parlano delle origini e della storia pluriennale del progetto, del loro approccio creativo e dell&#8217;importanza che i soggetti mitologici, ma anche aspetti di oscurità e alienazione, hanno nella loro musica.</strong></p>
<p><strong>Versioni <a title="Eine Brücke zwischen uns und dem Universum: Ein Interview mit Noise Cluster" href="http://africanpaper.com/2024/12/07/eine-brucke-zwischen-uns-und-dem-universum-ein-interview-mit-noise-cluster/">tedesca</a> e <a title="A bridge between us and the universe: An Interview with Noise Cluster" href="http://africanpaper.com/2024/12/03/interview-with-noise-cluster/">inglese</a></strong></p>
<p><em><strong>Avete appena pubblicato un nuovo tape intitolato &#8220;to the moon and back&#8221; ed è una collaborazione con un altro musicista. come è nata l’idea di lavorare con cristiano bocci? Vi conoscete o conoscete i vostri rispettivi lavori da molto tempo?</strong></em></p>
<p>Prima ancora di rispondere alle tue interessantissime domande, permettici di ringraziare te e i lettori per il tempo e l&#8217;attenzione che ci state dedicando! Ne siamo davvero onorati!</p>
<p>Con Cristiano ci siamo conosciuti tramite  il gruppo d&#8217;ascolto di un dj che conduce una storica e importantissima trasmissione industrial presso una radio indipendente italiana.<br />
Nel tempo, si e&#8217; creato un grosso seguito al punto tale che proprio Cristiano quest&#8217;anno ha proposto di realizzare una compilation sia per festeggiare il compleanno di Giacomo, il summenzionato dj, sia per finanziare la radio stessa.<br />
Alla compilation hanno partecipato moltissimi artisti sia in solo che con collaborazioni estemporanee. noi stessi abbiamo collaborato anche con cristiano; molto soddisfatti del brano realizzato in comune, abbiamo deciso di dare vita a un album intero che l&#8217;amico David Grodock di Freiburg ha accettato volentieri di produrre.</p>
<p><em><strong>Come valutate la collaborazione con Cristiano Bocci in termini di suono e atmosfera dell&#8217;album? Quali nuovi elementi atmosferici ha introdotto con il suo modo di suonare il basso? E&#8217; sicuramente un elemento insolito nella vostra discografia.</strong></em></p>
<p>Come sai, in passato abbiamo collaborato non a caso con altri musicisti che esplorano territori e utilizzano strumenti molto diversi dai nostri; crediamo molto in questo genere di interazione che secondo noi arricchisce entrambi i progetti.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=558153962/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Nella mia recensione ho menzionato un elemento psichedelico nel suono e nello stile di &#8220;to the Moon and back&#8221;, che potrebbe essere dovuto ad un&#8217;associazione soggettiva. vi ritrovate in questa definizione in relazione all&#8217;album?</strong></em></p>
<p>Pensiamo che la tua impressione sia corretta, specialmente in relazione ai pezzi cantati; l&#8217;atmosfera generale del disco  e&#8217; volutamente ambient e onirica in onore al romantico satellite che ci inebria e ispira col suo fascino antico e misterioso.</p>
<p><em><strong>Quando vi vengono in mente nuove idee per brani o album, di solito si tratta di idee su suoni, composizioni o argomenti relativi ai contenuti? O può essere sempre molto diverso?</strong></em></p>
<p>Per quanto riguarda gli album, solitamente partiamo da un concetto o una storia, vedi Medusa, mr. Mallory, the Lost dolls e anche le prececedenti collaborazioni con Lyke Wake (la caduta dell&#8217;universo) e Stigmate (l&#8217;incubo). e&#8217; quindi il tema prescelto a guidare lo sviluppo delle sonorita&#8217;; tuttavia, non seguiamo delle regole fisse e specialmente per quanto concerne i brani singoli, il piu&#8217; delle volte raccogliamo prima i suoni, li elaboriamo e ci costruiamo il pezzo.</p>
<p><em><strong>Similmente agli album precedenti, anche questo dimostra un concetto tematico, questa volta si tratta del viaggio sulla luna, che qui può essere inteso sia come fenomeno astronomico che mitologico. cosa vi ha attratto dell&#8217;argomento e come vi è venuta l&#8217;idea per l&#8217;album?</strong></em></p>
<p>La Luna e&#8217; sempre stato un elemento misterioso e affascinante, forse perche&#8217; sembra cosi&#8217; vicina ma in realta&#8217; la conosciamo ancora molto poco; ha da sempre ispirato sentimenti e curiosita&#8217;; la troviamo protagonista in mille storie, dai tarocchi ai racconti di fantascienza, dai miti ancestrali alle poesie, dall&#8217; immaginario comune all&#8217; esplorazione scientifica; in fondo e&#8217; una frazione del nostro pianeta che si e&#8217; distaccata nello spazio e rappresenta un po un tramite fra noi e l&#8217;universo, per cui abbiamo deciso di dedicarle anche noi un piccolo tributo.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster21.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-43880" title="noisecluster2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster21.jpg" alt="" width="1276" height="801" /></a></p>
<p><em><strong>Il viaggio verso un luogo lontano e ritorno è spesso inteso simbolicamente come una sorta di iniziazione, dopo la quale l&#8217;individuo entra in una nuova fase della sua esistenza come persona cambiata. che differenza potrebbe significare viaggiare sulla luna e ritorno?</strong></em></p>
<p>Probabilmente la tecnologia attuale e la &#8216;moda spaziale&#8217; hanno tolto molto del fascino legato all&#8217; esplorazione di situazioni ignote, ma siamo convinti che l&#8217;esperienza di un viaggio nello spazio possa cambiare profondamente la sensibilita&#8217; di una persona. tutto sta nell&#8217; interpretare un&#8217;esperienza di questo tipo nel modo giusto: osservare il mondo dall&#8217;esterno per poi renderlo migliore sia interiormente che esteriormente.</p>
<p><em><strong>Mi interesserebbe sapere da dove vengono le vostre idee per suoni insoliti, come i suoni acquatici che appaiono nella cornice palpitante di &#8220;Chariot across the skies&#8221;. avete già in mente qualche idea per questi suoni o nascono spontaneamente durante la sperimentazione?</strong></em></p>
<p>Come detto per il concetto della creazione di un album, anche per i suoni non seguiamo un processo univoco: alcune volte ci piace esplorare le possibilita&#8217; di un synth o uno strumento acustico per poi applicarle nel brano che stiamo elaborando, altre volte e&#8217; il pezzo che ci guida nella scelta delle sonorita&#8217;.<br />
Il brano in questione (Chariot&#8230;)  cita la rappresentazione delle fasi lunari, quindi del &#8216;viaggio&#8217; della luna attraverso il cielo, come fosse un carro trainato da dieci cavalli divini; forse e&#8217; l&#8217;immagine del volo immerso in un&#8217;atmosfera magica e silenziosa a dare la sensazione di immergersi in un oceano celeste.</p>
<p><em><strong>Qual è il processo di creazione di un pezzo come “Endymion and Selene”? Quali passaggi attraversate quando volete rappresentare musicalmente figure mitologiche?</strong></em></p>
<p>Il punto di partenza e&#8217; sempre la storia, che sia di nostra creazione o, come in questo caso, appartenga all&#8217;antica mitologia. Endymion, forse un pastore o forse un astronomo, e&#8217; intento a osservare il suo cielo dove la luna, Selene, era la venerabile dea di cui si innamora, pur essendo un comune mortale; il loro rapporto tormentato e&#8217; cio&#8217; che abbiamo voluto rappresentare in questo brano.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=657646630/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Nei vostri album avete spesso trame sonore intense e diverse. come mantenete l&#8217;equilibrio tra suono coerente e complessità in queste composizioni?</strong></em></p>
<p>Ogni storia ha mille facce, personaggi e situazioni, ognuno dei quali si presta a essere rappresentato con stili e dettagli differenti; guarda per esempio le ballate drammatiche di perseo e medusa contrapposte alla cavalcata elettronica di pegasus nel&#8217;album dedicato appunto alla gorgone&#8230; suoni e stili anche discordanti possono essere aspetti  dello stesso concetto.</p>
<p><em><strong>Arianna, la tua voce assume una forte qualità teatrale in brani come &#8220;eterna sfera celeste&#8221;. che ruolo gioca la tua voce nell&#8217;espressività della musica oggi? Il tuo rapporto con la voce come mezzo è cambiato nel tempo?</strong></em></p>
<p>Inizialmente io, Arianna, utilizzavo la voce solo come suono, che veniva poi elaborato e alterato; recentemente mi sono avventurata sia nella scrittura di qualche testo, vedi brani come &#8216;Crackling world&#8217; e &#8216;Eterna sfera celeste&#8217;,  sia nella loro interpretazione poetica come anche in &#8216;Perseus, not a hero&#8217;, scritta da Flavio.<br />
Sicuramente negli anni ho acquisito maggior confidenza nell&#8217;uso della voce anche se non mi reputo certo una cantante (ride).</p>
<p><em><strong>Molte delle vostre opere hanno una certa minacciosità e oscurità. cosa vi attrae di questa estetica oscura e come la traducete in suoni?</strong></em></p>
<p>Veniamo entrambi da ambienti nichilisti per eccellenza, il dark e l&#8217;industrial, dove tutto e&#8217; cupo, senza speranza e distruttivo, ma abbiamo sempre cercato di ironizzare sulla negativita&#8217; del mondo provando in qualche modo a evidenziarla per combatterla, anche se pero&#8217; purtroppo alla fine essa prevale sempre.  i suoni e le parole che mettiamo in musica non sono altro che la &#8216;materializzazione&#8217; dei nostri stati d&#8217;animo che, specialmente nel contesto storico in cui viviamo, di certo non possono essere leggeri.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/medusa1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-43881" title="medusa" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/medusa1.jpg" alt="" width="709" height="709" /></a></p>
<p><em><strong>Vorrei parlare anche di alcuni degli album precedenti. il vostro album precedente &#8220;Medusa, who else?&#8221; Riprende la figura mitologica di medusa in modo nuovo e affronta anche temi attuali come la colpevolizzazione delle vittime. quanto è importante per voi elaborare argomenti socialmente rilevanti nella vostra musica?</strong></em></p>
<p>&#8216;Medusa, who else?&#8217; Non e&#8217; certo il primo concept-album che abbiamo realizzato, ma i precedenti avevano un taglio piu&#8217; grottesco e in qualche modo  &#8216;autobiografico&#8217;, vedi ad esempio &#8216; the outstanding story of mr. Mallory&#8217; e il suo sequel, &#8216;the return of mr. Mallory&#8217;, e &#8216;Lympha Obscusa&#8217; a nome DBPIT &amp; Xxena, o la nostra prima uscita come Noise Cluster, &#8216;the Planet of the lost dolls&#8217;, che traspone in chiave fantascientifica una leggenda terrestre.<br />
Sempre a nome DBPIT &amp; Xxena, ci fu un oscuro lavoro harsh-noise di denuncia contro la censura ecclesiastica, &#8216;IHSV&#8217;, ma &#8216;Medusa, who else?&#8217;  è  forse il nostro primo lavoro dedicato completamente a un argomento politico-sociale attuale.<br />
La musica e&#8217; da sempre stato un mezzo importante di divulgazione di idee, oltre che di intrattenimento, e anche noi abbiamo pensato fosse il momento di dar voce alle vittime ingiustamente sacrificate.</p>
<p><em><strong>Pensate che un punto di forza particolare dei miti come quello di medusa sia che possono essere  sempre applicati simbolicamente o allegoricamente ad altri argomenti e situazioni?</strong></em></p>
<p>Certamente, i miti antichi nascono da archetipi umani come il rapporto fra uomo e natura, la paura del divino e  la psicologia della razza umana; in questo senso sono storie  senza tempo che raccontano delle debolezze e delle speranze degli umani, argomenti eteramente validi.</p>
<p><em><strong>L&#8217;album è stato pubblicato in un formato insolito con un poster e un codice per il download. quali pensieri sui temi del materialismo e della feticizzazione degli oggetti fisici nel mondo della musica sono contenuti in questa pubblicazione?</strong></em></p>
<p>Grazie davvero per questa domanda;  purtroppo il nostro intento non e&#8217; stato capito o apprezzato da tutti, ma abbiamo voluto dare un segnale chiaro con la smaterializzazione della musica in &#8216;medusa&#8217;:<br />
La musica e&#8217; nell&#8217;aria, nelle nostre orecchie, nel nostro cervello, non dipende del mezzo che la riproduce; in particolar modo, pensiamo che il cd sia un oggetto obsoleto, al punto tale che i nuovi car-stereo e computer sono privi di lettori, nonche&#8217; assolutamente privo del fascino rituale che potevano avere i vinili e anche le cassette, che anche noi apprezziamo molto.<br />
Abbiamo pensato che evitando di mettere in circolazione altri inutili dischetti di plastica avremmo dato un segnale di conservazione dell&#8217;ambiente.<br />
Logicamente, dato che Arianna e&#8217; una bravissima illustratrice, abbiamo accompagnato il download digitale con un opera grafica unica che ricorda gli inserti dei 12“ e che regala comunque al pubblico un oggetto da collezionare e mostrare.<br />
Secondo noi questa e&#8217; la via giusta da percorrere.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1978687380/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Che ruolo giocano le collaborazioni nella vostra musica? Oltre a bocci e ai contributori di &#8220;to the moon and back&#8221; e &#8220;medusa&#8221;, per esempio, c&#8217;è stato un album in comune con lyke wake o stigmate. quanto simili (o diverse) dovrebbero essere le visioni degli altri musicisti rispetto alle vostre? E quanto le collaborazioni influenzano la tua direzione musicale?</strong></em></p>
<p>In &#8220;extreme sleepwalking&#8221;  voi e il virtuoso analogico sardo stigmate avete affrontato temi come gli incubi e un&#8217;esistenza sonnambulistica (anche in senso figurato). cosa ti ha attratto dell&#8217;argomento?</p>
<p><em><strong>L&#8217;album è stato creato durante la pandemia. la crisi ha avuto un&#8217;influenza diretta sul mood dell&#8217;album?</strong></em></p>
<p>In effetti quella bellissima collaborazione ha avuto uno sviluppo molto elaborato proprio in relazione al fatto che eravamo un po tutti zombie, chiusi nelle nostre case con le nostre paure, coi mostri dell&#8217;id che si sprigionano durante il sonno.<br />
La nostra psiche era messa a dura prova (come se invece oggi fossimo tutti sereni&#8230;) da un nemico invisibile che non si sapeva come affrontare;<br />
Eravamo partiti dall&#8217;idea di rappresentare mostri mitologi orientali e siamo finiti a farlo coi nostri personali (ride).<br />
Come spesso accade, dalle situazioni drammatiche nascono opere interessantissime.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster31.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-43882" title="noisecluster3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster31.jpg" alt="" width="600" height="600" /></a></p>
<p><strong><em>Flavio, il tuo modo di suonare la tromba, che era una sorta di segno distintivo della musica delle tue prime uscite da solista, gioca ancora un ruolo nella musica dei noise cluster, anche se oggi condivide il centro della scena con altri componenti. quali diresti che siano stati i cambiamenti più grandi nel tuo stile e nel tuo approccio come produttore nel corso degli anni?</em></strong></p>
<p>Effettivamente io nasco come dbpit e pur avendo attraversato varie fasi nei miei 25 anni di produzione musicale, la tromba non sono mai riuscito ad abbandonarla.<br />
Usata per brevi riff in contrappunto alle voci o per tappetoni dilatati su ritmiche accese, e&#8217; l&#8217;elemento che e&#8217; cambiato di meno negli anni.<br />
Ma nemmeno l&#8217;approccio produttivo, a cui ho sempre dedicato tempo e attenzione, e&#8217; mutato radicalmente; quello che sicuramente c&#8217;e'  stato e&#8217; un cambiamento di stile, di tecnica e di gusto; sono passato da lavori piu&#8217; spontanei e folli a una produzione piu&#8217; matura ed elaborata, affinando con l&#8217;esperienza anche le tecniche di registrazione e mixaggio.</p>
<p><em><strong>Voi due avete già registrato insieme come DBPIT &amp; Xxena per un po&#8217;. c&#8217;è stato un impulso specifico a dare al vostro lavoro come Noise Cluster una struttura più solida?</strong></em></p>
<p>Il cambio di nome e&#8217; stato deciso soprattutto per sottolineare la nascita di un progetto univoco fra me e arianna, piuttosto che la semplice unione dei nostri precedenti.<br />
Pare che sia anche piu&#8217; facile da ricordare (ridono).</p>
<p><em><strong>Molti dei vostri album riguardano concettualmente quelle che possono essere descritte come eterotopie, luoghi completamente diversi e distanti: la vastità dello spazio, le profondità del mare, ma anche luoghi mitologici appaiono ancora e ancora. vedete questo spirito di scoperta, di ricerca lontano come una sorta di marchio di fabbrica dei Noise Cluster?</strong></em></p>
<p>Qualsiasi spazio puo&#8217; essere visto come uno specchio di quello che e&#8217; al suo esterno o al suo interno, nascosto, disturbato, contraddittorio e sconvolgente. certamente ci riconosciamo in questa definizione e ringraziandovi ancora per l&#8217;attenzione che ci avete dedicato, ci auguriamo che questo aspetto un po&#8217; tenebroso, un po&#8217; misterioso della nostra musica abbia stuzzicato la curiosita&#8217; di ascoltarla.</p>
<p>Interview: U.S.</p>
<p><strong><strong>Noise Cluster @ <a href="https://noisecluster.bandcamp.com/">Bandcamp</a> | <a href="https://www.youtube.com/@gattoalieno">YouTube</a> | <a href="https://www.facebook.com/noisecluster">Facebook</a> | <a href="https://www.instagram.com/noise_cluster/">Instagram</a></strong><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>A bridge between us and the universe: An Interview with Noise Cluster</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/12/03/interview-with-noise-cluster/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Dec 2024 09:24:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Arianna Degni Lombardo]]></category>
		<category><![CDATA[DBPIT]]></category>
		<category><![CDATA[Dischi Gatto Alieno]]></category>
		<category><![CDATA[Flavio Derbekannte]]></category>
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		<description><![CDATA[For years, the Roman duo Noise Cluster, consisting of Flavio Derbekannte and Arianna Degni Lombardo, have been exploring the boundaries of electronic music. Their works are characterized by a unique mixture of experimental sound art, narrative concepts and a penchant &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/12/03/interview-with-noise-cluster/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster12.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-43884" title="noisecluster1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster12-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>For years, the Roman duo Noise Cluster, consisting of Flavio Derbekannte and Arianna Degni Lombardo, have been exploring the boundaries of electronic music. Their works are characterized by a unique mixture of experimental sound art, narrative concepts and a penchant for dark themes, their stylistic range extends from noisy approaches to club-friendly, monumental electronics to psychedelic soundscapes, and one of the leitmotifs is <span id="more-43856"></span>always Flavio&#8217;s trumpet, which is not always clearly in the center, but still draws a connection to his early work, when he made a name for himself as Der Bekannte Post-Industrielle Trompeter (The Notorious Post Industrial Trumpet Player). Arianna, who was previously active as Xxeena, puts her stamp on the project not only through her involvement in the productions, but also through her voice and her characteristic illustrations. With the new tape &#8220;To the Moon and Back&#8221; (Grubenwehr Freiburg), a collaboration with Cristiano Bocci, they take listeners on a musical space journey that touches on both astronomical and mythological dimensions. In the following conversation, Noise Cluster talk about the origins and the years-long history of the project, their creative approach and the importance that mythological subjects, but also aspects of darkness and alienation, have in their music.<br />
</strong></p>
<p><strong><a title="Eine Brücke zwischen uns und dem Universum: Ein Interview mit Noise Cluster" href="http://africanpaper.com/2024/12/07/eine-brucke-zwischen-uns-und-dem-universum-ein-interview-mit-noise-cluster/">German</a> and <a title="Un ponte tra noi e l’universo: Un’intervista con Noise Cluster" href="http://africanpaper.com/2024/12/06/un-ponte-tra-noi-e-luniverso-unintervista-con-noise-cluster/">Italian</a> versions<br />
</strong></p>
<p><em><strong>You&#8217;ve just released a new tape titled &#8220;To The Moon and Back,&#8221; a collaboration with another musician. How did the idea to work with Cristiano Bocci come about? Have you known each other or been familiar with each other&#8217;s work for a long time?</strong></em></p>
<p>Before even answering your very interesting questions, let us thank you and your readers for the time and attention you’re dedicating to us! we are truly honored!</p>
<p>We met Cristiano through the listening group of a DJ who hosts a historic and very important industrial music show on an Italian independent radio station. Over time, the community grew, and this year Cristiano proposed creating a compilation to celebrate Giacomo&#8217;s, the DJ, birthday, and to help fund the radio station. Many artists participated in the compilation, both solo and in spontaneous collaborations. We collaborated with Cristiano ourselves, and being very satisfied with the track we created together, we decided to develop a full album. Our friend David Grodock from Freiburg graciously agreed to produce it.</p>
<p><em><strong>How would you evaluate the collaboration with Cristiano Bocci in terms of the sound and atmosphere of the album? What new atmospheric elements did he introduce with his bass playing? It’s certainly an unusual element in your discography.</strong></em></p>
<p>As you know, we&#8217;ve previously collaborated with other musicians who explore territories and use instruments different from our own. We deeply believe in this type of interaction, which, in our opinion, enriches both projects.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=558153962/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>In my review, I mentioned a psychedelic element in the sound and style of &#8220;To the Moon and Back&#8221;, which could stem from subjective association. Do you relate to this description of the album?</strong></em></p>
<p>We think your impression is correct, especially regarding the sung pieces. The overall atmosphere of the album is deliberately ambient and dreamlike, honoring the romantic satellite that intoxicates and inspires us with its ancient and mysterious allure.</p>
<p><em><strong>When new ideas for tracks or albums come to mind, are they usually about sounds, compositions, or thematic content? Or does it vary?</strong></em></p>
<p>For albums, we usually start from a concept or story—like Medusa, Mr. Mallory, or The Lost Dolls, and previous collaborations such as The Fall of the Universe with Lyke Wake or Stigmate (The Nightmare). The chosen theme guides the development of the sounds. However, we don’t follow fixed rules; for single tracks, we often gather sounds first, process them, and then build the piece.</p>
<p><em><strong>Like your previous albums, this one also demonstrates a thematic concept—this time about a journey to the Moon, which can be understood as both an astronomical and mythological phenomenon. What attracted you to this theme, and how did the idea for the album come about?</strong></em></p>
<p>The Moon has always been a mysterious and fascinating element, perhaps because it seems so close, yet we know so little about it. It has always inspired curiosity and emotions. The Moon appears in countless stories, from Tarot cards to science fiction, ancient myths, poetry, and shared imagination. It&#8217;s a fragment of our planet that has detached into space and serves as a bridge between us and the universe. We decided to dedicate a small tribute to it.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster22.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-43885" title="noisecluster2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster22.jpg" alt="" width="1276" height="801" /></a></p>
<p><em><strong>The journey to a distant place and back is often symbolically interpreted as an initiation, after which one enters a new phase of existence as a changed person. What might it mean to travel to the Moon and return?</strong></em></p>
<p>Current technology and the &#8220;space trend&#8221; may have removed much of the charm tied to exploring the unknown, but we are convinced that the experience of a space journey could profoundly change a person&#8217;s sensitivity. It all depends on interpreting such an experience the right way: observing the world from the outside and then improving it, both internally and externally.</p>
<p><em><strong>I’m curious about the origin of your unusual sound ideas, like the aquatic sounds in the pulsing framework of &#8220;Chariot Across the Skies&#8221;. Are these ideas premeditated, or do they arise spontaneously during experimentation?</strong></em></p>
<p>As with album concepts, we don’t follow a single process for sounds. Sometimes we like to explore the possibilities of a synth or acoustic instrument and apply them to the track in progress. Other times, the piece itself guides our choice of sounds. For “Chariot…,” which represents the Moon’s phases or its &#8220;journey&#8221; across the sky as if drawn by ten divine horses, perhaps the imagery of silent, magical flight evokes immersion in a celestial ocean.</p>
<p><em><strong>What’s the creative process behind a piece like &#8220;Endymion and Selene&#8221;? What steps do you follow to musically represent mythological figures?</strong></em></p>
<p>The starting point is always the story, whether it’s our creation or, as in this case, from ancient mythology. Endymion, possibly a shepherd or an astronomer, gazes at his sky where Selene, the Moon goddess, resides. Their tumultuous relationship inspired the representation in this track.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=657646630/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Your albums often feature intense and diverse soundscapes. How do you balance a coherent sound with complexity in your compositions?</strong></em></p>
<p>Every story has countless facets, characters, and situations, each lending itself to different styles and details. Look at the dramatic ballads of Perseus and Medusa versus the electronic gallop of Pegasus in the Gorgon album. Sounds and styles—even discordant ones—can all be aspects of the same concept.</p>
<p><em><strong>Arianna, your voice takes on a distinctly theatrical quality in pieces like Eterna Sfera Celeste. What role does your voice play in expressing music today? Has your relationship with voice as a medium changed over time?</strong></em></p>
<p>Initially, I, Arianna, used my voice solely as a sound to be processed and altered. Recently, I’ve ventured into both writing lyrics, as in pieces like Crackling World and Eterna Sfera Celeste, and their poetic interpretation, as in Perseus, Not a Hero, written by Flavio. Over the years, I’ve definitely gained more confidence in using my voice, even though I wouldn’t consider myself a singer by any means (laughs).</p>
<p><em><strong>Many of your works carry an ominous and dark quality. What draws you to this dark aesthetic, and how do you translate it into sound?  </strong></em></p>
<p>We both come from inherently nihilistic backgrounds—dark and industrial—where everything is bleak, hopeless, and destructive. However, we’ve always tried to inject a sense of irony into the negativity of the world, attempting in some way to highlight it as a means of confronting it, even though, unfortunately, it always ends up prevailing. The sounds and words we put into music are simply the &#8216;materialization&#8217; of our states of mind, which, especially in the historical context we live in, certainly cannot be light.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/medusa2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-43886" title="medusa" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/medusa2.jpg" alt="" width="709" height="709" /></a></p>
<p><em><strong>I’d like to talk about some of your earlier albums. Your previous album, Medusa, Who Else?, reimagines the mythological figure of Medusa while addressing contemporary themes like victim-blaming. How important is it for you to address socially relevant topics in your music?  </strong></em></p>
<p>&#8220;Medusa, Who Else?&#8221; is certainly not the first concept album we’ve created, but earlier ones had a more grotesque and somewhat &#8216;autobiographical&#8217; tone. Take, for example, The Outstanding Story of Mr. Mallory and its sequel, The Return of Mr. Mallory as well as Lympha Obscura, released under DBPIT &amp; XXENA, or our first release as Noise Cluster, The Planet of the Lost Dolls, which transposes an earthly legend into a sci-fi setting.<br />
There was also IHSV under DBPIT &amp; XXENA, a dark harsh-noise tape condemning ecclesiastical censorship. However, Medusa, Who Else? is perhaps our first work fully dedicated to a current socio-political issue.<br />
Music has always been an important vehicle for spreading ideas beyond mere entertainment, and we felt it was time to give a voice to victims unjustly sacrificed.</p>
<p><em><strong>Do you think a key strength of myths like Medusa’s is their ability to be symbolically or allegorically applied to different issues and situations?  </strong></em></p>
<p>Absolutely. Ancient myths are born from human archetypes, such as the relationship between humans and nature, the fear of the divine, and the psychology of the human race. In this sense, they are timeless stories that explore humanity’s weaknesses and hopes, themes that are perpetually relevant.</p>
<p><em><strong>The album was released in an unconventional format with a poster and a download code. What thoughts on materialism and the fetishization of physical objects in the music world are reflected in this choice?  </strong></em></p>
<p>Thank you so much for this question; unfortunately, not everyone understood or appreciated our intent, but we wanted to make a clear statement by dematerializing the music in Medusa.<br />
Music exists in the air, in our ears, in our minds—it doesn’t depend on the medium that reproduces it. We feel that CDs have become obsolete; new car stereos and computers no longer include CD players, and CDs lack the ritualistic charm of vinyl or even cassettes, which we still appreciate.<br />
By choosing not to circulate more unnecessary plastic discs, we hoped to send a message of environmental conservation. Naturally, since Arianna is a talented illustrator, we paired the digital download with a unique graphic artwork reminiscent of 12&#8243; inserts, offering audiences a collectible and displayable item.<br />
In our view, this is the right direction to take.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1978687380/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>In &#8220;Extreme Sleepwalking&#8221;, you and Sardinian analog virtuoso Stigmate explored themes like nightmares and a sleepwalking existence (even in a figurative sense). What drew you to this subject?</strong></em></p>
<p>Initially, we were inspired by the idea of exploring mythological monsters from Eastern traditions, but we ended up confronting our personal demons instead (laughs). The theme of nightmares and an almost zombified existence resonated deeply, especially given the context of the pandemic when this project was born.</p>
<p><em><strong>The album was created during the pandemic. Did the crisis have a direct influence on the mood or the overall topics of the album?  </strong></em></p>
<p>Absolutely. That wonderful collaboration was shaped profoundly by the circumstances of the pandemic. We were all essentially like zombies, confined to our homes, grappling with fears and the monsters of our subconscious that emerge during sleep.<br />
Our psyche was tested (as if today we’re all serene, right?), confronted with an invisible enemy whose nature and countermeasures were uncertain. It was a strange time. From such dramatic situations, however, sometimes the most interesting works are born.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster32.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-43887" title="noisecluster3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/noisecluster32.jpg" alt="" width="600" height="600" /></a></p>
<p><em><strong>Flavio, your trumpet playing—a hallmark of your early solo releases—still plays a role in Noise Cluster’s music, although it now shares the spotlight with other elements. What do you think are the biggest changes in your style and approach as a producer over the years?</strong></em></p>
<p>Indeed, I began as DBPIT, and while I’ve gone through various phases in my 25 years of musical production, I’ve never been able to leave the trumpet behind. Whether used for brief riffs to counterpoint vocals or as a vast, expanded background over energetic rhythms, it remains one of the most consistent elements of my sound.<br />
As for production, I’ve always devoted significant time and attention to it, so my approach hasn’t changed drastically. However, my style, technique, and taste have evolved significantly. I’ve moved from more spontaneous, wild projects to a more mature and refined production process, continuously improving my recording and mixing techniques with experience.</p>
<p><em><strong>You’ve already recorded together as DBPIT &amp; XXENA for a while. Was there a specific reason to give your work as Noise Cluster a more distinct structure?</strong></em></p>
<p>The name change was mainly meant to mark the birth of a unified project between me and Arianna, rather than simply the combination of our previous works. And, it seems it’s easier for people to remember (laughs).</p>
<p><em><strong>Many of your albums conceptually explore what might be described as heterotopias—completely different and distant places: the vastness of space, the depths of the ocean, and mythological locations. Do you see this spirit of discovery and exploration as a kind of trademark for Noise Cluster?</strong></em></p>
<p>Any space can be seen as a mirror of what lies outside or within—hidden, disturbed, contradictory, and disorienting.<br />
We certainly see ourselves in this description, and thanking you once again for the attention you’ve given us, we hope this dark, mysterious aspect of our music has piqued your curiosity to listen.</p>
<p>Interview: U.S.</p>
<p><strong>Noise Cluster @ <a href="https://noisecluster.bandcamp.com/">Bandcamp</a> | <a href="https://www.youtube.com/@gattoalieno">YouTube</a> | <a href="https://www.facebook.com/noisecluster">Facebook</a> | <a href="https://www.instagram.com/noise_cluster/">Instagram</a></strong></p>
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		<title>NOISE CLUSTER: Medusa, Who Else?</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2023 04:38:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/fotor_1672043565458.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-33022" title="fotor_1672043565458" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/fotor_1672043565458-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dass es nicht &#8220;die eine&#8221; griechische Mythologie gibt, kann man besonders an der Figur der Medusa sehen. Dieses geheimnisvolle weibliche Wesen mit Flügeln war eine von drei Töchtern &#8211; den Gorgonen &#8211; eines Götterpaares aus archaischer Zeit. In der späteren klassischen Zivilisation, an die man meist denkt, wenn von den alten Griechen die Rede ist, wirken solche Figuren meist urig und beängstigend, und so <span id="more-33019"></span>entstand um die Medusa ein Mythos, in dem sie zur Verkörperung des bedrohlich-monströsen wurde.</p>
<p>Auch in diesen Mythen galt sie, überliefert z.B. in den <em>Metamorphosen </em>des Römers Ovid, anfangs als schön &#8211; so schön, dass der maritime Gott Poseidon sie vergewaltigte, als er ihr im Tempel der Göttin Pallas Athene, in dem sie als Priesterin tätig war, begegnete. Letztere, bestürzt über die Schändung ihres Tempels, bedachte allerdings eher sie als ihn mit ihrem Hass und verwandelte sie in eine bedrohlich aussehende Figur mit einem Gewimmel an Schlangenkörpern, wo einst Haare waren. Jeder, der sie fortan sah, erstarrte durch ihren Anblick zu Stein. Pallas Athene war nur eine von zahlreichen Göttern und Menschen, die einen Groll auf die Medusa hegten und den Recken Perseus beauftragten, das &#8220;Ungeheuer&#8221; zu enthaupten. Mithilfe verschiedener Tricks gelang ihm dies.</p>
<p>Der Mythos der Medusa ist seit der Antike immer wieder Stoff künstlerischer Darstellungen gewesen, und viele darunter &#8211; vom antiken Bildhauer Phidias über den Maler Caravaggio bis zu dessen frühmodernen Kollegen Carlos Schwabe &#8211; mischten in die Darstellung ihrer Schrecklichkeit eine Ahnung ihrer beeindruckenden Schönheit. Auch in verschiedener Musik, die auf unseren Seiten Thema ist, ist von ihr die Rede. Brendan Perry besingt sie als beinahe masochistisch verklärte Femme Fatale. In einem Stück von Elijah&#8217;s Mantle dagegen erhält sie Züge einer gnostischen Gottheit, die zahlreiche z.T. gegensätzliche Züge in sich vereint: la bella, la maledetta, l&#8217;amata, la spaventata, l&#8217;amara, la sfortunata, la solitaria, la vittima.</p>
<p>Jüngst hat das audiovisuelle römische Duo Noise Cluster, bestehend aus Arianna Degni Lombardi und Flavio Derbekannte, dem Stoff ein ganzes Album gewidmet. Auf &#8220;Medusa, Who Else?&#8221; wird die Protagonistin zu einer Allegorie des victim blaming und zum Opfer einer der Ursünden vieler patriarchal ausgerichteter Zivilisationen. Gleich zu Beginn im Opener &#8220;Meet Medusa&#8221;, dessen rauschender, schleifender, nur leicht rhythmisch angereicherter Sound wie aus einer Höhle an die Erdoberfläche dringt und von einer feierlich-endzeitigen Trompete begleitet wird, kommt die Gorgone selbst zu Wort. Ihr Medium ist die tief-raue Stimme von Klarita Pandolfi-Carr, die nach ihrer Karriere mit der Goth-Band Rosen+Kreuz nur gelegentlich musikalisch aktiv ist, und durch sie richtet sie ihren dramatischen Monolog an die Hörer und plädiert, schlicht die mythischen Überlieferungen paraphrasierend, für ein Verständnis ihrer Rolle als Opfer.</p>
<p>&#8220;Medusa Who Else?&#8221; Ist ein stark kollaborativ ausgerichtetes Album, doch auch ohne die vielen mitwirkenden Stimmen und Klaviertasten offenbaren die einzelnen Stücke allesamt ihre ganz eigene klangliche und stimmungsmäßige Charakteristik. Das darauffolgende &#8220;Walled In&#8221; beginnt mit einer viel schrilleren Free Form-Trompete und geizt, nach deren Zügelung, auch nicht mit holzig rumpelnden Elektrorhythmen. Im Zentrum steht diesmal die dunkle Stimme des eher als Illustrator bekannten Fabio Magnasciutti, der in einem ähnlich eindringlichen Monolog eine männliche Existenz hinter Mauern beklagt. Was in seinem Lamento fehlt ist die Frau, doch die meldet sich alsbald in gleich zweifacher Form störend zu Wort, um das Bild gerade zu rücken. Die Medusa verwandelte jene zu Stein, so scheint das am Ende des Songs, deren Herzen ohnehin versteinert sind, weil sie immer mehr zu den Mauern geworden sind, die sie umgeben &#8211; womit das &#8220;Who Else?&#8221; des Albumtitels schon beinahe beantwortet ist.</p>
<p>Sind die beiden ersten Stücke so etwas wie das Herzstück des Grundkonzeptes, so wird dieses in den restlichen vier Tracks weiter verfeinert und ausdifferenziert. Rein musikalisch kreieren die einzelnen Songs ein wechselvolles und spannungsvolles Narrativ. &#8220;The Gorgons&#8221;, das wie die vorausgegangenen Stücke mit einer diesmal badalamenti&#8217;esken Trompete beginnt, erweist sich als wesentlich orchestraler, und auch wenn aquatische Sounds und saubere minimale Elektrobeats auf den Plan treten, bleibt ein soundtrackartiger Charakter gewahrt. Wesentlich weiter vor in klassische Filmsounds des 20. Jahrhunderts dringt &#8220;Death by Stone&#8221;, in welchem KimsonJas Sopran wie von eineralten Shellackplatte in das verwehte Rumoren der Streicher dringt. Hier wird die Frage nach der Möglichkeit der Versteinerung aus &#8220;Walled in&#8221; wieder aufgegriffen, doch der Titel erinnert auch an die Hinrichtungsmethode der Steinigung und schlägt so vielleicht die Brücke zu misogynen Rechtsvorstellungen. In &#8220;Perseus Not A Hero&#8221; richten Klarita und Arianna im Duett und gleich mehrsprachig über den zur Marionette erklärten Helden und Monsterbezwinger, dem ein verrücktes Lachen hinterher geschickt wird.</p>
<p>Mit dem instrumentalen &#8220;Pegasus&#8221;, das mit dem Piano von Flavios Sohn Pusio und einem fließenden Uptempotakt das Nachleben der Gorgone in dem mit Poseidon unfreiwillig gezeugten Mischwesen nur andeutet, erhält das Album ein offenes Ende, und ebenso offen ist auch die Zukunft des Erbes der Medusa. Die Frage nach der nach der Rolle der Frau in modernen Zivilisationen ist nach wie vor ungeklärt zwischen dem Wunsch nach einem Ende patriarchaler Strukturen und Vorstellungen vom bedrohlich-weiblichen, die im äußersten Fall die Opfer von Gewalt und Unterdrückung zu Sündenböcken erklären.</p>
<p>&#8220;Medusa Who Else?&#8221; erscheint in einem interessanten Format &#8211; ein faltbares, wiederverwertbares DIN -A 3-Poster mit neosymbolistischen Zeichnungen Ariannas und den Lyrics bildet den analogen Teil. Die Musik selbst ist aufgrund der Plastikvermeidung über einen Code zum Download erhältlich. Ganz nebenbei ist es überaus erfreulich, dass Flavio hier mehr als in den meisten Noise Cluster-Releases wieder als &#8220;postindustrieller Trompeter&#8221; zu hören ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: GattoAlieno</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1978687380/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ARTICO CVLTO / NOISE CLUSTER: Icy Drones</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/10/29/artico-cvlto-noise-cluster-icy-drones/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Oct 2016 08:14:12 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/10/icydrones.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-12888" title="icydrones" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/10/icydrones.jpg" alt="" width="150" height="216" /></a>Artico Cvlto und Noise Cluster haben gemein, dass es sie in ihren Arbeiten immer wieder in eine diffuse Ferne zieht, in filmreifen Parallelwelten geografischer oder astronomischer Art, Parallelwelten, die auch immer mal aneinander grenzen. Noise Cluster, die neue Band der unseren Lesern nicht ganz unbekannten Römer XxeNa und DBPIT, zog es schon immer in menschenleere Weiten, ins Weltall nostalgischer Scifi-Streifen und in die Tiefen des Meeres. Auf einer Islandreise entstand die Idee zu ihren „<a href="http://africanpaper.com/2015/10/02/xxena-and-dbpit-white-stories-of-black-whales/">White Stories of Black Whales</a>“,  und die Leidenschaft für den abgelegenen Inselstaat teilen sie mit den beiden Turinern, die ihr Ambient-Duo gleich nach ihrer Liebe zum Norden benannten.<span id="more-12887"></span></p>
<p>Die Mini-DVD „Icy Drones“ eröffnet der aktische Kult, dessen Mitglied Stefano Olflorenz auch als Fotograf tätig ist, mit einem achtminütigen Clip zu ihrem Track „Back from The Limbo of the Dead Dolls“. Ein vibrierendes und feinsinnig aufgerauhtes Dröhnen eröffnet die Untermalung schwermütiger Film- und Fotoaufnahmen der Insel, deren Ambiguität wohl am stärksten in der sich auflösenden Landesfahne symbolisiert ist: Der melancholischen Erhabenheit der Landschaften und auch der Menschenwerke wird, wie es scheint, eine große Bewunderung zuteil, und doch erscheint die Gesellschaft hier bestenfalls als sekundäres Phänomen, denn selbst Spuren wie Bauwerke wirken auf eine Weise post-human, die auf den ersten Blick harmonisch, bei längerer Betrachtung jedoch leicht verstörend wirkt. Solche Effekte finden sich mehrfach: in Bildern, deren Bewegtheit erst mit der Zeit auffällt, in der vordergründig so ruhigen, &#8220;kosmisch&#8221; ausgerichteten Musik, deren Wellen aus Glasperlen für Momente hoch aufgewühlt wirken und stellenweise wie die Vorstufe zu einer noisigen eroption anmuten. Einiges bleibt offen, so der Einbezug in einen Kontext, in dem auch Außerisländisches vorkommt.</p>
<p>Bei Noise Cluster steht die Musik stärker im Vordergrund der Aufmerksamkeit, die visuelle Seite von „Bumpy Road to Hell“ bewegt ich von einem grobkörnigen neorealistich anmutenden Fragment zu einem digitalen Farbenspiel, das an die Grafiken eines Audioplayers erinnert. Ähnlich abrupt wandelt sich die Musik vom flächig dröhnenden Auftakt zu einem dynamisch nach vorn drängenden Sturm aus Rhythmen, die stets eine klare Richtung vorgeben und sich durch diverse Brüche und die Wahrung von Abstraktion doch weigern, in schlichten Rhythm Noise zu münden. Sehr erfreut war ich, das Markenzeichen DBPITs, die Trompete, einmal wieder zu hören – verfremdet, abstrahiert, wie ein liquides Material über die griffige Electronica geschüttet, wobei für Momente der cartoonartige Charme älterer Aufnahmen der beiden aufleuchtete. Zum Schluss wieder das fragmentierte Bild vom Anfang, eine aus dem Bild verschwindende Person. Die Bumpy Road mag an keinen empfehlenswerten Ort führen, aber der Weg dahin lohnt dennoch.</p>
<p>Die eisigen Drones erscheinen (inclusive DL-Code für die anders angeordnete Audioversion) 47 mal in einem von XxeNa stilvoll gestalteten Klappcover – für Artico Cvlto, die hierzulande noch nicht so bekannt sind, ein guter Einstand, und für Noise Cluster ein ordentliches Debüt. Gerüchten zufolge steht da für die nähere Zukunft noch mehr an. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://noisecluster.bandcamp.com/releases">Gatto Alieno</a></strong></p>
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		<title>XXENA AND DBPIT: White Stories Of Black Whales</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2015 14:40:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Viele selbst gelungene multimediale Arbeiten mit Bild und Sound wirken schon deshalb zusammengepappt, weil einfach vieles immer irgendwie passt, und in den Fällen, in denen ein spontaner Jam-Charakter vorliegt, kann auch noch mal so einiges schief gehen, wenn die Beteiligten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/10/02/xxena-and-dbpit-white-stories-of-black-whales/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/WHALES_cover.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-10928" title="WHALES_cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/WHALES_cover.jpg" alt="" width="150" height="211" /></a>Viele selbst gelungene multimediale Arbeiten mit Bild und Sound wirken schon deshalb zusammengepappt, weil einfach vieles immer irgendwie passt, und in den Fällen, in denen ein spontaner Jam-Charakter vorliegt, kann auch noch mal so einiges schief gehen, wenn die Beteiligten lediglich ihrem Egotrip folgen. Arianna Degni und Flavio Rivabella alias Xxena und DBPIT sind derart auf einander eingestimmt, dass sie sich immer den entsprechenden Raum geben, der für einen echten Dialog nötig ist. So gesehen ist es beinahe konsequent, dass die beiden in ihrer neuesten Arbeit den Rezipienten ebenso frei mit einbeziehen und auch im Zusammenspiel Mut zur Fragmentierung zeigen.<span id="more-10927"></span></p>
<p>Bei ihren gemeinsamen Performances reagieren die beiden spontan aufeinander, er entwirft mit seinem elektronichen Equipment noisige und ambiente Soundracks &#8211; immer mal wieder mit seiner Trompete als Sahnehäubchen des Ganzen. Sie wiederum zeichnet seriell und in steter Variation Fische, Quallen und andere Kreaturen des Meeres, und stets ist der Lauf der Musik und des action painting sehr stimmig aufeinander bezogen. Dabei ergibt es sich oft erst spontan, wer von beiden quasi &#8220;führt&#8221;. Auf „White Stories Of Black Whales“ bekommen wir sozusagen ein fertiges Werk präsentiert, dass aus vier auf Tonpapier angefertigten Originalzeichnungen diesmal anderer maritimer Kreaturen, nämlich Walen, und einem Soundtrack auf CDr besteht. Die Inspiration dazu haben die beiden sich bei einer Islandreise geholt, bei der sie die Tiere aus nächster Nähe betrachten konnten. Doch ganz fertig ist das kleine Werk keineswegs, denn Teile der Illustationen sind unbearbeitet gelassen und laden die Betrachter im Kinderbuchstil dazu ein, diese nach eigenen Vorstellungen zu vollenden. Die Illustrationen sind in XxeNas bekannt plastischem Stil gefertigt, der immer etwas an die Tierdarstellungen kanadischer Ureinwohner erinnert, man wittert in der Darstellung sich umarmender oder tanzender Meeresriesen einen feinsinnigen Humor, und erkennt darin v.a. auch die sichere Hand einer mit Layout erfahrenen Gestalterin.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/10/whalesprint.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-10986" title="whalesprint" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/10/whalesprint-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Musikalisch führt Flavio, „Der bekannte postindustielle Trompeter“, uns einmal mehr in eine symbolische Welt jenseits des festen Grundes, der stets astronomisch oder eben maritim konnotiert ist, und bei den meist flächigen Sounds, die zu hypnotisch, streckenweise aber auch zu sperrig sind, um als reiner Ambient zu gelten, mag man partiell an Lawrence English denken. Sehr gleitend anfangs, kann „Her Majesty“ im grobkörnigen Grund und den soundtrackartigen Trompeten bereits das Erhabene einfangen. Diverse Klänge tauchen auf und verschwimmen kurz miteinander, um nach einiger Zeit wieder Raum zu geben für weitere Details, in denen sich Friedvolles und Bedrohliches, warm klingendes und Metallenes, Harmonie und Spannung, Flächensounds und pulsierende Rhythmen die Hand reichen. Vielleicht am Beeidruckendsten sind die hypnotisch auf- und abebbenden Synthiewellen, die das aus nächster Nähe aufgenommene Rumoren der Wale begleiten.</p>
<p>Zu erwerben sind die handgemachten Exemplare des kleinen Juwels über <a href="https://dbpitxxena.bandcamp.com/album/white-stories-of-black-whales">Bandcamp</a>, <a href="http://www.discogs.com/Xxena-DBPIT-White-Stories-Of-Black-Whales/release/7470253">Discogs</a> oder gattoalieno@gmail.com. Gerüchten zufolge solles demnächst noch ein weiteres Lebenszeichen des Duos geben. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Dischi Gatto Alieno</strong></p>
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		<title>DBPIT &amp; XXENA: The Return Of Mr. Mallory (Box-Set)</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 07:23:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mr. Mallory aus Pennsylvania war der typische amerikanische Everyman, er hätte ebenso gut Robert Smith oder John Taylor heißen können, und auch mit einem komplizierteren Namen wäre sein solides Leben sicher nicht besonders spannend gewesen. Deshalb vermisst man auch die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/04/28/dbpit-xxena-the-return-of-mr-mallory-box-set/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/04/mallory1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4370" title="mallory" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/04/mallory1.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mr. Mallory aus Pennsylvania war der typische amerikanische Everyman, er hätte ebenso gut Robert Smith oder John Taylor heißen können, und auch mit einem komplizierteren Namen wäre sein solides Leben sicher nicht besonders spannend gewesen. Deshalb vermisst man auch die fehlenden Informationen darüber, ob er nun Sympath oder Unsympath, zufrieden oder grummelig war nicht sonderlich. Interessant wurde sein Leben erst in dem Moment, als ein Unfall in einem benachbarten Atomkraftwerk eine heftige Zäsur in sein tägliches Einerlei schlug. Mallory verlor seinen linken Arm und erhielt dafür sechs rechte Hände sowie einige übersinnliche Fähigkeiten, über die er sich gewiss ganz gut mit Superman hätte unterhalten können.<span id="more-4367"></span></p>
<p>Man ahnt es, die fiktive Story, die sein geistiger Vater Flavio Rivabella in kryptischen Andeutungen auf dem Album „The Outstanding Story Of Mr. Mallory“ erzählt, ist eine Art Superhelden-Comic in Musikform, voller SciFi-Nostalgie und jungenhaftem Retro-Charme. Mit den schrillen Fieldrecordings, die mal laut und lärmend, mal zurückgenommen und psychedelisch daherkamen, hätte der Stoff nur schwerlich ein adäquatere Umsetzung finden können. Allerdings hat die Superheldenstory einen gewaltigen Haken, denn unser Held ist von Geburt an Linkshänder und konnte mit seinen sechs rechten Händen herzlich wenig anfangen, und so brachten ihm auch die restlichen Superkräfte mehr Scherereien als alles andere. Kurz gesagt: Die außergewöhnliche Geschichte Mallorys hätte auch Beckett oder Ionesco gefallen, und wie es kommen musste stirbt unser Antiheld einen Tod, der frei nach Salinger eher phony als tragisch ist. Eine erneute Mutation, und zwar zu einem Sinnbild sinnloser Fähigkeiten, wird posthum nachgereicht.</p>
<p>Es gibt die Floskel, dass jeder eine zweite Chance verdient hat, und so hat Mallory nun die Gelegenheit, seinem merkwürdigen Leben eine neue Signifikanz zu geben. Mutiert ist nämlich in der Zwischenzeit auch Flavios Projekt DBPIT (Der bekannte postindustrielle Trompeter), denn aus dem Soloprojekt ist vor einigen Jahren ein Duo namens DBPIT &amp; XxeNa geworden, das nun – bestehend aus Flavio und seiner Partnerin Arianna – Soundart mit Action Painting verbindet. In bester Jam-Manier geben entweder die verzerrten Soundkollagen oder die smoothe Trompete den Ton an, auf den die Künstlerin mit spontanen Zeichnungen reagiert oder eben umgekehrt. Im Kontext des aktuellen Projektes wurde nun die Geschichte Mallorys neu aufgerollt in Form eines Sequel-Albums, dass dann gleich als äußerst chic gestaltete Metall-Box mit 3&#8221;-CD, DVD und Booklet erschienen ist. Mallory ist also von den Toten zurück, und fünfzig treue Fans dürfen die Reinkarnation nun in Ton und Bild genießen.</p>
<p>Dank der visuellen Umsetzung durch XxeNa wirkt Mallory noch cartoonhafter als in seinem ersten Leben, noch geschärfter wirkt aber auch sein Blick auf eine Welt, deren Absurdität ihm schon lange bewusst geworden ist. Recht linear inszeniert der erste Track seine Wiedergeburt, mit dem Klang verzerrter Schreie und durch die Luft geschleuderter Späne wirkt sie jedoch (trotz Ariannas entrückter Vocals) kaum organisch, und der Alienembryo, der kurz darauf von Metallperkussion begleitet durch den Raum schwebt, scheint den Eindruck von Transhumanismus zu bestätigen. Passend zur seltsamen Geschichte will sich auch die Musik nicht entscheiden, ob sie eher Ambient oder doch lieber Noise sein will, was dem Klangspektrum aber durchaus zugute kommt. Dass Mallory nicht von dieser Welt ist bekräftigen auch die eingeblendeten Titelseiten internationaler Zeitungen, die sich in Schlagzeilen über seine Wiederkunft überbieten: Die Welt, La Republica, El Pais, The Sun (die auch Crowley erwähnt). Flavios smoothe Trompete wirkt dabei stets als relaxter, aber auch abgeklärt-fatalistischer Kommentar.</p>
<p>„Ratrace“ ist ein gelungenes Stück audiovisueller Plakativität, es zeigt die Welt als das Chaos, das unser Protagonist erlebt, der die Realität nicht in gewohnheitsmäßiger Betriebsblindheit aufzufassen und als natürlich abzuhaken in der Lage ist. So kritisch das gemeint ist, ist es doch die altbekannte Teenage-Angst, die hier auf originelle, fast präpubertäre Art inszeniert wird. Verkehrschaos, Hororfilmszenen, stylische Heels, Frauencatchen auf der einen Seite, undefinierbare Maschienen- und Vokal-Sounds auf der anderen. „Life is no Videogame“ resümiert eine Stimme auf dem Off, natürlich ironisch, wobei auf der gängigen Spielkonsole in der Tat kein Raum für so viel Irritation ist, wie sie Flavio und Arianna hier in Szene setzen.</p>
<p>„Vampires“ und „There Is No Superhero“ sind die aussagefreudigsten Stücke des Albums, sie resümieren Mallorys Sicht fast überdeutlich. „They Suck You Dry And Let You Die“ klagt er allgegenwärtige Ausbeutung und Abzocke an und schaltet Großes, Chaotisches und Gewöhnliches parallel. Murnaus Nosferatu wirkt nicht befremdender als der Papst oder als ein Mädchen mit Hund, vorausgesetzt man sieht sie durch die Augen eines komplett Fremden. Kein Superman, auch kein Batman und kein Spiderman rettet diese Welt, die so hilflos ist wie ein mit wirren Plastiksounds malträtiertes Baby. In diesem Stadium erfährt Mallory endgültig die Trostlosigkeit einer Welt, die er nur mit bitterer Ironie kommentieren kann. Beispielsweise durch Tarotkarten, in denen der Mensch als Molotowcocktail, die Straße als Unfall, die Gesundheit als Zigarette und die Hölle als Flagge symbolisiert wird. Als Ausweg bleibt die Flucht in den eskapistischen Nichtort im Song „Escape to outer Space“, bei dem Flavios Sohn Pusio einen Gastauftritt als Keyboarder hat &#8211; ein außerirdisches Atlantis, in das Mallory wie einst E.T.A Hoffmans Held im „Goldenen Topf“ entrückt wird. Ein Happy End? Kunstvoll bearbeitete Planetenimpressionen lassen es so scheinen, doch gegengeschnittene Vernichtungsszenarien und eine Totenklage aus Flavios Trompete sprechen eine andere Sprache.</p>
<p>Eine Stärke des Albums besteht darin, dass Sounddesign, Bildwelt und die cartoonhafte Leichtigkeit der Zusammenführung derart liebevoll und unterhaltsam gestaltet sind, dass sie auch die Rezipienten ansprechen sollten, denen die Story etwas zu programmatisch erscheinen mag. Wer sich darauf einlassen will, wird mit einer originellen, absurden Sci Fi-Welt belohnt, die sich hören und sehen lassen kann. Bei einer Auflage von fünfzig Exemplaren sollte die Erstauflage jedoch nicht mehr lange zu haben sein. Nachfragen unter dbpit.xxena@gmail.com</p>
<p><strong>Label: Misty Circle/Ozky e-Sound/GattoAlieno</strong></p>
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