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	<title>African Paper &#187; George Christian</title>
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		<title>Improvistosurtoscircuitos: Neuer Longplayer von George Christian</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Sep 2025 05:22:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[George Christian]]></category>

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		<description><![CDATA[Das neue Album &#8220;Improvistosurtoscircuitos&#8221; von George Christian ist soeben erschienen. Der im brasilianischen Salvador (Bahia) beheimatete Gitarrist und Komponist war bereits mit einem seiner Mutter gewidmeten Album, mit seinen &#8220;Hexachord Contemplations&#8221; und dem Beitrag zur &#8220;No To War&#8221;-Anthologie (beide erschienen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/09/22/improvistosurtoscircuitos-neuer-longplayer-von-george-christian/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das neue Album &#8220;Improvistosurtoscircuitos&#8221; von George Christian ist soeben erschienen. Der im brasilianischen Salvador (Bahia) beheimatete Gitarrist und Komponist war bereits mit <a title="Neues Album von George Christian im Dezember" href="https://africanpaper.com/2024/11/01/neues-album-von-george-christian-im-dezember/">einem seiner Mutter gewidmeten Album</a>, mit seinen <a title="Hexachord Contemplations: George Christian erkundet neue klangliche Möglichkeiten der Gitarre" href="https://africanpaper.com/2025/04/15/hexachord-contemplations-george-christian-erkundet-neue-klangliche-moglichkeiten-der-gitarre/">&#8220;Hexachord Contemplations&#8221;</a> und dem Beitrag zur <a title="No To War: Neue, fortlaufende Anthologie auf Post Orientalism" href="https://africanpaper.com/2024/10/17/no-to-war-neue-fortlaufende-anthologie-auf-post-orientalism/">&#8220;No To War&#8221;-Anthologie</a> (beide erschienen bei Post Orientalism Music) Thema auf unseren Seiten. Bei dem neuen Album handelt es sich um ein Werk, das ganz im Zeichen des Unvorhersehbaren steht, entstanden aus spontanen Impulsen, experimentierfreudiger Neugier und der Bereitschaft, sich von Instinkt und dem, was man gemeinhin Zufall nennt, leiten zu lassen. Ausgangspunkt war die Gitarre in bislang ungehörten Stimmungen. Ausgehend von mikrotonalen Verschiebungen entstehen Stücke, die sich von etablierten Mustern lösen und ungewöhnliche harmonische Räume öffnen.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/impr.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-48247" title="impr" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/impr.jpg" alt="" width="1200" height="1048" /></a><span id="more-48246"></span></p>
<p>Neben verschiedenen Gitarren kommen auch unkonventionelle Mittel zum Einsatz, so diverse Haushaltsgegenstände als Perkussionsgeräte, Metalle mit rauen, überraschenden Klängen und das neu entwickelte Instrument meTAR, eine Verbindung aus Salatschüssel und traditioneller Tar, das in einem der Stücke zu hören ist. George Christian selbst zeichnet für Komposition, Produktion und die gesamte Instrumentierung verantwortlich von E-Gitarren und akustischen Gitarren über Keyboards bis zu elektroakustischen Manipulationen. Das Album bringt sehr unterschiedliche Stimmungen hervor: hypnotische, dann wieder aufbäumende Passagen, bluesige Anklänge, rasselnde und metallische Texturen, lärmende Gitarren, urige Klangfarben und Szenarien, die sich stetig verändern. Mitunter tauchen auch Echos auf, die an vorderasiatische Musiktraditionen erinnern mögen. In der Mischung entsteht ein cinematischer Charakter, der das Unvorhersehbare hörbar macht. &#8220;Improvistosurtoscircuitos&#8221; ist damit mehr als eine Sammlung von Stücken, vielmehr ein offenes Experimentierfeld, in dem sich kathartische Momente, klangliche Rohheit und ästhetische Freiheit verbinden. Es erscheint als CD und zum Download.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1860364358/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Hexachord Contemplations: George Christian erkundet neue klangliche Möglichkeiten der Gitarre</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Apr 2025 03:01:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[George Christian]]></category>
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		<description><![CDATA[Ende Mai erscheint mit &#8220;Hexachord Contemplations for Electric &#38; Acoustic Guitars Vol. 1&#8243; ein neues Album des in Brasilien lebenden Gitarristen und Klangkünstlers George Christian. Auf dem Longplayer erkundet er alternative Stimmungen und mikrotonale Strategien, um neue klangliche Möglichkeiten der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/04/15/hexachord-contemplations-george-christian-erkundet-neue-klangliche-moglichkeiten-der-gitarre/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ende Mai erscheint mit &#8220;Hexachord Contemplations for Electric &amp; Acoustic Guitars Vol. 1&#8243; ein neues Album des in Brasilien lebenden Gitarristen und Klangkünstlers George Christian. Auf dem Longplayer erkundet er alternative Stimmungen und mikrotonale Strategien, um neue klangliche Möglichkeiten der Gitarre auszuloten. Das Album erscheint im Rahmen des &#8220;2nd Festival of Arts Nowruz&#8221; bei Post Orientalism Music. Die Stücke nutzen laut Begleittext unterschiedliche Tuning-Konzepte, von herkömmlichen Konfigurationen bis hin zu von Walter Smetak inspirierten Ansätzen. Einige setzen auf ein erweitertes Tonspektrum, andere reduzieren das Material, etwa die letzten sieben Tracks, die auf einer Gitarre mit nur D-Saiten eingespielt wurden.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/hexcon.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-45619" title="hexcon" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/hexcon.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-45618"></span></p>
<p>Für die fünf Etüden entwickelte Christian eine Stimmung auf Basis von A = 432 Hz mit justierten Intervallen. In einer Diskussion mit dem Komponisten Jacques Dudon wurde darauf hingewiesen, dass durch das Greifen im Standardbundsystem die reine Intonation nur angenähert bleibt. Christian zeigte sich offen für weitere Experimente mit bundlosen Gitarren und subharmonischen Akkorden. Die Aufnahmen entstanden unter einfachen Bedingungen zwischen Ende 2024 und Anfang 2025. Trotz variierender Klangqualität bleibt der Fokus auf der Erforschung alternativer Stimmungen und ihrer Wirkung. &#8220;Hexachord Contemplations for Electric &amp; Acoustic Guitars Vol. 1&#8243; erscheint mit Artwork von Hushang Irani und Design der Post Orientalism Community.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1057232157/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Neues Album von George Christian im Dezember</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Nov 2024 01:09:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[George Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Post-Orientalism Music]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 16. Dezember veröffentlicht der brasilianische Gitarrist und Komponist George Christian sein neues, zutiefst persönliches Album &#8220;Requiem para Minha Mãe Cigana, Margarida&#8221; auf dem Label Post Orientalism Music. Das Album ist ein musikalischer Abschied an seine kürzlich verstorbene Mutter Margarida &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/11/01/neues-album-von-george-christian-im-dezember/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 16. Dezember veröffentlicht der brasilianische Gitarrist und Komponist George Christian sein neues, zutiefst persönliches Album &#8220;Requiem para Minha Mãe Cigana, Margarida&#8221; auf dem Label Post Orientalism Music. Das Album ist ein musikalischer Abschied an seine kürzlich verstorbene Mutter Margarida Maria Vilela Pereira (1947-2024), die sein Leben und seine Musik tief geprägt hat. Mit zwei intensiven Solostücken, die auf akustischer und elektrischer Gitarre aufgenommen wurden, vollführt Christian die Hörer eine musikalische Verarbeitung von Verlust, Erinnerung und seiner eigenen arabischen und Roma-Wurzeln, die er über seine Mutter geerbt hat.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/georgechristian.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-43356" title="georgechristian" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/georgechristian.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-43355"></span></p>
<p>Das erste Stück, das den Titel des Albums trägt, ist ein emotionales, über 17-minütiges Werk. George Christian nutzt verschiedene verstärkte Gitarren und spielt im Fingerstyle mit psychedelischen und bluesartigen Elementen, deren melancholisch eingefärbte Aura &#8211; auch &#8211; an Filmmusik der 70er Jahre erinnern. Das Stück ist ein wechselvolles Stimmungsbild, so vielschichtig, wie die Auslotung von Trauer und Schmerz sein sollten.  das die Trauer und den Schmerz über den Verlust seiner Mutter musikalisch wiedergibt. &#8220;Maqam Sideral&#8221; wurde während des Krankenhausaufenthalts seiner Mutter aufgenommen und spiegelt Christians Wunsch, die tiefgreifenden Herausforderungen und Verluste zu überwinden. Der Gitarrenklang, der stellenweise beinahe perkussive Züge annimmt, wird hier durch einen Fuzz-Pedal-Effekt verstärkt und symbolisiert die Kraft des Weiterlebens und die spirituelle Verbindung zu seinen Wurzeln. Das Album kann übewr die Plattformen des Labels vorbestellt werden.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4033829767/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>No To War: Neue, fortlaufende Anthologie auf Post Orientalism</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Oct 2024 03:58:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kurator Ehsan Saboohi]]></category>
		<category><![CDATA[Post-Orientalism Music]]></category>
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		<category><![CDATA[T-Noll]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Betreiber von Post Orientalism Music, denen scheinbar nie die Ideen ausgehen, haben eine neue digitale Anthologie gestartet, die bis zum Jahresende wachsen soll, und sich &#8211; angeregt natürlich durch die furchtbaren Konflikte der jüngsten Zeit &#8211; dem Thema des &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/10/17/no-to-war-neue-fortlaufende-anthologie-auf-post-orientalism/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Betreiber von Post Orientalism Music, denen scheinbar nie die Ideen ausgehen, haben eine neue digitale Anthologie gestartet, die bis zum Jahresende wachsen soll, und sich &#8211; angeregt natürlich durch die furchtbaren Konflikte der jüngsten Zeit &#8211; dem Thema des Krieges widmet und letzterem auf eine intelligente Art ein Nein entgegenschleudert. Einige der beitragenden Musiker und Klangkünstler sind bereits öfter im Umkreis des Labels aufgetreten, andere nicht, zu hören sind bislang Beiträge von RDKPL, Joseph Benzola, Emad Khankeshipour, George Christian, Hardi Kurda, Itaru Ouwan, Kurator Ehsan Saboohi, Dave Seidel und T​​-​Noll. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/notowar.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-43112" title="notowar" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/notowar.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-43111"></span></p>
<p>Angesichts des als Motto vorangestellten, konventionell gedacht eher pessimistisch klingenden Samuel Beckett-Zitats &#8211; &#8220;All of us are born into a catastrophe. The world is nothing but an endless waiting for the end&#8221; &#8211; finden sich auf der Sammlung auch viele dem Thema angemessen verstörende Momente, beispielsweise turbulenter Noise, in manchen Stücken aus reinem Feedback geboren, in anderen ratternder, salvenartiger Lärm, bei dem man sich &#8211; immersiv, wie es immer wieder heißt &#8211; in ein entfesseltes Kriegsgeschehen versetzt fühlt. Dann niederdrückende, schwere Soundscapes, aber auch Szenarien, die, wenn so viel Interpretation zulässig ist, eher für das Schöne stehen können, das von kriegerischer Gewalt bedroht ist &#8211; filigrane, sensible Sounds, die eine rituelle Folkigkeit anklingen lassen, hinter deren Ritzen menschliche Stimmen zu hören sind. Ferner hörspielartige Szenarien, bei denen klassische Kompositionen auf Rezitation trifft, metallene Soundscapes, bei denen rumpelnde Perkussion und Saitenstrumming eine ebenso lebendige wie destruktive Atmosphäre schaffen. Dann wieder subtile, von kratzenden und stetig anschwellenden Sounds untermalte Lesungen wie die von Ehsan Saboohi, die einem Manifest gleichkommt und unten auf deutsch wiedergegeben wird. Die Anthologie, deren Zusatz &#8220;Vol. 2&#8243; auf <a href="https://postorientalism.bandcamp.com/album/post-orientalism-music-anthology-vol-1">eine frühere Compilation</a> verweist, ist über die Streaming-Plattformen des Labels erhältlich.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=120700241/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>1. Ja zur Menschenwürde, jenem unauslöschlichen Konzept, das als fragile Grundlage für alle rechtlichen und moralischen Konstrukte dient.</p>
<p>2. Ja zum Frieden, jenem schwer fassbaren Zustand, in dem die Maschinerie des ewigen Fortschritts Ruhe findet.</p>
<p>3. Ja zur Vernunft, jener kalten, leidenschaftslosen Kraft, die uns unbequem daran erinnert, dass Gewalt die Zuflucht gescheiterter Logik ist.</p>
<p>4. Ja zur sozialen Gerechtigkeit, jener schwer fassbaren Chimäre, die sich dem Zugriff sowohl von Idealisten als auch von Realisten ständig entzieht.</p>
<p>5. Ja zum dialektischen Widerspruch, bei dem Negation Transformation statt Zerstörung hervorbringt.</p>
<p>6. Ja zur menschlichen Kommunikation, dem unvollkommenen, chaotischen Mechanismus, durch den wir vergeblich versuchen, einander zu verstehen.</p>
<p>7. Ja zum Dialog und zur Verhandlung, den Werkzeugen, die wir in der absurden Hoffnung einsetzen, Krisen ohne Blutvergießen zu lösen.</p>
<p>8. Ja zur wirtschaftlichen Produktion, nicht zu der, die sich selbst in endlosen Zyklen von Verschwendung und Krieg verschlingt, sondern zu der, die Leben aufbaut, erhält und fortbestehen lässt.</p>
<p>9. Ja zum technologischen Fortschritt, der für die Schöpfung genutzt wird, trotz unserer Begabung, ihn in Instrumente der Vernichtung zu verwandeln.</p>
<p>10. Ja zu internationalen Institutionen, jenen bröckelnden Gebäuden, die es irgendwie immer noch schaffen, zwischen uns und dem Abgrund zu stehen.</p>
<p>11. Ja zur rationalen Organisation von Gesellschaften, in denen Gesetze und Gerechtigkeit gelegentlich das Chaos der rohen Macht übertrumpfen können.</p>
<p>12. Ja zum historischen Bewusstsein, dieser bitteren Pille, die wir schlucken, in der Hoffnung, dass die Lehren aus vergangenen Konflikten uns davor bewahren, unsere Selbstzerstörung zu wiederholen.</p>
<p>13. Ja zur Umverteilung der Ressourcen in einer Welt, in der Überfluss herrscht, die von uns erfundene Knappheit uns jedoch dazu bringt, uns gegenseitig an die Gurgel zu gehen.</p>
<p>14. Ja zur Rechtsstaatlichkeit, jenem fragilen Rahmen, der zwar unvollkommen ist, aber die Alternative des Rechts des Stärkeren schlägt.</p>
<p>15. Ja zu einer globalen Ethik, in der kein Mensch weniger menschlich ist als ein anderer, egal wie oft wir das Gegenteil behaupten.</p>
<p>16. Ja zu intellektueller Vielfalt, der notwendigen Reibung, die die Stagnation des Denkens und die Tyrannei des Dogmas verhindert.</p>
<p>17. Ja zu Freiheit und individueller Autonomie, obwohl wir genau wissen, wie leicht diese auf dem Altar des kollektiven Wahnsinns geopfert werden können.</p>
<p>18. Ja zur kritischen Rationalität, die wie ein ungebetener Gast offenbart, dass Gewalt nichts anderes als das endgültige Zugeständnis an intellektuelles Versagen ist.</p>
<p>19. Ja zu stabilen sozialen Strukturen, nicht wie sie sind, sondern wie sie sein könnten, sollten wir jemals lernen, zu leben, ohne sie auseinanderzureißen.</p>
<p>20. Ja zur politischen Selbstbestimmung, die den Nationen die tragische Freiheit gibt, durch ihre eigene Hand aufzusteigen oder zu fallen, anstatt der Laune von Imperien zu unterliegen.</p>
<p>21. Ja zum wissenschaftlichen und intellektuellen Austausch, bei dem Kooperation theoretisch die Nullsummenspiele der Machtpolitik übertrumpft.</p>
<p>22. Ja zur friedlichen Koexistenz, bei der es widerstreitenden Mächten in absurder Weise gelingt, ein empfindliches Gleichgewicht zu wahren, ohne der Gewalt zu erliegen.</p>
<p>23. Ja zu einer dialektischen Analyse der Geschichte, bei der jeder Krieg kein Endpunkt ist, sondern eine traurige Lektion darüber, was man als nächstes nicht tun sollte.</p>
<p>24. Ja zur kooperativen Spieltheorie, bei der rationale, vielleicht wahnhafte Akteure den gegenseitigen Nutzen der gegenseitigen, sicheren Zerstörung vorziehen.</p>
<p>25. Ja zu universellen menschlichen Werten, obwohl wir wissen, wie leicht sie angesichts von Nationalismus und Gewalt zerbröckeln.</p>
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