<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Gonçalo F. Cardoso</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/goncalo-f-cardoso/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Apr 2026 05:43:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>Lagoss mit zweitem Teil der Imaginary Island Music</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/05/23/lagoss-mit-zweitem-teil-der-imaginary-island-music/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2023/05/23/lagoss-mit-zweitem-teil-der-imaginary-island-music/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 May 2023 06:25:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Garcia]]></category>
		<category><![CDATA[Discrepant]]></category>
		<category><![CDATA[Gonçalo F. Cardoso]]></category>
		<category><![CDATA[Lagoss]]></category>
		<category><![CDATA[Mladen Kurajica]]></category>
		<category><![CDATA[Mukata'a]]></category>
		<category><![CDATA[Spencer Clark]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=35006</guid>
		<description><![CDATA[Das aus den drei auf Teneriffa lebenden Soundexoten Gonçalo F. Cardoso, Mladen Kurajica und Daniel García bestehende Trio Lagoss geht mit seiner &#8220;Imaginary Island Music&#8221;-Reihe in die zweite Runde. Ihrer spezifischen Mixtur aus Exotica und einem bisweilen nostalgisch anmutenden Futurismus &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/05/23/lagoss-mit-zweitem-teil-der-imaginary-island-music/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das aus den drei auf Teneriffa lebenden Soundexoten Gonçalo F. Cardoso, Mladen Kurajica und Daniel García bestehende Trio Lagoss geht mit seiner &#8220;Imaginary Island Music&#8221;-Reihe in die zweite Runde. Ihrer spezifischen Mixtur aus Exotica und einem bisweilen nostalgisch anmutenden Futurismus sind sie treu geblieben, dennoch gibt es im Vergleich zum ersten Teil einige Neuerungen, so beispielsweise die etwas kompaktere und latent songartige Gestalt der Tracks. Zudem sind<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/04/fotor_1681232748510.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-35008" title="fotor_1681232748510" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/04/fotor_1681232748510.jpg" alt="" width="719" height="715" /></a><span id="more-35006"></span></p>
<p>die Inseln, die den Schauplatz der in den Texten, Songtiteln und musikalischen Narrativen transponierten Geschichte abgeben nur bedingt imaginär, denn es handelt sich dabei um die Kanaren einer drei Generationen in der Zukunft liegenden Welt, die im Zentrum eines Machtkonfliktes stehen und zugleich Standort bahnbrechender technischer Entwicklungen sind. Inspirierend zu der Geschichte waren u.a. der russische Raketeningenieur Konstantin Tsiolkovsky und der Schriftsteller Arthur C. Clark. Für den Film, der zu dem Stoff noch gedreht werden könnte, liegt hier quasi bereits der Score vor, an dem Spencer Clark als Gastmusiker teilnimmt und Mukata&#8217;a einen Remix beisteuert. Das Album erscheint bei Keroxene in Kooperation mit Discrepant.<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230411_190312_828.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1104409785/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2023/05/23/lagoss-mit-zweitem-teil-der-imaginary-island-music/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>GONÇALO F. CARDOSO: Impressões de Outra Ilha</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/03/05/goncalo-f-cardoso-impressoes-de-outra-ilha/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2022/03/05/goncalo-f-cardoso-impressoes-de-outra-ilha/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Mar 2022 05:52:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Discrepant]]></category>
		<category><![CDATA[Gonçalo F. Cardoso]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=28810</guid>
		<description><![CDATA[Dass das auf den Kanaren beheimatete Label Discrepant schon lange als Qualitätsgarant an der Schnittstelle von Soundexperimenten und wagemutiger Weltmusik gilt, hat sicher auch damit zu tun, dass sein Gründer Gonçalo F. Cardoso ein leidenschaftlicher Globetrotter ist, der auf eigene &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/03/05/goncalo-f-cardoso-impressoes-de-outra-ilha/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/02/impressoesdeoutrailha.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28811" title="impressoesdeoutrailha" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/02/impressoesdeoutrailha-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dass das auf den Kanaren beheimatete Label Discrepant schon lange als Qualitätsgarant an der Schnittstelle von Soundexperimenten und wagemutiger Weltmusik gilt, hat sicher auch damit zu tun, dass sein Gründer Gonçalo F. Cardoso ein leidenschaftlicher Globetrotter ist, der auf eigene Faust wenig bekannte Regionen bereist. Bei einem Musiker und DJ mit Vorliebe für außereuropäische Musik und originelle Geräusche<span id="more-28810"></span> überrascht es nicht, dass er bei seinen Reisen immer wieder den ortsttypischen, aber auch den ungewöhnlichen Sounds auf der Spur ist und meist mit einer üppigen Sammlung zurückkehrt.</p>
<p>Zu den bevorzugten Reisezielen des Inselbewohners gehören andere Inseln, eventuell, weil ihn die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu seiner Wahlheimat Teneriffa faszinieren und herausfordern. So entstand irgendwann die Idee einer &#8220;Impressões&#8221;-Reihe mit Releases, die sich jeweils einer einzelnen Insel widmen, und deren <a href="https://discrepant.bandcamp.com/album/impresso-es-de-uma-ilha-unguja">erster und bis vor kurzem einziger Teil 2018 die Klänge und das Leben auf Unguja, der Hauptinsel von Sansibar dokumentierte</a>. Schon 2016 reiste Cardoso mit einem tragbaren Aufnahmegerät, kleineren elektronischen Instrumenten und anderem Equipment durch Natur und Zivilisation der Insel Borneo, deren Nordteil nicht zu Indonesien, sondern zu Malaysia gehört. Aus dem dort aufgezeichnetem Fundus an akustischen Erinnerungen entstand der neue Teil der Reihe: &#8220;Impressões de Outra Ilha&#8221;.</p>
<p>Wenn zu Beginn der Aufnahme (leicht verfremdete?) Vögel und andere Tierstimmen zu hören sind, und sich ein unregelmäßiges Rauschen, das von der Sendersuche eines Radios stammen könnte, mehr und mehr hinter die Szene schiebt, zeichnet sich bereits das Ineinandergreifen von Wildnis und Menschenwerk ab, das weite Teile der LP durchzieht  &#8211; vielleicht noch deutlicher wird hier eine aufgeweckte, abenteuerlustige Grundstimmung, die die Impressionen nicht nur eindrucksvoll, sondern auch kurzweilig macht. Oft scheint die Natur dabei den Szenen den markantren Stempel aufzudrücken: Beinahe dramatisch wirkt der Moment, wenn ein Zikadenchor die entzückende Melodie einer Flöte schluckt, und man meint die Hitze zu spüren im befreienden Gewitter von &#8220;Two Hornbills and a Dollar Bill&#8221;. Mit der Zeit beruhigt sich die Stimmung, es wird abendlich nett, einzig das Vogelkonzert scheint keinen Nachtmodus zu kennen.</p>
<p>Ganz der einheimischen Kultur ist der Besuch im &#8220;Kucking Mall Temple Room&#8221; gewidmet, in dem das anrührende Solo einer Sängerin zu hören ist. Über den Kontext kann man spekulieren und recherchieren, oder man lässt sich einfach auf die Impression ein, bei der man sich schon aufgrund der Umgebungsgeräusche wie in einem Film fühlen kann. Auch die zweite Seite endet mit einer solchen Performance, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, auf dem einen eine Fülle von &#8230;begegnet : Insekten und Amphibien außer Rand und Band, verhuschte Melodien, verzerrtes Rauschen, dass alles in einer Lärmorgie verschlucken könnte. Stömender Regen, der zur Kulisse eines hypnotischen Saitenspiels wird, die Trockenheit einer Werkstatt.</p>
<p>Gleichwohl man an vielen Stellen die ordnende Hand des Kurators und Producers heraushört, hält sich durchgehend der Eindruck, dass Cardoso die Erinnerungen selbst sprechen lässt und viel weniger mit dem Gedanken an Konzepte beschäftigt ist. Das ist sicher auch einer der Gründe dafür, dass seine Arbeiten nie in trivialen Exotismus oder in selbstgefällige Theoriehörigkeit kippt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Discrepant</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=269477469/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2022/03/05/goncalo-f-cardoso-impressoes-de-outra-ilha/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Giovanni Lami, Hannibal Chew III und Bardo Todol: Geschichten vom Dotted Indian Whale</title>
		<link>https://africanpaper.com/2021/06/18/giovanni-lami-hannibal-chew-iii-und-bardo-todol-mit-geschichten-vom-dotted-indian-whale/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2021/06/18/giovanni-lami-hannibal-chew-iii-und-bardo-todol-mit-geschichten-vom-dotted-indian-whale/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Jun 2021 02:44:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bardo Todol]]></category>
		<category><![CDATA[Discrepant]]></category>
		<category><![CDATA[Giovanni Lami]]></category>
		<category><![CDATA[Gonçalo F. Cardoso]]></category>
		<category><![CDATA[Hannibal Chew III]]></category>
		<category><![CDATA[Pablo Pico]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=25839</guid>
		<description><![CDATA[Ende des Monats erscheint auf Discrepant eine 3-Tape-Box namens &#8220;Stories of the Dotted Indian Whale&#8221;, auf der Giovanni Lami, Label-Chef Hannibal Chew III aka Gonçalo F Cardoso und der argentinische &#8220;Noise prankster&#8221; Bardo Todol ein beliebtes Thema umsetzen: Die Reise &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/06/18/giovanni-lami-hannibal-chew-iii-und-bardo-todol-mit-geschichten-vom-dotted-indian-whale/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ende des Monats erscheint auf Discrepant eine 3-Tape-Box namens &#8220;Stories of the Dotted Indian Whale&#8221;, auf der Giovanni Lami, Label-Chef Hannibal Chew III aka Gonçalo F Cardoso und der argentinische &#8220;Noise prankster&#8221; Bardo Todol ein beliebtes Thema umsetzen: Die Reise in ein imaginäres Indien. Imaginär ist daran im Unterschied zu &#8220;Indian Summer&#8221; der legendären Paradisiers nur die primär aus Field Recordings zusammengeschusterte, über weite Strecken hörspielartige Geschichte, denn das Soundmaterial als solches wurde bei realen Reisen der jeweiligen Künstler auf den Subkontinent gesamplet. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/06/dottedindianwhale.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-25840" title="dottedindianwhale" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/06/dottedindianwhale.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-25839"></span><br />
Lamis &#8220;Soap Wolf&#8221;-Tracks basiert auf Straßen-und anderen Sounds, die auf Reisen quer durch&#8217;s Land aufgenommen wurden. Cardosos Aufnahmen, die in die ambienteren, traditionell betrachtet &#8220;musikalischeren&#8221; Strukturen von &#8220;La Ballena Punteada&#8221; transformiert wurden, wurden in meist ländlichen Gegenden im Zentrum des Landes gesammelt. Die beiden Teile von &#8220;Mi Suenos Son Ballenas con Puntos Rojos en la Frente&#8221;, mit denen Bardo Todol wieder den Bogen zu einer Mixtur aus Musique Concrete und Dokuplay schlägt, basiert auf nachträglich manipulierten Aufnahmen, die der Filmkomponist Pablo Pico vor Jahren an verschiedenen Orten in Nepal und Indien gemacht hatte.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1464191360/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2021/06/18/giovanni-lami-hannibal-chew-iii-und-bardo-todol-mit-geschichten-vom-dotted-indian-whale/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>LAGOSS: Imaginary Island Music Vol 1. Canary Islands</title>
		<link>https://africanpaper.com/2020/10/17/lagoss-imaginary-island-music-vol-1-canary-islands/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2020/10/17/lagoss-imaginary-island-music-vol-1-canary-islands/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2020 06:09:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Discrepant]]></category>
		<category><![CDATA[Gonçalo F. Cardoso]]></category>
		<category><![CDATA[Gonzo]]></category>
		<category><![CDATA[Lagoss]]></category>
		<category><![CDATA[Mladen KurajicaDani Tupper]]></category>
		<category><![CDATA[Papillon]]></category>
		<category><![CDATA[Tupperwear]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=22373</guid>
		<description><![CDATA[Das vor kurzem gegründete Trio Lagoss ist unmittelbar verknüpft mit den Kanarischen Inseln und v.a. Teneriffa, wo alle Mitglieder zuhause sind &#8211; Gonçalo F. Cardoso, der neben Acts wie Gonzo und Papillon das Label Discrepant betreibt, aus eigener Wahl, Mladen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/10/17/lagoss-imaginary-island-music-vol-1-canary-islands/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/09/CREP78_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-22374" title="CREP78_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/09/CREP78_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das vor kurzem gegründete Trio Lagoss ist unmittelbar verknüpft mit den Kanarischen Inseln und v.a. Teneriffa, wo alle Mitglieder zuhause sind &#8211; Gonçalo F. Cardoso, der neben Acts wie Gonzo und Papillon das Label Discrepant betreibt, aus eigener Wahl, Mladen Kurajica und Dani Tupper, die außerdem die Band Tupperwear betreiben, qua Herkunft. Mit &#8220;Canary Islands&#8221; haben die drei gerade den ersten Teil einer &#8220;Imaginary Islands&#8221;-Reihe herausgebracht, und wer besonders Cardoso und sein Label kennt, ahnt wahrscheinlich, dass<span id="more-22373"></span> eine Hinwendung dieser Leute zur Topographie, Tradition und Folklore der Kanaren kaum auf eine ethnologisch seriöse Bestandsaufnahme hinauslaufen kann, sondern Anlass für jede Menge abenteuerlicher Fiktion der schrägen Art ist.</p>
<p>In den Liner Notes vergleicht die Band ihr Debüt mit einem schizophrenen Stimmungs-Buch, was angesichts der über fünfzig meist sehr kurzen Tracks, in denen sich die widersprüchlichsten Soundkontraste tummeln, keine schlechte Beschreibung ist. Folkiges im engeren Sinne darf man nicht allzu sehr erwarten, zumindest könnten einem ansonsten die ratternden Motoren, die springenden Federn, das finstere Gebrummel, das viele Passagen grudiert, und die surreale Zittrigkeit, die an ein mechanischen Puppenhaus mit Nurse With Wound-Flair erinnern, ordentlich irritieren.</p>
<p>In diese eher metallenen Sounds, die sich immer wieder quer über das Album verteilt finden und bei denen die Devise Loop is King herrscht, mischen sich aber immer wieder natürliche Geräusche (plätscherndes Wasser, Schritte u.v.m.) und durchaus folkige Musikeinsprengsel ein: diverse Instrumente, vielleicht ein Akkordeon, vermutlich von unzähligen alten Platte gesamplet, andere Beigaben, die an klassische Stummfilmsoundtracks erinnern oder weibliche, afrikanich anmutende Chorpassagen, die durch die Ritzen einer sicher nicht zufällig gerade hier eingespielten Perkussionseinlage dringen. Überhaupt tritt alles klassisch anmutende immer vor dem Hintergrund eher herausfordernder Kontraste in Erscheinung, seinen es hektische Technorhythmen, ein elektrifiziertes Voigelkonzert, wirre Raumklangspielereien, die sämtliche Sounds mitmehmen und verändern, und vieles mehr. German Army hätten das nicht besser hinbekommen.</p>
<p>Lagoss setzen auf reine Atmosphärik und und erschaffen ein fiktives Archipel, dessen Folklore auf Exotica und Retrovantgarde aufbaut und für weniger spielerisch eingestellte Zeitgenossen wie eine beängstigende Heterotopie anmuten muss. Auf weitere Inseltouren darf man mehr als gespannt sein. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Discrepant</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2020/10/17/lagoss-imaginary-island-music-vol-1-canary-islands/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>GONZO: Ruído(s)</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/11/01/gonzo-ruidos/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2019/11/01/gonzo-ruidos/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Nov 2019 06:12:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Discrepant]]></category>
		<category><![CDATA[Gonçalo F. Cardoso]]></category>
		<category><![CDATA[Gonzo]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=18698</guid>
		<description><![CDATA[Wer die raffinierten und teilweise sogar poppigen Soundcollagen, die Gonçalo F. Cardoso in den letzten sieben Jahren unter dem Namen Gonzo produziert hat, kennen und lieben gelernt hat, der wird den folgenden Satz als schlechte Nachricht auffassen: &#8220;Ruído(s)&#8221; ist das &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/11/01/gonzo-ruidos/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/09/CREP67_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-18699" title="CREP67_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/09/CREP67_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wer die raffinierten und teilweise sogar poppigen Soundcollagen, die Gonçalo F. Cardoso in den letzten sieben Jahren unter dem Namen Gonzo produziert hat, kennen und lieben gelernt hat, der wird den folgenden Satz als schlechte Nachricht auffassen: &#8220;Ruído(s)&#8221; ist das &#8211; zumindest vorläufige &#8211; Abschiedsalbum des an verschiedenen Instrumenten und im Umgang mit Alltagssounds versierten Portugiesen. &#8220;Ruído(s)&#8221; ist aber auch eine<span id="more-18698"></span> gelungene und z.T. ausgesprochen humorvolle Feier musikalischer Kreativität und zeigt der Nachwelt, wie Pop heute sein könnte, würde man ein kleines bisschen Schrägheit etwas weniger fürchten.</p>
<p>Bei der frühlingshaften Szenerie aus Meeresrauschen und lamentierenden Seevögeln, aus der im eröffnenden Titelstück irgendwann bläserartige Synthies auftauchen, um eine nostalgische Wave-Melodie anzustimmen, könnte man glatt an Nový Světs &#8220;Todos las Ultimas Cosas&#8221; denken, das seinerzeit auch ein vorläufiges Abschiedsalbum war. Doch die Musik auf &#8220;Ruído(s)&#8221;, die immer wieder eine soundtrrackartige Seite offenbart, versprüht keineswegs nur Wehmut. &#8220;Vinha D&#8217;alho&#8221; zeigt eine Szene aus der Totalen, in der ein Unsichtbarer mit feurigen Antriebsrufen die Stimmung aufheizt, &#8220;En(Fado)&#8221; beginnt mit leidenschaftlichem, glöckchenunterlegtem Gesang und einer schmetternden Gitarre und endet beinahe unter einer Noiselawine, und überhaupt scheint jeder Track eine kleine Ezyklopädie an Details zu sein.</p>
<p>Gerade die zweite Seite liefert einiges an Kurzweil vom einernden Wohlklang in &#8220;Delgado(s)&#8221; über Tempospiele in &#8220;Cantiga Parva&#8221; und launige Takte voll zweckentfremdeter Sounds in &#8220;Tarzan Taborda&#8221; bis zur coolen Erschöpfung in &#8220;Sancho e Pingo&#8221;. Meist sind es jedoch die längeren Kompositionen, bei denen die Fertigkeit des heute auf den kanarischen inseln lebenden Künstlers im Umgang mit ganz unterschiedlichem Material, dessen Kollagiertheit er nie zu verstecken versucht, am deutlichsten ins Auge fällt. Sollte ich einen Favoriten benennen, dann wäre es vielleicht &#8220;Brilhante Cortejo&#8221;, bei dem sich ein wunderschöner Folksong mit Trompete aus sirupartigen Drones windet. Oder &#8220;São João&#8221;, das mit seinen Rhythmen im Regen ekstatisch und melancholisch zugleich daherkommt und für Momente eine Gesangsspur wie einen dicken Schriftzug auf die Szene geklebt bekommt, die wie ein Gebetsruf anmutet.</p>
<p>Zum Abschied eine volle Schatztruhe &#8211; da kann man sich nur bedanken und mit einiger Zuversicht (und natürlich nicht ganz ohne Wehmut) hoffen, dass Cardosos künftige Aktivitäten ebenso reichhaltige Ergebnisse hervorbringen. Wer sich etwas auskennt weiß ohnehin, dass er die Welt nicht nur mit seiner eigenen Musik bereichert. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.discrepant.net">Discrepant</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4135512049/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="http://discrepant.bandcamp.com/album/ru-do-s">Ruído(s) by Gonzo</a></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2019/11/01/gonzo-ruidos/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
