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	<title>African Paper &#187; Graeme Revell</title>
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		<title>Aber hin und wieder passiert etwas Überraschendes: Interview mit Graeme Revell</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Aug 2025 03:45:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Graeme Revell]]></category>
		<category><![CDATA[SPK]]></category>

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		<description><![CDATA[Als das Lineup für das kürzlich stattgefundene VOD-Fest in Friedrichshafen bekannt gegeben wurde, da waren viele überrascht wie erfreut, als klar wurde, dass Graeme Revell auftreten würde. Die Relevanz, die insbesondere das Frühwerk SPKs für die Industrial Culture musikalisch, visuell &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/08/16/aber-hin-und-wieder-passiert-etwas-uberraschendes-interview-mit-graeme-revell/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/PHOTO-2025-07-26-15-13-231.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-47525" title="PHOTO-2025-07-26-15-13-23" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/PHOTO-2025-07-26-15-13-231-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als das Lineup für das kürzlich stattgefundene VOD-Fest in Friedrichshafen bekannt gegeben wurde, da waren viele überrascht wie erfreut, als klar wurde, dass Graeme Revell auftreten würde. Die Relevanz, die insbesondere das Frühwerk SPKs für die Industrial Culture musikalisch, visuell und konzeptionell hatte, ist wohl kaum zu überschätzen. Die weitere musikalische Kariere Revells ist weithin bekannt: „In Flagrante Delicto“ von „Zamia Lehmanni“ ebnete ihm den Weg zu einer Kariere als Komponist in Hollywood, der um die 100 Soundtracks komponierte. <span id="more-47420"></span>Als ich mit ihm auf dem VOD-Festival kurz sprach, meinte er, dass er sich heutzutage primär mit KI beschäftige, was dann auch beim Einsatz von Visuals und Filmen während seines Autritts zusammen mit seinem Sohn Robert deutlich wurde. Insofern drehen sich eine Reihe der Fragen des folgenden Interviews um Technologie und KI. Dass das Motto auf seiner Facebookseite „With little attachment to the past; yet remembers the future.“ lautet, mag da nicht überraschen.</strong></p>
<p><strong><a title="But every so often something surprising will happen: Interview with Graeme Revell" href="https://africanpaper.com/2025/08/16/but-every-so-often-something-surprising-will-happen-interview-with-graeme-revell/">English Version</a></strong></p>
<p><em><strong>Beginnen wir mit der fernen Vergangenheit. Gab es einen Moment, bevor du mit SPK begonnen hast, in dem du darüber nachgedacht hast, welche Technologie geeignet und nützlich wäre, um den von dir gewünschten Sound zu erzeugen?</strong></em></p>
<p>Ich hatte das große Glück, dass Dominik Guerin (der für die Videos von SPK/Twin Vision verantwortlich war) einen Bruder hatte, der aus unerklärlichen Gründen einen AKS EMS-Synthesizer besaß. Er benutzte ihn nicht, weil er Jazzrock mochte, und lieh ihn mir langfristig. Die Klänge, die er erzeugen konnte, waren perfekt für das, was ich mir vorgestellt hatte.</p>
<p>Als ich nach England zog, kaufte ich mir als erstes einen EMS VCS3 – den ohne Tastatur, weil ich mich nicht auf etwas „Musikalisches“ verlassen wollte.</p>
<p><em><strong>Man sagt, dass man im Nachhinein immer klüger ist, aber welche Technologie wäre für dich von Vorteil gewesen, als du mit dem Musikmachen angefangen hast?</strong></em></p>
<p>1978 war Sampling noch undenkbar und alles war noch analog. Digital wäre also sicher von Vorteil gewesen. Andererseits finde ich, dass Technologie immer in Richtungen weiterentwickelt werden kann, für die sie nicht konzipiert wurde, und es war spannend, die extremen Möglichkeiten des Analogen auszuloten. Was damals noch fehlte, waren fette Bass-Oszillatoren, und Aufnahmen auf Vinyl waren im Bassbereich sehr dünn. Ich habe immer von mehr Bass geträumt.</p>
<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/R-146597-1502033536-3105.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-47443" title="R-146597-1502033536-3105" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/R-146597-1502033536-3105-300x298.jpg" alt="" width="300" height="298" /></a>Ich denke, der Kauf des Fairlight war ein großer Schritt vorwärts für deine musikalische Entwicklung und Karriere (ich mag besonders „The Insect Musicians“). Was würdest du sagen, waren weitere wichtige technologische Schritte in der Entwicklung deiner musikalischen Karriere?</strong></p>
<p>Ja, ich musste ein Jahr lang so tun, als wäre ich Popmusiker (mit ziemlich unbefriedigenden Ergebnissen), aber die Strategie war immer, einen Fairlight zu kaufen. Die frühesten digitalen Technologien haben mir eine neue Welt eröffnet – insbesondere mit In Flagrante Delicto. Die digitale Technologie ermöglichte es mir generell, alle Arten von Klangmaterial zu samplen, das ich dann mit analogen und digitalen Prozessoren bearbeiten konnte. Vor dem Fairlight erleichterten die leichten Sony-DAT-Recorder das Aufnehmen an abgelegenen Orten – zum Beispiel in den Brickworks in Sydney, wo wir den Großteil der Metallpercussion aufgenommen haben, die den Hintergrund für Leichenschrei bildet.</p>
<p><strong><em>Ich glaube mich zu erinnern, dass du während der Diskussion beim VOD-Festival gesagt hast, dass aufgrund der sehr billigen Drum Machine, die du zu Beginn von SPK hattest, die möglichen Rhythmen eher begrenzt waren, was wiederum zu einem sehr spezifischen Sound auf den frühen Aufnahmen beitrug. Würdest du sagen, dass das ein Glücksfall war? Können technische und technologische Einschränkungen – zumindest vorübergehend – zu einem sehr einzigartigen Sound beitragen?</em></strong></p>
<p>Ja, in der Tat. Diese Rhythmen, die lateinamerikanisch sind, waren in diesem Kontext einzigartig. Mit der kleinen Rhythm Ace Drum Machine konnte man mehr als einen Rhythmus gleichzeitig spielen, sodass man eine Kombination aus beispielsweise Cha-Cha-Cha und Bossa Nova erhielt, die dann über Gitarrenpedale und einen Bassverstärker bearbeitet und von den Lautsprechern auf Band aufgenommen wurde. Mein gesamter Prozess bestand damals darin, die minimalsten Quellen zu nehmen und zu sehen, was daraus werden konnte. Mein größter Einfluss war ein Track von Neu!, der nur aus einem Drumkit und einer verlangsamten Gitarre bestand. Ein fantastischer Sound, der mir klar machte, dass man auch mit fast keinem Geld interessante Musik produzieren kann.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/R-76580-13049743991.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-47441" title="R-76580-1304974399" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/R-76580-13049743991-300x298.jpg" alt="" width="300" height="298" /></a>Wenn man sich deine frühen Tracks anhört, zum Beispiel „Emanation Machine R. Gie 1916“ von „Information Overload Unit“, habe ich das Gefühl, dass sie den Test der Zeit sehr gut bestehen und überhaupt nicht altmodisch klingen. Kannst du uns etwas über die Entstehung dieser Tracks erzählen?</strong></em></p>
<p>Danke. Ich finde zwar, dass sie altmodisch klingen, nehme das Kompliment aber gerne an. Wir haben einen 4-Spur-Recorder von Fostex verwendet, und mein Bruder Ash (Mr Clean) hatte diese vielleicht seltsame Idee, dass das Band unberührt sein sollte. Mit anderen Worten, er ließ mich nicht bouncen und multitracken. Wir hatten heftige Auseinandersetzungen darüber, aber ich liebe ihn. Die einzige Lösung war, dass ich mehrere Instrumente auf jeden der vier Spuren aufnehmen musste, was bedeutete, dass wir eine Art Live-Aufnahmen machten – zum Beispiel wurden Gitarren- und Synthesizer-Parts auf eine Spur aufgenommen, Bass mit Tape-Loops vom 2-Spur-Recorder. Nicht viel weiter fortgeschritten als die Aufnahmetechniken der 60er Jahre.</p>
<p><em><strong>Du hast gesagt, dass du heute in erster Linie als KI-Forscher tätig bist. Als ich erneut in Re/Searchs Industrial Culture Handbook blätterte, habe ich mir deine sehr umfangreiche Leseliste angesehen und war überrascht, dass du schon so früh einige Bücher über KI darin hattest. Kannst du uns einen Überblick darüber geben, wie sich dein Interesse an KI entwickelt hat? Gab es verschiedene Phasen in Ihrem Interesse an KI?</strong></em></p>
<p>KI hat tatsächlich eine ziemlich lange Geschichte – aber es ist ein bisschen wie mit dem Elektroauto. Es fehlte ein entscheidendes Element. Beim Auto war es die Batterie mit großer Reichweite. Bei der KI war es der Transformator. Seit vier Jahrzehnten, seit den 80er Jahren, habe ich über Fortschritte in der KI gelesen, aber keiner davon war überzeugend, bis 2017 die berühmte Veröffentlichung von Vaswani et al. „Attention is All You Need“ erschien. Sehr bald danach – noch vor Covid – begann ich, mit GPT und GPT2 zu experimentieren, was zu faszinierenden Ergebnissen führte. In gewisser Weise waren diese Ergebnisse interessanter als ChatGPT und Claude, aber sie haben mich begeistert.<br />
Da ich mich sehr für Technologie und ihre sozialen Auswirkungen interessiere, war ich eine ganze Weile still. Wie du weißt, hatte ich früh Gedanken über Informationsüberflutung, gefolgt von einer Vorhersage über ein weiteres dunkles Zeitalter und Kulturmord, aber dies war ein wirklich spannender und gleichzeitig gefährlicher Sprung nach vorne.</p>
<p>Ich habe ein Buch mit frühen KI-generierten Bildern herausgebracht: „The Neuron Mirror“, das über meine Website<a href="https://ologi.ai/"> ologi.ai</a> oder amazon.com erhältlich ist. Es ist die einzige gedruckte Untersuchung der frühen Bildgenerierung aus poetischen Eingaben – wobei es dem Transformer überlassen bleibt, Sprache zu interpretieren, anstatt explizit zu sagen, was dargestellt werden soll. Es öffnet ein Fenster zu den Prozessen, die der menschlichen Kreativität innewohnen.</p>
<p>Nachdem ich einige Videos für unsere jüngsten europäischen Shows produziert habe, konzentriert sich meine aktuelle Forschung auf zwei Bereiche: Zum einen auf den bevorstehenden Ansturm agentenbasierter KI, der die Isolation der Menschen voneinander sehr schnell verstärken und den dramatischen Rückgang der Geburtenrate weltweit (mit Ausnahme von Afrika) beschleunigen wird. KI-Begleiter werden zur Norm werden, und die politische Rechte wird sie schnell dazu nutzen, um emotional und sexuell aufgeladene faschistische Botschaften zu verbreiten. Wir wissen bereits, dass etwa 50 % der Bevölkerung darauf vorbereitet sind, diese zu akzeptieren. Über DeepFakes hinaus nenne ich dies DeepFeels.</p>
<p><em><strong>Vor einigen Wochen sorgte die Website AI 2027 in mehreren Ländern für Schlagzeilen. Die Autoren stellten zwei Zukunftsszenarien zur Entwicklung der KI vor, und selbst das etwas positivere Szenario sah für die Menschheit eher düster aus. Wie siehst du die beiden möglichen (?) Entwicklungen? Ist die Annahme der Autoren zu pessimistisch?</strong></em></p>
<p>Ja. Ich glaube, dass es keinen Grund für Pessimismus gibt. Aber es wird ARBEIT und eine erhebliche Veränderung im epistemologischen VERSTÄNDNIS vieler Menschen erfordern, um diese Ergebnisse zu vermeiden. Bestimmte Ergebnisse sind unvermeidlich – der Verlust großer Teile der derzeitigen Arbeitsplätze, angefangen bei Büroangestellten und Zahlenverarbeitern. Andere Arbeitsplätze in der Wissenswirtschaft werden noch einige Jahre bestehen bleiben, solange diese Arbeitnehmer KI als Werkzeug akzeptieren. Die Antwort auf diese Mechanisierung der Arbeit muss die Schaffung eines garantierten existenzsichernden Lohns und die Besteuerung der Reichen sein. Das hat natürlich nichts speziell mit KI zu tun. Wie immer ist neue Technologie ein kleiner politischer Kampf.</p>
<p>Was die längerfristige Paranoia vor der Übernahme durch Maschinen angeht, so halte ich dies für eine veraltete Erkenntnistheorie von Maschine gegen Mensch, die auf grundlegenden Mythologien beider Entitäten basiert. Erstens haben wir Menschen völlig falsche Vorstellungen davon, dass unser Bewusstsein und unsere Kreativität einzigartig sind. Beides ist nicht im Entferntesten wahr, und ich könnte stundenlang darüber sprechen. Ich werde es aber nicht tun. Zweitens unterscheiden sich diese KI-„Maschinen“ grundlegend von früheren Maschinen, da sie nicht auf Code basieren, sondern auf menschlicher Sprache und durch menschliches Verstärkungslernen weiterentwickelt werden. Sie unterscheiden sich nicht wesentlich von Menschen, wenn wir uns selbst in materialistischer Hinsicht neu definieren (Daniel Dennet), außer dass sie wesentlich effizienter und leistungsfähiger sind. Ebenso ist KI, von äußerst seltenen Ausnahmen abgesehen, sicherlich weniger plagiatorisch als Menschen in der Kreativbranche.</p>
<p><em><strong>Du interessierst dich oder interessiertest dich zumindest stark für J. G. Ballard, der auch einer meiner Lieblingsautoren ist. Er wurde als „Orakel von Shepperton“ bezeichnet, ein Name, der den eher banalen Ort, an dem er lebte, mit seinen scheinbar visionären Fähigkeiten kontrastiert. Glaubst du, dass es (technologische) Entwicklungen gibt, die er nicht vorhergesehen hat?</strong></em></p>
<p>James war ein außergewöhnlicher Schriftsteller und Denker, und ich habe keinen Zweifel daran, dass er die dunkle und sexualisierte Seite von allem, was auf ihn zukam, vorausgesehen hätte. Ich habe mich immer mit ihm in dem von Ihnen erwähnten geografischen Sinne identifiziert, denn als Neuseeländer bin ich hier in unserem grünen und angenehmen Land praktisch allein mit meiner Fähigkeit, die nahe Zukunft vorauszusehen. Er ist für mich auch heute noch eine Inspiration, weil er die tiefen psychologischen, sexuellen und abweichenden Beziehungen zwischen Mensch, Maschine und urbaner Umgebung verstehen konnte. Ich würde nicht sagen, dass es technologische Entwicklungen gab, die er nicht vorausgesehen hat. Ich erinnere mich, dass ich in meinen letzten Gesprächen mit ihm über Second Life gesprochen habe, einen frühen Versuch, das reale Leben in die Virtualität zu übertragen. Er war sehr interessiert, hatte aber keine persönlichen Erfahrungen mit einer solchen Welt. Ich bin mir sicher, dass er fasziniert gewesen wäre.</p>
<p><em><strong>Du hast mit KI für Videos gearbeitet, die du auch bei deinen Auftritten in Italien und Deutschland verwendet hast. Sind diese Filme alle erst kürzlich entstanden? Kannst du uns etwas darüber erzählen, wie du bei der Erstellung dieser Visuals und Filme vorgegangen bist?</strong></em></p>
<p>Ja, alle Bilder und Videos wurden mit KI erstellt. Unsere gesamte Bild- und Tonhistorie ging im Februar 2025 bei den Bränden in Los Angeles verloren. Das stört mich nicht im Geringsten, und ich habe es als Herausforderung angesehen, mindestens vier der Originalsongs mit zeitgenössischen Methoden neu zu erstellen. Das hat mir Spaß gemacht. Nigel Ayers von Nocturnal Emissions hat mich kürzlich daran erinnert, dass ich der Erste war, der sich dazu verpflichtet hat, Begleitvideos für unabhängige Musikshows zu erstellen – damals war dafür eine sehr sperrige und teure VHS-Anlage erforderlich. Heute ist die Erstellung von Bildern nicht nur eine Frage der Inspiration, sondern auch der geduldigen Kuratierung. Ein wichtiger Grund, warum viele Menschen diesem Prozess negativ gegenüberstehen, ist, dass das Trainingsset immer zu gewöhnlichen Ergebnissen tendiert. Stell dir eine Glockenkurve vor – die meisten Daten, die für mich interessant sind, befinden sich an den äußersten Enden der Glockenkurve. Die Aufgabe besteht darin, die Ergebnisse zu diesen Extremen zu zwingen. Die Aufgabe besteht darin, eine Vielzahl von Iterationen durchzuführen und die kleinen interessanten Details in einem Bild zu finden, die einen dazu anregen, in diese oder jene Richtung abzuzweigen und zu sehen, wohin das führt. Oft führt das zu nichts Interessantem und man muss zurückgehen. Aber hin und wieder passiert etwas Überraschendes, das mich an die Anfänge meiner Arbeit erinnert. Aber hin und wieder passiert etwas Überraschendes, das mich an die Anfänge meiner Arbeit mit einem sehr unberechenbaren Synthesizer erinnert. Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, ein paar ziemlich subversive Ergebnisse zu erzielen.</p>
<p><em><strong>Inwieweit hat deine Arbeit im und mit dem Film deine Herangehensweise und formalen und ästhetischen Entscheidungen beeinflusst?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/745a217c-9fce-44c1-90ac-6e9ef4b2339611.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-47457" title="745a217c-9fce-44c1-90ac-6e9ef4b23396~1(1)" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/745a217c-9fce-44c1-90ac-6e9ef4b2339611.jpg" alt="" width="4080" height="3060" /></a>Ich glaube, ich habe ein viel besseres Gespür dafür, wie Musik und Film zusammenwirken, was das Schneiden viel intuitiver macht, als es sonst vielleicht der Fall wäre. Ich kann eine kleine Geschichte erzählen, anstatt nur zufällige Bilder zu zeigen. Diejenigen, die bei den Shows dabei waren, erinnern sich vielleicht an Schmutiputzi, zum Beispiel, eine entzückende Geschichte über das Feiern im Licht, während in der Dunkelheit darunter alle möglichen Verkommenheiten und Schrecken stattfinden. Das ist eigentlich das, worüber wir schon seit Jahren reden.</p>
<p>Obwohl ich nie wirklich ein Fan amerikanischer Filme war (abgesehen von Lynch und Cronenberg), habe ich über einen Zeitraum von 25 Jahren an einigen lustigen Kultfilmen gearbeitet und ein gutes Gespür dafür entwickelt, was funktioniert und was narrative Kontinuität ist.</p>
<p><strong><em>Ich habe heute gelesen, dass der Streaming-Dienst Deezer Anfang des Jahres den Anteil der KI-generierten Musik auf seiner Plattform veröffentlicht hat, der sich auf etwa 20 Prozent belief. Siehst du eine Zukunft, in der Musik völlig homogenisiert und vereinfacht wird?</em></strong></p>
<p>Ja, das wird die Musiker weiter verarmen lassen, obwohl ich immer noch denke, dass das schlimmere Problem der regelrechte Diebstahl von Lizenzgebühren durch Plattformen wie Spotify ist. Was die Homogenisierung und Vereinfachung von Musik angeht, denke ich, dass Menschen im Allgemeinen schon immer außerordentlich gut darin waren. KI-Musik reproduziert einfach Musik, indem sie aus dem breiten Bereich der Glockenkurve sampelt. Das ist all die banale Musik, die langweilige Menschen geschaffen haben. Die Aufgabe für interessante Musiker, Künstler usw. besteht darin, außerhalb dieses Bereichs zu schaffen, nicht anders als es schon immer der Fall war.</p>
<p><em><strong>Was wäre eine kreative Anwendung von KI bei der Arbeit mit Musik?</strong></em></p>
<p>Noch nicht viel, das ist sicher. Sie ist in einigen Bereichen der Musikproduktion hilfreich, aber für mich noch nicht in Bezug auf die Kreation. Eine der ersten Anwendungen könnte in der Sound- oder Loop-Produktion liegen. Ich sollte mich wohl in die Lage anderer versetzen, die vielleicht nicht so musikbegabt sind wie ich. So wie ich kein großartiger bildender Künstler bin, finde ich die visuellen KI-Tools äußerst wertvoll, daher muss ich mir die gleichen Vorteile für Nicht-Musiker vorstellen. Das nennt man doch „Demokratisierung“, oder?<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/20250719_184247.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-47461" title="20250719_184247" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/20250719_184247.jpg" alt="" width="4080" height="3060" /></a><em><strong>Du sagtest, dass du über einen neuen Ansatz für die Aufführung nachdenkst, „wenn neue Technologien dies ermöglichen“. Was können wir in Zukunft von dir erwarten?</strong></em></p>
<p>Ich werde das Set von 2025 wahrscheinlich nie wiederholen. Ich kann noch nicht darüber sprechen, um welche neuen Technologien es sich handelt. Das würde die Überraschung ruinieren. Ich kann Ihnen jedoch verraten, dass die neue Formation (ich und mein Sohn Robert) den Namen SPKtR tragen wird. Es sieht so aus, als könnten wir im Herbst 2026 mit einer Tournee beginnen.</p>
<p>Interview: MG</p>
<p>Fotos: Porträt: Graeme Revell</p>
<p>Liveaufnahmen: MG</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<pubDate>Sat, 16 Aug 2025 03:45:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[When the lineup for the recent VOD Festival in Friedrichshafen was announced, many were surprised and delighted to learn that Graeme Revell would be performing. The relevance of SPK&#8217;s early work in particular to industrial culture, musically, visually and conceptually, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/08/16/but-every-so-often-something-surprising-will-happen-interview-with-graeme-revell/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/PHOTO-2025-07-26-15-13-23.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-47523" title="PHOTO-2025-07-26-15-13-23" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/PHOTO-2025-07-26-15-13-23-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>When the lineup for the recent VOD Festival in Friedrichshafen was announced, many were surprised and delighted to learn that Graeme Revell would be performing. The relevance of SPK&#8217;s early work in particular to industrial culture, musically, visually and conceptually, can hardly be overestimated. Revell&#8217;s further musical career is well known: ‘In Flagrante Delicto’ by ‘Zamia Lehmanni’ paved the way for him to become a composer in Hollywood, where he created around 100 soundtracks. <span id="more-47416"></span>When I spoke to him at the VOD Festival, he said that he is primarily concerned with AI these days, which was also evident in the use of visuals and films during his performance with his son Robert. In this respect, a number of the questions in the following interview revolve around technology and AI. It is perhaps not surprising that the motto on his Facebook page is ‘With little attachment to the past; yet remembers the future.’</span></strong></p>
<p><a title="Aber hin und wieder passiert etwas Überraschendes: Interview mit Graeme Revell" href="https://africanpaper.com/2025/08/16/aber-hin-und-wieder-passiert-etwas-uberraschendes-interview-mit-graeme-revell/"><strong>German Version</strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><strong>Let&#8217;s start with the distant past. Was there a moment when/before you started SPK when you thought of what technology would be appropriate and useful to create the sound that you desired?</strong></span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><strong></strong>I was very fortunate that I met Dominik Guerin (who was in charge of video for SPK/Twin Vision) had a brother who inexplicably owned an AKS EMS synthesiser. He did not use it because he liked jazz rock and lent it to me long term. The sounds it could make were perfect for what I had in mind.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">When I moved to England the first thing I bought was an EMS VCS3 – the one without a keyboard because I didn’t want to rely on anything &#8216;musical‘.</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><strong>It is said that hindsight is 20/20 but what technology would have been beneficial to have had access to when you first created music?</strong></span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">In 1978 it was still not possible to conceive of sampling and everything was still analogue. So digital would have been beneficial I suppose. On the other hand, I feel technology can always be pushed in directions it was not designed for and exploring the extreme possibilities of analogue was exciting. Other lacks in those early days were fat bass oscillators and recording onto vinyl was very light in the bass spectrum. I always dreamed of more bass.</span></p>
<p><em> <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/R-146597-1502033536-31051.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-47445" title="R-146597-1502033536-3105" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/R-146597-1502033536-31051-300x298.jpg" alt="" width="300" height="298" /></a><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><strong>I think the acquisition of the Fairlight was a huge step forward for your musical development and career (I&#8217;m particularly fond of “The Insect Musicians“). What would you say were other important technological steps in the development of your musical career?</strong></span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Yes, I had to pretend to be a pop musician for a year (with quite unsatisfying results) but the strategy was always to buy a Fairlight. The earliest digital tech opened up the world for me – especially with In Flagrante Delicto. Digital technology in general enabled the sampling of all sorts of sound material which I could then manipulate through processors, both analogue and digital. Prior to the Fairlight, the lightweight Sony DAT recorders made it easy to go to remote locations and record sound – for example the Brickworks in Sydney where we recorded most of the metal percussion that is the background for Leichenschrei.</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><strong>I seem to recall that during the discussion at the VOD-festival you said that because of the very cheap drum machine you got at the beginning of SPK, the types of rhythms possible were rather limited, which in turn contributed to a very specific sound on the early recordings. Would you say that that was a blessing in disguise? Can technical as well as technological limitations contribute – at least temporarily – to a very unique sound?</strong></span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Yes, indeed. Those rhythms, which are Latin were unique in the context. The little Rhythm Ace drum machine allowed you to push more than one rhythm at a time so you get a combination of say, cha cha and bossa nova which are then processed through guitar pedals and a bass amp then rerecorded from the speakers to tape. My entire process at that time especially was to take the most minimal sources and see what they could become. My greatest influence was a track by Neu! which was just a drum kit and guitar slowed down. A fantastic sound which made me realise that one could produce interesting music with almost no money.</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/R-76580-1304974399.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-47438" title="R-76580-1304974399" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/R-76580-1304974399-300x298.jpg" alt="" width="300" height="298" /></a>When you listen to early tracks of yours, say “Emanation Machine R. Gie 1916“ from “Information Overload Unit“, I feel that they very much stand the test of time and do not sound dated at all. Can you tell us something about the creation of these tracks?</strong></span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Thank you. I do think they sound dated but will take the compliment. We were using a 4-track Fostex recorder and my brother Ash (Mr Clean) had this possibly strange idea that tape should be virgin. In other words he wouldn’t let me bounce down and multitrack. We had huge arguments about this but I love him. The only solution was that I had to record multiple instruments onto each of the 4 tracks which meant we were kind of doing a series of live recordings – for example guitar and synth performances were recorded onto the one track; bass with tape loops from the 2-track recorder. Not too far advanced from recording techniques of the 60s.</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><strong>You said that you are now primarily an AI researcher. When flicking again through Re/Search&#8217;s Industrial Culture Handbook I had a look at your very comprehensive reading list and I was surprised that even that early on you already had a couple of books about AI in there. Could you give us an overview of how your interest in AI developed? Were there different stages in your interest in AI?</strong></span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">AI has quite a long history actually – but it’s a bit like the electric car. A critical piece was missing. With the car it was the long-range battery. With AI it was the transformer. All through four decades from the 80s I was reading about AI advances but none were convincing until 2017 when the famous Vaswani et al. Paper “Attention is All You Need“ appeared. Very soon after that – before covid I started to play with GPT and GPT2 which gave fascinating results. In some ways those results were more interesting than ChatGPT and Claude but it got me hooked.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Because I am so interested in technology and its social implications, I had been quiet for quite some time. As you know I had early thoughts about Information Overload, followed by a prediction of Another Dark Age, and Culturcide but his was a really exciting and simultaneously dangerous leap forward.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">I produced a book of early AI generated images: The Neuron Mirror, which is available through my website <a href="https://ologi.ai/">ologi.ai </a>or amazon.com. It is the only print exploration of early image generation from poetic prompts – leaving it for the transformer to interpret language rather than explicitly being told what to represent. It opens a window onto the processes inherent in human creativity.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Having produced some videos for our recent European shows, my most recent research is into two areas: one, the coming onslaught of agentic AI which will very rapidly increase the isolation of humans from each other and accelerate the dramatic lowering of birthrate across the world (except Africa for now). Ai companions will become the norm and the political right will rapidly begin to use them to transmit emotionally- and sexuallyladen fascistic messages. We know already that about 50% of the population is already primed to accept these. Beyond DeepFakes, I call this DeepFeels. </span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><strong>Some weeks ago the website AI 2027 made the headlines in a number of countries. The authors presented two future scenarios concerning the development of AI, and even the slightly more positive one looked rather dismal for humanity. How you do view the two possible (?) developments? Is that what the authors postulate too pessimistic?</strong></span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Yes. I believe that there is no necessity for pessimism. But it is going to require WORK and a significant shift in Epistemological UNDERSTANDING from a lot of people to avoid these outcomes. Certain outcomes are unavoidable – the loss of huge swathes of current jobs, beginning with paper-pushers and number crunchers. Other jobs in the knowledge economy will take a few years more so long as these workers embrace AI as a tool. The response to this mechanisation of labour must be the creation of a guaranteed living wage and taxation of the rich. This has nothing, of course, to do with AI specifically. As always, new technology is a small-p political struggle.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Regarding the longer term paranoia about machines taking over, I believe that is an outdated epistemology of machine vs human which is based on fundamental mythologies of both entities. First, we humans are entirely delusional about our consciousness and our creativity being unique. Neither are remotely true and I could go on for hours about both of these. I won’t. Second, these AI &#8216;machines‘ are entirely different from previous machines because they are not constructed on code, they are constructed on human language and they are nurtured by human reinforcement learning. They are not very different from humans once we redefine ourselves in materialist terms (Daniel Dennet), except they are much more efficient and capable. Similarly AI, with extremely rare exceptions, is certainly less plagiaristic than humans already are in the creative industries.</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><strong>You are or at least you were strongly interested in J. G. Ballard, also a favourite author of mine. He has been nicknamed the “oracle of Shepperton“, a name contrasting the rather mundane place where he lived with his seemingly visionary abilities. Do you think there are (technological) developments that he failed to see?</strong></span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">James was an extraordinary writer and thinker and I have no doubt would have envisioned the dark and sexualised side of anything that came along. I always related to him in the geographic sense you mention because, coming from New Zealand, I am virtually alone here in our green and pleasant land, in whatever ability I have to anticipate the near future. He is inspirational to me even now, because he was able to understand the deep psychological, sexual, deviant relationship between man, machines and the urban environment. I wouldn’t say there were tech developments he failed to see. In my last conversations with him, I remember talking to him about Second Life which was an early attempt to move real life into virtuality. He was very interested but had no personal experience of such a world. He would have been fascinated I’m certain.</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><strong>You worked with AI for videos that you also used during your performances in Italy and Germany. Were these films all developed just recently? Could you tell us something about how you proceeded when creating these visuals and films?</strong></span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Yes, all the imagery and video were created using AI. Our entire history of imagery and sound was lost in February 2025 in the Los Angeles fires. This doesn’t bother me in the slightest and I treated it as a challenge to try to recreate at least 4 of the original songs using contemporary methods.It was enjoyable. Nigel Ayers from Nocturnal Emissions recently reminded me that I was the first to commit to creating backing videos for independednt music shows- at that time it involved a very bulky and expensive VHS rig. Now, image creation is an exercise not only in prompting but also in patient curation. A lot of the reason people are negative about this process is because the training set will always be biased towards the ordinary. Think of a bell curve – most of the data that is of interest to me is in the far extremes on the edges of the bell curve. The task is how to force the results to those extremes. The exercise is running through a huge number of iterations and finding the little interesting thing in an image that encourages you to branch off in this or that direction and see where it goes. Often it goes nowhere interesting and you have to backtrack. But every so often something surprising will happen which reminds me of the early days working with a very unoredictable synthesiser. I hope I have been able to create a few rather subversive outcomes.</span></p>
<p><em> <span style="font-family: Arial, sans-serif;"><strong>To what extent has your work in and with film influenced your approach, and your formal and aesthetic choices?</strong></span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/745a217c-9fce-44c1-90ac-6e9ef4b23396111.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-47459" title="745a217c-9fce-44c1-90ac-6e9ef4b23396~1(1)" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/745a217c-9fce-44c1-90ac-6e9ef4b23396111.jpg" alt="" width="4080" height="3060" /></a>I suppose I have a much better sense of how music and film integrate which makes editing a lot more intuitive than it otherwise might be. I can tell a little story rather than just having random images. Those who were at the shows might remember Schmutiputzi, for example, which is a delightful tale of partying in the light while all sorts of depravation and horror takes place in the darkness below. Kind of what we’ve been on about for years really.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Though I was never really a fan of American film (apart from Lynch and Cronenberg), I did get to work on some fun cult movies over a 25 year period and picked up a good sense of what works and narrative continuity.</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><strong>I just read today that the streaming service Deezer published the percentage of AI created music on its platform at the beginning of the year and it amounted to about 20 percent. Can you see a future of a total homogenisation and simplification of music?</strong></span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Yes it is going to further impoverish musicians though I still think the worse problem is the outright royalty theft by platforms like Spotify. As regards the homogenisation and simplification of music, I think humans generally have been exceedingly good at that at all times. AI music is simply reproducing music by sampling from the fat region of the bell curve. That’s all the banal music that boring humans have created. The task for interesting musicians, artists etc is to create outside of that region, no different from what it has always been.</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><strong>What would be a creative use of AI when working on music?</strong></span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Not much yet, that’s for sure. It is helpful in some aspects of music production but for me, not yet in terms of creation. One of the first applications might be in sound or loop production. I guess I should put myself in the shoes of others who might not be as skilled in music as myself. In the same way that I am not a great visual artist, I do find the AI visual tools extremely valuable, so I must imagine the same advantages for non-musicians. They call this &#8216;democratisation‘ don’t they?</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/20250719_1842471.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-47464" title="20250719_184247" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/20250719_1842471.jpg" alt="" width="4080" height="3060" /></a>You said that you&#8217;re thinking of a new approach for performing “if new tech makes it possible“. What can we expect from you in the future?</strong></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">I will probably never repeat the set from 2025. I can’t talk about what the new tech is yet. It would ruin the surprise. I can however tell you the new entity (myself and my son, Robert) will be called SPKtR. It looks like we may begin touring in the fall of 2026.</span></p>
<p>Interview: MG</p>
<p>photos: portrait: Graeme Revell</p>
<p>concert photos: MG</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Graeme Revell mit alten Aufnahmen auf Old Europa Café</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2020 07:29:42 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Graeme Revell]]></category>
		<category><![CDATA[Old Europa Café]]></category>

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		<description><![CDATA[Der SPK-Gründer und spätere Soundtrack-Komponist Graeme Revell bringt Material aus dem Jahr 1986 neu heraus. Auf einer opulenten Digipack-CD mit vierzigseitigem Booklet erscheint zum einen das Album &#8220;The Insect Musicians&#8221;, sein Solo-Debüt, dessen Klangmaterial auf Feldaufnahmen von verschiedenen Insekten und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/11/28/graeme-revell-mit-alten-aufnahmen-auf-old-europa-cafe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der SPK-Gründer und spätere Soundtrack-Komponist Graeme Revell bringt Material aus dem Jahr 1986 neu heraus. Auf einer opulenten Digipack-CD mit vierzigseitigem Booklet erscheint zum einen das Album &#8220;The Insect Musicians&#8221;, sein Solo-Debüt, dessen Klangmaterial auf Feldaufnahmen von verschiedenen Insekten und deren digitalen Bearbeitung basiert. Vom Label wird dieser Ansatz zurecht als eine Art Blaupause für spätere Arbeiten<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/graemerevell.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-23137" title="graemerevell" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/graemerevell.jpg" alt="" width="380" height="352" /></a><span id="more-23136"></span><br />
von Matmos, Francisco Lopez und anderen bezeichnet. Ebenfalls enthalten sind Revells sechs Beiträge zur im selben Jahr von ihm herausgegebenen Compilation &#8220;Necropolis, Amphibians &amp; Reptiles&#8221;. Die CD, die wie &#8220;The Insect Musicians&#8221; auf Revells Label Musique Brut erschien, war dem Werk des psychisch kranken Schweizer Künstlers Adolf Wölfli gewidmet, das heute als Klassiker der Outsider Art gilt. Weitere Beitragende zur Compilation waren damals Nurse With Wound (in der Besetzung Stapleton, Rogerson, Tibet) und Déficit Des Années Antérieures.</p>
<p><a href="https://www.oldeuropacafe.com/catalog/category/the-insect-musicians.html"><strong>@ Old Europa Café</strong></a></p>
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