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	<title>African Paper &#187; Greg Weeks</title>
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		<title>RUSALNAIA: s/t</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Apr 2016 05:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/01/rusalnaia.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11577" title="rusalnaia" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/01/rusalnaia-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In den Jahren nach 2000 verbrachte die englische Ausnahmesängerin Sharron Kraus einige Jahre in den USA, um als an englischen Traditionen geschulte Musikerin amerikanische Spielarten des Folk kennen zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen. Schnell fand sie Anschluss an eine kleine Szene in Philadelphia, wo im Umfeld von Greg Weeks&#8217; Language of Stone-Label und den Hexham Head Studios gerade interessante Folkgewächse aus dem Boden schossen. <span id="more-11576"></span></p>
<p>Unter anderem lernte sie dort auch die Sängerin Gillian Chadwick kennen, die mit ihrer Band Ex Reverie eine ebenso dynamische wie eingängige Folkvariante spielte. Die beiden wurden Freundinnen und schienen sich auch musikalisch zu verstehen, jedenfalls war bald das Duo Rusalnaia geboren, dessen Name auf eine Gruppe bösartiger Wassernymphen zurückgeht, die die zweifelhafte Gewohnheit pflegen, nichtsahnende Verirrte zu Tode zu kitzeln. Auf dem Debüt, das 2008 in Australien bei Camera Obscura erschien, war eine Musik zu hören, die von der spröden Fragilität der Engländerin ebenso lebte wie von der eingängigen Geschmeidigkeit Chadwicks, und doch passierte hier weit mehr als die bloße Zusammenführung zweier Stile.</p>
<p>In den Songs von meist getragener Gangart, die mal von ruhigem finger style, seltener von feurigem strumming beider Gitarren in Bewegung gehalten werden, entstehen interessante Duette, in denen die immer etwas säuerliche Stimme Sharron Kraus&#8217; mit der poptauglicheren Gillian Chadwicks nur selten zusammen quasi im Chor erklingen. Viel lieber stimmen sie einen Wechselgesang an, bei dem sich beide Stimmen kanonartig überlappen.</p>
<p>Mit urigen Rasseln und in entrückten a cappella-Passagen kommt schnell die Vorstellung einer naturnahen Heterotopie auf. Die allerdings wird eher geheimnisvoll als idyllisch gezeichnet, am deutlichsten wird dies in den oft zwischen Suche und Abgeklärtheit changierenden, nichtsdestoweniger mystischen Texten und in Momenten, in denen die Musik in Repetition oder gar in kurze Atonalitäten kippt. Ob der andernorts gezogene Vergleich mit Comus nicht dennoch etwas weit geht sei dahin gestellt.</p>
<p>Nachdem das Album nun seit ein paar Jahren vergriffen ist, wird es nun erstmals auf Vinyl und später wohl auch auf CD wiederveröffentlicht, und Fans der beiden Sängerinnen dürfen sich zusätzlich über das Gerücht bezüglich eines bald fertig gestellten zweiten Albums freuen.</p>
<p>Ich möchte das Debüt außerdem den etwas aufgeschlosseneren Neofolkern ans Herz legen, die dank In Gowan Ring und anderen mitbekommen haben, dass es gute mystische Folkmusik auch außerhalb der zugeknöpften Dark Clubs gibt &#8211; vorausgesetzt, sie fürchten sich nicht vor dem letzten Lachkrampf, wenn sie von den beiden Nymphen auf recht originelle Art ins Jenseits befördert werden. Die werden nämlich mit dem finalen &#8220;The Wild Summer&#8221; belohnt, einer furiosen Feier des Zyklus der Jahreszeiten, so beschwörend wie ein heidnisches Ritual aus irgendeinem mit goldenen Ähren bewachsenen Hochland, das auf keiner Landkarte zu finden ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://feedingtuberecords.com/">Feeding Tube Records</a></strong></p>
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		<title>FURSAXA: Mycorrhizae Realm</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 08:17:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Jahren veröffentlicht Tara Burke unter dem Namen Fursaxa Alben, die sich einer einfachen Kategorisierung (Schublade „Weird Folk“ auf und wieder zu) widersetzen. Was Stimmung wie Stimme anbelangt, könnte man fast soweit gehen und sagen, dass Fursaxa näher an Nico &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/fursaxa-mycorrhizae-realm/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Fursaxa.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-1794" title="Fursaxa" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Fursaxa.jpeg" alt="" width="150" height="148" /></a>Seit Jahren veröffentlicht Tara Burke unter dem Namen Fursaxa Alben, die sich einer einfachen Kategorisierung (Schublade „Weird Folk“ auf und wieder zu) widersetzen. Was Stimmung wie Stimme anbelangt, könnte man fast soweit gehen und sagen, dass Fursaxa näher an Nico als an Vashti Bunyan oder Shirley Collins ist (eine Einschätzung, die einige andere Rezensenten zu teilen scheinen). Teilweise erinnert Burke auch etwas an Sharron Kraus (mit der sie auf dem Projekt Tau Emerald zusammengearbeitet hat).<span id="more-1791"></span> Betrachtet man das Cover, das einen Teil einer Heide zeigt, darf man nicht vergessen, dass der Heide nach der Landschaft benannt ist, also nach einem Platz abseits (des Lichts) der Stadt, ein Ort, der nicht greifbar ist, an dem die Ratio ausgeschaltet ist, der von einem „Kobold Moon“ (Titel eines 2008 veröffentlichten Albums) beleuchtet wird und an dem Mysterien noch immer existieren. „Mycorrhizae Realm“ ist das erste in einem „richtigen“ Studio aufgenommene Album, nämlich in Greg Weeks’ Hexham Head, der das Album auch produziert hat. „Lunaria Exits the Blue Lodge“ ist ein zweiminütiges Stück, das sich als Intro verstehen lässt und die Stimmung und Instrumentierung vorgibt: Glöckchen, Flöten, (von Mary Lattimore gespielte) Harfe und getragener Gesang erzeugen eine rätselhafte Atmosphäre. „Poplar Moon“ klingt nach mittelalterlicher Musik; das Cello wird (wie auch auf zwei weiteren Tracks) von Helena Espvall, mit der Tara Burke das Projekt Anahita betreibt, gespielt: Das ist Klagemusik mit einer manchmal an Christa Päffgen erinnernden Schwere. Wenn Burke auf „Celosia“ „now is the season of the harvest time“ singt, dann kann, dann muss man das fast schon unweigerlich als Drohung auffassen, und an eine durch Mutterkorn vergiftete Ernte, an vom St. Antoniusfeuer zerstörte Gliedmaßen, an den Schnitter, den <em>grim reaper, </em>der die Menschen aberntet, denken. „Well of Tuhala“, auf den gleichnamigen Hexenbrunnen in Estland verweisend, ist erneut getragene, fast schon sakral zu nennende Musik. In „Ode to Goliards” preist Burke die so genannten Goliarden, die im Mittelalter satirische, die Kirche kritisierende Dichtung verfassten. Der Titel des Albums bezeichnet eine Symbiose, die Pilze mit anderen Pflanzen eingehen, und denkt man bei Fursaxa an Pilze, muss man unweigerlich an Psilozybin denken, an die Reinigung der Pforten der Wahrnehmung – ein frühes Album heißt bezeichnenderweise „Mandrake“. Mit Bands wie Spires That In The Sunset Rise gehört Fursaxa zu denen, deren Folk nicht von einem hippieesken „Love, Peace and Harmony” (Morrissey) geprägt ist.  Früher steckte  man Pferden Stechapfel in den Anus um sie für den Verkauf etwas aufzufrischen. Fursaxa geben dem (Weird) Folk eine willkommene Infusion aus Datura und Tollkirsche um ihn wieder lebendig zu machen – nur dürfte bei Fursaxa die Wirkung länger anhalten als bei einem lahmen Gaul.</p>
<p>(M.G.)</p>
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		<title>SPIRES THAT IN THE SUNSET RISE: Curse The Traced Bird</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/08/31/spires-that-in-the-sunset-rise-curse-the-traced-bird/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 19:45:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf ihrem vierten Album geben sich die inzwischen wieder zum Trio geschrumpften Damen erneut extravagant und originell: Man stelle sich vor, die drei “weird sisters“ hätten – anstatt Macbeths Ehrgeiz (noch mehr) anzustacheln – lieber etwas Sud aus Belladonna und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/spires-that-in-the-sunset-rise-curse-the-traced-bird/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/spires-that-in-the-CD-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-624" title="spires-that-in-the-CD-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/spires-that-in-the-CD-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf ihrem vierten Album geben sich die inzwischen wieder zum Trio geschrumpften Damen erneut extravagant und originell: Man stelle sich vor, die drei “weird sisters“ hätten – anstatt Macbeths Ehrgeiz (noch mehr) anzustacheln – lieber etwas Sud aus Belladonna und Datura zu sich genommen und hätten sich ein paar verstimmte Instrumente genommen, um zu musizieren – das Resultat dürfte so in etwa wie dieses Album klingen.<span id="more-623"></span></p>
<p>Natürlich bedient diese Metaphorik das eine oder andere Klischee, aber damit sollte (ver)deutlich(t) werden, dass der Musik der drei jedwedes Abgleiten ins Süßliche, Sentimentale, Verkitsche abgeht, das Teile des Folkgenres ungenießbar macht. Allein der Opener “Black Earth“ mit seinen bedrohlichen Streichern ist unglaublich spannend . Dagegen hat das darauf folgende “Java Pop“ durchaus Popcharakter – wenn auch nur im Kosmos dieser Band, denn auch hier gibt es Brüche, atonale, dissonante Elemente, “Party Favors“ enthält Melodien, die an asiatische Tonskalen denken lassen und “Equus Haar“ hat in Passagen Soundscapecharakter. Verglichen mit den drei Vorgängern wirkt das Album etwas kohärenter und auch das melodische, (weitgehend) instrumentale “Pouring Mind“, das das Album verhältnismäßig entspannt ausklingen lässt, überrascht. Dennoch: Wie auch schon mit ihren vorangegangenen drei Alben geben die SPIRES dem Begriff Weird Folk das Setsame, Eigen(tümlich)e zurück. Ach, dass der umtriebige Greg Weeks (ESPERS) bei den Aufnahmen mitgeholfen hat, ist nur eine Fußnote – denn prominente Unterstützung sollte solch ein Album eigentlich nicht benötigen. (M.G.)</p>
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		<title>ESPERS &#8211; Interview</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 19:27:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ESPERS sind eine amerikanische Band, deren musikalische Wurzeln aber eher auf der britischen Insel oder im restlichen Europa zu verorten sind. Ebenso wie auf dem schlicht “Espers“ titulierten Erstling oder dem Coveralbum “The Weed Tree“ spielt die inzwischen auf sechs &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/espers-interview/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Espers-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1584" title="Espers-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Espers-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>ESPERS sind eine amerikanische Band, deren musikalische Wurzeln aber eher auf der britischen Insel oder im restlichen Europa zu verorten sind. Ebenso wie auf dem schlicht “Espers“ titulierten Erstling oder dem Coveralbum “The Weed Tree“ spielt die inzwischen auf sechs Personen angewachsene Band auf  ihrem neuen Album “Espers II“ keinen reinen Folk, sondern verwendet E-Gitarren und auch atonale Momente kommen nicht zu kurz. <span id="more-1583"></span>Wenn im folgenden Interview  Gründungsmitglied Meg Baird davon spricht, dass Filme, die für eine musikalische Untermalung durch ESPERS die Eigenschaft des Unterirdischen besitzen sollten, hat man dem so boomenden Feld der Kategorisierungen  somit den Begriff des Subterranean Folk hinzugefügt.</strong></p>
<p><strong></strong><strong><em>Als ich damals euer erstes Album gekauft habe, habe ich mich etwas über den Namen gewundert, weil ich den selbst in sehr umfangreichen Englisch-Englisch-Lexika nicht finden konnte. Bei Wikipedia stößt man dann schließlich auf parapsychologische Erklärungen. </em></strong></p>
<p>Ich kann mich nicht mehr an den genauen Namen des Textes erinnern, aus dem der Name stammt, aber es war ein Buch, das Greg hatte. Es war eine Studie über soziale Devianz und es gab einiges über Kulte, subkulturelle Aktivitäten usw. Es gab einen religiösen Kult in North Carolina. Dieser Kult konnte seinen Namen nicht aussprechen, deshalb wurde die Bezeichnung Espers benutzt. Das ist der Ursprung des Namens.</p>
<p><strong><em>Das Artwork von Espers und Espers II weist Parallelen auf. Wolltet ihr da auf Gemeinsamkeiten hinweisen? </em></strong></p>
<p>Das stammt alles von Brooke Sietinsons. Sie ist eine großartige Graphikdesignerin. Sie verwendet Aspekte unserer gemeinsamen Bildwelt und lässt es dadurch sehr konsistent aussehen.</p>
<p><strong><em>Ihr seid ja von drei auf sechs Musiker angewachsen. Hattet ihr nach einigen Konzerten den Eindruck, dass das nötig war, um die Musik angemessen umzusetzen? </em></strong></p>
<p>Es war keine so bewusste Entscheidung, neue Mitglieder hinzuzufügen. Wir hatten irgendwann die Möglichkeit mit diesen anderen Musikern zu spielen und das war dann eine ganz natürliche Erweiterung. Wir schaffen mit einem größeren Ensemble mehr als nur als Trio.</p>
<p><strong><em>In den letzten Jahren sind ziemlich viel verschiedene Begriffe verwendet worden, um eure Musik zu beschreiben, Psychedelic Folk, New Weird America etc. Gibt es da irgendeine Bezeichnung, mit der ihr euch wohlfühlt? </em></strong></p>
<p>Na ja, die sind alle ok; es scheint zum Musikjournalismus dazuzugehören, dass man nach Bezeichnungen sucht. Keiner von den Begriffen regt uns auf, aber wir versuchen nicht uns unter einen zu fassen. Vielleicht würden wir uns einfach als Psychedelic Folk bezeichnen – als wir zusammen angefangen haben, war das wohl das Verbreitetste. Auch bezogen auf die Aufnahmen, die uns beeinflusst haben.</p>
<p><strong><em>Ihr habt einige britische Folkbands als Einflüsse genannt. Wie hat sich das entwickelt und warum nennt ihr relativ wenige amerikanische Bands? </em></strong></p>
<p>Ich glaube, das liegt einfach an dieser besonderen Zeit und diesem besonderen Klang, der uns so angezogen hat. Insbesondere Greg liebt italienische und französische Progrockbands; diejenigen mit einer etwas folkigeren Note. Es lag etwas an unseren Plattensammlungen, man sollte der Geographie nicht so viel Aufmerksamkeit schenken.</p>
<p><strong><em>Ihr benutzt ja auch häufig Instrumente, die Puristen nicht gerade dem Folk zuordnen würden. Wenn ihr E-Gitarren benutzt, wollt ihr dann bewusst aus einem zu engen Korsett ausbrechen? </em></strong></p>
<p>Nicht wirklich, weil nur wenige von uns aus einer traditionellen Folkecke kommen. Für die meisten in der Band ist es eher so, dass sie in traditionelleren Rockbands angefangen haben.</p>
<p><strong><em>Ihr habt ja auch eine Menge Droneelemente und auch eine unangenehme Geräusche in eurer Musik. Z.B. bei “Byss &amp; Abyss“ gibt es da diese komischen Klänge im Hintergrund. Ich glaube, einer von euch hat mal gesagt, dass es darum gehe, ein angenehmes Gefühl des Unbehaglichen zu schaffen. </em></strong></p>
<p>Es geht um das Erfahren von Atonalität; es ist eine sehr kraftvolle Technik und erzeugt so etwas wie Angst – gleichermaßen ist es wunderschön, wenn auch nicht im Sine von hübsch. Wir interessieren uns für diese Art von Ästhetik, ein beunruhigendes Gefühl zu erzeugen.</p>
<p><strong><em>Ich denke schon, dass einige eure Musik als recht düster wahrnehmen. Würdest du sagen, dass das eurer Musik gerecht wird? </em></strong></p>
<p>Ich würde da schon zustimmen (lacht). Wir bewegen uns schon mal in einem dunklen Terrain.</p>
<p><strong><em>Ich habe gelesen, dass Greg plant einen Horrorfilm zu drehen. </em></strong></p>
<p>Ja, er arbeitet schon seit einiger Zeit an einem Drehbuch und ich denke, da wird etwas sehr Interessantes rauskommen.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Espers2-300x295.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1585" title="Espers2-300x295" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Espers2-300x295.jpg" alt="" width="300" height="295" /></a>Könntet ihr euch vorstellen, eure Musik für einen Soundtrack zu verwenden? </em></strong></p>
<p>Ich denke, wir würden das sehr gerne machen, denn auf diese Weise reden wir miteinander über Musik; das machen wir auf eine sehr bildhafte Art und Weise. Ich denke, jeder Film, der unterirdische Eigenschaften hat, wäre gut. Das Thema spielt dann nicht so eine große Rolle. Er sollte nur dieses unterirdische Gefühl haben. Das wäre toll.</p>
<p><strong><em>Glaubst du, dass eure Musik in einem Film von David Lynch funktionieren würde? </em></strong></p>
<p>Oh ja. Wir denken das zumindest. Ob er das so sieht, weiß ich nicht (lacht).</p>
<p><strong><em>Einige eurer Songtitel (wie z.B. “Dead Queen“, “Dead King“, auch vielleicht “The Moon Occults The Sun“, “Meadow“) hören sich recht archaisch an. Was wollt ihr damit bezwecken? </em></strong></p>
<p>Es geht etwas darum, dass man nicht einer bestimmten Zeit zuzuordnen ist, dass es nichts Zeitgenössisches ist.</p>
<p><strong><em>Geht es um so etwas wie Zeitlosigkeit? </em></strong></p>
<p>Ja genau. Wir vermeiden ganz bewusst Bildhaftigkeit, die eng mit der aktuellen Zeit verbunden ist.</p>
<p><strong><em>Euer Stück “Widow’s Weed“ ist dann also keine Anspielung auf das Stück von Marc Almond namens “Widow Weeds“? </em></strong></p>
<p>Ich kann jetzt nicht für uns alle sprechen, aber mir war das nicht bewusst. Vielleicht unbewusst.</p>
<p><strong><em>Na ja, ihr habt keins eurer Lieder “Tainted Love“ genannt. </em></strong></p>
<p>Nein (lacht).</p>
<p><strong><em>Würdet ihr euer (Cover)Album “The Weed Tree“ als Zwischenstop bezeichnen oder ist es ein richtiges Album?</em></strong></p>
<p>Na ja, es ist ein richtiges Album, aber wir sehen es nicht als den Nachfolger unseres ersten Albums. Wir denken, dass “Espers II“ sich definitiv aus dem ersten entwickelt hat, während “Weed Tree“ anders ist. Es hat sich sehr aus unseren Auftritten entwickelt, da dort eben eine Reihe von Coverversionen drauf enthalten ist, die wir live spielen bzw. gespielt haben. Die Aufnahmen waren auch stärker an einem Liveauftritt orientiert, als das sonst der Fall ist. Insofern war es ein ganz anderer Ansatz. Und es war einfach schön, die Songs aufzunehmen, die wir ein Jahr lang live gespielt hatten.</p>
<p><strong><em>Obwohl ihr ja oft recht düster seid, finde ich, dass eure Version von Nicos “Afraid“ etwas weniger finster als das Original ist. </em></strong></p>
<p>Das Stück ist eine Hommage an die Zeit, in der sie es aufgenommen hat und wir wollten dem Stück dann eine spätere Behandlung geben, für uns hat das ganz gut funktioniert. Es war nicht nur so, dass wir mit der Neuinterpretation des Songs gut klargekommen sind, es ist auch gleichzeitig eine Art Denkmal.</p>
<p><strong><em>Manchmal haftet Folkmusic etwas Reaktionäres an – dann wenn sie sich auf eine mythische Vergangenheit bezieht, die natürlich nie so existiert hat. </em></strong></p>
<p>Ich denke, dass pastorale Fantasien vielleicht einfach nur das sind, nämlich Fantasie. Aber das heißt nicht, dass sie deswegen weniger Wert sind. Es wird auch dadurch nicht weniger interessant, dass es kein realistisches “Museum“ ist. Es ist nicht die Porträtierung durch einen Historiker, es ist eine eher künstlerische Sache.</p>
<p><strong><em></em></strong><strong><em>Spielen eure Bandfotos auf das berühmte Cover von The Incredible String Bands  ”The Hangman’s Beautiful daughter“ an? </em></strong></p>
<p>Die Bilder sind entstanden, als wir gerade auf Tour waren. Es war nicht beabsichtigt. Es ist vielleicht eine Art von Ästhetik, die wir miteinander teilen. Es war aber kein direktes Zitat, wie bei einigen anderen Covern, die sehr deutlich darauf Bezug nehmen.</p>
<p><strong><em>Habt ihr – abgesehen von den jetzt anstehenden Konzerten – weitere Pläne? </em></strong></p>
<p>Nichts allzu Spezifisches. Wir werden – wie du schon gesagt hast – viel touren, und uns dann auf den Winter vorbereiten, schreiben und arbeiten.</p>
<p>(M.G.)</p>
<p>&nbsp;</p>
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