<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Grey Albums</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/grey-albums/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 17 Apr 2026 12:46:47 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>NICK GREY AND THE RANDOM ORCHESTRA: Breaker of Ships</title>
		<link>https://africanpaper.com/2015/06/27/nick-grey-and-the-random-orchestra-breaker-of-ships/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2015/06/27/nick-grey-and-the-random-orchestra-breaker-of-ships/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2015 06:51:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Boyarin]]></category>
		<category><![CDATA[Grey Albums]]></category>
		<category><![CDATA[Jean Mathoul]]></category>
		<category><![CDATA[Louis Pontvianne]]></category>
		<category><![CDATA[Milk & Moon Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[Nick Grey]]></category>
		<category><![CDATA[Nick Grey and the Random Orchestra]]></category>
		<category><![CDATA[Peter James]]></category>
		<category><![CDATA[Philip Wollen]]></category>
		<category><![CDATA[Robin Rimbaud]]></category>
		<category><![CDATA[Scanner]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=10217</guid>
		<description><![CDATA[Nick Grey hatte Mitte des letzten Jahrzehnts eine ganze Reihe an Platten herausgebracht, teilweise solo, teilweise bereits mit seinem Random Orchestra, teilweise aber auch in Zusammenarbeit mit wieder anderen Kollegen und stets bei undergroundigen Labels mit Sinn für verträumten, krautig &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/06/27/nick-grey-and-the-random-orchestra-breaker-of-ships/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/nickgreyrandomorchestrabreakerofships.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10497" title="nickgreyrandomorchestrabreakerofships" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/nickgreyrandomorchestrabreakerofships-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nick Grey hatte Mitte des letzten Jahrzehnts eine ganze Reihe an Platten herausgebracht, teilweise solo, teilweise bereits mit seinem Random Orchestra, teilweise aber auch in Zusammenarbeit mit wieder anderen Kollegen und stets bei undergroundigen Labels mit Sinn für verträumten, krautig angehauchten Folk. Nach einer mehrjährigen Pause, die relativ abrupt einsetzte, hat die Musikwelt den nun in Berlin lebenden Musiker seit etwa einem Jahr zurück, und es macht den Eindruck, als würde er mit diesem Neustart ganz neue Horizonte erkunden und dabei auch seinen Bekanntheitsradius merklich erweitern.<span id="more-10217"></span></p>
<p>Auf „You&#8217;re mine again“ erforschte er im letzten Jahr die absurden Kollateralfolgen der Liebe und ähnlich gelagerter Gefühlszustände und verpasste dem Motivkomplex mittels sperriger Songwritermusik einen Kommentar, der sich bewusst weigerte, sich für eine bösartige, resignierte oder vergnügte Haltung zu entscheiden. Unter Greys Feder wären Fräulein Else und der junge Werther zu Thomas Bernhard-Figuren mutiert und hätten sich – paradoxerweise, möchte man sagen – gerade deshalb nicht einmal umbringen müssen.</p>
<p>Auf dem Nachfolger „Breaker of Ships“, das <a title="I do not tolerate bitterness in my music. Interview mit Nick Grey" href="http://africanpaper.com/2015/06/20/i-do-not-tolerate-bitterness-in-my-music-interview-mit-nick-grey/">(laut unserem Interview)</a> dem großen Verderber menschlichen Strebens gewidmet ist, bleibt er dieser Linie im Grunde treu, auch hier ist Pop nicht nur Pop, denn die niemals kompakten Songs sind immer auch „ein bisschen experimentell“, und dass jedes Stück beim Griff in die popkulturelle Zitatenkiste in eine andere Richtung geht, ist ebenfalls vom Vorgänger her bekannt. Es gäbe schon aufgrund dieser Heterogenität kaum einen Grund, sich unbedingt weiterentwickeln zu müssen, aber Grey und sein Orchester machen es dennoch, indem sie einfach noch ein bisschen an Markanz zulegen. Zudem ist „Breaker of Ships“ inhaltlich weniger konzeptuell angelegt.</p>
<p>Schon in den ersten Stücken zeigt Grey, dass er mit Vorliebe Illusionen erzeugt, um sie – nicht selten zugunsten weiterer Illusionen – zu brechen. „Of Ghosts and Women“ und „Vanisher“ könnten als (immer noch allein schon textlich doppelbödige) Radioschnulzen funktionieren, wären die Rhythmen nicht so unpassend in den Vorgergrund gemischt, im Titelstück ist der durch immer verfremdetere Klänge dominierte zweite Teil der große Gemütlichkeitsverderber, bis er sich endlich bequemt, den Song ausklingen zu lassen.</p>
<p>Neben dem genannten „Vanisher“ ruft v.a. „The Archivist“ &#8211; beides kleine Psychogramme skurriler Einzelgänger -  den folklastigen Songtyp in Erinnerung, mit dem man Grey früher in Verbindung brachte, denn an der Stelle können die schweren Riffs und bluesigen backing vocals nicht darüber hinweg täuschen, dass diese Songs ganz im Zeichen des Stimmungsvollen stehen, und dass sie unter ihrer rauen Oberfläche fast lieblich melancholische Kammermusik sind. Eigenwillige allerdings, und wer bei der mystischen Talfahrt – „waiting for the end/down in my bunker“ &#8211; den Spaß am gewollte Klischee nicht bemerkt, wird dem Album wohl generell verständnislos gegenüberstehen.</p>
<p>Vielleicht sind die allgegenwärtigen Doppelbödigkeiten auch der wichtigste Garant dafür, dass Greys kontinuierliche Fortentwickung vom Akustiksong so gar nicht banal und bemüht wirkt, ganz im Gegensatz zu den vielen (meist weiblichen) Folkacts der Nullerjahre, die alle wie auf Knopfdruck plötzlich Electronica, Rock oder Shoegaze anstimmten, nachdem die Spexes und Mojos dieser Welt das postmoderne Folkrevival für beendet erklärten.</p>
<p>Dank des Detailreichtums gäbe es zu jedem Stück (inklusive des abschließenden Remixes aus dem Hause <a href="http://www.scannerdot.com/">Scanner</a>) eine Menge zu sagen, aber da es deshalb auch eine Menge zu entdecken gibt, möchte ich an der Stelle nur noch „Ghost Rain“ hervorheben, das auf einer dramatisch in Szene gesetzten <a href="https://www.youtube.com/watch?v=uQCe4qEexjc">Aufnahme eines Philip Wollen-Vortrages zur Fleischindustrie</a> („If slaughterhouses had glass walls, everyone would be vegetarian“) basiert. Auch wenn ich persönlich vermute, dass die meisten Konsumenten eher Umwege in Kauf nehmen würden, ist die Umsetzung bewegend und zeigt, dass man den Satz weniger als Feststellung betrachten sollte, sondern als wachrüttelnde Provokation.</p>
<p>Grey selbst sieht darin einen Hoffnungsschimmer, der ganz nebenbei auch dieses düstere Album ausklingen lässt &#8211; eine Formulierung, bei der ich allerdings vorsichtig wäre, denn sie sagt wenig über die Weite und den Facettenreichtum dieser im besten Sinne merkwürdigen Platte. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Milk &amp; Moon Recordings<br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2015/06/27/nick-grey-and-the-random-orchestra-breaker-of-ships/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>NICK GREY AND THE RANDOM ORCHESTRA: You&#8217;re Mine Again</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/07/26/nick-grey-and-the-random-orchestra-youre-mine-again/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2014/07/26/nick-grey-and-the-random-orchestra-youre-mine-again/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Jul 2014 04:58:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Grey Albums]]></category>
		<category><![CDATA[Milk & Moon Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[Nick Grey]]></category>
		<category><![CDATA[Nick Grey and the Random Orchestra]]></category>
		<category><![CDATA[Sarah Maison]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=9020</guid>
		<description><![CDATA[Die Liebe hat in der Popkultur seit jeher einen schweren Stand – nicht dass ihr keine interessanten Schöpfungen gewidmet wären, doch ihre Zahl ist gering im Vergleich zu all dem Eskapismus der dummen Weiber und Kerle, der die weite Welt &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/07/26/nick-grey-and-the-random-orchestra-youre-mine-again/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/06/nickgreyyouremineagain.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9021" title="nickgreyyouremineagain" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/06/nickgreyyouremineagain-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Liebe hat in der Popkultur seit jeher einen schweren Stand – nicht dass ihr keine interessanten Schöpfungen gewidmet wären, doch ihre Zahl ist gering im Vergleich zu all dem Eskapismus der dummen Weiber und Kerle, der die weite Welt der liebestrunkenen Lieder, Filme und Romane überschwemmt. Es dauerte bis in die Zeit des Punk und Wave, als über den Abschied vom „Peace and Love“-Motto der 60er kritische Absagen an die schmachtvolle Liebesutopie auch lowbrow salonfähig wurden. „This is not a lovesong“ hies die Devise, es war die Zeit der verhuscht unterkühlten Umwege, der murder ballads, der ironischen Brechungen und subtilen Ausnahmen. Seit dieser Zeit muss ein<span id="more-9020"></span> komplett der Liebe gewidmetes Album mit einem Titel wie „You&#8217;re Mine Again“ bei jedem, der nicht unter Soma-Einfluss steht, gelangweites Misstrauen erregen – es sei denn, man traut dem Frieden nicht und wittert Größeres hinter all dem romantischen Zuckerguss.</p>
<p>Ein solcher Impuls könnte daher rühren, dass einem Nick Grey, der dieses Album mit seinem personell abgespeckten Random Orchestra aufgenommen hat, schon einmal begegnet ist – ausgesprochen umtriebing ist der Sänger nämlich, mit Namen wie Charlemagne Palestine, Kris Force, Tony Wakeford und Matthew Shaw wäre die Liste seiner Kollaborationen allenfalls angerissen. Dort wie in seinen eigenen folkigen Popsongs profiliert sich Grey als Ironiker, der sich mit Vorliebe den dunklen, wahnhaften Seiten des Lebens widmet. Auf „You&#8217;re mine again“ zeichnet er ein desperates Bild der Liebe als Grenzerfahrung, das an die platonische Plattitüde von der Liebe als Krankheit des Geistes denken lässt. Abhängigkeiten, Herrschsucht, Misstrauen und die Illusion des falschen Idylls prägen die Texte des Albums, immer unterfüttert mit einem Schuss alltäglicher Trivialitäten, mit langweiligen Gesprächen und ordinären Parties. Eine doppelbödige, stets halb augenzwinkernde Melancholie breitet sich aus, deren Ironie man beim unaufmerksamen Hören der nett arrangierten Musik leicht überhören könnte – vielleicht nicht gerade beim Titeltrack, der gar zu ordinäre Worte mit filmreifen Streichern und einer vergnüglich knarzenden Brass Section unterlegt, aber gewiss bei dem Ohrwurm „Structure &amp; Faith“, bei dem die stets zwischen Akustikpop und Elektronik pendelnde Musik zu einer gelungenen Bricolage aus Kraftwerk, Surftmusik und Chanson heranreift.</p>
<p>Manche Songs stechen gegen Ende des Albums auch stilistisch hervor. „Enchanté“ mit den französischen Vocals einer anrührenden Sarah Maison klingt wie eine spaltbreit offene Tür in einen ganz eigenen fragilen Chanson-Kosmos, dessen humorige Feinsinnigkeit man ohne die entsprechende Sprachpraxis allenfalls erahnt. „Death of the Dogman“ lässt die Bluesgitarre krachen und repräsentiert mit seinem epischen Text die Hardboiled-Seite des Ganzen. Freilich ist auch dies halb Parodie, wie um daran zu erinnern, dass das Leben kein Italowestern ist. Da Grey immer genügend ernsthaft Schönes bestehen lässt, ist es aber auch kein Film von Ulrich Seidl. (U.S.)</p>
<p><strong>Label:</strong> <strong>Milk &amp; Moon Recordings</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2014/07/26/nick-grey-and-the-random-orchestra-youre-mine-again/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
